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Entscheidungshilfe in Sachen Berufswechsel

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Hallo miteinander,

Ich bin heute Nachmittag zufällig auf dieses Forum gestoßen und dies ist demnach mein erster Beitrag.  Ich habe folgendes Anliegen.

Und zwar habe ich mich vor gut einem Jahr bei einem IT-Systemhaus beworben. Meine damalige Freundin hat ein gutes Wort für mich eingelegt.

Was vielleicht erst mal wichtig ist über mich zu wissen: 

Ich komme nicht aus der IT, aber es war schon immer mein Traum in diesen Bereich zu arbeiten.  Ich habe leider keine Ausbildung in diesem Bereich. Alles was ich sagen kann ist "Ich habe das Zuhause als Hobby gemacht". Ich habe Zuhause eine kleine Serverlandschaft, bestehend aus Windows Server 2016 und ein paar Linux Maschinen. Nebenbei Hoste ich ein paar Windows 7 und 10 Maschinen. Das ganze mache ich nun schon seit ein paar Jahren. Ausserdem bin ich bei meinen Bekannten und Freunden ziemlich beliebt, wenn es darum geht, dass mal wieder ein Rechner nicht funktioniert oder so. Im Geschäft mache ich auch die ganze IT. Ich fing mit der Geschichte sehr früh damals an, habe einige Rechner gebaut, habe vielen Menschen support geleistet und so weiter und so fort. Wenn jemand einen Rechner will, dann kommt er zu mir und ich berate diesen. 

Ich bin gelernter Maler und Lackierer und arbeite aber schon seit gut 9 Jahren jetzt als Zerspanungsmechaniker.  Jetzt wisst ihr zumindest ein bisschen was über mich. Also weiter im Text:

Ich war Anfang letzten Jahres zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Hier sagte man mir, man würde mich an die IT heran führen und so weiter. Im Mai hatte ich dann noch mal ein Gespräch, welches ebenfalls gut verlaufen ist. Man bot mir einen Job an, wenn sich was ergibt. Ein paar Tage danach fand Firmenintern eine LAN-Party statt, ich war auch eingeladen. Aber war ja auch klar: Ich war der Freund meiner Ex. Jedenfalls kam es dieses Jahr im August dann zur "Wirtschaftskriese". Die Automobilindustrie hat der Firma ganz schönen Schaden angerichtet. Es waren sehr schnell einige Mitarbeiter entlassen, da auf einmal kein Geschäft mehr da war. Im September trennten meine Ex und ich uns. Jetzt im Dezember ist es in der Firma wieder ganz gut angelaufen und sie haben bereits jetzt Aufträge bis Februar 2020.

Ende Dezember meldete sich der Chef noch mal bei mir und fragte mich, ob ich noch Interesse an einen Job in dem IT-Systemhaus hätte. Ich wusste nicht mehr, was mich erwartet und sagte natürlich erst mal JA. Nun habe ich einen Termin für den 7. Januar 2020. Ich telefonierte danach mit einer Freundin, die in dieser besagten Firma arbeitete und u.a. auch den 1st. Level Support alleine geschmissen hat. (Sie hat gekündigt) Sie sagte mir, dass der Unmut in dieser Firma gerade sehr groß ist, weil der Chef wohl sehr schwierig geworden ist und deshalb schon einige gekündigt haben. Es haben sich wohl noch mehr Mitarbeiter angekündigt zu gehen. Die nächste Sache ist, dass niemand da ist um mich anzulernen. Ich soll dann eben den Job dieser Freundin machen (also 1st Level Support). Der nächste Punkt ist eher eine persönliche Sache: Meine Ex-Freundin arbeitet natürlich immer noch dort und wir haben seit unserer Trennung kein Wort mehr miteinander gewechselt oder uns gesehen. Ihr neuer Freund arbeitet im selben Gebäude. 

