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Viele Projekte und Druck


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Hi,

also folgendes ist meine Situation, bei uns gibt es kein richtiges Projektmanagement, unser Abteilungsleiter ist unser PO und der ist zuständig für mehrere Produkte, 5 sind es insgesamt, davon werden 4 noch weiter entwickelt und das eine noch supportet also Bugs gefixt usw. das hat aber schon ein paar Jahre auf dem Buckel, ist in einer anderen Sprache geschrieben, kein stück OOP mit viel gedoppelter Logik und Null dokumentiert, also jedes Mal ein Spaß wenn man einen (vermeintlichen) Fehler suchen muss. Vermeintlich deshalb, denn das Produkt hat eine Schnittstelle zu einem anderen Produkt bei uns im Haus, die weisen aber immer erstmal alle Schuld von sich, sind aber doch häufig das Problem. Aber egal, darum soll es nicht gehen.

Wir sind ein kleines Team von 5 Entwickler, mit sehr unterschiedlichen Erfahrungsstufen und auch Motivation. Einer ist so der Typ, ich weiß nicht, wie das geht und lässt es dann, ein anderer so ein ich mach es mal irgendwie und checke es ungetestet ein und stelle die Story auf to Review, die macht dann nachher noch 3-4 Schleifen, bis sie fertig ist. Und ich bin der Senior Kollege in der Runde, der auch Lead Rolle inklusive technischen Verantwortung und die für die anderen Kollegen.

Von seitens des PO wechseln ständig die Prioritäten, wir haben oft an einem Tag an allen 4 Projekten zu tun, jeder an einem anderen. Es gibt teilweise Releasepläne mit Features, aber die sehen dann vor, dass Produkt 1,2,3 im Juli ausgerollt werden müssen und Produkt 4 dann im August. Die nicht unerhebliche Menge an Support, der üblicherweise Vorrang hat, wird nicht eingeplant. Stellenweise habe ich aber zwei Leute, die nur mit Support beschäftigt sind, also Bug suchen, Fehler nachvollziehen. Das wird durch die Eigenheiten der Entwickler noch deutlich verzögert, bei vielem wäre ich schneller, aber ich kann nicht alle Tasks allein erledigen. Weil wir dann nie fertig sind und um Juli weder 1,2 oder 3 mit dem Feature so weit haben, muss dann immer das fertig gemacht werden, wo die Kunden am kritischsten sind. Aber natürlich nicht, ohne dass es anschließen noch mehr Druck gibt nach dem Motto 2,3 sollten doch schon längst fertig sein, was macht ihr eigentlich den ganzen Tag. Dabei habe ich in der von mir eingeführten Task und Ticketverwaltung extra auch eine Zeiterfassung, in der man das sehen könnte.

Das zu der Entwicklung, denn neben der Entwicklung sind wir auch der technische presales, müssen zum Kunden, Produkt erklären, Workshops halten etc. Haben Abstimmungsmeetings mit den Kunden, wenn eine neue Schnittstelle gebaut werden muss, liegt auch die Kommunikation mit dem Kunden und die technische Entscheidung komplett bei uns. Wir sind auch der technische Ansprechpartner für die Kunden, sie rufen dann also direkt bei uns an. Wobei das alles überwiegend meine Aufgaben sind. Genauso wie hier mal schnell eine Statistik erstellen und als Präsentation für den Vorstand verpacken oder für eine Schnittstelle ein Powerpoint für den Kunden zu erstellen.

Dann gibt es noch so Nebenschauplätze wie der ständige Geiz mit Ressourcen. Uns laufen Festplatten voll, vornehmlich am Wochenende oder im Urlaub, natürlich ist der Entwickler schuld, der hätte besser programmieren müssen (Ja, war ja nur die über 20 Jahre alte Software…)
Aber eigentlich soll ja eh alles in die Cloud, Cloud First und so, nur mehr kosten darf es nicht, was ein Ding der Unmöglichkeit, denn die alte Infrastruktur ist seit Jahre abgeschrieben und beim eben genannten Geiz hat es auf dem Papier auch nicht so viel gekostet. Nur Entwickleressourcen, aber die halt nicht in Korrelation aufgeführt.
An manchen Tagen, habe ich 3 Meetings und 4 Telefonabstimmung in denen es alle um komplett andere Themen geht und in der Zwischenzeit, soll ich eigentlich noch programmieren. Dazu kommen noch ein paar Aufgaben, die ich jetzt bewusst nicht erwähnt habe.

Ich bin nur noch gestresst, ich fühle mich unter Druck, leiste auch ständig unbezahlte Überstunden, bin genervt von der Inkompetenz mancher Entwickler und der Selbstverständlichkeit, dass ich das zu kompensieren habe. Das mehr an Aufgaben wird bei mir mit der besseren Bezahlung gerechtfertigt, wobei das ein höheres Fixgehalt, insbesondere aber Quartalsweise Boni sind, für die aber oft einiges an nicht kompensierter Mehrarbeit drauf geht. Wie alles andere, was ich bemängele, habe ich auch das Thema schon oft beim Vorgesetzten angesprochen, das ich zu viele Rollen habe und auch das die Entwickler teilweise Probleme mit dem ständigen Projektwechsel haben, aber es heiß, als Entwickler müsste man das abkönnen und das von jemanden der noch nie in seinem Leben ernsthaft programmiert. Auch das nicht alle im Team für ihre Position geeignet sind, ist bekannt, aber seit Jahren wird nur drumherum geredet und geht aber leider immer zu Lasten der anderen im Team.


