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@ die Arbeitgeber


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Morgen!

ich muss sagen, ich bin ehrlich gesagt nicht mehr schon nur enttäuscht sondern rasend. Wie viele andere auch bin ich gerade bei meinem Abschluss und werde diesen auch ziemlich gut bestehen. Seit einiger Zeit bin ich also auch - erfolglos - auf Jobsuche in der Region Main/Rhön.

Letzte Woche hat mich die Motivation doch nochmal gepackt und ich habe einige Firmen mit offenen Stellen angerufen und wollte mich erkundigen. Und jetzt der Hammer:

Ich habe 7 Firmen angerufen und von allen kam die selbe, unerwartete Antwort:

Wir suchen jemanden mit Berufserfahrung. Am besten gleich 5 oder sogar 7 Jahre!

Also entschuldigt mal, ihr lieben Arbeitgeber wollt die eierlegende Wollmilchsau oder? SAP, Websprachen, OOP, Grafikdesign und kaufmännisches Wissen - war alles mit "sehr gut" ausgeschrieben. Dann wird geschimpft es gibt keine qualifizierten Programmierer, solche Firmen gibts hier auch zu genüge.

Wie soll denn jemand Berufserfahrung sammeln, wenn ihn keiner einstellt? Hab ich jetzt drei Jahre meines Lebens mit ner Ausbildung verschwendet für die mich keiner einstellt oder wenn - dann nur ne kleine Schmiede mit nem lächerlichen Gehalt? Net böse gemeint, aber ich muss auch ein wenig an die Zukunft mit meiner Familie denken, da kann ich net "froh sein überhaupt was zu haben" sondern das muss schon anständig sein und dafür bin ich auch bereit hart zu arbeiten.

Aber das musste ich mir mal von der Seele reden, auch wenn ich vermutlich von vielen jetzt gehasst und gesteinigt werde.

Grüße

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Top-Benutzer in diesem Thema

Ist doch schon seit Jahren so, dass die Unternehmen nur neue Mitarbeiter von anderen Firmen abwerben und nicht selbst Berufsanfänger zum Top-Mann/Frau bringen wollen.

Ebenso ist man auch gear***t wennn es um die Führungserfahrung geht für Stellen mit Personalverantwortung. Im eigenen Unternehmen gibt es meist keine Möglichkeit "nach oben" zu kommen und ausserhalb bekommt man nur gesagt "sie haben ja bisher keinerlei Erfahrung in der Personalführung erhalten und weg sind sie".

Ich bin jetzt im 3. Full-Time-Job (1,5 Jahre, 2 Jahre und 3 Monate) seit meinem Studium und ausser dem Betreuen von Praktikanten und Azubis hab ich keinerlei Erfahrung mit Personalverantwortung, dagegen aber schon mehrere größere Projekte (Hardware/Software im Gesamtwert ab 100.000 €) mit Koordination von Firmen durchgezogen. Bewerbungen geschrieben auf Admin-Stellen mit kleiner Teamleiterfunktion -> Absage wegen fehlender nachweisbarer Berufserfahrung im Bereich Personalverantwortung. :(

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Ja, es ist wirklich lästig. Ein Bekannter von mir meinte sogar, und das find ich garnicht schlecht:

Hätten die "großen" vor einigen Jahren mal etwas mehr Leute ausgebildet und auch behalten, gäbe es dieses Geschrei nach Berufserfahrung heute nicht in dem Ausmaß. Aber wer wird denn letztenendes eingestellt? Denn die Stelle muss ja besetzt werden? Tsja....unendliche Weiten.

Meine Freundin meinte ganz frech ich soll doch mal am Telefon sagen "Berufserfahrung? Hab ich nicht, dafür bin ich noch nicht von einer anderen Firma verdorben worden" :)

Beim nächsten Telefonat bring ich sowas mal, denn wennse mich eh net nehmen wegen fehlender Erfahrung kann ich auch mal was argumentieren. Muss ja net jedem in jeder Situation bis zum Anschlag in.... ihr wisst schon.

Aber traurig zu hören, dass jemand der den Mist studiert hat auch solche Probleme hat - echt traurig.

