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Frust im neuen Job


Hunduster

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Hallo zusammen,

ich habe erst im April bei einem neuen Arbeitgeber angefangen und könnt nun schon beinahe alles hinwerfen.

Es handelt sich um ein mittelständiges Unternehmen in der Versicherungsbranche mit drei Niederlassungen in Deutschland. Die Mitarbeier sind alle durch die Bank top! Kann ich einfach nicht anders sagen. Super Klima, lockerer Umgang alles wunderbar.

Nun kommt aber der erste Haken, nämlich der, dass ich sukzessive einen externen Dienstleister ablösen soll. Und sukzessive ist hierbei eine seltsame Definition. Denn im Grunde soll ich mal eben alles übernehmen aber sobald ich eine Änderung vornehme, egal was es ist, habe ich die Ansage alles mit dem externen Dienstleister abzusprechen. Hält er davon nichts wird es nicht gemacht.

Beste Beispiel ist, dass ich die neuesten G6 ProLiants dort haben mit richtig Power wir aber null virtualisieren. Ich habe hier einen DC der nebenbei noch Exchange 2007, RAS, File-, Print- und Datenbankserver macht. Raucht uns die Maschine ab können wir den Laden dicht machen. Backup haben wir von den Files aber nicht von den Postfächern und auch nicht vom System.

Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass es mir hier in den Fingern brennt hier was zu ändern zumal ich am Ende ja der Depp bin, wenn mal was schief geht.

Im Moment streiten die sich um das Backupsystem. Neben meinem Vorschlag, schlägt der Externe ein anderes vor, wieder ein befreundeter ITler eines GFs wieder was anderes. Das ich derjenige bin, der den Mist nachher bedienen muss; daran denkt keiner.

Ich wollte heute Abend von zuhause aus einen BlackBerry Server mit dem VMware Converter konvertieren. Das habe ich bereits letzte Woche einwandfrei getestet und wollte mir heute nur den aktuellen Bestand konvertieren und das Dingen in Betrieb nehmen. Mit meinem direkten Vorgesetzten abgesprochen (Prokurist), Rundmail an die Mitarbeiter und Information an externen Dienstleister. Nun ruft mich gerade einer der Geschäftsführer auf meinem Privathandy an und macht mich zur Sau weil ich das mit dem Externen nicht besprochen habe, der Externe darin keinen Sinn sieht und was mir eigentlich einfallen würde. Ansage war ich habe das zu unterlassen und ich würde schon kurz vor einer Abmahnung stehen.

Sorry, aber ich begreif die Welt nicht mehr. Ich bin übrigens laut Arbeitsvrtrag als IT Leiter eingestellt aber von leiten sehe ich hier nichts. Klar hält der Externe nichts von Virtualisierung, sonst hätte er es ja schon getan. Zudem muss man dazu sagen, dass der Externe uns die Server verkauft hat und auch gern weiter verkaufen möchte. 3 neue Clients musste ich nämlich auch bei ihm beziehen, egal ob die weit teurer waren als z.B. von Dell obwohl EXAKT das gleiche drin war. "Dell könnte er nicht supporten" hieß es da.

Ein weiteres Kuriosum ist, dass seit dem ich da bin immer irgendwas anderes ist. Dementsprechend gibt es eine Art Argwohn seitens der User und der Geschäftsleitung gegen mich. Ich habe auch schon ganz bewusst geäußert, dass ich beinahe vermute manipuliert zu werden. Denn es rauchen Server und Dienste ab, die ich an besagten tagen oder davor nicht angefasst habe. Ich muss dazu sagen, dass der Externe permanten Teamviewer Zugriff auf alle Systeme hat.

Bitte entschuldigt meine Art aber ich bin echt am verzweifeln und fühl mich auf den Arm genommen. Es mag ja sein, dass ich erst 24 bin aber ich habe Ahnung von meinem Job und mache niemals was ohne abzusichern, dass der Betrieb davon nicht gestört wird.

Im Moment weiß ich einfach nicht, wie ich da noch gegen argumentieren soll und bin für jeden Ratschlag dankbar.

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Mein Tipp: Das ganze Thema noch einmal mit der Geschäftsführung absprechen und wenn diese nicht einlenken versuchen dort weg zu kommen.

Ja, dass werde ich morgen auch tun. Die Chefs müssen sich untereinander erst mal grün werden damit ich mich auch auf eine Aussage wie die des prokuristen heute verlassen kann, der noch der technisch schlauste da ist. Habe mir nun ein paar Notizen gemacht, die ich morgen nochmal explizit ansprechen will damit denen hoffentlich endlich mal klar wird, was die da riskieren. Ganz ehrlich: ich mache zuhause mehr Backups als dieses Unternehmen.

