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Aber hier sehe ich den Vorteil des Studiums, denn in den meisten Fällen lernt mann nicht nur die oben genannte Methode/Art der Teambildung, sondern auch was die Hintergründe sind und wie die Psycho-Onkel dazu gekommen sind diese Theorie aufzustellen.

Ich würde soweit gehen, zu sagen, daß man die zwischenmenschliche Chemie gar nicht studieren kann. Man kann solche Themen wie die beschriebenen Konflikte nur intuitiv (vorbewusst) erfassen. Bei den jungen Projektleitern, die "Fortbildungen" gemacht haben und die ich erlebt habe, merkte man oft ein gewisses Aroma der "Künstlichkeit", man sah dabei immer, wie sie nicht nach Bauchgefühl reagierten und auch eben nicht nach Erfahrung, sondern wie ein Skript in ihren Hirn ablief.

Wie zum Beispiel Psychologiestudien einen ganz und gar nicht zum Frauenversteher machen, das ist hier köstlich als Satire beschrieben: Friedemann Schulz von Thun: "Bleiben Se Mensch, Herr Psychologe!"

Um zum Thema zurückzukommen ohne die Analogie zu verlassen, so meine ich nicht, daß einer mit einem Projektführerschein viel mehr ausrichten kann als mit ein Flirtführerschein. Man hat´s oder man hat´s nicht.

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Ich weiss nicht, ob der Schweinezyklus aktuell wieder gut für Physiker ist. Ich hab nichts vom Physiker-"Fachkräftemangel" gelesen. Vor 15 Jahren hattest als Physiker ein echtes Problem einen Job zu finden.

Du hast als Physiker immer Probleme, einen Job als Physiker zu finden. Aber imo keine großen Probleme, als Informatiker zu arbeiten.

Als Physiker kannst du auch den Job eines Informatikers übernehmen (bei mir in der Firma sehr häufig). Als Informatiker kannst du aber praktisch unmöglich als Physiker arbeiten. Das zeigt schon alleine, dass es im Prinzip völlig egal ist, was man nun genau im Studium lernt, hauptsache das Studium ist komplex. Aber das ist wirklich OT ;)

Ein Problem, dass ich auch noch beim OP sehe, ist dass die Fortbildung rein auf die IHK bezogen ist und Geld kostet. Je mehr Geld so etwas kostet, desto eher will man die Leute natürlich auch durchbringen. Dem Professor an einer staatlichen Hochschule kann es völlig egal sein, ob nun 10 oder 90 Prozent durch die Prüfung fliegen.

Wenn der OP so schwer ist, dass die Hälfte ihn nicht schafft, wird es diese Fortbildung wahrscheinlich nicht so lange geben. Dementsprechend muss man das Niveau auch anpassen. Man darf die Prüfungen aber auch nicht zu leicht machen, weil der ganze Lehrgang sonst einen schlechten Ruf bekommt.

Dazu kommt noch: Man suggeriert hier, dass man nach dem OP sich besser als Projektleiter eignen würd und die Befähigung hat, auch als ein solcher zu arbeiten.

Als Zulassungsvoraussetzung wird aber nicht einmal eine Berufsausbildung verlangt, sondern 5 Jahre Berufserfahrung + eine Bescheinigung des Betriebes, dass man "Spezialist ist". Das + eine nur 18 Monate dauernde nebenberufliche Fortbildung ist schon etwas dünn, um sich wirklich als Projektleiter sehen zu dürfen.

Es gibt übrigens auch noch andere Lehrgänge, die in Richtung Leitung/Koordination gehen:

http://www.sgd.de/informatik/it-projektkoordination.php

Dauert 15 Monate.

bearbeitet von blubbla

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IHK würde ich jetzt nicht mit SGD vergleichen, selbst wenn ich den OP auch kritisch sehe ;)

Aber das ist es doch auch mit allen anderen Zertifikaten der Hersteller. Wenn ich da nur an CISCO (CCNA/CCNP) oder CISSP denke. Es wird nur Berufserfahrung verlangt. Auch wenn es hohe Durchfallquoten bei CCNP oder CISSP gibt, sind es letztendlich Herstellerzertifikate. Wenn auch sehr angesehene. Wenn der OP da vom Niveau her mithalten kann, warum denn nicht? In einigen Jahren wissen wir wie gut sich die OPs als Projektleiter geschlagen haben oder ob sie mangels Qualität nur fürs reine Projektcontrolling ohne jegliche Steuerungsfunktionen abgestellt werden.

