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Kwaiken

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Alle Beiträge von Kwaiken

  1. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Gab es bei meiner damaligen Firma auch. Komischerweise wurden alle Vorschläge, die die Firma Geld kosteten downgevotet, aber der Vorschlag auf billigeres, regionales Mineralwasser (zu Gunsten der Regionalität natürlich!) umzusteigen wurde schneller umgesetzt als eine Diätenerhöhung im Bundestag.
  2. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Ich frage mich, wann es sich auch in den oberen Etagen rumspricht, dass oft nicht die schlechte Gesundheitslage die Mitarbeiter im Job fehlen lässt, sondern dass die Rahmenbedingungen im Job die schlechte Gesundheitslage erst hervorrufen. Aber vom Elfenbeinturm aus sieht jeder Waldbrand nach einem kleinen Lagerfeuer aus. Bis der Turm brennt.
  3. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Dann würde ich lapidar sagen, dass ich dann auch ein um 12,5% höheres Gehalt erwarte. Bei einem meiner letzten AGs zählte z. B. die Fahrzeit auch nicht zur Arbeitszeit, obwohl sie dem Kunden in Rechnung gestellt wurde. Aufschreiben durfte man auch nur die Strecke ohne Stau, also quasi eine A3 um 3:00 Uhr Nachts. Dass man um 8:30 Uhr jedoch eine andere Verkehrssituation um Leverkusen rum vorfindet, war relativ egal. 40 Stunden für den Kunden zu arbeiten wurde aber trotzdem erwartet. Und das war nur der Gipfel der Gängelung. Hauptsache im Excel-Sheet sieht alles toll aus. Die Folgen könnt ihr euch sicher denken. Frustration, Fluktuation und Krankheitstage der MA nahmen zu. Gegensteuern der Geschäftsführung? Ja, durch Gesundheits- und Essberatung für (die noch verbliebenen) Mitarbeiter ... hatte mehr Abschiedsmails von Kollegen im Postfach als Spam im Spamordner. Irgendwann sollte man einfach mal die Konsequenzen ziehen, statt sich ausbeuten zu lassen und sich ein Magengeschwür zu erarbeiten. Auch andere Mütter haben schöne... Arbeitsstellen.
  4. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Kenne ich. Ist nicht schlimm, solange sich geben und nehmen die Waage halten. Aber vor allem bei den gering dotierten Verträgen hat man sehr oft eine Unausgewogenheit zu Gunsten der Arbeitgeber (z. B. abgegoltene Überstunden im Callcenter bei 1.500 EUR brutto). Da hilft alles Lamentieren nichts, es gehört einfach zum Geschäftsmodell (siege Big4 Einsteigerstellen). Kommen ja genug Frischlinge nach. Man muss einfach nur weg da. Steigt man im Gehalt und in der Position, sind die "mit dem Gehalt abgegoltenen Überstunden" einfach nur ein Bequemlichkeitsfaktor des AGs und dienen nicht der AUsbeutung. Es gibt hier meist Vertrauensarbeitszeit und um den Overhead mit dem Festhalten und Nachtragen der Überstunden gering zu halten, wird einfach Pauschal Summe X auf das Gehalt draufgeschlagen. Es gibt sonst Spezies, die sich durch die Überstunden einfach mal ihren Jahresurlaub vervierfachen und dann am Stück 8 Wochen weg sind; das ist dann doch arg schwierig zu kompensieren. Ohne Gleitzeitkonto und einer bestimmten Gehaltsschwelle halte ich abgegoltene Überstunden jedoch für pure Ausbeutung.
