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Medieninformatik studieren?!

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Gast Uhu   
Gast Uhu
vor 6 Stunden schrieb Gurki:

Oder mache ich doch lieber den Operative Professional? Oder gehe ich doch lieber an die FH Lübeck und versuche mich im Online-Studiengang Medieninformatik? Irgendwie klingt das dort alles kreativer, lockerer und interessanter als das staubtrockene BWL. :rolleyes:

Wenn du den Operative Professional in Erwägung ziehst, hätte ich zumindest vorher ein Studium an der FOM probiert. Da hast du dann wenigstens einen akademischen Grad bei ähnlichen Kosten und einen Abschluss mit denen Personaler was anfangen können. Ich erkenne die Leistung des OP's an und es ist sicherlich fachlich eine gute Weiterbildung, nur gemessen an seinen Bekanntheitsgrad noch relativ teuer.

Mir gehts nicht darum die ganze Zeit die FOM zu empfehlen. Nur so viel sei gesagt, die ganzen staatlichen Hochschulen sind nicht auf ein Studium neben dem Beruf ausgelegt. Egal ob Hagen, Lübeck, die Wavi Studiengänge der Uni Bamberg/Essen usw. Was das heißt erfährst du ja gerade. Ein Studium das auf Nebenberuflichkeit abzielt kann eigentlich mehr bieten, als nur die Möglichkeit alles von Zuhuase zu machen. Bewahre dich also vor der Illusion, das ein Studium an der FH Lübeck in irgendeiner Weise angenehmer wäre, nur weil du ein paar Andere Module hast. Dein eigentliches Problem ist - so wie du es schreibst - dass die Anforderungen bzw. die Intensität für ein Modul zu hoch sind. Das hast du eigentlich an jeder staatlichen Hochschule. Du studierst dort Module die Andere Vollzeit studieren ohne Beruf. Du kannst dann weniger Module haben z. B. wie an der FernUni Hagen mit mehr CP, das macht die Sache trotzdem nicht angenehmer. Medieninformatik klingt zwar interessant, allerdings ist der Stoff fast immer "trocken" wenn man Müde ist und sich nach der Arbeit noch aufraffen muss was zu lernen. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass der Stoff auch trocken ist, wenn man den Beruf nicht mehr an der Backe hat^^ ... So ist halt ein Studium. Man muss sich durchbeißen und wirklich etwas tun. Im Gegensatz zur Ausbildung wird man hier nicht notfalls bis kurz vor Ende durchgeschleift sondern man muss kontinuierlich Leistung bringen und das ist ermüdend. Ganz klar.

Egal was du tust, selbst wenn es am Ende der OP wird, kann ich dir nur ans Herz legen, rechtzeitig die Reißleine zu ziehen oder es drauf ankommen zu lassen. Ich habe ja selbst jahrelang studiert und wahrscheinlich hat fast jeder Student schon mal das Gefühl gehabt, als wäre das schieben von Modulen eine Lösung. Es ist defintiv keine Lösung. An dem Punkt wo du jetzt bist, müde, kein bock mehr, alles ist zu trocken gepaart mit dem Gedanken "ich könnte es ja auch in 6 Monaten schreiben, dann hab ich ja viel mehr Zeit zu lernen" ist fast jeder Student am Anfang seines Studiums und kurzzeitig haben das die meisten auch noch in jeder Prüfungsphase. Immer dann wenn man eben liefern muss. Das ist eine spirale, aus der man ganz schwer wieder raus kommt. Denn das läuft immer darauf hinaus, dass man in den 6 Monaten doch weit weniger lernt als man sich selber vormacht und in 4 Monaten stehst du wieder genau an dem Punkt, wo du jetzt bist und es hat sich nichts geändert, nur dass du ein halbes Jahr länger studierst als ohnehin schon. Am Ende läuft es darauf hinaus, dass du nie fertig wirst. Damit macht man sich nur sein Privatleben kaputt da man den Druck immer Nacken hat und es wird immer schwierige zum Ende zu kommen. Ich kann dir daher nur empfehlen: Schreib die Prüfungen und schau, ob du mit dem Druck nicht doch klar kommst, oder brech unmittelbar ab. Verbuch es als Erfahrung und schau dich nach Alternativen um. Wenn es am Ende der OP wird, auch gut. Du bist noch an einem Punkt, wo es nicht weh tut, abzubrechen. Übel ist es wenn das Eingeständis nach der Hälfte der Studienzeit kommt, man aber trotzdem noch x-Jahre bräuchte um fertig zu werden, weil man nie mehr als 1 Modul pro Semester geschafft hat.

 

 

 

 

 

bearbeitet von Uhu

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Wollte nur mal kurz anmerken, dass mein Studium nun seit 1 Semester (bin jetzt im 2.) an der FH Lübeck zum Medieninformatiker läuft. Hatte im ersten Semester zum ausprobieren und reinkommen allerdings nur zwei Module gewählt. Jetzt im 2. Semester habe ich 3 gewählt, was ich wohl auch für die zukünftigen Semester so weiterführen werde. Es sind ja doch schon einige (viele!!) Seiten zu lesen.

