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Meister für Informationstechnik

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Hallo,
ich habe eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration abgeschlossen und suche nun nach einer Möglichkeit mich weiterzubilden.
Eine Fernstudium kommt für mich auch aufgrund der Dauer (ca. 4 Jahre) nicht in frage. Ich arbeite zurzeit als IT-Allrounder im öffentlichen Dienst. Meine Schwerpunkte sind dort 1st/2nd Level-Support für Windows 7 und Linux. Die Administration der Server und Netzwerke gehört aber auch zu meinen Aufgaben. 
Da ich für eine reines Fernstudium nicht der Typ bin, bin ich auf folgendes Angebot aufmerksam geworden:

Informationstechnikermeister angeboten von der BTZ Osnabrück (Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer):
https://www.btz-osnabrueck.de/weiterbildung/seminar_meisterlehrgang-informationstechniker-handwerk-teil-i-teil-ii-meisterpruefung-teilzeit_fachpraktischer-fachtheoretischer-meisterlehrgang-fuer-teil-i-teil-ii-meisterpruefung/

Ein recht ähnliches Angebot findet man hier von der BFE Oldenburg (Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik):
http://www.bfe-meister.de/information.html

Der größte Unterschied der mir zwischen den Ausbildungen auffällt ist die Dauer der Ausbildung.
In der BTZ dauert die Meisterausbildung 470 Unterrichtsstunden welche in Abendkursen unterrichtet werden.
Die BFE gibt als Dauer 12 Monate in Vollzeit bzw. 1700 Unterrichtseinheiten an. Ich weiß nicht wie viele Stunde eine Unterrichtseinheit sind. Die Ausbildung scheint mir jedoch deutlich komplexer zu sein. In Teilzeit wird diese Ausbildung bis jetzt nicht angeboten.

Leider ist bei der BFE und auch bei der BTZ Sommerpause und die offiziellen Ansprechpartner sind im Urlaub.
Daher meine Frage an euch: Hat schon jemand Erfahrung mit diesen Ausbildungen oder eine ähnliche Ausbildung in der Form abgeschlossen.
Meistertitel in Informatik bzw. Informationstechnik waren mir bislang unbekannt. 

Ich freue mich auf eure Antworten.
MfG Andreas

bearbeitet von Posti

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vor 1 Stunde schrieb Posti:

Ein recht ähnliches Angebot findet man hier von der BFE Oldenburg (Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik):
http://www.bfe-meister.de/information.html

 

Kurz mal die Kursinhalte überprüft. Die scheinen sich teilweise sehr mit den Fachinformatiker Inhalten zu überschneiden. Unabhängig von dem Status der Fortbildung -  mal die Frage ob man sich dann dabei wirklich "Fortbilden" würde, da man die Themen ja schon in der Ausbildung hatte ?

Zitat

Datennetzwerktechnik

  • Technik lokaler Netze (LAN)
  • Switching und VLAN
  • IP-Routing
  • IPv4 und IPv6
  • IP-Services

IT-Sicherheit

  • Datenschutz und
    Informationssicherheit
  • Sicheres Unternehmensnetz
  • Firewalltechnik
  • Virtual Private Network (VPN)

Wirtschaft und Recht (Teil III)

  • Grundlagen Rechnungswesen/Controlling
  • Grundlagen wirtschaftliches Handeln im Betrieb
  • Rechtliche und steuerliche Grundlagen

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Für ein paar Euro mehr gibt es an der FOM einen Bachelor in W-Info. Mit regelmäßiger Präsenz, 3,5 Jahre.

13.000 Euro für einen (wertlosen) Meister?
Wenn dann würde ich zertifikate amchen die nützlich sind und dem öD den Rücken kehren.

Mit einen Meister wirst du in EG7 eingruppiert. Welche EG hast du jetzt? ;)

 

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Kenn mich jetzt nich so mit dem ÖD aus wie Graustein, aber zumindest habe ich von nem Meister in der IT echt noch nie was gehört. Und die ein oder andere Fortbildung habe ich mir ja auch schon angeschaut. ^^

Ich wäre da glaube ich vorsichtig, weil Unbekanntes eben auch immer mit dem Risiko verbunden ist, nachher nicht anerkannt zu werden.

Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, mache entweder was direkt fachliches, also z.B. Microsoft-Schulungen, oder aber eben das Studium. :)

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Da muss man echt aufpassen. Der Begriff "Meister" ist so nicht geschützt, ähnlich wie der Begriff "Studium". Beides an sich ist eh erst einmal Bedeutungslos: z.B. Küchenmeister oder Bibelstudium.

Die Meistertitel mit denen man dann wirklich etwas anfangen kann, werden von den Kammern geprüft. In diesem Fall das BTZ der HWK, nur ist das auch "nur" die Meistervorbereitung I + II, da kämen noch weitere Teile hinzu. Bei dem BFE fällt gleich auf, dass die von einem Zertifikat sprechen und die eigentliche Prüfung von der HWK abgenommen werden muss. Wo wir dann schon bei den Zulassungsvoraussetzungen sind. Es ist eine handwerkliche Ausbildung nötig (und mehrere Jahre Berufspraxis), hierfür soll sich der Elektroniker lt. BFE am Besten eignen aber dann sind die auch schon beim E-Meister und der HWK als Prüf- und Zulassungsstelle.

...und was ist mit dem "Meisterstück"?

Grüße

Micha

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Gast Uhu

Ich hatte mal in irgendeiner Qualifizierungsübersicht gelesen, dass der Operative-Professional das "Meister Äquivalent" in IT-Berufen ist. Informationstechnik ist an sich schon keine Informatik mehr sondern ein Gebiet das eher der Elektrotechnik zugeordnet ist. Informationstechnik ist ein typischer Ing. Studiengang - ich gehe also auch eher davon aus, dass sich dieser Meister hauptsächlich an Elektroniker in der Industrie bspw. Fachrichtung Automatisierungstechnik richtet die gewisse Kentnisse benötigen da sie genau an der Schnittstelle zur IT arbeiten (deshalb kommt dir der Stoff auch schon bekannt vor ...).

Davon ab wie Graustein gesagt hat, dann doch lieber ein paar € mehr und ein Winfo Studiengang an der FOM. Da hast du Präsenzeiten Abends und es ist kein Fernstudium - zudem ein akademischer Grad mit dem jeder was anfangen kann. Alternative halt eher der Operative-Professional.

Die Frage ist natürlich auch was du erreichen willst, sowohl ein Wirtschaftsinformatik Sutdium als auch der Operative-Professional sind keine fachlichen Weiterbildungen sondern zielen halt eher darauf ab deine IT-Kentnisse mit Fragen der BWL und VWL zu verknüpfen, so dass man als Teamleiter auch ein bisschen das große ganze und seine Rolle versteht. Gibt halt viele Führungskräfte die verbissen technische Probleme lösen und ihre eigentlichen Aufgaben nicht wahrnehmen. Natürlich lernt man im Winfo Studiengang auch ein bisschen was zur Informatik als Wissenschaft. Das haut aber keinem vom Hocker :P ...

bearbeitet von Uhu

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Gibt es als Weiterbildungsmöglichkeit nicht auch den "Staatlich geprüften Informatiker"?

Dieser sollte vom Niveau her genauso angesiedelt sein wie ein Bachelorabschluss afaik laut Europäischen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR).

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3 minutes ago, Rienne said:

Gibt es als Weiterbildungsmöglichkeit nicht auch den "Staatlich geprüften Informatiker"?

Dieser sollte vom Niveau her genauso angesiedelt sein wie ein Bachelorabschluss afaik laut Europäischen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR).

Laut EQR ist das so. Aber ein B.Sc. ist dennoch weitaus höher angesehen. 

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Gast apehead

Ich glaube, da gibt es begriffliche Verwirrungen. "Geprüfter Informatiker" wird manchmal als Übersetzung des IT Technical Engineer oder IT Business Engineer verwendet (was als Strategic Professional laut EQR Stufe 7 entspräche, also dem Master-Abschluss an einer Universität). Manchmal ist damit aber auch "nur" der Abschluss einer informatik-spezifischen Schule gemeint. Die Aussage, dass ein B.Sc. höher angesehen ist als ein IT Technical Engineer, macht deshalb keinen Sinn, weil diese Fortbildung bei vielen Einrichtungen (z.B. den meisten IHK-Einrichtungen) ohnehin einen Studien-Abschluss erfordert. Dass ein B.Sc. höher angesehen ist als ein verhältnismäßig einfacher Schulabschluss oder ein Operational Professional (EQR 6, z.B. IT Project Coordinator) würde ich hingegen so unterschreiben.

