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sind die IT-Ausbildungen zu einfach?


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Viele (werdende) Fachinformatiker erwerben sich im Ausbildungsbetrieb oder privat Kenntnisse, die weit über die von Berufsschule und IHK erwarteten Kenntnisse hinausgehen und bringen auch schon viel Erfahrung in die Ausbildung mit. Wer in der Lage ist, sein Leben lang zu lernen und sich auf der Arbeit schnell in neue Dinge einarbeiten kann, der kann zwar eine steile Karriere machen, jedoch zählen am Ende fast nur noch Referenzen und Zertifikate, während der IHK-Brief nebensächlich wird.

Leider gibt es auch viele Leute, die eine IT-Ausbildung nur benutzen, um bessere Alltagskenntnisse zu erwerben - z.B. wie man menügeführte Setup-Routinen ausführt oder einen Drucker anschließt - am Ende dann mit einer Windows-Installation als Abschlussprojekt.

Und manchmal hat der ein- oder andere Azubi das Pech, sich einen Ausbildungsbetrieb ausgesucht zu haben, der ein echtes Idiotenprogramm durchzieht, was die Leute dann maßlos unterfordert.

Wäre es nicht sinnvoll, Anforderungen und Schwierigkeitsgrad der Ausbildung anzuheben, damit auf dem Arbeitsmarkt eine größere Bereitschaft entsteht, Fachinformatiker auch in komplexeren Aufgaben einzusetzen und auch das allgemeine Vergütungsniveau steigt? Man kann zwar als Fachinformatiker auch sehr gut verdienen, muss sich dazu aber auch gut verkaufen und vor allem darstellen zu können, dass man den Mindestanforderungen des Ausbildungsberufes weit überlegen ist.

Ausbildung ist kein Nachhilfeunterricht für verpasste Alltagskompetenzen.

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Das wäre sicherlich wünschenswert, aber aufgrund der großen Unterschiede zwischen den Ausbildungsbetrieben wohl nicht machbar. Die Theorie im Unterricht allein reicht dazu nicht.

Realistischer und m. M. nach besser wäre ein System, wie es bei den handwerklichen Berufen gang und gäbe ist: Geselle -> Meister

Als Fachinformatiker gibt's eigentlich keine Steigerung, die allgemein anerkannt und etabliert ist.

Dim

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Naja, zwischen ITA/TAI, dualer IT-Ausbildung, Berufsakademie, FH, Uni, Bachelor und Master gibt es eigentlich genug Auswahl. Wer während oder nach der Ausbildung merkt, dass er unterfordert ist, hängt halt ein Studium an. Ich sehe da jetzt nicht wirklich ein Problem. Die duale Ausbildung ist so ziemlich der unterste Einstieg in die IT und der muss halt niedrig genug sein, dass es die meisten Auszubildenden irgendwie schaffen. Wer sich nicht am Riemen reißt, wird früher oder später sowieso vom Markt gespült. Aber auch mit einer 4 im Abschluss hat man noch die Chance den Turn zu kriegen und früher oder später einen ordentlichen Job zu bekommen (auch wenn der Weg vielleicht länger ist als wenn man mit einer 1 abschließt).

Ergänzung: Strategische und Operative Professionals gehören ebenfalls ins Spektrum.

Bearbeitet von gimbo
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Ich sehe das Problem nicht.

Der IHK-Abschluss ist der Einstieg in die IT-Branche, mehr nicht. Ab da greift der Markt, er belohnt die cleveren (oft auch die geschwätzigen) und entledigt sich, mit der Zeit, der nicht so cleveren.

Jeder hat die Möglichkeit, auf dem Fundament des FI aufzubauen und seinen persönlichen Karriere-Turm so hoch zu bauen, wie es ihm möglich und richtig erscheint.