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Ein Problem, dass ich auch noch beim OP sehe, ist dass die Fortbildung rein auf die IHK bezogen ist und Geld kostet. Je mehr Geld so etwas kostet, desto eher will man die Leute natürlich auch durchbringen. Dem Professor an einer staatlichen Hochschule kann es völlig egal sein, ob nun 10 oder 90 Prozent durch die Prüfung fliegen.

Das ist wie schon einmal diskutiert eine prinzipielle Frage, ob man nicht-staatlichen Unternehmen/Vereinen/Trägern im Bildungsbereich zwangsläufig unterstellen will, dass sie für den Profit die Qualität leiden lassen. Gerade bei der IHK ist das wohl eher zweitrangig, da sie so oder so ihr Geld bekommt und gerade die Prüfer (und glaub auch die Lehrplanersteller) ehrenamtlich arbeiten - im Gegensatz zur staatlichen Hochschule. Und das es sehr wohl Theater gibt bei staatlichen Unis und man als Dozent abgesägt wird, wenn zu viele durchfallen sieht man am aktuellen Fall (Studenten scheitern an Mathe - Kölner Stadt-Anzeiger).

Dazu kommt noch: Man suggeriert hier, dass man nach dem OP sich besser als Projektleiter eignen würd und die Befähigung hat, auch als ein solcher zu arbeiten.

Als Zulassungsvoraussetzung wird aber nicht einmal eine Berufsausbildung verlangt, sondern 5 Jahre Berufserfahrung + eine Bescheinigung des Betriebes, dass man "Spezialist ist". Das + eine nur 18 Monate dauernde nebenberufliche Fortbildung ist schon etwas dünn, um sich wirklich als Projektleiter sehen zu dürfen.

Was sind denn die Voraussetzungen dafür ein Studium aufnehmen zu können? Fachhochschulreife mit 17 Jahren und 0 Berufserfahrung. Und das befähigt deiner Meinung nach eher zum PL? Und die ganzen PMI-Schulungen/Zertifikate haben (welche denke ich unbestritten in der Wirtschaft anerkannt sind) haben welche Voraussetzung? Ich halte die Aufnahmevoraussetzung als Kriterium zur Beurteilung einer Weiterbildung eher nebensächlich. Wichtig ist was hinten raus kommt.

bearbeitet von bigvic

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ich finde es sehr interessant dass bezüglich des OP / Studium hier solche Diskussionen aufkommen - das heißt zumindest dass es eine Menge Menschen gibt die sich mit dem Thema beschäftigt...

nunja Kwaiken einige Dinge hast Du vielleicht falsch verstanden:

Mangels statistischem Material kann man also nicht darauf schließen, dass der OP zur Führungskraft befähigt und das Studium nicht. Dann würde ich solche Aussagen, die Du getätigt hast auch nicht tätigen. In den nächsten Jahren wird dich herausstellen wie der OP/SP von der Wirtschaft angenommen wird. Bis dahin ist das Studium meiner Meinung nach für eine Führungslaufbahn vorzuziehen.

weiß ich nicht - statistisch gesehen hast Du auf jeden Fall Recht, wie bereits erwähnt gibt es viel mehr akademische Absolventen - und den OP gibt es ohnehin noch nicht sehr lange.

Aha. Siehst Du also mehr Führungskräfte mit Baccalaureus' oder sonstwas? Irgendwie mag ich Dir nicht ganz folgen, denn ich kann mir diese beobachtete Reihenfolge aufgrund der erst vor kurzem erfolgten Einführung von Master und Bachelor auch herleiten. Einfach aufgrund des Alters von jungen Führungskräften (~35 - 45 Jahre) ist es einfach wahrscheinlicher, dass sie noch ein Diplom haben. Wie sieht es bei Dir aus? Warum "siehst Du keine direkte Rangfolge"? Irgendwelche Begründungen deinerseits?