Desweiteren bin ich aktuell seit 7,5 Jahren in einem festen Arbeitsverhältnis. Mein Chef sitzt seit einem halben Jahr im Rollstuhl, weil er operiert wird. Demnach kann er nicht viel machen und ist auf unterstützung angewiesen. Ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich die Firma verlasse, die nur 6-10 Mitarbeiter hat. Andererseits durfte ich mir von meinem aktuellen Chef schon oft ziemlich üble Dinge sagen lassen. Erst kurz vor Weihnachten sagte er mir, dass er mit mir als Mitarbeiter den Laden zumachen könne. (Er ist ein Choleriker und er geht mit seinen Beleidigungen auch oft unter die Gürtellinie)

Was soll ich eurer Meinung nach tun? Ich will unbedingt in den IT Bereich, aber nicht um jeden Preis. Diese Firma hat auf "kununu" auch ziemlich schlechte Bewertungen. Allerdings bin ich jetzt 30 Jahre alt geworden und bin mir darüber im klaren, dass ich nicht mehr allzuviel Zeit habe. Ich bin ungelernt und so einen möchten die wenigsten Firmen haben. Diese hier würde mich nehmen. Aber ich habe das Gefühl, dass ich nur ein Lückenfüller bin, da so viele Mitarbeiter gerade das weite suchen.

HILFE!

Vielen Dank, megabyte

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Im Leben würde ich da nicht anfangen... schon gar nicht ungelernt. Du musst noch min. 35 Jahre arbeiten.. wenn du das mehr oder weniger erfolgreich in der IT machen willst, kommst du nicht um eine fundierte Ausbildung (evtl. auch Studium) herum. 
Guck dich mal nach Betrieben um die Ausbilden.. und bereite dich auf Fragen vor warum nun IT etc.. denn die werden wohl bei deinem Lebenslauf kommen.

 

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Sehe es wie eneR. Mach ne Ausbildung. Du kommst ja vom Regen in die Traufe. Ich würde auch bei keinem Betrieb anfangen bei dem ich schon so viele Zweifel habe bzw. es zu Entlassungen kam. Zumindest nicht ohne Not. Auf der anderen Seite brauchst du niemals ... also wirklich niemals ein schlechtes Gewissen zu haben einen AG zu wechseln. Es gibt  gar keinen  validen Grund das irgendwelche Folgen dein Problem sind. Nicht mal wenn dadurch Menschen unmittelbar sterben würden (ist jetzt bewusst hart ausgedrückt um es aus moralischer Sicht deutlich für dich zu machen).

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vor 9 Stunden schrieb megabyte:

Demnach kann er nicht viel machen und ist auf Unterstützung angewiesen. Ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich die Firma verlasse, die nur 6-10 Mitarbeiter hat. Andererseits durfte ich mir von meinem aktuellen Chef schon oft ziemlich üble Dinge sagen lassen.

Der Kollege mit dem ich mir Momentan das Büro Teile hat eine sehr ähnliche Gesichte. Er hatte auch im Handwerk gearbeitet und war in einer ähnlichen Situation. Er blieb und die Firma ging unter und er bekam 3 Gehälter nicht. 

Wenn du weg möchtest, mach es, Loyalität wird in den seltensten Fällen belohnt.

vor 10 Stunden schrieb megabyte:

 Diese Firma hat auf "kununu" auch ziemlich schlechte Bewertungen. 

Bei den Bewertungen musst du unterscheiden. Es können auch Unternehmen sein, wo IT nicht der Hauptgeschäftsbereich ist, sondern nur eine interne Abteilung und die schlechten Bewertungen eventuell nur aus einer Abteilung kommen.

Du hast schon alles beschrieben, was dich davon abhalten sollte bei der Firma anzufangen. Problematischer Chef, viele Kündigungen/ hoher Verbrauch von Personal, kein anlernen, etc. 

vor 10 Stunden schrieb megabyte:

Was soll ich eurer Meinung nach tun? Ich will unbedingt in den IT Bereich, aber nicht um jeden Preis.

Was willst du denn im IT Bereich machen? Im 1st Level Support, hast du durch aus gute Chancen als Quereinsteiger anzufangen. Allerdings bist du darauf angewiesen, dass du halbwegs gut eingearbeitetst wirst und nicht nur als billige Arbeitskraft angesehen wirst. 

Du könntest dein Glück versuchen und Initiativbewerbungen an Unternehmen in der Umgebung raushauen, oder dich direkt auf 1st Level Support Stellen bewerben. Damit setzt du dir, aber Grenzen im IT Bereich, wenn du z.B. ehr in den administrativen Bereich möchtest, solltest du wie meine Vorredner schon gesagt haben, ehr zu einer Ausbildung greifen.

Was am sinnvollsten für dich ist, kannst du am Ende nur für dich selbst Beantworten, nicht zu letzt wegen dem finanziellen Aspekt. 

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vor 3 Stunden schrieb eneR:

Im Leben würde ich da nicht anfangen... schon gar nicht ungelernt. Du musst noch min. 35 Jahre arbeiten.. wenn du das mehr oder weniger erfolgreich in der IT machen willst, kommst du nicht um eine fundierte Ausbildung (evtl. auch Studium) herum. 
Guck dich mal nach Betrieben um die Ausbilden.. und bereite dich auf Fragen vor warum nun IT etc.. denn die werden wohl bei deinem Lebenslauf kommen.

 

Danke für deine ehrliche Meinung. Solche Fragen habe ich schon bestellt bekommen und das ist auch kein Problem für mich. Eine Ausbildung kann ich mir nur "nicht leisten", weil ich da einfach kein Geld verdiene um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Ich wohne alleine, ich habe ein Auto, Versicherungen und und und.. Essen möchte ich ja auch was. Ein Studium habe ich ehrlich gesagt bis jetzt noch nicht in Betracht gezogen. Ich könnte evtl ein Fernstudium machen. Zumindest kann ich mal darüber nachdenken. Aber das dauert dann wieder einige Jahre und mit 35-40 will mich dann glaube ich keiner mehr.

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vor 2 Stunden schrieb bigvic:

Sehe es wie eneR. Mach ne Ausbildung. Du kommst ja vom Regen in die Traufe. Ich würde auch bei keinem Betrieb anfangen bei dem ich schon so viele Zweifel habe bzw. es zu Entlassungen kam. Zumindest nicht ohne Not. Auf der anderen Seite brauchst du niemals ... also wirklich niemals ein schlechtes Gewissen zu haben einen AG zu wechseln. Es gibt  gar keinen  validen Grund das irgendwelche Folgen dein Problem sind. Nicht mal wenn dadurch Menschen unmittelbar sterben würden (ist jetzt bewusst hart ausgedrückt um es aus moralischer Sicht deutlich für dich zu machen).

Ich sehe meinen Chef nur schon wieder rumschreien. Iss wirklich so. Der geht bei jeder kleinigkeit an die Decke. Allerdings hat er mir auch schon privat echt unter die Arme gegriffen, wenn ich Hilfe benötigte (was ich aber seit ein paar Jahren versuche zu vermeiden, weil ich es hasse auf andere angewiesen zu sein) Aber das Rechtfertigt sein verhalten nicht.

Eine Ausbildung ist in meinem Alter finanziell einfach sehr schwierig..

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vor 20 Minuten schrieb megabyte:

Eine Ausbildung ist in meinem Alter finanziell einfach sehr schwierig..

Niemand hat behauptet, dass es einfach ist. Es ist einfach eine Frage deiner Prioritäten. Was bist du bereit kurz- und mittelfristig zu investieren um langfristig (hoffentlich erfolgreich) in den Beruf einzusteigen.
Ich zumindest wüsste keinen Grund als AG in dich als Ungelernten zu investieren, anstatt mir einen ausgebildeten FI zu holen. Ausser wenn meine Not so gross ist, dass ich niemanden anderen finde, weil <kurz vor pleite, mieses Umfeld, sehr sehr schlechte Bezahlung, ich eigentlich gar keinen echten ITler brauche sondern nur jemand für den das Internet kein Neuland ist, ..> oder natürlich ich meine philanthropische Ader so ausleben möchte (> sehr sehr selten).

@OkiDoki

Das wäre vermutlich eine längere Diskussion (mit psychologischen / philosophischen Argumenten warum das so ist),  die jedoch OT ist.

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vor 1 Stunde schrieb cortez:

Der Kollege mit dem ich mir Momentan das Büro Teile hat eine sehr ähnliche Gesichte. Er hatte auch im Handwerk gearbeitet und war in einer ähnlichen Situation. Er blieb und die Firma ging unter und er bekam 3 Gehälter nicht. 

Wenn du weg möchtest, mach es, Loyalität wird in den seltensten Fällen belohnt.

Bei den Bewertungen musst du unterscheiden. Es können auch Unternehmen sein, wo IT nicht der Hauptgeschäftsbereich ist, sondern nur eine interne Abteilung und die schlechten Bewertungen eventuell nur aus einer Abteilung kommen.

Du hast schon alles beschrieben, was dich davon abhalten sollte bei der Firma anzufangen. Problematischer Chef, viele Kündigungen/ hoher Verbrauch von Personal, kein anlernen, etc. 

Was willst du denn im IT Bereich machen? Im 1st Level Support, hast du durch aus gute Chancen als Quereinsteiger anzufangen. Allerdings bist du darauf angewiesen, dass du halbwegs gut eingearbeitetst wirst und nicht nur als billige Arbeitskraft angesehen wirst. 

Du könntest dein Glück versuchen und Initiativbewerbungen an Unternehmen in der Umgebung raushauen, oder dich direkt auf 1st Level Support Stellen bewerben. Damit setzt du dir, aber Grenzen im IT Bereich, wenn du z.B. ehr in den administrativen Bereich möchtest, solltest du wie meine Vorredner schon gesagt haben, ehr zu einer Ausbildung greifen.

Was am sinnvollsten für dich ist, kannst du am Ende nur für dich selbst Beantworten, nicht zu letzt wegen dem finanziellen Aspekt. 

Vielen Dank für deine Antwort. Diese Firma ist nicht groß. Es gibt zwei Abteilungen, einmal den Vertrieb und einmal die Technik. Den Support zähle ich jetzt erst mal dazu. Das alles in einem Großraumbüro. Wie gesagt, vielleicht sind es momentan noch bis zu 10 Mitarbeiter. Ich weiss es nicht. Was mir aber aufgefallen ist: Die Bewertungen, die länger zurück liegen, waren besser. Das waren Bewertungen von Mitarbeitern, die damals da gearbeitet haben, bevor der neue Chef kam.

Ich möchte vorallem erst mal den "Einstieg" machen. Also 1st Level Support wäre schon mal gut, weil ich eben weiss, dass hier auch Einsteiger bzw Quereinsteiger eine Chance haben.  Und dann möchte ich mich eben weiterentwickeln, Möchte vll ein paar Zertifikate machen, mich weiter bilden etc. Wenn eine Firma das Interesse hat, dann machen die das auch mit. Aber es ist halt schwierig eine Firma zu finden, die mich einstellt. Ich muss auch ehrlich sagen, mich hatte zwiischenzeitlich der Mut mal verlassen und dann habe ich einfach nichts mehr in der Richtung gemacht (beworben und so)

Ich möchte später in die Systemintegration. Hier sehe ich mich am kompatibelsten. Systeme bauen, einrichten, alles aufeinander abstimmen, bei Problemen helfen und so weiter. Ich mag das einfach und mir macht das viel Spaß. Zuhause und bei meinen Freunden mache ich doch nichts anderes.

Wie ich schon weiter oben geschrieben habe ist eine Ausbildung für mich eben sehr schwer umzusetzen. Ich stehe fest im Leben, ich habe eine eigene Wohnung, ich habe ein Auto, Versicherungen und so weiter.. Leben muss ich ja auch irgendwie. Bei dem Lehrlingsgehalt komme ich ja nirgendwo hin.Das Arbeitsamt möchte mir nicht helfen, denn die sagen mir nur "Ja megabyte, sie haben eine Perspektive!" Die helfen mir nicht. So eine Weiterbildung selbst zu zahlen kostet über 16.000 EUR. Das ist wirklich mehr als happig. Und dann weiss ich nicht mal, ob es klappt.

Ich möchte meinen Traum aber nicht aufgeben. Aber ich sehe glaube ich langsam selbst ein, dass das bei dieder Firma nichts wird. Ich wollte es nur noch mal bestätigt wissen. 

Bearbeitet von megabyte
Rechtschreibfehler.