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Natürlich wollen unternehmen die eierlegendewollmilchsau, aber warum selbst heranzüchten, kostet mehr geld und die wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, das er mit guter erfahrung woanders hin geht. Es gibt aber auch immer wieder ausnahmen. Bei meinem jetztigen AG habe ich mit null Oracle erfahrung angefangen vor drei monaten und mich gegen 2 erfahrene Oraclespezialisten durchgesetzt. Mag damit zusammenhängen, das ich jünger bin und um einiges flexibler. Einfach auch auf stellen bewerben, die unwahrscheinlich erscheinen.

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Natürlich wollen unternehmen die eierlegendewollmilchsau, aber warum selbst heranzüchten, kostet mehr geld und die wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, das er mit guter erfahrung woanders hin geht. Es gibt aber auch immer wieder ausnahmen. Bei meinem jetztigen AG habe ich mit null Oracle erfahrung angefangen vor drei monaten und mich gegen 2 erfahrene Oraclespezialisten durchgesetzt. Mag damit zusammenhängen, das ich jünger bin und um einiges flexibler. Einfach auch auf stellen bewerben, die unwahrscheinlich erscheinen.

Und Initiativbewerbungen...

Mein jetziger Job (hab nachher Prüfung, unterschreib danach den Vertrag) ist auch nirgends ausgeschrieben, bin da nur durch "Vitamin B" reingekommen, weil ich den Teamleiter kannte, andere Bewerber gab es nicht... :rolleyes:

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Es spricht auch nix dagegen Ansprüche zu haben, die habe ich ja schließlich auch. Ich werde mit Sicherheit auch beim nächsten Vorstellungsgespräch anders auf die Frage "Wieso bewerben Sie sich gerade bei uns?" reagieren, nämlich mit der Gegenfrage "Wollen Sie die Standardantwort oder ne ehrliche?".

Ich bewerb mich auch auf "unrealistische" Stellen, das isses ja net. Aber z.b. mein derzeitiger "Arbeitgeber" (bin Praktikant) hat mich jetzt seit Januar wegen zwei Bewerbungen im Dunkeln gelassen. Obwohl die Abt-Leiterin sogar gute Worte eingelegt hat, wurde mir nix gesagt. Erst als ich vorletzte Woche verstärkt mal angerufen hab kam plötzlich "Ja ne, die Stellen sind schon vergeben oder nicht frei - wir haben ihre Bewerbung aber mal behalten falls was 'geeignetes' kommt" - na Danke auch.

Ich will einem Unternehmen etwas bringen, ich will aber auch, dass mir das Unternehmen diese Leistung würdigt. Deswegen gibts bei mir kein "sei froh dass du was hast". Denn ich arbeit sicher net für 600€ netto irgendwo 40 Stunden in nem blöden Klima nur um der allgemeinen Gesellschaft nicht zu widersprechen. Es sagt sich immer so leicht als Aussenstehender, aber ich bin nicht derjenige, der in einer Firma arbeiten kann wo ich schlecht bezahlt werde, mir die Mitarbeiter quer kommen oder ich mich nicht wohl fühle - so kann ich keine "Jahre" arbeiten.

Jaja Ansprüche ich weiß...ich böser Teufel. Aber wenn ich den Beruf des Fachinformatiker drei Jahre lerne, will ich auch als solcher eingestellt und entlohnt werden. Dafür erbringe ich auch die Leistung die erwartet wird und noch ein bisschen mehr.

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@Cleriker: Willkommen in der Realität:rolleyes:

Ich habe momentan ebenfalls das Problem, ebenfalls im Bereich Mainfranken. Hier gibt es irgendwie viel zu wenige Systemintegratorstellen... Wenn ich Programmierer wäre..(Was ich nicht bin und auch nicht sein möchte *shrug* ).. wäre das glaube ich ein wenig einfacher.

Aber das mit der Berufserfahrung ist echt zum Amok laufen. Die Welt will Leute mit Berufserfahrung.. Aber wie zur Hölle soll man Berufserfahrung kriegen, wenn niemand jemanden ohne Berufserfahrung einstellen will?

Initiativbewerbungen habe ich auch schon gemacht, bisher bekam ich nur Absagen oder wurde komplett ignoriert... Ich hab aber auch nicht das Geld, jede Woche 100 Bewerbungen zu verschicken.