Ich sehe zumindest keine direkten Rangfolge zwischen OP und Bachelor - ich bin damit auf oben genannte Fragestellung eingegangen welche Reihenfolge denn sinnvoller wäre und hier sage ich dass ich keine festgelegte Reihenfolge sehe - Du kannst ein Diplom haben und anschließend findest Du Gründe den OP zu machen genauso wie Du den OP haben kannst und anschließend noch ein Bachelor oder einen Master machen willst

So wie Du es dargestellt hast und auch darstellst ist das Studium eine Spezialisierung und der OP eine Generalisierung in Richtung Projektmanagement. Dass der OP eher in Richtung PL abzielt als auf technische Skills ist unbenommen. Aber dass ein Studium einen nicht zum PL befähigt ist schlicht falsch.

Das mit der Generalisierung ist richtig - das ein Studium nicht zum PL befähigt habe ich so nicht behauptet, ich hatte geschrieben dass ein rein technisches Studium vermutlich nicht ausreicht um entsprechende Projekte zu managen. Damit schließe ich nicht aus dass es auch Studiengänge gibt die den studierenden auch zum PL befähigen.

Das stimmt nicht. In meinem Bachelor-Studium habe ich "Projektmanagement" als Pflichtfach. Zusätzlich "Einführung von IV Systemen in Unternehmen", "Software Engineering 1 und 2", "Arbeits- und Organisationspsychologie" als Wahlfach. Das sind 50 von 165 ECTS, die sich mit Projektleitung befassen. Im Master noch mehr.

Dann hast Du kein rein technisches Studium ;)

Siehe oben. Ich kann deine Theorie nicht unterstützen, sondern würde eher sagen dass jemand eher Erfahrung braucht bevor er auf Personal losgelassen wird. Wenn man als Junior-PL ein Jahr neben einem Senior-PL herläuft weiß man schon, wie der Hase läuft und kann sich zunächst als Teil-PL und anschließend als PL mit steigenden Personentagen versuchen. Einfach "Personalmanagement" lernen befähigt einen weder mit dem OP noch mit einem Studium zur Führungskraft.

gebe ich Dir Recht - wobei ich auch hier den OP klar im Vorteil sehe - wie bereits erwähnt muss Du in einem (von drei) Modulen ein (größeres) Projekt in einem Unternehmen durchführen - mit Coaches an Deiner Seite - also Training on the job - meiner Meinung nach eine gute Variante um in diese Position hineinzuwachsen.

Und jetzt habe ich immer noch nicht verstanden warum ein akademischer Abschluss ihn weniger für eine Führungsaufgabe qualifizieren soll als der OP. Im Studium kannst Du deine Schwerpunkte selbst setzen. Und wenn Du Spaß an einer Führunsposition hast, wählst Du diese entsprechend. Wo jetzt der Nachteil in Bezug auf den OP ist vermag ich ohne weitere Erläuterung nicht zu erkennen.

Habe ich so auch nicht behauptet - ich sagte dass es Menschen gibt die ein Studium gewählt haben bei dem diese Themen nicht behandelt wurden und dass für solche Menschen der OP nach dem Studium eine sinnvolle Ergänzung sein kann um diese Dinge nachzuholen.

Prinzipiell: und ich denke darauf kommt es ja auf dem Threadersteller an und das hatte ich auch schon in anderen Topics erläutert - gibt es mehrere Wege. Entweder den rein akademischen oder den OP der sich sehr nah an der Praxis orientiert.

Jeder sollte sich zuerst klar machen wo er hin möchte - und dann gezielt eine entsprechende Ausbildung / Weiterbildung oder Studium wählen.