Ich bin, als angestellter Entwickler, mittlerweile an dem Punkt, dass das was ich am wenigsten tue, das coden ist. Jeden Tag steht es  auf der ToDo Liste, aber meist kommt was anderes dazwischen und ich bin froh, wenn ich mal halbwegs den anvisierten Feierabend nach 8h Arbeit auch schaffe.
Dementsprechend bin ich auch nicht mehr ganz auf der Höhe was die Fähigkeiten und Neuerungen der aktuellen Frameworks angeht und auch absolut nicht in der Lage mich in meiner Freizeit da noch einzuarbeiten. Ich bin schon neidisch auf den Entwickler, der einfach sagt, ich weiß nicht, wie es geht und es ist ok für ihn und geht dann nach Hause und lässt die Probleme auf der Arbeit.  Ich mache mir selbst Vorwürfe, dass ich den Druck so ernst nehme und oft auch am Wochenende arbeite, nur um mal was fertig zu bekommen und nicht die Arbeit einfach mal Arbeit sein lassen kann.

Ja, inzwischen sollte ich ganz schnell weg von der Firma, soweit bin ich jetzt auch schon seit einem Jahr. Es gab ein paar Gespräche als Entwickler und ich habe aber auch deutlich gemerkt, dass ich aus der Position herausgewachsen bin bzw. meine Fähigkeiten etwas verkümmert sind. Beim einen habe ich beim schriftlichen Test zu den Grundlagen des Frameworks/der Programmiersprache versagt, ich wusste schlicht nicht mehr ob von mehreren Basisklassen abgeleitet werden kann oder nicht oder ob der Ressourcenverbrauch bei Funktion X sich exponentiell oder linear verhält. In einem anderen Gespräch sollte ich schnell man den Bellman-Ford Algorithmus von Pesudocode implementieren und bin gescheitert, auch konnte ich kaum noch Such Algorithmen auflisten, geschweige denn die Vor- und Nachteile erörtern. Das letzte Mal, als ich damit was zutun hatte war 2006 oder so. Ich habe also nicht den Eindruck, dass ich nennenswerte Chancen als Entwickler hab, ohne mich mehrere Monate auf die Gespräche vor zu bereiten. Ich wüsste aber auch nicht, welche Rolle sonst die passende wäre.

Kurzum, ich bin gefangen auf der Position, auf der ich gerade bin. Ich habe versucht dem Stress entgegen zu wirken, täglich etwas Sport, sei es auf dem Heimtrainer oder mit dem Fahrrad unterwegs. Teilweise funktioniert das, oft löse ich dabei aber dann gedanklich irgendwelche Probleme und sitze direkt im Anschluss wieder am Rechner. Meine sonstigen Freizeitaktivitäten sind dann eher noch Serien schauen, damit der Kopf mal aufhört über aktuellen Problemstellungen nachzudenken. Ich habe das Gefühl, mein Leben besteht nur noch aus Arbeit und über Arbeit nachzudenken und so sehr ich mich über den Kollegen aufrege der Dinge einfach liegen lässt und auch im größten Stress einfach Feierabend macht, so sehr beneide ich ihn auch.

So, entschuldigt den sehr vielen Text, ich hatte das Bedürfnisse, die Situationen zum besseren Verständnis, teilweise erklären zu müssen. Was ist euer Eindruck von der Situation und wie würdet ihr damit umgehen?

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Moin,

Ich denke ihr habt euren PO in den letzten Jahren extrem verwöhnt. Gegen dieses ständige Wechseln der Aufgaben und Projekte muss man sich rechtzeitig wehren, ansonsten hört das nie wieder auf.

Setzt euch als  Entwickler zusammen und macht euch Gedanken wie man eine sinnvolle Organisation der Projekte und Aufgaben umsetzen könnte, geht damit zu den Vorgesetzten.

 

Die Stellensuche sehe ich auch als erfolgsversprechendsten an. Zu den Fragen an denen du gescheitert bist... mit sowas muss man halt rechnen, da gehört dann auch teilweise Glück dazu ob man gerade über das jeweilige Trivialwissen verfügt.

"ob von mehreren Basisklassen abgeleitet werden kann" - Ist zum Beispiel ziemlich Basic, das sollte man wissen wenn man sich nicht gerade als Junior bewirbt. Einen Algorithmus spontan zu implementieren... ist wieder eine ganz andere Geschichte. 

Es gibt einen Haufen Blogs und Artikel mit denen man sich auf solche Situationen vorbereiten kann. Als ich das letzte mal auf Stellensuche ging, habe ich einen Haufen davon gelesen; einfach um durchgehend im Bewerbungsmodus zu sein. Dazu noch die Basics auffrischen - lief gut.