Und das Gehalt ist noch sowas... Ich arbeite doch keine 40 Stunden um dann rechnerisch weniger Geld raus zu bekommen als während der Ausbildung?

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Hmm nicht bös gemeint, aber schon mal andere Regionen versucht?

Also bei uns in den Berufsschulklassen hat eigentlich fast jeder ein Jobangebot in der Tasche, wenn er aus der Prüfung rauskommt...

Teilweise als Übernahmevertrag, teilweise, weil sich die Leute beworben haben, teilweise aber auch, weil einzelne Firmen aus der Berufsschule heraus schon gezielt anwerben :)

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Wenigstens haste offensichtlich für die Ausbildung was bekommen. Mich hat der Spaß was gekostet, ich schätze mal die drei Jahren kamen auf ca. 1500€ fürs Essen, 7000€ Sprit (Wertverlust und Verschleiß garnicht mit eingerechnet), zwei Notebooks im Wert von insgesamt 3000€ - um mal die Hauptkosten zu nennen. Obendrauf kamen noch 380€ oder so Prüfungsgebühren, 180€ Papiergeld, 30€ Englischprüfung etc...

Schulische Ausbildung, die nach Angaben des letzten Telefonpartners absolut nix Wert ist.

Naja wir werden sehen in wie weit das Zeitverschwendung war. Entweder "erbarmt" sich jemand oder ich mach was anderes.

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Ich finde die Sache nicht ganz so zweifarbig, wie die meisten hier. Momentan ist der Arbeitsmark sehr stark in Bewegung, da viele Stellen zu besetzen sind, sind aber auch viele Festangestellte mit Berufserfahrung unterwegs, um sich zu verbessern. Solange die sich auch auf die hier besprochenen Stellen bewerben hat natürlich der frisch Ausgelernte das nachsehen. Erst wenn sich der Arbeitsmarkt etwas beruhigt hat, sieht es für Berufsanfänger wieder besser aus.

Natürlich sehe ich aber auch die Unternehmen in der Pflicht, weiter als von 12 bis Mittags zu denken. Was ich mich frage, ist, warum die Unternehmen überhaupt ausbilden, wenn die Leute dann nicht übernommen werden. Es kann doch nicht jede Firma nur billige Arbeitskräfte suchen, oder geht es wirklich nur darum den diplomierten Informatiker unter Preisdruck zu setzen? Ich denke / hoffe nicht.

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Meine frage wäre jetzt, hast du nen FI gemacht oder nen ITA?

ich habe FIAE gelernt.

Andere Regionen is so ne Sache. Die Region Main/Rhön ist schon recht groß und es gibt hier auch recht viele Firmen. Oftmals kann ich mich auch nicht so richtig mit den Anforderungen identifizieren, da ich weiß wo meine Schwächen liegen. SAP zum Beispiel....tsja und das wollen halt die meisten, also ranhalten. Aber wo soll man sich da reinarbeiten? Ich hab nicht das Geld um mir Zuhause SAP einzuführen und meine Eltern als Mandanten anzulegen ;)

Ich will eigentlich auch nicht primär wieder in die Programmierung, sondern kann mich eher im Support, Helpdesk, Administatrion oder sogar Vertrieb (Verkauf) sehen. Nur wenn ich jetzt 2-3 Jahre wo anders arbeite brauch ich mich danach auch nix mehr als FIAE zu bewerben...

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sxs: ich hab damals die ausbildung bei meiner firma angefangen, weil grundsätzlich gesagt wurde "wir bilden nur für eigenbedarf aus". tja. gelernt habe ich in den 3 jahren kaum etwas, mir wurde immer wieder gesagt, dass ich mir das zeug gefälligst selbst beibringen soll, weil ich sonst die prüfung nicht bestehe. :rolleyes: .. dass ich irgendwie doch nicht übernommen werde hab ich mir schon letztes jahr gedacht, aber man hofft ja immer.. und dann haben sie gesagt, dass kein platz für mich ist. untröstlicherweise haben sie meinen ex-mitazubi genommen, was ich persönlich eher weniger verstehen kann.. aber okay, er ist ein sunnyboy ;)

andere region: klar.. türlich. ich scheue mich nur davor, von hier wegzugehen, weil wenn man wegzieht und dann beispielsweise während der probezeit gefeuert wird.... ich will eigentlich erstmal ein bisschen berufserfahrung (zur not praktika..) bevor ich mich auf den großdeutschen arbeitsmarkt stürze.

