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Fachinformatiker - Blog

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Mitwirkende

Konferenzreview: DevOpsCon 2015 in München

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Hallo Welt!

Besser spät als nie möchte ich euch von der DevOpsCon 2015 in München berichten. Dort habe ich zum ersten mal "ernsthaft" den Entschluss gefasst, unter die Blogger zu gehen und die ganzen Gedanken, die mir im Kopf rumschwirren, zu "Papier" zu bringen.

Disclaimer: Aufgrund der Menge an Infos, Tools und Eindrücke der Konferenz kann und werde ich hier nur einen Einblick in die für mich interessantesten Themen geben und über das allgemeine Konferenzfeeling schreiben. Für mehr müsst ihr schon selbst dahin. ;) Es lohnt sich aber, die Themen für Sommer/2016(Berlin) sind im Verhältnis zum Termin Winter/2015 noch recht ähnlich.

sheraton_pool.jpg?w=533&h=300
Pool im 23ten Stock des Hotels - Nicht DAS, aber definitiv eins der Highlights der 3 Tage

Vorwort

Vom 23.11 - 25.11 2015 waren zwei Kollegen von mir(einer der zwei bloggt übrigens auch schon eine ganze Weile) im Sheraton Hotel München im Arabellapark und hatten den Plan, in den zwei Tagen Konferenz und einem Tag Praxis-Workshop so viel wie möglich mitzunehmen, ohne angesichts der Menge an Informationen zu verzweifeln.

Von München selbst haben wir außer einem Besuch im "Burger House 2", was ja auch nicht wirklich "typisch München" ist, nicht wirklich viel mitbekommen. Das ist in Anbetracht der vollgepackten Tage aber auch normal, die BASTA! Spring, die ich 2014 besucht habe, hat einen ähnlichen Effekt verursacht. Außer nem Hefeweizen abends in der Lobby war da nicht mehr viel zu holen bei mir.
Nach dem Abendessen ging es mit den Kollegen eine Runde im Pool schwimmen, den grandiosen Ausblick auf den Liegen um den Pool genießen, den nächsten Tag planen und damit war der Abend meistens auch schon rum.

Tag 1(Workshop)

Zum geschmeidigen Start in den Montag gab es den "Docker-Basis-Workshop" von und mit Peter Roßbach, seines Zeichens Systemarchitekt, Docker-Experte der ersten Stunde und "DevOps"-Enthusiast. Selbst bis dato auf *nix-Systemen völlig unbedarfte Entwickler(wie mich) waren mit Peters Anleitung und aufgrund der Einfachheit der Docker-Syntax in der Lage, in Kürze Container für Webserver, Datenbankserver mit entsprechenden Befehlen zu erzeugen und die Netzwerke gleich mit zu konfigurieren. Mächtiges Tool und mächtige Architektur diese Container-Technologie. Mit einer verhältnismäßig niedrigen Hemmschwelle zum Einstieg und Unmengen an Blogs, Snippets und Infomaterial zu Docker selbst im Netz scheinen die Docker-Container in *nix-Umfeldern eine echte Bereicherung zu sein, wenn es darum geht, skalierbar schnell Infrastruktur bereitzustellen. Obwohl ich mit Infrastruktur und mit Linux bisher wenig zu tun hatte, das hat definitiv mein Interesse geweckt. Der Raspi liegt im Warenkorb. Bücher zu Docker übrigens nicht, die sind oft schon beim Erscheinen veraltet.

Nicht vorenthalten möchte ich euch noch folgendes Zitat von Peter zur Frage , wie man diese Technologie in einer abgeschotteten, kontrollierten Konzern-IT-Infrastruktur implementieren könnte:

"So eine Docker-Welt in einer Enterprise-Company zum Laufen zu bringen kann ein Scheiß-Sport sein."

¯\_(ツ)_/¯

Tag 2&3(Konferenz, Expo)

Nach einem überschaubaren ersten Tag gab es an den Tagen 2 und 3 ausschließlich Vorträge, Keynotes und informell gestaltete Treffen zum Austausch(Open Space-ig).

Gemeinsam war allen von mir besuchten Vorträgen, das sie unglaublich viel Lust aufs "Basteln" machten. Was sich in der Praxis aufgrund der Open Source-Natur vieler genutzten Tools als gar nicht so schwierig herausstellen sollte.

