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Hallo zusammen, 

nach meinem erfolgreichen FiSi-Abschluss 2019 (1,7) bin ich bei einem mittelständischen produzierenden Unternehmen in Niedersachsen gelandet.

Das Einstiegsgehalt von 35k ist denke ich in Ordnung, jedoch frage ich mich zunehmend, ob ich auf der Stelle trete und treten werde. Wir sind als sehr kleines Team für die gesamte IT zuständig, wobei ich als Neuling hauptsächlich Anweisungen befolge, die dann meist sehr simples 1st-Level beinhalten. Bei 2/3 der Aufgaben ist Aus- und Einschalten des Geräts bzw. der Anwendung die Lösung - ihr kennt die Leier. Bei größeren Projekten/Planungen stehe ich eher in beratender Funktion daneben, dazu ist die GF recht technik-avers und man muss RAM-Upgrades auf Uralt-Rechnern rechtfertigen... 

Dazu kommt eine im Schnitt recht geringe Auslastung und ich merke, dass ich regelrecht verdumme, teilweise Grundlagen nachschlagen muss, die ich in der Ausbildung runterbeten konnte. Nebenbei Skills aneignen ist sicher eine Möglichkeit, es fällt mir jedoch ohne festes Ziel oder Druck von außen (schon immer) schwer, intrinsische Motivation zu fassen. 

Zwar wächst das Unternehmen stark (15-20%/Jahr), aber dass so eine Möglichkeit entsteht, karrieretechnisch was zu reißen, sehe ich mittelfristig leider nicht, ich wüsste jedenfalls nicht wie. 

Vielleicht hat ja jemand einen Rat oder ähnliche Erfahrungen gemacht, ich würde mich über Antworten freuen. 

Schöne Grüße 

edit: bin jetzt 6 Monate in der aktuellen Anstellung. 

bearbeitet von Diver

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Hallo,

ich sehe da pauschal drei Möglichkeiten.

1. Wechseln, in einen Betrieb der dich mehr fordert und mehr fördert.

2. Wenn wirklich 15-20% Wachstum zu verzeichnen sind - zurücklehnen, die Show genießen und im passenden Moment da sein, wenn sich im Betrieb dann in ein, zwei, drei Jahren eine passende Karrieremöglichkeit ergibt.

3. Im Betrieb 'ne ruhige Nummer schieben, nach Feierabend dann ein Fernstudium oder in Eigeninitiative lernen. Aber das fällt laut dir ja schon raus.

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Wenn ich in deiner Position wäre würde ich erstmal 2 Jahre dort bleiben. (wegen Berufserfahrung + Geld sparen für schwere Zeiten)

In der Zeit würde ich mich privat weiterbilden. Nach 2 Jahren kann es sein, dass deine Firma nicht mehr "so simpel" ist...

Ansonsten kannst du dich danach weiterbewerben.

Vorteil:

Du hast 2 Jahre BE.

Hast dich im Bereich X weitergebildet.

Und das wichtigste du hast € gesparrt für schcwere Zeiten.

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vor 41 Minuten schrieb Zaroc:

Wenn ich in deiner Position wäre würde ich erstmal 2 Jahre dort bleiben. (wegen Berufserfahrung + Geld sparen für schwere Zeiten)

Und ich empfehle lieber, das er sich was neues suchen soll, wenn seine aktuelle Perspektive schon so aussieht und er wohl auch schon unzufrieden ist. Geld kann er auch in einer anderen Firma ansparen (wenn das überhaupt aktuell möglich ist, wir kennen ja seine Lebenssituation nicht).

Auch Berufserfahrung kann man in anderen Firmen sicher besser sammeln, hier scheint er ja keine zu sammeln nach eigener Aussage und wenn die IT in einem Unternehmen nur als Unliebsamer Kostenpunkt angesehen wird, dann wird das auch nicht besser. Mit einem "Warte einfach mal ab" finde ich ist ihm nicht geholfen, wer sagt ihm das sich das in 2-3 Jahren ändert, dann hat er 2 Jahre verschwendet in denen er wirklich gute BE hätte sammeln können.

Und er sagt ja selbst schon das private Weiterbildung für ihn eher schwer ist, daher die bessere Wahl was anderes Suchen und da Erfahrung sammeln. Zumal einfach nur privat Weiterbilden auch nicht immer zu einem Sinnvollen Ergebnis führt, sicher ist es gut, aber gibt auch genug sachen die man sich falsch aneignet oder die von potentiellen AGs eh nicht wirklich gezählt werden ohne Zertifkat etc. und die muss man Privat ja selbst bezahlen, da ist halt wieder die Frage ob er sich das leisten kann.

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Ich habe nie gesagt dass er einfach abwarten sollte!

Bevor ich mich i-wo bewerbe und ins nichts reinspringe muss ich erstmal schauen dass ich finanziel abgesichert bin und nicht gleich bei Firma X nach 1 Monat gekündigt werde.

Und dass er sich Privat weiterbilden sollte ist viel besser als X Jahre im Unternehmen zu sein und immer wieder das gleiche zu tun.

Er hat frisch die Ausbildung abgeschlossen und laut seiner Aussage wird er langsam schlechter, da sein derzeitiger AG Ihm nur simple Sachen zuwirft. Wenn er sich bewerben möchte, dann muss er seinen zukünftigen AG einen Grund geben Ihn zu nehmen. Wenn er 6 Monate oder 1 Jahr nichts macht, dann kann der Personaler sagen, er ist zu faul UND nicht jeder AG schickt seinen Mitarbeiter auf teure Schulungen. Am Ende muss er sich IMMER fortbilden. Ob vom AG oder Privat.

Wir wissen nicht wo er wohnt. Wenn er auf dem Land arbeitet wo nur wenige IT-Stellen existieren hat er noch mehr Konkurrenz und die 35k wird er als Berufsanfänger nicht leicht kriegen. Wenn er in einer Großstadt wohnt, da sieht es komplett anders aus.

Auch wenn WIR uns alle einige sind, dass BE nicht alles IST, erkläre es mal einen alten Personaler.

Ich würde Ihm auch einfach einen AG wechsel empfehlen, aber so simpel ist es nicht bei jedem und ich bin mir sicher, der Threadersteller hat sich schon darüber gedanken gemacht.

 

 

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Zweigleisig fahren:

Sprich dich mit deinen Kollegen ab, wo du unterstützen kannst, was dir liegt und was dich interessiert...

Welche Aufgaben sollen in deine Zuständigkeit fallen? 
Wenn das Unternehmen aktuell so zügig wächst sollten gerade die anderen Kollegen froh um deine Unterstützung sein. Das lässt dir Normalerweise auch Räume für Entwicklungen. 

Zum anderen würde ich empfehlen etwas neues zu suchen, wenn du aktuell schon so früh unzufrieden bist. 
 

Wenn die GF die IT nur als reinen Kostenfaktor sieht mag das kurzfristig immer irgendwie hinhauen, aber das ist -langfristig gesehen - weder effizient noch macht das auf Dauer irgendwie Spaß. Mangelverwaltung löst kein Freudensturm aus...
 

Wenn du die Probezeit überstanden hast und vielleicht auch schon unbefristet angestellt bist kannst du wesentlich bequemer danach suchen, was dir Spaß macht bzw. dich interessiert.
 

Und wenn du nur weißt, was du nicht machen willst, ist das schon mal ein Step in die für dich richtige Richtung. 

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vor 41 Minuten schrieb Zaroc:

Bevor ich mich i-wo bewerbe und ins nichts reinspringe muss ich erstmal schauen dass ich finanziel abgesichert bin und nicht gleich bei Firma X nach 1 Monat gekündigt werde.

