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Kwaiken

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Alle Beiträge von Kwaiken

  1. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Weiterbildung
    Nicht missverstehen. Die Chance ist hoch. Es gibt genug Gruppen / Foren / etc. Nur hat auch hier jeder sein eigenes Lerntempo, was durch die teilweise fehlende Struktur (heute in der Vorlesung bis Seite 20, nächste bis 50) noch gefördert wird. Jemand, der schon durch die Einsendeaufgaben von Teil 1 durch ist, wird selten an einer Lerngruppe teilnehmen, die gerade EA1 behandelt. D. h. nicht, dass Du nicht irgendwann eine Antwort bekommst - die Betonung liegt aber auf irgendwann. Das kann u. U. auch mal 3 - 4 Tage dauern. Bis dahin hatte ich oft die Lösung schon selbst gefunden. Der Frust liegt aber darin begründet, dass man evtl. sich 3 - 4 Tage zum Lernen frei genommen hat, sie aber unproduktiv verbringen musste, weil man partout nicht durch die Formel gestiegen ist. Das würde Dir wahrscheinlich im Präsenzstudium nicht passieren (vielleicht auch nicht einmal an der FOM, wo Du mindestens jeden Samstag mit Leuten verbringst und dadurch das Lerntempo leicht vorgegeben wird). Der Kontakt ist nicht so lose, wie an einer Fernuni und Lerngruppen lassen sich so leichter bilden. An der FU haben vielleicht 50 Leute deutschlandweit den Kurs belegt. 10 vielleicht nur zum Spaß, 10 Wiederholen nur, 10 in Teilzeit, 5 brechen nach den ersten KE ab. Von den verbliebenen 15 deutschlandweit dann ~5 zu finden, die in deiner Nähe wohnen, in VZ studieren, genauso viel Freizeit wie Du haben, auch noch in deinem Tempo lernen und sich auch alle paar Tage treffen wollen / können, ist nicht einfach. Aus meiner - nicht allgemeingültigen - Erfahrung in 4.5 Jahren: Tutorien alle 4 Wochen an der FU OK, Aufbautage vor den Klausuren OK, Gruppenarbeiten OK, Austausch über Skype vor allem vor den mündlichen auch OK, gegenseitiges Korrekturlesen der Thesis ebenfalls OK. Jede Woche oder alle zwei Wochen Live-Lerngruppen? Hat in keinem der Kurse bei mir geklappt. Die Leute haben ihr eigenes Leben und richten das Studium (und damit auch die Lerngruppe) nach ihrem Leben aus und nicht umgekehrt (wie "normale" Studenten). Fehlt man einmal, weil man sein Kind zum Schulfest bringen musste, hängt man beim nächsten Mal hinter den Kollegen und dann das war's das auch schon mit der Lerngruppe...
  2. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Weiterbildung
    4.5 Jahre zum BSc. neben einem Vollzeitjob. Ohne Erststudium. Also machbar. Freizeit? Nicht viel. Aber wer nur den Abschluss vor Augen hat, ohne sich wirklich für wenigstens 50% des Stoffs zu interessieren, der hat größere Probleme. Es ist schwer über 4.5 Jahre die Motivation aufrecht zu erhalten, wenn man nur den Abschluss als Karotte vor der Nase hat. Vollzeit kam für mich nicht in Frage, aber man kann auch Bafög für die FU als Vollzeit-Student bekommen. Kenne einige, die Vollzeit studieren. Der primäre Grund für sowas ist die Beibehaltung des eigenen Lerntempos. Ein Kommilitone hat z. B. in einem Semester 55 ECTS an Informatik-Kursen abgelegt, während er für ein WiWi-Nebenfach im Wert von 10 ECTS ebenfalls ein ganzes Semester verbraten hat, weil es ihm nicht so lag. Das geht an einer Präsenzuni nicht so einfach - dort hast Du feste Zeiten für Vorlesungen und kannst in einem Fach, dass Dir schwer fällt in der Vorlesung nicht die Zeit langsamer laufen lassen, während Du in einfachen Fächern am liebsten "fast forward" drücken würdest. Bei einem Skript geht das ganz gut. Disclaimer: Muss aber dazu sagen, dass ich den umgekehrten Weg häufiger gesehen habe. Wechsel von der Vollzeit-FU an eine Präsenz oder Komplettabbruch in Teilzeit. Meist aus Vereinsamung. Den Leuten fehlten die Mitstreiter, bzw. der häufige Kontakt zu den Kommilitonen. Es ist manchmal frustrierend, wenn man zwei Tage an einer Seite im Skript hängt und nicht versteht, was da erwartet wird und im Kursforum tote Hose ist. An der Präsenzuni kannst Du spätestens am Folgetag jemanden aus dem Kurs fragen, an der FU nicht.
