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Lohnt sich ein staatlich anerkannter Techniker in Informatik?

Empfohlene Antworten

Hi zusammen,

ich habe im Januar meine Ausbildung im IT-Bereich abgeschlossen und arbeite nun als Systemadministrator.

Ich könnte nĂ€chstes Jahr mit dem Techniker Informationstechnik beginnen, da ich bereits das Fachabi besitze und somit die nötige Erfahrung von 18 Monaten auf 12 Monate verkĂŒrzt wird.
Bei einem Studium sehe ich mich persönlich nicht. Ich wĂŒrde den Techniker dann in Teilzeit in 4 Jahren machen.

Meine Frage wĂ€re allerdings ob sich der Techniker lohnt zu machen, natĂŒrlich gehalts- sowie perspektiventechnisch?

Danke fĂŒr die Hilfe

Ich habe kurz nach meinem Abschluss in Teilzeit eine Technikerschule begonnen. Nahezu alle MitschĂŒler waren dort aus den großen Firmen dieser Region und erhofften sich einen Karriereschub. Die meisten Personen, die ich in der Technikerschule kennengelernt habe, habe ich einige Jahre spĂ€ter im eigenen belegten Studiengang und in verwandten StudiengĂ€ngen erneut getroffen. Alle haben einstimmig berichtet, dass sie nach dem Techniker zwar eine Gehaltserhöhung erhalten haben aber der erhoffte Karriereschub ausgeblieben sei. FĂŒr die erhofften Karrierewege hat sich ein Studium unumgĂ€nglich herausgestellt.

Das kann sich in anderen Firmen oder Regionen natĂŒrlich komplett unterscheiden, aber dies sind halt meine persönlichen Erfahrungen zu dem Thema.

Ich glaube fĂŒr den öD könnte das interessant sein um in höhere Gehaltsgruppen eingeordnet zu werden (und entsprechende Aufgaben zu erhalten).
Ansonsten (ich habe nur kurz nach dem Titel des Threads gegooglet) sehe ich keine "Verbesserung" nachdem du schon eine Ausbildung Fisi/Fiae gemacht hast und Arbeitserfahrung aufweisen kannst.

vor 5 Minuten schrieb Sullidor:

Alle haben einstimmig berichtet, dass sie nach dem Techniker zwar eine Gehaltserhöhung erhalten haben aber der erhoffte Karriereschub ausgeblieben sei. FĂŒr die erhofften Karrierewege hat sich ein Studium unumgĂ€nglich herausgestellt.

Hm ok. Den Techniker kann man sich bei einem Studium dann anrechnen lassen und das Studium verkĂŒrzen oder?

Edit: Wie war das fĂŒr dich dann in Teilzeit bezĂŒglich Zeitmanagement und Freizeit natĂŒrlich auch in den 4 Jahren?

Bearbeitet von Monzuko

@Sullidor naja, die die "es geschafft" haben mit dem Techniker hat man natĂŒrlich nicht mehr in der Uni gesehen. Ist ein bisschen, wie die Ärzte, die von bestimmten Krankheiten Horrorgeschichten erzĂ€hlen. Die leichten FĂ€lle sehen die ja nicht und so entsteht ggf. eine verzerrte Wahrnehmung.

vor 2 Minuten schrieb t0pi:

Ich glaube fĂŒr den öD könnte das interessant sein um in höhere Gehaltsgruppen eingeordnet zu werden (und entsprechende Aufgaben zu erhalten).
Ansonsten (ich habe nur kurz nach dem Titel des Threads gegooglet) sehe ich keine "Verbesserung" nachdem du schon eine Ausbildung Fisi/Fiae gemacht hast und Arbeitserfahrung aufweisen kannst.

Ok, also lieber eher auf Zertifikate konzentrieren?

vor 3 Minuten schrieb t0pi:

Ich glaube fĂŒr den öD könnte das interessant sein um in höhere Gehaltsgruppen eingeordnet zu werden (und entsprechende Aufgaben zu erhalten).

