Alle Beiträge von Kwaiken
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Fernuni-Hagen - Kurseinheiten - Fehlt da was?!
Ich glaube, ich halte mich ab hier mal aus der Diskussion raus. Viel Erfolg beim weiterhin "aus dem Ärmel schütteln", sich "Dunkelziffern" auszumalen und das als Realität hinzustellen. ;-)
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Ich bin Arbeiterkind und weit weg von irgendeiner Form von Erbe. Starke Schultern sind nicht ohne Training stark geworden (selbst wenn der Vater trainiert und gute Gene vererbt hat). Es gibt Leute, die während andere ins Kino sind, gelernt haben. Und das über Jahre neben Beruf und Familie. Während andere sich einfache Jobs mit geringen Arbeitszeiten suchten, habe sie auch mal bis in die Puppen gearbeitet, damit etwas läuft. Aus welchem Grund sollte jemand, der sich für ein steinigen Erwerbsweg mit dafür höherem Ertrag entschieden hat, den Leuten, die sich hingegen für ein entspannteres Leben entschieden haben, ihr Lebensmodell mitfinanzieren? Sozialstaat schön und gut: er ist da für die Bedürftigen, die ohne eigenes Verschulden in Misslage geraten sind zu helfen. Aber nicht um durch wenige, hart arbeitende Menschen mit der Aussage "Du hast ja starke Schultern, Du kannst mehr tragen" den bequemen Lebensstil zu finanzieren.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
@Graustein Okay, jetzt muss ich doch mal. Es juckt mich in den Fingern. Vom Ende des Studiums bis zum Oberarzt (wohlgemerkt: es gibt wenig Oberarzt-Stellen) vergehen 12 Jahre bis Facharzt. Nehmen wir an, man steigt dann wirklich immer an Ende der Stufen ohne Wartezeit auf, so bist Du nach 6 Jahren Facharzt ein Oberarzt. Für einen leitenden Oberarzt müsstest Du dann noch einmal 3 Jahre arbeiten. Wir hätten damit dann jemanden im verantwortungsvollen Job nach 12 + 6 + 3 = 21 Jahren Berufserfahrung mit einem Gehalt von 100.000 EUR. In der IT-Branche ist das Gehalt den allgemeinen Statistiken nach bereits nach 12 - 15 Jahren erreichbar.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Brauchbarere Zinssatz? Geparkt? Die 200 Mio. sind nicht initial vom Himmel gefallen, sondern wurden mit Spitzensteuersatz besteuert, während die Generationen vorher sie erarbeitet haben. Dass der letzte nun Nutznießer ist, ist seiner Familie zu verdanken. Und wenn er bereit ist, Dir das Geld zu leihen, hat er auch eine Gegenleistung verdient und nicht eine stetige Verringerung seines bereits längst erarbeiteten und besteuerten Kapitals. Wenn er nach diesem Plan nämlich das Kapital einfach liegen lässt und nichts damit anfängt, wird es dennoch besteuert. D. h. der Staat greift sich einfach ohne jegliche Gegenleistung x% von vorhandenem (und nochmal: bereits versteuertem!) Geld und dezimiert so einfach vorhandenes (und nochmal: vorher erarbeitetes!) Geld. Am Ende wird das Kapital nämlich einfach nur weniger, der Staat (und damit Du) dann ohne jegliches Zutun - das Gegenteil, was bei der Besteuerung deines Einkommens passiert, denn Du erhälst in Form der Sozialabsicherung eine Gegenleistung - reicher.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
@Graustein Jetzt sind es nicht mehr die kommunalen, sondern nur noch die Unikliniken? Und dann maximum nach soundsoviel Jahren? Ich glaube wir lassen das Thema mal, wie beide. Auf einen gründen Zweig kommt man so nicht. @Errraddicator Kommunismus ist solange schön, solange man auf der Nehmer-Seite ist. Nehmen wir an, ich habe mein Leben lang als Angestellter gearbeitet, brav den Spitzensteuersatz entrichtet und am Ende meines Erwerbslebens ein Kapital vom 1.000.000 EUR angespart. Das vererbe ich natürlich meinem Kind, damit es die Früchte von 50 Jahren meiner Arbeit erntet. Das geht dann - mit Glück - einige Generationen so weiter, alle haben brav gearbeitet und ihre Steuern gezahlt und dann hat der letzte Sprössling 200 Mio. Barvermögen, dass er für 100.00 EUR Zinsen p. a. einsetzt. Mit welchem Grund soll der Zinsertrag mit 50% besteuert werden? Die 26% ohne soziale Gegenleistung sind schon Steuern genug. Das eingesetzte Kapital wurde mit 50% Steuern durch Generationen vorher aufgebaut und der Zinsertrag wird nun in der letzten Generation auch noch mit 26% besteuert, obwohl der Staat für die 26% keinerlei Leistung mehr erbringt. Aus welchem Grund soll für die bereits versteuerten 200 Mio auch noch Steuern gezahlt werden?!
