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Software Tester, Zukunftssicher ?!


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Hallo,

ich habe vor einigen Wochen die Aufgabe bekommen ein Testteam zu bilden und zu leiten, da ein Projekt von uns im stocken war und eine endgültige Deadline gesetzt wurde.

Ich musste somit die Offenen Punkte testen und darauf direkt meine Erkenntnisse in die Entwicklung Abteilung ein fliesen lassen.

Das Projekt haben nun erfolgreich beendet und mein Chef sagte mir, dass er schon länger das Thema Software QA ernster in Angriff nehmen wollte.

Nun habe ich das Angebot diesen Bereich zu besetzten. Sprich eine Art Testmanger. Die Testcases definieren, ausführen, Leute führen, Ergebnisse Präsentieren etc.

Ich find die Aufgabe auch extrem spannend und würde mich gern in die Richtung Weiterbilden, nur weiß ich nicht ob dies Zukunftssicher ist.

Ich habe nun entdeckt, dass es einen Verband gibt für Software QA, den ASQF und man kann sich auch Zertifizieren lassen als Tester.

Aber werden den Tester gesucht ? Ich meine, falls ich dann irgendwann mal meinen Job wechseln muss oder möchte, findet man den als Tester Jobs ?

Meine Recherche im Netzt via Monster etc. nach speziell Softwaretester ist auf jedenfall Mau. Nur ein einziges Angebot und dann auch noch über eine Zeitarbeitsfirma.

Stecken den die Firmen Geld in ihre QA ?!

Ich bin erst seit 5 Monaten ausgelernt und eigentlich Entwickler, aber ich finde die Brücke zur Software QA und Entwicklung passt perfekt und ich finde die Aufgabe mehr als spannend :D

Danke für eure Antworten

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Warum nicht? Mit ISTQB steht auch eine interessante Zertifizierungsmöglichkeit zur Verfügung. Als Tester wird man vielleicht Probleme haben sich bei Firmen mit 10 Mitarbeitern zu bewerben, denn da steht Testen ganz unten auf der Agenda, aber QS ist für jedes professionelle Unternehmen ein Thema. Abgesehen davon kann man sich immer noch seitwärts oder nach vorne bewegen, z.B. als QM-Consultant, Qualitätsmanager oder Richtung Softwareentwicklung. Langfristig wäre ich persönlich nicht daran interessant als Tester tätig zu sein, aber für 2 oder 3 Jahre wäre das schon denkbar.

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Nun habe ich das Angebot diesen Bereich zu besetzten. Sprich eine Art Testmanger. Die Testcases definieren, ausführen, Leute führen, Ergebnisse Präsentieren etc.

KLingt mir nach einer Position mit Verantwortung. Du bist da kein Tester sondern entwickelst die Testszenarien und hast Personalverantwortung. Klingt nach einem neuen besser notierten Posten in der Firma. Es sollte in Richtung QA Mngt. auch Fortbildungen\zert. geben.

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unbedingt zu empfehlen. ich habe dise schiene auch eingeschlagen und fahre damit bestens. der markt sucht momentan dringend qualifizierte tester, da es daran einfach mangelt. habe echt viele angebote (viele gute) und dafür das ich "Nur" ne ausbildung gemacht habe verdiene ich momentan genauso wie meine kollegen die alle diplom informatiker sind. einfach drauf achten kein test-klick-affe zu werden. mögliche gut bezahlte und auch interesssante stellen sind: testmanager, testanalyst, test-engineer, test-koordinator.

und viele firmen sehen mitlerweile das ne professionele qa-abteilung mit spezailisten unabdingbar sind. und da eher weniger diese schiene einschlagen (die meisten doch eher admins, entwickler, architekten etc) ist da weniger konkurrenz und gute chancen.

und die angebote die ich habe/hatte sind keine fake dinger gewesen. habe fast wöchentlich angebote und trete auch gelegentlich einfach aus interesse mit denen in kontakt und da wäre viel drin. also von mir aus ein klares ja...jedoch muss man auch echt darauf bock haben und damit leben das man am ende oft der böse ist....weil DU ja auch unter umständen nen release verweigerst, die wahren fakten auf den tisch legst.