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Wenn es in der Ausbildung um Themen wie SQL-Datenbanken oder IP-Routing geht, dann sind das schon Themen, die nicht jeder unbedingt im Schlaf versteht. Bei solchen Fächern auf der Berufsschule gabs aber dann (zumindest bei uns) einige Kandidaten, die die Materie nie verstanden hatten, Berufsschulzeugnisse mit mehreren fünfen erhalten haben, aber die IHK-Prüfung dann trotzdem bestanden und damit auch die Ausbildung.

Der Einstieg in die IT ist nicht die Ausbildung, sondern die ungelernte Kraft. Und so manch andere Berufsausbildung ist deutlich anspruchsvoller, was sich dann auch in den Lohnspiegeln bemerkbar macht (z.B. Chemie-Laboranten). Man darf eben nicht vergessen, dass man heutzutage mit dem Computer aufwächst und die Beherrschung digitaler Medien an sich eine Alltagssache ist. Und eine fachliche Qualifikation muss auf Diese aufbauen und darf keine Nachhilfe hier für sein.

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Und so manch andere Berufsausbildung ist deutlich anspruchsvoller, was sich dann auch in den Lohnspiegeln bemerkbar macht (z.B. Chemie-Laboranten).

Ich sehe die Chemie-Laboranten weder im Anspruch noch in der bezahlung vor den Fachinformatikern.

Allerdings sehe ich von IHK zu IHK deutliche Unterschiede, was den Anspruch an das Abschlussprojekt (sowohl vom Thema, als auch von den technischen Anforderungen) angeht. Da wäre eine Vereinheitlichung (auf einem höheren) Niveau sinnvoll. Allerdings ist das illusorisch. Schon weil z.B. in einigen strukturschwachen Gebieten Deutschlands (z.B. im Osten) dann der IT-Nachwuchs noch spärlicher wäre.

GG

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Ein Problem ist sicher auch, dass scheitern keine Option ist. Wenn man sieht wie wenige tatsächlich durchfallen, aber in der Schule praktisch keine Ahnung haben und auch nur irgendwie ein Projekt abliefern. Jeder kennt doch seine Mitschüler...

Dann sind wohl einige Berufsschulen eher schlecht und manche Betriebe benutzen die Azubis nur als billige Arbeitskraft.

Diese bestehen am Ende dennoch, so hat der Betrieb sie los, oder kann sie billigst übernehmen. Jedoch drängen diese dann meist auf den Markt und machen a) den Ruf des Berufs und B) das Gehaltsgefüge kaputt.

Ganz toll sind auch die Betriebe in denen der Azubi 3 Jahre lang nix selbständig machen darf, weil er ja der Azubi ist. Das sind dann die, die irgendwann jeden Webcomic kennen.

Dann die Trennung zwischen FIAE und FISI, die ist ein Kapitel für sich. An vielen Berufsschulen ist der Unterschied nicht besonders groß, so hängt alles am Betrieb. Aber wenn man die Trennung konsequent durchführt dann wäre beim FIAE viel mehr möglich. Und damit meine ich nicht noch eine dritte oder vierte Programmiersprache zu lehren. Aber es gibt ja auch noch den MATSE, der leider viel zu unbekannt ist.

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Ich frage mich immer wieder, wie einige der Meinung sein können, was besseres als andere Lehrberufe sein zu wollen, nur weil sie FI sind.

Der FI ist ein Ausbildungsberuf, als solcher muss auch der Anspruch an Qualität/Nieveau gemessen werden. Wenn man da die Latte zu hoch ansetzt, wieso sollte ich dann noch eine Ausbildung zum FI machen? Dann kann ich ja gleich studieren gehen.

Der FI stellt gerade für Leute, die momentan nicht die Möglichkeit haben studieren zu gehen eine sehr gute Basis da, um ein vernünftiges Fundament zu bekommen. Das man sich nach der Lehre nicht zurück lehnen kann, und meint man hätte es geschafft sollte jedem selbst klar sein.

Das neben fachlicher Kompetenz erwarte ich von einem FI.

In diesem Sinne

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Der Einstieg in die IT ist nicht die Ausbildung, sondern die ungelernte Kraft.

Ich meinte eigentlich einen ernst zu nehmenden Einstieg in die IT (also mit Abschluss). Praktikanten und Aushilfen machen ihre Tätigkeit meist auch nur, um ihre Chancen für einen Ausbildungsplatz zu erhöhen.

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Realistischer und m. M. nach besser wäre ein System, wie es bei den handwerklichen Berufen gang und gäbe ist: Geselle -> Meister

Als Fachinformatiker gibt's eigentlich keine Steigerung, die allgemein anerkannt und etabliert ist.

Die IHK hat den Operative Professionals als "Meister" eingeführt. Der Markt wird zeigen, ob der Abschluss sich noch mehr etabliert oder nicht. Ich hab das Gefühl da tut sich etwas, aber das dauert einfach. Auch die Einführung des Meisters hat gedauert und heute kennt ihn jeder.

Wäre es nicht sinnvoll, Anforderungen und Schwierigkeitsgrad der Ausbildung anzuheben, damit auf dem Arbeitsmarkt eine größere Bereitschaft entsteht, Fachinformatiker auch in komplexeren Aufgaben einzusetzen und auch das allgemeine Vergütungsniveau steigt?

Ich glaub nicht, dass sich irgendetwas an der Vergütung ändern würde, wenn man den Schwierigkeitsgrad der Berufsschule?/IHK-Prüfung? anzieht. Es ist heute schon so, dass gute Leute gutes Geld verdienen und entsprechend eingesetzt werden. Es ist einfach nur etwas schwieriger mance Leute davon zu überzeugen, dass man etwas kann und eine erste Chance zu bekommen (die man nutzen muss). Wenn man aber mal drin ist, dann ist man drin und es gibt kaum fachliche/monetäre Grenzen.

Dann die Trennung zwischen FIAE und FISI, die ist ein Kapitel für sich.

Das ist es. Ich bin schon jeher dafür diese Trennung aufzugeben und die Inhalte zu verschmelzen. Das ist in den 3 Jahren locker machbar und man hätte dadurch auch den Schwierigkeitsgrad geringfügig erhöht.

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Die IHK hat den Operative Professionals als "Meister" eingeführt. Der Markt wird zeigen, ob der Abschluss sich noch mehr etabliert oder nicht. Ich hab das Gefühl da tut sich etwas, aber das dauert einfach. Auch die Einführung des Meisters hat gedauert und heute kennt ihn jeder.

Der Unterschied zwischen dem HWK-meister und diesem Operativen Professional ist, dass der Fachinformatiker nicht bzw. kaum handwerklich tätig ist und von seiner Ausbildung her schon viele Aufgaben übernehmen kann, die bei den Handwerkern erst der Meister kann. Ich sehe in den OP eher die Gefahr, dass die Ausbildung zum FI an Wertigkeit bzw. Anerkennung verliert. Das hat auch nichts mit dem fehlenden Bekanntheitsgrad zu tun, sondern mit dem mangelnden Bedarf der Unternehmen.

Als sinnvollem Qualifizierungsweg bleibt eigentlich nur das Studium (oder Berufserfahrung mit entsprechenden sinnvollen Lehrgängen). Zumal ein Bachelor nun wirklich keine unüberwindbare Herausforderung darstellt und die Lücke zwischen FI und Studium sozusagen "von oben" schließt.

Das ist es. Ich bin schon jeher dafür diese Trennung aufzugeben und die Inhalte zu verschmelzen. Das ist in den 3 Jahren locker machbar und man hätte dadurch auch den Schwierigkeitsgrad geringfügig erhöht.

Das würde ich für fatal halten.

Die fachlichen Unterschiede der beiden Berufsgruppen und die Einsatzgebiete unterscheiden sich doch schon ziemlich. Zumindest bei einer ordentlichen Ausbildung. Dass es in der Praxis in manchen Betrieben und Zwergberufsschulen anders ist, darf man dem Berufsbild nicht anlasten. Hier sollten eher Berufsschulen zusammenarbeiten bzw. zusammen gelegt werden.

