Alle Beiträge von Kwaiken
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Dann sollte man sich vielleicht nicht gerade die IT aussuchen, sondern einen Job, wo man sich nicht permanent weiterbilden muss. Aber dann sollte man wg. der schlechten Bezahlung auch nicht anfangen zu jammern. Aber so fies es auch klingen mag: Ich bezahle als Arbeitgeber nicht die Lebenserfahrung von jemandem, sondern seine Arbeitserfahrung und -leistung. Und das auch nur in dem Bereich, wo ich Bedarf habe. Wenn ich einen Ruby on Rails Programmierer suche, bringt mir weder ein Staranwalt im Strafrecht etwas, noch der Lebenskünstler, der seit 20 Jahren mit seinem Rucksack die Welt bereist. Ein AG ist nicht dazu da, die selbst gewählten Lebensmodelle seiner AN zu finanzieren. Da ist nichts dagegen zu sagen. Aber man sollte dann auch nicht die gleiche Behandlung fordern wie jemand, der sich stetig weiterbildet und so attraktiv für den Arbeitsmarkt bleibt. Und so wird ein Schuh draus. Wer sich nicht weiterbildet, der bekommt auch keinen (vernünftigen) Job. Simpel. Du kaufst Dir auch das Handy, bei dem Dir das PLV am besten erscheint. Und nicht einen veralteten Elektronikschrott zum gleichen Preis, wenn der Hersteller Dir sagt "Nunja, ich hinke zwar der Zeit hinterher und die Features meines Modells sind von 1990, aber hey - ich habe mehr Lebenserfahrung als die Firma, von der Du dein Smartphone gerade kaufst!" - Den würdest Du auch nur mein einer hochgezogenen Augenbraue anschauen und fragen, ob er das ernst meint.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Ich weiß Du willst das nicht hören und mein Posting ist auch nicht besonders nett. Aber ich kann Dir sagen, dass unsere (dualen) Azubis im Bereich Linux Infrastruktur kurz nach Ausbildungsbeginn "auf einer Pobacke" den LPIC oder sogar direkt den SuSe CLA ablegen. Und so hart es klingt, was Du möchtest und was nicht interessiert in der IT niemanden. Dort zählt nur was Du kannst und wie viel Erfahrung Du damit hast. Was bringst Du denn mehr mit, als ein frisch ausgelernter Azubi, der sich in seiner Freizeit noch vor der Ausbildung mit Linux beschäftigt hat und vielleicht gerade mal 20 Jahre alt ist? Was unterscheidet dich denn von ihm? Worin bist Du besser? Warum sollte ein AG gerade Dir den Vorzug geben? Ohne Job ist egal was Du machst schlecht. Und aus dem Support würde ich auch schleunigst raus. Meine Idee wäre hier sich irgendein Produkt zu suchen, das Dir gefällt. Dort dann 1 - 2 Jahre 1st und 2nd Level Support und dann in Richtung Engineer weiter.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Das Problem bei Dir ist, dass deine Kenntnisse nicht zu denen eines 45 jährigen passen. Mit 3,5 Jahren BE und nur LPIC konkurrierst Du im schlimmsten Fall mit 16 Jahre alten Azubis, die schon vor ihrer Ausbildung ein bisschen mit Linux rumgespielt haben (16 Jahre alte Jünglinge, die für ein Appel und ein Ei arbeiten können, weil sie bei Mutti und Vati wohnen und bei bester Gesundheit sind gegen ein 45 Jahre alten Familienvater, der nicht für 1200 EUR Brutto arbeiten kann, wo auch die Wehwechen langsam anfangen). LPIC-1 fragt kaum das Basiswissen ab, was man für die Systemadministration braucht. Im besten Fall landest Du mit diesen Fähigkeiten auf einer Junior-Sysadmin-Stelle und mit ein bisschen weniger Glück im 1st Level Support, wo Du jetzt leider auch bist. Daher sitzt Du i. d. R. zwischen 20-25 jährigen... Wenn Du einen Bereich in der IT suchst, wo der Altersschnitt 40+ ist, hast Du es - klassische Führungsrollen mal ausgenommen - meistens mit Senior Solution Architects, Principal Consultants oder Chief Software Engineers zu tun. Diese Position bekleidet man aber nicht nur durch irgendwelche Zertifikate, sondern man braucht vor allem eines: Erfahrung. Wenn die Damen und Herren diese Positionen bekleiden, haben sie meist 15-20 Jahre in ihrem Bereich hinter sich gebracht. Wenn Du 15 Jahre Berufserfahrung hast und auf diese Positionen kommen könntest, bist Du schon 60. Da sind die oben genannten Angestellten schon weit über den Senior / Principal-Status hinaus und Du hast wieder Leute um dich herum, die 20 Jahre jünger sind. Ich weiß, ist blöd. Das ist aber leider das Los vieler Umschüler.