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  1. also wenn du mich fragst, es gibt mittlerweile soviele die irgendwas mit Wirtschaft und Informatik und vorallem die Wirtschaftsinformatik studieren wollen, da wirst du bald einer von vielen sein. Wie tief du dann in der IT drin bist? Wahrscheinlich nicht so tief, wie wenn du theoretische oder technische Informatik studierst. In Winfo dominiert der Wirtschaftsteil mehr als der technische.
  2. Der Mathevorkurs ist doch ein Crashkurs, der freiwillig ist (war jedenfalls damals bei uns so) und dem keine allzugroße Bedeutung beigemessen wurde. Ausschlaggebend ob man ein Studium fortführt oder nicht, sollte doch eher sein, ob und wie gut man die Prüfungen besteht. Also wenn du mich fragst: ich würde versuchen als Plan A das Studium zu verfolgen und schauen wie es läuft, wenn es nicht läuft, dann auf Plan B vorzeitig umsteigen (spätestens nach Ende des ersten Semster) und Ausschau nach Ausbildungsplätzen halten. Ich glaube es kommt bei der Ausbildungssuche bei Personalern auch besser an, wenn du das Studium nach 2 Semestern mit ein paar bestandenen Prüfungen abbrichst, als wenn du es nach ein paar Wochen wegen des Mathevorkurs tust.
  3. Ich habe meine Ausbildung mit 32 begonnen und diesesJahr abgschlossen, aber ich hatte und habe keine Kinder. Einer in meinem Alter mit Kindern aus meiner alten Berufsschulklasse hat die Ausbildung ebenfalls bestanden. Soviel ich aber auch weiss, hatte er viel Unterstützung von seiner Familie bekommen. Vorher hat er auch in einem fachfremden Bereich gearbeitet. ich habe selbst ausländische Wurzeln, aber ich lebe seit meiner Kindheit in Deutschland, ich beherrsche daher die deutsche Sprache besser als meine ursprüngliche Sprache und ausser meinem Vor- und Nachnamen, sieht man meine Herkunft nicht an. Ich hatte daher nicht das Gefühl wegen meiner Herkunft in irgendeinerweise diskriminiert zu werden. Wenn es das ist was du mit "ausländischer Informatiker" meinst. Wichtig ist das du die deutsche Sprache in Wort und Schrift gut beherrschst. Ein guter Freund von mir, der vor ein paar Jahren aus Italien kam, hat die Ausbildung mit guten Noten bestanden. Eine Umschulung ist nicht das Beste, wenn du danach einen Job haben willst. An deiner Stelle würde ich versuchen eine betriebliche Ausbildung zu machen, dann besteht eine größere Chance das du übernommen wirst, wenn du in den drei Jahren zeigst was in dir steckt. Ich kann mir aber vorstellen, dass es in deiner Situation schwer sein wird eine Firma zu finden. Und das hat nicht nur etwas damit zu tun, dass du frischgebackene Mama oder 40 Jahre alt bist. Man liest nicht wirklich eine Affinität zum Entwickeln bei dir heraus, nur den Wunsch. Gerade in deinem Alter ist es schon mal gut, irgendwas mit IT zu tun gehabt zu haben und ich meine damit nicht Word oder Excel bedienen. Und wie einer sagte, solltest du dir etwas Spezifisches suchen. Webseitenprogrammierer die mit Tools eine Webseite zusammenklicken, gibt es wie Sand am Meer. Da wirst du im Normalfall in einem mäßig bezahlten, unsicheren Job landen, weil es immer jemanden geben wird, der das billiger macht. Webentwicklung ist halt ein hartumkämpfter Markt. Zum Schluss musst du bedenken: Die Firmen bekommen sehr viele Bewerber für diese Berufsbezeichnung rein und die meisten sind jung und formbar. Wichtig wäre für dich einen Betrieb zu finden und zu überzeugen, dass sie gerade dich nehmen sollten. Was du ihnen zu bieten hast, das musst du allerdings selbst wissen.
