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count71

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  1. Ja, aber die ersetzen, nicht die Pfleger. Das Problem ist vielmehr, speziell in Japan, daß es denen an (jungen) Menschen mangelt. Und die ihre Arbeitsplätze nicht besetzt bekommen. Zuzug aus dem Ausland wollen die Japaner nicht. Oder nur in ganz geringem Maße. Und mit der starken Alterung der Gesellschaft fehlen dann einfach die Menschen.
  2. Man darf hier nicht vergessen, daß die Bezahlung im TV-V wesentlich höher ist als im TV-L oder auch TV-ÖD, von denen hier meist die Rede ist. So bekommt man im TV-L EG9 Stufe 1 35k Jahresgehalt, im TV-V hat man schon in EG8 Stufe 1 knapp 43K Jahresgehalt. EG9 Stufe 1 wären im TV-V schon knapp 46K. Finde ich jetzt nicht ganz so schlecht.
  3. Ging mir genauso, Lebenslauf etc. durfte man auch abtippen. Und dieselbe Erfahrung wie Systemlord gemacht: Am Ende sollte ich dann meinen Lebenslauf und sonstige Unterlagen nochmals hochladen. Wozu habe ich den Kram da eben ins Portal geschrieben? Schnauze voll, Bewerbung abgebrochen. Wenn man meint, mich mit über 20 Jahren Berufserfahrung nach meinen Abinoten fragen zu müssen, sollte man sich mal auf seinen Geisteszustand untersuchen lassen. Klar, wenn man arbeitslos ist, macht man vielleicht sowas mit. Wenn man nur eine andere oder bessere Stelle sucht, verzichtet man gerne auf sowas. Denn: Wenn die schon mit Bewerbern so umgehen, die man ja durchaus etwas umwerben will, wie geht man dann erst mit den Mitarbeitern um?
  4. Du müßtest Klage vor dem zuständigen Arbeitsgericht erheben. Deine Rechtsanwaltskosten mußt du in der ersten Instanz auf jeden Fall selber tragen, auch wenn du gewinnen solltest. Wenn deine Rechtsschutzversicherung arbeitsrechtliche Klagen umfasst (sollte sie, muß man aber im Vertrag prüfen), übernimmt die Versicherung die Kosten. Wie hoch die sind, kann ich dir nicht sagen, das wird dir ein Anwalt aber sagen können, das hängt u.a. von der Höhe deines Gehaltes, dessen dreifacher Wert IMHO als Grundlage für den Streitwert genommen wird. Die Schwierigkeit dürfte eher darin liegen, daß du nachweisen mußt, daß du wirklich die Kenntnisse eines (Fachholschul)-Absolventen hast, sprich alles kannst bzw. weißt, was jemand mit einem FH-Diplom (oder Bachelor etc.) weiß und kann. Es geht beim sonstigen Angestellten also nicht darum, daß du (mal als Beispiel) genauso gut ein Active Directory administrieren kannst wie ein Informatik-Bachelor, sondern daß du auch in den restlichen Gebieten, die ein Informatiker bearbeiten könnte bzw. was er im Studium gelernt hat, genau so gut auskennst. Um mal aus dem Dokument zu zitieren, das Th0mka oben beigefügt hat: "Eine entsprechende Tätigkeit liegt nur dann vor, wenn sie objektiv ein Wissen und Können erfordert, das sich im Vergleich zu einer abgeschlossenen wissenschaftlichen Hochschulbildung als ähnlich gründliche Beherrschung eines entsprechenden umfangreichen Wissensgebietes darstellt." Das stelle ich mir durchaus schwierig vor, weswegen ich zur selben Schlussfolgerung komme wie Th0mka, daß es einfacher sein dürfte, die Behörde zu wechseln. Ich möchte dich aber nicht davon abhalten, dein Glück vor Gericht zu versuchen. Ähnliche "Spielchen" mit dem Versuch, mir für eine E11-Stelle nur E10 zu zahlen, hat bei mir dazu geführt, daß ich eine entsprechende Stelle erst gar nicht angenommen habe. War damals eine Stelle in der IT Niedersachsen, da waren drei Stellen ausgeschrieben, die sie trotz mehrfacher Ausschreibung nicht vollständig besetzt bekamen. Auf die Idee, mir dann einfach EG11 anzubieten (wäre ja möglich gewesen!), kam man nicht. Na dann eben nicht...
  5. Hallo, eine wesentlich bessere "Beratung" zu dem Problem wirst du z.B. im Forum unter http://www.oeffentlicher-dienst.info bekommen, dort sind mehr Leute, die sich mit den Gegebenheiten auskennen. Zum Thema Höhergruppierung: Hier kommt es u.a. auch darauf an, welchen Zeitanteil die höheren Aufgaben beanspruchen. Tariflich ist geregelt, daß eine höhere Stufe als "erfüllt" gilt, wenn die dieser Stufe zugeordneten Aufgaben mindestens 50% der Arbeitszeit einnehmen. Mal ein bißchen was anderes machen als sonst, aber zu 90% eben doch nur den "Standardkram", hilft da leider nicht. Wichtig für eine höhere Einstufung ist immer die möglichst selbstständige Erledigung der anfallenden Aufgaben. Lies dir mal die EGO (Eingruppierungsordnung) des TVH durch, da ist u.a. nach Tätigkeiten aufgeführt, welche abstrakten Anforderungen eine Stufe stellt. Im obigen Forum wird man dir da aber eher helfen können als hier. EG 6 kommt mir ehrlich gesagt sehr wenig vor, Fachinformatiker sollten eigentlich eher in EG 8 eingruppiert werden.