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Die IT ist sehr dynamisch. Ab einem gewissen Alter nimmt die Bereitschaft ab, sich in seiner Freizeit auch noch den neusten Hype reinzuziehen um wissenstechnisch vorne mit dabei zu sein. Man hat Familie, Hobbies und Freunde, die auch ihre Zeit beanspruchen. Es gibt schon einen Grund, warum die Big4 der Beratungsbranche auf Frischlinge setzen. Ungebunden, ungezwungen, man kann sie 5 Tage / Woche in eine Stadt X setzen, die von 8 bis 8 arbeiten lassen und ihnen den Verpflegungsaufwand erhöhen. Damit gehen die Abends mit den Kollegen (oder der Eroberung aus dem Hotel) einen trinken und am nächsten Morgen wieder in die Tretmühle. Nicht selten bleiben die Leute auch über's WE da, um sich die Stadt anzusehen. Die Reisekosten hat man sich damit auch gespart. Nach zwei / drei Jahren merken die meisten dann, dass man mit dem Lebensstil auf Dauer nicht glücklich werden kann und dieser nur bis zu einem gewissen Alter Spaß macht. Das kannst Du mit einem Familienvater nicht machen. Der Kollege einer Partnerberatung von uns fährt jeden Tag 2.5h mit dem Zug zum Kunden und 2.5h wieder zurück nach Hause, nur um seine Kinder noch ins Bett zu bringen... Wie gesagt, glaube nicht, dass es an der Agilität liegt. Mit zunehmendem Alter verschieben sich einfach die Prioritäten ein wenig. Es gibt Bereiche, wo man gut auf Frischlinge setzen kann (Entwicklung, Infrastruktur, Administration, ...) und auch Gebiete, wo man an alten Hasen einfach nicht vorbei kommt: Wer traut schon einem 24 jährigen Jungspund zu, ein Unternehmen mit >100.000 in der IT-Sicherheit zu beraten? Selbst wenn er es denn können sollte ... da schicke ich lieber den bärtigen 45+ Kollegen mit "Principal" auf der Visitenkarte hin, der hat meistens schon Vorschusslorbeeren beim Betreten des Besprechungsraums. Ist auch in Ordnung so. Wir müssen kein deutsches Silicon Valley aufbauen.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Isch 'abe gar keine Abitur! Und wenn Du meine Postings hier mal siehst, wirst Du merken, dass ich gar kein Freund des Abitur bin. Aus den unterschiedlichsten Gründen. Aber deiner zählt ganz, ganz sicher nicht dazu. Dieser Fehler wäre Dir mit einem Abi vielleicht nicht passiert. Dann nämlich nicht von deinem Wissen auf die Allgemeinheit schließen und vielleicht auch um die 2. Ecke denken, statt nur geradeaus Prof. Unger? Prof. Unger!
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Wenn ich mir die Lehrpläne der gymnasialen Oberstufe ansehe, merke ich rein gar nichts von einer "Fachlichkeit". Oder was ist für dich fachlich an dem erweiterten Stoff für Bio, Chemie, Deutsch, Englisch, 2. Fremdsprache, Religion, Ernährungslehre, Erziehungswissenschaft, Geographie, Geschichte, Informatik, Kunst, Mathe, Musik, Physik, Psychologie, Recht, Sport oder Technik? Mir fehlt zwar auch das Abi. Aber selbst ohne habe ich es nicht geschafft das hier zu entziffern: Ich gebe auf. Je häufiger ist das lese, desto mehr muss ich mich vom Monitor entfernen. Dieser Theorie nach sind Promovierte also absolute Soziaversager. Und dann auch noch die Professoren. Diesen Alltagskrüppeln ist wahrscheinlich gar nicht mehr zu helfen. https://de.wikipedia.org/wiki/Qualifizierender_Hauptschulabschluss Gibt Leute, die kommen aus den anderen, der verbliebenen 10 Bundesländer... ich kenne "Quali" z. B. nur im Zusammenhang mit dem https://de.wikipedia.org/wiki/Mittlerer_Schulabschluss als FORQ (Fachoberschulreife mit Qualifikation), als Erlaubnis das Abitur zu machen.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Zitat Wikipedia:
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Damit hat das doch gar nichts zu tun. Dass es unter den Hauptschülern auch gute Leute gibt, bezweifelt ja auch niemand. Aber: Die Wahrscheinlichkeit in Saudi Arabien auf Öl zu stoßen ist höher als auf Bali. Und auch ich würde lieber dort fischen gehen, wo ein guter Fang wahrscheinlicher ist. Ändert nur leider nichts ander Tatsache, dass es im Rhein weniger Lachs zu fangen gibt, als in den Gewässern Alaskas. Wäre mir neu, dass das Abitur eine Fachausbildung darstellt. Dachte immer, dass das Abitur der Allgemeinbildung dient. Ich habe den Satz nun mehrmals gelesen und habe ihn immer noch nicht verstanden.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Macht der Friseur bei uns um die Ecke auch. Seine Begründung: Das Haare-schneiden ist nur ein Teilaspekt des Berufs. Die meisten Kunden kommen und möchten sich ein bisschen unterhalten. Die eloquenteren Kollegen hätten da anscheinend deutlich mehr Zulauf...