  3. Eines hast Du vergessen: Du bist dann irgendwann die "Abladestation" für alle IT-Ideen deiner Vorgesetzten. Nach dem Motto "Panawr macht das schon". Natürlich wird das nicht zusätzlich vergütet, obwohl das eine Erweiterung deiner Aufgabengebiete ist. Habe ich in meiner Sturm- und Drangzeit leider auch gemacht; irgendwann machst Du einen Thread auf wie der Kollege hier und wunderst dich warum deine Arbeits-Pendants bei 90% Netflix schauen das Gleiche Gehalt verdienen wie Du, der für trölfundfufzig weitere Dinge zuständig ist:
  4. Es kommt darauf an, wie man auseinander geht. Irgendwann ist man evtl. so spezialisiert, dass es nur eine handvoll Menschen / Firmen gibt, die das auch machen. Dann wäre es schade Brücken zu verbrennen und so freiwillig sein Netzwerk zu dezimieren.
  5. Sagt mal, woher kommt diese Unsitte mit dem "Probearbeiten"?! Du bist ausgebildeter Informatiker mit Berufserfahrung. Jede Arbeit für die Du eingestellt werden solltest erfordert teils monatelange Einarbeitung. Es sei denn du schleppst und installierst lokale Drucker, und selbst da musst Du wissen wohin. Ein Tag Probearbeit sagt in diesem Fall überhaupt nichts aus. Wenn der Neue das Team kennen lernen und das Team-Feedback eingeholt werden soll, geht das auch anders. Einfach von 10:30 - 12:00 Uhr den Bewerber einladen, ihm einen seiner potentiellen, neuen Kollegen zur Seite stellen und grob durch die Abteilung führen und ein paar Systeme zeigen. Dann den beiden ein Geschäftsessen in der hiesigen Pizzeria spendieren und sie smalltalken lassen.
  6. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Gab es bei meiner damaligen Firma auch. Komischerweise wurden alle Vorschläge, die die Firma Geld kosteten downgevotet, aber der Vorschlag auf billigeres, regionales Mineralwasser (zu Gunsten der Regionalität natürlich!) umzusteigen wurde schneller umgesetzt als eine Diätenerhöhung im Bundestag.
  7. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Ich frage mich, wann es sich auch in den oberen Etagen rumspricht, dass oft nicht die schlechte Gesundheitslage die Mitarbeiter im Job fehlen lässt, sondern dass die Rahmenbedingungen im Job die schlechte Gesundheitslage erst hervorrufen. Aber vom Elfenbeinturm aus sieht jeder Waldbrand nach einem kleinen Lagerfeuer aus. Bis der Turm brennt.
  8. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Dann würde ich lapidar sagen, dass ich dann auch ein um 12,5% höheres Gehalt erwarte. Bei einem meiner letzten AGs zählte z. B. die Fahrzeit auch nicht zur Arbeitszeit, obwohl sie dem Kunden in Rechnung gestellt wurde. Aufschreiben durfte man auch nur die Strecke ohne Stau, also quasi eine A3 um 3:00 Uhr Nachts. Dass man um 8:30 Uhr jedoch eine andere Verkehrssituation um Leverkusen rum vorfindet, war relativ egal. 40 Stunden für den Kunden zu arbeiten wurde aber trotzdem erwartet. Und das war nur der Gipfel der Gängelung. Hauptsache im Excel-Sheet sieht alles toll aus. Die Folgen könnt ihr euch sicher denken. Frustration, Fluktuation und Krankheitstage der MA nahmen zu. Gegensteuern der Geschäftsführung? Ja, durch Gesundheits- und Essberatung für (die noch verbliebenen) Mitarbeiter ... hatte mehr Abschiedsmails von Kollegen im Postfach als Spam im Spamordner. Irgendwann sollte man einfach mal die Konsequenzen ziehen, statt sich ausbeuten zu lassen und sich ein Magengeschwür zu erarbeiten. Auch andere Mütter haben schöne... Arbeitsstellen.