Die Präsenz hält sich in Grenzen (dieses Semester muss ich nur zwei mal hin). Dafür sind die Einsendeaufgaben aber schon knackig. Aber durchaus mit etwas Zeit schaffbar. Die Präsenz im Modul "Grundlagen der Programmierung" fiel mir aufgrund meiner Ausbildung schon leichter, war aber auch knackig. Vor allem weil man die Präsenz bestehen muss um zur Klausur zugelassen zu werden. Das baut natürlich Druck auf ("Hoffentlich funktioniert mein Code jetzt korrekt").

Die ersten beiden Klausuren habe ich auch bestanden. Allerdings nicht so wie in der Ausbildung zum FIAE (1er Schnitt). Es ist dann doch eigentlich was (völlig) anderes als eine Ausbildung. Es wird deutlich mehr Wissen - breiter und tiefer - verlangt und abgefragt. Dadurch, dass es so viel zum lernen ist, tue ich mich noch etwas schwer wichtige (klausurrelevante) Themen zu filtern.

Naja mal sehen was das 2. Semester bringt. Es ist jedenfalls wieder sehr viel zu lesen. Und nach der Arbeit (8-10h vorm Monitor) noch weitere Stunden vor dem Monitor Zuhause sitzen, macht wenig Spaß. Immerhin sind es nur noch 28 Klausuren, die es zu bestehen gilt :carwyn: 

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Am 18.4.2017 um 14:07 schrieb HappyKerky:

Wenn du in dem Tempo weitermachst wie bisher, wie lange wirst du dann brauchen bis zum Abschluss?

Die doppelte Zeit eines normalen Studiums. Also wahrscheinlich 6+ Jahre. Lange Zeit. Und die Frage ist ob man das so lange durchhält.

Am 18.4.2017 um 19:05 schrieb Graustein:

Wieviel Zeit hast du jetzt im Schnitt pro Woche ins Studium gesteckt für die zwei Module?

8-16 Stunden. Je nach dem wie stark die Einsendeaufgabenfrequenz ist. Habe grade die 2. abgegeben in einem Modul und schon kommt die 3. :unsure:

Eventuell ist das etwas wenig Zeit. Aber ich muss ja auch noch andere Dinge tun.

bearbeitet von Gurki

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Ich habe damals 4,5 Jahre gebraucht für den B. Sc. und ich muss sagen, das war schon echt verdammt lange.
Gerade so in der Mitte, nach 2,5 Jahren ca., da war die Laune so dermaßen im Keller. Jede Minute, welche man sich aufraffen sollten waren zwei Minuten zu viel.
Wenn man 4,5 Jahre schaffen kann, dann schafft man auch 6+ Jahre. Aber leicht wird das definitiv nicht.

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Also ich habe 5,5 Jahre Vollzeit studiert. War aber auch ein Studiengang, der auf 8 Semester ausgelegt war (in Deutschland sind es ja 6 Semester) und absolut nix zum Bummeln. Ganz ehrlich? Ich wollte nie wieder eine Uni betreten nach dem Abschluss :wacko::D Aber da du ja nebenher studierst, denke ich schon, dass 6 Jahre machbar sind. Man muss sich halt immer selbst motivieren, weiter zu machen. Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg!

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Gast nyancat   
Gast nyancat

Da sieht man wieder einmal, dass Verbundsstudiengänge & co. absolut nicht auf ein Studium neben dem Beruf ausgelegt sind.

Natürlich habe ich Respekt vor jeden, der das durchgehalten hat. Unverkennbar eine Leistung. Menschlich kann ich hier aber wirklich nur Mitleid empfinden (und das meine ich nicht im abwertenden Sinne). Ganz ehrlich Leute: Das ist eine unfassbare Verschwendung von Lebenszeit.

Wenn man so ein Verbundsstudium mit 30 beginnt und sagen wir mal das Renteneintrittsalter von 67 erreicht und 6+ Jahre studiert, dann sind das ca. 20% eurer restlichen (Berufs-)Lebenszeit die ihr in solch ein Studium versenkt. Neben 30% Arbeit und im Schnitt 30% Schlafanteil, bleiben euch vom Leben dann gerade mal 20% eurer Lebenszeit um das hier-und-jetzt zu genießen z. B. für Familie, Freunde, echte Hobbys. Wenn ihr überhaupt solange lebt ...

Beruflich (finanziell) wird sich das auch nie mehr rentieren im Sinne eines ROI.

 

Was sind wir doch für eine kaputte Leistungsgesellschaft.

bearbeitet von nyancat

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vor 45 Minuten schrieb nyancat:

dann sind das ca. 20% eurer restlichen (Berufs-)Lebenszeit die ihr in solch ein Studium versenkt. Neben 30% Arbeit und im Schnitt 30% Schlafanteil, bleiben euch vom Leben dann gerade mal 20% eurer Lebenszeit um das hier-und-jetzt zu genießen z. B. für Familie, Freunde, echte Hobbys.

Irgendwas stimmt an der Rechnung nicht.