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Personal: Warum Hochschulabschlüsse nicht mehr relevant sind - Harvard Business Manager
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
IW-Forscher: Fachkräftemangel steht erst noch bevor - SPIEGEL ONLINE Suchen Sie sich eine Zahl aus zwischen 1 und 5. So möchte ich auch schätzen dürfen, wenn ich für irgendwas ein Angebot abgeben muss...
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Das Problem ist, dass es meistens eben nicht verlangt wird. In der Aufgabenstellung sind bei vielen Firmen "nur" FI-Tätigkeiten gefragt, wünschen tut man sich aber einen Bachelor / Master (für das Gehalt eines FIs natürlich) und beschwert sich später ob der mangelnden Praxiserfahrung... Wenn die Firmen endlich dazu übergehen würden, bedarfsgerecht einzustellen, statt sich den Prof. Prof. Dr. Dr. rer. nat. phil. für den Druckersupport in den Helpdesk setzen zu wollen, wäre schon viel gewonnen.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Bitte was?! Wenn das so weitergeht, dann zweifelst Du bald noch die Richtigkeit der Peano Axiome an... ich klinke mich daher mal aus.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Ließst Du eig. Dinge, die Dir geschrieben werden? Nix zu verlieren ist schon einmal grundlegend falsch! Informiere dich mal, was eine Fehlbesetzung einer Fachkraft (abgesehen vom Telefonsupport für das Anspitzen von Bleistiften) kostet. Unsinn. Für einen Hochschulwechsel muss man sich an der eigenen Hochschule exmatrikulieren. Ich gewinne langsam mehr und mehr den Eindruck, dass Du überhaupt nicht weißt, wovon Du hier redest, sondern nur schreibst um des Schreibens willen
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Wie gesagt: Du weißt nicht, ob er 60% hat oder nur 30% ... das findest Du nur in der Probezeit heraus.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Wozu? Gibt a) genug fertige, gibt es sicher einen Grund, warum er abgebrochen hat und c) ich habe keine Möglichkeit seine Kenntnisse vorab zu überprüfen. Bei jemandem mit feriger Ausbildung / fertigem Studium habe ich einen (durchweg anerkannten) Schein der IHK oder einen akademischen Abschluss. Ich bin also auf der sicher(er)en Seite und kann zumindest vom Mindestmaß an Fähigkeit ausgehen. Bei einem Abbrecher habe ich... nichts, bis auf die höchstwahrscheinlich durchwachsene Notenübersich mit haufenweise Fehlversuchen PS: ich arbeite derzeit mit einem Traditionsunternehmen im Linux-Bereich aus den USA zusammen. Viele Spezialisten sind dort 15-25 Jahre dabei. 90% sind Quereinsteiger oder Studienabbrecher (Mathe, Physik, ...). Informatiker waren damals rar. Heute nicht. Fehlbesetzungen sind teuer. Man geht i. d. R. von 50% -75% des Jahresgehalts bei Fachkräften aus, sofern eine Stelle falsch besetzt worden ist und neu gesucht werden muss. Es gibt - mangeld Notwendigkeit - derzeit keinen Grund, sich dem Risiko auszusetzen.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Seit wann ist Politiker ein echter Beruf? ;-) Jetzt wird nicht nur zwischen Abschluss unterschieden, sondern auch noch daran wo er erworben wurde. Quasi die Streitereien zwischen Diplom (FH) und Diplom (Uni) auf das Abitur projeziert. Was kommt als nächstes? Ich war im besten Kindergarten in Nymphenburg; da muss man bei der Stellenwahl nach dem Studium einfach bevorzugt werden! Warum denn auch nicht? Ich suche eine Bürokauffrau für dein Berufseinstieg! Wenn ich eine bekomme, die ein Abi hat, nehme ich die (die Wahrscheinlichkeit ist hier höher, dass die Dame über bessere sprachliche und mathematische Kenntnisse verfügt). Wenn ich eine Vorstandsassistenz suche mit 20 Jahren Berufserfahrung, bekommt das Abi eine weitaus geringere Gewichtung, als bei einem Berufseinsteiger. Moment. Beschwerst Du dich etwa, dass man jemanden, mit Realschulabschluss der einen Berufs- oder Studienabschluss erworben hat, einem mit Abitur und abgebrochenem Studium / abgebrochener Ausbildung bevorzugt? Ist das dein ernst?!
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Das würde ich (so pauschal ausgedrückt) verneinen. Ich kenne Studenten, die sich in einer Ausbildung schwer getan haben (Programmierung in best. Sprachen, etc.), aber in der Uni brillieren. Das "anspruchsvoller" halte ich für nicht haltbar, sorry. Je nach Ausbildung und Betrieb, ist der Stoff doch recht anspruchsvoll. Und die Zuschreibung eines Wert zu etwas obliegt immer dem Betrachter, nicht dem Betrachteten. Da kann Dir das Byzantinistik-Studium noch zu schwer gefallen sein, mehr "Wert" bekommt es dadurch leider nicht Wenn ich jemanden brauche, der mit Abiturstoff umgehen kann, dann hat das Abitur für mich einen gewissen Wert. Leider sind die Betätigungsfelder im wirklichen Leben für Leute, die nur die Summenregel einer Ableitung beherrschen oder eine Textanalyse vom Sturm und Drang auf's Papier bringen können doch relativ überschaubar.
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Tagebuch - Operative Professional
Wenn Du etwas vergleichen willst, musst Du alle anderen Störfaktoren ausschließen und sich keine künstlichen Prämissen schaffen, die das Ergebnis in die gewünschte Richtung biegen. Wenn Du dazu nicht gewillt bist, weil es die Situation zu 99,999999% "sowieso nicht geben wird", ist ein Vergleich von Beginn an unmöglich. So eine Diskussion ist nicht zielführend. Ich hake das hier für mich dann einfach mal ab. In der Essenz stehe ich zu meiner Aussage im letzten Abschnitt meines Postings. Möge sich der geneigte Leser seine eigene Meinung zum Thema bilden. Unsere beiden, etwas gebiasten Meinungen hat er hier ja vernehmen können ;-)
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Tagebuch - Operative Professional
Und wenn Du dann zwei Leute hast, die die fachlichen Anforderungen erfüllen, der eine hat aber ein Studium vorzuweisen und der andere "nur" einen OP, würde es mich wundern, wenn die Firma hier nicht zu Gunsten des Akademikers entscheidet (ganz abgesehen davon, dass ein OP vielleicht sogar besser zur ausgeschriebenen Stelle passen würde) Wie gesagt: Die Aussage, dass die freie Wirtschaft gänzlich darauf pfeift, wie der ÖD die Abschlüsse klassifiziert, halte ich schlich und einfach für nicht korrekt.
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Tagebuch - Operative Professional
Aus "Die freie Wirtschaft pfeift drauf, wie / wo im ÖD was eingruppiert wird" den Schluss zu ziehen, dass es mit dem OP / SP in der freien Wirtschaft anders aussieht, ist sehr abenteuerlich. Selbst wenn sie darauf "pfeift" (ich würde das Gegenteil behaupten. Die freie Wirtschaft hält sich mehr daran, als dass es ihr egal wäre: für höhere Posten wird schließlich meist immer noch ein Master gefordert), so hält sie sich anscheinend irgendwie trotzdem dran. Mir zumindest sind keine Stellenanzeigen mit dem Wortlaut "Fach- oder Universitätsstudium, bzw. Operative oder Strategic Professional gefordert" bekannt...
