10. Oktober 20205 j Moin, ich wollte einfach mal nach euren Erfahrungen hinsichtlich der Situation in der IT-Branche bezĂŒglich Ausbildung/Studium fragen. Kurze ErlĂ€uterung meiner beruflichen Vorgeschichte: Nach der Realschule hab ich keine Ausbildung als Fachinformatiker bekommen, da mein Zeugnis schlecht und ich aufgrund meines jungen Alters in den VorstellungsgesprĂ€chen zu eingeschĂŒchtert war. 3 Jahre Ausbildung als Koch folgten. Ich mochte den Arbeitsinhalt sehr gerne, 6 Jahre nach der Ausbildung hatte ich aber vom Rest die Schnauze voll. Wer nicht in der Gastro arbeitet, kann es sich meist nicht vorstellen, aber die ZustĂ€nde sind teilweise doch unmenschlich. Habe meine Allg. Hochschulreife nachgeholt und alle 2 Jahre 1,0 halten können. War super motiviert und voller Elan endlich einen Job in der IT zu bekommen. Programmieren/Entwickeln ist nicht mein Hobby Nummer 1, aber es macht mir SpaĂ und ich könnte mir gut vorstellen damit Geld zu verdienen. Habe dann mit dem super Zeugnis gedacht ich probiere ein Studium. Aber aktuell, nach dem Mathe Vorkurs, bin ich ziemlich abgeturnt von vielen Sachen. Ich habe langsam wieder das BedĂŒrfnis nach finanzieller Sicherheit. Ich bekomme elternunabhĂ€ngiges Bafög, was nicht schlecht ist, aber es fĂŒhlt sich halt nicht so sicher an wie ein Gehalt. Meine "Lernenergie" die ich in der Schule 2 Jahre halten konnte ist jetzt irgendwie weg. Ich fĂŒhle mich eher vollgestopft und der Gedanke an zig PrĂŒfungen laugt mich aus. Ich habe nach den 2 Jahren tagelangem Lernen (ich musste sau viel tun fĂŒr die 1,0) ein "erhöhtes Freizeit-BedĂŒrfnis". Ich wĂŒrde mich privat gerne mehr ausleben. Das Studium scheint mir bis jetzt aber noch zeitintensiver als die Schule zu sein. 24h Job, insbesondere Informatik. Der Mathevorkurs hat mich komplett zerlegt. In der Schule hĂ€tte ich jeden Tag Mathe haben können, konnte immer alles nachvollziehen und habe mich noch ĂŒber den Schulstoff hinaus mit den ZusammenhĂ€ngen beschĂ€ftigt, vor der Klasse Gesetze hergeleitet und war halt voll dabei. Im Mathe Vorkurs hatte ich plötzlich keine Ahnung mehr von nichts und bin inzwischen komplett raus. Ăbungen nichts gebacken bekommen, Vorlesungen trotz Versuchen des Eindenkens nicht verstanden. Das Studentenleben reizt mich halt auch zu 0%, da ich mich primĂ€r fĂŒr meine berufliche Bildung interessiere und nicht zum Selbstzweck studiere, wie das anscheinend einige machen :S Zudem soll man ja eigentlich nur etwas studieren wenn man da mit 100% Leidenschaft und Haut und Haaren drin steckt. Und ja ich habe SpaĂ am Programmieren, aber ich glaube manchmal fĂŒr ein ganzes Studium reicht meine Begeisterung dann vielleicht nicht? :S All das hat mich jetzt ziemlich gedĂ€mpft und weil ich mich wieder wohler fĂŒhlen wollte, habe ich diverse Bewerbungen fĂŒr eine Ausbildung als Fachinformatiker (Anwendungsentwicklung) zu 2021 abgeschickt. Im Prinzip habe ich mich damit ja schon entschieden das Studium ad acta zu legen, falls sich dort etwas ergibt. Wenn ich daran denke, endlich an die Arbeit meines zukĂŒnftigen Berufes herangefĂŒhrt zu werden, statt stundenlang Mathe zu pauken macht mich das irgendwie glĂŒcklich. Zudem habe ich gehört, dass man wohl auch mit einer Ausbildung nach einigen Jahren 45-50k Jahresgehalt erreichen kann. Mehr ist natĂŒrlich immer schön, aber ich lebe relativ sparsam und denke wenn ich clever vorsorge wird das schon reichen. Hauptsache ich komme in einem Unternehmen unter wo ich viel unterschiedliches lerne und mir eine gute Basis fĂŒr eine Karriere bauen kann. Aktuell bin ich sehr unzufrieden mit meiner Situation und wollte mal eure Meinung dazu hören. Meint ihr, dass das angesichts meines aktuellen Befindens die richtige Entscheidung ist, bzw. ob man auch mit einer Ausbildung langfristig GlĂŒck und Erfolg erntet? Danke Euch!