  5. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Habe global eine andere Beobachtung gemacht. Je mehr Gehalt bei rum kommt, desto weniger machen die Leute etwas in ihrer Freizeit. Das ist absoluter Unsinn. Du relativierst dich im nächsten Satz, aber selbst so ist das für sich betrachtet ganz grober Unfug. Dass ein Windows 95 Zertifikat im Jahr 2016 nicht viel Wert ist, muss hingegen nicht speziell erwähnt werden. Auch ein LPIC verliert an Bedeutung, wenn Du seit 25 Jahren mit Windows Server arbeitest. Auch das ist jedem klar. Wer sich aber CCIE / CISSP und Co. antut, der macht hier nichts falsch (es sei denn er will nur im Callcenter arbeiten, dann braucht es sie nicht). Und schon gar nicht kann man hier sagen, dass sie auf dem deutschen Arbeitsmarkt nichts wert sind. Das sind sie sogar wenn man mal einige Jahre nicht Netzwerkguru gewesen ist oder auch mal außerhalb der IT - Sicherheit gearbeitet hat; mal abgesehen davon, dass letzteres auch abläuft. Aber zu sagen, dass Zertifikate auf dem deutschen Arbeitsmarkt nichts wert sind, ist ganz, ganz falsch!
  6. Die 2-Tages-Prüfungsvorbereitung zu 1141 (Grundlagen Mathe) lohnt sich (Mentoriat war ich nicht). Zumindest damals tat es das. Aber das war quasi dann der Stoff von einem Semester an zwei Tagen Druckbetankung. Kann nicht jeder ab; ich hab am Ende des zweiten Tags vergessen, wo ich auf dem Uniparkplatz geparkt hab.
  7. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Ja, natürlich! Welche Firma steht nicht auf Arbeitskräfte, die sich kostenlos in ihrer Freizeit weiterbilden und das Wissen der Firma quasi unentgeltlich zur Verfügung stellen? Das Problem hierbei ist, dass sich irgendwann die Prioritäten fast zwangsläufig verschieben. Statt HA-Cluster und Deployment-Pipelines baut man irgendwann Sandburgen und Baumhäuser und verbringt seine freie Zeit mit anderen Freizeitaktivitäten oder seiner Lebensgefährtin. Denn sonst baut sie bald an ihren eigenen Pipelines. Nur nicht mehr mit Dir. Ich bin Berater; viel von meinem Wissen nehme ich aus Kundenprojekten, aber auch sehr viel kommt durch eigene Weiterbildung. Damals habe ich das alles privat erledigt: in Hotels, zu Hause, etc. Tagsüber hat man beim Kunden ja keine Zeit für das eigene Lab. Als das dann quasi die Erwartungshaltung des Managements wurde, kam ich ins Grübeln. Mittlerweile bin ich bei einer Firma beschäftigt, die ihre Mitarbeiter wertschätzt. Kommt ein neues Feature oder exotische Kundenwünsche heißt es: "Hier hast Du X Tage Labtime!" oder "Hier, X Tage Weiterbildung für Zertifikat Y". Man sollte sich auch noch eines vor Augen führen: "Fleißebienchen-Dasein" wird schlechter bezahlt als das Abarbeiten seiner Aufgaben während der Arbeitszeit (das heißt nicht, dass man nicht auch mal 14h am Stück arbeitet, wenn es das Projekt erfordert). Danach ist Feierabend. Und wenn ich mich in etwas weiterbilde, das dem Unternehmen unmittelbar nützt, dann nur wenn sich die Firma daran beteiligt. Mit einer finanziellen Entschädigung oder durch Einbringung der Arbeitszeit. Aber nicht in meiner unbezahlten Freizeit. Freizeit dient der Erholung. Und Familie und Freunden. Denn HA-Cluster und Deployment-Pipelines helfen Dir nicht beim Umzug.
  8. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Weiterbildung
    https://careers-germany-sqs.icims.com/jobs/search?ss=1&searchCategory=29152 Als eine der größten Testbuden. Die suchen auch. Es gibt drei Dringe in der IT, für die es meist nie Geld gibt und an denen sofort gespart wird, wenn es eng wird: IT-Sicherheit, Dokumentationen und QS. Ist normal und muss man mit leben.