Der OP hat wie bereits mehrfach erwähnt sicherlich den Nachteil dass er in der Wirtschaft (noch) nicht so bekannt ist, allerdings kannst Du wie bereits erwähnt während der Ausbildung ein größeres Projekt in Deinem Unternehmen durchführen - und später geht es bei einer Bewerbung nicht mehr ausschließlich um die Frage OP oder Bachelor sondern auch darum welche Referenzen Du aufzeigen kannst und die kannste mit dem OP auch bekommen.

Ich kann zwar nur für mich sprechen aber mir hatte der OP zu einem Job als Projektleiter verholfen, und bei einigen Mittstreitern war das damals auch der Fall - somit Ziel erreicht.

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Jemand, der gerade ein Studium absolviert hat, ist genau so wenig als Projektleiter geeignet als jemand, der innerhalb von 18 Monaten nebenbei einen Lehrgang absolviert.

Ich denke aber, dass man in 3 Jahren Vollzeit-Studium grundsätzlich sowie fachlich als auch persönlich mehr mitnehmen kann, um später vielleicht einmal in die Richtung Leitung zu gehen, als mit einem kurzen Lehrgang.

Und wegen der Durchfallquote: Dass man als Dozent mit einer Klausaur, die nur von 6% der Studenten bestanden wird, Probleme bekommt kann sein. In der Regel sind aber 50-60% Durchfallquote bei einer Matheklausur relativ "normal", und dem Professor ist es auch egal, weil er sich am Stoff, der er vermitteln will/muss orientiert und nicht an den Leistungen der Studenten.

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Und wegen der Durchfallquote: Dass man als Dozent mit einer Klausaur, die nur von 6% der Studenten bestanden wird, Probleme bekommt kann sein. In der Regel sind aber 50-60% Durchfallquote bei einer Matheklausur relativ "normal", und dem Professor ist es auch egal, weil er sich am Stoff, der er vermitteln will/muss orientiert und nicht an den Leistungen der Studenten.

Kann ich bestätigen. Erst bei einer exorbitant hohen Durchfallquote wird geschaut ob didaktisch noch alles okay ist... genau das Gegenteil erlebt man bei einigen bekannten privaten Hochschulen, wie man häufig lesen kann. In der mündlichen Nachprüfung wird fröhlich durchgewunken, keine Exmatrikulationen, die Dozenten werden bezahlt und ihre Stelle hängt direkt an den Gebühren der Studenten. Unzufriedener Student = Stelle in Gefahr. Irgendwo was im wiwi-treff ein Bereicht eines Siemens-Studenten über sein Studium, muss ich mal raussuchen. Daher rate ich hier auch immer entweder zu staatlichen Einrichtungen oder etablierten Privat-Hochschulen.

Lasst uns mal abwarten wie der OP von der Wirtschaft angenommen wird und wann werden wir sehen was er wert ist und was nicht.

PS: mich würde es nicht wundern wenn Akademiker später den OP als AddOn draufsatteln um ggf. zu kurz gekommene Inhalte nochmal kurz zwischen den Ohren zu versenken.

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bei der ganzen Diskussion hier, werden Äpfel mit Birnen vergleichen!

Ein OP / Bachelor / Master whatever sind Abschlüsse!

Ein Projektleiter o.ä. ist eine Position!

Ich kann mich PL schimpfen, wenn ich zum Kunden fahre und dort irgendwas einrichte. Genauso bin ich ein PL, wenn ich 50 Mitarbeiter führe und koordiniere.

Auch kann ich Geschäftsführer einer 5-Mann Bude sein oder eben ein GF einer 500 Mann Firma.

Das sind Positionen!

Eine Position kann egal mit welchem Abschluss erreicht werden!

Nur in Fällen mit Personalverantwortung >ca. 5-10 MA hat sich das eben eingebürgert, dass jmd. mit Studium bevorzugt wird. Auch einfach aus dem Grund, dass es in einem Team einfach auch Leute gibt/geben kann, die höherqualifiziert sind und das durchaus häufig zu Konflikten führen kann.

Auch ist es meist so, dass wenn das Team fast ausschließlich aus Studierten besteht, ein z.B. OP einfach nicht passend wäre. Auch selbst, wenn die geforderte(n) Erfahrung/Kenntnisse vorhanden wären.