Bearbeitet von fresh2
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Ich arbeite in einer kleinen firma (< MA) und strebe neben meiner tätigkeit als Programmierer auch eine Zertifizierung nach ISTQB. Ich werde zwar kein reiner Tester sein (bin ja schon Entwickler), aber auch wir wollen natürlich die Qualität unserer Produkte hochhalten. Die Zertifizierung ist natürlich auch eine gute Werbung für uns :)

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Die ISTQB Zertifizierungen sind sehr sinnvoll, da wirklich Standard in dem Bereich.

Den Foundation Level, schaffste mit dem Buch im Selbststudium. Achtung: Begrifflichkeiten lernen ;-)

Ab Adanced Level sollteste die Schulungen besuchen, lohnt sich wirklich weil die Fragen in den Prüfungen alles andere als leicht sind.

Ansonsten finde ich einen Backround sowohl als Entwickler als auch als Tester wirklich empfehlenswert. Denn eine Person die in beidem Ahnung hat(und gut ist!) ist momentan noch extrem(!) selten und sehr teuer.

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  • 4 Jahre später...

Hallo,

altes Thema aber ich mag es kurz aufgreifen. Zu meiner Person: FIAE 2000 ; im Jahr 2001 nach einem missglückten Berufsstart (kleine Hardware Bude) über ein Düsseldorfer Consulting Unternehmen in den Bereich Softwaretest gerutscht. Ich mache den Job also jetzt bereits einige Jahre und ich hasse es mittlerweile!

 

Die erste Zeit (2001 - 2003) als  Consultant für ein neu gegründetes Unternehmen tätig gewesen. Vorrangiger Einsatz als Tester in Telekommunikationsunternehmen. Teilweise etwas zu testen, oft aber nichts. Fast immer 90 km Anfahrt am Tag (Firmenwagen aber Reisezeit = keine Arbeitszeit) um dann festzustellen, das aufgrund eines "Wartungsfensters" die Systeme wieder nicht zur Verfügung stehen. Also chatten im Internet und warten das irgendwas geht. Meist ging nix. Hat auch keinen interessiert. Oder aber es gab bei anderen Kunden erst gar kein Internetzugang (nur Intranet) und die Tätigkeit bestand in der Anfertigung eines täglichen Reports für die Projektleiter (Aufwand < 30 Minuten). Über das Softwaretesten hab ich wenig gelernt in der Zeit. Hat auch keinen interessiert. Fortbildungen gab es samstags. Hab alles mitgenommen was ging.

 

2003 dann glücklicherweise die Welt des Consultants verlassen und als Softwaretester bei einem Telekommunikationsunternehmen angefangen. Ich darf schon behaupten, dass die "angebotene" vertragliche Situation als recht positiv zu sehen war. Tarifvertraglich geregelt, stundentechnisch mit 38.5 ok, Gehalt war eher gering (~1700€ netto) aber ich war ja noch "Junior Tester". Die "reale Welt" sah dann schon anders aus: 16 - 17 Releases im Jahr, am Tag des Release "open End" (14 - 18 Stunden keine Seltenheit), kein Überstundenausgleich, keine Sonderzahlungen, keine Gehaltserhöhung. Das Testmanagement war extern besetzt und ließ das gesamte Testteam (5 - 7 Mitarbeiter) für den Projekterfolg gnadenlos "über die Klinge" springen. Es war immer genau der eine Fehler, den man übersehen hatte, der zu abmahnungsähnlichen Gesprächen geführt hat. Die 400 Abweichungen die man gefunden hatte spielten da keine Rolle.

Auch nicht uninteressant zu wissen, das in den ~5 Jahren 4 Entwicklungsleiter das Unternehmen verlassen haben und ein Austausch von rund 70 Entwicklern stattgefunden hat. Fortbildungen gab es 2-3 im Jahr. Hab auch hier alles mitgenommen was ging.

Über das Softwaretesten hab ich sehr viel gelernt in der Zeit und auch die ersten ISTQB Zertifizierungen mitgenommen. Das war auch die einzige Firma, bei der das Softwaretesten einen Wert (in Form von Wertschätzung) hatte und wir Tester wirklich gebraucht und gefragt wurden.

