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Ab wann bewirbt man sich nicht mehr mit seinem Zeugnis?


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Hallo Zusammen,

habe im Januar 2010 meine Ausbildung abgeschlossen, wenn ich mich jetzt für einen neuen Arbeitgeber bewerbe. Hänge ich da mein Zeugniss von der Berufsschule und von der IHK an? Wurde vom Ausbildungsunternehmen übernommen und habe seit dem noch nicht woanders gearbeitet.

Vielen Dank für Infos.

Gruß

Patricia

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Hi,

Da es ja erst knapp 2 Jahre her ist kannst du es ja anhängen wenns gut oder weglassen wenns schlecht ist.

Ich denke mal bei größeren Zeiträumen interessiert das keinen mehr aber das könnte gerade so hart an der Grenze sein ;)

das dachte ich auch. Als ich mich letztens beworben habe, wollten die sogar mein Schulzeugnis sehen, obwohl ich seit 14 Jahren aus der Schule bin. Man lernt nie aus.

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Hallo Patricia,

Du solltest Deinen Bewerbungsunterlagen sowohl das Berufsschulzeugnis als auch das Prüfungszeugnis der IHK anfügen. Darüber hinaus solltest Du auch das Ausbildungszeugnis Deines aktuellen Arbeitgebers und das Abgangszeugnis Deiner schulischen Laufbahn beifügen.

Der Betreff Deines Threads lautet: Ab wann bewirbt man sich nicht mehr mit seinem Zeugnis?

Warum sollte es einen Zeitpunkt geben, ab dem man sich nicht mehr mit seinen Zeugnissen bewirbt? Sicherlich verlieren alte Zeugnisse im Lauf der beruflichen Praxis an Bedeutung. Nichtsdestotrotz sind es Dokumente, die Deine Laufbahn belegen.

Ein kurzes Beispiel aus der Praxis: Ein Bewerber schickt einem Unternehmen seine Bewerbungsunterlagen und wird zum Gespräch eingeladen. Während des Gesprächs fragt der Personalleiter des Unternehmens, warum der Bewerber das Zeugnis vom Arbeitgeber XYZ nicht beigefügt hat. Der Bewerber erzählte, dass er es verloren habe. Nach einem guten Gespräch und einer Nacht des darüber schlafen sind sich Unternehmen und Bewerber einig geworden. Für die Einstellung war jedoch der Nachweis eines polizeiliches Führungszeugnis erforderlich. Aus diesem wäre ersichtlich, dass der Bewerber für den Zeitraum, den das Zeugnis abdecken sollte, nicht bei dem Unternehmen XYZ beschäftigt war sondern in der in der Justizvollzugsanstalt eingesessen hat. Dumm gelaufen…

Sicherlich ist das Beispiel extrem. Nichtsdestotrotz stellen Personalverantwortliche immer wieder fest, dass manche Bewerber gelegentlich ihren Lebenslauf „begradigen“. Deshalb können sie Bewerbern schon einmal ein wenig penetrant mit ihren Fragen wirken. Um diesem vorzubeugen, empfehle ich Dir, dass Du bei Bewerbungen grundsätzlich alle vorhandenen Schulabschluss- und Arbeitszeugnisse beifügst. Das ist eine gute Grundlage für ein mögliches Gespräch.

Viel Erfolg!

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grundsätzlich alle vorhandenen Schulabschluss- und Arbeitszeugnisse beifügst.

Grundsätzlich? Ich bin 40, will da wirklich noch jemand mein Abi-Zeugnis sehen? Ich bin Quereinsteiger in der IT... bei einem Bewerbungsgespräch hat der Personaler auch seine Standardfragen abgespult und da kam dann, was denn meine Lieblingsthemen in der Mathematik waren... ja, uff... mein Abi war zu dem Zeitpunkt 17 Jahre her. Ich war ja froh, dass ich noch wußte, was in Mathe im Abi vorkam...