Ab einer gewissen Ebene (PL, Abteilungsleitung etc.) geht es (je nach Größe) mehr um kaufmänische Dinge, als um technische Belange. Nicht umsonst werden hier häufig BWLer eingesetzt, die die kaufmännischen Inhalte von der Pike auf gelernt haben, aber meist keine Ahnung von der Technik haben.

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Auch einfach aus dem Grund, dass es in einem Team einfach auch Leute gibt/geben kann, die höherqualifiziert sind und das durchaus häufig zu Konflikten führen kann.

Auch ist es meist so, dass wenn das Team fast ausschließlich aus Studierten besteht, ein z.B. OP einfach nicht passend wäre. Auch selbst, wenn die geforderte(n) Erfahrung/Kenntnisse vorhanden wären.

Das sind Standesdünkel und Befindlichkeiten, ähnlich wie wenn jemand keinen Jüngeren oder keine Frau als Chef akzeptiert.

Das sind in der Tat Schwierigkeiten mit denen man umgehen muss. Das ist aber Alltag als Führungskraft. Es gibt immer jemand der sich für geeigneter hält als der Chef, aus welchen Gründen auch immer. Aber sowas sind doch keine relevanten Kriterien für Stellenbesetzungen. Bei solchen Kindereien wird dann wohl eher das Teammitglied früher oder später ersetzt.

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Das sind Standesdünkel und Befindlichkeiten, ähnlich wie wenn jemand keinen Jüngeren oder keine Frau als Chef akzeptiert.

Da muss ich doch ein Veto einlegen. Höherqualifiziert bezog sich sicher nicht auf "gefühlt höherqualifiziert", sondern bestimmt auf das Objektive "Ich kann eig. mehr als Du, Du Würstchen! Und das in allen Belangen!". Das hat überhaupt nichts mit dem Unsinn zu tun, dass man einen Jüngeren oder eine Frau nicht akzeptiert. Letzteres ist wirklich Kinderei, aber DarkMaster hat dies sicherlich nicht gemeint - wie ich glaube -, sondern eher Ersteres.

Zudem: selbstverständlich achtet man darauf, dass der Vorgesetze Qualitäten mitbringt, die keiner im geführten Team hat damit genau diese Situation nicht eintritt. Denn wenn ein Teammitglied wirklich "mehr drauf hat" als der Teamleiter und dieses nicht nur fachspezifische Kenntnisse sind, sondern auch Führungsqualitäten, kommt es unweigerlich zu Konflikten. Denn der Mitarbeiter wird bei vielen Entscheidungen widersprechen müssen und vom Vorgesetzten des Teamleiters häufig Recht bekommen. Damit büßt die Führungskraft unweigerlich Respekt ein und wird ob kurz oder lang ersetzt.

Nicht umsonst haben z.B. Promovierte ein Problem einen Job zu finden wenn der Abteilungsleiter nicht selbst Dr. oder erheblich älter ist. Da ist man bei der Einstellung eines Dr. in dieser Hinsicht eher konservativ.

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ähnlich wie wenn jemand keinen Jüngeren oder keine Frau als Chef akzeptiert.

wieviele Frauen und Jüngere gibt es denn im gehobenen Management? Eher nicht soviele, oder? Und komm mir jetzt nicht mit Frauenquote....

Das sind in der Tat Schwierigkeiten mit denen man umgehen muss.

richtig

Das ist aber Alltag als Führungskraft.

wenn man diesem "Alltag" aus dem Weg gehen kann und man sich nicht mit so "Kindereien" aufhalten muss, dann macht man es auch. Führungskraft heisst ja nicht zwangsläufig, dass man sich den ganzen Tag mit Personalangelegenheiten auseinander zu setzen hat.

Es gibt immer jemand der sich für geeigneter hält als der Chef, aus welchen Gründen auch immer.

ein Grund z.B. weil er höherqualifiziert ist...alles schon miterlebt.

Aber sowas sind doch keine relevanten Kriterien für Stellenbesetzungen.

achso ja richtig.... es waren ja die fachlichen Kriterien. Siehe mein Post bzgl. BWL.

