Medieninformatik studieren?!

75 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen,

in meinem Nachbarthread habe ich ja die Frage gestellt ob die Ausbildung heutzutage nichts mehr wert ist. Angelehnt an das Thema würde ich gerne "weiterkommen" und ebenfalls einen akadamischen Titel erreichen (ob ich das schaffe sei mal dahingestellt), weil ich denke damit wäre ich noch besser in der Arbeitswelt aufgestellt (ggf. Führungsposition, mehr Geld, mehr ansehen etc.).

Nun habe ich mir mal drei "Wege" (gemeint sind hier die Hochschulen bzw. Universitäten) rausgesucht. Und zwar die hier oft angesprochene Uni Hagen, die FH Lübeck und die FOM. Als Studiengang hatte ich mir ursprünglich Wirtschaftsinformatik rausgesucht, weil ich mir denke das das ansich der sinnvollste Studiengang ist.

- Die Uni Hagen ist staatlich (also günstig), allerdings wirklich Fern - keine Präsenz (?). Hier hätte ich Wirtschaftsinformatik studiert.

- Die FOM ist privat (also sehr teuer mit ~15k€), bietet aber auch Präsenz an. Auch hier hätte ich Wirtschaftsinformatik studiert.

- FH Lübeck ist ebenfalls staatlich (und somit günstig). Diese bietet einen "Online-Studiengang" mit 20% Präsenz an - allerdings nur Medieninformatik.

Jetzt ist die Frage: Taugt "Medieninformatik" etwas? Kommt man damit weiter oder ist Wirtschaftsinformatik wirklich "besser" bzw. sinnvoller? Ich möchte später keine Spiele entwickeln oder "irgendwas mit Medien" machen.

Die Uni Hagen klingt nur ziemlich trocken und schwer, im Gegensatz zur FH Lübeck und Medieninformatik. :beagolisc

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Ich studiere Wirtschaftinformatik Online an der Ostfalia - Hochschule für angewandte Wissenschaften. Habe dort auch 20% Präsenzveranstaltungen. Dies bedeutet ca. 3 Wochenenden im Semester. Die Kosten sind auch ziemlich gering. Evtl. wäre dies auch eine Möglichkeit für dich, um Wirtschaftsinformatik zu studieren. Sie bieten Bachelor und Masterstudiengänge online an:

https://www.ostfalia.de/cms/de/studienberatung/studiengaenge/grundstaendige-studiengaenge/kurz_und_knapp_grund/wirtschaftsinformatik_online_fbi.html

Alternativ bieten sie aber auch Medieninformatik online an:

https://www.ostfalia.de/cms/de/studienberatung/studiengaenge/grundstaendige-studiengaenge/kurz_und_knapp_grund/medieninformatik_fbi.html

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Ich persönlich würde bei deinem Berufsplan Wirtschaftsinformatik gegenüber Medieninformatik vorziehen. Es zählt nicht immer nur der "akademische Wisch" sondern auch welchen Wert du für ein Unternehmen hast in der Tätigkeit die du ausführst - da bist du mit dem BWL/VWL Wissen aus einem Wirtschaftsinformatik Studium im Bereich Führung deutlich besser aufgestellt da du mehr verwertbares Wissen mitbringst, beispielsweise für Budgetplanungen, Prognosen uvm.

Zu der FH Lübeck kann ich leider gar nichts sagen. Mit der FernUni Hagen und FOM habe ich allerdings einige Erfahrungen gesammelt. Zunächst würde ich gerne anmerken, dass man in meinen Augen die Präsenzphasen nicht überwerten sollte. Sie helfen einem nicht wirklich beim Lernen da man sich das meiste - vor allem für Prüfungen - im Selbstudium aneignen muss. Pro ist für mich eher: Enger Kontakt zu anderen Komillitonen, aus denen sich auch Freunschaften entwickeln können oder wertvolle Lerngruppen. Enger Kontakt zu den Dozenten. Tipps von den Dozenten für die Prüfungen. Contra: Die Tage werden sehr spät, meistens geht der Unterricht ca. von 18:00-21:15, zumindest am Standort Essen. Auf der anderen Seite müsste man sich das ja Zuhause eh alles durchlesen ... wobei ich persönlich die Vorlesungen effizenter alleine durcharbeiten kann. Ist wohl eine Typfrage. Um das 'richtige' lernen kommt man am Ende eh nicht drum herum.

Ich weiß das nachfolgende Zeilen sehr 'pro FOM' ausfallen werden, allerdings ist das meine ganz Wertungsfreie Meinung zu der Hochschule. Ich hab selber schon an einigen Hochschulen studiert (FH Dortmund im BSc. , FOM im BSc, FernUni Hagen MSc, TU Darmstadt MSc) und komme zu den Schluss, dass staatliche Hochschulen vor allem das Problem haben, dass sie keinen Dienstleistungscharackter haben wie in anderen Ländern. Das Vorurteil dreht sich hier immer um das Thema "Abschluss kaufen" dabei liegen die Probleme in meinen Augen ganz woanders, nämlich an fehlender Kontrolle und Überprüfung der Lernziele und der Inhalte. Das führte z. B. dazu, dass sich bei der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen der DGB eingeschaltet hat, weil die Absolventenquote bei ca. 7% liegt und nur ca. 10% von denen die es schaffen, ihr Studium in unter 10 Semestern abschließen. Jetzt wurde nach Jahren der Beschwerde ein ganzes Semester gestrichen und der Aufwand z. B. bei Praktika halbiert - hört sich drastisch an, aber erst jetzt entspricht es den realistischen Zeitaufwand für 180CP. Nach der Umstellung von Diplom zum BSc. wurden fast überall willkürlich Module zusammengepackt, Praktika, Tests und Prüfungen eingeführt, ohne realisitisch den Zeitwaufwand zu schätzen. Deshalb ist die Regelstudienzeit in den ganzen Informatik Studiengängen auch nicht die Regel.

Das Problem dabei ist, dass die Professoren durch Verbeamtung praktisch völlige Narrenfreiheit haben und sich für die Gestaltung ihrer Inhalte nirgendswo rechtfertigen müssen, auf anderen Seite auch kein Anreiz dazu besteht, den Studenten dabei zu helfen ihr Studium zu schaffen. Mein Datenbank Professor an der FH Dortmund hat mir mal gesagt, er habe damals auch bei einer Privaten Hochschule studiert. Es gab dort einen E-Technik Studiengang, der kurzerhand komplett abgeschafft wurde, weil die Absolventenquote zu niedrig sei. Eine private Hochschule funktioniert also ähnlich wie ein Wirtschaftsunternehmen, wo Belegschaften kurzerhand auch wegraddiert werden, wenn es kein vorrankommen mehr gibt und der Kunde nicht mehr pofitiert, an einer staatlichen Hochschule ist das undenkbar. Letztendlich kriegen die staatlichen Hochschulen nur einmalig Geld wenn sich ein Student einschreibt - es gibt keinerlei Anreize die Studenten ihr Studium bestehen zu lassen bzw. sich zu bemühen ihen dabei zu helfen.

Das war jetzt etwas 'abschweifend' aber Hochschulpolitik ist sehr wichtig, auch bei der Einschätzung an welche Hochschule man geht oder nicht. Deshalb kann ich nicht sagen, das die ca. 13.000€ das Einzige Merkmal der FOM sind. Viel mehr kommt es darauf an, was die Hochschule dir dafür bietet. Positiv an der FOM: Enger Kontakt zu den Professoren, die selber in der Regel in großen Unternehmen arbeiten (Evonik, Deutsche Bank & co.), die FOM pflegt auch unzählige Partnerschaften mit beinahe allen bedeutenden Unternehmen der Deutschen Wirtschaft. Das Alumni Netzwerk ist sehr ausgeprägt - zudem viele internationale Studierende z. B. aus China, da die FOM in China Standorte hat. Hier hat man auch die Möglichkeit für einen Austausch oder einer Assistententätigkeit. Des weiteren sind die Skripte gut gestaltet - inhaltlich ist es mit der FH Dortmund vergleichbar, die Themen waren bei mir ca. die gleichen.

Vorteile der der Uni Hagen sind in meinen Augen nur, dass es sich um eine Universität handelt und man dadurch im öffentlichen Dienst höher eingruppiert wird. Das wars leider :( ... mehr positives habe ich von staatlichen Hochschulen nicht zu berichten. Die Studenten gehen den meisten am A* vorbei und es herrscht eine allgemeine friss oder stirb Einstellung - deshalb brechen die meisten auch wieder ab oder werden exmatrikuliert.

Damit will ich dich keinesfalls abhalten dich nicht doch für die FernUni Hagen zu entscheiden, viel mehr sollen das ein paar Denkanstöße sein, sich noch mehr für den Hochschulbetrieb zu interessieren und entsprechend zu recherchieren - eventuell auch mit Studenten zu sprechen (vor allem auch mit denen, die selber gewechselt sind und mehr Sichtweisen kennen. Leute die nur eine Hochschule gesehen haben und dort ihren Abschluss machen neigen oft dazu, auch die offensichtlichen Fehler verhemmt zu verteidigen und schönzureden).

bearbeitet von Uhu

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Ich persönlich würde bei deinem Berufsplan Wirtschaftsinformatik gegenüber Medieninformatik vorziehen. Es zählt nicht immer nur der "akademische Wisch" sondern auch welchen Wert du für ein Unternehmen hast in der Tätigkeit die du ausführst - da bist du mit dem BWL/VWL Wissen aus einem Wirtschaftsinformatik Studium im Bereich Führung deutlich besser aufgestellt da du mehr verwertbares Wissen mitbringst, beispielsweise für Budgetplanungen, Prognosen uvm.

Ich habe lange überlegt, ob ich Winfo oder MI studieren soll. Ich habe mich dann gegen Winfo (hatte auch die Möglichkeit dual) entschieden, da ich auch kreativen Part haben möchte (ursprünglich komme ich aus der Medienrichtung, habe dann aber in einem Unternehmen in der IT gearbeitet und möchte wieder zurück). Wirtschaftsinformatiker verdienen zwar im Schnitt mehr und haben andere Karrieremöglichkeiten, aber man sollte doch auch auf die persönlichen Interessen und Vorlieben schauen.

Haloren und kesselhaus gefällt das

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Acuh wenn ich jetzt etwas klitschee oder überheblich wirke:

Irgendwas mit Medien machen viele, Medieninformatik fällt auch darunter.

Etwas hämisch heißt es auch Mädcheninformatik, denn je nach Aufbau sind die wirklich "harten" Informatik/Mathefächer weg und werden durch "Blabla" Hipster Mdeien Module ersetzt.

Muss nicht immer so sein, kann aber.

Ob du nun einen "guten" doer "schlechten" Medieninformatik Studiengang hattest das interessiert idR auch keinen Personaler.

Mein Tipp, ich weiß nicht wo du wohnst, je nach Studienzentrum hat die FernUni viele Mentoriate.

Kommt zwar natürlich nicht an einen Präsenzstudiengang ran, aber man hat schon alle 1-2 Wochen 1-2 davon.

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Ich habe lange überlegt, ob ich Winfo oder MI studieren soll. Ich habe mich dann gegen Winfo (hatte auch die Möglichkeit dual) entschieden, da ich auch kreativen Part haben möchte (ursprünglich komme ich aus der Medienrichtung, habe dann aber in einem Unternehmen in der IT gearbeitet und möchte wieder zurück). Wirtschaftsinformatiker verdienen zwar im Schnitt mehr und haben andere Karrieremöglichkeiten, aber man sollte doch auch auf die persönlichen Interessen und Vorlieben schauen.

Mein Rat ist natürlich nicht verallgemeinernd für alle Leser hier :) ! Natürlich soll man auch auf die persönlichen Vorlieben achten, allerdings immer im Hinterkopf behalten, dass das Ziel das Ziel ist und nicht der Weg. Ich glaube der Threadersteller hat seine Ziele schon klar für sich definiert.

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Du musst gucken, was du gerne machen möchtest. Die beiden Studiengänge setzen ganz einfach unterschiedliche Schwerpunkte. Dabei ist meiner Meinung nach nicht ein Studiengang besser als der andere. Sie sind einfach nur unterschiedlich.

Was die verschiedenen Hochschulen angeht, so musst du natürlich auch gucken, was zu dir passt. Die Fernuni hat hier sicherlich den klaren Vorteil, dass du zeitlich flexibel bleibst. Wenn du an einer Uni bist, die eigendlich Präsenz vorsieht, dann hast du auch mehr Kontakt zu anderen Studenten. dafür bist zu zeitlich gebundener.

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Acuh wenn ich jetzt etwas klitschee oder überheblich wirke:

Irgendwas mit Medien machen viele, Medieninformatik fällt auch darunter.

Etwas hämisch heißt es auch Mädcheninformatik, denn je nach Aufbau sind die wirklich "harten" Informatik/Mathefächer weg und werden durch "Blabla" Hipster Mdeien Module ersetzt.

Muss nicht immer so sein, kann aber.

Ob du nun einen "guten" doer "schlechten" Medieninformatik Studiengang hattest das interessiert idR auch keinen Personaler.

Wobei es immer noch darauf ankommt, ob man man mit einem Medieninformatik-Studium die Aufgaben von nem Mediengestalter übernimmt (Webseiten und/oder Printprodukte designed) oder ob man zB den ultrakrassen 4K-Code von Morgen entwickelt. Ist ein bisschen so, wie wenn man als studierter (reiner) Informatiker FISI-Tätigkeiten macht (gibt es ja auch). Es kommt also darauf an, wo man hin möchte. Bei an der Hochschule soll es so sein, dass sich viele mit dem Programmieren schwer tun (wurde zumindest auf einer Infoverantsaltung mehrmals gesagt) aber das ist mir gerade recht, dann gibts eben mehr Jobs für mich ;) Und mit der Grundlage der FIAE-Ausbildung sind die (denke ich) gar nicht so schlecht (ich gehe davon aus, dass Gurki auch eine Ausbildung absolviert hat).

Aber ich muss dazu sagen:

Die Medienbranche ist nicht für jeden was. Ich kenne welche, die verdienen unter 2000k brutto und sind mega glücklich, dafür aber auch welche, die sehr gut verdienen aber denen es keinen Spaß (mehr?) macht. Wenn man eher in die kreative Richtung möchte muss man beachten, dass es dort sehr viele Gute gibt, die das "leben". Die machen eben 10-12 Stunden am Tag nichts anderes als Photoshop und zaubern damit unglaubliche Dinge. Gegen die hat man dann kaum Chancen, sich durchzusetzen. Wobei es auch immer darauf ankommt, ob man in einer Werbe- bzw. Marketingabteilung bei einem Konzern oder bei einer (kleinen) Agentur arbeitet. Hat beides seine unterschiedlichen Herausforderungen.

Im Grunde hat Graustein recht: wer nur "irgendwas mit Medien" machen möchte, ist nicht unbedingt gut dort aufgehoben. Es muss schon "ich will unbedingt dies oder das mit Medien machen" lauten. Wieder bisschen so wie beim FISI, wenn dort welche "irgendwas mit Computern" machen möchten. Die finden (hoffentlich) auch einen Job, aber die kommen woanders hin, als diejenigen, die mit Begeisterung und Elan dabei sind.

Wirtschaftsinformatik ist natürlich auch super. Meine persönliche Meinung ist aber, dass mich "die da oben" irgendwann so dermaßen angemadet haben, dass ich mit denen nichts mehr zu tun haben möchte. Ist was persönliches und hoffentlich bei jedem anders. Wobei ich es mir wirklich lange überlegt habe aber wenn ich auf mein Inneres höre, dann vermiss ich das Kreative.

/Edit: bei mir sind die harten Mathefächer dabei, HM und angewandte Mathematik. Außerdem haben die Wirtschaftsinformatiker auch kein besseres Ansehen: sie können technisch gesehen am wenigsten aber verdienen am meisten ;) Also da gibts für alles so seine Klitsches.

bearbeitet von pr0gg3r

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Natürlich setzen Medieninformatik und Wirtschaftsinformatik unterschiedliche Schwerpunkte.

Im eigentlichen Sinne ist Medieninformatik auch kein Design Studium und sollte es auch nicht sein (was manche Hochschulen daraus machen ist natürlich ein anderes Thema) sondern ein absolut grundständiges Informatik Studium mit Schwerpunkt Medien wobei man das Wort Medien oft falsche Assoziationen weckt. Demnach hat man an manchen Hochschulen auch wie es richtig ist, die volle Bandbreite an Mathe, Physik und theorethische Informatik. Medieninformatik ist (wobei hier wieder "sollte" im Spiel ist) keine Ersatzlehre zum Webseitenprogrammierer, sondern eine Wissenschaft die sich mit komplexen Fragestellungen, z. B. zur Bildverarbeitung (nicht zu verwechseln mit Bildbearbeitung via Photoshop) wie man es z. B. auch in der Robotik benötigt, beschäftigt.

Die "Medienbranche" ist natürlich nicht sehr gut bezahlt, es sind aber auch nicht die eigentlichen Einsatzfelder für Medieninformatiker bzw. keine adäquaten Fachstellen. Man könnte dann sagen das man fachfremd arbeitet - selbst schuld. Die meisten Medieninformatiker arbeiten später als Softwareentwickler und auch nicht immer unmittelbar mit "Medienbezug" oder mal schwächer oder stärker ausgeprägt - das kommt auf die Stelle an. Hier profitiert man eben von dem Grundlagenwissen eines allgemeinen Informatik Studiums. Eine Alternative ist die Wissenschaft. Es ist natürlich doof wenn die Hochschule den Studiengang vermurkst und nur bessere Hilfskräfte ausbildet. Da sollte man sich vorher informieren.

Wirtschaftsinformatik ist ein grundständiges Informatik Studium mit Schwerpunkten im Bereich IT-Management, ERP-Systeme & co., wobei der eigentliche BWL/VWL Anteil im Studium wiederum überwiegend Grundlagenwissen ist, das sich auf alle Branchen und Bereiche für Aufgaben mit Personal- und Budgetverantwortung adaptieren lassen. Daher kann man kann man als Wirtschaftsinformatiker auch in unterschiedlichen Bereichen Fuß fassen. Es ist natürlich gut wenn man Experte für die Technologien ist, die der zukünftige Arbeitgeber einsetzt. Grundlagenwissen reicht allerdings völlig aus, da man in einer Führungsposition andere Aufgabenbereiche hat und keine Probleme löst die bei dem Team besser aufgehoben sind. Jetzt ist Wirtschaftsinformatik kein spezielles Studium das als Job "Führungsposition" als Ziel hat - es beinhaltet aber sehr viele Themen die für diesen Aufgabenbereich Essentiell ist und der in anderen Informatik Studiengängen nicht vermittelt wird. Deswegen gibt es für Leute die bereits ein "fachfremdes" Studium ohne Wirtschaftsbezug absolviert haben, dass sich also eher mit Entwicklungsfragen beschäftigt, ja ein MBA Studium das die wirtschaftlicnen Themen wieder aufgreift und einem das nötige Rüstzeug an die Hand gibt.

Ich halte daher ein Wirtschaftsinformatik Studium für die "logische Konsequenz" einer Weiterbildung für Fachinformatiker, die mehr leisten können und keine Entwickler werden/bleiben möchten. Das fachliche hat man durch die Ausbildung, das wird vertieft durch den Informatik Anteil, für Führungsaufgaben gibt es dann die nötige Schüppe BWL/VWL. Von daher halte ich wie gesagt Wirtschaftsinformatik für die bessere Wahl bei den Vorstellungen des Threaderstellers.

p.s. Wirtschaftsinformatik kann übrigens auch richtig interessant sein und spaß machen! :D

bearbeitet von Uhu

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Vielen Dank für Eure ausführlichen Antworten!

Den Beiträgen entnehme ich, dass beide Studiengänge ihre Berechtigung haben, aber jeweils andere Schwerpunkte beinhalten und wenn man - wie ich - etwas weiterkommen möchte Wirtschaftsinformatik sinnvoller wäre. Dann deckt sich das ja mit meiner ersten Idee Wirtschaftsinformatik zu studieren.

Eventuell ist "irgendwas mit Medien" falsch aufgefasst worden - an sich hatte ich NICHT vor "irgendwas mit Medien" zu machen (auch wenn ich gerne Fotografiere und mit Photoshop arbeite). Für mich war nur gut zu wissen ob man damit auch weiterkommt und ob es ggf. "einfacher" ist den Akademischen Grad zu erreichen.

Leider bietet die HAW in Hamburg kein (Wirtschaftsinformatik) Fernstudium (mit Präsenz) an. Das wäre für mich Ideal.

Den Tipp mit der FH Ostfalia schaue ich mir auch sehr gerne mal an. Allerdings ist diese über 220KM (eine Tour) von Hamburg entfernt. Eventuell etwas zu weit für die Präsenz?!

Ich werde mich mal weiter informieren und schlau lesen.

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Ich nochmal. Die FH Kiel wäre auch eine gute Alternative. Leider hat die selbst bei dem Online Bachelor zum Wirtschaftsinformatiker einen NC. Weiß nicht ob ich den da einfach so bestehe. Fachabi war jetzt nur so durchschnittlich. Ich kann ja mal schauen.

Andere Alternative wäre noch die Hochschule Wismar. Die bietet auch ein Fernstudium zum Wirtschaftsinformatiker an. Allerdings auch rel. teuer mit 1350€ / Semester. Wobei das noch günstiger wäre als zum Beispiel die FOM.

Ich habe demnächst erstmal noch ein Beratungsgespräch bei der Fernuni Hagen.

Hat noch jemand Erfahrungen mit staatlichen Hochschulen / Unis vs. private (bezahl) Hochschulen? 

 

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vor 3 Minuten, Gurki sagte:

 Leider hat die selbst bei dem Online Bachelor zum Wirtschaftsinformatiker einen NC. Weiß nicht ob ich den da einfach so bestehe. Fachabi war jetzt nur so durchschnittlich.

 

Was meinst du mit bestehen? Ein NC heißt ja nichts anderes als "alles <= Note X im Abi/Fachabi/... darf sofort anfangen zu studieren, der Rest hat Wartezeit". Oft wird im Bewerbungsprozess auch die Note noch hochgesetzt (also Bsp. von 1,5 auf 1,6), falls sonst zu viele Plätze frei bleiben würden. Probieren kostet nichts.

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Mit bestehen meine ich, dass ich wohl eben nicht sofort einen Platz bekommen würde. Was bedeutet die Wartezeit? Also wie lange müsste man warten? Das Onlinestudium fängt immer im Winter an. Das heißt man muss sich im Sommer bewerben. Wenn man also mit Wartezeit rechnen müsste, wäre das ja theoretisch 1 Jahr, wenn nicht sogar noch mehr. Soviel Zeit habe ich dann auch nicht mehr.

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Denk dran, dass Deine Ausbildung und Berufserfahrung bei Studiengängen mit NC angerechnet werden. So stehst Du schon besser da als jemand frisch von der Schule.

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Danke, ich kann es ja mal im Sommer mit dem Einschreiben probieren, ob ich dann zum Winter genommen werde. Wenn das nicht so ohne Weiteres funktioniert, muss ich die FH Kiel halt abhaken, ich werde leider nicht jünger. Ich finde es schon doof, dass ich jetzt noch wieder ein halbes Jahr warten müsste um endlich anfangen zu dürfen. So ein Fernstudium dauert ja eh schon extrem lange, da will ich nicht noch weiter Zeit verstreichen lassen.

 

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Du könntest auch an der fernUni Hagen anfangen und dann schauen, was du dir für kurse an der FH Kiel anrechnen lassen kannst, wenn du wechselst.

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Stimmt das würde ggf. auch funktionieren. Ich habe aber gerade hier im Forum gelesen, dass die Fernuni Hagen ein Akademiestudium anbietet, sodass man gleich anfangen kann? Zumindest muss man da scheinbar noch nicht die vollen 3 Jahre Berufserfahrung haben um dort starten zu können. Mein Zeugnis der Fachhochschulreife wird laut der Website (im Übrigen ziemlich bescheiden die Seite) nicht anerkannt. Naja ich habe demnächst ein Informationstermin an der Fernuni Hagen. Mal sehen was man mir da so erzählt.

Übrigens interessante Aufschlüsselung von Kwaiken: https://www.fachinformatiker.de/index.php?/topic/135600-zukunftsplanung/#comment-1219042

 

bearbeitet von Gurki

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Wenn ich mich nicht irre, hast Du im Sommer nächsten Jahres sowieso 3 Jahre Berufserfahrung. Dann ist es egal ob Du Abitur hast oder nicht. Dann kannst Du Dich an Unis und FHs als Beruflich Qualifizierter einschreiben.

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vor 9 Stunden, SaJu sagte:

Wenn ich mich nicht irre, hast Du im Sommer nächsten Jahres sowieso 3 Jahre Berufserfahrung. Dann ist es egal ob Du Abitur hast oder nicht. Dann kannst Du Dich an Unis und FHs als Beruflich Qualifizierter einschreiben.

Gilt dann auch der NC (FH Kiel)?

 

vor 9 Stunden, Graustein sagte:

Wenn Wismar, dann würde ich da das Diplom machen, klingt einfach besser ;)

Hatte ich auch überlegt, aber ist das heutzutage überhaupt noch geläufig? 

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vor einer Stunde, Gurki sagte:

Gilt dann auch der NC (FH Kiel)?

 

Hatte ich auch überlegt, aber ist das heutzutage überhaupt noch geläufig? 

Für beruflich qualifizierte gibt es eine eigene Quote.

Ich weiß aber nicht was genau gilt, wenn man auch die FHR hat...


Wegen Diplom, klar das kennt man heute ja schon noch, einige Unis und FHs in Sachsen bieten das auch weiterhin an.

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Sorry, dass ich hier reinkrätsche. Aber wenn ich schon mehr als 12 Jahre in der IT tätig bin, macht es da überhaupt Sinn ein Wirtschaftsinformatik Studium anzufangen? Ich bemerke, dass die dort angefassten Themen doch alle nicht wirklich "neu sind".

Sollte ich mir nicht eher darum Gedanken machen, ein BWL Studium zu beginnen? Gerade für die höheren Position sind Wirtschaftskenntnisse eher gefragt. IT Themen sind sowieso ständig im Wandel und die lern ich eher "privat".

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vor einer Stunde schrieb UnknownX:

Sorry, dass ich hier reinkrätsche. Aber wenn ich schon mehr als 12 Jahre in der IT tätig bin, macht es da überhaupt Sinn ein Wirtschaftsinformatik Studium anzufangen? Ich bemerke, dass die dort angefassten Themen doch alle nicht wirklich "neu sind".

Sollte ich mir nicht eher darum Gedanken machen, ein BWL Studium zu beginnen? Gerade für die höheren Position sind Wirtschaftskenntnisse eher gefragt. IT Themen sind sowieso ständig im Wandel und die lern ich eher "privat".

Ich würde ein Wirtschaftsinformatik Studium in jedem fall dem klassichen BWL Studium vorziehen. IT ist heutzutage immer mehr der Enabler für neue Geschäftsprozesse. Diese zu erkennen, zu modellieren und einzuführen sind Kernthemen der Wirtschaftsinformatik und dem IT-Management/IT-Controlling usw. Die klassische Betriebsführung/Controlling ist da eher weniger von Interesse auch wenn sie natürlich darein greift. Die "IT-Themen" sind ja klassische Informatik Themen die man sich nicht unbedingt Zuhause anschaut (z. B. DataMining) und die auch nicht ständig im Wandel sind - vieles gibt es da schon seit Jahrzehnten. Da lernt man schließlich nichts über Hyper-V oder MSSQL sonder über die Informatik als Wissenschaft. Ein bisschen Handwerkszeug wie programmieren gibt es natürlich auch. Generell handelt es sich natürlich nur um ein Grundlagenstudium, das ist aber bei BWL natürlich genauso. Ich denke dennoch das du viele Themen nicht kennen wirst, außer vielleicht vom 1-2 Semester und dann auch nicht in der Breite. Es ist eher so, dass du von vielen schon mal etwas gehört haben wirst, das wars dann aber auch.

Ob es Weiterbildungstechnisch überhapt einen Sinn  macht ... die Frage kann man sich tatsächlich stellen. Der Bachelor (aber auch das Diplom) ist halt ein erster Berufsqualifizierender Abschluss. Da sollte man sich nicht zu viel ausmalen auch wenn man natürlich viel lernt. Wahrscheinlich wirst du grundlegend erstmal nur vom Papier profitieren längerfristig aber auch von dem Wissen. Es kommt halt darauf an, was man daraus macht.

bearbeitet von Uhu

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