  9. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Kenne ich. Ist nicht schlimm, solange sich geben und nehmen die Waage halten. Aber vor allem bei den gering dotierten Verträgen hat man sehr oft eine Unausgewogenheit zu Gunsten der Arbeitgeber (z. B. abgegoltene Überstunden im Callcenter bei 1.500 EUR brutto). Da hilft alles Lamentieren nichts, es gehört einfach zum Geschäftsmodell (siege Big4 Einsteigerstellen). Kommen ja genug Frischlinge nach. Man muss einfach nur weg da. Steigt man im Gehalt und in der Position, sind die "mit dem Gehalt abgegoltenen Überstunden" einfach nur ein Bequemlichkeitsfaktor des AGs und dienen nicht der AUsbeutung. Es gibt hier meist Vertrauensarbeitszeit und um den Overhead mit dem Festhalten und Nachtragen der Überstunden gering zu halten, wird einfach Pauschal Summe X auf das Gehalt draufgeschlagen. Es gibt sonst Spezies, die sich durch die Überstunden einfach mal ihren Jahresurlaub vervierfachen und dann am Stück 8 Wochen weg sind; das ist dann doch arg schwierig zu kompensieren. Ohne Gleitzeitkonto und einer bestimmten Gehaltsschwelle halte ich abgegoltene Überstunden jedoch für pure Ausbeutung.
  10. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Habe global eine andere Beobachtung gemacht. Je mehr Gehalt bei rum kommt, desto weniger machen die Leute etwas in ihrer Freizeit. Das ist absoluter Unsinn. Du relativierst dich im nächsten Satz, aber selbst so ist das für sich betrachtet ganz grober Unfug. Dass ein Windows 95 Zertifikat im Jahr 2016 nicht viel Wert ist, muss hingegen nicht speziell erwähnt werden. Auch ein LPIC verliert an Bedeutung, wenn Du seit 25 Jahren mit Windows Server arbeitest. Auch das ist jedem klar. Wer sich aber CCIE / CISSP und Co. antut, der macht hier nichts falsch (es sei denn er will nur im Callcenter arbeiten, dann braucht es sie nicht). Und schon gar nicht kann man hier sagen, dass sie auf dem deutschen Arbeitsmarkt nichts wert sind. Das sind sie sogar wenn man mal einige Jahre nicht Netzwerkguru gewesen ist oder auch mal außerhalb der IT - Sicherheit gearbeitet hat; mal abgesehen davon, dass letzteres auch abläuft. Aber zu sagen, dass Zertifikate auf dem deutschen Arbeitsmarkt nichts wert sind, ist ganz, ganz falsch!
  11. Die 2-Tages-Prüfungsvorbereitung zu 1141 (Grundlagen Mathe) lohnt sich (Mentoriat war ich nicht). Zumindest damals tat es das. Aber das war quasi dann der Stoff von einem Semester an zwei Tagen Druckbetankung. Kann nicht jeder ab; ich hab am Ende des zweiten Tags vergessen, wo ich auf dem Uniparkplatz geparkt hab.