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Such dir was Neues und geh. Aber irgendwie hast du kein glückliches Händchen mit Arbeitgebern, oder?

Definitiv nicht. Ich komm wirklich von der einen Sch**** in die nächste. Entweder nur befristete oder Projektverträge, Angebote für dessen Gehalt ich morgens nicht aufstehen würde oder man bekommt Passwörter erst nach der 6 monatigen Probezeit, kann dadurch nicht arbeiten und bekommt noch den Vorwurf man würde nicht arbeiten. Also ich begreif das auch nicht. Hätte ich das Kapital würde ich mich selbstständig machen. Ich bin es einfach nur leid immer wieder meinen eigenen Arbeitspltz rechtfertigen zu müssen und das meistens nur aufgrund meines Alters. Ich frage mich wirklich wofür ich überhaupt die Ausbildung und zig Zertifikate gemacht habe, wenn den Arbeitgebern das noch nicht genug ist.

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Ich bin es einfach nur leid immer wieder meinen eigenen Arbeitspltz rechtfertigen zu müssen und das meistens nur aufgrund meines Alters. Ich frage mich wirklich wofür ich überhaupt die Ausbildung und zig Zertifikate gemacht habe, wenn den Arbeitgebern das noch nicht genug ist.

Mmhhh... ich war selber recht Jung als ich mit der Ausbildung fertig war, hatte aber mit der Akzeptanz nie ein Problem. Ich war aber auch Dienstleister und nie IT-Mitarbeiter in einem Unternehmen. Mal überlegt die "Seiten" zu wechseln? Als Dienstleister sammelst du definitiv mehr Erfahrung als ein IT-Mitarbeiter im gleichen Zeitraum (okay, okay - kommt auf die Firma an).

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Na ja, bevor man als "Berater" rumrennt, sollte man Erfahrung im Feld gesammelt haben. :rolleyes: Und so wie es derzeit läuft wirken sich die häufigen Arbeitgeberwechsel nicht gerade förderlich auf deinen Lebenslauf aus. Insofern solltest du langsam eine Entscheidung treffen. Ansprüche herunterfahren, Erfahrung sammeln, qualifizieren und weiterentwickeln. Die paar Microsoft-Scheine an sich machen aus dir keinen Profi. Dazu bedarf es entsprechender Praxis.

Wenn du virtualisieren willst, dann erläutere die Vorteile. Sollte ein Dienstleister leichtes Spiel haben und deine Argumente widerlegen, dann waren sie offenbar nicht gut genug. Virtualisierung, gerade im Serverumfeld, ist heute Standard - und das bei fast jeder Unternehmensgröße.

Oder aber man wird Consultant wo man mehr verkauft und berät als technisch aktiv zu sein.

Wie stark deine Gewichtung zwischen Vertrieb, Beratung und Implementation ist, hängt von deinem konkreten Job ab. So stumpf wie deine Aussage ist es in der Praxis nicht.

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Klingt ja schon krass, fast so, als ob man dich rausmobben würde...

oder aber du deine Kompetenzen regelmäßig überschreitest.

Ich würde auch zuerst das Gespräch mit der GF suchen, um zu klären, wer wie Weisungsbefugt ist (notfalls pro Projekt) und wie deine Entscheidungskompetenzen aussehen.

Wenn die Ansage ist, alles mit dem Externen abzusprechen, führt im Prinzip kein Weg daran vorbei.

Wenn das dann alles nicht das ist, was du dir vorgestellt hast, würde ich mich auch nach einer neuen Stelle umschauen.

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Ich würde als allererstes mit deinen Vorgesetzten / Geschäftsleitung reden und für klare Verhältnisse sorgen. Falls jemand dabei ist, mit dem du besonders gut auskommst, vielleicht das Gespräch mit ihm erst einmal alleine führen, um so vielleicht die Motivationen der anderen dabei herauszufinden.

Irgendeinen Grund wird es wohl haben, dass der externe Dienstleister nicht weiter beschäftigt werden solll, nehme ich an. Genau da solltest du ansetzen. Ist er vielleicht zu teuer? Sicherheitstechnisch und Datenschutztechnisch eine Niete? (anscheinend ja schon) Hat er keine Zeit, sich um das Unternehmen zu kümmern? Will er vielleicht nicht mehr für das Unternehmen arbeiten?