  4. Ich bin Fachinformatiker geworden, DAMIT ich Hoodie, Jeans und Sneakers tragen darf. Nie und nimmer würde ich jeden Tag in Anzug und Krawatte am Arbeitsplatz sitzen wollen. Kundenkontakt habe ich kaum und wenn doch weiss ich meist vorher Bescheid, das ich jetzt besser mal kein Death Metal Bandpulli anziehen sollte.
  5. Der FIAE war ohne große Mühe schaffbar . Für die Ausbildung spricht ganz klar die Praxis und du musst nicht alles in der Tiefe lernen, weil nicht alles in der Abschlussprüfung gefragt werden wird. Die Ausbildung hat zudem einen starken WiSo-Anteil. Viele FIAEs kamen während der Ausbildung aus unterschiedlichen Richtungen und das Ziel war der IHK-Abschluss. Embeddedthemen, geschweige den Elektrotechnikformeln mehr als URI oder PUI-Formeln, hatte ich in der Berufsschule nicht. Ich habe nicht mal einen Mikrocontroller oder sowas in der Hand gehalten. In Anwendungsentwicklung ging es auch nie wirklich um Programmieren und viel Technik (das lernt man ja im Betrieb), sondern darum wie man ein Projekt nach einem bestimmten Vorgehensmodell umsetzt. Im Studium musst du lernen, was auf den Tisch kommt und es bestehen, auch wenn das Thema dich vielleicht weniger interessiert. Der Druck die Prüfungen zu bestehen ist zudem viel größer, weil du mehrere Prüfungen im Semester schreibst. In der Ausbildung schreibst du auch Klausuren, aber die einzig wichtige die zählt ist die Abschlussprüfung. Bei mir ist das was länger her, damals noch bei den Prof. Dederichs, Vogts und Co Mitte/Ende der 2000er. Ich weiss nicht wie sich der Studiengang seitdem gewandelt hat. Aber damals waren nach zwei Semestern nicht mehr soviele da. Ich habe dann auch im dritten Semester quittiert, weil das Studium trotz der "Praktika" für mich damals ein schwer vorstellbares Gebiet war. Mittlerweile und nach der FIAE-Ausbildung mit Praxisbezug verstehe ich es besser und liebe diese Embedded Systems Thematik und bin glücklich da noch reingerutscht zu sein.
  6. ich habe auch technische Informatik einst an der FH Köln studiert und habe später abgebrochen und den FIAE gemacht und arbeite mittlerweile im Bereich der Embedded Systems. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Technische Informatik ist damals ein schweres und extrem trockenes Fach an der FH gewesen, wo zu Beginn hart gesiebt wurde. Knackpunkt waren damals für viele Digitaltechnik und Mathe. Wenn man da nicht irgendwie schon Begeisterung (zB Arduino, kleine Roboterprojekte etc) oder Praktika in diesem Bereich vorweisen kann, verliert man schnell das Einsehen warum man das lernen sollte. Ein superinteressantes und weitläufiges Gebiet an dem ich auch meinen Spass habe. Aber würde ich technische Informatik jemals wieder studieren, dann nur berufsbegleitend zu meiner jetzigen Tätigkeit. Da technische Informatik eigentlich eine Schnittstelle aus Informatik und Elektrotechnik ist, wirst du nicht drum rum kommen sehr viel Mathe zu pauken. Beim Programmieren selbst arbeitet man stark mit C und C++ sowie die tiefergreifende Kenntnisse in CPU-Architekturen wie zB ARM; Bussysteme/Protokollschnittstellen wie I2C, CAN, SPI, USART. Aber auch Ausflüge in Assembler sind nicht unüblich.
