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Bluejazzer

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  1. Ich würde als Chef nur jemandem 44k als Einstieggehalt zahlen, wenn er 1. einen IHK-Abschluss von 1,0 mitbringt und 2. über die Ausbildungszeit in der Firma sehr wertvolles Spezialwissen angeeignet hat, wofür man normalerweise Leute bezahlt die man nicht so leicht findet. Zudem sollte er nicht mehr vom Ausbilder abhängig sein. Das ein Azubi direkt nach der Ausbildung dazu in der Lage ist, halte ich für zweifelhaft, aber nicht unrealistisch. Ausnahmen soll es ja geben. 50k wäre natürlich eine Hausnummer, da müsste man schon wirklich stark von anderen Absolventen herausstechen. Zudem ist zu beachten, dass wir wohlmöglich in eine Wirtschaftskrise hineinschlittern, ob man da einem Azubi noch bereit ist 50k zu zahlen?
  2. Bei den neuen Richtungen stellen sich mir Fragen: Ich habe immernoch nicht richtig verstanden was der FI für Datenanalyse macht. Ist das so eine Art Winfo-light? Digitale Vernetzung scheint viele Schnittstellen mit Systemintegration zu haben.
  3. Hallo IT-Mitleser, ich hatte mal das Problem in einem anderen Thread erläutert, aber ich denke ich mache jetzt einen eigenen auf um die Themen nicht zu vermischen: Die Ausgangsituation ist folgende: ich bin Azubi im letzten Ausbildungsjahr. Bisher habe ich keine Zusage darüber ob ich übernommen werde oder nicht. Mein Chef ließ lediglich durchblicken, dass er meine Übernahme von den Prüfungsergebnisse abhängig macht. Nun sind aber die Prüfungen erst Ende April. Ich erhalte die Ergebnisse also frühestens wohl Ende Mai, vielleicht Anfang Juni... Für mich ist das viel zu spät, um dann im Falle einer "nicht-glücklich" verlaufenen Prüfung noch zu reagieren und mich woanders zu bewerben. Daher beginne ich mich zu bewerben. Hinzu kommt, dass ich bis gestern Mittag noch bereit gewesen wäre in der Firma zu bleiben. Am späten Abend gab es aber einen unangenehmen Zwischenfall mit meinem Chef. Grundsätzlich macht mir die Arbeit und Thematik sehr großen Spass. Meine Kollegen und vorallem mein Ausbilder sind super nette und hilfbereite Menschen von denen ich viel lerne und gelernt habe und mit denen ich gerne weiterarbeiten würde. Aber ich bin über die Jahre mit der Art wie mein Chef ist und wie er seine Projekte plant oder besser durchpeitscht nicht wirklich warm geworden und jetzt durfte ich gestern selbst erleben, nur diesemal mit mir im Mittelpunkt. Ich fühle mich von ihm auch nicht sonderlich gewertschätzt und nur auf meine Noten eingegrenzt. Dabei muss ich sagen, dass meine Noten gut sind und ich auch im Betrieb mir nie etwas zu Schulde habe kommen lassen. Mein Chef aber immer etwas findet was er an mir aussetzen kann. Ich vermute auch, dass er eigentlich von mir ingenieursleistung zum niedrigem Preis erwartet. Er stellt hohe Anforderung an andere, womit ich kein Problen habe, aber ohne sie selbst gerecht zu werden. Jedenfalls habe ich mich entschieden, meine Zukunft in die eigene Hand zu nehmen und Bewerbungen zu schreiben. Die Sorge ist mit der Diskretion. Da ich jetzt weiss wovon meine Übernahme abhängt und ich nicht die Ergebnisse abwarten will, muss ich mich jetzt bewerben. Ich will aber nicht das mein Betrieb etwas davon mitbekommt, da ich mit Hinblick auf Projektarbeit oder später Arbeitszeugnis Nachteile befürchte vorallem beim Chef. Ich habe bei meinem Chef kein schlechtes Gewissen heimlich Bewerbungen zu verschicken. Allerdings bei meinem Ausbilder, den ich sehr schätze und dankbar dafür bin, dass er mich mit Geduld ausbildet und ich eigentlich sehr gehofft habe mit ihm weiterarbeiten zu können. Wie und wann soll ich ihm mitteilen, dass ich wegen dem Chef und wegen seiner komischen Deadline zur Übernahme weg will. Was würdet ihr mir raten, wie soll ich diese Situation angehen?