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Tagebuch - Operative Professional
Macht nichts. Erkläre ich Dir gerne. Ausländische Abschlüsse - und dazu zählen die von der DuK - sind immer von der Anerkennung in Deutschland abhängig. Diese Anerkennung spiegelt sich im Ranking in der ANABIN-Datenbank wieder. Hat die Hochschule oder Fachhochschule den Status H+, erübrigt sich der Nachweis über den Status der Hochschule durch die zuständige Behörde im Herkunftsland (Zitat KMK). Zur Donau Uni Krems steht dort H-, d. h. im Wortlaut der KMK: Der Abschluss nennt sich auch "Master (nach Universitätslehrgang)" und gehört zu den Postgraduate Studies. Bei vielen Abschlüssen wird nicht einmal eine Einzelfallentscheidung möglich sein. Im schlimmsten Fall hat man bei so einer Einstufung 2 Jahre und 14.000 EUR in den Sand gesetzt. Nehmen wir statt dessen z. B. die Uni Basel aus der Schweiz. Die hat ein H+ Ranking: Die Abschlüsse heißen dort "Bachelor" oder "Master" (ohne Zusatz), sind eingestuft als A3/A4/A5 und auch in Deutschland anerkannt. Mindestens ist jeder Abschluss auch zur Einzelprüfung zugelassen. Diese wird dort aber i. d. R. nur gemacht, wenn es ein Exotenabschluss ("Master of AmazonasKleinVogelZüchtung" oder sowas) ist. Kann man denen ein Vorwurf machen? Wenn zwischen einem FIAE und einem Bachelor / Master ca. 1.200 EUR Unterschied beim Einstiegsgehalt liegen und die Menschen die Option und die Fähigkeiten haben, ihre Bildungssituation zu verbessern und so eine Bildungsrendite zu erzielen, warum nicht? Andere studieren aus eigenem Antrieb aus Spaß an Herausforderung oder blankel Interesse. Aber der Großteil sieht das pragmatischer. Und da ist auch nichts falsches dran. Was den ÖD angeht: Das Beispiel bringe ich immer, wenn jemand von der Gleichwertigkeit von Abschlüssen spricht. Oft wird der Operative Professional mit dem Bachelor und der Strategic Professional mit dem Master gleichgesetzt. Das liegt an der Erwähnung im DQR, was an sich eine sehr gute Idee ist. Die deutsche Bildungslandschaft ist im Vergleich mit dem Ausland super. Wir haben duale Studiengänge, sehr gute Ausbildungsverfahren, die oft besser sind, als universitäre Studien im Ausland. Daher ist das nur richtig dem Ausland eine Einordnung von Weiterbildungen wie dem OP oder dem SP (die es im Ausland ja nicht gibt) zu ermöglichen. Das Problem dabei ist nur, dass der DQR für das Ausland gelten soll, aber Deutschland selbst sich nicht daran hält. Denn weder der OP, noch der SP sind eben dem Bachelor oder Master in Deutschland gleichgestellt. Und das erkennt man daran, dass man für den Einstieg in eine gehobene / höhere Laufbahn im ÖD weder OP, noch SP verwenden kann. Daher mein Einwand. Diese "Geilheit" beruht darauf, dass man für Arbeiten, die ein fertiger Azubi erledigen könnte am liebsten einen Akademiker anstellt. Ein OP wäre für die Benutzerverwaltung im AD genauso eine Verschwendung / Fehlbesetzung wie ein quereinsteigender Helpdesker für die Leitung einer Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei Porsche. Leider stellen viele immer noch nicht bedarfsgerecht ein, sondern agieren nach dem Motto "Wenn ich für das Reifenwechseln auch einen Prof. Dr. Ing. bekommen kann, nehme ich ihn, statt einem KFZ Mechaniker". Und wundern sich dann über hohe Gehaltsforderungen oder mangelnde Praxiskenntnisse von Bachelor-Absolventen...
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Tagebuch - Operative Professional
Die Uni Krems ist eine Weiterbildungsuni in Österreich. Die dortigen Abschlüsse sind in Deutschland leider nicht (flächendeckend) anerkannt. Da gibt es aber hier schon einige Threads zu und wenn man nach der Uni Krems googled bekommt man bei den ersten Treffern schon einen Überblick, wie es um die Anerkennung der Abschlüsse z. B. im ÖD bestellt ist. Wichtig ist der Punkt: Das erklärt auch die Einstufung der DUK als H+/- bei ANABIN. Die Anerkennung der akademischen Grade ist daher oft Einzelfallabhängig. Und solange nicht einmal die Anerkennung des ÖD gegeben ist, beschränkt sich der Nutzen des Abschlusses für mich auf das bloße führen des erworbenen Grades...
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Tagebuch - Operative Professional
Die hast Du auch ohne OP. Der M. Comp. Sc. ist ein nicht konsekutiver Master. Gibt es an der FU auch. Aber dort ist vor kurzem etwas geändert: der Abschluss ist jetzt konsekutiv und heißt M. Sc. in praktischer Informatik.
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Tagebuch - Operative Professional
Ah, verstehe. Dachte das hätte was mit dem M. Sc. oder M. A. zu tun. Danke für die Aufklärung.