Zum eigentlichen Thema: Diesen ominösen Meister würde ich an deiner Stelle in den Wind schießen und mich stattdessen an deinen fachlichen Neigungen orientieren, um diese gezielt auszubauen.

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12 minutes ago, apehead said:

Dass ein B.Sc. höher angesehen ist als ein verhältnismäßig einfacher Schulabschluss oder ein Operational Professional (EQR 6, z.B. IT Project Coordinator) würde ich hingegen so unterschreiben.

Dann habe ich mich scheinbar falsch ausgedrückt. Das war jedenfalls genau das was ich meinte.

Erfahrungsgemäß sind Weiterbildungen wie Techniker bzw. Meister im IT Bereich total unbekannt. Sowas macht meiner Meinung in anderen Berufen (Elektroniker) Sinn. Dort werden solche Abschlüsse auch anerkannt. Ich würde behaupten, dass man die Zeit und das Geld besser nutzen kann/soll als für einen "Meister in Informationstechnik".

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Gast Uhu
vor 1 Stunde schrieb Rienne:

Gibt es als Weiterbildungsmöglichkeit nicht auch den "Staatlich geprüften Informatiker"?

Dieser sollte vom Niveau her genauso angesiedelt sein wie ein Bachelorabschluss afaik laut Europäischen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR).

Der EQR hat in der Praxis eigentlich keine Relevanz. Er wird eigentlich nur dazu genutzt, um Zulassungsbedingungen etwas homogener zu gestalten so dass ein Meister ggf. nicht vollständig bei 0 anfangen muss wenn er eine akademische Laufbahn einschlägt. Es ist mehr so eine Art Leistungszugeständnis als ein echter Vergleich des Niveaus - schließlich sind viele Lebensjahre bereits investiert worden und das allein wird beim EQR mehr oder weniger berücksichtigt. In der Praxis ist ein Meister o.ä vom Niveau niemals vergleichbar mit einem akademischen Grad. Das sieht weder die Wirtschaft so (Einstiegsgehälter, Tätigkeitsfelder) noch der öffentliche Dienst so (mittlerer/höherer Dienst, Beamtenlaufbahn o.ä).

bearbeitet von Uhu

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Am Rande bemerkt:

Was das Ansehen betrifft, sollte man am MIT Informatik abgeschlossen haben. Nur hat das Ansehen oft nichts mit Wissen bzw. Verdienst zu tun. Qualifikationsgerechte Bezahlung/Eingruppierung ist oft nicht gegeben, da meist die Tätigkeit ausschlaggebend für den Verdienst ist. Ich sag nicht, dass ich das gut finde, jedoch wird man für Elektroarbeiten wie ein Elektriker bezahlt, auch wenn man mit seinem Studienabschluss einen akademischen Grad vorweisen kann. Auch diplomierte Informatiker von einer angesehenen Universität werden genötigt mit z.B. Telefondienst im 1.Lv. Support anzufangen und werden dementsprechend bezahlt, da sich nicht jeder leisten kann eine Suchpause (mit ALGII) einzulegen.

Zum Thema:

Ein Meister ist dort am meisten Wert, wo die Qualifikation (gesetzliche) Bedingung für den Einsatz ist. Das wäre als Konzessionsträger oder fachlicher Betriebsleiter der Fall. Ähnlich dem Medizinabschluss für das Rezepte ausstellen, da kann sich der Krankenpfleger noch so viel mit nem Spritzenschein und ähnlichem weiterbilden, ohne Approbation gehts nicht (Ärztekammer).

Grüße

Micha

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Der Meister im IT Bereich ist der Operative Professional. Von diesem würde ich dir im ÖD aber abraten sofern du dir mehr Geld und eine bessere Position davon erhoffst. Hier zählt nur ein akademisches akkreditiertes Studium.

Wenn du im ÖD sicher voran kommen willst, nur eins Studium, Studium und Studium.

Viel Erfolg.