20% des Berufslebens* verbringe ich mit dem Studium und 80% ohne. Von den 80% ziehst du jetzt 30% Arbeit und 30% Schlafenszeit ab. Die 60% aus Arbeit und Schlafen fallen aber eh immer an. Also hat man generell nur 40% seiner Zeit als "Zeit für Familie, Freunde und Hobbies".

ABER, für den Zeitraum des Studiums (20% der gesamten Arbeitszeit*) verzichtet man auf einen Anteil der 40% "Zeit für Familie, Freunde und Hobbies" um sich in der Freizeit mit stattdessen mit dem Studium zu beschäftigen. Aber dadurch werden doch nicht gleich die gesamten 40% halbiert^^' Dafür müsste ich mehr Stunden ins Studium investieren als ich nach Arbeit und Schlaf noch verfügbar habe.

Du machst aus den "über 20% der Zeit des Berufslebens* beschäftigt man sich mit dem Studium" ein: "über den gesamten Zeitraum meines Berufslebens* verbringe ich 20% der Freizeit mit dem Studium".

* - Alter 30 bis 67 Jahren, um bei deinem Beispiel zu bleiben

 

Hinzu kommt, dass Gurki ja schon gesagt hat wie viel Zeit er in das Studium investiert hat. 8-16 Stunden pro Woche -> seien wir großzügig und sagen wir 3 Stunden pro Tag weil wir noch Pausen mit einrechnen. Da bleiben am Tag dann immer noch 5 Stunden für Familie, Freunde und echte Hobbies übrig.

 

Das nächste Problem ist: "echte Hobbies". Zumindest einige die neben dem Beruf studieren tun dies, weil sie sich für das Thema interessieren. Für mich ist das ein Hobby. Nicht weniger echt als andere.

vor 45 Minuten schrieb nyancat:

Beruflich (finanziell) wird sich das auch nie mehr rentieren im Sinne eines ROI.

Nie? Der Informatik Bachelor an der FernUni kostet ~1500€.

Und auch wenn es sich finanziell nicht auszahlt: Wenn der Abschluss die Tür zu einem angenehmeren Aufgabengebiet öffnet kann das auch schon ein Gewinn an Lebensqualität sein.

Dann kommen noch Sachen wie Stolz, Anerkennung usw. dazu...

bearbeitet von PVoss

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Finanziell rentiert sich so eine Weiterbildung in den meisten Fällen.
Das habe ich bei mir, wie meinen Mitstudenten gesehen und Studien sowie Umfragen untermauern das.
Mit Studium hast Du zudem bessere Chancen bei Bewerbungen und Karrierefortschritten.
Wie hier oft gesagt wurde, ist ein Studium kein Garant für beruflichen Erfolg, aber ein Türöffner.
Beruflich bringt es Dich also sehr wohl weiter.

Hinzu kommt, dass so ein Studium nebenbei einen fachlich und menschlich weiter bringt.
Das ist zuerst einmal eine Erfahrung, welche Dir keiner mehr nehmen kann.
Du lernst neue Leute, Anforderungen, Perspektiven und Denkweisen kennen. Das ist ein Wert für sich.
Du wächst fachlich und methodisch durch das Niveau der Klausuren und Abschlussarbeiten.
Und last but not least macht es nicht selten auch Spaß.
Es ist nicht nur und ausschließlich Quälerei.

Hinzu kommt, dass die % Rechnung oben eine absolute Milchmädchenrechnung ist, welche vorne und hinten nicht stimmt. Das hat PVoss bereits zerlegt.
So eine Rechnung würdest Du nach dem Studium wohl nicht mehr anstellen, behaupte ich einfach mal. ;)

...

Von daher:
Könnte ich noch einmal neu anfangen, würde ich wohl direkt studieren gehen, evtl. als Dualer Student. Aber das kann ich nicht. Somit bereue ich zu keiner Zeit, dass ich das nebenberufliche Studium gemacht habe und ich kenne keinen, der es bereut hat.

bearbeitet von Errraddicator

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Gast nyancat   
Gast nyancat

Wer meint 8h am Tag Freizeit zu haben, betreibt eine Milchmädchenrechnung. Typischer Fehler im Zeitmanagement.

Die Rechnung ist natürlich nur sehr pauschal, aber es kommt der Halbierung schon sehr nahe. Rechnet euch doch mal euren Tag pauschal zusammen und guckt was da am Ende übrig bleibt. Und davon kannst du dann 16-18h pro Woche noch mal abziehen, das ist das, was dir Real für die Familie und Hobbys übrig bleibt.

Nur mal eine pauschale Kalkulation

24h hat der Tag.
8,5h - 9h (je nach Länge der Mittagspause) bist du auf der Arbeit. Die meisten gehen nicht pünktlich, sagen wir mal pauschal 10h im Durchschnitt.
8h Schlaf
2h Am Tag für Pendeln / Einkaufen / Duschen o.ä

Da bleiben dir am Tag im Schnitt 4-5 Stunden wo du echte Freizeit hast, was auch ungefähr realistisch ist, wenn man um 17:00 Zuhause ist und man sich dann Richtung 22:00 bettfertig macht.