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
@Hellspawn304 Sei mir nicht böse, aber ich glaube Du überschaust diesen Kapitalisten / Arbeiter - Klassenkampf nicht ganz. Wenn jemand beim derzeitigen Kurs von 0,054% der deutschen Staatsanleihen 100.000 EUR p. a. an Zinsen einstreicht, der hat ca. 200.000.000 EUR in den deutschen Staat auf 10 Jahre gepumpt. Finde ich einen sehr guten Tausch! Du hast gar nichts mitfinanziert. Er hat Dir 200 Millionen EUR für 10 Jahre zur Verfügung gestellt und Du zahlst brav deine (äußerst niedrigen!) Zinsen, wie Du es auch bei einer Bank tun würdest, sofern sie Dir einen Kredit gewährt. Und sogar auf diese Zinsen zahlt der Kapitalist Dir wieder, in Form von 26% Steuern auf seinen Ertrag, was in deinen Säckel. Und wenn Du arbeitslos wirst, bekommst Du vom Sozialsystem auch etwas zurück. Der böse Kapitalist bekommt? Nichts. Als ob Du dein Auto Vollkasko versicherst und dich beschwerst, dass dein Nachbar am Ende des Jahres mehr Geld übrig hat, weil er sein Fahrzeug das Jahr über nur mit Haftpflicht fährt. Vielleicht solltest Du den Aluhut gelegentlich mal abnehmen.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Ja, aber deine Behauptung ist, dass 90% der Bevölkerung nun die 10% finanzieren? Wie das?
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Belastung geht einher nicht nur mit Schichten, sondern auch mit Verantwortung. Ich bin lieber für eine geclusterte Datenbank mit einem Backup-Prozess verantwortlich, als für eine Falschdiagnose, die evtl. Menschenleben kostet. Und ein Facharzt in der Klinik verdient lt. TVÖD nach 3 Jahren (also insg. 10 Jahre BE) keine 90.000 EUR, sondern EG2 / 3 mit 5.755 EUR genau 69.060 EUR. Für 10 Jahren Berufserfahrung. Finde ich relativ wenig. Ich habe - ehrlich gesagt - keinerlei Ahnung, woher Du die Zahlen hast. Du nennst nicht eine Quelle in deinen Postings. @Hellspawn304: Bitte genauer erläutern, was Du damit meinst.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Schaue ich in die TVÖD für die kommunalen Krankenhäuser, komme ich auf EG1 4.023 EUR (48.276 EUR / Jahr). Nach 6 Jahren hat der Assistenzarzt dann die letzte Stufe mit 5.171 EUR erklommen. Macht einen Verdienst von 62.052 EUR / Jahr. Schichtzulagen lasse ich mal raus, da ich mit IT-Berufen vergleiche, wo sie auch nicht üblich sind und in die Berechnung fallen. Schaut man in die IT Gehälter 2015 von Robert Half, komme ich bei einem Softwarearchitekten auf eine Spanne von 45.000 - 51.000 EUR / Jahr. Nach 6 Jahren auf 58.000 EUR bis 72.000 EUR. Ein Softwareentwickler liegt leicht drunter. Ein Berater gut drüber. Die Verdienste ähneln sich sehr. Auch wenn der Arzt ein vielfaches der Verantwortung trägt. Ich sehe hier keinerlei Grund für irgendwelche Neiddebatten zu Lasten der Ärzte. Wäre auch bereit einen höheren KV-Beitrag zu zahlen, wenn davon mehr Ärzte eingestellt werden würden oder die Ärzte in strukturschwachen Regionen einen finanziellen Anreiz bekommen dort zu praktizieren, statt in der Stadt noch mehr Praxen zu eröffnen.