  12. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Ja, natürlich! Welche Firma steht nicht auf Arbeitskräfte, die sich kostenlos in ihrer Freizeit weiterbilden und das Wissen der Firma quasi unentgeltlich zur Verfügung stellen? Das Problem hierbei ist, dass sich irgendwann die Prioritäten fast zwangsläufig verschieben. Statt HA-Cluster und Deployment-Pipelines baut man irgendwann Sandburgen und Baumhäuser und verbringt seine freie Zeit mit anderen Freizeitaktivitäten oder seiner Lebensgefährtin. Denn sonst baut sie bald an ihren eigenen Pipelines. Nur nicht mehr mit Dir. Ich bin Berater; viel von meinem Wissen nehme ich aus Kundenprojekten, aber auch sehr viel kommt durch eigene Weiterbildung. Damals habe ich das alles privat erledigt: in Hotels, zu Hause, etc. Tagsüber hat man beim Kunden ja keine Zeit für das eigene Lab. Als das dann quasi die Erwartungshaltung des Managements wurde, kam ich ins Grübeln. Mittlerweile bin ich bei einer Firma beschäftigt, die ihre Mitarbeiter wertschätzt. Kommt ein neues Feature oder exotische Kundenwünsche heißt es: "Hier hast Du X Tage Labtime!" oder "Hier, X Tage Weiterbildung für Zertifikat Y". Man sollte sich auch noch eines vor Augen führen: "Fleißebienchen-Dasein" wird schlechter bezahlt als das Abarbeiten seiner Aufgaben während der Arbeitszeit (das heißt nicht, dass man nicht auch mal 14h am Stück arbeitet, wenn es das Projekt erfordert). Danach ist Feierabend. Und wenn ich mich in etwas weiterbilde, das dem Unternehmen unmittelbar nützt, dann nur wenn sich die Firma daran beteiligt. Mit einer finanziellen Entschädigung oder durch Einbringung der Arbeitszeit. Aber nicht in meiner unbezahlten Freizeit. Freizeit dient der Erholung. Und Familie und Freunden. Denn HA-Cluster und Deployment-Pipelines helfen Dir nicht beim Umzug.
  13. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Weiterbildung
    https://careers-germany-sqs.icims.com/jobs/search?ss=1&searchCategory=29152 Als eine der größten Testbuden. Die suchen auch. Es gibt drei Dringe in der IT, für die es meist nie Geld gibt und an denen sofort gespart wird, wenn es eng wird: IT-Sicherheit, Dokumentationen und QS. Ist normal und muss man mit leben.
  14. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Gefunden auf einem bekannten deutschen Blog zum Thema Gender Gap: http://blog.interviewing.io/we-built-voice-modulation-to-mask-gender-in-technical-interviews-heres-what-happened/
  15. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Ist ein gutes Mittel Autos an den Mann zu bringen, die sonst nicht gekauft werden würden. Wurde bei den GT-Modellen von BMW vor kurzem gemacht und glaube auch damals bei einem Renault auch. Finanzierungs- und Leasingrate ganz weit in Richtung Bodensatz. Und siehe da: mehr unförmige 3er und 5er GTs auf deutschen Straßen. Bin ich froh, dass man das nicht beim Fiat Multipla gemacht hat ... *schauder*
  16. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Vor einigen Jahren war es noch möglich, Bar-Rabatte auszuhandeln. Vor allem bei Gebrauchtwagen. Mittlerweile ist den Händlern das egal. Von wem sie die Summe bekommen, spielt für sie keine Rolle. Ähnliches gilt sicherlich eingeschränkt auch bei Elektronik oder auch anderen Konsumgütern. Meine grundsätzliche Meinung (ich gehe jetzt von Konsum aus, nicht von Zwangskrediten wie z. B. Auto, um zur Arbeit zu kommen, Immobilien oder Reparatur): Verfügt man über genügend Barmittel, es gibt aber keinen Bar-Rabatt, dafür jedoch die Möglichkeit einer Finanzierung, so ist dagegen nichts einzuwenden. Mit den Prozenten erkauft man sich Liquidität. Ob es einem das wert ist, kann man ja schnell kalkulieren (5.000 EUR über ein Jahr bei 1,5% macht 75 EUR Zinsen - das wäre es mir z. B. wert). Verfügt man nicht über genügend Barmittel, sollte man sich für Konsumgut (!) auch keine Finanzierung ans Bein binden. Ist vielleicht etwas radikal, aber ich halte es persönlich für fatal über seine Verhältnisse zu leben. Das senkt zum einen die Hemmschwelle, zum anderen gewöhnt man sich mit der Zeit an einen gewissen Standard, den man ohne einen Kredit nicht hätte halten können. Geld für Dinge auszugeben, ohne die man auskommen würde solle man nur dann, wenn man sein Geld ausgibt und nicht das der Bank.