Ich wüsste nicht, in wie weit die Ausbildung aufgewertet werden sollte, wenn fachfremde Tätigkeiten übernommen werden. Ein Systemadministrator oder Netzwerkplaner ist nun einmal kein Programmierer - und umgekehrt.

GG

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Ein Problem ist sicher auch, dass scheitern keine Option ist. Wenn man sieht wie wenige tatsächlich durchfallen, aber in der Schule praktisch keine Ahnung haben und auch nur irgendwie ein Projekt abliefern. Jeder kennt doch seine Mitschüler...

Dann sind wohl einige Berufsschulen eher schlecht und manche Betriebe benutzen die Azubis nur als billige Arbeitskraft.

Als billige Arbeitskraft kann man auch nur Leute nutzen, die bereits Vorahnung mitbringen. Leute, denen man erst einmal erklären muss, wie man ein Netzwerkkabel in das Patchfeld steckt, taugen auch nichts als billige Arbeitskraft. Sie machen mehr Arbeit als sie abnehmen.

Ganz toll sind auch die Betriebe in denen der Azubi 3 Jahre lang nix selbständig machen darf, weil er ja der Azubi ist. Das sind dann die, die irgendwann jeden Webcomic kennen.

Da kenne ich so einige Pappenheimer, in denen ein Diplom-Informatiker (FH) die Führung übernimmt und den Azubis keine Möglichkeiten bietet, komplexere Aufgaben zu übernehmen. Mein Gefühl: Der Azubi muss weniger drauf haben als er, damit seine eigenen Grenzen nicht so auffallen. Den Abstand Lehrling->FH-Absolvent hält man bewusst groß, damit sich das Management hinterher fragt, ob wirklich jemand gebraucht wird, der von der Hochschule kommt.

Dann die Trennung zwischen FIAE und FISI, die ist ein Kapitel für sich. An vielen Berufsschulen ist der Unterschied nicht besonders groß, so hängt alles am Betrieb. Aber wenn man die Trennung konsequent durchführt dann wäre beim FIAE viel mehr möglich. Und damit meine ich nicht noch eine dritte oder vierte Programmiersprache zu lehren. Aber es gibt ja auch noch den MATSE, der leider viel zu unbekannt ist.

Auf Administration und Entwicklung unterschiedliche Schwerpunkte zu setzen halte ich nicht verkehrt. Ich frage mich eher, warum man eine Trennung zwischen FISI und ITSE braucht. Auf unserer Berufsschule gab es für diese beiden Berufe exakt den selben Unterricht und im Betrieb machte eh jeder was er will. Es war kein fachliches Kriterium vorhanden, was diese beiden Lehrberufe faktisch auseinander hält. Dennoch hatten die FISIs bessere Karrierechancen. Ich denke, man sollte den ITSE inhaltlich so verändern, dass man Leute ausbildet, die wirklich etwas von Elektronik verstehen und sich u.A. mit dem Aufbau von Schaltungen und elektronischen Bauteilen auskennen. Unterricht, der sich wirklich mit Elektrotechnik befasste gab es bei uns ein halbes Jahr lang zwei Stunden in der Woche. Das war alles.

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Beim FISI/FIAE bin ich der Ansicht, dass das ruhig im Betrieb ausdifferenziert werden kann und eben eine Prüfung zum "vereinheitlichten Fachinformatiker" sowohl mit SI als auch AE-Projekten möglich ist. Die Berufsschule kann für beide gleich sein, denn es ist auch für FISIs sinnvoll programmieren zu können und ein Entwickler der denkt "Netzwerk ist das was aus der Dose in der Wand kommt" ist auch meist wenig hilfreich. Betriebe die richtig harte Anforderungen in Richtung Programmierung haben und auch darauf angewiesen sind, dass schulisch richtig Algorithmen, etc vermittelt werden sollen halt MATSE ausbilden.