Am Wochenende hat man natürlich etwas mehr Zeit. Sagen wir mal ca. 10 Stunden pro Tag, da man ja auch mal länger schläft, die Wohnung sauber macht, o.ä.

Sind dann pro Woche im Schnitt ca. 50 Stunden Freizeit pro Woche. Davon gehen 18h runter. Das würde ein Prozensatz von ca. 35% ergeben.

Da man seinen Tag ja meistens nicht perfekt durchkalkuliert, und das eine oder andere auch mal länger dauert, sind 40-50% der Freizeit schon realistisch (denn die 12 Prüfungsphasen kommen auch noch dazu).

Im Grunde genommen sind 40-50% sogar nur Augenwischerei, da der Prozentsatz durch das Wochenende gedrückt wird. In Wirklichkeit hat man bei 3h lernen am Tag unter der Woche eigentlich gar keine echte lange zusammenhängende Freizeit mehr im Sinne einer Ruhephase. Wenn du um 17 Uhr nach Hause kommst, musst du ja erstmal ankommen, ggf. selber kochen, essen, etc. dann ist meistens schon 18 Uhr. Dann 3 Stunden lernen, 21 Uhr, dann kannst du dich schon wieder Bettfertig machen - wo ist die Freizeit für Hobbys und Familie? 'Ne Stunde zwischendurch? Oder ist das essen die einzige Zeit, die ihr eurer Familie gönnt?

Belügt euch doch bitte nicht selbst.

bearbeitet von nyancat

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vor 34 Minuten schrieb nyancat:

Da sieht man wieder einmal, dass Verbundsstudiengänge & co. absolut nicht auf ein Studium neben dem Beruf ausgelegt sind....

Wie möchtest du denn sonst den Stoff, der bei einem Studium gelehrt werden muss, neben einer 40 Std.-Woche vermitteln? Es bleiben ja nur der Abend und die Wochenenden. Und wurde in der Startveranstaltung ziemlich deutlich gesagt, wie hart es wird und nur ca. 30% durchhalten. Und in welcher Intensität du studierst, bleibt ja dir überlassen. Du kannst mit eiserner Disziplin 6 Module belegen oder es mit 2-3 Modulen auch relativ ruhig angehen. Wenn du einen bessereren Vorschlag hast, hören dir die Hochschulen sicherlich gerne zu.

vor 35 Minuten schrieb nyancat:

Natürlich habe ich Respekt vor jeden, der das durchgehalten hat. Unverkennbar eine Leistung. Menschlich kann ich hier aber wirklich nur Mitleid empfinden (und das meine ich nicht im abwertenden Sinne). Ganz ehrlich Leute: Das ist eine unfassbare Verschwendung von Lebenszeit.

Also für mich ist z.B. ein Fußballspiel zu schauen eine unfassbare Verschwendung von Lebenszeit. Wird noch getoppt von jedweder Art von Autorennen. Ich hab auch vor dem Studium dann schon lieber ein Fachbuch genommen und gelernt.

vor 35 Minuten schrieb nyancat:

Wenn man so ein Verbundsstudium mit 30 beginnt und sagen wir mal das Renteneintrittsalter von 67 erreicht und 6+ Jahre studiert, dann sind das ca. 20% eurer restlichen (Berufs-)Lebenszeit die ihr in solch ein Studium versenkt. Neben 30% Arbeit und im Schnitt 30% Schlafanteil, bleiben euch vom Leben dann gerade mal 20% eurer Lebenszeit um das hier-und-jetzt zu genießen z. B. für Familie, Freunde, echte Hobbys. Wenn ihr überhaupt solange lebt ...

Ich genieße das hier und jetzt sogar ziemlich stark. Hier bei mir im Freundeskreis wird auch in der Freizeit an IT-Veranstaltungen teilgenommen. Letzten Monat waren wir mit 4 Personen privat auf der Cebit. Heute startet z.B. das Ludum Dare. Da nehmen als Team, neben meiner Frau, auch min. 3 weitere Freunde dran teil. Das ist immer ein ziemlich lustiges Sache. Und ich schaffe es neben der Arbeit und dem Studium sogar noch eine eigene kleine Firma nebenbei zu betreiben, mit der ich ein weiteres Hobby betreibe.


Was man von der Rechnung an sich halten kann, hat PVoss ja schon ziemlich deutlich gezeigt. Und deine pauschale Kalkulation wiederspricht ihm da auch nicht wirklich,

vor 35 Minuten schrieb nyancat:

Beruflich (finanziell) wird sich das auch nie mehr rentieren im Sinne eines ROI.

Also nur bezogen auf meinen persönlichen Bekanntenkreis muss ich dir hier absolut wiedersprechen. Im ÖD (Bezogen auf unser Institut) rutschst von bei monatlich ca. 1900 Brutto mit mit einer Ausbildung auf monatlich ca. 3200€ mit einem Bachelor und ca. 4000€ monatlich bei einem Master. alle weiteren Lohnerhöhungen in % werden von diesem berechnet, Dein Weihnachtsgeld wird auch daraus berechnet.