Am interessantesten waren für mich die Talks zum Thema Unternehmenskultur und Veränderung in der Organisationsstruktur des "DevOps"-Unternehmens. Besonders hervorstechend waren da für mich zum einen Wix.com(WYSIWYG-Baukasten für Webseiten) und zum anderen dm(Ja, die Drogerie). Bei Wix war sehr interessant, wie der Referent Aviran Mordo klar und einfach zeigte, dass man nicht jedes Tool benutzen muss, solange man nicht den "Schmerz spürt", den der Einsatz des Tools zu lindern vermag. Wenn deine Idee grundsätzlich Mist ist, bringen dir die besten Tools nichts, deine Idee bleibt Mist.

aviranmordo_microservices_vs_monoliths.j
Das Bild spricht denke ich für sich.

dm im Kontrastprogramm merkte recht schnell, dass man als "Drogerie" mit offenen Augen und Ohren durchaus Gewinn mit ordentlichen Onlineportalen und Webshops machen kann. Ein Onlineshop, der schnell auf die Bedürfnisse der verschiedenen Kunden reagieren kann und in kurzen Abständen qualitativ hochwertige Stände online stellen kann war hier das Credo. Daraus folgte fast natürlich und logisch eine Umstellung des Deployment-Prozesses in Richtung Continuous Delivery und ein damit einhergehendes Umdenken in der Unternehmensorganisation.
Im Verlauf des Talks wurde klar, dass zum einen Vertrauen und Offenheit für ein solches Umdenken notwendig sind. Zum anderen auch, dass dafür nicht jeder bereit ist. Unterm Strich kam jedoch eine effizientere Organisation bei dem Prozess heraus.

Fazit - TL;DR

Das nicht immer alles eitel Sonnenschein ist, war bei allen Vorstellungen von Tools oder Prozessen, die durchlebt wurden, immer zu erkennen. DevOps an sich bedeutet in erster Linie, Verantwortung gemeinsam zu übernehmen für ein geteiltes Bild eines Produkts oder eines Prozesses. Was oft vergessen wird, ist aber, dass dieses Bild manchmal gar nicht existiert oder abteilungsübergreifend völlig anders wahrgenommen wird.

Empathie, echtes Verständnis füreinander und für die Anforderungen des Gesprächspartners waren immer wiederkehrende Merkmale, die notwendig sind, damit so etwas wie Continuous Delivery funktionieren kann.

 

Tools, Tools, Tools!

Zum Abschluss noch ein paar Links und Einzeiler zu vorgestellten Tools, falls jemand bastelwütig wird:

  • Docker - Software, mit der man andere Software(z.B. Betriebssysteme, Webserver, Datenbankserver,...) virtualisiert in "Containern" verpacken kann, die dann auf jedem System funktionieren
  • Hadoop -  Framework für verteilte Software. Man nehme 10 Raspis, schalte sie zusammen und e voilá: Man hat einen Hadoop-Cluster-Datenbankserver
  • ELK-Stack - Bestehend aus Elasticsearch, Logstash und Kibana zum Durchsuchen, Ablegen und Visualisieren von Logs aller Art
  • OWASP ZAP - Zum manuellen oder automatisierten Security-Scan(aktiv, passiv) von Webanwendungen, auch automatisiert in Jenkins verwendbar
  • Jenkins - Tool für Continuous Integration und so ziemlich alles, was dazu gehört. Lächerlich viele und gute Plugins verfügbar
  • Consul - Service Discovery-Tool, das neue Dienste, die verfügbar werden, automatisch erfasst und diese verwalten kann. Nützlich aber erst, wenn man schon mehrere Microservices im Einsatz hat, sonst tut es auch ein DNS-Eintrag
  • Github - Viel mehr als nur das, aber hauptsächlich ein Repository-Server für GIT

Euer "devopsdad" Patrick aka Goulasz

 