 

Ende 2008 (fast völlig) ausgebrannt mit einer der vielen Kündigungswellen die Firma von selber verlassen und bei einer mittelständischen Firma der Kreditwirtschaft angeheuert. 40 Stundenwoche, kein Tarifvertrag, kein Überstundenausgleich. Hörte sich trotzdem erstmal alles gut an. Die "reale Welt" sah dann schon anders aus:

Softwaretesten in Form von Excel Tabellen mit imaginären Testfällen. Ausschließlich Bugzilla und sonstige Open-Source-Software im Einsatz. Für eine 60€ (sechzig) - Lizenz monatelang gekämpft. Als dann der Teilprojektleiter (menschlich und fachlich sehr guter Kollege) das Unternehmen verließ wurde das Testteam (4 gesamt) in eines der hintersten Büros umgezogen. Die Aufgaben nahmen ab, die Mittagspausen mit Spaziergängen wurden länger, nach 1 Jahr gab es fast nichts mehr zu tun. Nachfragen beim Vorgesetzten erbrachten nichts.  Also fuhr man morgens hin (68 km), setzte sich auf den Hintern, spielte den Tag eine Wirtschaftssimulation und durchforstete die Stellenbörsen. Oder hörte sich die Klagen vom Azubi an, das er bald ganz Wikipedia gelesen habe.

Es kam wie es kommen muss: Ein neuer Investor kam, räumte auf und entließ uns Tester erstmal alle. Wir hatte 10 Minuten Zeit unsere Sachen zu packen und wurden dann wie Verbrecher vor die Türe gesetzt. War zwar rechtlich unwirksam aber da standen wir erstmal.

Über das Softwaretesten hab ich sehr viel vergessen in der Zeit aber zumindest eine weitere ISTQB Zertifizierungen mitgenommen. Schulungen? Nur gegen 4-jahres Rückzahlungsverpflichtungen!

 

Ende 2011 dann nach 3-monatiger Freistellung in eine kleine Firma für Energiewirtschaft gewechselt. Bester Chef, den ich jemals hatte! Das erste Jahr dort war bislang das einzige Jahr, in dem ich mich in der IT wohlgefühlt habe. Strukturierte Prozesse, Umgang miteinander fair und auch mit guter Streitkultur. Fokus auf Projekterfolg. Hab mich in alle Richtungen angestrengt; wollte dort endlich heimisch sein. War das erste mal Testmanager mit einem eigenen Team (studentische Hilfskräfte). Habe die (Entwickler) Kollegen im Testen geschult und zur ISTQB Prüfung geschickt. Haben alle bestanden.

Und dann wandelte sich das Blatt wieder. Die Gewinne brachen ein und es gab die ersten Entlassungen, die aber nicht offen kommuniziert wurden. Die Verträge meiner studentischen Hilfskräfte wurden nicht verlängert; geredet hat mit mir vorher keiner. Mir wurde kommuniziert, dass ich nicht entlassen werde hab es  aber irgendwie nicht geglaubt da sich auch die zukünftige Projektsituation als sehr unklar herausstellte und innerhalb von 2 Monaten völliges Chaos herrschte. Zudem war ich auf einmal quasi alleine auf weiter Flur. Hab die Reißleine gezogen und bin gegangen

Habe dort das Softwaretesten eingeführt, war gefordert und wurde gefördert. Schulungen überhaupt kein Problem.

 

Anfang 2014 ergab sich die Möglichkeit in ein großes, kommunales IT Unternehmen zu wechseln welches in Gänze Anteilseigener der öffentlichen Hand (Städte und Gemeinden) besaß. In der gesamten Firmengeschichte niemals Entlassungen. Tarifvertrag, Altersvorsorge und Arbeitszeitkonto. Jetzt hatte ich es geschafft oder aber eben wieder nicht.