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Also mein Freund ist seit nunmehr 6 Jahren aus der Lehre raus und hat zwischenzeitlich auch schon den AG gewechselt; derzeit bewirbt er sich wieder und die wollen nach 6 Jahren Berufstätigkeit / Berufserfahrung immernoch das Zeugnis von der Realschule sowie die BS Zeugnisse sehen, neben dem Abschlusszeugnis seiner Ausbildung.

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Ich hatte letztens ein Vorstellungsgespräch bei einem großen Versicherungskonzern und dort wurde ich auf zwei nicht so tolle Zeugnisse angesprochen. Nachdem ich das zustande kommen der durchwachsenen Benotungen erklärt habe, meinte der Personaler nur, das die Zeugnisse einen das ganze Berufsleben verfolgen würden.

Und per Definition gehören zu vollständigen Bewerbungsunterlagen das letzte Abschlusszeugnis einer allgemeinbildenden Schule, das Abschlusszeugnis der Ausbildung und alle Arbeitszeugnisse. Viele Arbeitgeber sehen aber gnädig darüber hinweg, wenn man nur die Arbeitszeugnisse beilegt, sofern man schon über gewisse Berufserfahrung verfügt ;-)

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Bewerbungsunterlagen sollten eine angemessene Länge haben. Das gilt nicht nur für den Text, sondern auch für die Anzahl der Seiten, die die Anlagen umfassen.

Hat man keine oder nur 1-2 Arbeitszeugnisse, kann man relevante Schulzeugnisse hinzufügen. Man sollte sich dabei aber auf die Abschlusszeugnisse von Regel- und Berufsschule beschränken wobei man als Abiturient das Realschulzeugnis weglassen kann, falls man nach der 10 von der Realschule auf ein Gymnasium gewechselt hat.

Hat man mehr Arbeitszeugnisse, kann man zunächst die Schulzeugnisse weglassen, wenn es noch mehr werden ggf. auch das IHK-Zeugnis und wenn man sehr viele Arbeitszeugnisse hat, sollte man sich auf die letzten Arbeitgeber beschränken.

Was man nicht mit schickt kann man auf Verlangen immernoch nachreichen. 10 Blätter in einer Bewerbungsmappe sollten die absolute Schmerzgrenze sein (Deckblatt, Anschreiben und Lebenslauf mit eingerechnet).

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Eine ganz grobe Regel:

man sendet mindestens jeweils das letzte relevante Zeugnis einer "Einheit" mit, sprich

- Schule bzw. Studium

- Ausbildung

- Arbeit

Also:

- studierter Informatiker, zwei Jobs gehabt: zwei Zeugnisse (Studium, zweites Arbeitszeugnis) muss, drei (erstes Arbeitszeugnis) kann

- fertiger FISI, vier Jobs gehabt: drei Zeugnisse (Schule, Ausbildung mit/ohne BS, viertes Arbeitszeugnis) muss, weitere (erstes bis drittes Arbeitszeugnis) kann (hier im Normalfall maximal zwei zurück!)

Unser FISI kann sich in einem Bereich um 10 Jahre Berufserfahrung sein Schulzeugnis senden, auch wenn es eigentlich dazu gehören würde. Das Ausbildungszeugnis muss sein, in Deutschland haben wir einfach einen "Schein"-wahn ;-)

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Also:

- studierter Informatiker, zwei Jobs gehabt: zwei Zeugnisse (Studium, zweites Arbeitszeugnis) muss, drei (erstes Arbeitszeugnis) kann

- fertiger FISI, vier Jobs gehabt: drei Zeugnisse (Schule, Ausbildung mit/ohne BS, viertes Arbeitszeugnis) muss, weitere (erstes bis drittes Arbeitszeugnis) kann (hier im Normalfall maximal zwei zurück!)