Bei solchen Kindereien wird dann wohl eher das Teammitglied früher oder später ersetzt.

richtig. Deshalb sollte das Team möglichst vom Abschluss auf gleicher/ähnlicher Ebene sein.

Ich weiss ja, dass du den OP machst oder gemacht hast. Aber bei Stellenbesetzungen im Management geht es den Personalern/Headhunter u.a. um den Abschluss. Es wird einfach erwartet, dass jmd. studiert hat. Wenn ein Kandidat keinen Studienabschluss hat, kann ein Personaler (i.d.R. BWLer, siehe Post oben --> wenig Ahnung :P ) ihn schlechter verkaufen.

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Zudem: selbstverständlich achtet man darauf, dass der Vorgesetze Qualitäten mitbringt, die keiner im geführten Team hat damit genau diese Situation nicht eintritt. Denn wenn ein Teammitglied wirklich "mehr drauf hat" als der Teamleiter und dieses nicht nur fachspezifische Kenntnisse sind, sondern auch Führungsqualitäten, kommt es unweigerlich zu Konflikten.

Hochqualifizierte wie Mathematiker, Doktoren o.ä. können auch fachlich ziemlich zickig sein. Wenn so einer sich querstellt a la "Das wird nicht funktionieren! Das Problem ist NP-vollständig! Ich kann es beweisen", dann hat es der "normale" PL nicht leicht. Sämtliche Moderationstechniken werden da ins Leere laufen. Ich habe schon PL erlebt, die bei so einem Querstellen versucht haben, mit "Herr X! ICH verantworte das Projekt! Wir probieren das jetzt trotzdem!" oder mit "Ach was? Das glaube ich erst, nachdem mit dem Consultant von Earnest & Young Rücksprache gehalten habe" durchzukommen.

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Hochqualifizierte wie Mathematiker, Doktoren o.ä. können auch fachlich ziemlich zickig sein. Wenn so einer sich querstellt a la "Das wird nicht funktionieren! Das Problem ist NP-vollständig! Ich kann es beweisen", dann hat es der "normale" PL nicht leicht. Sämtliche Moderationstechniken werden da ins Leere laufen. Ich habe schon PL erlebt, die bei so einem Querstellen versucht haben, mit "Herr X! ICH verantworte das Projekt! Wir probieren das jetzt trotzdem!" oder mit "Ach was? Das glaube ich erst, nachdem mit dem Consultant von Earnest & Young Rücksprache gehalten habe" durchzukommen.

Der PL ist hier der, der das letzte Wort hat. Er kann auf seinen Mitarbeiter hören oder es lassen. In jedem Fall hat er die Konsequenzen zu tragen. Wenn er meint er könne den korrekten Einwand seines zickigen Experten ignorieren wird er wohl über übel damit leben und sich rechtfertigen müssen warum das Projekt vor die Wand gefahren ist obwohl er gewarnt wurde. Sehr lange wird er nicht PL bleiben.

Ist der Experte jedoch ein "Stinker", dann wird er sich spätestens beim 2. Mal in einem 6 Augen-Gespräch wiederfinden um zu erklären, wo seine Probleme mit dem PL liegen.

Ein guter PL vertraut seinem Team und fungiert als Puffer nach oben und nach unten. Es gibt genug Möglichkeiten ein Team zu führen und der PL sollte sich die Option aussuchen, die zu seinem Charakter und dem Team passt. Ein Dr. House wird wohl kaum Management by Exceptions bei einem kooperativen Führungsstil anwenden...

bearbeitet von Kwaiken

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Ist der Experte jedoch ein "Stinker", dann wird er sich spätestens beim 2. Mal in einem 6 Augen-Gespräch wiederfinden um zu erklären, wo seine Probleme mit dem PL liegen.

Aus Sicht des Experten besteht gar kein Problem mit dem PL, es geht nur um die Sache. Solche Menschen sind oft ziemlich blind für zwischenmenschliche Aspekte, sie sind wie Kinder, die immer die Wahrheit sagen. Wegen ihrer Fachkompetenz kann man sie auch nicht einfach mit den üblichen Sanktionen kontrollieren.