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vor 16 Minuten schrieb bigvic:

Niemand hat behauptet, dass es einfach ist. Es ist einfach eine Frage deiner Prioritäten. Was bist du bereit kurz- und mittelfristig zu investieren um langfristig (hoffentlich erfolgreich) in den Beruf einzusteigen.
Ich zumindest wüsste keinen Grund als AG in dich als Ungelernten zu investieren, anstatt mir einen ausgebildeten FI zu holen. Ausser wenn meine Not so gross ist, dass ich niemanden anderen finde, weil <kurz vor pleite, mieses Umfeld, sehr sehr schlechte Bezahlung, ich eigentlich gar keinen echten ITler brauche sondern nur jemand für den das Internet kein Neuland ist, ..> oder natürlich ich meine philanthropische Ader so ausleben möchte (> sehr sehr selten).

@OkiDoki

Das wäre vermutlich eine längere Diskussion (mit psychologischen / philosophischen Argumenten warum das so ist),  die jedoch OT ist.

Habe ich die Möglichkeit mir finanziell Unterstützung zu holen? Diese Frage habe ich mir selbst noch nicht geklärt. Ich denke das ist nicht einfach, weil ich ja eine Ausbildung habe und auch einen Job.

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Keine Ahnung, ob du Verwandte oder Freunde hast die dich unterstützen können (Geld, Unterkunft, Essen, Auto, etc.). Oder ob du einen Kredit aufnehmen kannst. Oder du Erspartes hast. Oder ob das Amt dich unterstützt. Oder ob du kürzer treten musst (weniger Ausgaben) oder am Abend/Wochenende zusätzlich arbeitest während einer Ausbildung (mehr Einnahmen) oder eine Kombination aus mehreren Aktionen.

Das sind in der Tat wichtige Fragen die du dir stellen solltest. Da kannst du dann auch schön deine persönlichen roten Linien ziehen - was würde ich machen und was nicht.

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Inwiefern das Amt unterstützen kann, würde sich ja durch ein Beratungsgespräch dort klären lassen. Wenn eine abgeschlossene Ausbildung vorhanden ist, kann das Amt über eine Umschulung unterstützen. Das beinhaltet auch den finanziellen Aspekt. Das alle Wege in diese Richtung auch zunächst mit finanziellen Einbußen verbunden sind, sollte klar sein.

Auf einen Einstieg als Quereinsteiger würde ich ebenfalls nicht zu viel setzen. Warum sollte irgend ein Arbeitgeber jemanden einstellen, der nicht die reguläre Ausbildung durchlaufen ist, wenn es genügend ausgebildete jüngere Mitbewerber gibt ? Hier kann ein älterer nur mit Erfahrungen argumentieren - eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung im IT-Bereich wird aber oftmals trotzdem verlangt.

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vor 1 Minute schrieb tkreutz2:

Inwiefern das Amt unterstützen kann, würde sich ja durch ein Beratungsgespräch dort klären lassen. Wenn eine abgeschlossene Ausbildung vorhanden ist, kann das Amt über eine Umschulung unterstützen. Das beinhaltet auch den finanziellen Aspekt. Das alle Wege in diese Richtung auch zunächst mit finanziellen Einbußen verbunden sind, sollte klar sein.

Auf einen Einstieg als Quereinsteiger würde ich ebenfalls nicht zu viel setzen. Warum sollte irgend ein Arbeitgeber jemanden einstellen, der nicht die reguläre Ausbildung durchlaufen ist, wenn es genügend ausgebildete jüngere Mitbewerber gibt ? Hier kann ein älterer nur mit Erfahrungen argumentieren - eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung im IT-Bereich wird aber oftmals trotzdem verlangt.

Ich hatte bereits ein Beratungsgespräch. Letztes Jahr. Die Dame sagte mir, dass ich eine Perspektive habe und deshalb eine Umschulung nicht in Frage kommt.  Dass ich finanziell Einbußen haben werde / würde, ist mir selbstverständlich klar und damit komm ich auch gut zurecht. Die Fa, bei der ich mich beworben habe, sagte mir ja auch, dass ich in den ersten Jahren nicht fürstlich verdienen werde und das war auch in Ordnung für mich.

Jedoch eine Ausbildung kann ich mir nicht mehr "erlauben". Ich kann damit gerade mal meine Miete und meine Nebenkosten begleichen, und die sind wirklich nicht hoch.

Ich gucke nebenbei gerade viel nach anderen Jobs, aber es wird überall eine Ausbildung vorrausgesetzt. (Wie du eben schon geschrieben hast)

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vor 14 Minuten schrieb megabyte:

Ich hatte bereits ein Beratungsgespräch. Letztes Jahr. Die Dame sagte mir, dass ich eine Perspektive habe und deshalb eine Umschulung nicht in Frage kommt. 

Aber du bist länger als 5 Jahre aus deinem Ausbildungsberuf raus, oder ? Dieser Grund hat bei mir nämlich absolut gereicht um eine Umschulung zur FIAE unterstützt zu bekommen. Dieses Jahr im Juli dann erfolgreich beendet und bin seit November in einer neuen Anstellung. Natürlich konnte ich zusätzlich noch ein paar nette Gründe nennen für die Beantragung der nötigen Unterstützung, aber es wurde immer frei raus gesagt, dass diese 5 Jahre Grund genug sind.

Ich würde nochmal nachhaken, denn es kann ja nunmal eine gute Option sein. Ich weiß jetzt halt nicht wie unterschiedlich die Agenturen für Arbeit in Deutschland das Befürworten oder Ablehnen und wie da die Gründe sind. Bei mir in NRW (genaueren Ort nenn ich dir gerne per PN falls es relevant für ein neues Beratungsgespräch ist) wurde es problemlos unterstützt.

Grüßle

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vor 40 Minuten schrieb megabyte:

Ich hatte bereits ein Beratungsgespräch. Letztes Jahr. Die Dame sagte mir, dass ich eine Perspektive habe und deshalb eine Umschulung nicht in Frage kommt.  Dass ich finanziell Einbußen haben werde / würde, ist mir selbstverständlich klar und damit komm ich auch gut zurecht. Die Fa, bei der ich mich beworben habe, sagte mir ja auch, dass ich in den ersten Jahren nicht fürstlich verdienen werde und das war auch in Ordnung für mich.

Jedoch eine Ausbildung kann ich mir nicht mehr "erlauben". Ich kann damit gerade mal meine Miete und meine Nebenkosten begleichen, und die sind wirklich nicht hoch.

Ich gucke nebenbei gerade viel nach anderen Jobs, aber es wird überall eine Ausbildung vorrausgesetzt. (Wie du eben schon geschrieben hast)

Ich würde die Flinte auch nicht zu schnell ins Korn werfen und vielleicht doch noch einen weiteren Versuch wagen. Vielleicht auch mal die Gegenperspektive dem Amt eröffnen, dass der derzeitige Job nicht bis zur Rente durchgezogen werden kann und die Arbeitsbedingungen auf die Gesundheit gehen (Stress mit Chef) oder andere Gründe eine Fortführung gefährden.

Klar - es sind immer Einzel- und Ermessungsentscheidungen. Trotzdem kann sich ja seit dem letzten Gespräch etwas bewegt haben, um die ursprüngliche Sachlage nochmal zu überdenken von Seitens des Amts in Bezug auf "Perspektive bis zur Rente".

Ansonsten vielleicht auch mal Fragen, welche Alternativen Wege das Amt in einer solchen Situation vorsieht.

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vor 4 Stunden schrieb Clodessa:

Aber du bist länger als 5 Jahre aus deinem Ausbildungsberuf raus, oder ? Dieser Grund hat bei mir nämlich absolut gereicht um eine Umschulung zur FIAE unterstützt zu bekommen.

Mein Freund ist 20 Jahre aus seinem Ausbildugsberuf raus und bekommt keine Umschulung. Laut unserer Arge bekommen nur Leute eine Umschulung gezahlt, die noch keine Ausbildung haben. Macht überhaupt keinen Sinn... teilweise sind die Anforderungen um sowas zu bekommen echt komisch. Und es kann ein richtiger Kampf mit der Arge sein, je nachdem wo man wohnt.

Ich würde den Weg über ein Studium gehen. So viel länger als eine Ausbildung oder eine Umschulung dauert das nun auch nicht. Dann hast du aber eine ordentliche Basis, auf der du aufbauen kannst.

Sonst wäre in meinen Augen nur noch der Weg über Zertifikate. Das müssten aber schon anspruchsvolle und die sind teuer.