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vor 25 Minuten schrieb PVoss:

Ich denke ihr habt euren PO in den letzten Jahren extrem verwöhnt. Gegen dieses ständige Wechseln der Aufgaben und Projekte muss man sich rechtzeitig wehren, ansonsten hört das nie wieder auf.

Setzt euch als  Entwickler zusammen und macht euch Gedanken wie man eine sinnvolle Organisation der Projekte und Aufgaben umsetzen könnte, geht damit zu den Vorgesetzten.

Also wir haben uns gewehrt und es gab auch Meetings und dann funktioniert das genau einmal und dann läuft es wieder so wie vorher. Als Besonderheit sei hier zu erwähnen, der PO ist der Vorgesetzte und noch dazu der Geschäftsführer der Tochterfirma, PO ist auch eigentlich die falsche Definition, denn die Zweizeiler die er als Anforderung schreibt, sind nicht zu gebrauchen und meistens nicht durchdacht. Ich renne dann im Vorfeld hinterher und sammle die Informationen zusammen, um eine brauchbare Usertstory daraus zu machen. Trotzdem hängt es dann oft genug in der Planung an Fragen die nur der, meistens nicht anwesende PO, beantworten könnte. Mir bleibt dann nur Wahrscheinlichkeiten anzunehmen, um überhaupt weiter machen zu können, das funktioniert aber nicht immer und sorgt dann eben für zusätzlichen Stress.

Es gibt aber in der Konstellation keinen mehr, bei dem man sich beschweren könnte. Mal davon abgesehen, haben nicht alle Entwickler ein Problem damit, denen ist das schlicht egal.

vor 25 Minuten schrieb PVoss:

Die Stellensuche sehe ich auch als erfolgsversprechendsten an. Zu den Fragen an denen du gescheitert bist... mit sowas muss man halt rechnen, da gehört dann auch teilweise Glück dazu ob man gerade über das jeweilige Trivialwissen verfügt.

"ob von mehreren Basisklassen abgeleitet werden kann" - Ist zum Beispiel ziemlich Basic, das sollte man wissen wenn man sich nicht gerade als Junior bewirbt. Einen Algorithmus spontan zu implementieren... ist wieder eine ganz andere Geschichte. 

Das sind ehrlich gesagt viele Basics, in die ich mich vor 10 Jahren mal eingelesen habe und die nicht so relevant waren, dass ich sie dann in einem schriftlichen Test wiedergeben könnte. Das mit der Basisklasse ist dahingehend gemein, weil es mit C++ möglich ist, mit C# aber wiederrum nicht.

vor 25 Minuten schrieb PVoss:

Es gibt einen Haufen Blogs und Artikel mit denen man sich auf solche Situationen vorbereiten kann. Als ich das letzte mal auf Stellensuche ging, habe ich einen Haufen davon gelesen; einfach um durchgehend im Bewerbungsmodus zu sein. Dazu noch die Basics auffrischen - lief gut.

Das meinte ich mit den Monaten an Vorbereitung, ist nicht ganz so leicht, wenn man permanent den Drang hat "richtige" Arbeit zu machen.

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vor 6 Stunden schrieb DisruptiveHarbinger:

Das zu der Entwicklung, denn neben der Entwicklung sind wir auch der technische presales, müssen zum Kunden, Produkt erklären, Workshops halten etc

an der stelle .. wie groß ist die Firma? was macht der Rest der Angestellten falls es einen gibt?

Ich kann die Entwickler nicht alles machen lassen und ernsthaft glauben das die Sache funktioniert. Aber gut das wird sehr oft geglaubt.

vor 6 Stunden schrieb DisruptiveHarbinger:

Kurzum, ich bin gefangen auf der Position

Nein.

Aber du bist auch kein Entwickler (mehr). Es gibt zwei Varianten, du akzeptierst das und suchst Jobs die zu deinem aktuell ausführten Job passen, oder du versuchst wieder Entwickler zu werden. Letzteres ist ohne das Opfern von Freizeit nicht möglich. Zur ersten Variante, schreib dir doch mal zum Spaß eine Stellenbeschreibung für deine aktuellen Aufgaben. 

Die Situation in der Firma wirst du nicht verbessern können, zumal scheinbar nur du "leidest". Aus der Beschreibung rate ich, das da gar kein Wille zur Veränderung existiert bis her lief ja auch alles. Und sinnvolle Änderungen wären an der Stelle auch noch teuer.

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vor einer Stunde schrieb _n4p_:

an der stelle .. wie groß ist die Firma? was macht der Rest der Angestellten falls es einen gibt?

Aktuell sind es vierzehn, eine Kleine Redaktion und der größte Teil ist Sales, aufgeteilt nach Sales im Innendienst und Sales Außendienst.
Lohnbuchhaltung, HR, Infrastruktur etc. läuft alles über die Mutterfirma.