In der Beamtenlaufbahn bekommst du dann sogar Netto sehr viel mehr raus. Zusätzlich kannst du evtl von der mittleren in die höhere Laufahn wechseln. Bei der Bundeswehr schnellt (auf jeden Fall in der IT) deine Möglichkeit von der Feldwebellaufbahn in die Offizierslaufbahn zu wechseln in die Höhe.  Bei Firmen wie Siemens und VW ist ein Studienabschluss ebenfalls ein absoluter Karriereboost.

Und bei mir persönlich, eröffnet sich damit die Möglichkeit als Facharbeiter nach Japan zu gehen anstatt nur als "Begleitung"  meiner Frau. Es ist hierbei auch nicht egal ob ich als Arbeiter einer deutschen Firma gehe oder mich bei einer japanischen Firma anstellen lasse. Bei einer deutschen Firma in Japan unterzukomme nwäre die bessere Lösung aber ohne min. einem Bachelor  nahezu unmöglich. Ich weise hier auch noch einmal drauf hin, es geht dabei nicht um den Punkt ob wir überhaupt nach Japan gehen. Dies ist, aufgrund meiner Ehefrau, nahezu zu 100% sicher. Es geht hierbei darum mit was für einem Visum ich dort leben werde. Eine weitere nette Kleinigkeit unserer Hochschule ist es, dass wir eine japanische Partnerhochschule haben sowie ich zusätzlich eine Japanischvorlesung besuchen kann. 

vor 35 Minuten schrieb nyancat:

Was sind wir doch für eine kaputte Leistungsgesellschaft.

Leistungsgesellschaft eindeutig. Da kann ich dir nur zustimmen. Bei kaputt würde ich dir zwar sehr gerne komplett wiedersprechen, aber leider gibt es da im Bezug von Ausbildung und Studium IMHO wirklich ein Problem. Wir haben aufgrund unserer dualen Ausbildung u.a. die besten Facharbeiter weltweit. Dies wird aber, gerade hier in Deutschland, oft nicht so gesehen und  für Aufgaben, die ein Fachinformatiker eigentlich im Schlaf beherrscht, wird lieber jemand genommen der studiert hat. Aber dadurch wird ein Studienabschluss noch viel wichtiger.

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vor 9 Minuten schrieb nyancat:

Da man seinen Tag ja meistens nicht perfekt durchkalkuliert, und das eine oder andere auch mal länger dauert, sind 40-50% der Freizeit schon realistisch, was eben rund 20% der restlichen Lebenszeit bis zur Rente ergibt.

Davon abgesehen, dass du die 30% Arbeit und 30% Schlaf jetzt nochmal erhöht hast. ("Man schläft ja auch mal länger" - warum denn nicht gleich pauschal 40% sagen?)

Etwa 50% der Freizeit gehen für das Studium drauf - ok. Aber nur WÄHREND des Studiums. Ich verbringe doch nicht 36 Jahre mit dem Studium.

Beispiel:

20 Stunden Aufwand pro Woche für einen Zeitraum von 6 Jahren:

20h * 52 * 6 = 6240h

Die Anzahl der Stunden über 37 Jahre:

24h * 7 * 52 (= 8736h pro Jahr) * 37 = 323232h (coole Zahl)

Da wir nur über die Freizeit rechnen wollen, nehmen wir mal nur 25% davon. (Du siehst, ich bin schon großzügig in deine Richtung unterwegs). Das entspricht 6h Freizeit pro Tag -> 42h pro Woche.

323232h * 0.25 = 80808h

Und an dieser Stelle kann man schon sehen, dass der Zeitaufwand fürs Studium (6240h) weniger als 10% der gesamten Freizeit innerhalb der 37 Jahre ausmacht.

Wenn man jetzt noch bedenkt, dass ich den Studienaufwand um 2h höher gesetzt habe als im eigentlichen Beispiel und die Zeit für die tatsächliche Freizeit um mehr als 30% (!!!) gesenkt habe um dir entgegen zu kommen...

Hah... genug davon. Rechne es selbst durch, ordentlich.

vor 26 Minuten schrieb nyancat:

Wenn es wirklich anders wäre, dann würden euch 4-6 Jahre Studienzeit auch nicht wie eine Belastung vorkommen. Also belügt euch doch bitte nicht selbst.

Das macht gar keinen Sinn. Innerhalb der 4-6 Jahre ist man halt belastet. Aber das Studium schädigt einen doch nicht für den Rest des Lebens.

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Gast nyancat   
Gast nyancat
25 minutes ago, Sullidor said:

Wie möchtest du denn sonst den Stoff, der bei einem Studium gelehrt werden muss, neben einer 40 Std.-Woche vermitteln?

In den USA, wo ja so gut wie alle Studiengänge privatisiert sind und den privaten Hochschulen in Deutschland, ist das durchaus möglich und auch diese Studiengänge sind über viele Jahre Systemakkreditiert und staatlich anerkannt. Wer dann freiwillig doppelt so lange studiert: Selbstschuld. Die weiteren 3 Jahre die man dann verschleudert könnte man besser in einen Master an einer staatlichen Universität investieren. Entweder an der FernUni Hagen, oder durch Kooperationsmodelle wie sie die Ruhr Universität Bochum im Bereich IT Sicherheit anbietet.