  7. Wir hatten u.a. zwei Deutsche ohne Migrationshintergrund als Bewerber für einen Ausbildungsplatz zum FIAE. Das Fräulein hatte einen Termin zum Vorstellungsgespräch und ist weder erschienen noch hat sie sich je gemeldet und der Kandidat wirkte auch nach dem Abbruch mehrerer Studiengänge nicht sonderlich motiviert die Ausbildung zu machen. Das Ende der Geschichte: Es wurde ein Bewerber mit Migrationshintergrund dessen Name soviele Konsonanten hat, dass dieser für Deutsche unausprechlich ist. 😄
  8. Ich weiss nicht was der TO mit" Karriere machen" meint. Vielleicht meint der einen "Beruf erlernen", denn für Karriere machen muss man wirklich was draufhaben, um viel Geld zu verdienen und ob man mit schon 35 und schwachen Deutschkenntnissen von "Karriere machen" sprechen kann, halte ich gerade in Deutschland für sehr fragwürdig. Zumal weder seine Vorkenntnisse noch Interessen erwähnt werden, scheint als ginge es ihm um Geld. Zum Thema Deutsch in der Schule: Wir hatten im ersten Ausbildungsjahr zwei Klassenmitglieder mit soliden Deutschkenntnissen und einen mit schwachen Deutschkenntnis. Die beiden mit soliden Deutschkenntnissen haben den FIAE-Abschluss geschafft, aber man merkte gerade am Anfang nach Klassenarbeiten oder bei Präsentationen, dass sie länger brauchten um Aufgaben zu lösen oder Sätze richtig zu formulieren. Das wurde mit der Zeit viel besser. Der Klassenkamerad mit schwachen Deutschkenntnissen hat nach einem Jahr mit sehr schlechten Berufsschulnoten abgebrochen. Er hatte besonders Probleme Klausuraufgaben in der vorgegebenen Zeit zu bearbeiten. Ich hatte deswegen auch bei der Suche nach einem neuen Azubi für die Firma angeregt, jemanden zu nehmen der die deutsche Sprache auch ohne Googleübersetzer versteht, selbst wenn er perfekt englisch versteht. Denn sonst wird das spätestens in der Schule bei den Klausuren zum Problem.
  9. Ich finde 37k ist schon hochgepokert, aber warum nicht? Gerade wenn man nach der Um/-Ausbildung wechselt verdient man wahrscheinlich mehr, als wenn man übernommen wird. Ich hatte das "Glück" übernommen zu werden für ~30k im Jahr, natürlich ohne das der Chef mit mir verhandelt hat oder wollte... Habe mich geärgert, aber auf der anderen Seite zahle ich keine Miete für meine Wohnung, so dass einige Kosten entfallen. Ich werde jetzt die befristete Vertragszeit die mir bleibt nutzen, um mich in meinem Bereich weiterzubilden um ggf. nach zwei Jahren die Firma zu verlassen.
  10. Ich habe eine ähnliche Frage zu dem Thema. Ich habe heute meinen Vertrag nach abgeschlossener Ausbildung zum FIAE erhalten und unterschrieben. Ohne Verhandlungen wurde mir ein Vertrag nach gestigen offiziellen bestehen vorgelegt, indem ich befristet auf zwei Jahre in Zukunft etwa 28.500 € im Jahr verdienen werde. Durch zugesicherte Sonderzahlungen wie 13. Monat und Zusatzgeld steigt mein Gehalt auf etwa 31.000€ im Jahr. Bei dem Betrieb handelt es sich um einen 20 Mann Betrieb im Bereich der hardwarenahen Programmierung mit C und C++ in einer großen Stadt in NRW. Mein Chef meinte er werde mich "fair" bezahlen, nun stelle ich fest: das Einstiegsgehalt ist verglichen mit dem was meine Schulkameraden bekommen, nicht viel... Keine 2400 € brutto im Monat. Ich war kurz davor nicht zu unterschreiben, aber ich dachte, ich will jetzt keine Hängepartie daraus machen und lieber was festes. Ich kann mich irgendwann wegbewerben oder nach zwei Jahren ehe gehen, wenn es bis dahin nicht besser wird. Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Erstmal zufrieden geben, ist ja ok und später nach einer Anpassung fragen oder den Chef direkt darauf ansprechen, dass das Gehalt eine Anpassung bedarft? Oder anders gefragt: findet ihr das 28,5k erstmal ok?