 

vor einer Stunde schrieb _n4p_:

Aber du bist auch kein Entwickler (mehr). Es gibt zwei Varianten, du akzeptierst das und suchst Jobs die zu deinem aktuell ausführten Job passen, oder du versuchst wieder Entwickler zu werden. Letzteres ist ohne das Opfern von Freizeit nicht möglich. Zur ersten Variante, schreib dir doch mal zum Spaß eine Stellenbeschreibung für deine aktuellen Aufgaben. 

Ich habe keine Ahnung, welche Jobs das sein könnten, das ist eine Mädchen für alles Stelle.
Und was die Aufgaben angeht, eigentlich alles was mit der Technik zu tun hat. Sei es mal bei Excel helfen, Domain und DNS Zonenveraltung, Verwaltung der Cloud und On Premise Hostingumgebung, bei letzterem hat aber noch die Mutterfirma IT ihre Finger mit drin, Zertifikatsverwaltung,  die komplette Softwareentwicklung mit den Tools drumherum und in der Kommunikation mit dem Kunden auch  alles wo es um Technik geht.

vor einer Stunde schrieb _n4p_:

Die Situation in der Firma wirst du nicht verbessern können, zumal scheinbar nur du "leidest". Aus der Beschreibung rate ich, das da gar kein Wille zur Veränderung existiert bis her lief ja auch alles. Und sinnvolle Änderungen wären an der Stelle auch noch teuer.

Leiden vielleicht nicht unbedingt, es gibt zwei Entwickler, die das recht relaxt sehen, die lassen ihre Arbeit am Schreibtisch, wenn sie nach Hause gehen und das tun sie eben auch wenn gerade was down ist und andere noch bleiben. Die zwei anderen Entwickler sind zunehmend unzufriedener, bedingt durch die ständigen Projektwechsel und weil die anderen eher schlampig arbeiten. Aber deren Ansprechpartner bin ich und ich kann das dann nur weitergeben, da heißt es dann nur, wir suchen ja Entwickler, dann haben wir mal einen passenden Kandidaten, aber dann macht der Vorstand plötzlich das Budget nicht locker. Wenn ich dann mit dem Vorstand rede, heißt es nur unsere Zahlen müssen besser werden, dann gibt es auch wieder Budget und dann werden nochmal Leute im Sales eingestellt. Aber ganz nebenbei, unsere Zahlen sind gut, die Gewinnerwartungen werden zweimal im Jahr nach oben geschraubt und am Ende sind sie dann nicht erfüllt und die Investoren sind unzufrieden und wir müssen wieder sparen usw.

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vor 56 Minuten schrieb DisruptiveHarbinger:

das ist eine Mädchen für alles Stelle

also auch noch "die ganze" Technik. wie wärs mit sowas?

Zitat

Aufgaben

  • Unterstützung des Zusammenspiels zwischen Development, Operations und Qualitätssicherung in der Entwicklung und im Betrieb von IT-Services und modernen Cloud-Lösungen
  • Mitarbeit bei der Bereitstellung der Netzwerk- und Server-Infrastruktur
  • Durchführung von Monitoring- und Reporting-Tätigkeiten über die IT-Infrastruktur und Gewährleistung eines sicheren Anwendungsbetriebs der IT-Services inklusive qualifizierter Fehleranalysen und Entstörung

Kenntnisse:

  • Grundkenntnisse im Bereich Netzwerke (z. B. ISO/OSI, Routing, Firewall, VPN) und Datenbankkonzepte und -implementierung (Oracle, SQL oder NoSQL)
  • Erste Erfahrungen mit Cloud- und Containertechnologien wie OpenStack, Docker, AWS, Kubernetes, Puppet etc.
  • Expertise im Umgang und mit dem Betrieb von Java-Anwendungen sowie Programmierkenntnisse in Java und Python von Vorteil
  • Offene Denkweise sowie Innovationsfähigkeit und Freude am Querdenken

 

vor 56 Minuten schrieb DisruptiveHarbinger:

wir suchen ja Entwickler

bei eurem Problem braucht ihr aber keine Entwickler. Ihr braucht Personal das den Entwicklern alles abnimmt, das nix mit Entwickeln zu tun hat. Also Präsentationen beim Kunden, First Level Support, Schulungen. 

vor 56 Minuten schrieb DisruptiveHarbinger:

zwei Entwickler,[..], die lassen ihre Arbeit am Schreibtisch

das ist ein Problem von keinen oder den falschen Anreizen. Aber eigentlich ist es nur ein Problem aus deiner Perspektive. Problematisch ist viel mehr deine Einstellung von unbezahlten und vermutlich noch undokumentierten Überstunden. Was tut die Firma denn um dich und die anderen zu Überstunden zu motivieren? Und wenn du das beantwortet hast, frag dich warum die anderen nicht genau wie du am Wochenende arbeiten um irgendwelche Termine zu halten.

Bearbeitet von _n4p_
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vor 17 Stunden schrieb DisruptiveHarbinger:

Ich bin nur noch gestresst, ich fühle mich unter Druck, leiste auch ständig unbezahlte Überstunden, bin genervt von der Inkompetenz mancher Entwickler und der Selbstverständlichkeit, dass ich das zu kompensieren habe.