  17. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Heute morgen auf N24: - "Geiles Bike!" - "Hab auch viel Arbeit reingesteckt!" - "Ich nehme es!" - "Hast Du denn überhaupt Geld?" - "Ich nicht..." *künstlerische Pause* "... aber die!" *am Horizont tauchen tausende von Menschen auf* - *süffisanter Sprecher* "Hol Dir dein Geld, auf a*money.de!" Der Azubi unserer Dorfbäckerei hat vor kurzem seine Lehre beendet und fährt jetzt mit einem 2012er Mercedes GL durch die Gegend. Beim nächsten Bremsscheibenwechsel gibt es ein böses Erwachen; das ist kein VW Polo mehr. Sein Vater schüttelt nur noch den Kopf ...
  18. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Was meiner Meinung Meinung nach ein großer Fehler ist. Es gibt z. B. für "normale" Entwickler-Positionen keinen Grund, warum man 3 Jahre Berufserfahrung (ja, ich zähle eine gute Ausbildung in einem Betrieb zur Programmiererfahrung des Azubis) zu Gunsten von drei Jahren Schulbank - und davon vielleicht 10% an Softwareentwicklung - verschmähen sollte. Programmiersprachen kann man zu 80% lernen. Die anderen 20%, an die man nur durch Erfahrung kommt, sind jedoch am Ende der Unterschied zwischen "Get work done" und "Awesome!"
  19. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Ich bin Arbeiterkind und weit weg von irgendeiner Form von Erbe. Starke Schultern sind nicht ohne Training stark geworden (selbst wenn der Vater trainiert und gute Gene vererbt hat). Es gibt Leute, die während andere ins Kino sind, gelernt haben. Und das über Jahre neben Beruf und Familie. Während andere sich einfache Jobs mit geringen Arbeitszeiten suchten, habe sie auch mal bis in die Puppen gearbeitet, damit etwas läuft. Aus welchem Grund sollte jemand, der sich für ein steinigen Erwerbsweg mit dafür höherem Ertrag entschieden hat, den Leuten, die sich hingegen für ein entspannteres Leben entschieden haben, ihr Lebensmodell mitfinanzieren? Sozialstaat schön und gut: er ist da für die Bedürftigen, die ohne eigenes Verschulden in Misslage geraten sind zu helfen. Aber nicht um durch wenige, hart arbeitende Menschen mit der Aussage "Du hast ja starke Schultern, Du kannst mehr tragen" den bequemen Lebensstil zu finanzieren.
  20. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    @Graustein Okay, jetzt muss ich doch mal. Es juckt mich in den Fingern. Vom Ende des Studiums bis zum Oberarzt (wohlgemerkt: es gibt wenig Oberarzt-Stellen) vergehen 12 Jahre bis Facharzt. Nehmen wir an, man steigt dann wirklich immer an Ende der Stufen ohne Wartezeit auf, so bist Du nach 6 Jahren Facharzt ein Oberarzt. Für einen leitenden Oberarzt müsstest Du dann noch einmal 3 Jahre arbeiten. Wir hätten damit dann jemanden im verantwortungsvollen Job nach 12 + 6 + 3 = 21 Jahren Berufserfahrung mit einem Gehalt von 100.000 EUR. In der IT-Branche ist das Gehalt den allgemeinen Statistiken nach bereits nach 12 - 15 Jahren erreichbar.
  21. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Brauchbarere Zinssatz? Geparkt? Die 200 Mio. sind nicht initial vom Himmel gefallen, sondern wurden mit Spitzensteuersatz besteuert, während die Generationen vorher sie erarbeitet haben. Dass der letzte nun Nutznießer ist, ist seiner Familie zu verdanken. Und wenn er bereit ist, Dir das Geld zu leihen, hat er auch eine Gegenleistung verdient und nicht eine stetige Verringerung seines bereits längst erarbeiteten und besteuerten Kapitals. Wenn er nach diesem Plan nämlich das Kapital einfach liegen lässt und nichts damit anfängt, wird es dennoch besteuert. D. h. der Staat greift sich einfach ohne jegliche Gegenleistung x% von vorhandenem (und nochmal: bereits versteuertem!) Geld und dezimiert so einfach vorhandenes (und nochmal: vorher erarbeitetes!) Geld. Am Ende wird das Kapital nämlich einfach nur weniger, der Staat (und damit Du) dann ohne jegliches Zutun - das Gegenteil, was bei der Besteuerung deines Einkommens passiert, denn Du erhälst in Form der Sozialabsicherung eine Gegenleistung - reicher.