Ich vermute persönliche Beziehungen von mindestens einer Person in der Geschäftsleitung zu dem externen Dienstleister (gute Freunde vielleicht?), oder aber irgendwelche andere Gründe, die dafür sprechen, ihm weiterhin zuzuhören. Da solltest du versuchen herauszufinden, wieso das so ist.

Zeige dem Unternehmen klipp und klar auf, was sie riskieren, wenn sie derart schlampig mit Datensicherungen umgehen, bzw. gar nicht erst welche fahren und rechne mal grob aus, was für einen Schaden für das Unternehmen es bedeuten würde (ich denke mal Bankrott, oder?), um sie mal auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Vor allem solltest du ihnen klar machen, dass man sogar gesetzlich dazu verpflichtet ist, Firmendaten 10 Jahre aufzuheben und somit auch regelmässig zu sichern. Ansonsten ist das Verhalten grob fahrlässig und keine Versicherung der Welt würde einen entsprechenden schaden übernehmen.

Ich denke, das ist ihnen bisher gar nicht wirklich klar, oder der externe Dienstleister hat dies bisher immer abgewiegelt.

Dann würde ich darauf bestehen, dass der externe Dienstleister keinen unbeschränkten Zugriff mehr auf die Systeme erhält, sondern nur noch, wenn du dies überwachen kannst. Das ist natürlich ein heikles Thema, aber solange er Zugriff hat, bist du vor potentiellen Angriffen seinerseits nicht sicher.

Oder gibt beim Teamviewer eventuell die Möglichkeit, Sitzungen unbemerkt aufzuzeichnen?

Zudem solltest du der Geschäftsleitung auch klar machen, dass der externe Dienstleister sie bisher nicht wirklich professionell beraten hat.

Andere Dienstleister / Firmen nieder machen / anpflaumen ist zwar nicht die nette Art, und kann durchaus auch nach hinten losgehen, aber du musst schliesslich das Unternehmen vor falscher Beratung schützen als IT-Leiter, die dem Unternehmen teuer zu stehen kommen kann. Genauso solltest du auch in Frage stellen, wieso PCs denn unbedingt über den externen Dienstleister gekauft werden sollen, wo sie anders doch günstiger zu bekommen wären - oder leistet er auch weiterhin Support dafür? Dann wäre das natürlich verständlich und vermutlich sogar vertraglich so festgelegt, dass die entsprechende Hardware über ihn bezogen werden muss.

Genauso das Thema Virtualisierung. Rechne dem Unternehmen einfach einmal grob aus, was sie dadurch einsparen können und wie schnell sich so etwas ammortisieren kann. Dazu dann halt noch die Vorteile wie problemlosen Umzug der virtuellen Maschinen (teils ja sogar während des Betriebs der entsprechenden virtuellen Maschine möglich mittlerweile), automatischen Failback falls ein VM-Server nicht mehr läuft, ... ich denke, wer durch die Vorteile nicht überzeugt wird, der hat es nicht verstanden, oder der hat eine persönliche Abneigunng dagegen. Alleine schon, was an Stromkosten und Stellfläche eingespart werden kann...

Wenn du die Sachen der Geschäftsleitung plausibel erklärst und gut präsentierst, denke ich sind deine Karten nicht schlecht.

Sollte die Geschäftsleitung hingegen abblocken, solltest du sie vielleicht mal im Vertrauen fragen, wieso sie dich denn überhaupt eingestellt haben, wenn sie doch eh nur auf den externen Dienstleister hören, der deiner Meinung nach nicht gerade das hellste Licht am Himmel zu sein scheint und die Firma einfach solch großem Risiko aussetzt.

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ich glaube, das Problem ist einfach, dass der Externe einen guten Draht zur Geschäftsleitung hat.

Bevor du mit der Tür ins Haus fällst, würde ich ein Gespräch mit einer Person der GL führen, zu der DU einen guten Draht hast. Lass dir erklären, in welcher Vertragsbeziehung das Unternehmen mit dem Externen steht und warum die Entscheidungen immer erst von ihm abgesegnet werden müssen. Lass dir die zukünftige Strategie erläutern, ob überhaupt in Zukunft noch mit dem Externen weiterzusammen gearbeitet werden soll oder nicht.

Erst wenn du mehr "Input" hast, kann man die weiteren Schritte planen.

Wenn das Unternehmen eh langfristig von dem Externen weg will, dann kannst du sachlich argumentieren, dass es Lösungen gibt, die kostengünstiger sind und du bereits damit gearbeitet hast. Für diesen Weg würde ja grundsätzlich sprechen, dass DU festangestellt wurdest.