  9. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Gefunden auf einem bekannten deutschen Blog zum Thema Gender Gap: http://blog.interviewing.io/we-built-voice-modulation-to-mask-gender-in-technical-interviews-heres-what-happened/
  10. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Ist ein gutes Mittel Autos an den Mann zu bringen, die sonst nicht gekauft werden würden. Wurde bei den GT-Modellen von BMW vor kurzem gemacht und glaube auch damals bei einem Renault auch. Finanzierungs- und Leasingrate ganz weit in Richtung Bodensatz. Und siehe da: mehr unförmige 3er und 5er GTs auf deutschen Straßen. Bin ich froh, dass man das nicht beim Fiat Multipla gemacht hat ... *schauder*
  11. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Vor einigen Jahren war es noch möglich, Bar-Rabatte auszuhandeln. Vor allem bei Gebrauchtwagen. Mittlerweile ist den Händlern das egal. Von wem sie die Summe bekommen, spielt für sie keine Rolle. Ähnliches gilt sicherlich eingeschränkt auch bei Elektronik oder auch anderen Konsumgütern. Meine grundsätzliche Meinung (ich gehe jetzt von Konsum aus, nicht von Zwangskrediten wie z. B. Auto, um zur Arbeit zu kommen, Immobilien oder Reparatur): Verfügt man über genügend Barmittel, es gibt aber keinen Bar-Rabatt, dafür jedoch die Möglichkeit einer Finanzierung, so ist dagegen nichts einzuwenden. Mit den Prozenten erkauft man sich Liquidität. Ob es einem das wert ist, kann man ja schnell kalkulieren (5.000 EUR über ein Jahr bei 1,5% macht 75 EUR Zinsen - das wäre es mir z. B. wert). Verfügt man nicht über genügend Barmittel, sollte man sich für Konsumgut (!) auch keine Finanzierung ans Bein binden. Ist vielleicht etwas radikal, aber ich halte es persönlich für fatal über seine Verhältnisse zu leben. Das senkt zum einen die Hemmschwelle, zum anderen gewöhnt man sich mit der Zeit an einen gewissen Standard, den man ohne einen Kredit nicht hätte halten können. Geld für Dinge auszugeben, ohne die man auskommen würde solle man nur dann, wenn man sein Geld ausgibt und nicht das der Bank.
  12. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Heute morgen auf N24: - "Geiles Bike!" - "Hab auch viel Arbeit reingesteckt!" - "Ich nehme es!" - "Hast Du denn überhaupt Geld?" - "Ich nicht..." *künstlerische Pause* "... aber die!" *am Horizont tauchen tausende von Menschen auf* - *süffisanter Sprecher* "Hol Dir dein Geld, auf a*money.de!" Der Azubi unserer Dorfbäckerei hat vor kurzem seine Lehre beendet und fährt jetzt mit einem 2012er Mercedes GL durch die Gegend. Beim nächsten Bremsscheibenwechsel gibt es ein böses Erwachen; das ist kein VW Polo mehr. Sein Vater schüttelt nur noch den Kopf ...
  13. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Was meiner Meinung Meinung nach ein großer Fehler ist. Es gibt z. B. für "normale" Entwickler-Positionen keinen Grund, warum man 3 Jahre Berufserfahrung (ja, ich zähle eine gute Ausbildung in einem Betrieb zur Programmiererfahrung des Azubis) zu Gunsten von drei Jahren Schulbank - und davon vielleicht 10% an Softwareentwicklung - verschmähen sollte. Programmiersprachen kann man zu 80% lernen. Die anderen 20%, an die man nur durch Erfahrung kommt, sind jedoch am Ende der Unterschied zwischen "Get work done" und "Awesome!"
  14. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Ich bin Arbeiterkind und weit weg von irgendeiner Form von Erbe. Starke Schultern sind nicht ohne Training stark geworden (selbst wenn der Vater trainiert und gute Gene vererbt hat). Es gibt Leute, die während andere ins Kino sind, gelernt haben. Und das über Jahre neben Beruf und Familie. Während andere sich einfache Jobs mit geringen Arbeitszeiten suchten, habe sie auch mal bis in die Puppen gearbeitet, damit etwas läuft. Aus welchem Grund sollte jemand, der sich für ein steinigen Erwerbsweg mit dafür höherem Ertrag entschieden hat, den Leuten, die sich hingegen für ein entspannteres Leben entschieden haben, ihr Lebensmodell mitfinanzieren? Sozialstaat schön und gut: er ist da für die Bedürftigen, die ohne eigenes Verschulden in Misslage geraten sind zu helfen. Aber nicht um durch wenige, hart arbeitende Menschen mit der Aussage "Du hast ja starke Schultern, Du kannst mehr tragen" den bequemen Lebensstil zu finanzieren.