  22. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    @Graustein Jetzt sind es nicht mehr die kommunalen, sondern nur noch die Unikliniken? Und dann maximum nach soundsoviel Jahren? Ich glaube wir lassen das Thema mal, wie beide. Auf einen gründen Zweig kommt man so nicht. @Errraddicator Kommunismus ist solange schön, solange man auf der Nehmer-Seite ist. Nehmen wir an, ich habe mein Leben lang als Angestellter gearbeitet, brav den Spitzensteuersatz entrichtet und am Ende meines Erwerbslebens ein Kapital vom 1.000.000 EUR angespart. Das vererbe ich natürlich meinem Kind, damit es die Früchte von 50 Jahren meiner Arbeit erntet. Das geht dann - mit Glück - einige Generationen so weiter, alle haben brav gearbeitet und ihre Steuern gezahlt und dann hat der letzte Sprössling 200 Mio. Barvermögen, dass er für 100.00 EUR Zinsen p. a. einsetzt. Mit welchem Grund soll der Zinsertrag mit 50% besteuert werden? Die 26% ohne soziale Gegenleistung sind schon Steuern genug. Das eingesetzte Kapital wurde mit 50% Steuern durch Generationen vorher aufgebaut und der Zinsertrag wird nun in der letzten Generation auch noch mit 26% besteuert, obwohl der Staat für die 26% keinerlei Leistung mehr erbringt. Aus welchem Grund soll für die bereits versteuerten 200 Mio auch noch Steuern gezahlt werden?!
  23. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    @Hellspawn304 Sei mir nicht böse, aber ich glaube Du überschaust diesen Kapitalisten / Arbeiter - Klassenkampf nicht ganz. Wenn jemand beim derzeitigen Kurs von 0,054% der deutschen Staatsanleihen 100.000 EUR p. a. an Zinsen einstreicht, der hat ca. 200.000.000 EUR in den deutschen Staat auf 10 Jahre gepumpt. Finde ich einen sehr guten Tausch! Du hast gar nichts mitfinanziert. Er hat Dir 200 Millionen EUR für 10 Jahre zur Verfügung gestellt und Du zahlst brav deine (äußerst niedrigen!) Zinsen, wie Du es auch bei einer Bank tun würdest, sofern sie Dir einen Kredit gewährt. Und sogar auf diese Zinsen zahlt der Kapitalist Dir wieder, in Form von 26% Steuern auf seinen Ertrag, was in deinen Säckel. Und wenn Du arbeitslos wirst, bekommst Du vom Sozialsystem auch etwas zurück. Der böse Kapitalist bekommt? Nichts. Als ob Du dein Auto Vollkasko versicherst und dich beschwerst, dass dein Nachbar am Ende des Jahres mehr Geld übrig hat, weil er sein Fahrzeug das Jahr über nur mit Haftpflicht fährt. Vielleicht solltest Du den Aluhut gelegentlich mal abnehmen.
  24. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Ja, aber deine Behauptung ist, dass 90% der Bevölkerung nun die 10% finanzieren? Wie das?
  25. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Belastung geht einher nicht nur mit Schichten, sondern auch mit Verantwortung. Ich bin lieber für eine geclusterte Datenbank mit einem Backup-Prozess verantwortlich, als für eine Falschdiagnose, die evtl. Menschenleben kostet. Und ein Facharzt in der Klinik verdient lt. TVÖD nach 3 Jahren (also insg. 10 Jahre BE) keine 90.000 EUR, sondern EG2 / 3 mit 5.755 EUR genau 69.060 EUR. Für 10 Jahren Berufserfahrung. Finde ich relativ wenig. Ich habe - ehrlich gesagt - keinerlei Ahnung, woher Du die Zahlen hast. Du nennst nicht eine Quelle in deinen Postings. @Hellspawn304: Bitte genauer erläutern, was Du damit meinst.

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