Es gab kein Softwaretesten im Unternehmen. Dies galt es zu etablieren. Also Toolauswahl, Schulungen organisiert, Prozesse definiert und sich abnehmen lassen. Ich zitiere den Vorstand der Geschäftsführung "Sie sind genau der Mann den wir brauchen. Wir müssen unbedingt testen". Der Entwicklungs-Bereich indes war unorganisiert, viele individuelle Softwareprodukte, nicht definierte Prozesse, gefühlt hunderte von Technologien im Einsatz die man nicht im Griff hatte. Das erste Projekt lief gut, der Entwickler war wenig genervt durch die ständig neu gemeldeten Abweichungen. Und am Ende stand ein Softwareprodukt welches (zumindest in meiner Zeit) zu keiner einzigen Supportanfrage geführt hat. Bingo!

Das 2. Projekt war größer und ging voll in die Hose. Weit über 400 Fehler ließen sowohl den Projektleiter als auch mich verzweifeln. Aber: Nun war testen auf einmal zu teuer! Es ging nicht mehr darum, dass die Entwickler das Pflichtenheft nicht lesen und ein Fehler nach dem anderen produzieren. Das stand in den ganzen Jahren übrigens niemals im Focus. Das Projekt lief nach kurzer Zeit völlig aus dem Ruder, der Projektleiter steuerte wie wild dagegen aber die Entscheider entschieden nicht.

Auch in anderen Bereichen brachen die Gewinne leicht (!) ein und die ersten Leute in der Probezeit wurden frei gestellt. Es kam wie es kommen musste: Termin bei der Geschäftsführung folgte. "Testen ist uns zu teuer. Es liegt nicht an Ihnen. Sie sind ein sehr guter Mann. Aber was können wir den tun um das Arbeitsverhältnis aufzulösen?". Den Projektleiter traf es im Übrigen genauso wie mich.

Flugs was neues gefunden und mich auf einen Aufhebungsvertrag eingelassen.

Habe dort das Softwaretesten eingeführt, wurde nicht sonderlich gefördert und habe mich zeitweise sogar als Fremdkörper gefühlt. Wäre von selber aber trotzdem nicht gegangen. Schulungen wurde für mich nicht genehmigt, Entwickler bekamen alles was sie wollten (auch wenn es unnütz war).

 

Aktuell (seit Ende 2015) 38 Stundenwoche, Altersvorsorge und Arbeitszeitkonto. Sehr gute vertragliche Konditionen aber völlig unstrukturiert und ohne klare Zielsetzung. Es gab kein Softwaretesten im Unternehmen. Also wieder von vorne: Toolauswahl, Schulungen organisiert, Prozesse definiert und sich abnehmen lassen. Zwischenzeitlich habe ich die ersten Kollegen im Testen geschult und zur ISTQB Zertifizierungen geschickt. Haben fast alle bestanden.

Mal sehen was nun noch so kommt.

 

Fazit:

Es scheint grundsätzlich ein sehr beliebtes Mittel der Firmen zu sein, die Mitarbeiter die man los werden möchte in die hintersten Ecken zu verfrachten, die Aufgaben zu reduzieren und abzuwarten wie lange sie das durchhalten. Gerade im Bereich des Softwaretest sind mir viele Fälle bekannt. Bei Einbruch der Gewinne wird das Testen zu teuer  und die Testabteilung ist das erste was zur Disposition steht.

 

Ich gehe mittlerweile auf die 50 zu, sehe meinen Einstieg in die IT als eher "ungeschickt gewählt" an und würde lieber was anderes machen. Ich würde auch niemandem raten, Softwaretester oder Testmanager zu werden.  Der Job ist hart ("Entwickeln ist konstruktiv, Testen ist destruktiv) auch wenn man volle Rückendeckung der Vorgesetzten hat, die Stellen sind rar (im Vergleich zu Entwicklern) und man ist der erste der draußen ist, wenn die Gewinne einbrechen.

Gruß

Holger

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Das ist mal echt eine interessante Sichtweise, danke dafür! Dass Testen häufig als Hindernis anstatt als Möglichkeit gesehen wird, geht mir auch so. Ich versuche gerade, im Entwicklerteam auf Unit-, Integrations- und Systemtests hinzuwirken (natürlich alles in kleinsten Schritten) und da ist soviel Trägheit zu überwinden, dass es einem echt die Lust verderben kann.