Wird das explizit von dir gefordert? Wie verlangt wer von dir, dass du als Einzelkämpfer selbstlos den Laden am Leben erhälst, ohne dass man es dir dankt?

vor 8 Stunden schrieb DisruptiveHarbinger:

dann haben wir mal einen passenden Kandidaten, aber dann macht der Vorstand plötzlich das Budget nicht locker

Wie? Geld für den Bewerbungsprozess bis nach der Kandidtenkür ist da, aber nicht für die Unterschrift? Und das lässt HR wiederholt mit sich machen?

 

Ich höre Gandalf in den Höhlen von Moria...

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Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn Euer Chef solch eine Einstellung an den Tag legt, könnt Ihr dagegen wenig machen. Da bleibt nur der Jobwechsel.

Natürlich können und sollen Arbeitnehmer auch mal ihre Position nutzen, für ihre Interessen einstehen, usw. Das hat aber Grenzen und wenn der Chef sagt "Ihr macht das jetzt so!", dann ist das so. Dagegen machst Du nichts. Also: Sieh zu, dass Du einen neuen Job bekommst. Alles Andere wird Dir nicht wirklich helfen.

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vor 18 Stunden schrieb _n4p_:

also auch noch "die ganze" Technik. wie wärs mit sowas?

Und als was ist die Stelle ausgeschrieben?
Wobei ich mich da nicht bewerben würde, zum einen, weil ich nicht aus der Java Welt komme und zum anderen, weil ich mit Containern nur private Erfahrungen habe. Ich mache das ja nur nebenher, für unsere Produkte.

vor 18 Stunden schrieb _n4p_:

das ist ein Problem von keinen oder den falschen Anreizen. Aber eigentlich ist es nur ein Problem aus deiner Perspektive. Problematisch ist viel mehr deine Einstellung von unbezahlten und vermutlich noch undokumentierten Überstunden. Was tut die Firma denn um dich und die anderen zu Überstunden zu motivieren? Und wenn du das beantwortet hast, frag dich warum die anderen nicht genau wie du am Wochenende arbeiten um irgendwelche Termine zu halten.

Wir haben Vertrauensarbeitszeit, also werden keine Überstunden dokumentiert. Andere machen auch Überstunden, gehen eben nicht nach 8 Stunden oder lesen sich am Wochenende in Themen ein. Wenn wir ein Release haben, geht das auch erst ab 19 Uhr, da werden auch Überstunden gemacht, da das Ende unbekannt ist.

vor 11 Stunden schrieb allesweg:

Wird das explizit von dir gefordert? Wie verlangt wer von dir, dass du als Einzelkämpfer selbstlos den Laden am Leben erhälst, ohne dass man es dir dankt?

Es wird nicht gesagt, dass Überstunden gemacht werden müssen. Aber es wird eben gesagt, dass dieses oder jenes fertig werden muss. Teilweise sind es auch meine Zusagen an Kunden, da kann ich noch so viel Puffer einbauen, es kommt immer was dazwischen.

vor 11 Stunden schrieb allesweg:

Wie? Geld für den Bewerbungsprozess bis nach der Kandidtenkür ist da, aber nicht für die Unterschrift? Und das lässt HR wiederholt mit sich machen?

Es ist ein bisschen speziell, da unser Fachbereich in einem eigenen Tochterunternehmen ist und nicht die Prestigeprodukte hat, aber eben Schnittstellen. In der Mutterfirma läuft vieles anderes. Aber unsere HR ist auch nicht sonderlich zufrieden, auch nicht, was meinen Vorgesetzten angeht. Der Bewerbungsprozess selbst, dürfte nicht so viel kosten, Stellenbeschreibung kommt von mir, Kanidatenscreening mache ich und in den Gesprächen ist die HR dann dabei.

vor 9 Stunden schrieb Errraddicator:

Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn Euer Chef solch eine Einstellung an den Tag legt, könnt Ihr dagegen wenig machen. Da bleibt nur der Jobwechsel.

Natürlich können und sollen Arbeitnehmer auch mal ihre Position nutzen, für ihre Interessen einstehen, usw. Das hat aber Grenzen und wenn der Chef sagt "Ihr macht das jetzt so!", dann ist das so. Dagegen machst Du nichts. Also: Sieh zu, dass Du einen neuen Job bekommst. Alles Andere wird Dir nicht wirklich helfen.

Ja, wenn ich ehrlich bin, war mir das klar. Aber zum einen, liefen mein Versuche ewas zu finden nicht sonderlich gut, zum anderen bekomme ich ja auch mehr Geld für die Zusatzaufgaben und da ich die Interviews nicht bestehe, ist es auch unwahrscheinlich, dass ich das Niveau auch nur halten kann. Und dann bin ich mir eben nicht sicher, ob es nicht doch nur an mir liegt, könnte ich die Arbeit einfach Arbeit sein lassen und abschalten, wäre alles prima. Vermutlich würde es im nächsten Job wieder so laufen.