Zu 99,999% Nein.
Techniker sind in E8-9.
Da wird mancher FI schon so drĂŒber liegen bzw kommt man auch so recht gut hin.

FĂŒr den öD gilt: nur Studium bringt was.

Gerade eben schrieb Graustein:

FĂŒr den öD gilt: nur Studium bringt was.

Ok. Ich bin nicht im öD unterwegs. HÀtte ich vielleicht anmerken sollen

Ich hab vor langer Zeit mal in MĂŒnchen den Informatiktechniker angefangen.
Ich kann jetzt nur fĂŒr die ersten paar Monate sprechen (mir war es zeittechnisch zu viel), aber viel gelernt hab ich da nicht.
Das kann sich natĂŒrlich steigern, aber die erste zeit werden erstmal alle "auf Linie" gebracht, weil auch viele Quereinsteiger dabei waren.

Man wird sicher ein wenig was neues lernen und andere Dinge vertiefen, muss man halt wissen ob einem das 4 Jahre lang wert ist.

Der Techniker als Abschluss selber ist halt im IT Bereich relativ unbekannt, als Elektriker den Elektrotechniker zu machen ist was anderes, das kann sich schon lohnen.

Ich wĂŒrde mich eher privat in die Dinge einarbeiten die einen interessieren und da ggf. Zertifikate (wenn vorhanden) ablegen.

Bring meiner Meinung nach mehr (auf jeden Fall nicht weniger)

vor 39 Minuten schrieb Bitschnipser:

naja, die die "es geschafft" haben mit dem Techniker hat man natĂŒrlich nicht mehr in der Uni gesehen.

NatĂŒrlich waren es genau die, die den Techniker geschafft hatten und mit denen ich anschließend studiert habe. Sonst hĂ€tten die ja wohl kaum "nach dem Techniker  [...] eine Gehaltserhöhung erhalten". Das ist keine verzerrte Wahrnehmung sondern bei großen Firmen leider knallharte RealitĂ€t.

vor 39 Minuten schrieb Monzuko:

Den Techniker kann man sich bei einem Studium dann anrechnen lassen und das Studium verkĂŒrzen oder?

Ja, der Techniker wurde bei allen mir bekannten FĂ€llen angerechnet. Je nach Studiengang (Informatik, Wirtschaftsinformatik oder Medieninformatik) sind die direkt in das 2. oder 3. Semester eingestiegen.

Bearbeitet von Sullidor

vor 9 Minuten schrieb Sullidor:

NatĂŒrlich waren es genau die, die den Techniker geschafft hatten und mit denen ich anschließend studiert habe.

@BitschnipserMeinte sicher mit geschafft nicht, dass sie den Techniker geschafft haben, sondern dass sie die Karriere geschafft haben. Und die wĂŒrde man dann sicher nicht mehr an der Unis sehen.

Ich wĂŒrde mal sagen im großen Unternehmen kann ein Techniker etwas bringen, aber meistens geht das dann auch ohne Techniker.
Jedenfalls im IT Bereich.
Ein Techniker bietet jetzt z.B. im IGM TV auch nicht so viel Erhöhung.
Der bringt nur was, wenn er zwingend Voraussetzung fĂŒr die TĂ€tigkeit ist und dann sind wir wieder eher im Elektrotechnik bzw Maschinenbau Bereich.
IT kann jeder ungelernte machen. Wenn er was auf dem Kasten hat geht er zu Google oder Amazon und verdient da 300.000 im Jahr.

Etwas ĂŒbertrieben dargestellt, aber so ist es.
Der Techniker ist nicht fĂŒr die "IT-Welt" gemacht.

PS:
Wenn es in der IT zu einer "harten Grenze" kommt, dann sind das halt Bachelor oder Master.
Es gibt keine Position wo man sagt: Wir suchen einen erfahrenen Informatik-Techniker.
Von daher wie schon geschrieben: Eher nicht so hilfreich.

