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Gesundheitliche Probleme und Beruf - Bitte um Rat


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Guten Tag liebe Fachinformatiker,

ich bin 25 und habe im Sommer die Ausbildung zum FiSi bestanden. Mein Problem ist folgendes, ich habe eine größere Arteriovenöse Malformation im Kopf welche seit 2012 operativ behandelt wird (großteil ist verschlossen). Durch die OPs habe ich auch die Feinmotorik meiner linken Hand zum großteil verloren (Arm hat auch leichte Bewegungsprobleme). Im Bein habe ich auch gefühlsprobleme.

Meine Ausbildung habe ich im großteil gut überstanden, auch wenn ich öfter mal krank war. Die Ausbildung fand nur inhouse statt.

Zum Ende der Ausbildung hin habe ich mich bei anderen Firmen beworben, da es intern leider keine Übernahmemöglichkeiten gab. Ich habe eine Stelle in einem kleinen Systemhaus gefunden und habe mich auf die Arbeit gefreut. Jedoch war es dann vom Arbeitsaufwand und Stress her etwas viel (Oft mit Firmenwagen zu Kunden und intern viele Anfragen und viel Arbeit für nur 2 Personen).

Da ich von den Prüfungen noch den Stress mitschleppte und die Arbeit an sich viel für mich war, habe ich mit dem Chef gesprochen und wurde dann im guten gekündigt.

Das Problem bei mir ist, dass ich durch meine Erkrankung nicht so gut Stress und übermäßigen Druck abkann (dadurch Ausfallerscheinugen und Kopfschmerzen) und mein Neurologe sagt dass eine Inhouse Stelle am besten für mich ist.

Nach kleiner Pause und Arztbesuchen bin ich jetzt wieder auf Arbeitssuche jedoch gibt es überwiegend nur Jobs im Dienstleistungsgewerbe mit viel Außeneinsätzen (PKW).

Ich habe jetzt eine Stelle in der Nähe gefunden und auch eine Zusage, jedoch war in der Stellenbeschreibung keine Rede von Außeneinsätzen. Die Stelle wäre dann Admintätigkeiten für die eigene Firma und für die der Firmen der Gruppe auf dem Gelände. Jedoch sollen nun auch Dienstleistungen für externe Firmen angeboten werden (schon 4 Kunden). Ich will die Stelle gerne annehmen, jedoch kan ich nicht wirklich verstärkt jede Woche im Außeneinsatz sein.

Wie kann ich der Firma das am besten erklären? Von meiner Hand wissen die, jedoch nicht vom Rest. Habe ich überhaupt eine Chance im Bereich der Fachinformatik?

 

Gruß

 

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vor 14 Stunden schrieb cavallo:

Ich habe jetzt eine Stelle in der Nähe gefunden und auch eine Zusage, jedoch war in der Stellenbeschreibung keine Rede von Außeneinsätzen. Die Stelle wäre dann Admintätigkeiten für die eigene Firma und für die der Firmen der Gruppe auf dem Gelände. Jedoch sollen nun auch Dienstleistungen für externe Firmen angeboten werden (schon 4 Kunden). Ich will die Stelle gerne annehmen, jedoch kan ich nicht wirklich verstärkt jede Woche im Außeneinsatz sein.

Wie kann ich der Firma das am besten erklären? Von meiner Hand wissen die, jedoch nicht vom Rest. Habe ich überhaupt eine Chance im Bereich der Fachinformatik?

Wie sehen diese Dienstleistungen für Extern denn aus, und würden sie überhaupt in deinen Aufgabenbereich fallen? Wenn es Hosted Services sind ist der Unterschied für dich eigentlich nicht allzu groß. Ob nun Abteilung ABC oder Kunde XY ranzig wird... Gut, das Stresslevel ist bei Extern immer höher weil es die Firma im Zweifelsfall Geld kostet.

Ich würde erst mal Abklären was die Betreuung von Externen für mich überhaupt bedeutet, und dann entscheiden.

ÖD ist immer eine Möglichkeit, dafür muss aber auch eine Stelle frei sein, im Idealfall unbefristet. Aber auch dort kann man viel Unterwegs sein. Kumpel von mir hatte um 2005 rum eine befristete Stelle beim AA Stuttgart und hatte nicht nur die IT im Haupthaus, sondern auch die ganzen Jobcenterbüros in den verschiedenen Stadtteilen zu betreuen. Da war er auch fast jeden Tag unterwegs.

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vor 17 Stunden schrieb cavallo:

... Durch die OPs ... Feinmotorik .... Hand  ... Arm ... Bewegungsprobleme .... Im Bein ... gefühlsprobleme ... öfter mal krank ... durch meine Erkrankung nicht so gut Stress und übermäßigen Druck abkann (dadurch Ausfallerscheinugen und Kopfschmerzen) ...

Ohne dir zu Nahe treten zu wollen, aber grenzt deine Erkrankung mit den motorischen Folgeerscheinungen nicht nahe an berufsunfähig? - Ungeachtet dem Arbeitgeber, wenn du mit dem Dienstwagen auf Grund deiner Vorerkrankung einen Unfall hättest, würde dann die BG einspringen? In dem Fall, dass dies nicht versichert bist, solltest du gar keinen Außeneinsatz machen - denn wenn etwas passiert , bist du ohne jeglichen Schutz. 

Wie du selbst gemerkt hast, schränkt dies deine möglichen Positionen stark ein. Bei einer so "krassen" Einschränkung würde ich dem Arbeitgeber auf jeden Fall offensiv informieren, dass - wegen der Hand (gehört ja mit zu den Dingen die die ohnehin wissen) - eben auch nicht gut und lange Auto fahren und deshalb auch nur stark eingeschränkt Außeneinsätze machen kannst. 

Das löst natürlich nicht das Problem mit dem Stress, aber entweder ergibt sich zwischen deinem neuen AG und dir ein zumindest verständnisvolles Verhältnis oder aber man geht getrennte Wege. Dann bleibt dir aber auch der Stress - den du vermeiden willst - erspart.  

Bearbeitet von kylt
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Vielen Dank für die Antworten :) In meiner Ausbildung verstand ich mich sehr gut mit meinen Vorgesetzten und Kollegen und ich hatte auch keinen wirklichen Druck oder ähnliches. @Maniska Du hast schon recht, etwas Druck und Stress ist immer da. Jedoch ist dieser bei einer IT-Position geriger und einkalkulierbarer wenn man nur für die IT einer einzigen Firma zuständig ist als für zig externe Kunden wo das Telefon jede Minute klingelt und jedes Mal Außeneinsätze dabei sind.

@kylt Du hasst völlig recht, daran habe ich gar nicht gedacht. Wenn ich einen Unfall gebaut hätte, dann weiß wer was dann passiert wäre. Berufsunfähigkeit klingt schon etwas hart. Ich will arbeiten und meinem Beruf nachgehen. Jedoch will ich mir und den Personen herum nicht schaden. Ich hoffe ich finde eine geeignete Stelle.

Zur Zeit bekomme ich ja ALG1. Meiner Vermittlerin habe ich meine Probleme erzählt und welche Stelle in Ordnung wäre. Jedoch meinte sie dann, dass ich am besten diesen Gesundheitsfragebogen und die Schweigepflichtserklärungen ausfülle, damit ich an die Rehaabteilung weitergeleitet werde. Ist das von meinem Vorteil oder will sie mich nur los werden?

Ich kann doch eig. weiter ganz normal nach Stellen suchen, jedoch nach denen die passen.

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Also BU sehe ich da noch lange nicht.

Den Job könnte man ja auch im Rollstuhl ausführen, also ist das Bein auf keine Fall ein Kriterium. Der Arm ggf. schon eher, aber seien wir mal ehrlich, wie feinmotorisch muss ein FiSI wirklich sein? Uhrmacher geht nicht mehr, aber als Admin reicht auch ein Arm.

Hast du die Möglichkeit deine Einschränkungen als Behinderung einstufen zu lassen? Dann greift zumindest das AGG für dich und du kommst "einfacher" an Stellen im ÖD, falls das dein Wunsch ist.

Wie viel Stress kannst du den noch ab? Also ab wann macht bei dir der Körper zu bzw. siehst du für dich die Möglichkeit, dass es sich mit der Zeit bessert? Kann man hier noch therapeutisch ansetzen?

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Ein Rollstuhl an sich ist eine Behinderung, bei der man klar abschätzen kann, was möglich ist und was nicht.

Wenn er wegen eines tauben Beins (stolpert oder Umknickt) oder tauben Arms (vergriffen) eine Treppe runter stürzt, am besten noch einen  einen Kollegen vor sich mit abräumt , ist es natürlich keine Absicht, aber eindeutig unkalkulierbar, weil Ihm das eben nicht ständig passiert. 

Ich stimme dir aber zu Maniska, man kann es mit einer Behinderung vergleichen. Problematisch ist aber dass diese nicht offensichtlich ist, er sich aber theoretisch genau so verhalten müsste, wie ein Rollstuhlfahrer oder Epileptiker.

EDIT: Das hieße aber auch, dass er eine öffentliche Stelle bräuchte, die behindertengerecht ist.

Bearbeitet von kylt
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Noch einmal ein Nachtrag, weil ich meinen Post von vorhin nochmal etwas ergänzen bzw. relativieren möchte. 

vor 4 Stunden schrieb cavallo:

... Berufsunfähigkeit klingt schon etwas hart. Ich will arbeiten und meinem Beruf nachgehen...

Lass dich durch meinen harten Ton nicht entmutigen. Eine Behinderung zu haben (die du dir am besten Ärztlich attestieren lassen solltest) ist nichts schlimmes. Es gibt blinde Programmierer genau so wie welche mit nur einem Arm oder aber mit Amputationen - alles noch größere Einschränkungen als bei dir, die trotzdem arbeiten.  ABER , allen bleiben gewissen Berufe und Stellen einfach verschlossen. Das selbe sehe ich bei dir mit dem Außendienst und durch die Stadt fahren - egal für welchen Arbeitgeber. Damit meine ich, dass du für den Dienst auf der Straße einfach "Berufsunfähig" bist, dennoch andere Berufsbilder weiter erhalten bleiben. Und weil du das Glück hast in der IT zu arbeiten, sind das noch eine ganze Menge. ?

vor 4 Stunden schrieb cavallo:

Ich kann doch eig. weiter ganz normal nach Stellen suchen, jedoch nach denen die passen.

Abschließend nur von meiner Seite aus ein gut gemeinter Rat. Sehe es optimistisch, aber realistisch. Du solltest alles andere machen als nach "normalen" Stellen suchen, sondern nach "den" speziellen Stellen, die deinem Profil gerecht werden. Das heißt auch z.B. Antrag auf Behinderung stellen (wie die Vorredner bereits sagten)  aber auch bei der Suche über das AA etc. offensiv klarstellen, dass du ein motivierter, aber körperlich eingeschränkter Kandidat bist. 

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Danke für die Antwoten :) Nein, einen Antrag habe ich nie gestellt, da ich irgendwie nicht so gerne einen haben wollte. Wegen meinem Bein, ich glaube es wurde etwas falsch verstanden^^ Laufen, Rennen usw kann ich, nur die Tiefenwahrnehmung und das Gefühl sind leicht beeinträchtigt. Darum fällt mir das Kuppeln beim Fahren etwas schwer. Man sieht auch beim gehen leicht dass da was ist.

Ja, aber Ihr habt recht. Ich sollte nach Stellen suchen, die für mein Profil geeignet sind und dies geht nur mit den Erforderlichen Bescheinigungen. Dafür habe ich jetzt auch den Gesundheitsfragebogen beim Arbeitsamt abgegeben.

Trotzdem habe ich jetzt morgen ein Vorstellungsgespräch bei einer guten Firma, wo es nur um die Administration im Haus geht. Wie könnte ich jetzt am besten meine Situation erklären, ohne mich als großen Problemfall darzustellen sondern als jemanden mit dem man Arbeiten kann. In der Ausbildung hat es ja weitgehend auch geklappt.

Gruß

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vor 5 Minuten schrieb cavallo:

Trotzdem habe ich jetzt morgen ein Vorstellungsgespräch bei einer guten Firma, wo es nur um die Administration im Haus geht. Wie könnte ich jetzt am besten meine Situation erklären, ohne mich als großen Problemfall darzustellen sondern als jemanden mit dem man Arbeiten kann. In der Ausbildung hat es ja weitgehend auch geklappt.

Ich glaube darauf kann dir keine eine 100%ig Antwort geben. Jeder Personaler, jedes Unternehmen wird darauf anders reagieren. 

Mein Tipp wäre viel über deinen Arbeitsalltag im Gespräch heraus finden und dann je nach Gefühl agieren. Deiner Beschreibung nach hast du in erster Linie Probleme mit deiner Feinmotorik und viel Stress bzw. Druck. Das musst du auch verkaufen können, denn leider sehen einige Arbeitgeber das als großes Manko. Das führt auch zu häufigeren absagen.

In dem Gespräch wird sich das Problem mit der Feinmotorik wahrscheinlich recht einfach verkaufen lassen. "Ich habe dieses Problem, es schränkt mich dabei ein, deshalb ist für mich diese Inhouse Stelle optimal, weil diese Schwäche hier nicht zum tragen kommt und kein Problem werden kann." (so als kleines Beispiel)

Der Stress bzw. Druck ist wesentlich schwieriger zu verkaufen, denn es gibt immer stressige Situation. Mein Vorschlag ist sehr viel zum Arbeitsalltag fragen und gucken wie groß ist das Arbeitsaufkommen. Gibt es genügend Leute oder eigentlich zu wenig? Oder auch mal ganz provokant, "Ist Stress ein großes Problem?", zu fragen.

Du kennst deine Grenzen am besten. Du weißt ab wann es problematisch wird. Hier musst du abwägen, ob du bei der Stelle häufig in solche Situation kommen oder nicht. Ich würde es so spät wie möglich erzählen.

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vor 21 Stunden schrieb cavallo:

Nein, einen Antrag habe ich nie gestellt, da ich irgendwie nicht so gerne einen haben wollte.

 

Du kannst den Antrag ruhig stellen, du bist nicht verpflichtet irgendjemanden davon in Kenntnis zu setzen. Aber gerade im ÖD hast du bei Bewerbungen dann den Vorteil das du mindestens bis zum Vorstellungsgespräch kommst.

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