  6. Ja, ist relativ neu: http://www.spiegel.de/karriere/dienstreisen-als-arbeitszeit-rechtsprechungswechsel-mit-weitreichenden-folgen-a-1233889.html
  7. Na, weil sie es eben nicht nötig haben. Es gibt genügend Bewerber, die das auch so machen. Klar gibt es im Moment mehr Stellen als sonst, aber seien wir doch mal ehrlich- bei denen, die wirklich Probleme haben, die Stellen zu besetzen, stimmen einfach die Konditionen überhaupt nicht. Da fängt es meist schon mit dem unterirdischen Gehalt an, von Sachen wie Urlaubstagen brauchen wir gar nicht erst anzufangen.
  8. Das gönne ich euch natürlich, aber da seid ihr alle weit über den Richtlinien der tariflichen Entgeltordnung eingestuft worden. Für solche Tätigkeiten sind, je nachdem, EG8 oder maximal die "kleine" EG9 vorgesehen. Eine EG11 für solche Tätigkeiten ist im ÖD außergewöhnlich hoch und nicht etwa eine normale Bezahlung in dem Bereich. Wie gesagt, ich gönne es euch, meinetwegen könntet ihr auch alle mit EG15 eingruppiert sein, aber andere sollen das bitte nicht als Maßstab für die Bezahlung im Öffentlichen Dienst nehmen. Die könnten schwer enttäuscht werden.
  9. Bezuschusste Mahlzeiten und in gesponsortes ÖPNV-Ticket ist schon mehr, als viele Firmen überhaupt bieten. Hängt natürlich auch immer daran, wie groß die Firma ist. Bin aber auch kein Entwickler.
  10. Moin, wir lassen uns gerade ein Bestandsaufnahme der Verkabelung unserer RZ von der Firma AirIT (http://airit.de/) machen. Ich weiß natürlich nicht, ob die bei Euch irgendwo in der Nähe sind bzw. Niederlassungen haben. Prinzipiell sollte das aber jeder IT-Dienstleister anbieten können, denke ich. Grüße, Helge
  11. Ich bin auch kein Entwickler, sonder Sysadmin, aber genau das kann ich auch bestätigen. Anfragen über Xing bekomme ich drei, vier den Monat. Meist soll ich als Consultant bundesweit mit uneingeschränkter Reisetätigkeit eingesetzt werden. Die Bezahlung ist aber maximal das, was ich bis vor kurzem im TV-L bereits verdient habe, bei ansonsten schlechteren Bedingungen, was Arbeitszeit, Überstunden und Urlaub angeht. Na, dann müssen die betreffenden Firmen wohl weitersuchen.
  12. Sorry, aber du hast anscheinend manche Äußerungen hier etwas falsch verstanden. Den Stift halbwegs pünktlich fallen zu lassen, soll nicht die Lösung sein. Es ist aber anscheinend die einzige Möglichkeit, daß sich im Unternehmen etwas bewegt- damit man dann eine Lösung suchen kann. Denn "im Guten" wurde es ja anscheinend schon versucht- aber die GF macht eben nix. Warum auch, klappt doch alles. Daß die Entwickler da unten sich beschweren, wen störts? Die machen ja trotzdem ihren Job, reiben sich auf und verstoßen sogar gegen (Arbeitsschutz-)Gesetze, damit weiterhin alles läuft. Es geht natürlich nicht darum, die ganze Firma und alle Projekte gegen die Wand zu fahren. Aber die GF muß eben merken, daß sie (bzw. die Firma) in Gefahr sind, finanzielle Einbußen zu erleiden, wenn es so weiter geht. Ansonsten werden die NICHT handeln. Und bei allem Verständnis für den TE: Wen interessiert eine angemessene Teamgröße, wenn zwei Stellen bereits unbesetzt sind und auch nicht besetzt werden? Wem hilft es, wenn das Team auf acht Mitglieder erhöht wird, wenn dann vier statt zwei Stellen unbesetzt sind? Im übrigen wäre es der Job der Geschäftsführung (oder Abteilungsleitung, falls es so was gibt), festzulegen, wie groß das Team ist. So etwas sind originäre Aufgaben des Managements! Wenn das solche Aufgaben schon an die unterste Ebene weitergibt, ist mir ehrlich gesagt schon klar, daß das Management nicht will. Die sind vollkommen damit zufrieden, wie es läuft. Mein Rat für den TE (und vielleicht auch für dich, weil du ja von ähnlichen Erfahrungen sprichst): Lauf. Ja, man fühlt sich ja grundsätzlich in der Firma wohl, mag die Kollegen, und man will eigentlich nicht weg. Aber, wie andere hier auch schon geschrieben haben, die Firma ist in meinen Augen mehr oder weniger dem Untergang geweiht. Was passiert denn bitte, wenn der andere produktive Kollege des TE morgen vom Auto überfahren wird? Und sagen wir mal zwei Monate im Koma liegt? Dann geht die ganze Firma den Bach runter, weil außer ihm niemand seine Anwendungen betreuen kann, die Kunden abspringen und Regreß fordern. Was glaubst du, passiert dann mit dem TE? Denkst du, die GF bedankt sich für seinen weit überdurchschnittlichen Einsatz mit einer großen Abfindung oder sowas? Ne, der ist von heute auf morgen arbeitslos und darf sich was neues suchen. Und die GF scheißt drauf. Neuen Job suchen, am besten in Absprache mit den Kollegen, fertig. Wie heißt es so schön bei den Bremer Stadtmusikanten? "Etwas besseres als den Tod finden wir überall."