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Bafög könnte kritisch werden mit 30+ Lebensjahren. Und mehr Geld gibt es da auch nicht als in einer Ausbildung.

Und ob so ein Studium das richtige für einen ist muss ja auch erstmal herausgefunden werden. Es gibt ja zum Glück einen Unterschied zwischen 

Zitat

Ich habe Zuhause eine kleine Serverlandschaft, bestehend aus Windows Server 2016 und ein paar Linux Maschinen. Nebenbei Hoste ich ein paar Windows 7 und 10 Maschinen.

und den üblichen Informatik Modulen. 

Ich würde vorschlagen, wenn, dann per Fernstudium zu starten. Ich habe nichts von Eigentum, Frau, Kindern oder sonstigen Verpflichtungen gelesen... Zeit müsste also vorhanden sein. Wobei diese fehlenden Verpflichtungen wiederum auch für eine Ausbildung sprechen würden. Muss man vielleicht mal für 2-3 Jahre etwas kürzer treten. 

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vor einer Stunde schrieb eneR:

Bafög könnte kritisch werden mit 30+ Lebensjahren. Und mehr Geld gibt es da auch nicht als in einer Ausbildung.

Stimmt, hatte ich ganz vergessen. Es bekommt ja auch nicht jeder Bafög und ob ein Studium generell das richtige ist, ist auf jeden Fall auch etwas, was man erst einmal für sich prüfen muss.

Ich muss sagen, dass Fernstudiengänge für mein Bauchgefühl eher einen zweifelhaften Ruf genießen. Das mag damit zusammen hängen, dass es hier viele Angebote privater Bildungsträger gibt, die auch in Fachforen regelmäßig zerrissen werden. Aber das ist eine subjektive Meinung. Generell gibt es sicher viele Wege, sich weiter zu bilden und Wissen anzueignen. Leider hängt in unserem Land aber vieles am Papier und der Sichtweise der Entscheider. Möglich, dass in anderen Ländern hier weniger streng beurteilt wird. Das würde allerdings wieder die Frage aufwerfen, ob jemand denn auch bereit ist, um seinen Traum zu leben dorthin zu gehen, wo es möglicherweise noch alternative Wege gibt. Sicher in jungen Jahren eher möglich, als wenn Kind- Kegel und Familie vorhanden ist.

 

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vor einer Stunde schrieb eneR:

Bafög könnte kritisch werden mit 30+ Lebensjahren. Und mehr Geld gibt es da auch nicht als in einer Ausbildung.

Ich würde vorschlagen, wenn, dann per Fernstudium zu starten. Ich habe nichts von Eigentum, Frau, Kindern oder sonstigen Verpflichtungen gelesen... Zeit müsste also vorhanden sein. Wobei diese fehlenden Verpflichtungen wiederum auch für eine Ausbildung sprechen würden. Muss man vielleicht mal für 2-3 Jahre etwas kürzer treten. 

Nein, richtig: Ich habe kein Eigentum, keine Kinder und co. Zeit wäre vorhanden. Fernstudium wäre evtl machbar. Ein Freund macht genau das gleiche gerade. Ich muss halt irgendwie Geld verdienen. Ich lebe jetzt nicht auf großem Fuß, aber ich komm mit 600 EUR einfach nicht weit. Ich kann jetzt auch nicht einfach sagen ich ziehe zu meinen Familienmitgliedern oder so. :D Sonst wäre es wohl auch einfacher und ich könnte bei Null anfangen.

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vor 15 Stunden schrieb Julia on Rails:

Mein Freund ist 20 Jahre aus seinem Ausbildugsberuf raus und bekommt keine Umschulung. Laut unserer Arge bekommen nur Leute eine Umschulung gezahlt, die noch keine Ausbildung haben. Macht überhaupt keinen Sinn... teilweise sind die Anforderungen um sowas zu bekommen echt komisch. Und es kann ein richtiger Kampf mit der Arge sein, je nachdem wo man wohnt.