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Fernuni-Hagen - Kurseinheiten - Fehlt da was?!
Das ist nicht richtig. http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/campus/nur-wenige-studenten-halten-regelstudienzeit-ein-12835391.html Was ist im Studium gelernt habe, ist meine persönlichen Fähigkeiten weder als oberste noch als unterste Grenze für alle anderen Menschen zu sehen ("everyone better than me has no life everyone worse is a noob"). Während von den Leuten, mit denen ich das Studium gestartet habe niemand bis zum Ende durchgehalten hat, habe ich auch jemanden getroffen, der alle seine Prüfungen innerhalb von 3 Jahren in Teilzeit mit 1,3 oder besser abgeschlossen hat. Nur TI hat er mit 1,7 "verhauen", so dass ihm ein "mit Auszeichnung" in der Urkunde leider verwehrt blieb. Das Studium ist nicht ohne. Soll es auch nicht sein. Sonst wäre es nämlich wertlos (Hallo MCSE). Aber es ist in jedem Fall machbar.
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Studium Wirtschaftsinformatik, Fernuni
Mache gerade den WiInf Master an der FU, nachdem ich den BSc. Informatik gemacht habe. Ich muss sagen, dass die WiWi-Kurse eine noch breitere Streuung in der Qualität haben, wie die Kurse aus der Informatik. Die Rahmenbedingungen in Bezug auf Prüfungsanmeldung, Prüfungsorte, Klausureinsichten oder Betreuung sind sehr unterschiedlich. Dafür gibt es hier keine "Kracher", wie die theoretische Informatik. Was auffällt, ist das viele Auswendiglernen. Es gibt Kurse, bei denen man einen Sachverhalt mit eigenen Worten darlegen muss. Und bei anderen gibt es Punkteabzug, wenn Du in der Definition das Komma an der falschen Stelle gesetzt hast. Mal gibt es "zusammengeschusterte" Skripte, die sich teilweise von Kurseinheit zu Kurseinheit widersprechen oder schon absolut veraltet sind (Informationsvisualisierung). Und manchmal sind die Unterlagen kurz, prägnant und aktuell (Business / IT Alignment). Wer für etwas weniger Mathematik viel Lesestoff und Auswendiglernen in Kauf nimmt, der ist bei WiInf richtig. Wer eher der Verständnis-Typ ist und nicht gerne viel liest, sich dafür aber auch durch ein / zwei Kurse Mathe beißen kann, der ist bei Informatik besser aufgehoben. Achtung bevor es ein böses Erwachen gibt: Wer den BSc. WiInf (oder generell einen "Bindestrich-Bachelor") macht kann anschließend an der FU keinen Informatik-Master machen! Wen den BSc. Informatik macht, kann jedoch den WiInf-Master und Informatik-Master studieren (Quelle).