10. Oktober 20205 j vor 46 Minuten schrieb /sqrt: . Zudem habe ich gehört, dass man wohl auch mit einer Ausbildung nach einigen Jahren 45-50k Jahresgehalt erreichen kann. Je nach Region sind im Laufe der Karriere auch 70k+ möglich. Vorausgesetzt man lÀsst sich nicht ausbeuten und hÀlt sich stets up-to-date
10. Oktober 20205 j vor 58 Minuten schrieb Whitehammer03: Je nach Region sind im Laufe der Karriere auch 70k+ möglich. Vorausgesetzt man lÀsst sich nicht ausbeuten und hÀlt sich stets up-to-date Wow ok. Gut zu wissen. Ist das auch vom Ausbildungsbetrieb abhÀngig wo man gelernt hat, bzw. bestimmt man damit unumkehrbar schon die Richtung in welche man sich entwickelt, oder ist man da relativ frei in der Art seiner Laufbahn?
10. Oktober 20205 j Ja. Es kommt sehr auf den Ausbildungsbetrieb, Weiterbildungen und Deine Berufserfahrung an. Kurz: Du wirst fĂŒr Deine Qualifikation bezahlt und was Du kannst! Wenn Du in einem typischen "Ausbeutungsbetrieb" landest, der Dich nicht fördert und Dir nichts beibringt, hast Du natĂŒrlich nicht die Chancen wie in einem Unternehmen, das in Dich investiert und qualifiziert ausbildet.
10. Oktober 20205 j vor 31 Minuten schrieb SaJu: Ja. Es kommt sehr auf den Ausbildungsbetrieb, Weiterbildungen und Deine Berufserfahrung an. Kurz: Du wirst fĂŒr Deine Qualifikation bezahlt und was Du kannst! Wenn Du in einem typischen "Ausbeutungsbetrieb" landest, der Dich nicht fördert und Dir nichts beibringt, hast Du natĂŒrlich nicht die Chancen wie in einem Unternehmen, das in Dich investiert und qualifiziert ausbildet. Wie finde ich am Besten heraus zB beim VorstellungsgesprĂ€ch, wie der Betrieb diesbezĂŒglich eingestellt ist? Bzw. nach welchen kriterien sollte ich filtern und worauf sollte ich genau achten? Habe mich ausschlieĂlich bei gröĂeren Unternehmen mit möglichst gutem kununu-score in der IT-Abteilung beworben, da ich glaube dass hier noch am meisten Ressourcen bestehen um mir etwas beizubringen. Auf reine IT-Unternehmen habe ich mich mangels Angebot nicht beschrĂ€nken können.
10. Oktober 20205 j vor 52 Minuten schrieb /sqrt: Wie finde ich am Besten heraus zB beim VorstellungsgesprĂ€ch, wie der Betrieb diesbezĂŒglich eingestellt ist? Bzw. nach welchen kriterien sollte ich filtern und worauf sollte ich genau achten? Frag nach den genauen Ausbildungsinhalten und wie es vermittelt wird. Sind auch Weiterbildungen und Schulungen integriert? Hast du einen oder mehrere Ausbilder mit entsprechender Erfahrung? Gibt es einen betrieblichen Ausbildungsplan? Schau am Besten, dass entsprechende Schulungen auch noch irgendwo festgehalten werden oder vorherige Azubis so etwas auch bekamen. Bei mir gab es in diese Richtung nur leere Versprechen....Â
10. Oktober 20205 j Genau kannst du es nie wissen. Es kommt schlieĂlich auch auf die Standorte an. Wenn du die Ausbildung bei %bekanntemUnternehmenX% hast und dieses gut bewertet ist, dann sagt dies schlecht was aus, denn die gute Bewertung kann aus MĂŒnchen kommen und du machst die Ausbildung in Hamburg. Auch sagt die GröĂe eines Unternehmens schlecht was aus, meine Kollegen in der BS waren fast alle bei Dax Unternehmen...im 2 LJ. haben sie fast alle gemekert wie schlecht die Ausbildung doch sei. Â
10. Oktober 20205 j vor 8 Minuten schrieb KeeperOfCoffee: Genau kannst du es nie wissen. Es kommt schlieĂlich auch auf die Standorte an. Wenn du die Ausbildung bei %bekanntemUnternehmenX% hast und dieses gut bewertet ist, dann sagt dies schlecht was aus, denn die gute Bewertung kann aus MĂŒnchen kommen und du machst die Ausbildung in Hamburg. Auch sagt die GröĂe eines Unternehmens schlecht was aus, meine Kollegen in der BS waren fast alle bei Dax Unternehmen...im 2 LJ. haben sie fast alle gemekert wie schlecht die Ausbildung doch sei.  Ja hab ich mir gedacht, dass man da schlecht vorsorgen kann. Aber nehmen wir mal an ich habe Pech, ist es dann sehr schwer nach der Ausbildung wechseln und sich fortzubilden/selber hochzupushen? Oder weiĂ dann jeder potenzielle Arbeitgeber, dass man bei Betrieb xyz ja kaum was gelernt haben kann und man hat Probleme was gescheites zu finden?
10. Oktober 20205 j Du kannst auch gute Noten schreiben, wenn Dein Betrieb schlecht ist (Voraussetzung Du setzt Dich zum lernen hin!). Ich habe mir hier im Forum Hilfe gesucht, wenn ich nicht weiter wusste. Mit steigender Erfahrung als Azubi bin ich dan der Linux-Community beigetreten und habe darĂŒber einiges gelernt. Es ist kein Problem direkt nach der Ausbildung zu wechseln. Es gibt extra Junior-Positionen fĂŒr BerufsanfĂ€nger ohne "besondere" Vorkenntnisse. Wenn Du ein entsprechendes Interesse zeigst und Deine Noten gut sind, kann man auch darĂŒber sich dann hoch arbeiten.
10. Oktober 20205 j vor 1 Stunde schrieb SaJu: Du kannst auch gute Noten schreiben, wenn Dein Betrieb schlecht ist (Voraussetzung Du setzt Dich zum lernen hin!). Ich habe mir hier im Forum Hilfe gesucht, wenn ich nicht weiter wusste. Mit steigender Erfahrung als Azubi bin ich dan der Linux-Community beigetreten und habe darĂŒber einiges gelernt. Es ist kein Problem direkt nach der Ausbildung zu wechseln. Es gibt extra Junior-Positionen fĂŒr BerufsanfĂ€nger ohne "besondere" Vorkenntnisse. Wenn Du ein entsprechendes Interesse zeigst und Deine Noten gut sind, kann man auch darĂŒber sich dann hoch arbeiten. Das hört sich gut an. Dann mach ich mir mal nicht allzu viel Sorgen. Ich hoffe sehr es wird bei dem von mir favorisierten Betrieb was. Die AusbildungsplĂ€tze dort sind natĂŒrlich sehr begehrt im ganzen Bundesland, daher wird das vermutlich schwer đ Aber ich hoffe Danke Euch allen fĂŒr die Antworten.
10. Oktober 20205 j Wieso willst du bis 2021 warten? Das aktuelle Ausbildungsjahr ist gerade erst gestartet, da wird es noch einige "Wechsel" in der Probezeit geben (falsche Berufswahl, nicht ausbildbar, etc...) und vielleicht sind auch Stellen unbesetzt geblieben. Viel gelaufen ist ja noch nicht. Wenn ein Start 2020 fĂŒr dich eine Option ist wĂŒrde ich mich Mal an die zustĂ€ndige IHK wenden. Die helfen da meistens gerne. Es gibt auch Programme fĂŒr Studienabbrecher, die bei der Vermittlung in die Ausbildung unterstĂŒtzen. Evtl. gibt es das auch bei euch.  GruĂ Bockreiter
11. Oktober 20205 j vor 10 Stunden schrieb Bockreiter: Wieso willst du bis 2021 warten? Das aktuelle Ausbildungsjahr ist gerade erst gestartet, da wird es noch einige "Wechsel" in der Probezeit geben (falsche Berufswahl, nicht ausbildbar, etc...) und vielleicht sind auch Stellen unbesetzt geblieben. Viel gelaufen ist ja noch nicht. Wenn ein Start 2020 fĂŒr dich eine Option ist wĂŒrde ich mich Mal an die zustĂ€ndige IHK wenden. Die helfen da meistens gerne. Es gibt auch Programme fĂŒr Studienabbrecher, die bei der Vermittlung in die Ausbildung unterstĂŒtzen. Evtl. gibt es das auch bei euch.  GruĂ Bockreiter Naja weil natĂŒrlich nur Stellen fĂŒr 2021 ausgeschrieben sind... Das mit der IHK wusste ich gar nicht, danke fĂŒr den Tipp! Wobei die guten Betriebe ja selten unbesetzt bleiben.
11. Oktober 20205 j vor 18 Stunden schrieb /sqrt: Habe mich ausschlieĂlich bei gröĂeren Unternehmen mit möglichst gutem kununu-score in der IT-Abteilung beworben, da ich glaube dass hier noch am meisten Ressourcen bestehen um mir etwas beizubringen. Auf reine IT-Unternehmen habe ich mich mangels Angebot nicht beschrĂ€nken können. Meiner Meinung nach ein groĂer Fehler. Wie bereits geschrieben wurde, sagen die Bewertungen bei groĂen Unternehmern mit mehreren Standorten meist nicht viel aus. Auch ist die Perspektive nach der Ausbildung - meiner Erfahrung nach - in einem mittelstĂ€ndischen Unternehmen wesentlich besser. Schlecht ausgebildet werden kannst du ĂŒberall. Versprechungen, die nie eingehalten werden, kann es auch ĂŒberall geben. Mir hat bei der Wahl des Ausbildungsbetriebes eine Recherche geholfen. Mein Wunschunternehmen verfolgte offensichtlich den Plan, zu expandieren und sich die Mitarbeiter selbst auszubilden. Dieser Grundgedanke wurde auch im VorstellungsgesprĂ€ch weitergefĂŒhrt. Daher wĂ€re mein Vorschlag, sich grĂŒndlich zu informieren und abzugleichen, ob dieselben Werte auch im VorstellungsgesprĂ€ch aufgegriffen werden oder ob die Texte auf der Unternehmensseite lediglich dazu da sind, um einen schönen Text geschrieben zu haben. Nur wie bereits erwĂ€hnt: eine Garantie gibt es nie.
11. Oktober 20205 j vor 22 Stunden schrieb /sqrt: Moin, Aktuell bin ich sehr unzufrieden mit meiner Situation und wollte mal eure Meinung dazu hören. Meint ihr, dass das angesichts meines aktuellen Befindens die richtige Entscheidung ist, Danke Euch! Ich glaube, dass Dein letzter Satz Dich zu dem eigentlichen Kern zu Deinem Problem fĂŒhrt. Denn ungeachtet von dem, was vielleicht aus technischer Sicht aus der Situation jetzt die Chancen- und Möglichkeiten sind, ist die eigene Zufriedenheit fĂŒr die Entscheidung doch ein sehr wesentlicher Punkt auch fĂŒr den möglichen Erfolg. Ich glaube darĂŒber hinaus, dass Du Dir noch nicht wirklich darĂŒber im klaren bist. Denn ich lese zwischen den Zeilen sehr viele WidersprĂŒche in sich, die eigentlich zeigen, dass die Entscheidung noch nicht wirklich "gereift" ist. Du solltest Dir tatsĂ€chlich vorher vollstĂ€ndig im klaren sein in welche Richtung Du möchtest, bevor Du eine endgĂŒltige Entscheidung triffst, denn sonst wird auch dieser Weg nichts, als ein weiterer Irrweg werden. Und aus dieser Sichtweise (aktuelles Befinden) kann ich nicht sagen, dass die Entscheidung wirklich "reif" wirkt. UnabhĂ€ngig von der Entscheidung kannst Du natĂŒrlich in der Zwischenzeit ausloten, ob die eine oder andere Richtung fĂŒr Dich in Frage kommen könnte. Aber ab dem Zeitpunkt, wo eine Sache anlĂ€uft z.B. durch Abschluss eines Ausbildungsvertrages, sollte man auch bereit dazu sein, den eingeschlagenen Weg bis zum Ende durchzuziehen. Ich fĂŒrchte, dass in Deinen Ăberlegungen einige FrĂŒchte zu tief hĂ€ngen, d. h. Du setzt Punkte bereits als gegeben voraus, obwohl sich doch noch ein gewisser Weg zu diesen Zielen befindet. Du solltest auch an Deinem Selbstbild und Deiner SelbsteinschĂ€tzung arbeiten. Du stellst Dich als 1.0er Kandidat dar, der aber dann doch am Mathe-Vorkurs scheitert. Bevor Dir nicht klar ist, worin der Widerspruch liegt, solltest Du auch keine Entscheidung in anderen Bereichen treffen. Das klingt jetzt erst einmal hart, bremst Dich vielleicht auch in Deiner Vision- und Vorstellung aus, aber letztendlich wĂŒrde Dich auch eine Ausbildungssituation Ă€hnlich schnell auf den Boden der Tatsache zurĂŒckholen. Mache mal ein paar Programmierkurse (z.B. Online) und zeige, dass Du auch als Typ die KapazitĂ€t besitzt ein Thema bis zum Ende mit Erfolg durchzuziehen. Danach kann man dann weiter schauen. Bearbeitet 11. Oktober 20205 j von tkreutz2