Nur nicht jeder kann sich finanziell absichern, leider ist dieser "3 Monatsgehälter Rücklagen sollte man schon schon haben" Satz von vielen immer leichter gesagt als dann wirklich angespart. Wenn man im Monat 2000 Euro netto hat und jeden monat maximal 100-200 Euro sparen kann, braucht man auch mehrere Jahre bis man überhaupt mal soweit ist, vorrausgesetzt es passiert nix das den Groschen wieder frisst.

Natürlich ist es wichtig sich finanziell abzusichern, aber deshalb 2-3 Jahre bei einem AG zu bleiben bei dem man nicht zufrieden ist, ist einfach quatsch finde ich. Aber gut ich bin auch jemand der es für Käse hält bei einem AG zu bleiben bei dem man schlechte Perspektiven hat oder sich nicht wohl fühlt, nicht um sonst hab ich letztes Jahr in 3 verschiedenen Firmen gearbeitet.

Zitat

Und dass er sich Privat weiterbilden sollte ist viel besser als X Jahre im Unternehmen zu sein und immer wieder das gleiche zu tun.

Ich sage nicht das er sich Privat nicht weiterbilden soll wenn er kann, ich versteh ihn aber auch das es nicht immer so einfach ist sich für sowas zu motivieren, wie oft ich mir schon bestimmte Themen anschauen wollte und es doch nie getan habe oder nur so oberflächlich das ich es in einem Bewerbungsgespräch eh nie erwähnen würde. Ich finde halt bei einer Bewerbung sollte man nur Skills angeben die man wirklich drauf hat und wo man sich auskennt und am besten eben auch Erfahrung praktisch gesammelt hat. Reine Private Weiterbildung sieht aber bei sehr vielen Leuten eben nicht so aus, sofern man nicht für ein Zertifikat lernt. Zumindest kenn ich viel zu viele Leute die sich zwar mit Themen privat befassen, aber das halt nur Grundlagen sind und diese Tiefe wie im richtigen Arbeitsleben meist nicht erreicht wird, wenn man nicht einer von den Hardcore lernern ist, denen es wirklich Spaß macht sich privat mit allen möglichen Technologien zu beschäftigen und daran rumzuspielen etc.

Zitat

Er hat frisch die Ausbildung abgeschlossen und laut seiner Aussage wird er langsam schlechter, da sein derzeitiger AG Ihm nur simple Sachen zuwirft. Wenn er sich bewerben möchte, dann muss er seinen zukünftigen AG einen Grund geben Ihn zu nehmen.

Gerade deshalb sollte er jetzt den Absprung machen, damit er eben nicht noch "schlechter" wird und schauen das er in eine Firma kommt, bei der er was lernt.

Und komm mir bitte jetzt nicht mit dem "Das weiß er doch vorher nicht" Argument, sicher kann er auch da ins Klo greifen (hier ist mir 2 mal passiert in einem Jahr), aber deswegen sich selbst einzureden es wäre keine gute Idee oder es nicht zumindest zu versuchen halte ich nicht für sinnvoll. Viele AGs haben durchaus Verständnis wenn man im ersten Jahr nach der Ausbildung wechselt, ich hab zu der Zeit so viele Anfragen von Headhuntern bekommen und auch mal mit einigen AGs telefoniert, das aber dann doch immer verworfen weil ich mich zu der Zeit bei der Firma wohl gefühlt habe.

Gerade jetzt hat er noch eine viel besser Chance das man ihm unzulänglichkeiten beim Wissen verzeiht und als "unerfahrenheit" und "frisch aus der Ausbildung" durchgehen lässt. In 2-3 Jahren sieht das ganz anders aus, da könnte es dann zum Problem werden. Gerade wenn man frisch aus der Ausbildung ist finde ich es wichtig einen guten AG zu haben der einem Hilft bei den Grundlagen der Ausbildung anzusetzen und sie zu vertiefen und zu verbessern und das nicht alles im Selbststudium nach der Arbeit zu machen.

Zitat

Wenn er 6 Monate oder 1 Jahr nichts macht, dann kann der Personaler sagen, er ist zu faul UND nicht jeder AG schickt seinen Mitarbeiter auf teure Schulungen. Am Ende muss er sich IMMER fortbilden. Ob vom AG oder Privat.

Sorry das ist Käse, kein Personaler wird dich als Faul bezeichnen weil du dich Privat nicht noch ständig nur mit der Arbeit beschäftigst, zumindest ist mir das noch nie in einem VG oder im Telefonat mit einem HH passiert, tatsächlich wurde ich auch noch nie gefragt mit welchen Themen ich mich denn Privat beschäftige die für die Arbeit relevant sein könnten.

Das IT etwas ist wo es sicher sinnvoll ist sich privat weiterzubilden will ich nicht abstreiten, aber das es dich den Job kostet weil du halt jemand bist der in die Arbeit geht und nach der Arbeit dann ein Privatleben hat und sich nicht das neuste Framework, die neuste Netzwerktechnologie anschaut ist nicht der Fall. Tatsächlich gibt es sehr viele ITler die auch gut in ihrem Job sind und sich ihr wissen ausschließlich im Job aneignen. Kenne ich auch mehr als genug. Es ist einfach eine falsche Vorstellung in der IT bei vielen das man einer von der Sorte "Ich beschäftige mich eigenltich rund um die Uhr mit IT Themen" sein muss um gut und erfolgreich im Job zu sein. Work Life Balance ist das Zauberwort.

Zitat

Wir wissen nicht wo er wohnt. Wenn er auf dem Land arbeitet wo nur wenige IT-Stellen existieren hat er noch mehr Konkurrenz und die 35k wird er als Berufsanfänger nicht leicht kriegen. Wenn er in einer Großstadt wohnt, da sieht es komplett anders aus.

Mag sein, trotzdem würde ich ihm raten ab in das Getümmel und schauen was sich findet. Punkt.

Zitat

Auch wenn WIR uns alle einige sind, dass BE nicht alles IST, erkläre es mal einen alten Personaler.

Habe ich, hat bisher immer geklappt. Ich hab eine Ausbildung als FIAE gemacht, war dann 3,5 Jahre DBA und wollte dann wieder in die Entwicklung (dumme Idee meinerseits war einfach nicht meins) das ich extrem unerfahren als Entwickler war und nicht wirklich viel hatte außer Grundlagen die auch schon eingerostet waren, war für mich absolut kein Problem einen Job zu finden als Entwickler, das die Firmen dann leider nicht gepasst haben und die Arbeit doch nicht das war was ich machen wollte, anderes Thema. Klar ist es in einigen Gegenden schwerer, aber man muss halt auch selbstvertrauen haben und sich trauen. Einfach nur den "ich hab net genug BE, ich sitz hier die 2-3 Jahre ab" ist nicht hilfreich oder Sinn der Sache, vor allem weil man die BE dann vielleicht nur auf dem Papier hat und sonst trotzdem keine Ahnung.

Zitat

Ich würde Ihm auch einfach einen AG wechsel empfehlen, aber so simpel ist es nicht bei jedem und ich bin mir sicher, der Threadersteller hat sich schon darüber gedanken gemacht.

Simple nicht, aber probieren sollte man es einfach. Mehr als Absagen kann man nicht bekommen. Zumal er wenn er wirklich schon aus der Probezeit raus ist, ja keinen Zugzwang hat, er kann den Markt in ruhe sondieren und sich was neues Suchen das seinen Wünschen entspricht, ob das jetzt 2 Monate oder 1 Jahr dauert, ist ja erstmal nicht das Problem er hat ja einen Job. Es aber garnicht zu versuchen und zu hoffen "wir schon besser" ist nie eine Lösung meiner Meinung nach.

bearbeitet von Albi

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Klar die 3 Monatsgehälter Regelung werden nur wenige Berufsanfänger erfüllen, besonders wenn man schon alleine lebt. Nur mache ich mir Sorgen, dass er unvorbereitet wechselt und blöderweise gekündigt wird. Wenn er noch bei seinen Eltern lebt, dann würde ich es riskieren, auch wenn ich bei den nächsten 2 Arbeitgeber lande die Halsabschneider sind. Im Lebenslauf kann man ja sagen "1 Jahr Privat sich fortbilden" statt 1 Jahr "3 verschiedene AG".

vor 42 Minuten schrieb Albi:

Sorry das ist Käse

Mag sein, ich möchte aber von meinem Bewerber wissen weshalb er die Firma verlassen möchte. Jemand der frisch nach der Ausbildung und beim 1 AG schnell verlässt muss eine gute Begründung nennen. Wenn er sich unterfordert fühlt beim neuen AG dann möchte ich auch wissen was er dagegen gemacht hat. Hat er mit seinem Chef gesprochen? Warum ist er noch in der Firma, warum lässt er sich soviel Zeit? Vertraut Ihm d. Chef nicht, weil er noch frisch ist + Probezeit? UND wenn seine Fähigkeiten schon seit 6 Monate dahinraffen, dann heißt auch Fortbildung = Sachen aus der Ausbilung wiederholen damit er beim Bewerbungsgespräch nicht auf die Nase fällt, wenn er mit seinem zukünftigen Chef einige technischen Themen führt. Ist natürlich meine Meinung wenn ich Personaler wäre.

vor 42 Minuten schrieb Albi:

"ich hab net genug BE, ich sitz hier die 2-3 Jahre ab"

Ich würde sagen egal bei welche Stellenbeschreibung. Wenn man die hälfte erfüllt BEWERBEN. Man verliert nur etwas Zeit und Datenvolumen. Nur ist man als frisch ausgelernter in einer schwierigeren Position. Mit 0,5 Jahre BE konkurriert man mit vielen Bewerbern.

Was ich damit sagen möchte:

Du bewirbst dich während Du BE sammelst und Geld zur Seite legst. Spring nicht direkt auf jede Stelle die Ja sagt, sondern suche auch die die zur DIR passt. Man bewirbt sich angenehmer wenn man nicht Arbeitslos ist.

bearbeitet von Zaroc

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vor 48 Minuten schrieb Albi:

[...] Es ist einfach eine falsche Vorstellung in der IT bei vielen das man einer von der Sorte "Ich beschäftige mich eigenltich rund um die Uhr mit IT Themen" sein muss um gut und erfolgreich im Job zu sein. Work Life Balance ist das Zauberwort.[...]

Wenn man eine vernünftige duale Ausbildung genossen hat, sehe ich das ähnlich. Anders wäre es z.B., wenn man eher eine theoretische ( Schulische ) Ausbildung / Umschulung gemacht hat. Da wäre man gut beraten, die fehlende Praxis entsprechend auszugleichen mit privaten Projekten, um etwas vorweisen zu können. Das Thema Studium lasse ich hier bewusst mal außen vor.

Zumindest um in der Masse mit zu schwimmen. Nicht jeder will ein Überflieger werden ( der TE sagt ja selbst, er arbeitet nur aktiv unter starkem druck).

Aber ich schweife etwas ab. Also BTT:  

vor 3 Stunden schrieb Diver:

[...] Dazu kommt [...] dass ich regelrecht verdumme, teilweise Grundlagen nachschlagen muss, die ich in der Ausbildung runterbeten konnte [...] 

Berufsübergreifend ist das erst einmal eine Tatsache, die du hier feststellst. - Ist aber z.B. beim Abitur auch so, oder kannst du noch einen Mathematischen Beweis zu einer beliebigen Funktion dritten Grades herleiten 😉. Anderer plakativer Beruf ein Bürokaufmann, der nur noch in einer Werbeabteilung arbeitet, wird i.d.R. über Jahre nichts mehr mit Buchhaltung zu tun haben. 