Kann? Du meinst, dass ich bei 4 Jobs nur das letzte Arbeitszeugnis vorlegen muss und stufst die anderen 3 Zeugnisse als "kann" ein? Halte ich, als grobe Regel, für äußerst gewagt. Meiner Meinung nach sollte man *alle* Arbeitszeugnisse beifügen. Fehlende Unterlagen deuten auf Lücken hin und fordern Personaler einfach nur heraus genau dort penetranter nachzubohren.

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Fehlende Unterlagen deuten auf Lücken hin und fordern Personaler einfach nur heraus genau dort penetranter nachzubohren.

Man listet die Tätigkeiten ja im Lebenslauf... wenn es sonst ein Aktenordner für eine Bewerbung wird, kann man ja die als "kann" eingestuften Arbeitszeugnisse zu einem Gespräch mitbringen.

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Man listet die Tätigkeiten ja im Lebenslauf... wenn es sonst ein Aktenordner für eine Bewerbung wird, kann man ja die als "kann" eingestuften Arbeitszeugnisse zu einem Gespräch mitbringen.

Ich verstehe die Diskussion nicht. Wie Kwaiken bereits geschrieben hat: Es empfiehlt sich ALLE Zeugnisse den Unterlagen beizufügen. Zwei Gründe sprechen dafür: Erstens wird der Lebenslauf dadurch belegt (s.a. meine Ausführungen oben). Zweites stellt sich die Frage, welche Aussagekraft ein einzelnes Zeugnis hat. Mehrere Zeugnisse in Summe betrachtet geben ein viel differenzierteres Bild.

Bevor jetzt eine Diskussion über Sinn und Unsinn von Arbeitszeugnissen entsteht: Was spricht dagegen den Bewerbungsunterlagen alle Zeugnisse beizufügen?

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Hi,

Was spricht dagegen den Bewerbungsunterlagen alle Zeugnisse beizufügen?

die Dateigröße. :)

Also ich hätte, mit allen Schul-, Bundeswehr-, und Arbeitszeugnissen sowie allen relevanten Fortbildungszertiifikaten gut 15-20 Seiten an Anhängen. Klar hast du Recht, man kann das machen, aber ist das wirklich sinnvoll? Ich wurde bisher auch noch nie darauf angesprochen, bis eben jetzt das erste Mal.

Bearbeitet von carstenj
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Hi,

die Dateigröße. :)

Also ich hätte, mit allen Schul-, Bundeswehr-, und Arbeitszeugnissen sowie allen relevanten Fortbildungszertiifikaten gut 15-20 Seiten an Anhängen.

Das Problem umgehe ich inzwischen so, dass ich keine Zertifikate mehr mitschicke, sondern im Lebenslauf aufliste und im Anschreiben darauf hinweise, dass ich diese bei Bedarf gerne nachreiche.

Wobei ich persönlich inzwischen nur noch den Lebenslauf schicke und erst wenn der für die Firma interessant ist, dann den Rest. Das soll keine Empfehlung sein.

Bearbeitet von bigvic
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die Dateigröße. :)

Entschuldige bitte, wenn ich diese Antwort ein wenig "zelebriere". Es ist nicht persönlich gemeint. Ich bin bislang davon ausgegangen, dass ich in einem Forum für Fachinformatiker angemeldet bin. Sind das nicht die, die den Umgang mit Scanner und Tools beherschen und wissen, was dpi bedeutet? ;-) Es gibt soviel Freeware zur Bearbeitung von Dokumenten, dass 15-20 Seiten Bewerbungsunterlagen in EINER PDF-Datei mit Vollbildmodus viel leichter zu lesen sind, als 4 Seiten Dokumente, die ich in gepackten Dateien mit unterschiedlichen Formaten erhalte.

Im Ernst: Dadurch hast Du die Möglichkeit Dich von anderen Bewerbern abzuheben. Du lieferst alles und stellst es so dar, dass man es einfach lesen kann.