Klingt aber auch so, als hättest du mit deinen Betrieben nicht wirklich Glück gehabt - das spielt da sicher auch eine große Rolle.

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Am 24.10.2011 um 11:27 schrieb MidnightRun:

Aber werden den Tester gesucht ? Ich meine, falls ich dann irgendwann mal meinen Job wechseln muss oder möchte, findet man den als Tester Jobs ?

Meine Recherche im Netzt via Monster etc. nach speziell Softwaretester ist auf jedenfall Mau. Nur ein einziges Angebot und dann auch noch über eine Zeitarbeitsfirma.

https://careers-germany-sqs.icims.com/jobs/search?ss=1&searchCategory=29152

Als eine der größten Testbuden. Die suchen auch.

Es gibt drei Dringe in der IT, für die es meist nie Geld gibt und an denen sofort gespart wird, wenn es eng wird: IT-Sicherheit, Dokumentationen und QS. Ist normal und muss man mit leben.

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vor 4 Stunden schrieb Kwaiken:

Es gibt drei Dringe in der IT, für die es meist nie Geld gibt und an denen sofort gespart wird, wenn es eng wird: IT-Sicherheit, Dokumentationen und QS. Ist normal und muss man mit leben.

Schade eigentlich, denn genau diese Dinge sind es, die einen - auf lange Sicht - Konkurrenzfähig machen. Aber genau die "lange Sicht" ist eben das Problem: Entscheider (die ja nicht unbedingt aus dem IT-Umfeld kommen, sondern aus Richtung BWL) das häufig nicht als Investition, sondern als Kostenfaktor bezeichnen... 

Gerade was Testing angeht, habe ich einmal gehört, dass die Kosten im Endeffekt insgesamt um ein Drittel(!) höher sind, als wenn es von Anfang an mit eingebunden wird.

Dennoch denke ich, dass es bei einer Firma, die Wert darauf legt, es ein spannender und interessanter Bereich ist.

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Zitat

https://careers-germany-sqs.icims.com/jobs/search?ss=1&searchCategory=29152

Als eine der größten Testbuden. Die suchen auch.

SQS sucht immer. Sogeti auch. Und die andern anderen Consulting Buden auch. Wer Spaß an einem Leben aus dem Koffer hat kann hier ggf. sogar alt werden.

Für mich würde es nicht mehr in Frage kommen.

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vor 9 Stunden schrieb Kwaiken:

https://careers-germany-sqs.icims.com/jobs/search?ss=1&searchCategory=29152

Als eine der größten Testbuden. Die suchen auch.

Es gibt drei Dringe in der IT, für die es meist nie Geld gibt und an denen sofort gespart wird, wenn es eng wird: IT-Sicherheit, Dokumentationen und QS. Ist normal und muss man mit leben.

Kommt drauf an, wo man arbeitet und wer die Endkunden sind. Es gibt recht schnellebige Branchen, wo Software am Laufenden Meter um neue Funktionen erweitert werden aber man trotzdem auch vertraglich verpflichtet ist, gewisse Qualitätsstandards zu gewährleisten weil sonst exorbitante Vertragsstrafen drohen. z. B. in der Energiewirtschaft. Da ist die QS eher wie die Stromrechnung. Die bezahlt man einfach, weil wenn man damit aufhört ist das Licht weg :P ... Man muss aber auch sagen, dass das keine 20 Mann Buden sind. Da entwickelm teilweise Aktiengesellschaften mit  300 Entwicklern an einem Produkt und die QS hat eine eigenen Bereich mit bis zu 50 Mitarbeitern, die die ganze Produktpallete von Funktionstests über fachliche Tests, Automaitisierung vom Aufbau der Testsysteme etc. betreiben. Man will schließlich nicht, dass da mal ein Werk ausfällt oder man die Kunden nicht mehr abrechnen kann.

Bei kleinen Entwicklerbuden die kleine Tools anbieten oder Webapplikationen wo Unit-Tests schon stöhnen verursachen sieht das natürlich ganz anders aus ^^

Bearbeitet von Uhu
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  • 1 Jahr später...