Heißt: Man sammelt und baut viel Wissen bis zur Prüfung auf, wird aber auch einiges wieder vergessen. "Verdummen" wie du es nennst ist  überhaupt nicht schlimm und ist auch im Berufsleben nach der Ausbildung weiterhin immer da. Gerade bei uns in der IT gibt es so viele komplexe Dinge. Ein persönliches Beispiel: Ich habe für einen konkreten Prozess ein Programm vor 5 Jahren angepasst, meinst du ich weiß noch exakt die Business Logik dahinter? Ich weiß noch grob wie das Programm heißt und wofür es grob gedacht ist, dass wars dann aber auch. 

Der Anspruch an deinen Wissensstand im Kopf sollte daher nicht sein, dass du um 3 Uhr morgens geweckt wirst und zu einer beliebigen Frage eine Antwort sofort geben kannst ( das brauchst du nur ausschließlich für die Prüfung ) , sondern du solltest dein Wissen so aufbewaren, dass du möglichst schnell wieder an das Wissen kommst. Dafür gibt es API , Dokumentation und Suchmaschinen als Nachschlagewerke. 

======

Auch wenn ich @Albi im Punkte Work-Live-Balance zustimme, würde ich genau wie @Zaroc dazu raten vorerst zu bleiben und mich einfach nur des Interesse halber auf dem Markt umsehen, was es für alternative Stellen geben würde. Allerdings ohne die feste Absicht zu gehen.

Warum?

vor 3 Stunden schrieb Diver:

Das Einstiegsgehalt von 35k ist [...] in Ordnung, [...]als Neuling hauptsächlich Anweisungen befolge, [...] simples 1st-Level beinhalten. [...] Bei größeren Projekten/Planungen stehe ich eher in beratender Funktion daneben

[...] die GF recht technik-avers [...] 

Der TE macht aktuell - eben der Erfahrung geschuldet - noch viele First Level Themen. Aber du arbeitest gerade einmal ein halbes Jahr. @Diverdu hast also noch +40 Jahre  vor dir. Auf 40 Jahre prozentual gesehen ist der TE also bei 0,0125 >> 1,25 % seiner Berufszeit. Wenn es also eine Sache gibt, die du hast - dann ist es aktuell Zeit sich 1-2 Jahre anzuschauen, ob du mehr Verantwortung mit der Zeit erhälst und wie sich auch proportional das Gehalt entwickelt.

 

bearbeitet von kylt
Falsche Person angesprochen - ups

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Mehrgleisig. 

Versuche, mit den Kollegen einen Weg aus der Situation zu planen. Schau dich nach anderen Stellen um.

Warum hast du deinen Ausbildungsbetrieb verlassen?

Warum dachtest du, dass du beim aktuellen Arbeitgeber richtig sein wirst?

Was konkret müsste ein neuer Arbeitgeber schriftlich zusichern?

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Schon krass wie viele Leute hier gleich einen Wechsel vorschlagen. Er arbeitet erst ein halbes Jahr dort. Es gibt Leute ... selbst die mit Erfahrung ... die nach nem halben Jahr nicht mal eingearbeitet sind. Wenn der Laden wirklich 15%-20% Wachstum hat, wobei mich interessieren würde, woher du die Zahlen nimmst, dann würde ich schauen, ob ich evlt. irgendwo mehr Verantwortung übernehmen kann.

Sprich erstmal mit deinem Chef darüber, dass du dich nicht ausgelastet fühlst und gerne mehr übernehmen möchtest.

Aus deinem Post geht nämlich nicht hervor, dass du das Gespräch gesucht hast.

Zu kündigen, ohne zumindest versuchen was zu reißen... naja muss jeder für sich selbst wissen.

bearbeitet von KeeperOfCoffee

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vor 42 Minuten schrieb KeeperOfCoffee:

Schon krass wie viele Leute hier gleich einen Wechsel vorschlagen..

Das zieht sich doch mittlerweile durch das ganze Forum, ist mir im Laufe der Zeit auch aufgefallen dass bei fast jedem Thema bei dem etwas beim aktuellen Job nicht passt mittlerweile direkt das Webbewerben empfohlen wird. Ist wohl der Marktsituation geschuldet.

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vor 5 Minuten schrieb Beeble:

mittlerweile direkt das Webbewerben empfohlen wird. Ist wohl der Marktsituation geschuldet.

 

vor 50 Minuten schrieb KeeperOfCoffee:

Aus deinem Post geht nämlich nicht hervor, dass du das Gespräch gesucht hast.

In diesem Konkreten Fall wäre direktes weg bewerben natürlich nicht richtig, da hier noch keine Gespräche gesucht wurden.. aber was soll man denn machen, wenn man bereits mehrfach mit Cheffe gesprochen hat, sich aber nichts ändert? Da bleibe ich doch dann nicht bei diesem AG der meine persönlichen Wünsche ignoriert, sondern suche mir einen anderen AG, wo es mir besser gefällt. Das natürlich erst Gespräche geführt werden müssen, bevor man kündigt, sollte klar sein. Aber wenn Worte nicht helfen, dann muss der AG halt fühlen...

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vor einer Stunde schrieb KeeperOfCoffee:

Schon krass wie viele Leute hier gleich einen Wechsel vorschlagen.

Da das wohl vor allem auf meine Posts bezogen ist. Das jemand bevor er hier im Forum seine Unsicherheit oder seinen Unmut äußert, setze ich halt einfach vorraus das man schonmal versucht hat es zu verbessern, wenn das nicht klappte, sucht man sich halt hier rat.

Entsprechend ja empfehl ich halt wenn man unzufrieden ist, dann sollte man gehen. Wie gesagt ich hatte das jetzt 2 mal, ich hab die Probleme immer vorher angesprochen, wenn sich aber nix ändert und ich das gefühl habe ich komme nicht weiter, dann gehe ich bevor ich es aussitze und unnötig optimistisch hoffe das es in nem Jahr doch besser ist.

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Da war nicht direkt auf dich bezogen. Schließlich hat das jeder hier geraten. Ich lese halt aus:

Am 4.3.2020 um 09:17 schrieb Diver:

(15-20%/Jahr), aber dass so eine Möglichkeit entsteht, karrieretechnisch was zu reißen, sehe ich mittelfristig leider nicht, ich wüsste jedenfalls nicht wie. 

, dass er sich zwar Gedanken gemacht hat dort zu bleiben und das Wachstum zu nutzen, er sich aber im Unklaren ist wie seine Perspektive dort aussieht.

Er ist ein halbes Jahr dort...Probezeit ist erst um. Wie Zaroc schon sagte evtl. hat ihn der Chef an der kurzen Leine gehalten.

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Wow, vielen Dank Euch allen für die echt konstruktiven Antworten, das hilft mir wirklich bei der Einschätzung meiner Lage. 

Wichtige Punkte habe ich tatsächlich vergessen, sorry. Ich bin bereits Ende 20 (abgebrochenes Studium). Ich lebe mit meiner Verlobten zusammen, die etwas mehr verdient als ich, daher sind wir finanziell ganz gut abgesichert. Da wir baldigen Nachwuchs planen, wird das zweite Einkommen langfristig jedoch deutlich geringer, was wohl mit ein Grund ist, wieso das Bedürfnis wächst, beruflich weiter zu kommen. Mittel- bis langfristiges ideales Ziel ist ein Job mit anspruchsvolleren Aufgaben und deutlich besserem Einkommen (+~10k in wenigen Jahren).