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vor einer Stunde schrieb Uhu:

Der EQR hat in der Praxis eigentlich keine Relevanz. Er wird eigentlich nur dazu genutzt, um Zulassungsbedingungen etwas homogener zu gestalten so dass ein Meister ggf. nicht vollständig bei 0 anfangen muss wenn er eine akademische Laufbahn einschlägt. Es ist mehr so eine Art Leistungszugeständnis als ein echter Vergleich des Niveaus - schließlich sind viele Lebensjahre bereits investiert worden und das allein wird beim EQR mehr oder weniger berücksichtigt. In der Praxis ist ein Meister o.ä vom Niveau niemals vergleichbar mit einem akademischen Grad. Das sieht weder die Wirtschaft so (Einstiegsgehälter, Tätigkeitsfelder) noch der öffentliche Dienst so (mittlerer/höherer Dienst, Beamtenlaufbahn o.ä).

Zu diesem Thema sei nochmal zu sagen, es gibt auch den Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR).

In dem jede Art der Ausbildung/Studium erfasst ist. Dieser dient dazu einen Vergleich zwischen verschiedenen Tätigkeiten transparent darzustellen. Ein Meister ist ein Meister und kein Bachelor, hat ähnliche Leistungen erbracht um einen Meister zu machen hat aber eine andere Ausrichtung. Meister ist mehr praxisbezogen wohin gegen ein Bachelor akademischer ist. Beides hat seine Berechtigung und sollte nicht kleingeredet werden.

Es gibt stellen da ist ein Bachelor besser geeignet und es gibt stellen wo ein Meister besser geeignet ist.

Ich gehe ja auch nicht als Gärtner zum Metzger und sage, "Hey bekomme ich eine stelle als Fleischer, ich habe auch einen IHK Abschluss." In der IT wird das leider immer etwas zusammengeworfen, denn in der IT gibt es viele Tätigkeitsfelder, wo manchmal der eine manchmal der andere besser geeignet ist. Was hingegen unbestreitbar ist, ist das für Führungspositionen lieber Absolventen genommen werden. Der Meister führt eher zu einer Fachkarriere.

Man muss halt wissen was man will, weiß man nicht was man will und will sich einfach nur qualifizieren, dann macht man einen Bachelor nach dem ABI. Dann ist man akademischer Allrounder.

Ich bin der Meinung man redet zu häufig von Abschlüssen, aber viel zu wenig über Fähigkeiten die man erlangt.

Aber ein Job verlangt in der Regel Fähigkeiten und keinen Abschluss, man nimmt nur an das jemand mit einem bestimmten Abschluss auch bestimmte Fähigkeiten hat. Nur wie ist das mit Menschen mit Berufserfahrung, die nachweislich bestimmte Fähigkeiten haben. Sind die nun schlechter oder besser als derjenige der diese Fähigkeiten bei der IHK oder der UNI erworben hat?

bearbeitet von simons

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Ich habe mir die Inhalte auch nochmal in Ruhe durchgelesen. Der Meister für Informationstechnik ist tatsächlich eher für Leute gedacht mit einer Ausbildung im Elektronik Bereich z.B. IT-Systemelektroniker. Zudem soll man die Ausbildung im Handwerk absolviert haben. Da ich meine Ausbildung im ÖD gemacht habe müsste das erstmal geklärt werden. 

Da ich schon ein Studium abgebrochen habe kommt ein weiteres nicht in frage. Auch wenn das Studium an der FOM sehr interessant aussieht. Der Operative Professional ist ebenfalls interessant. Ich sehe mich allerdings eher im technischen Bereich anstatt in einer Führungsposition.

Im ÖD bei uns in Niedersachsen wird bald eine Umstrukturierung stattfinden. Ich werde erstmal gucken wie es dann weitergeht. Ich denke das ich dort im 1st/2nd Level Support arbeiten werde. Höhere Positionen z.B. als Administrator sind i.d.R. nur für Leute mit Bachelor bzw. Master Abschluss. Ich habe bis jetzt selten erlebt das Fachkräfte mit "gleichwertigen Fähigkeiten und Erfahrungen" eine höhere Stelle bekommen haben.