11. Oktober 20205 j vor 54 Minuten schrieb tkreutz2: Du solltest Dir tatsĂ€chlich vorher vollstĂ€ndig im klaren sein in welche Richtung Du möchtest, bevor Du eine endgĂŒltige Entscheidung triffst, denn sonst wird auch dieser Weg nichts, als ein weiterer Irrweg werden. Klar, aber vorher weiss man eben nie ob eine Entscheidung richtig ist. Mehr als Probieren geht nicht. vor 54 Minuten schrieb tkreutz2: Ich fĂŒrchte, dass in Deinen Ăberlegungen einige FrĂŒchte zu tief hĂ€ngen, d. h. Du setzt Punkte bereits als gegeben voraus, obwohl sich doch noch ein gewisser Weg zu diesen Zielen befindet. Welche Punkte genau?  vor 54 Minuten schrieb tkreutz2: Du solltest auch an Deinem Selbstbild und Deiner SelbsteinschĂ€tzung arbeiten. Du stellst Dich als 1.0er Kandidat dar, der aber dann doch am Mathe-Vorkurs scheitert. Bevor Dir nicht klar ist, worin der Widerspruch liegt, solltest Du auch keine Entscheidung in anderen Bereichen treffen. Ich stelle mich nicht dar. Ich schildere Tatsachen um den Hergang zu veranschaulichen. Ich habe ein 1,0 Zeugnis und bin im Vorkurs gescheitert. Eine Tatsache. Und das kann auf mangelnde Leidenschaft zur Mathematik bzw. auf allgemeine Lernfrustration zurĂŒck zu fĂŒhren sein, bzw. darauf, dass ich im Abi mit 4h lernen pro Tag gut aus kam und am Wochenende frei hatte. Ich bin sozusagen Luxus gewöhnt, den ich im Studium nicht haben werde, den mir eine Ausbildung aber bietet. ErklĂ€re mir wo der Fehler an meinem Selbstbild oder meiner SelbsteinschĂ€tzung liegt. Ich bin vielleicht allerhöchstens zu faul fĂŒr ein Studium, das wĂ€re aber eher eine leichte CharakterschwĂ€che, die ich jetzt als nicht so tragisch erachte, aber nicht mangelnde Selbstreflektion. vor 54 Minuten schrieb tkreutz2: aber letztendlich wĂŒrde Dich auch eine Ausbildungssituation Ă€hnlich schnell auf den Boden der Tatsache zurĂŒckholen.  Woran machst du das fest? Das Mathematik-Niveau der Ausbildung soll laut Berichten noch unter dem liegen was im Abitur gefordert wird. Ohne jetzt arrogant klingen zu wollen, aber das schaffe ich wohl dann doch noch. vor 54 Minuten schrieb tkreutz2: Mache mal ein paar Programmierkurse (z.B. Online) und zeige, dass Du auch als Typ die KapazitĂ€t besitzt ein Thema bis zum Ende mit Erfolg durchzuziehen. Danach kann man dann weiter schauen. Ok, vielleicht hĂ€tte ich das schreiben sollen. Habe bereits einen Java Grundkurs (in Eigenregie mit ein paar BĂŒchern) hinter mir und habe schon ein bisschen Erfahrungen im privaten Bereich gesammelt. Ich habe also tatsĂ€chlich schonmal programmiert. Ist nicht so als hĂ€tte ich es noch nie gemacht. Du unterstellst mir also aufgrund meines Wunsches zum Studienabbruch, dass ich jemand bin der nie was durchzieht. Das ist ziemliches Schubladendenken, da Du diesen Abbruch nicht in VerhĂ€ltnis setzt zu dem was ich schon "durchgezogen" habe. Wenn man etwas abbricht, dann meist aus GrĂŒnden. Ich bin der Meinung man muss nichts auf Zwang beenden, was schon am Anfang nicht gerade verspricht erfolgreich zu werden. Da kann man seine Zeit gleich sinnvoller investieren. Anmerkung: ich hoffe ich habe nicht zu offensiv geschrieben, ich glaube aber, dass du mich von einem Podest aus betrachtest und muss da ein paar Mal einlenken. Nichtsdestotrotz wĂŒrde mich interessieren wie du auf bestimmte Annahmen kommst, bzw. was genau du meinst.  Bearbeitet 11. Oktober 20205 j von /sqrt
11. Oktober 20205 j vor 20 Minuten schrieb /sqrt: Anmerkung: ich hoffe ich habe nicht zu offensiv geschrieben, ich glaube aber, dass du mich von einem Podest aus betrachtest und muss da ein paar Mal einlenken. Nichtsdestotrotz wĂŒrde mich interessieren wie du auf bestimmte Annahmen kommst, bzw. was genau du meinst.  Ich glaube nicht, dass es mir zusteht, Dich zu beurteilen. Was ich sage, ist lediglich ein Spiegel zu dem, wie der Text den Du geschrieben hast, auf mich wirkte. Du solltest dem nicht zu viel Bedeutung zuordnen, am Besten vergisst Du alles, was ich geschrieben habe. Ich ziehe hiermit meine Aussagen vollstĂ€ndig zurĂŒck, leider kann ich den Beitrag nicht mehr löschen. Ich wĂŒnsche Dir aber auf Deinem Weg viel Erfolg ! Bearbeitet 11. Oktober 20205 j von tkreutz2
11. Oktober 20205 j Vielleicht solltest Du es erstmal 1-2 Semester lang versuchen. Manchmal brauch es auch Zeit, um sich an das neue Niveau zu gewöhnen. Möglicherweise wĂ€re auch ein Wechsel an eine Fachhochschule denkbar und sinnvoll. Ansonsten kannst du dich nĂ€chstes Jahr bei einem Studienabbrecherprogramm bewerben. Es gibt auch welche, die im Februar beginnen(z.B.Bonn). Â
11. Oktober 20205 j Am 10.10.2020 um 11:23 schrieb /sqrt: Habe dann mit dem super Zeugnis gedacht ich probiere ein Studium. Aber aktuell, nach dem Mathe Vorkurs, bin ich ziemlich abgeturnt von vielen Sachen. Der Mathevorkurs ist doch ein Crashkurs, der freiwillig ist (war jedenfalls damals bei uns so) und dem keine allzugroĂe Bedeutung beigemessen wurde. Ausschlaggebend ob man ein Studium fortfĂŒhrt oder nicht, sollte doch eher sein, ob und wie gut man die PrĂŒfungen besteht. Also wenn du mich fragst: ich wĂŒrde versuchen als Plan A das Studium zu verfolgen und schauen wie es lĂ€uft, wenn es nicht lĂ€uft, dann auf Plan B vorzeitig umsteigen (spĂ€testens nach Ende des ersten Semster) und Ausschau nach AusbildungsplĂ€tzen halten. Ich glaube es kommt bei der Ausbildungssuche bei Personalern auch besser an, wenn du das Studium nach 2 Semestern mit ein paar bestandenen PrĂŒfungen abbrichst, als wenn du es nach ein paar Wochen wegen des Mathevorkurs tust. Bearbeitet 11. Oktober 20205 j von Bluejazzer
11. Oktober 20205 j Zitat Der Mathevorkurs ist doch ein Crashkurs, der freiwillig ist (war jedenfalls damals bei uns so) und dem keine allzugroĂe Bedeutung beigemessen wurde. Ersteres ja, letzteres definitiv nein. Meine Erfahrung ist es, dass die meisten an der Basismathematik scheitern als an der Höheren Mathematik. Wenn man Schwierigkeiten mit dem Stoff der Basismathematik hat, so wie der TO, dann ist das natĂŒrlich kein Grund sofort aufzugeben. Allerdings muss man dann anfangen ordentlich zu lernen. Bei meiner Hochschule wurde deshalb sogar ein Basismathematik Testat eingefĂŒhrt, den man bestehen muss, um eine Zulassung zur Mathematik Klausur zu erhalten, damit eben nicht so viele Studenten an der Mathematik scheitern. Ansonsten stimmte ich dir vollkommen zu.Â
11. Oktober 20205 j Ich wĂŒrde jetzt das Studium wegen einen Vorkurses auch nicht aufgeben. Ist es eigentlich FH oder Uni? Du wirst auch in der Ausbildung nicht viel weniger machen als im Studium. Studium ist ein VZ âJobâ aber sicher nicht 24/7. wenn man wirklich morgens bis Nachmittag was gescheites macht kann man ist am Wochenende es ruhig angehen. ElternunabhĂ€ngiges Bafög ist ja auch ne gute Bank. Dazu kommt man mit Studium besser an die âguten Jobsâ jetzt scheinst du auch noch jung und frei zu sein. Wenn man spĂ€ter im Berufsleben steht mit Familie macht man das nicht mehr so einfach. ich hab mein Studium auch aufgegeben um einfach zu arbeiten (hatte schon IT Ausbildung). Heute wĂŒnschte ich mir ich hĂ€tte es damals durchgezogen.
