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Kwaiken

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  1. Auch hier erschließt sich mir der Zusammenhang nicht. Ich kann nur von mir sprechen, aber ich war schon viel unterwegs. Auch längere Zeit als Backpacker, u. a. in Myanmar, Kambodscha und Laos. Mein Sicherheitsbedürfnis war zu dem Zeitpunkt damit gestillt, dass ich wusste wo ich meine Reisepasskopie hochgeladen habe, dass mein Rückflugticket bezahlt ist und dass der ADAC mich im Fall der Fälle zurückholt. Als ich zu Hause ankam, wurde immer noch die gleiche Miete abgebucht, das Brot kostete immer noch das Gleiche wie vor der Abreise, nur Benzin war zwischenzeitlich teurer geworden. Mit jeder Reise wusste ich meinen heimischen Komfort immer mehr zu schätzen und fühle mich immer noch schlecht, wenn ich Dinge kaufe, obwohl meine alten noch nicht kaputt (verdammt seist Du, MX518!) sind, nur weil ich mal was neues haben möchte. Aber mein subjektives Sicherheitsbedürfnis? Das ist das Gleiche wie zuvor. @OkiDoki: "... in Deutschland überleben kann. Aber nicht jeder kann mit 30k p.a. sein Sicherheitsbedürfnis erfüllen." - das ist ein schöner Satz, den rahme ich mir ein 🙂
  2. Da bewerte ich das etwas anders. Vielleicht sind es andere Ansprüche. Aber mit 30k p. a. sehe ich nicht einmal das Sicherheitsbedürfnis vollends befriedigt. Das sind 1.700 EUR Netto. Zieht man Miete und andere monatlichen Nebenkosten ab, könnte es da schon eng werden, wenn das Auto oder die Waschmaschine kaputt geht. Hierfür immer einen Kredit aufnehmen zu müssen ... ganz zu schweigen, wenn Kinder ins Spiel kommen. Mit Begriffen wie "Selbstlüge" gehe ich persönlich etwas sparsamer um. Das könnte man nämlich auch anders herum deuten, daher gehe ich da nicht darauf ein. Aber muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er das handhabt.
  3. Richtig. Das spannende ist aber, dass die Firmen hierher kommen und den Leuten ebenfalls 30 Tage bieten, und sich der deutschen Gesetzgebung beugen. Und dazu auch noch die Benefits aus dem Heimatland mitbringen. (Tesla wäre jetzt kein so gutes Beispiel, die haben schon in den US bescheidene Bedingungen gehabt) Ob die dann "eingedeutscht" werden und die Benefits auf lange Sicht wegfallen, oder die deutschen Unternehmen ihrerseits nachziehen... das vermag ich nicht vorherzusagen.
  4. @Bitschnipser: Wenn Die mal eine Lokaltion in DE haben, sicherlich. Aber derzeit sitzen alle in den Staaten. Ich gebe aber Bescheid 😉 Sicherlich. Aber wie ich oben schon gesagt habe: So eine Ansicht muss man sich erst einmal leisten können. Wenn man oben in der Maslowpyramide ist, kann man anfangen, sich Gedanken zu machen, ob man seinen moralischen Vorstellungen auf den Arbeitsplatz ausweiten und sie mit Nettoverzicht ausdrücken möchte. Davor ist man mit Überleben beschäftigt. https://fortune.com/best-workplaces-bay-area/2021/search/ Diese Firmen bieten noch bessere Benefits und zahlen auch oft besser. Da wird schon einer dabei sein, der den eigenen, ethischen Moralvorstellungen entspricht. Der Punkt ist einfach, dass wir in DE, was Mitarbeiterbindung angeht, noch einiges zu lernen haben. Erst wenn diese Firmen den deutschen Michels-Tradistionsunternehmen die MItarbeiter wegwerben, beginnt ein Umdenken. Bis dahin werden die DE-Firmen weiterhin denken, dass kostenloses Wasser als Benefit in die Stellenausschreibung gehört.