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vor 2 Stunden schrieb DisruptiveHarbinger:

Und als was ist die Stelle ausgeschrieben?

DevOps Engineer, gibts auch ohne Java

vor 2 Stunden schrieb DisruptiveHarbinger:

Containern nur private Erfahrungen

tragisch, einige Firmen haben gute Mentorenprogramme.
Es war ein beispiel dafür das du nicht "gefangen" bist, wenn du aber selbst Gründe suchst um dich einzusperren, kann dir gar keiner helfen.

vor 2 Stunden schrieb DisruptiveHarbinger:

also werden keine Überstunden dokumentiert

Ähm, einen Gruß vom Arbeitszeitgesetz §12 Satz 2: 

Zitat

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die über die werktägliche Arbeitszeit des § 3 Satz 1 hinausgehende Arbeitszeit der Arbeitnehmer aufzuzeichnen und ein Verzeichnis der Arbeitnehmer zu führen, die in eine Verlängerung der Arbeitszeit gemäß § 7 Abs. 7 eingewilligt haben. Die Nachweise sind mindestens zwei Jahre aufzubewahren.

mit Umsetzung der Eu-Richtlinie ist es mit Vertrauensarbeitszeit eh vorbei, und das ist gut so.

vor 2 Stunden schrieb DisruptiveHarbinger:

Der Bewerbungsprozess selbst, dürfte nicht so viel kosten,

Weil du eh schon da bist und grad nix besseres zu tun hast? Nach dem was du über deine Aufgaben schreibst, kann ic mir kaum eine teurere Methode für den Bewerbungsprozess vorstellen.

vor 2 Stunden schrieb DisruptiveHarbinger:

Es wird nicht gesagt, dass Überstunden gemacht werden müssen. Aber es wird eben gesagt, dass dieses oder jenes fertig werden muss. Teilweise sind es auch meine Zusagen an Kunden, da kann ich noch so viel Puffer einbauen, es kommt immer was dazwischen.

Das ist der Grund warum sich nichts ändert. Die Kombination ist großartig: Undokumentierte Arbeitszeiten mit Deadlines und Projektwechseln. Überstunden werden nicht angeordnet, weil das schon den Verdacht äußern würde das irgendwas im Managment nicht stimmt. Und wenn du die Termine nicht hälst in dem du Überstunden machst, kannst du nicht nachweisen das du deinen Vertrag erfüllst. 

 

vor 2 Stunden schrieb DisruptiveHarbinger:

Interviews nicht bestehe

Bellman-Ford ist schon irre speziell für ne Interview Frage. FizzBuzz hingegen sollte man in der Sprache die die neue Stelle verlangt hinbekommen.

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vor 36 Minuten schrieb _n4p_:

DevOps Engineer

Ich hatte bezüglich DevOps auch schon mit Recruitern gesprochen und mein Profil wurde weitergegeben, aber mangels Erfahrung war da bisher keine Firma interessiert.

vor 36 Minuten schrieb _n4p_:

Ähm, einen Gruß vom Arbeitszeitgesetz §12 Satz 2: 

mit Umsetzung der Eu-Richtlinie ist es mit Vertrauensarbeitszeit eh vorbei, und das ist gut so.

Ja, das gute Arbeitszeitgesetz. Ob das mit der Eu-Richtlinie dann wirklich gut ist, wird sich noch zeigen. Dann gibt es eben wieder Verträge mit Überstundenkontingenten die abgegolten sind. Ich kenne Entwickler, die einer bekannten Consulting Firma arbeiten, die "dürfen" keine Überstunden buchen. Klar verstößt das gegen das Gesetz, aber da ändert eine zwingende Erfassung nichts.

vor 36 Minuten schrieb _n4p_:

Bellman-Ford ist schon irre speziell für ne Interview Frage. FizzBuzz hingegen sollte man in der Sprache die die neue Stelle verlangt hinbekommen.

Also ich hatte nur sechs Firmen, bei denen es soweit ging, dass ich fachlich abgeprüft wurde und sowas leichtes wie FizzBuzz war da nicht dabei. Bellman-Fort, Dijkstra, Bitverschiebung usw. dann eben noch die Grundlagen. Einmal sollte ich den Diffie-Hellman Schlüsselaustausch skizzieren, damit hatte ich mich nur noch nie beschäftigt. Dann gab es auch mal noch ein binäres Logfiles welches man aufdröseln sollte, das war mein erster Kontakt mit Little- und Big-endian.
Für mich war danach klar, dass ich mich erst monatelang vorbereiten muss um bei sowas zu bestehen.

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vor 11 Stunden schrieb DisruptiveHarbinger:

 

Zitat

Wie? Geld für den Bewerbungsprozess bis nach der Kandidtenkür ist da, aber nicht für die Unterschrift? Und das lässt HR wiederholt mit sich machen?

Es ist ein bisschen speziell, da unser Fachbereich in einem eigenen Tochterunternehmen ist und nicht die Prestigeprodukte hat, aber eben Schnittstellen. In der Mutterfirma läuft vieles anderes. Aber unsere HR ist auch nicht sonderlich zufrieden, auch nicht, was meinen Vorgesetzten angeht. Der Bewerbungsprozess selbst, dürfte nicht so viel kosten, Stellenbeschreibung kommt von mir, Kanidatenscreening mache ich und in den Gesprächen ist die HR dann dabei.