6 Jahre oder gar mehr Jahre für ein FH Bachelor? Da haben Andere in Teilzeit schon ihren Master von der Uni und obendrauf noch > 1 Jahr Berufserfahrung.

Ich sag ja, der ROI ist absurd, das rechnet sich bis zur Rente nicht mehr. Denn der Verlust den man durch solche Entscheidungen in Kauf genommen hat muss man gegen den Mehrverdienst ja gegenrechnen. Wenn es überhaupt einen Mehrverdienst gibt. Im ÖD ist das so, in der freien Wirtschaft nicht unbedingt.

Daher ist der ÖD für mich kein Kalkulationskriterium. Wer da mit Fachinformatiker Ausbildung arbeitet, muss entweder grottenschlecht oder - um es mal lieb zu formulieren - sehr anspruchslos und naiv sein. Und mit Master gibt es im ÖD deutlich mehr und auch bessere Karrierechancen - im IT Bereich obendrauf sogar noch interessantere Stellen.

bearbeitet von nyancat

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vor 19 Minuten schrieb nyancat:

In den USA, wo ja so gut wie alle Studiengänge privatisiert sind und den privaten Hochschulen in Deutschland, ist das durchaus möglich und auch diese Studiengänge sind über viele Jahre Systemakkreditiert und staatlich anerkannt. Wer dann freiwillig doppelt so lange studiert: Selbstschuld. Die weiteren 3 Jahre die man dann verschleudert könnte man besser in einen Master an einer staatlichen Universität investieren. Entweder an der FernUni Hagen, oder durch Kooperationsmodelle wie sie die Ruhr Universität Bochum im Bereich IT Sicherheit anbietet.

Dir ist aber schon bewusst, dass man auch an jeder FH, Hochschule und Uni mit einem Vollzeitstudium in 3 Jahren seinen Bachelor bekommen kann und es auch in jeder privaten Hochschule 12 Semester, also 6 Jahre dauert, wenn man nur Halbtags studiert? Ob etwas so ausgelegt wird, dass es neben dem Beruf ausgeübt werden kann, bezieht sich darauf, wie du deine Informationen beziehst und ob es sich zeitlich mit einem normalen Berufsleben vereinbaren lässt. Sowas bedeutet dann Onlinvorlesungen abend inkl. Aufzeichnungen, Lernplattformen, Präsenzunterricht am Abend oder dem Wochenende.

Das läuft so bei der FernUni Hagen und auch bei der Ruhr Universität Bochum. Und eine Master kannst du auch erst machen, wenn du bereits einen Hochschulabschluss erworben hast. Das steht alles in den jeweiligen Zulassungsvoraussetzungen.

Dabei ist es dann auch völlig egal ob Privat, Staatlich, Nebenberuflich, Vollzeit oder Halbtags. Was sich aber unterscheidet, sind die Kosten. Privat gibt es zudem, wie ich letztens erst hier gelernt habe, anscheinend keine Vorschriften wie viele Prüfungen du pro Semster bestehen musst.

vor 40 Minuten schrieb nyancat:

n den USA, wo ja so gut wie alle Studiengänge privatisiert sind [...]Daher ist der ÖD für mich kein Kalkulationskriterium

Die verweist auf ein ausländisches System, willst aber den deutschen Staat nicht zählen lassen ?

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vor 3 Stunden schrieb Gast nyancat:

In den USA, wo ja so gut wie alle Studiengänge privatisiert sind und den privaten Hochschulen in Deutschland, ist das durchaus möglich und auch diese Studiengänge sind über viele Jahre Systemakkreditiert und staatlich anerkannt. Wer dann freiwillig doppelt so lange studiert: Selbstschuld. Die weiteren 3 Jahre die man dann verschleudert könnte man besser in einen Master an einer staatlichen Universität investieren. Entweder an der FernUni Hagen, oder durch Kooperationsmodelle wie sie die Ruhr Universität Bochum im Bereich IT Sicherheit anbietet.

6 Jahre oder gar mehr Jahre für ein FH Bachelor? Da haben Andere in Teilzeit schon ihren Master von der Uni und obendrauf noch > 1 Jahr Berufserfahrung.

Da hätte ich mal belege...

Klar am MIT und Harvard macht jeder seinen Bachelor + Master neben dem 40h Job in 3 Jahren...
in weiteren 6 Monaten vermutlich noch den PhD

bearbeitet von Graustein

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Gast Graf Zahl   
Gast Graf Zahl
On 21.4.2017 at 0:47 PM, Sullidor said:

Dir ist aber schon bewusst, dass man auch an jeder FH, Hochschule und Uni mit einem Vollzeitstudium in 3 Jahren seinen Bachelor bekommen kann und es auch in jeder privaten Hochschule 12 Semester, also 6 Jahre dauert, wenn man nur Halbtags studiert? Ob etwas so ausgelegt wird, dass es neben dem Beruf ausgeübt werden kann, bezieht sich darauf, wie du deine Informationen beziehst und ob es sich zeitlich mit einem normalen Berufsleben vereinbaren lässt. Sowas bedeutet dann Onlinvorlesungen abend inkl. Aufzeichnungen, Lernplattformen, Präsenzunterricht am Abend oder dem Wochenende.