Bearbeitet von Graustein

vor 2 Minuten schrieb Graustein:

Meinte sicher mit geschafft nicht, dass sie den Techniker geschafft haben, sondern dass sie die Karriere geschafft haben. Und die wĂŒrde man dann sicher nicht mehr an der Unis sehen.

Ok, wenn @Bitschnipseres so gemeint hat, dann hab ich es falsch verstanden und er diesbezĂŒglich vermutlich Recht.

vor 55 Minuten schrieb Monzuko:

Hm ok. Den Techniker kann man sich bei einem Studium dann anrechnen lassen und das Studium verkĂŒrzen oder?

An unsere TH wurde bei unseren Technikern nichts anerkannt.Die mussten alle Module belegen. Argumentation. Von unserer TH: mag sein dass ihr x gelernt habt, aber bestimmt nicht so tief und genau wie an einer Uni/Hochschule. 

  • 2 Wochen spĂ€ter...

Bzgl. der Anerkennung ist jede Hochschule sehr eigen. Kann so laufen wie bei Zaroc, kann aber auch an anderen PrĂ€senz-Hochschulen ganz anders aussehen. Die Fernhochschulen sind da generell eher kulant und rechnen teilweise einiges an. Ich glaube bei der IU kann man das sogar ganz transparent auf der Homepage pro Weiterbildung / Techniker nachlesen, bei der WBH lĂ€uft das immer ĂŒber eine EinzelfallprĂŒfung ĂŒber das PrĂŒfungsamt.

Bzgl. dem Techniker allgemein: Ich habe ihn in VZ an einer staatlichen Fachschule gemacht und parallel noch den Bachelor im Fernstudium. Beides anspruchsvoll, aber natĂŒrlich mit einem unterschiedlichen Ziel. Der Techniker war sehr praxisorientiert (viel in C/C++ programmieren, Netzwerke aufbauen, CISCO-Labore, ...) und zusĂ€tzlich wurde man auch bspw. im Projektmanagement versucht fit zu machen. Ziel des Technikers ist auch FĂŒhrungsaufgaben mit zu ĂŒbernehmen. Beim Hochschulstudium geht man dafĂŒr wesentlich theoretischer und tiefer in die Details.

FĂŒr gute Absolventen war es ĂŒberhaupt kein Problem einen Job nach Wahl zu finden. Mit einem guten FI-Abschluss sollte das aber auch ohne Techniker kein Problem sein.

Allgemein kann ich zu meinem Jahrgang, aber auch zu den Generationen vorher (ich habe ein Absolventennetzwerk bei XING aufgebaut) sagen: Viele studieren danach noch an einer Hochschule und bilden sich weiter fort. Ein Ehemaliger ist inzwischen FH-Prof und einer hat promoviert.

Weiterbildung liefert immer die beste Rendite, und wenn man mit dem Techniker startet ist das ganz bestimmt eine sehr solide Basis. 

 

  • 2 Wochen spĂ€ter...

@sylenz Die Kulanz hast du allerdings auch nur bei privaten FHs und diese sind auch nur wegen der sehr hohen GebĂŒhren so. 
Die Fernuni Hagen (einzige FernUniversitÀt) ist das absolute Gegenteil von kulant. Die erkennen teilweise noch nichtmal Module an, die inhaltlich nahezu identisch sind mit einem Modul aus einer PrÀsenzuniversitÀt. An der FU habe ich dahingehend schon das ein oder andere Drama erlebt.

Bei PrĂ€senzuniversitĂ€ten kommt es auf den Prof an. Mir wurde selbst der Fachinformatiker bei einigen Modulen anerkannt und ich konnte dadurch einiges an CP sparen. Darunter alle Projekte. DafĂŒr musste ich damals zwar relativ lange mit dem Prof. diskutieren aber am Ende lief es.

  • 3 Wochen spĂ€ter...
Am 11.3.2022 um 17:53 schrieb skylake:

@sylenz Die Kulanz hast du allerdings auch nur bei privaten FHs und diese sind auch nur wegen der sehr hohen GebĂŒhren so. 
Die Fernuni Hagen (einzige FernUniversitÀt) ist das absolute Gegenteil von kulant. 

Klar, die Fern-FHs verkaufen die ECTs...🙄 gibt's da auch Belege fĂŒr (bist doch studierter Master)? WĂŒrde die staatlichen Zertifizierungsstellen interessieren. Mal daran gedacht, dass du eine Uni mit einer FH vergleichst. Der Techniker ist sehr praxis nah. Die FH ist "praktisch orientiert". Klingelts? Und dann schreibst du selbst, dass es gar probleme bei Modulen von PrĂ€senzuni gibt. 

Die Fernuni Hagen ist grundsÀtzlich seltsam und eingestaubt.

Bearbeitet von NotKnown

Am 2.4.2022 um 17:04 schrieb NotKnown:

Klar, die Fern-FHs verkaufen die ECTs...🙄 gibt's da auch Belege fĂŒr (bist doch studierter Master)? WĂŒrde die staatlichen Zertifizierungsstellen interessieren. Mal daran gedacht, dass du eine Uni mit einer FH vergleichst. Der Techniker ist sehr praxis nah. Die FH ist "praktisch orientiert". Klingelts? Und dann schreibst du selbst, dass es gar probleme bei Modulen von PrĂ€senzuni gibt. 

Die Fernuni Hagen ist grundsÀtzlich seltsam und eingestaubt.

Ich möchte jetzt aus dem Ursprungsthread kein Offtopic starten und mein Ausgangspost sollte kein Angriff auf die privaten FHs sein. Der Anerkennungsspielraum ist bei beiden gewaltig und alleine wenn man sich die Finanzierung- bzw. Überlebensgrundlage anschaut dĂŒrfte jedem klar sein, wer einfach kulanter und netter in vielen Dingen sein muss (die FernUni Hagen gehört da sicher nicht zu). 

Back to Topic: Techniker lohnt sich nicht Punkt. Man möge mich korrigieren aber fĂŒr was Jahre investieren, wo kein faktischer Mehrwert rauskommt. Ein Studium hat einen faktischen Mehrwert, alleine weil es TĂŒren öffnet, die ansonsten verschlossen bleiben (z. B im ÖD). 
Ein Meister lohnt sich ebenfalls fĂŒr so einige Berufsgruppen mit dem selben Argument. Ein Techniker in der IT ist (zumindest nach meinem Kenntnisstand) nirgendwo Grundvoraussetzung. 

Da stellt sich dann die Frage, verdient man mit dem Lappen so viel mehr, damit es sich monetÀr gesehen rechnet oder nicht. Die Frage können Arbeitgeber sicher besser beantworten als ich. Ich habe mich persönlich bei jeder Weiterbildung immer zuerst gefragt "Wie lange dauert es, wie viel Zeit in Stunden muss ich von meiner Freizeit opfern und wie viel Cash mehr kann ich am Ende erwarten". 

Die meisten Schulen bieten den Techniker sogar nur in Vollzeit an, was dann finanziell gesehen das ganze zur absoluten Katastrophe mutieren lÀsst. Jahrelanger Gehaltsausfall bei keinem garantierten Gehaltssprung. Ganz schlechter Deal.

vor 10 Stunden schrieb skylake:

Ich möchte jetzt aus dem Ursprungsthread kein Offtopic starten und mein Ausgangspost sollte kein Angriff auf die privaten FHs sein.

Hatte ich jetzt auch nicht so verstanden und Deine Argumente sind objektiv absolut valide. Dass die Hochschulen ihre AbschlĂŒsse nicht verschenken sollte jedem klar sein, denn kein Studierender will das. So etwas spricht sich herum und dann kann man den Abschluss mit der ganzen Arbeit in die Tonne treten. Das ist ein Genickbruch fĂŒr Hochschulen.

vor 10 Stunden schrieb skylake:

Back to Topic: Techniker lohnt sich nicht Punkt. 