  5. Das stimmt tatsächlich. Schau Dir z. B. das Durchschnittsgehalt bei Facebook an. Und die bieten auch bessere Benefits als meine Firma. Muss man nur für so eine Firma arbeiten wollen. Aber vor allem muss man sich diese Entscheidung auch leisten können. Frei nach "Mit 390 Euro Hartz kommt man nicht weit im Biomarkt"
  6. Kann ein paar Beispiele geben, ja. Betriebsrente, Arbeitszeitkonto zum einzahlen relativ teures Arbeitsequipment, was man sonst braucht wird expensed (Google Cloud, AWS, ...) Mitarbeiter-Aktienprogramm mit teils beeindruckenden Abschlägen Mittagessen im Office wird 2x pro Woche übernommen, im HO ~2x im Monat Kein HO-Budgetlimit während C19 ("buy what you want") Flüge in premium Eco, Option auf BC Internet + Handy wird komplett übernommen Während C19 durfte die ganze Family mit Psychologen über Zoom sprechen, auch Kids Vor Firmenevents bekommen die Leute Snackboxen zugeschickt, oder labled Goodies (Markenpulover, die man auch wirklich selbst tragen würde, z. B.) Zu Weihnachten gibt es Geschenke ~50-100 USD zur Auswahl aus dem corporate Portal, der Chef bezahlt manchmal aus der Abteilungskasse noch zusätzlich was für die MA Drink-Nights, wo einem Pakete mit Drinks zum mixen zugeschickt werden, die dann über Zoom verköstigt werden Bounty Programme: Verbesserungen bei Doku, Use cases, etc. wird monetär entlohnt Freistellung für Events, etc., 5 Tage / Jahr für good causes, die man sich selbst aussuchen kann (Tierheim, Suppenküche, whatever) Firma unterstützt NGOs mit Consultants for free für einige Wochen (die Zeit wird aber für dich zur Zielerreichung angerechnet) Das Office hat eine bar, Frühstück jeden Morgen, alle Konsolen, diverses Zeug, ... ... So diverse Kleinigkeiten. Immer ohne aufdringlich zu sein. Du kannst auch ein Drink-Paket bekommen, ohne an der Drink-Night teilnehmen zu müssen (für eher introvertierte Kollegen). Habe ich in der Form in Deutschland nie gesehen. Und werde das wohl auch nie. Im Ausland ist das wohl die Regel, zumindest sind meine Kollegen eher überrascht, wenn ich sage, dass wir sowas nicht haben.
  7. Sehe das ähnlich. Sobald ein AG mir irgendwas von soft Benefits wie Wasser, Kicker oder Obst erzählt, lege ich gedanklich noch 10% an Gehalt oben drauf. Mein aktueller Chef hat kein Wort über die Benefits verloren beim Vorstellungsgespräch. Da ging es um Jahreslohn, variablen Anteil, Car Allowance und Stock Options. Fertig. Als ich angefangen habe, habe ich gemerkt dass die Firma mehr für den Mitarbeiter tut, als ich das je von einem Unternehmen gesehen habe (und ich war in vielen unterwegs). Trotz professionellem Umgang und der Anonymität. Schade, dass das deutsche Unternehmen niemals machen würden. Die lassen ihre Mitarbeiter lieber private Kaffemaschinen und Wasserkisten ins Büro tragen. Und wundern sich dann über mangelnde Firmenbindung.
  8. Das finde ich hingegen spannend. Ich sehe, dass es bei vielen AGs sehr familiär zugeht und der Einsatz der MA, unabhängig der Benefits, auf freundschaftlicher Basis für das Unternehmen sehr hoch ist. Wenn es kriselt wird der loyale MA dann nicht selten im Regen stehen gelassen. Kann daher die Umstellung auf "professionellen Umgang" miteinander durchaus befürworten. Der Arbeitgeber würde für das Gehalt, dass er Dir zahlt statt deiner Arbeitsleistung auch keine warmen Worte akzeptieren. Ein MA muss sich daher auch nicht mit einem "Gut gemacht" abspeisen lassen. Was ist mich jedoch seit einiger Zeit frage ist, ob man trotz einem professionellen Umgang miteinander, mit dem ja eine gewisse Distanz zueinander und Anonymität einher geht, auch eine starke Unternehmensbindung schaffen kann. Bis vor kurzer Zeit war ich der Meinung, dass das nicht geht und man keinen MA mit derart wenigen Mitteln halten kann, wenn er wo anders ~20-25% mehr Gehalt bekommt. Bin eines Besseren belehrt worden. Kann auch gerne was zu erzählen, möchte aber Meinungen nicht beeinflussen, sondern würde gerne hören, wir Ihr das seht.
  9. Magst du "gut verdienen" für mich definieren? Kenne einige Syndikus-StB, die - für meine Begriffe - recht ordentlich (d. h. sechsstellig) verdienen, ohne sich zu stark bei einer 38-Woche, HO, bezahlten ÜSt. zu verausgaben.
  10. Den Punkt gebe ich Dir. So einfach wie möglich, so genau wie nötig 🙂 Vielleicht halten wir es mit Voltaire: "If you wish to converse with me, define your terms."? Selbst wenn wir uns auf ~2% einigen können, so fällt das für mich nicht unter den Begriff utopisch. Utopisch bedeutet für mich "nicht in der Wirklichkeit" und das ist in diesem Fall nicht korrekt. Höchstens ein Lottogewinn, mit seinen 0,00000072%, fällt für mich in diese Kategorie. Aber nicht die 2%. Und wenn ich mir die Statistik anschaue, sond die ~100k ebenfalls weit weg von einer Utopie.
  11. Damit ist die Schichtzugehörigkeit abhängig von den moralischen Wertvorstellungen von... wem? Dir? Mir? Diese Defintion finde ich nun doch etwas gewagt.
  12. Sei Dir gegönnt. @Rabber. Aber hier ist das Phänomen auch wie in meinem Eingangspost beschrieben, ein Kontrastirrtum. Demnach verdienen ~2,6 Mio. Menschen über 100.000 EUR Brutto in Deutschland. Finde ich von einem "WTF" weit entfernt 🙂
  13. Wenn die Damenwelt sich die Chefärzte aussuchen kann, warum dann nicht auch anders herum? 😉 Dann ist das deine persönliche Entscheidung zu Gunsten deiner Kinder das 1% (oder 5% oder 10%)-Bracket aufzugeben. Dass plötzlich einer seinen Job aufgeben und sich für eine bestimmze Zeit der Kindererziehung widmen muss, ist kein Gesetz. Muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er das macht. Wir haben im Bekanntenkreis ein Pärchen, dass genau das getan hat. Einer der beiden hat zu Gunsten der Kinder reduziert. Das andere Pärchen leistet sich für ~4.000 EUR eine Nanny und blieb in ihrem Bracket. Beide Kids (sind noch relativ jung, daher nicht repräsentativ) wirken auf mich ähnlich zufrieden. TL;DR: Sowas ist immer eine persönliche Entscheidung. Da sind weder die Kinder dran Schuld, noch das Umfeld.
  14. Gehst Du jetzt von einem Alleinverdiener aus? Warum muss ein Partner denn zwingend aufhören, wenn Kinder da sind? Mit 2 Gehältern brauchst Du für 9.000 EUR (5%-Bracket) 2 Gehälter a 100.000 EUR. Das ist jetzt nicht utopisch.
  15. Einige mögen Konsum per se verteufeln. Aber wenn es das ist, was einem Spaß macht: Warum denn nicht? Das letzte Hemd hat keine Taschen. 😉 Ich erinnere mich noch, wie meine Eltern sich ein NES-Spiel zu meinem Geburtstag zusammensparen mussten und empfinde beim Klick auf "Kaufen", ohne vorher ein halbes Jahr für ein Spiel (welches ich oft leider nur einige Stunden zocke, bevor es in der Library verschwindet) sparen zu müssen, durchaus ein konsumgeschwängertes Glücksgefühl. Kann ich nicht leugnen. Ich habe das gleichgesetzt in diesem Fall. Da ich keinerlei Einfluss darauf ausüben kann, mit wie vielen silbernen Löffeln im Mund ich geboren werde oder wie ich von Erbschaften und Lottogewinnen profitiere, ist ein guter, gemeinsamer Nenner für uns Normalsterbliche das Einkommen.
  16. Und in Lugano bekommst Du mit dem Gehalt nicht einmal eine Wohnung gemietet. Aber das hilft uns hier nicht weiter. Genauso wenig wie wir von Nettobeträgen sprechen, wenn wir Gehälter vergleichen, sollten wir hier uns auf eine vergleichbare Größe einigen. Ich würde sagen, dass man sich darauf einigen kann, gut betucht zu sein, wenn man deutschlandweit zu den reichsten 10% gehört, oder? Damit wären wir (Zahlen von 2017) bereits ab 7.412 EUR Haushaltseinkommen (netto) bei einer Familie mit 2 Kindern in den obersten 10%.
  17. Das Phänomen nennt sich Kontrastirrtum. Menschen nehmen sich oft unbewusst selbst als Maßstab. Selbst mit 15.000 EUR Monatseinkommen empfinden sich Menschen nicht als wohlhabend, oder zählen sich als Millionär nur zur gehobenen Mittelschicht. Mit 126.000 EUR Jahreseinkommen gehört man zu Deutschlands 1%, ordnet sich selbst aber auch in der Mittelschicht ein. Denn reich, das sind immer die anderen. q. e. d. 🙂
  18. Manchmal kann man geschehene Dinge nicht ändern. Wow, sehr progressiv. Hier gehen unsere Meinungen aber definitiv auseinander. Auch wenn wir alle aus der IT sind, solche Entscheidungen sind in der Regel nicht binär.
  19. So gerne ich dem beipflichten würde (siehe meine anderen Postings), so differenziert muss man so etwas betrachten. Sicher gibt es Leute, die permanent lamentieren, dass sie beruflich nicht weiterkommen. Gäbe ja Stellen, aber dann ist ihnen der Weg zu weit, da sie sich an 15 Minuten Fußweg zum AG gewöhnt haben. Die anderen spielen 3x/Woche im Dorf Fußball, sind bei der freiwilligen Feuerwehr oder dem THW eingebunden, oder gehen mehrmals die Woche in die Kneipe mit den Kumpels, um Brettspiele zu spielen und möchten ihre liebgewonnenen Gewohnheiten nicht aufgeben. Und machen dann Google und SAP dafür verantwortlich, dass sie keine Niederlassung in Kleinkaffhausen eröffnen und sie so am beruflichen Fortkommen hindern. Hier bin ich bei Dir. Aber oft hast Du auch externe Zwänge, die nicht unberücksichtigt bleiben dürfen. Familie, Kind, Haus. Einige Partner und Kinder kommen mit einem Wochenend-Daddy aus, andere nicht. Einige können sich einen Zweitwohnsitz am Firmenstandort leisten, andere nicht. Manchmal arbeitet der Partner selbst und müsste seine Stelle und seine Karriere aufgeben; möchte er das? Vielleicht möchte man auch, dass sein Kind mit Garten und Wald aufwächst, statt in einer teuren Mietwohnung, wo man für einen Spielplatz erst einmal eine 5-spurige Straße überqueren muss. Da kannst Du noch so motiviert sein, Arschbacken haben wie ein Nussknacker aus dem Erzgebirge und so hart arbeiten wie Du willst: Manchmal ist man einfach nicht mehr allein und muss Verantwortung für seine Umgebung (in die Welt gesetzte Kinder z. B.) übernehmen. Ob man für den beruflichen Erfolg sein Privatleben aufs Spiel setzen möchte, das muss jeder für sich selbst selbst entscheiden. Ich kann es niemandem vorwerfen, der es nicht machen möchte.
  20. Kann ich nicht ausschließen. Menschen sind gut im Verdrängen. Während ich für Mathematik deutlich mehr gebraucht habe, habe ich für objektorientierte Programmierung nicht viel getan. Es gleicht sich evtl. aus. Was aber nicht funktioniert, ist bei einem schwierigen Fach Dinge liegen zu lassen. Die Klausur ist eben im März oder September. Wenn Du bis dahin nicht fertig bist, musst Du vielleicht um ein Jahr schieben. Der Klausur ist es egal, ob dein Kind krank ist. Würde ich auch nicht. Aber es ist alles eine bewusste, persönliche Wahl. Und auf mehr will ich nicht hinaus.
  21. Perfekt! Das ist doch ne klare Aussage! Das liegt meist an einem selbst. Ich hab exakt 4,5 Jahre an der FU gebraucht. Habe leider keine Tracklist, aber denke, es waren so 10-15h im Durchschnitt.
  22. Wo tue ich das? Das ist nur deine Konnotation (daher erfinden wir ja immer Ausreden, weil wir uns etwas vermeintlich negativ behaftetes uns gegenüber nicht selbst eingestehen möchten). Ich schrieb sogar explizit: Und Du hast auch vollkommen recht: Ja, das kann ich bestätigen. War teilweise eine echte Qual und hat mich und meine Partnerin Nerven, Zeit und Geld gekostet. Waren es harte 10 Jahre? Bin ich froh es gemacht zu haben? Auf jeden Fall. Aber ich bin auch froh, dass es vorbei ist.