Je nachdem wie das Gespräch verlief, kannst du selber entscheiden, ob du dort mitmachst oder ob du dir nen anderen Job suchst.

PS: im Fall der Fälle (z.B. Backup) zieht sich ein Externer sowieso so schnell aus der Sache raus, wie er gekommen ist. Und ein Berater wird alles mögliche tun, die Schuld von sich zu weisen. So ala "hätte ihr doch auf mich gehört".... für einen Externen ist es ein Kunde, für das Unternehmen der worst-case (im Falle eines Crashes)

PPS: versetzt dich mal in die Lage des Externen. Er sagt, er supportet nur das, wo er zertifiziert ist... somit kommt kein Fremdsystem ins Haus. Er hat Vollzugriff auf die kompletten Systeme.... könnte durchaus auch sich selbst Arbeit verschaffen.... hat guten Draht zur GL...... für einen Externen ist das doch die Cash-Cow schlechthin, oder?

Bearbeitet von DarkMaster
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Ich rate dir zum einen in deinen ersten paare Wochen nicht gleich tausend Dinge ändern zu wollen ohne Absprache vorzupreschen. Die Leute kennen dich noch nicht und haben keine Ahnung, ob wirklich fachlich was drauf hast.

Ein weiteres Kuriosum ist, dass seit dem ich da bin immer irgendwas anderes ist. Dementsprechend gibt es eine Art Argwohn seitens der User und der Geschäftsleitung gegen mich.

Da wäre ich auch skeptisch. Man muss sich das Vertrauen erstmal erarbeiten.

Ich muss dazu sagen, dass der Externe permanten Teamviewer Zugriff auf alle Systeme hat.

Da muss man sich halt deutlich abgrenzen und das Risiko aufzeigen (siehe unten).

Daher solltest du jetzt erstmal emotionlos zu sein. Wenn du ein Probleme/Verbesserungsmögleichkeit/Risiken/Kosten/etc. erkennst, dann begründe das fachlich und gebe eine Empfehlung ab mit Bitte um Rückmeldung an Dienstleister und GF, wie weiter verfahren werden soll.

Frei nach dem Motto: "Melden befreit und belastet den Vorgesetzten".

Man muss sich nicht immer selbst stressen. Wenn das für dich unbefriedigend ist, dann wechsle die Stelle. Dazu gibt es die Probezeit.

Bearbeitet von bigvic
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So ähnliche Situationen kenne ich auch. In deinem Fall würde ich nicht deine Rechte strapazieren. Also nicht anfangen heimlich Backups einzurichten oder anfangen mit dem GF oder externen Dienstleister zu streiten.

wer weiß vielleicht gibt es wirklich Gründe(datenschutz etc.).

Du bist der IT-Leiter und kümmerst dich um die IT so wie es vom GF gewünscht wird. Du unterbreitest deine Vorschläge und machst auf die Risiken aufmerksam. Dann wartest du ab(schriftlich notieren). Vertrauen muss aufgebaut werden und manchmal müssen auch Entscheidungen vom GF(auch wenn sie gegen die Vernunft sind) akzeptieren.

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Also ich würde an deiner stelle eine komplette ist aufnahme der Infrastruktur erstellen wirklich mit allen Details.

Also welche (Server) Hardware ist vorhanden, wie ist das Backup aufgestellt also alles was du für wichtig erachtest.

Dann machst du Vorschläge was du verbessern würdest also natürlich mit Begründung und was es der Firma bringt.

Wichtig wäre an der Stelle natürlich auch der kosten Aspekt.

Überrumpel deine Vorgesetzten nicht auch, wenns dir in den Fingern juckt ;) ich kenn das ich würde bei mir auf der Arbeit auch gern einiges ändern ;)

Macht aber keinen guten eindruck wenn man gleich anfängt alles bestehende schlecht zu machen und alles ändern will :)

Da helfen nur Gespräche Gespräche Gespräche ;)

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Hallo zusammen,

erst einmal vielen lieben Dank für die zahlreichen und sehr ausführlichen Antworten.

Ich hatte leider die letzten Tage wenig Zeit und keinen Kopf mir das alles hier durchzulesen; möchte Euch aber dennoch gerne auf den neusten Stand bringen.

Also zunächst einmal ist das Backupsystem nach 3 Wochen Diskussion endlich durch. Wir haben das HP Storage und Acronis 11 Virtual Edition bestellt.