Ich schĂ€tze Deine reflektierten Posts, aber das ist m.E. nach zu schwarz/weiß - und das besonders als Lehrkraft ;-). Bildung lohnt sich immer. Punkt.

NatĂŒrlich ist der Invest enorm (!), aber es kommt immer auf die persönliche Situation an. Will ich mich beruflich weiterentwickeln? Über den Tellerrand sehen und in andere Fachbereiche schnuppern? Mich neu orientieren?

Dauert ggf. etwas bis sich das amortisiert, aber das Berufsleben ist lange. Und: Ich kenne einige Absolventen aus meinem Netzwerk, die nach dem Techniker "Blut geleckt" haben und teils sogar bis zur Promotion und FH-Prof gekommen sind. Wer weiß, ob dieser Weg ohne Techniker gegangen worden wĂ€re. Insofern: Bildung gibt die beste Rendite.

vor 11 Stunden schrieb skylake:

Da stellt sich dann die Frage, verdient man mit dem Lappen so viel mehr, damit es sich monetÀr gesehen rechnet oder nicht. Die Frage können Arbeitgeber sicher besser beantworten als ich.

Dann setze ich mal meine AG-Brille auf, da ich inzwischen auch Personalverantwortung fĂŒr >10 Kollegen habe. Und siehe: Jeder Personalentscheider tickt anders. Ich mit meinem Background als Techniker weiß den Invest vermutlich anders einzuordnen als jemand der klassisch nach dem Abi studiert hat. Verdient man mit dem Techniker dann mehr? Nein. Es kommt auf die Leistung / das Skillset an. Das gleiche gilt aber auch analog fĂŒr ein Studium. Aber: Es zeigt FĂŒhrungskrĂ€ften viel ĂŒber die Motivation und das Duchhaltevermögen von Mitarbeitern / Bewerbern. Und ggf. ist der Techniker ja das Sprungbrett um den Grundstein fĂŒr Skills anzueignen, die am Markt gefragt sind und sehr gutes Geld bringen.

vor einer Stunde schrieb sylenz:

Hatte ich jetzt auch nicht so verstanden und Deine Argumente sind objektiv absolut valide. Dass die Hochschulen ihre AbschlĂŒsse nicht verschenken sollte jedem klar sein, denn kein Studierender will das. So etwas spricht sich herum und dann kann man den Abschluss mit der ganzen Arbeit in die Tonne treten. Das ist ein Genickbruch fĂŒr Hochschulen.

Ich schĂ€tze Deine reflektierten Posts, aber das ist m.E. nach zu schwarz/weiß - und das besonders als Lehrkraft ;-). Bildung lohnt sich immer. Punkt.

NatĂŒrlich ist der Invest enorm (!), aber es kommt immer auf die persönliche Situation an. Will ich mich beruflich weiterentwickeln? Über den Tellerrand sehen und in andere Fachbereiche schnuppern? Mich neu orientieren?

Dauert ggf. etwas bis sich das amortisiert, aber das Berufsleben ist lange. Und: Ich kenne einige Absolventen aus meinem Netzwerk, die nach dem Techniker "Blut geleckt" haben und teils sogar bis zur Promotion und FH-Prof gekommen sind. Wer weiß, ob dieser Weg ohne Techniker gegangen worden wĂ€re. Insofern: Bildung gibt die beste Rendite.