Ich bin momentan dabei für die CCNA Prüfung zu lernen. Ob mir diese Kenntnisse im ÖD später weiter helfen weiß ich nicht. Zu gegebener Zeit werde ich mich noch mit den Führungskräften darüber unterhalten.

Gibt es eine Möglichkeit diverse Zertifikate bzw. die Vorbereitung auf ein Zertifikat in einer Präsenzveranstaltung zu erlernen? Ich denke da an Fortbildungen die je nach Zertifikat mehrere Monate dauern. Es ist teilweise ziemlich schwierig und trocken sich den Stoff alleine am Schreibtisch anzueignen. Die CCNA Prüfung möchte bei "new horizons" ablegen.

Schonmal vielen dank im voraus für die vielen und guten Antworten.

MfG Andreas

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Hallo Posti,

vor 29 Minuten schrieb Posti:

(...) Zudem soll man die Ausbildung im Handwerk absolviert haben. Da ich meine Ausbildung im ÖD gemacht habe (...)

Öffentlicher Dienst heißt nicht, dass es sich nicht um eine handwerkliche Ausbildung handelt. Es gibt viele handwerkliche Ausbildungen (Der ÖD bildet ja auch Elektriker/Schlosser etc. aus), die zum Teil auch von der IHK geprüft werden und dennoch gleichwertig als handwerkliche Ausbildung von der Handwerkskammer anerkannt werden. Gleiches gilt für die Industriemeister. Jedoch ist der Fachinformatiker ein kaufmännische Ausbildung. Zusätzlich gibt es im Handwerk auch kaufmännische Ausbildungen. Bringe bitte nicht die Betriebszugehörigkeit zu der Kammern mit dem Ausbildungsinhalt (handwerklich<-->kaufmännisch) durcheinander.

Grüße

Micha

bearbeitet von mqr

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vor 37 Minuten schrieb Posti:

...

Im ÖD bei uns in Niedersachsen ... Höhere Positionen z.B. als Administrator sind i.d.R. nur für Leute mit Bachelor bzw. Master Abschluss. Ich habe bis jetzt selten erlebt das Fachkräfte mit "gleichwertigen Fähigkeiten und Erfahrungen" eine höhere Stelle bekommen haben.

...

Also ist für mich die Sachlage klar.
Wenn Du

a ) im ÖD bleiben willst

b ) mehr als nur 1st/2nd Level Support machen willst

=> Studium.

Ob Dir das passt oder nicht, spielt denke ich keine große Rolle.
Es wird augenscheinlich "verlangt" und dann hast Du nur die Wahl mitzumachen, es zu lassen, oder den ÖD zu verlassen, in der Hoffnung, dort mehr Anerkennung für andere Wege zu finden.

In der freien Wirtschaft ist es erfahrungsgemäß zwar besser, aber auch hier ist ein Studium am Ende schon mehr als nur hilfreich. Und für viele AG weiterhin ein Muss für die spannenden Posten.

Ich z.B. habe mir die 4,5 Jahre nach Feierabend für den WInf B. Sc. auch nicht aus Spaß der Freude um die Ohren gehauen, sondern weil ich ebenfalls gemerkt habe, dass es nur mit nem FI-AE irgendwann nicht weiter geht. Das mag falsch sein, aber es ist so, wie es ist und wir werden das System nicht grundsätzlich ändern.

Also bleibt nur mitmachen oder untergehen.
So blöde das klingt, aber so einfach ist es wohl.

bearbeitet von Errraddicator

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Ist ja ein sehr interessanter Thread hier.

Vielleicht kann ich den Spekulationen und Mutmaßung die hier im Thread / Forum zum Thema Meister / Techniker vorherrschen ein bisschen entgegentreten:

Ich selbst befinde mich gerade in der Vollzeitausbildung zum staatlich geprüften Techniker für Informatiktechnik (oder auch schlicht "Informatiktechniker") an einer städtischen (kostenfreien) Schule.

Der ständige Vergleich: Operative Professional <-> Techniker hinkt gewaltig. Die Zielrichtung bei beiden Weiterbildungen ist ja doch recht verschieden. Während es (zumindest nach meinem Kentnisstand) beim OP eher um organisatorische Dinge geht, steht beim Techniker die praktische Umsetzung im Mittelpunkt.