Was hat das Konstrukt "Tochtergesellschaft mit Softwareschnittstellen zum Presitgeprodukt des Mutterkonzerns" mit eurem Recruiting-Prozess zu tun?

vor 11 Stunden schrieb DisruptiveHarbinger:

Der Bewerbungsprozess selbst, dürfte nicht so viel kosten, Stellenbeschreibung kommt von mir, Kanidatenscreening mache ich und in den Gesprächen ist die HR dann dabei.

Der Bewerbungsprozess kostet faktisch nichts - du führst den größten Teil ja während unbezahlter Überstunden durch! Reisekosten für die Bewerber werden vermutlich in der Einladung abgelehnt?

vor 11 Stunden schrieb DisruptiveHarbinger:

da kann ich noch so viel Puffer einbauen, es kommt immer was dazwischen.

Nur du schätzt für dein Team? Und dann sind deine Schätzungen noch immer falsch?

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vor 2 Stunden schrieb allesweg:

Was hat das Konstrukt "Tochtergesellschaft mit Softwareschnittstellen zum Presitgeprodukt des Mutterkonzerns" mit eurem Recruiting-Prozess zu tun?

Es ist dieselbe HR und es ging ja darum, ob die HR das mit sich machen lässt. Solche Spielchen gibt es, soweit ich weiß, nur bei uns. Bei Recruiting für die anderen Firmen gibt es keine Probleme. Dort gibt es in den Entwicklungsabteilungen aber auch überall PO und PMs.

vor 2 Stunden schrieb allesweg:

Der Bewerbungsprozess kostet faktisch nichts - du führst den größten Teil ja während unbezahlter Überstunden durch! Reisekosten für die Bewerber werden vermutlich in der Einladung abgelehnt?

Soweit ich weiß nicht, ich stehe in CC der Einladungsemails, es wird halt nicht erwähnt und der Bewerber muss aktiv danach fragen.

vor 2 Stunden schrieb allesweg:

Nur du schätzt für dein Team? Und dann sind deine Schätzungen noch immer falsch?

Nein wir schätzen als Team, bis auf einen Kollegen, der wohl einfach keine Lust hat und rät und hofft das gleiche zu sagen, wie die anderen. (Ja, wir hatten Pair Programming Sessions und auch Workhops, der Kollege arbeitet seit zwei Jahren an dem Projekt, er hat einfach keine Lust dazu).
Aber Bugs werden nicht geschätzt und Kunden wollen wissen, wann die behoben und ausgerollt sind, ebenso bereits geschätzte Features. Dafür gibt es bei uns einen Releaseplan, aber der ist nun eher mal eine Wunschliste bei den ständig wechselnden Prioritäten.
Und dann gibt es eben auch noch Aufgaben vom Vorstand/Investor, das muss auch immer sofort erledigt werden.

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Ich möchte dem TE nichts unterstellen oder zu nahe treten.

Nur meist sind solche (langen) Postings eher dazu gedacht, sich wenigstens etwas geistige Linderung zu verschaffen, indem man sich bei Gleichgesinnten mal alles von der Seele redet, als dass man nach wirklich an einer Lösung interessiert ist. Bzw. sie ist ihm ja schon bekannt (love it, change it or leave it). 

Rein Management-technisch betrachtet wurde hier ökonomisch alles richtig gemacht. Man fährt die Truppe an der Belastungsgrenze für maximales Ausquetschen. Daher:  

Am 7.7.2020 um 09:27 schrieb allesweg:

Du lässt es mit dir machen. Läuft doch.

Da die Schmerzen offensichtlich (noch) nicht groß genug für Change oder zum Schaffen der Voraussetzungen für Leave sind, bleibt nur noch das regelmäßige Herz ausschütten für das seelische Gleichgewicht.

Bearbeitet von Kwaiken
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vor 19 Stunden schrieb Kwaiken:

Da die Schmerzen offensichtlich (noch) nicht groß genug für Change oder zum Schaffen der Voraussetzungen für Leave sind, bleibt nur noch das regelmäßige Herz ausschütten für das seelische Gleichgewicht.

Change Ansätze funktionieren entweder nicht oder dann nur einmal. Und ja, vielleicht bin ich dann zu sehr ein Lappen, aber ich sage der Geschäftsführung oder dem Vorstand schon, dass das nicht funktioniert, dass wir keine Kapazitäten haben usw. Aber wenn es eine direkte Anweisung gibt, dass so oder so zu machen und meine Einwände ignoriert werden, dann mache ich das so.

Leave hat nicht richtig funktioniert, ich habe auf dem Bewerbermarkt erstmal nicht bestanden. Ich denke, das könnte ich, wenn ich mich ein paar Monate dran setze. Mit vielem was da abgefragt wurde, hatte ich noch keine Berührungspunkte, weder in der Ausbildung noch im Berufsleben.