Ich bin aus der Probezeit raus, ja. Ich werde auf jeden Fall ein Auge offen halten und nach freien Stellen suchen, die attraktiver wirken und mich auch bewerben, denn wie ihr schon sagt bin ich da ja in einer recht bequemen Situation. Dazu eine Frage: Ist es üblich, bei einem guten Jobangebot (bzw. nach einer Zusage) den aktuellen Arbeitgeber zu informieren und unter "Androhung" einer Kündigung entsprechend mehr Gehalt zu fordern? Sicher kann man das nett verpacken, aber in der Sache ist das ja Erpressen, oder?

Angesprochen habe ich den Wunsch nach mehr Verantwortung bei meinem Chef, aber es ist wohl so, dass die GF keine größeren IT-Projekte befürwortet, da sie den Bedarf nicht sieht ("läuft doch alles"). Die ganze Infrastruktur ist relativ minimalistisch und beschränkt sich aufs Wesentliche (AD, Exchange, UTM, Netzwerkverkabelung usw.). 

Zur Frage des Unternehmenswachstums: Bilanzsumme, Mitarbeiterzahl, Umsatz etc. sind in etwa diesem Maße gestiegen und sollen es in Zukunft planmäßig weiter tun, da die Marktprognosen wohl sehr gut sind. Falls das so eintritt kann ich mir schon vorstellen, dass die GF ab einer gewissen Unternehmensgröße Kompetenzen für Investitionsentscheidungen etc. abgeben muss. Allein darauf zu spekulieren ist natürlich nicht die Lösung. 

Soweit erst mal von mir, schöne Grüße.

 

 

 

 

 

 

 

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vor 27 Minuten schrieb Diver:

Ist es üblich, bei einem guten Jobangebot (bzw. nach einer Zusage) den aktuellen Arbeitgeber zu informieren und unter "Androhung" einer Kündigung entsprechend mehr Gehalt zu fordern? Sicher kann man das nett verpacken, aber in der Sache ist das ja Erpressen, oder?

Zweischneidiges Schwert. Manche nehmen es sehr persönlich lassen sich nicht erpressen. Manch andere geben dir mal "kurz" 10k mehr während man schnell nach einer Alternativen sucht (externer Dienleister/ du solltest neuen MA einarbeiten) und dich danach kündigt. Es gibt aber auch andere die "auf einmal merken" wie wichtig du bist und dir ein Gegenangebot anbieten. Aber am Ende merkt es sich dein Chef "der Typ haut sicherlich ab wenn er was neues findet". Halt dich einfach an deine Kündigungsfrist. Wenn du deinen AG sehr magst, kannst du natürlich früher informieren, ansonsten halte ich mich Strikt an die Kündigungsfrist.

Wie gesagt wenn es dir derzeit finanziell alles passt, dann kannst du jederzeit AG wechseln.

 

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vor 16 Stunden schrieb Diver:

Dazu eine Frage: Ist es üblich, bei einem guten Jobangebot (bzw. nach einer Zusage) den aktuellen Arbeitgeber zu informieren und unter "Androhung" einer Kündigung entsprechend mehr Gehalt zu fordern? Sicher kann man das nett verpacken, aber in der Sache ist das ja Erpressen, oder?

Das ist meistens keine gute Idee aus verschiedenen Gründen:

1. Wenn der Chef nicht drauf anspringt dann bist du eigentlich gezwungen zu gehen, ansonsten hast du eher einen schlechten Stand und der Chef nimmt dich möglicherweise nicht mehr Ernst, zu sagen "ich kündige wenn ich nicht mehr Geld bekomme, ich hab hier Angebot X" und dann wenn der Chef nicht mitzieht einen Rückzieher zu machen, sieht halt doof aus.

2. Chef springt drauf an weil du gut bist und er dich wirklich nicht verlieren will, aber das funktioniert genau einmal, jedesmal wenn du mehr Geld willst kannst du das nicht abziehen. Ein negativer Beigeschmack wird beim Chef durchaus zurückbleiben, weil du ihm ja die Pistole auf die Brust setzt.

3. Der Chef drückt dir die Kündigung in die Hand, bevor du kündigen kannst, nicht viele mögen es erpresst zu werden.

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