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Leider gibt es auch viele Leute, die eine IT-Ausbildung nur benutzen, um bessere Alltagskenntnisse zu erwerben - z.B. wie man menügeführte Setup-Routinen ausführt oder einen Drucker anschließt - am Ende dann mit einer Windows-Installation als Abschlussprojekt.

Und manchmal hat der ein- oder andere Azubi das Pech, sich einen Ausbildungsbetrieb ausgesucht zu haben, der ein echtes Idiotenprogramm durchzieht, was die Leute dann maßlos unterfordert.

diese Punkte sollten bei einem AEVO geprüften Ausbilder nicht vorkommen. Es liegt an der zuständigen Stelle (IHK) die Regelungen und die Einhaltung zu sichern und gewährleisten.

Es gibt klare Vorgaben zu den Themen einer Ausbildung. Diese müssen vom Ausbilder vermittelt werden. Das lässt sich die IHK in Form von Ausbildungsnachweisen (Berichtsheft) auch bestätigen. Dort unterschreibt sowohl der Ausbilder, als auch der Azubi. Einen Mangel müsste die Stelle meiner Meinung bei ihren Kontrollen erkennen und anzeigen.

Soweit die Theorie ;-)

Zu einfach sind die IT-Ausbildungen nicht. Eher könnte der Thread "Ausbildungen zu unterschiedlich je nach Firma" lauten.

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Zu einfach sind die IT-Ausbildungen nicht. Eher könnte der Thread "Ausbildungen zu unterschiedlich je nach Firma" lauten.

Ich denke damit hast Du es auf den Punkt gebracht! Bei der Telekom, so sagte man mir, können die Azubis auch in den div. Ausbildungsabteilungen ihre Zeit absitzen und wer da nichts "mitnimmt", hat dann eben eine schelchte Ausbildung genossen. Mit unter aber auch das eigene Verschulden des Azubis... Also pauschalisieren kann man meiner Meinung nach nicht, dass die Ausbildung zum FI zu leicht ist...

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Es gibt klare Vorgaben zu den Themen einer Ausbildung. Diese müssen vom Ausbilder vermittelt werden. Das lässt sich die IHK in Form von Ausbildungsnachweisen (Berichtsheft) auch bestätigen. Dort unterschreibt sowohl der Ausbilder, als auch der Azubi. Einen Mangel müsste die Stelle meiner Meinung bei ihren Kontrollen erkennen und anzeigen.

Soweit die Theorie ;-)

Tolle Theorie, komplett an der Realität vorbei. Weder Prüfer noch IHK haben in den Ausbildungsnachweisen kontrolliert, onb tatsächlich ausgebildet wurde, sondern nur gesehen, da steht ja was. Und diese großartige AEVO ist auch fürn Geier, wenn ein Betrieb auch ohne Ausbilder Azubis einstellen darf, obwohl das bereits zwei Azubis der IHK gemeldet haben. Es kam bei der mündlichen ja nichteinmal die Frage, warum der Betrieb gewechselt wurde. Da hätte man ja noch sagen können "ich wurde nicht ausgebildet und habe nur Chefs Auto gewaschen". Es kümmert keine Sau. Und dieser Laden wird sich wieder einen Billiglohndeppen als Azubi holen, der sich eine berufliche Zukunft aufbauen und etwas lernen will und man wird ihn genauso verheizen wie alle anderen vorher. Wozu gibt es Verordnungen und Gesetze, wenn sich weder um die Einhaltung noch die Kontrolle derselben gekümmert wird?

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Ich wüsste nicht, in wie weit die Ausbildung aufgewertet werden sollte, wenn fachfremde Tätigkeiten übernommen werden. Ein Systemadministrator oder Netzwerkplaner ist nun einmal kein Programmierer - und umgekehrt.