  11. Ich programmiere als FIAE im Embedded Systems Bereich und für mich ist es eine komplett andere Welt als die Webentwicklung, CRM, CMS oder was weiss ich. Mein Arbeitsplatz oder Raum hat auch mehr was von einem Labor. Irgendwo liegt immer eine Hardware bei mir rum, irgendwelche turmhohen Geräte laufen im Hintergrund, es liegen Werkzeuge und Messgeräte rum. Alles um zu kapieren wie Software und Hardware miteinander arbeitet. Wir hantieren auch nicht gerade mit den neusten und angesagten IT-Sachen rum, sondern immmer schön bescheiden mit C und C++ und wenn es mal ganz Dicke kommt Assembler.
  12. Ich würde aus eigener Erfahrung die Ausbildung vorziehen. Da ist die Wahrscheinlichkeit das du die Zeit "wegwirfst", noch am geringsten und am Ende hast du dann mit ziemlicher Sicherheit etwas vorzuweisen. Beim Studium muss man immer schauen, ob das Ganze einem auch liegt und das sieht man ganz selten schon im ersten Semester... Die Abbrecherquote ist ja nicht umsonst so hoch. Die Leute überschätzen sich.
  13. danke für die Antworten. Dann müsste man bei der BS nachfragen. Es geht auch nicht um seine Noten, sondern nur um die Frage ob er da was verheimlicht oder ob er Recht hat. Für mich klingt es sonderbar das man im wöchentlichen Unterricht keine Klausuren schreibt.. Würde er da was verheimlichen wäre das ein KO-Kriterium.
  14. Meine Firma sucht einen Fachinformatik-Azubi und wir haben einen Bewerber, der eigentlich einen guten Eindruck macht. Allerdings gibt es Zweifel wegen seinem schulischen Zeugnis. Er möchte jetzt die zweite Ausbildung in der gleichen Fachrichtung beginnen, nachdem er die erste abgebrochen hat. Die Gründe für den Abbruch erscheinen uns nachvollziehbar, das ist nicht das Problem. In seiner ersten Ausbildung hatte er wöchentlichen Unterricht in der Berufsschule. Bei Nachfrage, ob es ein Berufsschulzeugnis gibt, hat der Bewerber dies verneint mit der Begründung, dass keine Klausuren geschrieben wurden. Leistungsnachweise erfolgten in mündlicher Form. Ich bin da sehr skeptisch, ob das stimmt. Ich hatte während meiner Ausbildung Block-Unterricht auf der gleichen Schule und es wurden bei uns immer mindestens eine Klausur pro Fach in jedem Ausbildungsjahr geschrieben. Gibt es da für wöchentlichen Unterricht eine Ausnahmeregelung?
  15. Ich wäre spätestens beim Wort "extrovertiert" ausgestiegen. Vielleicht meinst du "teamorientiert" o.ä..Mit extrovertierten Typen fallen mir vor allem schwierige Typen ein, die sich bei der Arbeit nicht richtig konzentrieren können 😅 Und PS2-Zocken ist vermutlich das Letzte warum dich jemand nehmen sollte. Es gibt ja die Anekdote von den selbsternannten Spezialisten die meinen sie kennen sich mit PCs sehr gut aus, tatsächlich wissen Sie nur wie man einen Controller benutzt. Das Zocken würde ich niemals in einem Bewerbungsschreiben erwähnen, nicht mal wenn der Personaler selbst ein Gamer wäre. Am ehesten noch unter Hobbys im Lebenslauf. Auf deine Info-Noten wird man vermutlich immer als letztes schauen. Wenn das Bewerbungsschreiben und der Lebenslauf schon überzeugen, dann ist die 4- auch nicht schlimm. Wenn du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, solltest du diese dann ohne Schuldzuweisung auf den Lehrer, ordentlich begründen können. Vielleicht hast du aber Glück und niemand fragt dich danach. Meine 4 in Mathe-LK hat auch keiner erfragt, vielleicht auch weil Physik und Informatik sehr gut waren... Am Ende muss das Gesamtbild passen.

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