Jump to content

Fachinformatiker - Blog

  • Einträge
    38
  • Kommentare
    113
  • Aufrufe
    43.101

Mitwirkende

Slack – Mehr als nur ein Messenger

4.457 Aufrufe

Hallo Welt!

Technische Blogbeiträge die Zweite. Heute möchte ich euch ein Tool vorstellen, dessen Einsatzfelder im Beruf unfassbar flexibel sind. Wie der Titel schon vermuten lässt, handelt es sich um Slack.

Slack - be less busy
Slack - be less busy

Wir nutzen das zwar leider (noch) nicht in der Firma, aber privat haben wir schon den ein oder anderen Slack-Channel aufgesetzt, um uns mit dem Funktionsumfang vertraut zu machen. Und der ist schon in der kostenfreien Variante wirklich ansehnlich. Also, heute kurz und knackig:

Was ist Slack und was kann das?

Der ein oder andere kennt sicherlich noch den guten alten IRC. Auf den ersten Blick ist Slack auch erstmal nicht viel mehr als das. Ein Online-Messenger, der im Browser oder per App(iOS, Android, Windows Phone(noch Beta)) genutzt werden kann. Eigene Kanäle, zu denen man Mitglieder hinzufügen und löschen kann. Zu den Slacks, die die verschiedenen Kanäle enthalten, wird man vom Administrator des Slacks eingeladen.

Slack bietet verschiedene "Räume" für verschiedene Subthemen innerhalb eines "Slacks" an
Slack bietet "Räume" für verschiedene Subthemen innerhalb eines "Slacks" an

So weit, so bekannt. Von der App abgesehen erstmal nichts wirklich bahnbrechendes. Abgesehen davon, dass Slack einen ungeahnt guten Parser besitzt, der z.B. Tweets direkt im Kanal per Vorschau anzeigt und auch Links zu Bildern automatisch einbettet.

Aber wie gesagt, das ist nur der erste Blick. Slack hat unter der Haube einige Funktionen parat, die aus diesem schlank daherkommenden Messenger ein mächtiges Collaboration-Tool für den Betrieb machen (können).

Ok, und wo ist jetzt der Mehrwert für mich?

Ganz einfach: Slack ist, was du draus machst. Slack bietet von Haus aus Benachrichtigungen für und von diversen andere Tools an. Selbst für die Tools, die noch keine native Unterstützung haben, gibt es in den meisten Fällen gitHub-Projekte oder Zaps, die diese Funktionalität anbieten.

Beispiele gefällig?

#1: Bernd erstellt in Bitbucket einen Feature-Branch für seine neue App. Commits und Pushes nach remote werden automatisch in entsprechenden Branches angezeigt und können dort durchsucht und kommentiert werden. Man muss sich als Entwickler nicht durch endlose Commits wühlen, sondern kann einfach direkt einsehen und suchen, was wann passiert ist.
Und wenn man möchte, guckt man einfach in den Commit-Details nach.
Kleiner Wermutstropfen: Slack gibt es bisher nicht on Premise. Wer also etwas Vergleichbares intern aufsetzen will, muss wohl auf HipChat oder ähnliches ausweichen.

slackundtrello.png?w=518&h=257
Automatische Channelupdates per Trello-Integration

#2: Ein agiles Team hat sich ein SmartBoard angeschafft und nutzt ein Trello-Board zur Verwaltung ihrer Tasks. Leider sitzen nicht alle Teammitglieder in einem Raum. Durch die Trello-Integration mit Slack werden Aktivitäten der Tasks auf dem Board automatisch in einen Slack-Channel mit übertragen. Teammitglieder können sich so auch außerhalb der Daily Stand-Ups einen Überblick über die Tätigkeiten verschaffen.

Guckt einfach mal rein. Für die meisten Dienste und Apps, die ich kenne, gibt es bereits eine Unterstützung in irgend einer Form in Slack.

Was kostet das?