Solche Leute habe ich öfters erlebt. Wären diese auch im soft-skill und politischen Bereich gut, dann wären sie längst selbst PL.

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Da muss ich doch ein Veto einlegen. Höherqualifiziert bezog sich sicher nicht auf "gefühlt höherqualifiziert", sondern bestimmt auf das Objektive "Ich kann eig. mehr als Du, Du Würstchen! Und das in allen Belangen!". Das hat überhaupt nichts mit dem Unsinn zu tun, dass man einen Jüngeren oder eine Frau nicht akzeptiert. Letzteres ist wirklich Kinderei, aber DarkMaster hat dies sicherlich nicht gemeint - wie ich glaube -, sondern eher Ersteres.

Das "höher qualifiziert" bezog sich auf den formal juristische Wertung des Abschlusses und nicht auf die Befähigung für eine Führungsposition. Und damit sind wir wieder bei der Ursprungsthese/frage (Qualifiziert ein akademischer Abschluss mehr für eine Führungsposition als andere Weiterbildungen wie z.B. der OP), über die man offensichtlich geteilter Meinung sein kann.

Und das ein "Ich hab das viel coolere Diplom als du" ein valider Grund für Befindlichkeiten von Mitarbeitern sein soll ist für mich unverständlich. Ich persönlich finde das schlicht albern und habe so ein Abschluss-Gehabe ehrlichgesagt auch noch nie erlebt. Den Lebenslauf von Kollegen erfährt man ja auch meist nur mal zufällig bei einem Bier und die Frage ist dann eher "Wo hast du bisher gearbeitet? Was war dein letztes Projekt?" und nicht "Was haben Sie und wo und wann studiert? FH oder Uni? Abschlussnote? ..."

Ich weiss ja, dass du den OP machst oder gemacht hast

Dann weisst du mal wieder mehr wie ich :beagolisc

bearbeitet von bigvic

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Qualifiziert ein akademischer Abschluss mehr für eine Führungsposition als andere Weiterbildungen wie z.B. der OP

nein! Aber es ist hinlänglicher Glaube, dass Akademiker eher dafür geeignet seien (auch u.a. aufgrund Team/Konflikte, Post von oben). Natürlich kann ein OP auch eine Führungsposition haben und auch besser sein als ein Akademiker, garkeine Frage. Aber i.d.R. kommt man ohne Studium an solche Stellen nicht ran. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Den Lebenslauf von Kollegen erfährt man ja auch meist nur mal zufällig bei einem Bier

ist ja auch logisch, außer du arbeitest in der Personalabteilung oder hast den Kollegen selber eingestellt. Wäre ja krank, wenn jeder den Lebenslauf des anderen schon vorab kennt (außer z.B. über Xing o.ä.)

Dann weisst du mal wieder mehr wie ich :beagolisc

sorry dann habe ich dich verwechselt....

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Interessantes Thema.

Ich denke es kommt darauf an, welche Kriterien für einen PL normalerweise herrschen.

Es gibt sicherlich ITler, die ohne Ausbildung oder Studium mehr können, weil Sie dafür eine Leidenschaft entwickelt haben und sich selbst fortbilden. Die Literatur fürs Studium ist ja für jeden zugänglich.

Jetzt kommt es darauf an, wie entschieden wird, ob jemand als PL eingestellt wird oder nicht.

Wenn ich nur auf den Abschluss schaue, dann wird es zwangsläufig schief gehen, besonders wenn zwei Personen den selben Abschluss haben. Hat jemand von euch schon Erfahrungen gesammelt?

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Ich bin durch meine IT OP Weiterbildung zum PL geworden, konnte den bisherigen PL beerben.

und für wieviele Mitarbeiter bist du in deinem Unternehmen verantwortlich? Jetzt ohne der MA der ganzen Subunternehmen, die bei großen Projekten koordiniert werden.