11. Oktober 20205 j vor 2 Stunden schrieb tkreutz2: Ich glaube nicht, dass es mir zusteht, Dich zu beurteilen. Was ich sage, ist lediglich ein Spiegel zu dem, wie der Text den Du geschrieben hast, auf mich wirkte. Du solltest dem nicht zu viel Bedeutung zuordnen, am Besten vergisst Du alles, was ich geschrieben habe. Ich ziehe hiermit meine Aussagen vollstĂ€ndig zurĂŒck, leider kann ich den Beitrag nicht mehr löschen. Ich wĂŒnsche Dir aber auf Deinem Weg viel Erfolg ! Ăhm ok Schade.... Also ich wollte dir jetzt nicht den Mund verbieten oder so, nur dass Du deine Feststellungen vielleicht genauer erlĂ€uterst. Danke Dir!
11. Oktober 20205 j vor 43 Minuten schrieb Interrupt: Ersteres ja, letzteres definitiv nein. Meine Erfahrung ist es, dass die meisten an der Basismathematik scheitern als an der Höheren Mathematik. Wenn man Schwierigkeiten mit dem Stoff der Basismathematik hat, so wie der TO, dann ist das natĂŒrlich kein Grund sofort aufzugeben. Allerdings muss man dann anfangen ordentlich zu lernen. Bei meiner Hochschule wurde deshalb sogar ein Basismathematik Testat eingefĂŒhrt, den man bestehen muss, um eine Zulassung zur Mathematik Klausur zu erhalten, damit eben nicht so viele Studenten an der Mathematik scheitern. Ansonsten stimmte ich dir vollkommen zu. Hm. Mir kam das halt nicht gerade wie Basismathematik vor... Basismathe sind fĂŒr mich eher diese "Werkzeuge" wie das Auflösen komplexer Gleichungen durch Rechenoperationen oder das Können von Vokabeln. An einer Funktionsgleichung zu sehen wie sie verlĂ€uft usw. Im Vorkurs ging es unter anderem um das Herleiten irgendwelcher seitenlanger Formeln mit BetrĂ€gen, Produkten aus Summen irgendwelcher Sinuse und Cosinuse und wie anhand dieses Beispiels  beweisen kann, dass... "setze Behauptung xyz ein" wahr ist. Nach ca. 45min rumrechnen an einer Aufgabe kann ich das nicht mehr als Basismathe ansehen tut mir Leid đ
11. Oktober 20205 j vor 9 Minuten schrieb /sqrt: Im Vorkurs ging es unter anderem um das Herleiten irgendwelcher seitenlanger Formeln mit BetrĂ€gen, Produkten aus Summen irgendwelcher Sinuse und Cosinuse und wie anhand dieses Beispiels  beweisen kann, dass... "setze Behauptung xyz ein" wahr ist. Dann war das bestimmt eine Uni? Dann wĂŒrde ich dir eher zu einer FH raten, da man dort nur angewandte Mathematik lernt. Da muss man nicht so viel Beweisen und Herleiten. Es kann natĂŒrlich auch am Dozenten liegen, der den Vorkus unnötig kompliziert umgesetzt hat. Normalerweise wird im Vorkurs nur das Abitur Stoff wiederholt, also Bruchrechnen, Wurzel- und Potenz sowie Logarithmus und Exponentialgleichungen usw. Da kann es schon manchmal sein, dass der Dozent die GĂŒltigkeit der Regeln beweiĂt, damit die Studenten auch den Hintergrund kennen. Ansonsten dient der Vorkurs auch dazu da, um deine Kommilitone kennen zu lernen. Hast du die Chance genutzt? Dann wĂŒrde ich euch empfehlen eine Lerngruppe zu bilden. Du bist nicht der einzigste mit Schwierigkeiten mit Mathe. Genau aus diesem Grund gibt es ja den Mathe Vorkurs. đ Bearbeitet 11. Oktober 20205 j von Interrupt