@cleriker: jah.. gelegentlich sind die verlangten Kenntnisse schon etwas illusorisch.

@psycho: welche region bist du denn? ;)

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hmmm also ich hab auch angefangen mit einem hungerlohn und zwar genau 6 monate lang.. danach hab ich, weil befristet, die firma gewechselt und wesentlich besser verdient.. Ihr dürft das ganze nicht so sehen, als wenn euer erster job nach der Ausbildung eure letzte Arbeitsstelle ist. Man sieht ja, was die firmen wollen... Leute mit Arbeitserfahrung.. klar gibts auch gut bezahlte Stellen für Anfänger, aber halt auch schlecht bezahlte.. Da muss man sich überlegen, was wichtiger ist.. vorallem nicht für den Moment sondern für die Zukunft!

War nach der Ausbildung erstma n halbes jahr arbeitslos und hatte nix bekommen.. das halbe jahr dann wo ich arbeit hatte hat anscheinend gereicht um als, nennen wir es mal, vollwertiger Arbeitnehmer bei anderen Firmen angesehen zu werden, obwohl die Tätigkeit rein gar nix mit dem zu tun hatte, was auf mich zukam. Aber das hat tatsächlich gereicht um auch Stellen hätte antreten zu können, wo ich vorher ohne dieses halbe Jahr Berufserfahrung, schon abgelehnt wurde. Für richtig halte ich das nicht, aber es bringt rein gar nix seine Überzeugungen durchsetzen zu wollen, wenn man am Ball bleiben will. Schlimmer als keine Berufserfahrung ist wohl Anfänger + längere Zeit beschäftigungslos aus der Ausbildung draussen..

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Das ist natürlich richtig.

Allerdings fließen oftmals noch andere Faktoren mit ein. Nicht jeder der ausgelernt hat ist zwingend "allein". Ich z.B. bin etwas in der Familienplanung. Dabei red ich jetz nich von Kinder werfen oder dergleichen, sondern zur Vorbereitung für "in ein paar Jahren". Ich muss also auch drauf achten wo ich arbeite und für wieviel ich arbeite. Klar ist erst mau besser als nix. Aber es kann kein Dauerzustand sein.

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Hi,

Wie soll denn jemand Berufserfahrung sammeln, wenn ihn keiner einstellt?

deshalb ist es äusserst wichtig, dass man schon die richtige Ausbildungsfirma sucht. Man sollte dort nicht nur Hiwi-Jobs machen, sondern ordentliche Dinge lernen. Ausserem sollte man schon vorab die Chance einer Uebernahme klären.

Wenn man auf solche Dinge vorab achtet, dann hat man es nach der Lehre um so einfacher.

Dir würde ich raten dich nicht auf Lokalität zu beschränken, d.h. geh dorthin wo Arbeit ist. Die Zeiten wo die Arbeit zu dir kommt sind vorbei. Den Luxus nicht mobil zu sein können sich nicht mehr viele leisten.

ciao,

vic

Bearbeitet von bigvic
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Schulische Ausbildung, die nach Angaben des letzten Telefonpartners absolut nix Wert ist.

Hast du eine reine schulische Ausbildung zum FIAE gemacht? Dann wirst du es leider schwerer haben als FIAE die in einem Betrieb gelernt haben. Die Firmen scheinen der schulischen Ausbildung nicht alzu sehr zu vertrauen.

Aber nicht aufgeben sondern fleissig weiterbewerben. Ich würde auch bei Vorstellungsgesprächen weiterhin freundlich bleiben. Vielleicht mal nach dem Vorstellungsgespräch mit dem Personalverantwortlichen sprechen und möglicherweise noch ein paar Hinweise für Verbesserungen von ihm bekommen.

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Ja ich habe eine schulische Ausbildung "genossen". Nächsten Monat mündliche...