Die Annahme ist nicht ganz korrekt. Auch hier müsste man streng genommen differenzieren und zwar in Universitäten und Hochschulen, die ein Präsenzstudiengang als Teilzeitmodell als Fern- oder Verbundsstudiengang anbieten und in Hochschulen, deren Zielgruppe tatsächlich Berufstätige sind (im Sinne der Akkreditierung). Im Grunde genommen gibt es in Deutschland zurzeit nur die FOM die ein Studium nach Definition für Berufstätige anbietet. Dies ist an strenge Auflagen durch die Systemakkreditierung gekoppelt, beispielsweise müssen hier wöchentlich Vorlesungen in Präsenzform Abends und am Wochenende angeboten werden. Zum anderen muss inhaltlich die Berufserfahrung mit einbezogen werden, da man ansonsten inhaltlich mit anderen Hochschulen im Sinne einer Gleichwertigkeit des Stoffes (wobei bei hier eben nicht inhaltliche Themen 1zu1 gegenüber gestellt werden) keinen akademischen Grad verleihen dürfte. Die Masterstudiengänge der FOM setzen daher einschlägige Berufserfahrung zur Immatrikulation vorraus. Das ist von Seiten der Akkreditierung und des Hochschulrechts ein sehr komplexes Thema, auf das ich nicht näher eingehen kann. Wichtig ist allerdings der Unterschied, dass diese Form des Studiums nicht im Sinne eines Vollzeit- und Teilzeitmodells differenziert wie es Fernstudiengänge wie Hagen oder Verbundsstudiengänge tun. Bei Fern- und Verbundsstudiengängen  wird lediglich ein Vollzeitstudiengang aus der Präsenzform halbtags studiert, während ein Studium für Berufstätige so aufgebaut ist, dass du neben den Beruf in 6-7 Semestern (Regelstudienzeit) fertig wirst. Dies ist in der Akkreditierung dann entsprechend berücksichtigt und an jeweils andere Auflagen gebunden.

Die staatlichen Universitäten in Deutschland bieten solche Modelle nicht an, weil man hier für extra (Lehr-)Professuren einrichten müsste die während der Woche Abends Vorlesungen gewährleisten können. Möglich wäre das aber durchaus. In anderen Ländern (Holland, England, oder etc. ) ist das schon verbreiteter und teils heute auch schon im E-Learning Modell (Vorlesung als Videos) und damit als "Fernstudium" angeboten. Bei manchen dieser Universitäten kann man auch vom Ausland aus studieren. Allerdings haben die Bachelor Studiengänge im Ausland oft nicht 6 sondern 8 Semester Regelstudienzeit.

Theoretisch ist es also durchaus möglich, neben den Beruf seinen Bachelor (FH) in 7 Semestern und seinen Master (Univ.) in 4 Semestern in Deutschland zu absolvieren. Ausnahmetalente die immer Module vorziehen und dann dadurch am Ende 1-2 Semester einsparen mal außer Acht gelassen. Praktisch ist das aber nur möglich, weil die FOM ein Studium für Berufstätige anbietet und Master-Studiengänge generell weniger Zeit benötigen wie Bachelor Studiengänge und dann auch im Fernstudium Modell zügig durchgezogen werden können bei gleichem Aufwand.

Jeder sollte aber das Modell wählen, dass persönlich zu seinen individuellen Lebensumständen passt. Wenn das ein Fernstudium an der Fernuni Hagen ist, dann ist das eben so. Ein Karriere-stopper ist keines dieser Modelle.
 

 

bearbeitet von Graf Zahl

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Wie schnell man sein Studium schafft, ist doch nicht nur die Frage nach der Uni/FH, sondern hängt auch von jedem persönlich ab. So schafft einer in Vollzeit, geht nur zu jedem Pflichtpraktikum, liest sich ein mal vor der Prüfung den Stoff durch und besteht diesen dann immer irgendwie. Der andere braucht 12 Semester, nimmt jedes Semester nur ein zwei Module mit und "chillt sein Leben". Ich habe jetzt bewusst zwei Extreme gewählt (unabhängig davon, ob es sich um ein Präsenz-/Fern-/Verbundsstudium) handelt. Die meisten befinden sich irgendwo dazwischen, aber die Parameter, wie schnell man Stoff wahrnimmt, versteht und wiedergeben kann, wie viel Zeit man ins Lernen steckt und wie viel man nebenher arbeitet, ist ja jedem selbst überlassen. Da gibt es ja auch kein richtig oder falsch, muss jeder für sich wissen. 