Dann setze ich mal meine AG-Brille auf, da ich inzwischen auch Personalverantwortung fĂŒr >10 Kollegen habe. Und siehe: Jeder Personalentscheider tickt anders. Ich mit meinem Background als Techniker weiß den Invest vermutlich anders einzuordnen als jemand der klassisch nach dem Abi studiert hat. Verdient man mit dem Techniker dann mehr? Nein. Es kommt auf die Leistung / das Skillset an. Das gleiche gilt aber auch analog fĂŒr ein Studium. Aber: Es zeigt FĂŒhrungskrĂ€ften viel ĂŒber die Motivation und das Duchhaltevermögen von Mitarbeitern / Bewerbern. Und ggf. ist der Techniker ja das Sprungbrett um den Grundstein fĂŒr Skills anzueignen, die am Markt gefragt sind und sehr gutes Geld bringen.

Vielen Dank fĂŒr den Post. Scheinbar habe ich meinen Beitrag ungĂŒnstig formuliert. Ich habe bei Fragestellungen, ob sich etwas "lohnt" immer primĂ€r den finanziellen Aspekt im Blick und hier macht der Techniker aus meiner Sicht eben keinen Sinn.

Wenn es darum geht, sich selbst weiterzubilden ist das natĂŒrlich was ganz anderes und ich befĂŒrworte jede Art der Weiterbildung. Der Techniker hat die große SchwĂ€che, oftmals in Vollzeit angeboten zu werden, was das ganze fĂŒr ITler ziemlich unattraktiv werden lĂ€sst.

Der Techniker wird (zumindest in den BLĂ€ndern, in denen ich firm bin) schulisch angeboten und wir wissen leider alle, wie es um die QualitĂ€t der Berufsschulen so bestellt ist. GefĂŒhlt ĂŒber die HĂ€lfte der Zeit ist verschwendet aufgrund von Unterrichtsausfall, demotivierten LehrkrĂ€ften, Fahrtzeiten und co. Wenn man richtig Pech hat und von den 3-4 IT-LehrkrĂ€ften 2-3 vollpfosten erwischt, ist alles fĂŒr die Katz.

Geht es ihm/ihr primĂ€r um Weiterbildung finde ich persönlich Kurse von Coursera, Udemy und co. wesentlich sinnvoller. Dort kann ich mir den Dozenten aussuchen und entsprechend den Output maximieren. NatĂŒrlich könnte man mit meiner obigen Argumentation auch behaupten, die Uni sei genauso unnötig in Bezug auf demotivierte, teilweise weltfremde Profs. Allerdings öffnet einem der Abschluss die ein oder andere TĂŒr.

Ich hoffe, der Beitrag macht meinen Gedankengang klarer und ist nachvollziehbar.

Der Techniker hat fĂŒr mich! auch den Nachteil, das ein nicht kleiner Teil Mathe, Physik, Deutsch, Englisch usw ist.
Also Themen die mich! nicht interessieren und idR auch im Job nicht weiterhelfen (wer nicht gut in Englisch ist dem hilft das ggf.)

Dazu wie skylake schreibt, ist das beim IT-Techniker idR VZ, Elektrotechniker gibt es zu genĂŒge auch TZ oder Online.

vor 23 Stunden schrieb skylake:

Ich möchte jetzt aus dem Ursprungsthread kein Offtopic starten und mein Ausgangspost sollte kein Angriff auf die privaten FHs sein. Der Anerkennungsspielraum ist bei beiden gewaltig und alleine wenn man sich die Finanzierung- bzw. Überlebensgrundlage anschaut dĂŒrfte jedem klar sein, wer einfach kulanter und netter in vielen Dingen sein muss (die FernUni Hagen gehört da sicher nicht zu). 

 

Ist ja immer einfacher formuliert als bewiesen. Gibts dazu auch Fakten? Der Anerkennungsspielraum ist absolut nicht gewaltig. Ich kenne das Spiel nĂ€mlich auf Seiten der privaten FHs - ewige Diskussion bis teilweise gar nix. Das bei FHs praktische Weiterbildung eher anerkannt wird als auf einer UniversitĂ€t....no brainer, weil "applied science". Aber zu suggerieren die privaten FHs winken wegen wirtschaftlicher AbhĂ€ngigkeit mehr durch, ist halt nur bis jetzt nur eine unbelegte Meinung (bitte auch so kennzeichnen.) und passt zum ĂŒblichen "TitelmĂŒhle"-Bashing. Gleich neben den Diskussionen alleine schon zwischen den Studenten staatlicher UNIs/FHS "Meine FH/UNI ist viel anspruchsvoller als deine blubb blubb *kochen nur mit wasser*"

Wenn es Fakten gibt, gebe ich die gerne an den Wissenschaftsrat weiter. Die FH sollte direkt aussortiert werden.