  4. mal eine andere Frage, die auch die Übernahme betrifft: Ab wann sollte man vom Betrieb spätestens Bescheid bekommen, dass man übernommen wird? Ich bin im Moment in der Situation, dass mein Betrieb mir noch nicht mitgeteilt hat, ob sie mich übernehmen oder nicht. Ich würde ganz gerne bleiben. Mein Gefühl sagt mir, dass man noch die Prüfungsergebnisse abwarten will. Ich will jedoch nicht solange warten bzw. meine Übernahme nicht davon abhängig machen wollen, wie gut meine Noten sind. Ich fange schon an die Ohren zu spitzen und will mich im Februar auf FIAEs Jobs im Embeddedbereich bewerben. Die Frage ist nur, ab wann ich argumentieren kann, dass ich lange genug auf ein Angebot von ihnen gewartet habe oder im worst case sagen kann: ok, ihr wollt mich nicht... Ich habe schon was anderes.
  5. Zum Thema Ausbildung kann ich dir nur raten, diese in deinem jetzigen psychischen Zustand nicht anzustreben. Denn vorallem wenn du eine betriebliche Ausbildung machen willst, musst du anders als beim Studium, einen Chef, Ausbilder oder Personaler von dir überzeugen. Deine bisherigen Posts lesen sich aber wirklich besorgniserregend. Wenn du da mit Selbstzweifel und Selbstmitleid aufkreuzt, wirst du nicht mal diese Hürde schaffen. Daher schließe ich mich den anderen an, bevor du irgendwas neuanfangen oder fortsetzen willst, such dir erst lieber professionelle Hilfe, sonst wird das beides nichts.
  6. Gut, ich kann nicht sagen wie beliebt der Fachinformatiker bei ALLEN Azubis wirklich ist. Da müsste ich wirklich wissen, wieviel Bewerber sich auf eine Stelle bewerben. Das kann ich nicht. Aber ich kann mir beim besten Willen auch nicht vorstellen, dass der Fachinformatiker zu den unbeliebtesten Ausbildungsberufen zählt. Jedenfalls ist man während der Ausbildung nicht so unzufrieden, wie Restaurantfachleute, Friseure oder Köche, die vergleichsweise hohe Abbruchquoten aufweisen. Aber das ist ein anderes Thema und deshalb out of topic.
  7. 20-30 Bewerbungen ist doch genug um jemanden zu finden, der die gewünschte Anforderung erfüllt. Ich kenne nicht deine Betriebsgröße, aber selbst bei unserer 20-Mann-Bude soll es laut meinem Ausbilder etwa 15-20 Bewerbungen auf eine Ausbildungsstelle gegeben haben. Die Kaufmannsberufe werden zudem viel stärker differenziert, da gibt es vom Industriekaufmann bis hin zum IT-Kaufmann oder Kaufmann XY eine große Auswahl. https://www.aachener-zeitung.de/nrw-region/die-zehn-beliebtesten-ausbildungsberufe-in-der-region-aachen_aid-45042451
  8. Eigentlich ist es doch ganz einfach: wenn der Personalchef, der meist irgendein Kaufmann ist, zwei identische Bewerbungen vorliegen hat, mit dem Unterschied: der eine hat Programmier-Vorkenntnisse, der andere nicht. Was glaubt ihr wohl wen sie einladen? Und gerade die Fachinformatikerausbildung ist doch sehr begehrt, da kann man sich die Rosinen herauspicken. Und da wird es viele geben, die mit Vorkenntnissen sich Pluspunkte verschaffen wollen. Ich kann mir vorstellen, dass erfahrene Ausbilder die Tücken von Crashbabyprogrammieren kennen und da zumindestens darauf achten, dass man zwar keine Vorkenntniss braucht, aber das sich irgendwoher ein Interesse für IT ableiten muss. (Gute Noten in Technikfächer, Hobbys was auch immer)
  9. Das würde ich jetzt nicht als Nackenbrecher sehen. Ich habe mein Abi mit 25 auch nachgeholt und hatte Mathe als LK, wo ich in der Abiprüfung mit einer 4- rausgekommen bin. Gut für mich war jedoch, dass ich möglichst wenig Geisteswissenschaften und stattdessen Informatik, Physik und Biologie belegt habe, wo ich mit Einsen und Zweien rausgekommen bin. Das hat die schlechte Mathenote etwas aufgehoben. Ich denke bei einem 1,7 Abi wirst du sicher in dem ein oder anderen Fach eine Eins haben. Die betriebliche Ausbildung als Anwendungsentwickler habe ich mit 32 begonnen, nachdem ich einige Studiengänge nicht beenden konnte und wollte. Allerdings wird es mit zunehmenden Alter nicht mehr reichen sich einfach nur gut zu präsentieren, du kommst ja nicht direkt vom Gymnasium, sondern so die allgemeine Annahme der Betriebe, hast ja schon hier und da Erfahrung gesammelt. Je näher du dann an der Technik bist (bei mir wars eine ET-Ausbildung und ein abgebrochenes Technische Informatik Studium) oder Hobbys hast (Ich mache kleinere Projekte mit Arduino und Rapsberry) desto besser die Chance auch im höheren Alter eine Ausbildung zu bekommen. Natürlich sollte keiner vorraussetzen, dass du wie ein Profi programmieren oder Server einrichten kannst. Deswegen machst du ja die Ausbildung, aber ein grundlegenes Interesse für Technik sollte erkennbar sein.