  13. Ja, im Moment. Z.Zt. werden Handwerker wirklich gesucht, das liegt aber auch daran, daß die letzten 20 Jahre immer nur abgebaut wurde bzw. wegen der schlechten Konjunktur und der Billig-Konkurrenz aus dem Osten reihenweise Betriebe dichtmachen mußten. Dementsprechend waren die Löhne und die Arbeitsbedingungen halt unter aller Sau. Und da haben natürlich viele dem Handwerk den Rücken gekehrt, wenn sie konnten. Das spricht sich natürlich rum, und aus der Erfahrung heraus wollen viele keine Ausbildung im Handwerk machen. Wer will denn bitte für 1700 oder 1800€ brutto arbeiten gehen? Für solche Löhne braucht man keine Ausbildung, das verdiene ich auch bei McDonalds als Aushilfe. Und was ist, wenn der derzeitige Boom vorbei ist? Dann darf man sich, wenn man überhaupt mehr Geld als früher bekommen hat, wahrscheinlich noch mit Änderungsverträgen und Lohnkürzungen herumschlagen.
  14. Meiner Meinung nach ist eins der Hauptprobleme, daß die Arbeitgeber oft einfach total verwöhnt sind, was die Anzahl und Qualität der Bewerbungen angeht. Als es wirtschaftlich nicht so toll lief Anfanger der 2000er ,nach dem Platzen der DotCom-Blase, gab es natürlich sehr viele qualifizierte Leute, die sich um eine Stelle quasi geprügelt haben. Inzwischen ist es besser geworden, die Arbeitnehmer haben mehr Auswahl, schon geht das Gejammer los. Ich finde leider die Quelle gerade nicht, aber wenn sich schon Personalvermittler über die extrem hohe Ansprüche ihrer Auftraggeber beschweren, kann doch etwas nicht stimmen. Aus dem Gedächtnis: Hoch qualifizierte Stelle war zu besetzen, die Personalvermittlerin hatte 8 für die Stelle geeignete und qualifizierte Bewerber (was auch der Auftraggeber so sah) aufgetan und vorgestellt, was war die Reaktion des Auftraggebers? Er wolle mehr Auswahl, 8 Leute reichen einfach nicht. Irgendwo hört es doch auf. Bei praktisch jeder Diskussion, z.B. bei heise oder golem, die ich mit Leuten führe, die sich beschweren, daß es keine (bzw. nicht genug) Bewerber gibt, kommt wirklich jedes Mal raus, daß sie entweder schlecht zahlen oder zu hohe Ansprüche für das gebotene Gehalt haben. Da ist das Unternehmen in München, das laut eigener Aussage Berufseinsteigern (studierten Informatikern) ein durchschnittliches Gehalt von etwa 40-45.000€ zahlt (45K aber nur bei Topleuten, lt. deren Aussage). Das mag ja bundesweit ein durchschnittliches Einstiegsgehalt sein, aber in München eben nicht sehr gut. Trotzdem haben sie, wie sich nach längerer Diskussion dann doch herausstellte, durchaus Bewerbungen. Die Leute waren ihnen nur nicht gut genug, man wollte "richtig gute Leute" haben. Nur daß sie dann auch richtig gut bezahlen müssen, das war nicht zu vermitteln. Fachkräftemangel, klar. Das ist das Unternehmen aus Stuttgart, das laut eigener Aussage mit Porsche (!) um Informatiker konkurriert. Und einfach nicht die Leute bekommt, die es gerne hätte. Ist aber auch kein Wunder, wenn man auf die Frage, ob man denn zumindest halbwegs wie Porsche bezahlt, ein klares "Nein" bekommt. Sorry, dann konkurriert man eben nicht wirklich mit Porsche, dann kann man eben nur das einstellen, was Porsche übrig läßt. Auch hier hat das mit Fachkräftemangel nichts zu tun. Ich würde mir auch gerne einen Porsche Boxster S in die nicht vorhandene Garage stellen, kann ich mir aber nicht leisten. Deshalb fahre ich einen Polo. Das spricht aber nicht für einen Porschemangel.

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