Gar nichts. Also in der Basisversion. Und die reicht zum Evaluieren oder für kleine bis mittelgroße Teams definitiv aus.
Für alles darüber gibt es in der Preisübersicht  einen guten Überblick über die Kosten.
Besonders schön: Die "Einarbeitung" in das Tool benötigt nicht mal sonderlich viel Zeit. Jeder, der schon mal irgendwie in einer WhatsApp-Gruppe war, wird sich mit den Grundfunktionalitäten von Slack in Browser und App schnell vertraut machen. Alte IRC-Nerds sogar noch besser.

Fazit –  TL;DR

Slack ist ein leichtgewichtiges, aber mächtiges Tool, das es dem Benutzer ermöglicht, sich mit anderen Nutzern auszutauschen. Dokumente, Statusupdates, Informationen, alles voll durchsuchbar und indiziert.

Wer sich davon nicht abschrecken lässt, dass es "in der Cloud" läuft, sollte Slack definitiv mal ausprobieren. Der potentielle Mehrwert, grade für räumlich getrennte Teams ist nicht zu unterschätzen.

Euer "devopsdad" Patrick



2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Mal ganz doof gefragt, von jemandem, der das zwar interessant findet, aber noch nicht so ganz nachvollziehen kann, was daran so revolutionär sein soll: Was genau macht Slack denn jetzt besser als IRC? Okay, Einbinden von Apps. Da fällt mir jetzt eher wenig ein, das wirklich Sinn macht (Jenkins, SVN, vllt. - das kriegt man aber auch mit IRC hin).

Auf Inline-Anzeige von Tweets und Bildern kann ich in einem "Büro-Chat" gut verzichten.

Dann frage ich mich noch, wie die Kommunikation läuft - hat jeder Mitarbeiter laufend das Slack-Fenster offen, bzw. wird angeblinkt, wenn eine neue Nachricht geschrieben wurde? Ist das nicht ablenkend? Und wenn ich eine konkrete Frage habe, dann muss ich doch eh direkt mit meinem Kollegen reden - ich will ja nicht unbedingt warten, bis er mal gemerkt hat, dass in dem einen Channel da eine Frage an ihn gerichtet wurde.

bearbeitet von arlegermi

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Hallo @arlegermi!

Danke erstmal für den Kommentar!

Die Kommunikation läuft so, wie sich das Team entscheidet. Der Vorteil daran ist ja das implizit vorhandene Protokoll von Kommunikation. Wer möchte, bekommt Push Notifications, wer das nicht möchte, guckt nur einmal am Tag rein. In den meisten Teams gibt es im- oder explizite Standards, auf die sich bzgl der Kommunikation committed wird.

Slack ersetzt keine Kommunikationsstrukturen, es ist ein weiterer, bequem zu nutzender Kanal. Dringende Dinge wirst du immer noch am besten face to face oder am Telefon erledigen.

Daran ist auch nichts wirklich revolutionär. Der Mehrwert kommt davon, wie man das Tool nutzt. Nicht davon, dass man es nutzt. Solche Allheilmittel gibt es nicht. Wer mit seinen vorhandenen Tools gut fährt, bitte bloß nichts daran ändern, weil Slack grade irgendwie "hip" ist.

Für die, die da noch gar nichts haben oder unzufrieden sind,  ist es mMn nur echt interessant. 

Gruß, Goulasz :goulasz:

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden
  • Blogkommentare

    • Also ich mache die Umschulung zum Anwendungsentwickler, den Betrieb kann ich nicht nennen, da der Chef das nicht möchte. Er hat Angst das es in irgendeiner Internet Schlammschlacht dann mit reingezogen werden kann. Was ich auch nachvollziehen kann.
      Aber soviel kann ich sagen, es ist in Erkrath, nähe Düsseldorf. So ein Mitarbeiterwechsel ist grausam, wenn nicht sogar total demotivierend. Hoffentlich bleibt mir das erspart.
      Ich freue mich auf jeden Fall, dass du meinem Blog folgst und hoffe, dass du mir in einigen Beiträgen dann auch dein Feedback geben kannst. Schließlich hast du es ja schon hinter dir   Gruß Lewan
    • Hallo, in welcher Fachrichtung möchtest du deinen Abschluss machen? Aus aktuellem Anlass kann ich dir a weng was dazu sagen: Habe damals im November 16 angefangen, dieses Jahr im Januar abgeschlossen. Fachrichtung Systemintegration. Also ziemlich genau 2 Jahre, 3 Monate, wobei ich im Januar nicht mehr auf der Arbeit war (Überstunden, Urlaub) Machbar ist es definitiv in zwei Jahren. Ich hatte vorher noch nicht allzu viel Wissen in dem Bereich, hatte allerdings schon im EDV Support gearbeitet (war aber mehr Client Support und nicht allzu anspruchsvoll). Das hat mich letztlich auch dazu bewegt die Ausbildung zu machen. Man lernt einfach viel während der Ausbildung und intensiviert sein Wissen. Es kommt viel auf den Betrieb an. Ich war dazu "gezwungen" viel selbst zu lernen und wurde oft ins kalte Wasser geschmissen, was aber auch daran lag, dass wir ständigen Mitarbeiterwechsel hatten und ich nach einem halben Jahr der zweilängste Mitarbeiter war. Im Endeffekt war eben das ein Vorteil. Die Schulnoten waren immer sehr gut, im Endeffekt hatte ich in der schriftlichen Abschlussprüfung eine 2,5. Die Ergebnisse für die mündlichen Prüfung habe ich noch nicht erhalten. Es kommt wirklich viel auf dich selbst an. Viel selbst aneignen an Wissen, für die Abschlussprüfung alte Prüfungen wiederholen und man muss wissen, was die IHK hören will. Das habe ich z.B. nicht so gut gekonnt. Auch die mündliche war ziemlich ekelhaft. Aber jetzt bin ich in einem anderen Betrieb und ziemlich glücklich Bin jederzeit für Fragen offen   Beste Grüße
    • Danke für dein Feedback. Ja also Vorwissen ist bisschen da. Interesse an der IT ist seit dem 14. Lebensjahr. Deshalb auch für mich etwas leichter die Themen aufzunehmen wie für andere in meiner Klasse. Im IT Bereich sauge ich wie ein staubsauger alles wissen auf. Fragst du mich was ich letzte Woche zu essen hatte oder was ich angezogen hatte bin ich überfragt. Termine kann ich mir auch nicht merken. Da bei uns aber auch allerlei Zertifikate gemacht werden und ich mir den Betrieb durch ein drei monatigen vorkurs angeguckt habe. Fange ich die Umschulung schon mit MCSA in SQL an. Habe beide zertifikate 70-761 und 70-762 mit über 850 Punkten bestanden. Das war zwar nicht Teil des Vorkurses, aber da der Dozent gesehen hat das ich im SQL ein Einser Kandidat war, konnte ich sogar schon so ne Microsoft Zertifizierung abstauben. Nehme mit was du kannst wurde mir gesagt. Lass nur die Rechner stehen... 😂
    • Es geht auch in 18 Monaten, bzw je nach Einstellungs- und Prüfungstermin noch kürzer (offiziell natürlich 1,5 Jahre).
      Der relevante Punkt ist, ob / wie viel Vorwissen vorhanden ist, und ob / wie man mit den Themengebieten klar kommt.

      Last but not least, genau wie es später im Arbeitsalltag einen Unterschied machen kann:
      Beschäftige ich mich nur in der Arbeitszeit damit, oder auch in irgendeiner Form in meiner Freizeit.