  10. Tja, das ist eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die unzähligen Psychologen die gerade von der Uni kommen und keinen gescheiten Job finden. Ich finde solche Psychoanalysen in Bewerbungsverfahren einfach nur daneben, zumal da viel überinterpretiert wird. Würde mich ein potentieller Arbeitgeber während des Bewerbungsprozess zu einem Psychologen schicken, um ein Psychogramm zu erstellen, würde ich ihm den Vogel zeigen.
  11. Vielleicht haben sich die Ansprüche in Zeiten von inflationärer Abivergabe in NRW geändert Bei uns sind es wenige mit weniger als FHR. Ich weiss nicht wie es bei den FISI aussieht. Ich kann jetzt nur von FIAEs berichten.
  12. ich würde das Abitur oder mindestens die Fachhochschulreife noch hinter der mittleren Reife dranhängen und nicht erst nach der Ausbildung. Im Prinzip bekommst du auch mit der mittleren Reife eine Ausbildungsstelle, aber ich meine das wäre (heutzutage) wirklich die absolute Ausnahme (zB Vitamin B wie Bekannschaft oder besondere Homeprojekte mit denen man punkten kann), da die Ausbildung recht begehrt ist. Und Du Gefahr laufen könntest nach der mittleren Reife ein Jahr ohne Ausbildung dazustehen. Dann lieber das Jahr für das Nachholen der Fachhochschulreife investieren und die mit einem guten Abschluss die Ausbildung bekommen. Es kann sich später auch rentieren, wenn man merkt FISI ist doch nicht das Wahre. Ich habe in beiden Berufsschulklasse nur zwei oder drei Leute, die die mittlere Reife haben. Der Rest hat mindestens FHR.
  13. Ich hatte damals 41 Bewerbungen abgeschickt und gerade am Anfang hat es viele Absagen gehagelt. Nachdem ich meine Bewerbung nochmal überarbeitet habe, bekam ich in kürzester Zeit vier Vorstellungsgespräche. Das erste war ein Telefoninterview, wo lediglich meine Programmierkenntnisse abgefragt wurden ?. Das zweite Gespräch war ebenfalls ein Telefongespräche, allerdings viel angenehmer. Das dritte Gespräch hatte ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber und das vierte nur zwei Tage später bei einem Buisnesshaus. Die wollten einen Probetag mit mir machen und ich war zunächst einverstanden. Auf dem Weg nach Hause habe ich dann von meinem jetzigen Arbeitgeber die Zusage bekommen, da habe ich natürlich dem anderen abgesagt, weil ich nicht viel Lust auf Buisnesssoftware hatte. Ich bin auch sehr glücklich mit der Entscheidung und bereue nichts. ?
  14. Mit 30 Jahre ist ein Neuanfang wirklich keine große Sache. Man hat dann vielleicht 10 Jahre etwas gemacht, was man nicht mag. Aber wir werden sicher bis 65-70 Jahren arbeiten. Das sind galopp gesagt über 30 Jahre und ich denke besser hier einen Neustart wagen, als die nächsten 30 Jahre einer Arbeit nachgehen die einem nie zugesagt hat.
  15. Grundsätzlich geht's immer, auch mit jenseits der 30 eine Ausbildung zu machen. Ich bin jetzt 34 und mache gerade eine betriebliche Ausbildung zum Anwendungsentwickler, die ich nächstes Jahr beenden werde. In der Berufschule sind in meiner Klasse noch zwei weitere Mitstreiter, die über 30 sind. Du musst dir aber im Klaren sein, dass du mit Leuten um eine betriebliche Ausbildung konkurrierst die meist 10-15 Jahre jünger sind. Da musst du schon irgendwie auffallen. Ich hatte wohl das "Glück", dass ich schon mit Arduino/Raspberry hobbymäßig was gemacht habe. Sonst so gebe ich zu, stände ich wohl immernoch mit leeren Händen da. Das Alter ist nun mal ein Maulus. Ich denke deine bisherige Berufserfahrung kann da ein Vorteil sein, wobei wenn du schon mit IT zu tun hattest, das noch besser wäre. Ob eine Ausbildung Sinn machst, das musst du dir selbst beantworten. Ich denke die Vergütung ist recht hoch, aber auch nicht so hoch, dass man sich einen hohen Lebensstandard leisten kann. Dafür sollte es nach der Ausbildung aber besser werden.

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