Der befreundete IT Consultant steht wohl voll hinter mir, wie ich heute noch von einem der GFs erfahren haben. Es kommt langsam ein wenig Rollen in die Sache. Der besagte GF hält nämlich null von dem Externen und hat nun für den kommenden Montag ein Meeting mit dem Prokuristen (mein direkter Vorgesetzter) und dem obersten GF anberaumt. Da der Vertrag mit dem externen ITler nun in 6 Wochen ausläuft stellt sich die Frage ob wir einen neuen Vertrag für meine Vertretung machen (wie es gedacht war) oder ob wir einen komplett neuen Dienstleister einholen der uns noch nicht kennt und nicht wie der jetzige degradiert werden muss.

Ich habe heute aber schriftlich der GL erklärt, dass ich den Teamviewer Zugriff abstellen möchte und nur noch VPN Verbindungen erlaube. Weiterhin habe ich beschrieben, dass ich möchte das der Externe mir nach jedem Fernzugriff eine E-Mail zu schreiben hat, wieso - weshalb - warum. Sollte ich anwesend und erreichbar sein hat der Externe mich vor dem Zugriff zu informieren.

Auch einer der GFs und der externe Consultant haben mir heute mitgeteilt, dass sie langsam ebenfalls davon ausgehen, dass die Systeme hier bewusst manipuliert werden. Alleine schon deshalb, dass der Eventlog auf allen bisher abgestürzten Servern nichts, aber rein gar nichts protokolliert haben will. Und das legt einfach nahe, dass hier bewusst Einträge gelöscht worden.

Insgesamt hat sich die Situation und auch die Stimmung aber verbessert. Wie gesagt ist das Backupsystem nun durch, ein Server ist schon virtualisiert und eine zweite Konvertierung läuft just in diesem Moment. Nun muss ich aber noch ein Speicher und HDD Upgrade auf allen Servern argumentieren was vermutlich auch wieder anstrengend wird. Das ist nachwievor noch ein Problem denen das heir klar zu machen wieso wir das brauchen und wieso das so teuer ist. Wobei es ein Schnäppchen dagegen ist, dass man sich nun ein Cisco Konferenzsystem für jenseits der 70k anschafft was vllt 3-4 mal benutzt werden wird^^

Was das Speicherupgrade der Server angeht so haben wir hier momentan auch wieder einen Disput. Hintergrund ist der, dass ich für 2GB ECC Speicher bei Alternate B2B 16€ netto zahle. Der externe ITler sagte nun aber, wenn wir den nicht bei ihm beziehen (weil der Speicher dann HP zertifiziert ist) würde er die Maschine nicht mehr supporten und wir würden sofort jegliche Gewährleistungsansprüche verlieren. Der Speicher kostet bei ihm aber auch 64€ netto für 2 GB und ich brauche 30 Module davon um alle Server auf 32 GB zu bekommen. Als der Prokurist das hörte meinte er auch, Zitat: "Herr **** nervt langsam". Und damit ist der Externe gemeint gewesen. Also so wie es aussieht ist die Stimmung nun zu meinen Gunsten umgeschlagen.

Die IST Dokumentation habe ich fertig und publiziert. Ebenso meine Vorschläge zur Verbesserung mit Priorisierung. Prio 1 = Backup ist nun erledigt. Prio 2 = Virtualisierung läuft gerade an.

Alle Empfehlungen die nicht so umgesetzt werden sollen weil sie zu teuer sind etc. lasse ich mir nun schriftlich bestätigen, dass ich die Gefahren hingewiesen habe. Somit sicher ich mich im Worst-case ab da sie hier zum Teil wirklich extrem resistent sind was die Gefahren angeht; frei nach dem Motto: "Es lief doch 12 Jahre lang und nie ist was passiert".

Da vor zwei Wochen die Citrix Farm einen Schuss weg hatte und der Betrieb 2 Stunden still stand hat die GL glaube ich den Sinn des Backups begriffen. Nachdem gestern noch der Nickname-Chache einer Sekretärin flöten gegangen ist, noch mehr.

Ich bin nun einmal gespannt, was bei dem Meeting am kommenden Montag heraus kommen wird. Ich werde definitiv vorschlagen einen neuen Externen zu verpflichten einfach aus dem Grund, dass er es nicht anders kennt als die Rechte und Pflichten die wir ihm auferlegen werden. Sollte das nicht fruchten werde ich auf restriktive Einschränkungen des jetzigen Externen bestehen. Am liebsten wäre es mir ja einen Azubi zu haben aber dafür bin ich hier noch zu frisch^^ Aber kommendes Jahr besteht die Möglilchkeit dazu wie mir schon zugetragen wurde. Und einen zweiten Admin wird den Arbeitsaufwand nicht rechtfertigen wenn einmal alles gerade gezogen ist.