      Bin gespannt auf deine Erfahrungen und werde bestimmt mal wieder reinschauen.
    • Einfach zu lesen und zu verstehen, hat mir geholfen, danke
    • Das Beispiel bei Raid 5, in dem du die Rechnung als Beispiel erstellst, finde ich etwas unglücklich. Ich würde mich hier eher mit den 0 und 1 und der errechnung der geraden / ungeraden Ergebnisbits entscheiden. Auch sind es nicht oft 5 Festplatten bei einem Raid 5. Eher mehr. Zu Raid 5 und 6, es gilt eigentlich, dass man die Paritybits auch wahllos verteilen kann. Es muss keine dedizierte Platte sein. Das zweite Paritybit kann auch diagonal gestripes über ein Array verteilt werden. Siehe NetApp   Viele Grüße   z.B. Jens Mander
    • 1. Bild ist raus. Zum Rest: Empfinde ich als nicht wichtig genug für einen Blog der die Grundlagen vermitteln soll.  
    • Erstens: Copyright ist dir unbekannt? Auch für einen Blogbeitrag darf man nicht einfach ein Bild aus dem Internet verwenden. Zweitens: der von dir verlinkte Controller dürfte nicht viel schneller sein als ein Software-Raid. Mehr dazu unter Punkt 4. Drittens: Ein echtes Hardware Raid gewinnt seine Leistung unter anderem auch dadurch, dass der Controller einen eigenen Cache besitzt. Warum schreibst du nichts darüber? Was ist mit einem BBU und warum sollte dieses Bauteil zwingend bei einem Raid dabei sein? Viertens: der von dir im Bild gezeigte Controller ist ein einfacher SATA-Controller aus alten Tagen (es ist ein PCI-X Controller, das war mal state of the art als ich zum ersten Mal intensiver mit IT in Verbindung kam), der ein RAID nur über die Treiber für die Karte erstellen kann, es also effektiv ein Controller für ein SOFTWARE-RAID ist. Siehe hier: https://www.semiconductorstore.com/cart/pc/viewPrd.asp?idproduct=42868
    • Ich kann die Infos nochmal raussuchen aber eigentlich ist es klar. bei RAID 6 werden 2 verschiedene Prüfsummen gebildet P und Q die auf die Platten verteilt werden. Unabhängig davon ob Q nun komplexer zu ermitteln ist als P braucht das mehr Rechenzeit. Das passiert zwar aufm Controller aber der kann auch nur n Operationen pro Sekunde. ob es belastbare Benchmarks gibt weiß ich nicht. Das gleiche gilt in ähnlicher Form fürs Rebuild und damit auch für den Betrieb im "degraded" Zustand. Je mehr Festplatten um so mehr Operationen pro Prüfsumme müssen durchgeführt werden. Auch ein XOR braucht Zeit, auch wenn es wenig ist.
    • 1. Danke, ich habe eine Zeile hinzugefügt die darauf hinweist das es noch mehr RAIDs gibt. 2. Ich hab ein wenig gesucht, aber zu dieser Aussage konnte ich leider auf die Schnelle keine Informationen finden, könntest du mir sagen wo du diese Info her hast? 3. Das die Performance während eines Ausfalls sinkt hatte ich unter RAID 5 erwähnt. Unter RAID 0 ist auch nochmal erwähnt dass bei mehr Festplatten die Ausfallrate höher ist. Beides könnte man natürlich in einen allgemeineren Bereich nehmen, das ist wahr. Was mehrere Platten in RAID 5/6 betrifft und das bei mehr Platten die Zeit für den Rebuild steigt konnte ich leider auch nicht verifizieren - nur das die Zeit mit der Größe der Platte logischerweise steigt (1TB hat eine kürzere Rebuild-Zeit als eine 2TB-Platte).
  • Blogstatistik

    • Blogs insgesamt
      1
    • Einträge insgesamt
      34

Fachinformatiker.de, 2019 SE Internet Services

fidelogo_small.png

if_icon-6-mail-envelope-closed_314900.pnSchicken Sie uns eine Nachricht!

Fachinformatiker.de ist die größte IT-Community
rund um Ausbildung, Job, Weiterbildung für IT-Fachkräfte.

Fachinformatiker.de App


Get it on Google Play

Kontakt

Hier werben?
Oder senden Sie eine E-Mail an

Social media u. feeds

Jobboard für Fachinformatiker und IT-Fachkräfte

×

Wichtige Information

Fachinformatiker.de verwendet Cookies. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung