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Am 25.6.2017 um 15:30 schrieb Gurki:

Klingt jetzt vielleicht etwas kontrovers (vor allem, weil ich ja auch ein Nebeneinkommen generieren möchte), aber mir ist aufgefallen, dass in vielen Bereichen (sei es Finanzen oder der Fotografie oder auch Fitness - DER Jahrtausendhype schlechthin) irgendwelche "Trainings", "Coachings", "Presets", "eBooks" angeboten werden und man für jeden Mist Content den irgendwelche Leute da produzieren, Geld bezahlen soll. Woher kommt diese Mentalität, neuerdings für alles und mit allem Geld verdienen zu wollen? Vor allem auch junge Menschen! In deren Alter hatte ich ganz andere Dinge im Kopf als Geld zu verdienen.

Persönlich halte ich von solchen nicht professionell erstellten eBooks nichts. Mitunter strotzen sie vor Rechtschreibfehlern oder sind Inhaltlich so dünn, dass sich der Käufer doch verar***t vorkommen muss.
Bei den (Video-) Trainings und Coachings werden oftmals auch Dinge wiederholt, die es auf Youtube frei zugänglich gibt (sogar mitunter von der selben Person die diese Trainings anbietet).

Ich bin mir nicht sicher ob ich sowas selbst anbieten wollen würde, weil ich sowas irgendwie doch selbst verachte. In meinen Augen geht es einfach nur darum (schnell) Geld zu verdienen mit meist mittelmäßigem Inhalt. Oder sehe ich das verkehrt und zu engstirnig?

Nun denke dafür gibt es mehre Gründe. Zum einen wollen viele Online Geld verdienen, da bieten sich digitale Produkte eben sehr gut an. Letztlich gibt es ja nicht viele digitale Güter die man verkaufen kann. Entweder verkaufe ich Produkte, dafür brauche ich aber Kenntnisse in entsprechenden Branchen, meist ist das bei einen Nebengewerbe die, in der ich selbst arbeite, darf meinen Arbeitgeber keine Konkurrenz machen, fällt also raus.

Bei Sachen die zeitlich nicht planbar sind wie teilweise im Dienstleistungs/Supportbereich, da kann einen die Arbeitszeit ein Strich durch die Rechnung machen, das ist nicht so schön hin und herschiebbar, in die arbeitsfreie Zeit.

Bleiben also nur Produkte in anderen Branchen, von denen man keine Ahnung hat, sofern man nicht durch verschiedene Jobs in der Vergangenheit hier Vorwissen hat oder jemand mit entsprechenden Kenntnissen zur Hand.

Danach sind wir ja schon in einen Bereich wo man entweder Hobbys oder sein Wissen monetarisiert. In dem Fall digitale Infoprodukte wie eBooks, Videos und co. Sicher gibt es das meiste auch alles umsonst, man brauch aber Wissen und Zeit um hier zu filtern und zusammenhängende Sachen zu finden. Finde es schon legitim wenn Wissen aus Jahren vernünftig aufgearbeitet verkauft wird. Ist bei Kursen, Weiterbildungen und co. im richtigen Leben nicht anders. Hier kosten Workshops teilweise tausende von Euro und das Wissen kann ich mir in meiner eigenen Geschwindigkeit auch fix online anlernen.

Klar variiert die Qualität. Das ist aber bei allen im Leben so, auch bei Enterprise Software im sechsstelligen Preisbereich sieht man manchmal grauenvolle Sachen. Und schnell Geld verdienen ist das auch nicht, wenn vernünftig umgesetzt, nur nicht direkt gekoppelt mit der Zeit, man schuftet in seiner Freizeit ewig vor sich hin ohne zu verdienen und verdient eben im Anschluss dran.

Ist auch etwas worüber ich noch nachdenke. Eigentlich würde ich gerne das machen, was ich aktuell im Angestelltenverhältnis mache, nur besser. Darf aber natürlich meinen AG keine Konkurrenz machen. Auch wenn er sagt meine Ideen sind nicht möglich und das klappt alles nicht und wir waren schon immer Scheiße also bleiben wir Scheiße. Also Ideen in der Firma umsetzen ist nicht, das kann nicht klappen, selbstständig darfst du aber auch nicht, dann machst du uns ja mit nicht funktionierenden Sachen Konkurrenz.. 

Einfach ein Nebenjob ist auch nicht so einfach, kann weder meine Überstunden planen, genauso kann es vorkommen, dass ich mal spontan ein paar Wochen beim Kunden bin. Ergo wäre da das leichteste etwas das nicht an der Zeit gekoppelt ist und Online ist. Neben Infoprodukten haste da hauptsächlich den ganzen Affiliate Käse usw. Wo die Kommissionen natürlich wesentlich weniger abwerfen als eigene Produkte.

Denke am Ende setzt sich da auch Qualität durch. Sicher gibt es eine riesige Anzahl von schlechten Content, in der Summe werden die Verkaufszahlen und Bewertungen von guten Content aber überwiegen und da für exponentiell höhere Verkaufszahlen sorgen und die anderen Leute sterben irgendwann weg, weil es sich vom Aufwand her nicht lohnt.

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