Bearbeitet von NotKnown

vor 1 Minute schrieb NotKnown:

 

Ist ja immer einfacher formuliert als bewiesen. Gibts dazu auch Fakten? Der Anerkennungsspielraum ist absolut nicht gewaltig. Ich kenne das Spiel nÀmlich auf Seiten der privaten FHs. WÀre ja super, wenns so einfach ginge. Dann wÀre aber auch die staatliche Anerkennung ruckzuck weg. Das bei privaten FHs praktische Weiterbildung eher anerkannt wird als auf einer UniversitÀt....no brainer, weil "applied science". Aber zu suggerieren die FHs winken wegen wirtschaftlicher AbhÀngigkeit mehr durch ist halt nur ne unbelegte Meinung. Bitte auch so kennzeichnen.

"Gewaltiger Spielraum" bedeutet, dass es in beide Richtungen ausschlĂ€gt und wenn die Anerkennung beim Lehrstuhlprof liegt (unabh. davon ob es eine Uni oder PrivFH), der ohne erkennbare, objektiv wirklich nachvollziehbare GrĂŒnde entscheidet ob ein Modul anerkannt wird oder nicht stimmt meine Aussage und muss auch so nicht gekennzeichnet werden. 
Es gibt keinen festgelegten Kriterien, wann ein Prof. ein Modul anerkennen muss oder nicht (wenn ich mich irren sollte, bitte ich um Korrektur). Bei meinen Anerkennungen an der UniversitĂ€t war es derart willkĂŒrlich, was anerkannt wird und was nicht, dass man nur noch mit den Augen rollen konnte. 

Du schreibst, dass der Anerkennungsspielraum nicht gewaltig ist. Dann mĂŒsste es festgelegte Kriterien geben, wann ein Modul von Hochschule X an Hochschule Y anzuerkennen ist. Mir ist das nicht bekannt. Du kannst mich gerne korrigieren.






 

vor 29 Minuten schrieb NotKnown:

 

Ist ja immer einfacher formuliert als bewiesen. Gibts dazu auch Fakten? Der Anerkennungsspielraum ist absolut nicht gewaltig. Ich kenne das Spiel nĂ€mlich auf Seiten der privaten FHs - ewige Diskussion bis teilweise gar nix. Das bei FHs praktische Weiterbildung eher anerkannt wird als auf einer UniversitĂ€t....no brainer, weil "applied science". Aber zu suggerieren die privaten FHs winken wegen wirtschaftlicher AbhĂ€ngigkeit mehr durch, ist halt nur bis jetzt nur eine unbelegte Meinung (bitte auch so kennzeichnen.) und passt zum ĂŒblichen "TitelmĂŒhle"-Bashing. Gleich neben den Diskussionen alleine schon zwischen den Studenten staatlicher UNIs/FHS "Meine FH/UNI ist viel anspruchsvoller als deine blubb blubb *kochen nur mit wasser*"

Wenn es Fakten gibt, gebe ich die gerne an den Wissenschaftsrat weiter. Die FH sollte direkt aussortiert werden.

Ich weiß, kann man vielleicht nicht als Maßstab nehmen aber:

Google mal nach Triagon Academy - die erkennen eine passende Berufsausbildung + Berufserfahrung mit 2/3 an. Das heißt, man braucht nurnoch 2 Semester an der Triagon zu Studieren. Und anscheinend ist das ganze sogar akkreditiert ĂŒber eine Partneruni in London.

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