Jetzt wo ich die Stelle inne habe, kommt es absolut nicht mehr auf Abschlüsse an, sondern nur noch auf die bisherige Leistung :)

das ist immer so. Aber erstmal an diese Stelle rankommen ;-) . Wenn du dich jetzt nicht intern hochgearbeitet hättest, sondern die Stelle ausgeschrieben gewesen wäre. Hättest du realistische Chancen gehabt?

In vielen Unternehmen werden die Stellen intern besetzt, weil man einfach weiß, was der Mitarbeiter kann.

PS: deine Signatur passt gut zum Thema :D

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und für wieviele Mitarbeiter bist du in deinem Unternehmen verantwortlich? Jetzt ohne der MA der ganzen Subunternehmen, die bei großen Projekten koordiniert werden.

In unserem Projekt sind wir lediglich 5 eigene Mitarbeiter. Der Controllingaufwand ist aber ähnlich dem meines Meisterprojektes, an dem 20-25 MA beteiligt waren.

Wenn du dich jetzt nicht intern hochgearbeitet hättest, sondern die Stelle ausgeschrieben gewesen wäre. Hättest du realistische Chancen gehabt?

Tja, das ist halt immer die Frage ;)

Ich jedenfalls bin froh, den IT OP gemacht zu haben. Weniger wegen dem Titel, als viel mehr wegen der Inhalte.

Die haben mich in meiner PL Tätigkeit definitiv weitergebracht.

Zum Bekanntheitsgrad des IT OP vielleicht noch kurz:

Ich stecke gerade im Bewerbungsverfahren (warte nur noch auf den Vertrag) bei einem sehr großen Unternehmen und dort kennt man diese Weiterbildung in der Personalabteilung (beim Gespräch nach dem Assessment wurde ich angesprochen, warum ich als Schwerpunkt Projektleiter und nicht Entwickler / Ökonom / Berater genommen hätte).

Ob das jetzt in jedem Unternehmen so ist, wage ich zu bezweifeln, ich war selber sehr (!) überrascht...

Der Betriebsrat hingegen konnte damit absolut nichts anfangen und hatte noch nie davon gehört.

Somit gibt es da sicher noch Verbesserungspotenzial :D

bearbeitet von SoL_Psycho

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In unserem Projekt sind wir lediglich 5 eigene Mitarbeiter.

rein aus Interesse. Darf man fragen, welche Qualifikation die Projektmitarbeiter haben?

Ich stecke gerade im Bewerbungsverfahren (warte nur noch auf den Vertrag) bei einem sehr großen Unternehmen und dort kennt man diese Weiterbildung in der Personalabteilung (beim Gespräch nach dem Assessment wurde ich angesprochen, warum ich als Schwerpunkt Projektleiter und nicht Entwickler / Ökonom / Berater genommen hätte).

bei Großkonzernen kann ich mir das gut vorstellen, dass der Abschluss bekannter ist. Die Personaler haben ja auch Zeit sich damit auseinanderzusetzen. In anderen Unternehmen fehlt einfach die Zeit sich für Lehrgänge/Weiterbildungen, geschweige denn, sich mit den Inhalten zu befassen.

Mich wundert nur die Frage, warum du die PL-Schiene genommen hast..... für was hast du dich beworben? Wohl kaum als Entwickler oder?

Interessant wäre natürlich auch das Unternehmen und das Gehalt :D:p

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rein aus Interesse. Darf man fragen, welche Qualifikation die Projektmitarbeiter haben?

1 studierter Quereinsteiger, die restlichen Kollegen sind Fachinformatiker (gleich und gleich gesellt sich gern :D).

Mich wundert nur die Frage, warum du die PL-Schiene genommen hast..... für was hast du dich beworben? Wohl kaum als Entwickler oder?

Offiziell ist es eine Stelle als "Koordinator". Beinhaltet aber auch PM Elemente:

Bei den fachlichen Anforderungen gibt es die Punkte "Erfahrung in der Durchführung von IT Projekten" und "Erfahrung in der Entwicklung von *zensiert*projekten oder von IT-Projekten" (und viele andere :D).

Wegen Gehalt und Unternehmen schreibe ich etwas in den Gehaltsthread, sobald der Vertrag unterschrieben ist :)

bearbeitet von SoL_Psycho

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