  15. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    @Graustein Okay, jetzt muss ich doch mal. Es juckt mich in den Fingern. Vom Ende des Studiums bis zum Oberarzt (wohlgemerkt: es gibt wenig Oberarzt-Stellen) vergehen 12 Jahre bis Facharzt. Nehmen wir an, man steigt dann wirklich immer an Ende der Stufen ohne Wartezeit auf, so bist Du nach 6 Jahren Facharzt ein Oberarzt. Für einen leitenden Oberarzt müsstest Du dann noch einmal 3 Jahre arbeiten. Wir hätten damit dann jemanden im verantwortungsvollen Job nach 12 + 6 + 3 = 21 Jahren Berufserfahrung mit einem Gehalt von 100.000 EUR. In der IT-Branche ist das Gehalt den allgemeinen Statistiken nach bereits nach 12 - 15 Jahren erreichbar.
  16. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Brauchbarere Zinssatz? Geparkt? Die 200 Mio. sind nicht initial vom Himmel gefallen, sondern wurden mit Spitzensteuersatz besteuert, während die Generationen vorher sie erarbeitet haben. Dass der letzte nun Nutznießer ist, ist seiner Familie zu verdanken. Und wenn er bereit ist, Dir das Geld zu leihen, hat er auch eine Gegenleistung verdient und nicht eine stetige Verringerung seines bereits längst erarbeiteten und besteuerten Kapitals. Wenn er nach diesem Plan nämlich das Kapital einfach liegen lässt und nichts damit anfängt, wird es dennoch besteuert. D. h. der Staat greift sich einfach ohne jegliche Gegenleistung x% von vorhandenem (und nochmal: bereits versteuertem!) Geld und dezimiert so einfach vorhandenes (und nochmal: vorher erarbeitetes!) Geld. Am Ende wird das Kapital nämlich einfach nur weniger, der Staat (und damit Du) dann ohne jegliches Zutun - das Gegenteil, was bei der Besteuerung deines Einkommens passiert, denn Du erhälst in Form der Sozialabsicherung eine Gegenleistung - reicher.
  17. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    @Graustein Jetzt sind es nicht mehr die kommunalen, sondern nur noch die Unikliniken? Und dann maximum nach soundsoviel Jahren? Ich glaube wir lassen das Thema mal, wie beide. Auf einen gründen Zweig kommt man so nicht. @Errraddicator Kommunismus ist solange schön, solange man auf der Nehmer-Seite ist. Nehmen wir an, ich habe mein Leben lang als Angestellter gearbeitet, brav den Spitzensteuersatz entrichtet und am Ende meines Erwerbslebens ein Kapital vom 1.000.000 EUR angespart. Das vererbe ich natürlich meinem Kind, damit es die Früchte von 50 Jahren meiner Arbeit erntet. Das geht dann - mit Glück - einige Generationen so weiter, alle haben brav gearbeitet und ihre Steuern gezahlt und dann hat der letzte Sprössling 200 Mio. Barvermögen, dass er für 100.00 EUR Zinsen p. a. einsetzt. Mit welchem Grund soll der Zinsertrag mit 50% besteuert werden? Die 26% ohne soziale Gegenleistung sind schon Steuern genug. Das eingesetzte Kapital wurde mit 50% Steuern durch Generationen vorher aufgebaut und der Zinsertrag wird nun in der letzten Generation auch noch mit 26% besteuert, obwohl der Staat für die 26% keinerlei Leistung mehr erbringt. Aus welchem Grund soll für die bereits versteuerten 200 Mio auch noch Steuern gezahlt werden?!