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Gast Graf Zahl   
Gast Graf Zahl

@Progger

 

Du hast mit allem Recht was du sagst, allerdings ging es nicht im individuelles Lernverhalten innerhalb des von der Hochschule geschaffenen Rahmens, sondern einzig um den Rahmen selbst.

Verbundsstudiengänge und die FernUniversität Hagen bieten lediglich von der Akkreditierung gesehen einen Vollzeitstudiengang an, den man dann Teilzeit entsprechend gedehnt auf bis zu 12 Semestern studieren kann. Die Ausrichtung der Universität Hagen ist nicht auf die Bedürfnisse von Berufstätigen ausgerichtet, sondern eher auf im Ausland lebende Studierende oder eben Leute, die aus gesundheitlichen und familiären Gründen keine Vollzeitmodell an einer Präsenzhochschule besuchen können.

Die Maxime eines Studienganges für Berufstätige ist allerdings, dass die Leute bereits durch ihren Beruf nur Teilzeit studieren können, und es daher die Aufteilung zwischen Vollzeit- und Teilzeit erst gar nicht gibt. Die gesamte Ausrichtung der Akkreditierung ist dann die Gestaltung eines Studienganges, den man in 6-7 Semestern neben den Beruf absolvieren kann und in dem der Beruf aktiv in die Lerninhalte mit einbezogen wird. Entsprechend anders gestalten sich die Inhalte und die Lehrveranstaltungen. Die Ausrichtung ist eben eine Andere.

Verbundsstudiengänge einzurichten ist daher für die staatlichen Hochschulen einfacher. Es Bedarf keiner zusätzlichen speziellen Akkreditierung, keine didaktische Anpassung der Lerninhalte, keine speziellen Professuren die Vorlesungen in Abend- und Videoform anbieten. Es bedarf lediglich eines Verwaltungsapparates.

Wie ich bereits ausführte, muss jeder das für sich passendste Modell wählen. Und das ist auch völlig ok. Die Verbundsstudiengänge sind ein richtiger Schritt, wünschenswert wäre allerdings eine flächendeckende Lösung von staatlicher Seite um ein Studium für Berufstätige zu ermöglichen, ohne das man Richtung ein- Jahrzehnt studiert wenn man Bachelor und Master absolvieren möchte. Die ist leider bei Verbundsstudiengängen zurzeit der Fall. Die Universität Bochum hat mit ihren Fern-Masterstudiengang IT Sicherheit einen guten Schritt in diese Richtung gemacht. Schön wäre es, wenn Andere Universitäten und Fachhochschulen hier nachziehen würden und das Klientel nicht an die FernUniversität Hagen abgewälzt werden würde, die vor allem eine FernUniversität ist, und keine Universität für Berufstätige.

bearbeitet von Graf Zahl

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vor 19 Stunden schrieb Graf Zahl:

Im Grunde genommen gibt es in Deutschland zurzeit nur die FOM die ein Studium nach Definition für Berufstätige anbietet. Dies ist an strenge Auflagen durch die Systemakkreditierung gekoppelt, beispielsweise müssen hier wöchentlich Vorlesungen in Präsenzform Abends und am Wochenende angeboten werden.

Woher hast du diese Informationen? Soweit es mir bekannt ist, ist zum Beispiel auch das Verbundstudium WInf. TH Köln/FH Dortmund explizit auf Berufstätige ausgelegt und auch akkreditiert. Um nur ein Beispiel zu nennen.

Nachzulesen unter Akkreditierung Verbundstudium WInf. TH Köln/FH Dortmund (PDF).

Zitat daraus:

Zitat
Verbundstudiengänge sind eine Kombination von Fern- und Präsenzstudium. Die Studienangebote richten sich vorrangig an berufstätige Studierende.

 

 

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Es gibt zahllose Studiengänge, welche sich explizit an Berufstätige richten.
Da gibt es auch Extra Homepages, welche nur solche Studiengänge auflisten und da ist von Uni, FH bis hin zu privaten Trägern alles dabei. Die FOM ist also weit entfernt davon, der einzige Anbieter dieser Art zu sein. ;)

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Die FOM hat halt relativ viel theorie (aka das schwierige Zeug) rausgeworfen, damit kommt man halt relativ fix durch den Studiengang. Meistens braucht man das "eh nie wieder".
Die meisten staatlichen FHs usw haben alle mal eben doppelt bis teilweise dreifach soviel Mathe und matheähnliche Module wie die FOM.

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Wobei ich sagen muss, ganz ohne diese Dinge wollte ich nicht.

Ich finde, dass das Studium nur bedingt direkt verwertbares Wissen vermittelt hat und das auch gar nicht soll. Gerade das Drumherum, das Lernen von Dingen, welche man nicht in der Berufspraxis erlebt, der gehobene Schwierigkeitsgrad, das Schreiben von Projekt- und Abschlussarbeiten, etc. ... Das macht den Mehrwert des Studiums aus. Daran bin ich gewachsen. Nicht daran, dass ich nun Projektmanagementverfahren X oder Technologie Y kennen gelernt habe.

Wenn man dem Studium diese Kernfächer und Hürden raubt, raubt man sich einen weiten Teil des Wachstumspotenzials.

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