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Fernstudium - Fernuni Hagen - Fragen
4,5 bei mir in TZ. Geht also. Man muss sich nur etwas Effizienz in der Zeitgestaltung angewöhnen und den Overhead außerhalb der Arbeitszeiten für die Uni nutzen. Man glaubt kam, was "mal eben kurz SPON lesen" oder "mal eben einen Eintrag im Forum schreiben" an Zeit frisst. Und aus dem Musik hören in der Bahn oder am Flughafen wird dann eben Skripte lesen.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
@urghss Letzten Endes weißt Du nicht, ob wir in 20 - 25 Jahren überhaupt noch Rente bekommen werden. Und dass Kinder kriegen nichts Leichtes ist, stimme ich Dir zu. Aber genauso sollte die Allgemeinheit private Wünsche, was ein Kinderwunsch letztendlich ist, nicht über die Maßen alimentieren. Folge einer übermäßigen Kinder-Subventionierung ist, dass in einkommensschwachen Kreisen Kinder vorwiegend als bequeme Einnahmequelle für staatliche Leistungen gesehen werden. Sozial-technisch betrachtet haben wir "weiter oben" einen Geburtenrückgang, während wir "weiter unten" einen Geburtenzuwachs haben. Sozialforscher würden politisch inkorrekt sagen "Die falsche Schicht vermehrt sich". Was hier meiner Meinung nach getan werden muss, ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und keine pauschale Alimentierung des Reproduktionsprozesses. Was die Elternzeit angeht: auch als Mann weiß man nicht, ob man gegangen wird. Das ist kein rein frauliches Problem, wie Du zu suggerieren versuchst. Männer haben es in Wirklichkeit viel schwerer Elternzeit zu bekommen. Zum Thema Ärzte: Medizin ist mit das anspruchsvollste Studium in Deutschland. Es ist nicht nur teuer für den Steuerzahler, einen Mediziner auszubilden. Auch ist die Belastung im Studium nicht ohne. Diese setzt sich dann fort im Beruf. Mit 36.000 EUR in den ersten Berufsjahren und 78.000 EUR nach 10 Jahren Berufserfahrung verdienen Klinikärzte nicht schlecht, aber auch nicht übermäßig gut (Praxisärzte als Selbstständige betrachte ich nicht - hier ist jeder seines Glückes Schmied und nicht jeder hat eine gut laufende Orthopädiepraxis oder ein Dentallabor, genauso wie nicht jeder Informatiker eine eigene Firma hat). Diese Summe ist auch in vielen anderen Berufen - auch ohne lange Schichten und Bereitschaft - problemlos erreichbar. Mit Verlaub, Ich finde das alles andere als "meckern auf hohem Niveau" ...
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Oder sie lassen sich hier an den guten Unis für wenig Geld ausbilden und wandern dann ab, z. B. in die Schweiz. Da sprichst Du im letzten Satz direkt das Problem an. Noch schlimmer sieht die Sache bei Ärzten aus. Sehr teure Ausbildung auf höchstem Niveau und danach ein Leben mit 24h-Schichten, miserabler Bezahlung und schlechteren Arbeitsbedingungen als anderswo. Kein Wunder, dass viele junge Ärzte auch das Weite suchen. Pauschal zu sagen, dass das Kind die Renten in Deutschland finanzieren wird, halte daher ich für mindestens fragwürdig. Ob sie das in 20-25 überhaupt tun werden steht mehr als nur in den Sternen.
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Verhandlung
Immer eines vor Augen führen: ein Vorstellungsgespräch ist nicht nur dazu da, herauszufinden, ob Du zum Unternehmen passt. Sondern auch für dich, um herauszufinden, ob das Unternehmen zu Dir passt! Dazu darfst Du alles in Erfahrung bringen, was Dir bei einer Arbeitsstelle im täglichen Doing wichtig ist: für einen Entwickler z. B. ob Großraumbüro der max. 2er-Räume, ob 4:3-Monitore mit einer Auflösung von 800x600 oder zwei 16:9 FullHDs, State of the Art Entwickler-Notebooks oder Medions von vor vier Jahren und für einen Consultant z. B. wie die Reisekosten-Policy ist. Als ich damals noch im operativen Geschäft tätig war, habe ich - nachdem die harten Bedingungen festgeklopft waren - immer geben eine kleine Führung durch die Büros zu bekommen. Das hat mir immer einen guten Eindruck vermittelt, wie es in der Firma zugeht und mir direkt die Fragen beantwortet, die ich noch zum Tagesgeschäft hatte. Hier mit irgendwelchen Tricks (von beiden Seiten wohlgemerkt) zu arbeiten, halte ich nicht für zielführend. Man möchte für die nächsten X Jahre zusammenarbeiten, die Geschäftsbeziehung mit Tricksereien zu beginnen, ist ein sehr schlechter Start in diese Zusammenarbeit, wie ich finde. Einfach das übliche VG-Protokoll beachten und im Rahmen dessen ehrlich sein.
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Projektleiter (IT) direkt nach der Ausbildung?
Zum Glück hält der Enterprise-Gedanke auch im Mittelstand Einzug. Es ist bei Konzernen schlichtweg unmöglich die weltweit verteilten Leute regelmäßig an einen Tisch zu bekommen, daher gibt es so sinnvolle Erfindungen wie WebEx (mein subjektives Mittel der Wahl, obwohl kein Cisco-Fan) oder Lync (*schauder*). Und auch dort laufen die Projekte nicht alle gegen die Wand und sind größtenteils auch deutlich effizienter und entspannter, als permanentes OnSite und Ringelpietz mit Anfassen im Meetingraum. Bin als Consultant selbst in vielen Projekten vorwiegend anleitend bei Kunden tätig und fahre sicher nicht für eine Stunde Meeting nach Buxtehude. Ebenso nicht für meinen AG, der sich von der Anwesenheitspflicht schon vor vielen Jahren verabschiedet hat (ca. einmal / zweimal im Monat für Reisekosten und Socializing genügt). Da tut es eine kurze WebEx, sofern alle die common sense-TelKo-Regeln (keine Huntergrundgeräusche, muten, wenn man nichts sagt, etc.) einhalten. Gibt auch Kunden, die auf OnSite bestehen, auch wenn es nur für eine Stunde ist. Ist unglaublich wichtig und unabdingbar sich gegenseitig beim Kaffee-trinken zuzuschauen. Wenn man dann anfängt den Tag mit pauschal 0,25 PT + Reisezeit abzurechnen, ist - Überraschung! - OnSite gar nicht mehr so alternativlos, wie zunächst gedacht. Ausnahme: hauptberufliche, disziplinarische Personalverantwortung von mehr als 15 MA (Flurfunk, Open Door Policy, Führungsstil, ...) oder Dinge, die am besten persönlich geäußert werden sollten. Aber das ist ein anderes Thema.
- Verhandlung 2te Runde
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Verhandlung 2te Runde
Da wäre ich vorsichtig. Es gibt meist Rückzahlungsbedingungen für Weihnachts- und / oder Urlaubsgeld. Z. B. kann bei einem Weihnachtsgeld als von >= einem Monatsgehalt der Arbeitnehmer bis zum 30.06 des Folgejahres an die Firma gebunden werden, sonst droht komplette Rückzahlung. Weihnachtsgeld kassieren und gehen ist also nicht. Der frühste Wechselzeitpunkt ist - sofern man nicht das komplette Weihnachtsgeld zurückzahlen möchte - damit der 01.07 für den AN, so dass man dadurch auch min. 6/12 des Weihnachtsgelds für das Folgejahr verliert. Ähnliches gilt für das Urlaubsgeld. Aus diesem Grund verhandle ich immer Fix + Zielvereinbarung. Diese kann ich steuern und werden beim Wechsel auch anteilig ausbezahlt. Weihnachts- und Urlaubsgeld sind hingegen nette Zusatzleistungen. Wenn sie zusätzlich zu meiner Wunschsumme gezahlt werden: schön. Wenn nicht, auch kein Beinbruch.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Bemüht man die aktuellen Statistiken und Studien zum Thema Gender Pay Gap und schaut sich die um die sozialen Faktoren bereinigten Zahlen an, ergibt sich ein anderes Bild. Von 2 - 8% ist die Rede, selbst beim statistischen Bundesamt spricht man richtigerweise plötzlich von bereinigten 8% im Jahr 2015, nachdem man vorab die 25%-Sau durchs Dorf getrieben hat. Und diese 2 bis 7 Prozent lassen sich dann recht einfach mit den Geschlechter-spezifischen Eigenheiten von Mann und Frau erklären: "Schuld ist der Risikoaufschlag". Ansonsten müsste man sich einfach Eines vor Augen führen: wenn irgendjemand - Mann, Frau, schwarz, weiß, jung oder alt, egal - den gleichen Job in gleicher Qualität für 25% weniger Lohn abliefern würde, würden die Regeln des Kapitalismus unverzüglich greifen und hauptsächlich diese Personengruppe eingestellt werden. Ist es denn der Fall? Nein, ist es nicht.
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Dank Mitarbeiter Stempel als Depp bekommen?!
Was Du dagegen tun kannst? Am besten alles nicht so eng sehen ;-) Die Externen zahlen Dir (A) nicht dein Gehalt und (B) können sie sicher auch unterscheiden, wegen wem sie so gereizt sind. Abgesehen davon sind deine Vorgesetzten zufrieden und die neue MA arbeitet sich vielleicht erst ein und ist noch recht unsicher beim Umgang mit der fremden IT. Es gibt meiner Meinung nach daher kein Handlungsbedarf. Außerdem: Besser eine Frage zu viel, als 5 Abende Backups einspielen, weil man die IT lahmgelegt hat.
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Umgang mit Abwerbeangebot
Den letzten Satz kann ich unterschreiben. Aber man sieht sich immer 2x im Leben, nicht vergessen. Daher würde ich die Brücken nicht verbrennen. Da Du bereits ein Gespräch mit deinem Chef hattest und ein Angebot ausgeschlagen hast, wird das nächste Gespräch etwas holprig. Nach dem Motto: da ist er ja schon wieder. Ich würde jetzt an deiner Stelle nicht mehr nach einem Gegenangebot "fragen", sondern dem Chef über das neue Angebot in Kenntnis setzen, ihm sagen, dass Du es annehmen möchtest und er in den nächsten Tagen eine schriftliche Kündigung bekommt. Du wolltest Ihn vorab nur mündlich darüber informieren, da es Dir - ob des guten Verhältnisses - angemessen erschien. Gehört zum guten Stil. Wenn dein Chef dich behalten will, wird er in den nächsten Tagen von selbst auf dich zukommen. Und wenn nicht: dann bedankst Du dich für die tolle Zusammenarbeit, sagst, dass man sich ja immer 2x im Leben sieht und freust dich auf 40% (!!!) mehr Gehalt.
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Frage zur Zugangsvorraussetzung (Studium)
Möchtest Du an eine FH? Muss es Präsenz sein? Wenn nicht, kannst mal in meine Signatur schauen. Vielleicht ist das was für dich...
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Kennst Du ein Berufsfeld mit Zukunftschancen, wo man sich nicht weiterbilden muss? Ich nicht. Selbst als Altenpfleger musst Du neue Dinge lernen. Wer immer tut was er schon kann, bleibt immer das was er schon ist. In deiner Position war ich vor einigen Jahren auch. Im (für die IT) fortgeschrittenen Alter habe ich irgendwann mit 5-10 Jahre jüngeren kokurriert. Und für die Stellen, die zu meinem Alter und meiner Erfahrung passen wurde ich aufgrund des fehlenden Studiums nicht in Betracht gezogen. Also entweder auf der Stelle verharren und hoffen, dass ich nicht zu Gunsten eines ausgelernten Kollegen irgendwann in den Wind geschossen werde oder mich weiterbilden. Ich erhebe nicht den Anspruch, dass das der Königsweg ist. Ist er sicher nicht. Und bestimmt gibt es effizientere Wege zum Glück. Aber wenn man sich nicht einmal ein Lottolos kauft, ist die Wahrscheinlichkeit doch recht gering, mal im Lotto zu gewinnen.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Das ist nicht richtig. Der übliche Werdegang einer Karriere in der IT ist: Ausbildung / Studium, danach Einstieg im Support, als Trainee oder Mädchen für alles in einem Kleinunternehmen, bzw. Wer Glück hat, landet im Konzern nach Tarif. Nun macht man Zertifikate, sammelt fachliche Erfahrung und irgendwann verlieren die Zertifikate mehr und mehr an Bedeutung, man erneuert sie einfach durch Arbeiten in diesem Bereich (siehe CISSP), macht sie einfach im Vorbeigehen (PRINCE2, etc.) weil man sich Tag ein, Tag aus mit der Materie befasst oder macht sie durch Referenzprojekte oder nachweisbare Berufserfahrung obsolet. Irgendwann kommt man dann in Richtung Führung und übernimmt immer mehr und mehr Verantwortung, sei es fachlich oder disziplinatisch. Bis man dank dem Peter Prinzip irgendwann an seine Grenzen stößt. Wer 20 Jahre Erfahrung hat und mit 20 jährigen im (Junior-)Positionen konkurriert, der ist irgendwo auf der Strecke stecken geblieben und hat sich nicht weiterentwickelt. Oder man musste aus seinem alten Beruf raus und muss wieder von vorne Anfangen. Der alte Beruf und alles vorher ist nun leider praktisch wertlos. Der Fehler ist hier aber nicht beim Unternehmen zu suchen. Von einem Fliesenlegerbetrieb kann nicht erwartet werden, die 15 Jahre Fachinformatiker-Erfahrung vor der Umschulung mitzubezahlen. Genauso wenig wie von einer IT-Bude die 15 Jahre Vorerfahrung des Mitarbeiters als CNC-Fräser... Dass das nicht stimmt, hättest Du mit einem Blick in den Gehaltsthread in diesem Forum herausfinden können. Vor langwierigen Entscheidungen sollte man sich mit dem Berufsbildung und den Anforderungen durch den Job befassen. Wenn hier für dich fachlich schon Schluss ist, dann ist auch Job-technisch für dich hier Schluss. Man sollte sich von der märchenhaften Vorstellung befreien, dass es einfache und wenig fordernde Jobs mit super Bezahlung gibt. Man hat entweder einen angespannten Job, den nur wenige bewältigen (wollen) und wird entsprechend bezahlt oder man hat ein entspanntes Leben und ein angespanntes Bankkonto. Beides zusammen geht nicht. Zumindest nicht für den Normalsterblichen ohne entsprechende Starthilfe.
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Sich mit der Materie befassen oder ein Zertifikat zu bekommen ist im Lernaufwand das Gleiche. Nur hast Du beim Zertifikat am Ende ein Stück Papier, was die Bewertung deines "sich befassens" für den AG vereinheitlicht. Denn das "sich befassen" hat je nach Person ganz unterschiedliche Bedeutungen: während einer sich schon für einen Experten hält, wenn er Linux nur buchstabieren kann, programmiert der andere schon Kernel-Module und hält sich für einen Anfänger. Und beide haben sich mit der Materie befasst.... Ja, was denn nun?! Doch, Du. Für wen scheinen die Maßstäbe erdrückend? Für dich? Für alle? Wenn man mit Leistungserwartungen nicht klar kommt, dann muss man den Fehler nicht zwangsläufig bei dem suchen, der diese Leistung sehen will. Vielleicht hat man irgendwann einfach seine persönlichen Grenzen erreicht. Das bedeutet aber nicht, dass die Allgemeinheit nun die Latte tiefer legen muss, damit noch alle drüber springen können. Manchmal schneller, manchmal langsamer. Du kannst 3x raten, wem ich mehr zutraue das Problem schneller zu lösen: dem 20 jährigen AN, der sich permanent weiterbildet und auch intrinsisch motiviert ist. Oder dem 40 jährigen, der mit Lebenserfahrung glänz, sich aber vor X Jahren mal gedacht hat "Nun muss aber mal Schluss sein mit der Weiterbildung!"... Mitarbeiterführung. Nicht Gassi-gehen oder Mitarbeiterausführung. Aber das weißt Du selbst und hast nur nach einem Wort gesucht um dich dran aufzuhängen. Wenn deine Karriere und berufliches Fortkommen kein Anreiz ist, dann weiß ich auch nicht. Dass ein MA mit jeder Weiterbildung wertvoller wird, steht außer Diskussion. Und die Weiterbildung nimmst Du mit, wenn Du das Unternehmen verlässt. Wozu soll Dir das Unternehmen für Deine Weiterbildung auch noch zusätzliche Anreize schaffen, wenn es Dir denn schon das Zertifikat bezahlt und Du oft während der Arbeitszeit dafür lernen darfst.... Irgendwie scheinst Du mir mehr fordern, als leisten zu wollen. Bitte nicht vom eigenen Weiterbildungshorizont ausgehen. Nicht jede Maßnahme ist eine Umschulung oder das Administrator-Zertifikat von Windows 3.11. Bestimmte Dinge hatten ihre Gültigkeit schon vor 100 Jahren und werden es die nächsten 100 Jahre noch haben. Nur muss man sich damit proaktiv beschäftigen. Aber es ist ja einfacher einfach erst einmal nur zu fordern... Wer beim Marathon zu lange Pausen macht, kommt einfach später ans Ziel. Gleiche Ausgangschancen für alle. Nicht Gleichmacherei im Ergebnis.