  18. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    @Hellspawn304 Sei mir nicht böse, aber ich glaube Du überschaust diesen Kapitalisten / Arbeiter - Klassenkampf nicht ganz. Wenn jemand beim derzeitigen Kurs von 0,054% der deutschen Staatsanleihen 100.000 EUR p. a. an Zinsen einstreicht, der hat ca. 200.000.000 EUR in den deutschen Staat auf 10 Jahre gepumpt. Finde ich einen sehr guten Tausch! Du hast gar nichts mitfinanziert. Er hat Dir 200 Millionen EUR für 10 Jahre zur Verfügung gestellt und Du zahlst brav deine (äußerst niedrigen!) Zinsen, wie Du es auch bei einer Bank tun würdest, sofern sie Dir einen Kredit gewährt. Und sogar auf diese Zinsen zahlt der Kapitalist Dir wieder, in Form von 26% Steuern auf seinen Ertrag, was in deinen Säckel. Und wenn Du arbeitslos wirst, bekommst Du vom Sozialsystem auch etwas zurück. Der böse Kapitalist bekommt? Nichts. Als ob Du dein Auto Vollkasko versicherst und dich beschwerst, dass dein Nachbar am Ende des Jahres mehr Geld übrig hat, weil er sein Fahrzeug das Jahr über nur mit Haftpflicht fährt. Vielleicht solltest Du den Aluhut gelegentlich mal abnehmen.
  19. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Ja, aber deine Behauptung ist, dass 90% der Bevölkerung nun die 10% finanzieren? Wie das?
  20. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Belastung geht einher nicht nur mit Schichten, sondern auch mit Verantwortung. Ich bin lieber für eine geclusterte Datenbank mit einem Backup-Prozess verantwortlich, als für eine Falschdiagnose, die evtl. Menschenleben kostet. Und ein Facharzt in der Klinik verdient lt. TVÖD nach 3 Jahren (also insg. 10 Jahre BE) keine 90.000 EUR, sondern EG2 / 3 mit 5.755 EUR genau 69.060 EUR. Für 10 Jahren Berufserfahrung. Finde ich relativ wenig. Ich habe - ehrlich gesagt - keinerlei Ahnung, woher Du die Zahlen hast. Du nennst nicht eine Quelle in deinen Postings. @Hellspawn304: Bitte genauer erläutern, was Du damit meinst.
  21. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Schaue ich in die TVÖD für die kommunalen Krankenhäuser, komme ich auf EG1 4.023 EUR (48.276 EUR / Jahr). Nach 6 Jahren hat der Assistenzarzt dann die letzte Stufe mit 5.171 EUR erklommen. Macht einen Verdienst von 62.052 EUR / Jahr. Schichtzulagen lasse ich mal raus, da ich mit IT-Berufen vergleiche, wo sie auch nicht üblich sind und in die Berechnung fallen. Schaut man in die IT Gehälter 2015 von Robert Half, komme ich bei einem Softwarearchitekten auf eine Spanne von 45.000 - 51.000 EUR / Jahr. Nach 6 Jahren auf 58.000 EUR bis 72.000 EUR. Ein Softwareentwickler liegt leicht drunter. Ein Berater gut drüber. Die Verdienste ähneln sich sehr. Auch wenn der Arzt ein vielfaches der Verantwortung trägt. Ich sehe hier keinerlei Grund für irgendwelche Neiddebatten zu Lasten der Ärzte. Wäre auch bereit einen höheren KV-Beitrag zu zahlen, wenn davon mehr Ärzte eingestellt werden würden oder die Ärzte in strukturschwachen Regionen einen finanziellen Anreiz bekommen dort zu praktizieren, statt in der Stadt noch mehr Praxen zu eröffnen.