Zumindest an unserer Schule ist es so, dass die Informatik auch für Quereinsteiger geöffnet ist, somit haben wir neben Fachinformatikern auch IT-Systemelektroniker, techn. Asisstenten, uvm in der Klasse.

Der Leistungsanspruch war im ersten Jahr noch für die Meisten gut schaffbar, Mathe war erwartungsgemäß das "Angstfach" (nach zwei Jahren TS ist man auf Fachabi-Niveau).

Den aktuellen, bayrischen Lehrplan findet der Interessierte unter: https://www.isb.bayern.de/fachschule-fachakademie/lehrplan/fachschule/lehrplan-lehrplanrichtlinie/1586/

Zum Thema Jobchanchen: Hier kann ich mich natürlich vorerst nur auf die Erfahrungen der Vorjahresklasse und Kommentare unseres Studiengangleiters berufen. Demnach sieht es aber durchaus positiv auf dem Arbeitsmarkt für Absolventen aus. Wenn man vernünftig abschließt kann man durchaus mit 45k-50k p.a. in Berufsleben (neu) starten.

Es stimmt, dass der Informatiktechniker nicht allzu bekannt ist, das ist definitiv ein großer Nachteil. Deshalb hilft der DQR zumindest etwas um das Leistungsvermögen grob abschätzen zu können. Einige Stellenanzeigen habe ich auch schon gefunden, in welchen entweder Bachelor oder Techniker gefordert war.

Das macht m.E. auch absolut Sinn, denn das fachlich relevante Wissen beim Techniker ist ungleich höher als bei einem theorielastigen Studium.

Beim Thema öffentlicher Dienst ist es natürlich korrekt: Ein Hochschulabschluss ist für bestimmte Gehaltsgruppierungen unumgänglich. Warum man aber bei EG 7 landen sollte, erschließt sich mir nicht.

 

Ich hoffe ich konnte mal eine (kleine) Lanze für den Techniker brechen: Ich bin durchaus bisher nicht enttäuscht worden.

Mein Fazit: Wer sich fachlich weiterbilden / umorientieren will und sich ein Studium nicht zutraut, für den ist der Techniker absolut eine mögliche Alternative zum OP.

PS: Ein (Fern-)Studium sollte man vorher dennoch in Betracht ziehen: Auch das ist für viele machbar!

bearbeitet von sylenz

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vor 6 Stunden schrieb sylenz:

Einige Stellenanzeigen habe ich auch schon gefunden, in welchen entweder Bachelor oder Techniker gefordert war.

Das macht m.E. auch absolut Sinn, denn das fachlich relevante Wissen beim Techniker ist ungleich höher als bei einem theorielastigen Studium.

Finde den Fehler.

Wenn das fachlich relevante Wissen des Technikers ungleich höher wäre wie beim Bachelor, würde wohl kaum ein AG einen Bachelor oder einen Techniker suchen. Mal abgesehen davon, dass die Anzahl der Stellenanzeigen, wo ein Bachelor gesucht wird ungleich höher ist, als die Anzahl der Stellenanzeigen, wo nach einem Techniker gefragt wird. 

Den Rest kannst Du Dir selber ausmalen. 

Das Problem ist einfach, dass viele der AGs schon Schwierigkeiten haben, Aufgabenfelder korrekt einzuordnen und sich dann wundern, warum der Akademiker schlechter programmiert als der FI. Was hier mit der Fülle von informationstechnischen Assistenten, X of Arts oder Science, Fachinformatiker für AWE oder SI, etc. passiert, mündet dann in Stellenanzeigen ala "Suchen Prof. oder Dr. oder Bachelor oder Master oder Techniker oder Fachinformatiker oder Assistent oder Quereinsteiger mit einschlägiger Berufserfahrung für HelpDesk und Druckertausch"

Hier sich allein an dem zu orientieren, was man in dem Sammelsurium der privatwirtschaftlichen Stellenanzeigen liest, halte ich für falsch. Mal abgesehen vom Bias durch die eigene Ausbildungs-Laufbahn. Mehr Orientierung schaffen die Eingruppierungen im ÖD oder die Stellenbeschreibungen in den Anzeigen der Großen. Denn so viel man über Konzerne schimpfen mag, i. d. R. wissen sie was sie tun und wen sie auf Position X haben möchten.

bearbeitet von Kwaiken

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Moin Kwaiken,

es kommt natürlich darauf an, welche Firma, welche Position besetzen will. Als Techniker würde ich mich defnitiv selbstverständlich auch auf Bachelor-Stellen bewerben - auch wenn man bei einigen Firmen durchs Raster fällt und aussortiert wird. Ein direkter Vergleich ist ja ohnehin durch die föderale Bildungspolitik schwer möglich - so schwankt die Qualität des Technikers sicherlich von Schule zu Schule, bzw. von Bundesland zu Bundesland - mutmaßlich.

Dass die Karrieremöglichkeiten als Studienabsolvent ungleich höher sind steht außer Frage, für "praktische" Einstiegspositionen z.B. als Programmierer sehe ich konkret bei Technikern fachlich aber keinerlei Nachteil.

Ich denke aber, dass wir hier etwas vom Thema abkommen ;-).

Btt: Ein "Meister" in Informationstechnik habe ich so auch noch nie gehört. 470 Unterrichtsstunden klingen nicht sehr seriös. Zuerst würde ich mal überprüfen, ob die Weiterbildung auch tatsächlich mit einer offiziellen Meisterprüfung abschließt. Evtl. besteht ja auch die Möglichkeit mal in den Unterricht reinzuschnuppern oder sich mit anderen Absolventen zu unterhalten.

 

 

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Die Fachschule für Informatiktechnik gibt es nur in Bayern. Ich habe jedenfalls keine anderen Angebote gefunden. Vom Umfang her sind 2 Schuljahre auch nicht zu vergleichen mit den 470h der BTZ. Das Angebot der BFE kommt da schon etwas näher.

Ich kann erst ab September weitere Informationen zur Weiterbildung der BTZ erhalten. Der Dozent macht dort wohl etwas länger Urlaub. Nach zwei Gesprächen mit der BTZ hat es sich für mich so angehört, dass man darüber nachdenkt diese Weiterbildung zu streichen. Ich werde euch aber auf dem Laufenden halten.

Das Angebot der BFE scheint das Seriösere zu sein. Der Umfang ist wesentlich größer. Es scheint sich aber mehr an Fachkräfte aus dem Elektro Bereich zu richten. Ich werde mich nach der Ferienzeit aber trotzdem nochmal erkundigen.

Nochmal zum Thema ÖD. Hier findet man Infos unter dem Punkt Eingruppierung: https://de.wikipedia.org/wiki/Tarifvertrag_für_den_öffentlichen_Dienst#Ausgleich_f.C3.BCr_Sonderformen_der_Arbeit
Ich bin selbst in Entgeltgruppe 9a und da ist mit Ausbildung dann auch wohl Schluss. Dazu muss ich aber noch sagen das es auch Leute im ÖD gibt die meine Arbeit für E7 machen. Von daher kann ich mich noch glücklich schätzen.

Bei jetzigen Stand ist die einzige Lösung falls ÖD ein Studium bzw. Fernstudium. In der freien Wirtschaft könnten mir auch andere Weiterbildungen weiterhelfen. 
Ich werde mich aber noch mit meinen Vorgesetzten unterhalten. Durch die Umstrukturierung könnte sich ja eventuell mal etwas ändern.

 

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Hallo Posti,

vor 19 Stunden schrieb Posti:

Bei jetzigen Stand ist die einzige Lösung falls ÖD ein Studium bzw. Fernstudium. In der freien Wirtschaft könnten mir auch andere Weiterbildungen weiterhelfen.

Weiterbildungen helfen Dir immer weiter *grins*. Es ist nur so, dass Du auch das für Dich passende auswählen musst. Beide Angebote, die Du ausgewählt hast richten sich an eine andere Zielgruppe. Zunächst muss man dort klassisch die Ausbildung zum Informationstechniker absolviert haben, dann je nach dem ein paar Jahre Berufspraxis und im Anschluss dann die Technikerfortbildung (ca. 1,5 Jahre) oder ein Bachelorstudiengang (adäquat). Dann kann man zur Meisterprüfung zugelassen werden (Zusätzlich gibt es noch die Altgesellenregelung und Ehefrauenrecht zur Betriebsführung). An diese Zielgruppe wendet sich die Meistervorbereitung des Bildungs- und Technologiezentrums der HWK (Schulungs- und Seminarräume, die direkt zur HWK gehören). Zum Meister gehört auch z. B. die AEVO, Teil IV der Meisterprüfung, auch dort ist nicht zwingend ein Vorbereitungskurs vorgeschrieben, jedoch scheitern die meisten ohne diese Vorbereitungskurse. Sie dauern deshalb so lange, damit man diese neben der regulären 40h Arbeitszeit besuchen kann.

Nur ist der FI-Systemintegration (kaufmännisch) nunmal nicht mit einem Informationselektroniker (Handwerk) zu vergleichen. Du würdest also nicht die Zulassungsbedingungen erfüllen. Besuchen und vor allem bezahlen kannst Du sowas jedoch. Ähnlich ist es mit einer Gasthörerschaft an der Uni, auch wenn Du einen Schein in Kernspintomographie machst, bist Du noch lange kein Arzt, ohne das Diplom in Medizin bringt Dir der Schein erstmal nichts.

Grüße

Micha 

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Am 13.7.2016 um 16:20 schrieb sylenz:

Dass die Karrieremöglichkeiten als Studienabsolvent ungleich höher sind steht außer Frage, für "praktische" Einstiegspositionen z.B. als Programmierer sehe ich konkret bei Technikern fachlich aber keinerlei Nachteil.

Zitat

Das macht m.E. auch absolut Sinn, denn das fachlich relevante Wissen beim Techniker ist ungleich höher als bei einem theorielastigen Studium.

Was denn nun?! Du Widersprichst Dir.

Zuerst sagst Du, das relevante Wissen des Technikers sei ungleich höher als beim Stuedienabsolventen. Ein Posting später sind die Karrieremöglichkeiten des Studienabsolventen wieder ungleich höher und der Techniker bei praktischen Einstiegspositionen nur maximal gleichwertig. 

Möchtest Du als Techniker mit den FIs um die "praktischen Einstiegsjobs" konkurrieren, bist Du dem FI nicht im Vorteil, sondern eher im Nachteil. Sofern der AG weiß, was er will! Ein FI, der drei Jahre lang 40h / Woche in der Praxis war wiegt mehr als ein Techniker / Akademiker mit ein paar Wochen Betriebspraktikum im Studium. Das Zünglein an der Waage schlägt erst mit zunehmende Berufserfahrung des Technikers zu seinen Gunsten aus.

Konkurrierst Du als Techniker mit dem Studienabsolventen um die "akademischen Einstiegsjobs", bist Du ebenfalls im Nachteil. Hier jedoch auch bei AGs, die wissen (akademischer Job = ich will einen Akademiker) was sie wollen und bei denen, die das noch nicht so ganz begriffen haben (irgendein Job = Hauptsache er hat den höchsten Bildungsabschluss!). 

Denn - wie gesagt - spezifische Techniker-Jobs gibt es in der IT nur im Promille-Bereich.

Mein Rat daher ist: Bist Du eher praktisch veranlagt und möchtest / kannst in keinem Fall - nicht mal an einer praxisbezogenen FH - studieren, dann ist die Ausbildung der richtige Weg. Denn ein Studium ist weder notwendig, noch hinreichend für ein hohes Gehalt oder einen guten Posten (obgleich durchaus hilfreich). 

bearbeitet von Kwaiken

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vor 16 Minuten schrieb Kwaiken:

Ein FI, der drei Jahre lang 40h / Woche in der Praxis war wiegt mehr als ein Techniker / Akademiker mit ein paar Wochen Betriebspraktikum im Studium.

Du solltest hier Techniker und Akademiker nicht in einen Topf werfen. Der Techniker ist quasi für eine technische Ausbildung das, was der Master für den Bachelor ist, ähnlich dem Meister in Handwerksberufen. Es ist eine Vertiefung des zuvor Erlenten. Dementsprechend ist ein Techniker was die berufspraxis angeht höher anzusetzen als einen einfachen FIler (und entsprechend teurer für den AG ;))

Und im Bereich der Fachinformatiker ist es nunmal i.d.R. nicht der Techniker sondern "staatlich geprüfter Informatiker"/Fachwirt.

bearbeitet von Rienne

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