Ich werde natürlich freundlich sein beim Bewerbungsgespräch. Allerdings werde ich denen nichts vorlügen oder so tun als wär das der einzige Betrieb wo ich mich bewerbe. Bei der Frage "warum gerade wir" würde meine Antwort vermutlich so aussehen:

Da ich bisher noch nicht die Gelegenheit hatte in Ihrem Betrieb tätig zu sein, kann ich leider keine Aussage bezüglich dieser Frage machen. Ich habe mich bei Ihnen beworben mit der Hoffnung, gute Arbeit zu leisten unter einem angenehmen Arbeitsklima bei entsprechender Honorierung der Leistung die ich erbringen werde.

Dieses engstirnige "ich hab gehört das ist die beste Firma der Welt weil dies und das und wenn ich hier nicht arbeiten kann bleibe ich so lange Arbeitslos bis Sie mich nehmen" geht mir tierisch auf die nerven...

genauso wie das Getue um die Bewerbung. Wenn man den Leuten vom AA oder einigen Lehrern glauben schenken kann, musst du beim Bewerben ja am besten das qualitativ hochwertigste Elefantenhautpapier mit Blattgoldeinlagen im Juwelenbesetzten Bewerbungsbogen persönlich via Fallschirm abliefern.

Mal im ernst...

Wer arbeitslos ist und eh kaum Knete hat, der soll auch noch teures Papier und diese Premium Mappen für 2-3€ pro Stück kaufen, das ganze dann noch für zwei Kamele per Post verschicken oder noch besser, direkt vorbeifahren mit Auto, Bus oder was sonst noch Geld frisst? Mach das mal mit 50 Bewerbungen, ich weiß wie teuer das ist!

Tschuldigung..Standards müssen her. Und damit mein ich nicht nur Seitenränder und Absatzformatierungen...

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also mir ist es bei der bewerbung um eine erneute ausbildung zum fisi fast sehr ähnlich gegangen.(die erste ausbildung konnte man als solche nicht nennen...) ich muss dazu sagen, ich hab nur mittlere reife und bei der einstellung wird doch sehr das (fach-)abitur bevorzugt. bei betrieben, die mich zuvor grundlegend abgelehnt haben, habe ich dieses mal prompt einladungen bekommen, nur weil ich schonmal angehender fisi war.

eine schulische ausbildung wird leider nie für voll angesehen, auch wenn diese qulitativ sogar sehr gut sein können. aber das interessiert die betriebe nicht. dies ehen nur: "schulische ausbildung" - nein danke. eben das gleich mit berufsanfänger. möglichst leute, die jung sind, schon ihr komplettes leben gearbeitet haben und dann noch studiert sind und für möglichst wenig geld arbeiten arbeiten. das suchen leider (fast) alle betriebe. scha(n)de :rolleyes:

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Was die Betriebe wollen, und was sie bekommen sind immer 2 Paar Schuhe. Ich kann mir aber nicht vorstellen, das die gesamte Wirtschaft so agiert, wie du es darstellst. Ich kann mir nicht vorstellen das alle mit Mondvorstellungen rangehen, und dann die Stelle lieber unbesetzt lassen, wenn sich keiner passend dazu findet. Ich finde das Pauschalisieren, das hier passiert echt dürftig. Ich denke das sich eben immer mehrere Personen auf eine Stelle bewerben, da wird dann halt der beste Bewerber bevorzugt. Sowas wird dann immer gleich mit dem Dumpingargument abgetan... Da war dann halt einer so "dumm" und ist für 3 Mark 50 die Stunde dort arbeiten gegangen...

Ausbeuterfirmen gibt es, ja. Aber das ist wohl nicht die Mehrheit. Die bösen bösen Firmen, alle zu dumm ihre Probleme beim Nachwuchs zu erkennen und zu lösen. Warum Deutschland eines der reichsten Länder der Erde mit einer der stabilsten Volkswirtschaften ist, erschließt sich mir nicht, wenn ich so verschiedene Dinge hier lese...

Ich tröste mich einstweilen mit dem Gedanken, dass die Leute, die zufrieden sind - mit der Arbeit und dem Auskommen - die Stille Mehrheit stellen.