  22. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    @urghss Letzten Endes weißt Du nicht, ob wir in 20 - 25 Jahren überhaupt noch Rente bekommen werden. Und dass Kinder kriegen nichts Leichtes ist, stimme ich Dir zu. Aber genauso sollte die Allgemeinheit private Wünsche, was ein Kinderwunsch letztendlich ist, nicht über die Maßen alimentieren. Folge einer übermäßigen Kinder-Subventionierung ist, dass in einkommensschwachen Kreisen Kinder vorwiegend als bequeme Einnahmequelle für staatliche Leistungen gesehen werden. Sozial-technisch betrachtet haben wir "weiter oben" einen Geburtenrückgang, während wir "weiter unten" einen Geburtenzuwachs haben. Sozialforscher würden politisch inkorrekt sagen "Die falsche Schicht vermehrt sich". Was hier meiner Meinung nach getan werden muss, ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und keine pauschale Alimentierung des Reproduktionsprozesses. Was die Elternzeit angeht: auch als Mann weiß man nicht, ob man gegangen wird. Das ist kein rein frauliches Problem, wie Du zu suggerieren versuchst. Männer haben es in Wirklichkeit viel schwerer Elternzeit zu bekommen. Zum Thema Ärzte: Medizin ist mit das anspruchsvollste Studium in Deutschland. Es ist nicht nur teuer für den Steuerzahler, einen Mediziner auszubilden. Auch ist die Belastung im Studium nicht ohne. Diese setzt sich dann fort im Beruf. Mit 36.000 EUR in den ersten Berufsjahren und 78.000 EUR nach 10 Jahren Berufserfahrung verdienen Klinikärzte nicht schlecht, aber auch nicht übermäßig gut (Praxisärzte als Selbstständige betrachte ich nicht - hier ist jeder seines Glückes Schmied und nicht jeder hat eine gut laufende Orthopädiepraxis oder ein Dentallabor, genauso wie nicht jeder Informatiker eine eigene Firma hat). Diese Summe ist auch in vielen anderen Berufen - auch ohne lange Schichten und Bereitschaft - problemlos erreichbar. Mit Verlaub, Ich finde das alles andere als "meckern auf hohem Niveau" ...
  23. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Oder sie lassen sich hier an den guten Unis für wenig Geld ausbilden und wandern dann ab, z. B. in die Schweiz. Da sprichst Du im letzten Satz direkt das Problem an. Noch schlimmer sieht die Sache bei Ärzten aus. Sehr teure Ausbildung auf höchstem Niveau und danach ein Leben mit 24h-Schichten, miserabler Bezahlung und schlechteren Arbeitsbedingungen als anderswo. Kein Wunder, dass viele junge Ärzte auch das Weite suchen. Pauschal zu sagen, dass das Kind die Renten in Deutschland finanzieren wird, halte daher ich für mindestens fragwürdig. Ob sie das in 20-25 überhaupt tun werden steht mehr als nur in den Sternen.
  24. Kwaiken hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Bemüht man die aktuellen Statistiken und Studien zum Thema Gender Pay Gap und schaut sich die um die sozialen Faktoren bereinigten Zahlen an, ergibt sich ein anderes Bild. Von 2 - 8% ist die Rede, selbst beim statistischen Bundesamt spricht man richtigerweise plötzlich von bereinigten 8% im Jahr 2015, nachdem man vorab die 25%-Sau durchs Dorf getrieben hat. Und diese 2 bis 7 Prozent lassen sich dann recht einfach mit den Geschlechter-spezifischen Eigenheiten von Mann und Frau erklären: "Schuld ist der Risikoaufschlag". Ansonsten müsste man sich einfach Eines vor Augen führen: wenn irgendjemand - Mann, Frau, schwarz, weiß, jung oder alt, egal - den gleichen Job in gleicher Qualität für 25% weniger Lohn abliefern würde, würden die Regeln des Kapitalismus unverzüglich greifen und hauptsächlich diese Personengruppe eingestellt werden. Ist es denn der Fall? Nein, ist es nicht.
  25. Möchtest Du an eine FH? Muss es Präsenz sein? Wenn nicht, kannst mal in meine Signatur schauen. Vielleicht ist das was für dich...

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