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  • Blogkommentare

    • Hatte 1 Jahr 11 Monate (Bin allerdings paar Tage älter und es war eine Umschulung), hatte in der Schriftlichen Blackout aber dafür in der mündlichen 1 also fast wie bei Dir nur umgekehrt , aber eigentlich wollte ich nur Danke sagen! Hatte vorhin einen anderen Thread hier am Wickel und du hast mir ein wenig Zweifel genommen mit deiner Einstellung und Engagemant! Genau das macht den Fachinformatiker u.a. aus!
    • such doch lieber nach einem Trainee Job oder Junior Developer. In der nähe Dortmund oder Düsseldorf gibt es massig Firmen die sowieso jeden Mitarbeiter erstmal 6 Monate in ein Internes Schulungszentrum schicken, damit alle mit dem selben Grundwissen in die Projekte einsteigen. Eine Ausbildung ist wie RubberDog schon sagt ein weiter schritt zurück für dich. In einer Ausbildung kommst du noch nichtmal auf 10 Prozent des Wissens deines B.Sc. Das sind weggeschmissene zwei bis drei Jahre. Und mit def
    • Die Praxis fehlt jedem Studenten, der frisch aus der Uni kommt. Mit der Ausbildung machst du eher einen Rückschritt. Aber wenn die Ausbildung ist, was du möchtest - sieh' zu, dass du sie ordentlich verkürzen kannst.
    • @Listener danke dir! Ich habe schon mein Bachelor in Deutschland anerkenengelassen und das Sprachezertifikat B2 bekommen. Ich habe in Universität IT studiert und fehlt mir die Praxis. Deswegen ich die Enscheidung für eine Ausbildung getroffen.
    • @skathar Bei großen Arbeitgebern wirst du mit abgeschlossenem Informatikstudium auch Chancen haben. Oftmals werden dann sogar die Deutschkurse bezahlt. Eine Ausbildung halte ich hier nicht für wirklich zielführend. Wenn du der englischen Sprache mächtig bist und in der Informatik fit bist, klappt das auch ohne Ausbildung.
    • Also, ich habe Bachelor of Science (B.Sc.) in Informatik in Griechenland absolviert.  Danke für eure Antworten! Ich muss schnell bei IHK fragen! 😉
    • Heimatland = welches Land? Wird der Bachelor in Deutschland nicht anerkannt?  Um auf die minimal mögliche Zeit zu kommen, muss man die Verkürzung um 1 Jahr afaik bereits vor Beginn der Ausbildung bei der für dich zuständigen IHK beantragen (lassen) (it Einverständnis der Firma), da man in der Berufsschule dann direkt ins zweite Lehrjahr einsteigt. Dafür sollte man aber auch entsprechendes IT-Grundwissen haben und ich meine man benötigt als Abschluß das Abitur. Wie das mit ausländischen Sc
    • Ist der B.Sc. nicht International vergleichbar (deswegen ist das Diplom ja weg) und sollte daher hier anerkannt werden?   Material der Berufsschule und alte Prüfungen durcharbeiten. Maximal auf 18 Monate. Wenn du aber schon 6 Monate im ersten Jahr dabei bist, solltest du nicht mehr als auf 2 Jahre verkürzen, sonst musst du doch erstaunlich viel aus der Schule vorarbeiten.   Die Fristen sind meines Wissens unterschiedlich. Einfach mal bei deiner IHK anrufen und nachfr
    • Ich interessiere mich auch für die Ausbildungsverkürzung, weil ich schon in meinem Heimatland studiert habe. Aber ich denke, wenn ich wegen der deutsche Sprache nicht es schaffe, was kann ich weitermachen. Trotzdem, stelle ich meine Fragen 😂 Also, ich habe mit meiner Ausbildung vor 6 Monaten angefangen und ich habe Bachelor in IT-Bereich. Wie könnte ich am besten für die Prüfungen vorbereiten? Wie lange kann ich meine Ausbildung verkürzen? Wie früher muss man den
    • Das ist natürlich ein Beispiel, welches ich mir für den Blog wünsche. Ich hoffe du bleibst noch weiter am Ball und erzählst uns, von deiner bestandenen Abschluss Prüfung. Ich drücke dir auf jeden Fall beide Daumen. Der Vorteil an einer Umschulung ist, das du 8 Std jeden Tag im Fluss des Wissens bist. In einer normalen Ausbildung hast du die Berufsschule, die meistens veraltete Techniken beibringt. Unsere Dozenten haben noch nebenbei ihre Firmen am laufen und wir haben alle Themen in Bl
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