Hängt aber jetzt auch an der Problematik, wegen der ich hier geschrieben habe. Ich kann nicht einfach abschalten zu Hause, ich habe den inneren Drang dieses oder jenes zu erledigen. Ich fühle mich dazu verpflichtet, teilweise ist es auch skurril, weil ich Dinge erledigen muss, damit das Team arbeiten kann, dabei hängen wir eigentlich jedem Zeitplan hinterher.
Ich habe das hier geschildert, um herauszufinden, ob nicht vielleicht doch ich das Problem bin. Könnte ich, wie manche meiner Kollegen, die Arbeit vergessen, sobald ich aus der Tür gehe, wäre alles prima, zumindest für mich. Tatsächlich rege ich mich aber schon über den Kollegen auf, weil er einfach geht, auch wenn gerade die Hütte brennt. Oder es kommen Mails rein, dass System x und y nicht laufen, der Kollege ignoriert das einfach und sagt dann eben nachher, mir hat keiner gesagt, dass ich danach schauen soll. Ich saß gerade beim Kunden im Workshop und habe davon nichts mitbekommen. Im Nachgang sagt der Kollegen dann einfach, er weiß nicht wie das geht und dann bin ich wieder schuld, weil ich nicht dafür Sorge, dass jeder Entwickler alles kann und es nicht für alles eine Doku oder ein Wiki gibt. Dabei habe ich selbst keine Musterlösung und muss mich analytisch dem Problem nähern.

Und wenn es an mir liegt, dann wird es woanders vielleicht auch nicht besser.

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vor 7 Minuten schrieb DisruptiveHarbinger:

Und wenn es an mir liegt, dann wird es woanders vielleicht auch nicht besser.

Dir wurde doch jetzt schon häufig genug gesagt, dass das grundlegend nicht an dir liegt. Den Fehler, den du dir vorwerfen lassen musst, ist, dass du nicht schon längst dort gekündigt hast. Nur weil die ersten paar Bewerbungen nicht geklappt haben, sollte man die Flinte nicht direkt ins Korn schmeißen. Einfach weiter bewerben, ggf. auch andere Stellen in Betracht ziehen und dann hast du das innerhalb eines halben Jahres hinter dir. Da bringen doch alle Ausreden nichts. 

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Wenn deine Einwände ignoriert werden, es aber dann irgendwie dennoch lauft, weil Du Fehlentscheidungen des Managements durch persönlichen Einsatz ausgleichst, bist Du selber Schuld. 

Du leidest meiner Meinung nach - wie so einige - am Arbeits-Stockholm-Syndrom. Dein Verhalten ist das Äquivalent zur neunschwänzigen Katze und deine Postings verlangen mehr nach einem Publikum, als nach einer Lösung 

Du weißt selbst, in deiner Lage gibt es nur Kampf oder Flucht. 

Beispiel für Ersteres: Meine ehemalige Firma hat z. B. Architekten und Projektleiter. Lange Zeit durfte der PL die Projekte treiben und den Architekten überstimmen. Folge waren unhaltbare Deadlines und Versprechungen. Und PLs, die auf dem Rücken des Projektteams in den Sonnenuntergang ritten. Als 60h-Wochen eher die Regel als die Ausnahme waren, um Projekte "grün zu halten", haben die Architekten und Teams geschlossen mit 9to5 protestiert. Nach den ersten, schiefen Engagements wurde eingeführt, dass die Architekten nicht überstimmt werden durften.

Dein Kollege macht es teilweise richtig. Er lässt sich nicht stressen, denn das Firmenleben geht weiter. Auch ohne ihn. Und würde es auch ohne dich. Und solange es Leute wie dich gibt, da "wird es einer schon machen".

Daher wiederhole ich mich gerne und benutze deinen eigenen Ausdruck, wenn ich darf: Sei Mal weniger ein Lappen und lass Dir nicht auf der Nase rumtanzen. Oder geh. Aber all dein Lamentieren verschafft Dir höchstens Linderung, aber keinesfalls Erlösung.

Bearbeitet von Kwaiken
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Ich hatte mal einen Chef in einer ähnlichen Situation, der hat schließlich Magengeschwüre bekommen und ist dann daran auch leider gestorben.

Natürlich sollte man nie den Teufel an die Wand malen. Aber in einer solchen Situation sollte man sich ernsthaft die Frage stellen, ob die eigene Gesundheit durch Fortführen der Situation nicht gefährdet ist.

In der Situation gefangen - das ist doch nicht glaubwürdig. Denn schließlich liegt es an einem selbst, notwendige Entscheidungen z.B. die Beendigung eines Jobs der krank macht - zu treffen. Sicher - leichter gesagt, als getan. Von dem geschilderten Umfeld scheint es keinen Sinn zu machen, fachliche Veränderungen anzustreben. Aber das kann ein außenstehendes Forum sicher nur bedingt oder überhaupt nicht beurteilen.

Ich würde empfehlen, sich ernsthaft Gedanken zu machen. Für mich klingt das geschilderte Umfeld schlicht und einfach krank.

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