Wie ich ja schon geschrieben habe, hier hat es nicht geklappt. Allerdings weiss ich auch, dass die immer Jährlich ein Kontigent an Geld zu verfügung haben. Vielleicht lass ich mir jetzt am Anfang des Jahres noch mal einen Termin geben um mich dann beraten zu lassen. Mag sein, dass ich eine Perspektive habe, aber ich bin nicht Glücklich in diesem Beruf. Das war damals nur eine Notlösung, weil es als Maler um 2010-2012 nicht einfach war einen Job zu bekommen. (Weltwirtschaftskriese)

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vor 15 Minuten schrieb megabyte:

Wie ich ja schon geschrieben habe, hier hat es nicht geklappt. Allerdings weiss ich auch, dass die immer Jährlich ein Kontigent an Geld zu verfügung haben. Vielleicht lass ich mir jetzt am Anfang des Jahres noch mal einen Termin geben um mich dann beraten zu lassen. Mag sein, dass ich eine Perspektive habe, aber ich bin nicht Glücklich in diesem Beruf. Das war damals nur eine Notlösung, weil es als Maler um 2010-2012 nicht einfach war einen Job zu bekommen. (Weltwirtschaftskriese)

Richtig, Kontingent + lokaler Faktor spielen eine Rolle. Heißt gleiche Person kann bei einem Sachbearbeiter Glück und bei einem anderem Pech haben.

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Ich wollte noch etwas anderes sagen. Je älter man wird, desto schwieriger wird es werden, Berufswechselwünsche in die Tat umzusetzen. Krass wird es ab der Generation 40+ und 50+. Denn unser System ist nicht wirklich darauf getrimmt, dass jemand im fortgeschrittenen Alter (und er muss ja noch bis zur Rente arbeiten) noch einmal einen Neufang startet und es gibt viele Hürden- und Hindernisse. Auch per Gesetz gesetzte Altersgrenzen greifen irgendwann für bestimmte Berufe und bei Berufen, bei denen es kein Gesetzt gibt, wird es einfach unter der Hand so gehandhabt. Als Bewerber sieht man davon natürlich nichts, denn in einer Absage können alle möglichen AGG konformen Floskeln stehen.

Unabhängig vom Markt, sollte man versuchen, sich in bestimmten Themen einfach fit zu halten, um nicht den Anschluß zu verlieren. Es gibt heute viele Möglichkeiten dazu auch online. Ob man aber nach einem Vollzeit-Arbeitstag noch die Kraft dazu findet - steht auf einem anderem Blatt. Deswegen wäre der Weg über eine geförderte Umschulung auf jeden Fall der entlastendere Weg.

Viel Erfolg !

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Hallo miteinander,

Ich wollte mich kurz zurück melden. Also ich habe per email das Jobangebot erst mal abgelehnt. Ich habe auch Gründe reingeschrieben. Hab das mit meinem chef rein geschrieben. Der neue potentielle Chef hat mich verstanden und sagte mir, dass ich mich in ein paar monaten gerne noch mal melden darf.

Ich hoffe einfach dass es sich bis dahin gebessert hat.

Trotz dem werde ich mich jetzt nach anderen Stellenangeboten umschauen und hoffen, dass ich auch ohne eine Ausbildung Fuß fassen kann. Ich muss mich dann eben auch auf meinen arsch setzen und noch mehr Lernen, damit ich in dieser Branche bestehen kann. Egal ob es jetzt die Firma Ist, bei der ich gerne angefangen hätte oder ob es eben eine andere wird.. 

Vielen Dank für eure rege Beteiligung! Ich habe mich riesig gefreut! 

Grüße 

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Guten Abend zusammen.

Ich bin gerade zufällig wieder über diese Seite gestolpert. Dabei fiel mir ein, dass ich hier damals diesen Beitrag geschrieben habe.

Inzwischen hat sich tatsächlich ein bisschen was geändert.
Ich habe mich im April angefangen zu bewerben... und was soll ich sagen?

Ich bin jetzt tatsächlich in der IT gelandet. Ich arbeite als Supporter in einem Softwareunternehmen und es ist die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe!
Ich fühle mich wirklich wohl und ich möchte, wenn ich kann, länger bleiben. 
Aktuell läuft noch die Probezeit. (Ich habe im August erst angefangen)
Aber es ist wirklich toll hier und es ist eine super Umgebung um mich weiter zu entwickeln und vor allem neues zu LERNEN.

Danke noch einmal für euren Input damals! 🙂

Grüße

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