11. Oktober 20205 j  Am 10.10.2020 um 11:23 schrieb /sqrt: Der Mathevorkurs hat mich komplett zerlegt. In der Schule hĂ€tte ich jeden Tag Mathe haben können, konnte immer alles nachvollziehen und habe mich noch ĂŒber den Schulstoff hinaus mit den ZusammenhĂ€ngen beschĂ€ftigt, vor der Klasse Gesetze hergeleitet und war halt voll dabei. Im Mathe Vorkurs hatte ich plötzlich keine Ahnung mehr von nichts und bin inzwischen komplett raus. Ăbungen nichts gebacken bekommen, Vorlesungen trotz Versuchen des Eindenkens nicht verstanden. So wie ich das verstanden habe, hast du noch gar keine Vorlesung belegt (Semester fangen ja jetzt erst dann an)?? Dann wĂŒrde ich mich nicht von diesem - blöden - Vorkurs entmutigen lassen. Ja, ich habe auch einen Vorkurs belegt und naja fands nicht so super, der Vorlesungsstoff hat sich dann aber doch nochmal deutlich davon unterschieden. Mathe muss man halt einfach durch! Du hast deine Hochschulreife supergut nachgeholt, dann packst du das Studium doch locker. NatĂŒrlich unterscheidet sich Mathe nochmal (ich sag mal so: in der Schule ist es rechnen, in der Vorlesung ist es Mathematik), aber auch das kann man schaffen wenn man sich hinsetzt und lernt. Und das kannst du ja, sonst hĂ€ttest du nicht so gute Noten gehabt. Also nicht entmutigen lassen. Augen zu und durch, dann klappt das schon. Â
11. Oktober 20205 j vor einer Stunde schrieb Interrupt: Normalerweise wird im Vorkurs nur das Abitur Stoff wiederholt, also Bruchrechnen, Wurzel- und Potenz sowie Logarithmus und Exponentialgleichungen usw. Da kann es schon manchmal sein, dass der Dozent die GĂŒltigkeit der Regeln beweiĂt, damit die Studenten auch den Hintergrund kennen.  vor 59 Minuten schrieb pr0gg3r: der Vorlesungsstoff hat sich dann aber doch nochmal deutlich davon unterschieden. Naja, in den Ăbungen sollten wir diesen Rattenschwanz aber auch anhand komplexerer Gleichungen beweisen können. Und derselbe Professor hĂ€lt auch die anderen Mathe-Vorlesungen. Er meinte, das spĂ€ter baut noch darauf auf. Also dĂŒrfte das nicht gerade einfacher werden...  vor 59 Minuten schrieb pr0gg3r:  Augen zu und durch, dann klappt das schon.  Naja wie gesagt ist jetzt eh zu spĂ€t, habe ja schon Bewerbungen abgeschickt an alle möglichen Betriebe. Die ja auch nach dem Studium meine potenziellen Arbeitgeber wĂ€ren und sich dann ganz bestimmt spĂ€ter fragen wĂŒrden, warum zur Hölle ich jetzt doch studiert habe und das als ziemlich heftige Inkongruenz zu meinem Nachteil auslegen. vor 1 Stunde schrieb Graustein: Du wirst auch in der Ausbildung nicht viel weniger machen als im Studium. Das hab ich noch von niemandem gehört. Soll ein Unterschied von Tag und Nacht sein. Was ich auch glaube. Alleine der Vorkurs hat mich unter der Woche sĂ€mtlicher Freizeit beraubt, dass ich absolut keine Zeit mehr fĂŒr meine privaten Hobbys hatte. An den Arbeitstagen der Ausbildung hat man i.d.R. nicht mehr zu tun als vielleicht noch 1h zu wiederholen was man gelernt hat, oder Berichtshefte zu schreiben. zumal man sich im Studium mit wesentlich (unnötig) komplexerem Stoff beschĂ€ftigt. Glaube nicht, dass man das vergleichen kann? đź AuĂerdem sehe ich das Studium mittlerweile als eine wirtschaftliche Katastrophe. Nach der Ausbildung muss ich keine 12.000⏠zurĂŒckzahlen und ich bin schneller wieder im 9 to 5 Rythmus. Und der Betrag bezieht sich auf Regelstudienzeit. Verdienst ist ja wohl bei beidem gut, frage mich dann halt warum zur Hölle ich mir den Aufwand und die Kosten des Studiums antun sollte. đ Bearbeitet 11. Oktober 20205 j von /sqrt
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