PS: Ihr habt schon recht damit, dass der Externe gut an uns verdient. Wenn wir dort anrufen und ein Angebot haben wollen heißt es immer gleich "Klar, bestell ich". Man muss ihn also immer bremsen und sagen er soll bitte erst ein Angebot übermitteln. Ein bisschen Stress gab es nun schon, weil das Cisco Konferenzsystem bei ihm angefragt wurde und er das bei Cisco direkt hat projektieren lassen, somit waren wir gezwungen es bei ihm zu ordern. Bei den Client-Systemen habe ich mich am Ende geschlagen gegeben und wir haben Lenovo ThinCentre bei ihm geordert deren Support er auch komplett übernimmt. Nun aber haben sich die Mitarbeiter hier intern schon beschwert, dass sie diese Geräte nicht haben wollen weil sie "zu hässlich sind" :D Naja, abwarten jetzt...

Bearbeitet von Hunduster
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Was das Speicherupgrade der Server angeht so haben wir hier momentan auch wieder einen Disput. Hintergrund ist der, dass ich für 2GB ECC Speicher bei Alternate B2B 16€ netto zahle. Der externe ITler sagte nun aber, wenn wir den nicht bei ihm beziehen (weil der Speicher dann HP zertifiziert ist) würde er die Maschine nicht mehr supporten und wir würden sofort jegliche Gewährleistungsansprüche verlieren. Der Speicher kostet bei ihm aber auch 64€ netto für 2 GB und ich brauche 30 Module davon um alle Server auf 32 GB zu bekommen.

Wenn ihr Hardware in die Server einbaut, welche von HP nicht offiziell unterstützt wird bekommt ihr keinen Support mehr. Bei IBM und Dell läuft das übrigens genauso. Von daher kann ich die Haltung eures Beraters sehr gut verstehen. Ich würde an deiner Stelle zusehen, dass ihr nur Hardware verbaut, die auch supported ist, damit habt ihr weniger Stress und weiterhin nur einen Ansprechpartner bei Problemen --> HP (bzw. euren Berater).

Warum möchtest du unbedingt 2GB Module kaufen? Damit verbaust du dir doch alle Möglichkeiten später nochmal weiter aufzurüsten. Wie sieht denn das Preis- Leistungsverhältnis bei den 4GB und 8GB Modulen aus?

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[...]PS: Ihr habt schon recht damit, dass der Externe gut an uns verdient. Wenn wir dort anrufen und ein Angebot haben wollen heißt es immer gleich "Klar, bestell ich". Man muss ihn also immer bremsen und sagen er soll bitte erst ein Angebot übermitteln. Ein bisschen Stress gab es nun schon, weil das Cisco Konferenzsystem bei ihm angefragt wurde und er das bei Cisco direkt hat projektieren lassen, somit waren wir gezwungen es bei ihm zu ordern. Bei den Client-Systemen habe ich mich am Ende geschlagen gegeben und wir haben Lenovo ThinCentre bei ihm geordert deren Support er auch komplett übernimmt. Nun aber haben sich die Mitarbeiter hier intern schon beschwert, dass sie diese Geräte nicht haben wollen weil sie "zu hässlich sind" :D Naja, abwarten jetzt...
Wenn ich eine Anfrage mache und es derjenige dann direkt bestellt, anstatt mir ein Angebot zu machen, dann ist das nicht mein Problem, sondern seines. Genau darauf hätte ich dann bestanden, um es ihm ein für alle mal klar zu machen.

So was dann natürlich immer per E-Mail / Fax / Brief machen, anstatt am Telefon, damit erst gar keine Fragen aufkommen später.

Die HArdware muss natürlich zertifiziert sein für den Support. Nur muss nciht zwingend bei dem Externen gekauft werden. Wenn du sie günstiger wo anders kaufen kannst, wäre das durchaus auch möglihc - zumindest solange in den entsprechenden Verträgen nichts dementsprechendes steht. Die solltest du dir am besten einmal ganz genau anschauen - eventuell zusammen mit der Rechtsabteilung, falls vorhanden.

Ansonsten hört sich das ja schon einmal einiges besser an mittlerweile.

Bearbeitet von Crash2001
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