Ich sehe es nicht als fachfremd, wenn ein Netzwerker programmieren lernt und ein Programmierer netzwerken. Die Unterschiede im Lehrplan sind heute schon marginal. Die Unterschiede kommen wie in jeder Ausbildung vom Einsatzgebiet im Betrieb. Und das Lehrplanniveau was man in der Ausbildung lernt, ist meiner Meinung nach machbar um es ohne Abstriche zusammenzulegen. Es kommt ja auch in der Praxis oft genug vor, dass FIAEs und FISIs nach der Ausbildung einfach ihr Fachgebiet im realen Berufsleben tauschen. Wäre ja auch schlimm, wenn das nicht möglich wäre.

Ich hab heute das Gefühl, dass der FIAE höherwertig eingestuft wird als der FISI. Allein schon beim Abschlussprojekt sieht man ja stundenmässig einen Unterschied, was ich auch nicht wirklich verstehe. Und wenn man nur mal bei der FernUni Hagen schaut, dann steht dort FIAE darf Informatik studieren FISI nicht (halt ich auch für unsinnig, aber ist ein weiteres Indiz über die Wertschätzung). Und ich persönlich finde das nicht erfreulich.

Aber darüber kann man vortrefflich streiten und ein pauschales "richtig" oder "falsch" wird es wohl nicht geben. Und ob es wirklich besser wäre die Ausbildungen zu verschmelzen würde man sowieso erst in der Praxis sehen - aber man darf ja mal etwas philosophieren :)

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Manchmal würde ich es gut finden, wenn sich nicht nur Auszubildende und Arbeitnehmer mit ihren Zeugnissen bewerben müssten (Schulzeugnis, Abschlusszeugnis, Praktikumszeugnis, Arbeitszeugnis, Ausbildungszeugnis...), sondern andersrum auch die Firmen ein Zeugnis von ihren ehemaligen Arbeitnehmern und Auszubildenden ausgestellt bekommen würden und damit um ihr Personal werben müssten. Nur wer sich um Ausbildung bemüht, hat auch gute Auszubildende verdient.

Naja, das ist vielleicht nicht praktikabel, aber es gibt ja eigentlich genug Betriebe, die eine ordentliche Ausbildung anbieten. Das Problem ist nur, dass man sie nicht von den faulen Betrieben unterscheiden kann, außer man kennt zufällig jemanden von dort oder es ist ein sehr großer Betrieb. Die einzige Reißleine ist dann die Probezeit, aber wer in der Probezeit kündigt, muss sich schon etwas anstrengen, um direkt noch im gleichen Ausbildungsjahr eine Alternative zu finden.

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Würde funktionieren, wenn nicht viele ausbildungsuchende nehmen müßten, was halt da ist, damit sie nicht arbeitslos auf der Straße stehen. Ja klar, bundesweit bewerben und so. Ich kenne auch einige von meiner BS, die so zu uns gekommen sind. Dann hat man aber erst recht keine Chance, den Ausbildungsbetrieb einzuordnen und kann an den letzten Seelenverkäufer geraten. Und das bundesweite Bewerben ist auch oft aus familiären Gründen ein Problem.

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Hi,

Und wenn man nur mal bei der FernUni Hagen schaut, dann steht dort FIAE darf Informatik studieren FISI nicht (halt ich auch für unsinnig, aber ist ein weiteres Indiz über die Wertschätzung). Und ich persönlich finde das nicht erfreulich.

stimmt nicht ganz:

http://www.fernuni-hagen.de/imperia/md/content/studium/fachtreue_bewerber_inform.pdf

Aber ich habe schon von Unis gehört, wo das so war. Letzten Endes stimme ich dir durchaus zu, dass ein Anwendungsentwickler höher angesehen wird als ein Systemintegrator.

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könnten neben der Fernuni Hagen noch weitere Fernunis genannt werden.

Das ist aber die einzige Fern-Uni in Deutschland. Der Rest sind Fernstudiengänge an regulären (meist Fach-)Hochschulen oder private Institutionen die sowas ähnliches wie FHs sind und einen anerkannten Abschluss bieten oder private Institutionen die für viel Geld buntes Papier (Zertifikate) vergeben.

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