Bearbeitet von MarcoDrost
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Entschuldige bitte, wenn ich diese Antwort ein wenig "zelebriere". Es ist nicht persönlich gemeint. Ich bin bislang davon ausgegangen, dass ich in einem Forum für Fachinformatiker angemeldet bin. Sind das nicht die, die den Umgang mit Scanner und Tools beherschen und wissen, was dpi bedeutet? ;-) Es gibt soviel Freeware zur Bearbeitung von Dokumenten, dass 15-20 Seiten Bewerbungsunterlagen in EINER PDF-Datei mit Vollbildmodus viel leichter zu lesen sind, als 4 Seiten Dokumente, die ich in gepackten Dateien mit unterschiedlichen Formaten erhalte.

Scanne mal 20 Seiten in lesbarer Qualität ein. Formatiere diese dann adäquat und mach daraus eine PDF. Wieviel MB erhälst du? Zweite Frage - wieviel MB darf man als Anhang schicken? Manche raten maximal 1 MB, manche bis zu 3 MB.

Bearbeitet von bigvic
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Hi,

Ich bin bislang davon ausgegangen, dass ich in einem Forum für Fachinformatiker angemeldet bin.

ich nehme das auch nicht persönlich, muss aber darauf eingehen. Du glaubst gar nicht, wie intensiv ich mich damit auseinandergesetzt habe, und es ist leider nicht so einfach, solche Unterlagen sowohl lesbar als auch entsprechend komprimiert in ein PDF zu packen.

Und wie bigvic sagt, gibt es auch unterschiedliche Vorgaben. Mein Ziel war es, meine Bewerbung immer unter 1 MB zu halten, was natürlich irgendwann nicht mehr geht. Mittlerweile sind es knapp 1,5 MB (Mit den meisten Unterlagen), und lesbar sind sie auch, was aber daran liegt, dass ich sie natürlich Schwarz/Weiss verschicke.

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Scanne mal 20 Seiten in lesbarer Qualität ein. Formatiere diese dann adäquat und mach daraus eine PDF. Wieviel MB erhälst du?

Aus der Praxis - für die Praxis: Ich habe gerade einige Bewerbungen vor mir:

1. 22 Seiten -> 3 MB

2. 24 Seiten -> 3 MB

3. 4 Seiten -> 224 KB

4. 7 Seiten -> 1 MB

5. 25 Seiten -> 3 MB

6. 24 Seiten -> 3 MB

7. 36 Seiten -> 4 MB

8. 28 Seiten -> 4 MB

Zweite Frage - wieviel MB darf man als Anhang schicken? Manche raten maximal 1 MB, manche bis zu 3 MB.

Wenn keine Einschränkung in der Anzeige steht, sollte man sich an seinem Gefühl orintieren. Die o.a. Bewerbungen haben meines Erachtens nach ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Größe und Informationsinhalt. Auch meine Kunden in D, A, CH nehmen die Bewerbungen in dieser Form gerne an.

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Mittlerweile sind es knapp 1,5 MB (Mit den meisten Unterlagen), und lesbar sind sie auch, was aber daran liegt, dass ich sie natürlich Schwarz/Weiss verschicke.

Das ist doch super! Da wird keiner dran Anstoß nehmen. Im Gegenteil: den Unternehmen geht es nicht anders wie mir: Ich erhalte immer noch Bewerbungen, deren Anhänge auf mehrere Mails verteilt sind und dann gepackte Dateien mit x verschiedenen Datei-Formaten enhalten. Gemäß dem Motto "Der Fisch muss dem Köder schmecken, nicht dem Angler" sollte man seine Unterlagen immer so aufbereiten, dass der Empfänger sie gerne und auch einfach lesen kann.

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36! Seiten? Na gut, aber das sind alles Größen, die ich eben zu vermeiden versucht habe.

Es geht auch um die Anzahl der Jahre Berufserfahrung: 36 Seiten für 28 Jahre Berufserfahrung als Systemadministrator mit Zertifikaten ist m.E. nach in Ordnung. Sicherlich: Es muss nicht so viel sein. Anderseits erhalte ich als Personalberater einen guten Überblick, was mein Kandidat bzw. meine Kandidatin kann.

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