  23. @Graustein, bitte verstehe mich nicht falsch. Ich bin da ganz bei Dir. Aber mein Satz: stimmt dann bei deiner Auflistung: Ist alles Zeit, die man teilweise gut reduzieren kann. Es sind nicht jeden Tag 1h Hausaufgaben, nicht jeden Tag 1h Sport (ich habe in Lernphasen HIIT gemacht, oder 100 Burpees auf Zeit und war nach 30m inkl. duschen durch), nicht jeden Tag "quality time". Hier lassen sich durchaus ~2h / Tag rauskitzeln. Und da sind Wochenenden noch gar nicht mit eingerechnet. Der Punkt ist und bleibt: Für dich haben andere Dinge Vorrang. Und das ist absolut okay. Aber dann sollte man das Kind beim Namen nennen: "Ich will meine freie Zeit mit was anderem verbringen!" und nicht "Wenn ich könnte, wie ich wollte ...", was die Verantwortung auf eine abstrakte, externe Macht schiebt. Man würde ja gern, aber wissensschon, die Umstände ... das ist einfach nur Augenwischerei. Auf mehr will ich gar nicht hinaus 🙂 (Ist bei mir z. B. so im Moment. Ich könnte nach dem Fern-Master jetzt noch den PhD dran hängen. Und mein Bauchgefühl holt alle Ausreden raus, die mein Kopf sich ausdenken kann. Aber am Ende des Tages bleibt unter'm Strich nur eine einzige Aussage übrig, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin: Ich hab sowas von keinen Bock!)
  24. Und nach der Arbeit gehst du dann an die Tankstellenkasse, um für den Lebensunterhalt zu sorgen? Ich muss ehrlich sagen, ich verstehe diese Herangehensweise nie; jetzt unabhängig von Dir. "Ich hatte keine Zeit!" ist meist nur ein Euphemismus für "Ich hatte keine Lust"; eine Pille für den eigenen Seelenfrieden. Hörte ich oft Komillitonen bei den gemeinsamen Arbeiten. Zwei Sätze späer erzählen die davon, dass sie am Wochenende die letzte Staffel GoT durchgesuchtet haben. Niemand arbeitet 18 Stunden am Tag. Wenn deine echten Verpflichtungen tatsächlich (!) 18h des Tages ausmachen, gebe ich Dir "Ich habe keine Zeit!". Ansonsten ziehst Du es vor deine Freizeit mit etwas anderem zu verbringen. Dann heißt es aber nicht "Ich habe keine Zeit", sondern "Ich habe keine Lust". Punkt. Egal, um was es geht. Wenn es dann soweit ist, kommen die meisten mit "Aber ich muss mich ja auch erholen!" - dann ist die Diskussion eh für die Katz. Eine Kristallkugel hat niemand. Aber es könnte eben die Eintrittskarte für einen Job im ÖD sein, wo ein Studium die zwingende Voraussetzung für eine entsprechende Eingruppierung ist. Oder letztendlich auch keinerlei Wert haben. Wird Dir niemand sagen können. Auch ich nicht. Aber ich halte es hier gerne mit "Besser haben statt brauchen". Ist aber nur meine Herangehensweise.
  25. Wer sagte denn kostenpflichtig (im Sinne von "teuer")? Jedes Studium ist kostenpflichtig, egal ob Präsenz oder nicht. Die FU nimmt 1.600 EUR für das Studium. Die FOM liegt bei 15.960 EUR. Für mich hat der Preis an der FU den Stempel "kostenlos", wenn ich ehrlich bin. Das sind bei 3 Jahre Studiendauer keine 45 EUR im Monat. Mal abgesehen davon, wie sinnvoll es für einen selbst ist: Die Hauptursache für das Bestehen oder die Exmatrikulation bleibt der Student. Wer schon von Anfang an nach Gründen sicht, es nicht zu machen: und schon vor der Startlinie direkt auf die Zuschauertribüne geht, dem kann ich von einem Vorhaben, welches u. U. 5 bis 10 Jahre des Lebens in Anspruch nehmen wird, nur ganz, ganz dringend abraten. Viel ehrlicher wäre hier "Ich habe da keine Lust zu". Am Ende tauscht man Freizeit gegen Bildungsrendite. Und diese ist ganz persönlich zu bewerten. Man sollte sich daher die Frage stellen, wo die Bildungsrendite, die man im Austausch gegen Freizeit erhält, am höchsten ist. Und da ist es am Ende egal, ob es ein Fernstudium, ein IHK professional oder ein CCIE wird.

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