Hallo zusammen,

kurzes Update: Seit etwas längerer Zeit nehmen bei mir und mir bekannten Softwaretestern die Verfügbarkeits-Anfragen extrem zu. 

Da ich, bis auf Stellenausschriebungen mit Reisetätigkeit, grundsätzlich immer ein offenes Ohr für solche Anfragen habe, stelle ich auch fest, das die angebotenen Gehälter und Tantiemen seit Monaten ebenfalls steil nach oben ziehen.

Allerdings verschiebt sich das Anforderungprofil zunehmend:  Während bei mir (als Testmanager) die Aufgaben seit Jahren in etwa gleich geblieben sind, wird von Softwaretestern im Rahmen der agilen Vorgehensmodelle immer mehr Entwicklungs-Know-How für Testautomatisierungsaufgaben gefordert.

Gruß

Holger

 

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Hallo @L-1011-500!

Geht es hier um Usability-Testing gesamter Workflows/Anwendungen oder um Funktionstests einzelner Komponenten?

Falls #1, kann ich dein Gefühl bestätigen. Die meisten Firmen bauen mittlerweile massiv UX-Kompetenzen in ihrer Organisationsstruktur aus, weil gemerkt wird, dass Usability und UX (oh Wunder) tatsächlich für Markterfolg oder für Effizienz innerhalb der eigenen Firma relevant sind.

Gruß, Goulasz :goulasz: 

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Am 15.11.2017 um 08:33 schrieb L-1011-500:

kurzes Update: Seit etwas längerer Zeit nehmen bei mir und mir bekannten Softwaretestern die Verfügbarkeits-Anfragen extrem zu. 

Da ich, bis auf Stellenausschriebungen mit Reisetätigkeit, grundsätzlich immer ein offenes Ohr für solche Anfragen habe, stelle ich auch fest, das die angebotenen Gehälter und Tantiemen seit Monaten ebenfalls steil nach oben ziehen.

Was? Kann gar nicht sein. Das würde ja auf einen Fachkräftemangel hindeuten, den es ja angeblich nicht gibt! :D

Allerdings verschiebt sich das Anforderungprofil zunehmend:  Während bei mir (als Testmanager) die Aufgaben seit Jahren in etwa gleich geblieben sind, wird von Softwaretestern im Rahmen der agilen Vorgehensmodelle immer mehr Entwicklungs-Know-How für Testautomatisierungsaufgaben gefordert.

Das wundert mich nicht. Software wird immer komplexer, muss auf immer mehr Plattformen laufen, ist modularer, erweiterbar, anpassbar, uswusf. Da ists nicht mehr damit getan, irgendwen dran zu setzen, der sich durch die Anwendung klickt und Fehler dokumentiert.

Gute Tester sind leider Mangelware (wobei es leider eben auch von vielen Unternehmen immer noch nicht wertgeschätzt wird), und ein guter Tester muss einfach auch mindestens Grundlagen in der Programmierung haben.

 

 

 

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Guten Morgen zusammen,

gerade habe ich beim querlesen dieses Thema entdeckt, das ich sehr interessant finde.
Da ich mich früher in der Uni viel mit verschiedenen Teststrategien und Vorgehensweisen im Rahmen der Softwareentwicklung auseinander gesetzt habe, war ich von einer Stelle im Testbereich nie abgeneigt und habe einen Wechsel schon ein paar mal ernsthaft in Erwägung gezogen, als bei uns wieder etwas frei wurde.

Im Endeffekt habe ich mich aber dagegen entschieden und bin Entwickler/Softwareanalyst geblieben.

Mein Eindruck zum Thema Softwaretesting ist, dass es für Freiberufler ein interessanter Zweig ist - es für den Angestellten aber nicht unbedingt viele Stellen gibt. Nach Schlagworten wie Testautomatisierung findet man . auf Stepstone vll. 500 offene Stellen Deutschlandweit, wobei sich dabei viele Stellen auf die technische Umsetzung beziehen und wirklich an Entwickler oder Administratoren ("DevOps") gerichtet sind. Für Leute, welche wirklich Tests schreiben oder zusammenhängende Prozesse durchtesten, gibt es hingegen kaum offene Stellen.

Das man nicht so exorbitant viele Stellen für Softwaretester findet, liegt in meinen Augen auch daran, dass man gar nicht viele Softwaretester benötigt. Bei uns in der Firma gibt es für den Testing Bereich eine eigene Abteilung aus ca. 14 Personen. Davon sind ca. die Hälfte Administratoren und Entwickler die sich um den Bau und die Pflege von Infrastruktur/continuous dilvery usw. kümmern. 3  Personen kümmern sich um Testautomatisierung im UI Bereich und die Anderen 5 um wirklich fachliche Tests - z. B. das Datenkonvertierungen sauber laufen, ein Bezahlprozess funktioniert und vieles mehr. Nur zum Vergleich: An unserer Software arbeiten ca. 400 Entwickler. Eine Vollautomatisierung von Softwaretests macht es möglich.

Die 5 Personen, welche die fachlichen Tests betreuen/schreiben/ausführen, sind schon seit 10-20 Jahren bei uns in der Firma. Verständlich das die Leute nicht einfach mal wechseln, weil ihr Wissen sehr firmenspezifisch ist, auf der Anderen Seite bedeutet das aber eben auch, dass solche Stellen sehr selten frei werden und wenn man dann mal auf Jobsuche gehen muss, man nicht unbedingt in der eigenen oder in den angrenzenden Nachbarstädten etwas findet.

Für Freiberufler/Consultants sieht es da etwas besser aus - bei den geht es aber auch nicht darum das Tagesgeschäft im Testingbereich zu stämmen (hier mal wieder etwas erweitern,  dort etwas umschreiben, usw..) sondern eher vollständig neue Testprozesse zu definieren oder das redesign solcher vorzunehmen. Etwas, dass in beständigen Strukturen - wenn einmal etabliert - fast nie anfällt und man daher auch eher mal einen Consultant ins Boot holt und die Mannschaft für das Tagesgeschäft ansonsten eher kleinhält. Nur um einen Vergleich zu ziehen: Die Teams welche die interne IT betreuten (Netzwerk, AD, etc.) haben auch nicht das Knowhow, ein komplettes Firmennetzwerk nach Stand der Dinge neu zu planen, weil das eben nicht das Tagesgeschäft ist.

Last but not least:

Die Qualitätssicherung hat unter den Mitarbeitern neben der internen IT das schlechteste Ansehen. Leider aber damit muss man rechnen.

 

Ein Wechsel abseits des Consulting sollte in meinen Augen gut überlegt sein ... Die Entwickler und Administratoren welche die Qualitätssicherung unterstützen finden immer was - bei den Anderen ? Schwierig.

Bearbeitet von Arvi
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Selbst die 50€ Stundenlohn sind ja schon 8000€ im Monat*^^ Mit 30€ wären es 4800€ im Monat*... ein realistischer Wert aber nichts worüber man sich beschweren kann

Oder meinst du was dem Kunden pro Stunde der Entwickler bzw. der QS-Person berechnet wird @pld? Ansonsten, Glückwunsch zu diesem Arbeitgeber.

 

*beim runtergerundeten 160h-Monat

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vor 9 Stunden schrieb pld:

Bei uns wird QS mit einem Stundenlohn von meist 30-50€ deutlich schlechter bezahlt als Entwickler, die meist das 2-3fache bekommen.

Fallen wir da aus dem Raster oder kennt ihr dieses Phänomen?

Bei uns werden Test und Entwicklung auf eine Ebene gestellt. Sowohl das was den Kunden in Rechnung gestellt wird, als auch was der Person als Gehalt bezahlt wird.

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vor 1 Stunde schrieb Rienne:

Ich vermute eher, das hier der Satz gemeint ist, der dem Kunden in Rechnung gestellt wird statt dem Lohn. :D

Naja 30 Euro/h für einen QS-Tester?
Ich mein das hab ich ja schon für Support genommen als ich neben dem Studium freiberuflich IT Support gemacht hab.

Wenn die Firma da noch Gewinn machen will kann sie nicht mehr als 15 weitergeben.
Macht dann 31.000 im Jahr Lohn.

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