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mit den "guten zeiten" ist es in deutschland leider vorbei.

es war einmal.

die arbeitslosenstatistik wird "geschönigt" wo es nur geht. die sparmaßnahmen zeigen in der bildung ihre wirkung. auf lange sicht wird sich das kaum ändern, wenn nicht grundsätzlich was passiert. man muss das wieder ändern. und zwar in die andere richtung.

mit der bildung gehts ja ständig bergab.

das fängt bei kita-plätzen (war zwar früher auch so, aber heute noch schlimmer) an. die sind heute absolute mangelware. dann gehts weiter:

an schulen ist die qualität zu niedrig. es wird immer wieder gekürzt, es gibt zu wenig lehrer, die vorhandnen sind dann meist auch einfach zu alt und sind eingesessen und machen "einfach nur ihren job". entsprechend kommt dann der inhalt rüber. pädagogische aspekt bleibt hierbei noch aussen vor. zumal nun auch noch die schuljahre verkürzt werden. gleicher inhalt in weniger zeit. teilweise ist die technische ausstattung miserabel. (ich erinnere mich an die berufsschule bei meiner ersten angefangenen ausbildung an rechner, wo wir 45minuten warten mussten, bis java installiert war und wir endlich den c++ compiler installieren konnten... bei 90minuten unterreicht sehr praktisch) dank hardware-recover jede programmierstunde das selbe. gut, wer ein notebook hat(te).

würde genug in bildung investiert, gäbs auch keine studiengebühren.

zusätzlich zeigen viele eltern den kindern immer weniger zucht und ordnung. ich war als kind nicht leicht, aber wenn ich verbotenes getan hab, gabs was aufm popo oder auf die pfoten. ich habe halt entsprechende strafen bekommen und/oder musste die suppe dann wieder ausbaden.

mir wurden klare grenzen aufgezeigt.

viele möglichkeiten der feizeitgestaltung für kinder & jugendliche sind ebenfalls weggefallen.

und auch hier geht die tendenz wieter in eine richtung: nach unten.

auch das wirkt sich alles darauf aus.

es wird einfach zu wenig in die zukunft investiert, der staat macht das vor, etliche betriebe machens nach. ich meine mal ein sprichwort gesagt oder gelesen (bekommen) zu haben, dass man das wohlwollen des staates gegenüber ihren bürgern an rentnern und kindern zu sehen ist. wie die relität aussieht, weiß jeder.

und zu "alle bösen betriebe": die löhne sind seit den 90ern(?) gleich geblieben in ganz deutschland. defacto hat man heutzutage weniger in der tasche als früher(inflationsrate). tendenz geht in diese richtung weiter. ich hasse verallgemeinerungen ebenfalls. klar, es gibt ausnahmen, aber die mehrheit praktiziert es leider so. große unternehmen entlassen mitarbeiter trotz großer gewinne. sieht man ja auch zunehmend. das kanns doch einfach nicht sein. und auch die mehrheit nimmt es hin, auf lohn etc zu verzichten, ist ja auch klar, die meisten sind froh, arbeit zu haben. wird einer gekündigt, sind nahezu 3-4 da, die die arbeit meist übernehmen könnten. oder halt der entsprechende speziallist, der aber nicht fürn apel & nen ei arbeitet. und auch hier subventioniert der staat am falschen ende. so bekommen betriebe zuschüsse, um 1€-, mini-jobber etc. einzustellen. manche firmen haben sich darauf ja sogar schon spezialisiert und schmeissen deshalb festangestellte raus. subventionen an den betrieb machens möglich :(

man sollte einfach mal wirklich die löhne von anderen eu-staaten vergleichen wie es früher war und wie es heute im vergleich steht. in anderen ländern sind die löhne gestiegen (stärker als in deutschland). fragt sich, wie lange wir noch die schlausten eu-bürger bleiben. ich glaube ja nicht mehr lange. es ist leider ein dummer kreislauf.

und wie gesagt, paradebeispiele die das gegenteil beweisen gibt es immer, finde ich auch schön zu sehen, nur leider werden diese (nach meinen bisherigen erfahrungen & informationen) immer seltener.

so das wars von mir. war vermutlich auch sehr viel ot, aber ich mussts mal loswerden. ich will auch niemenden angreifen, aber so hab ichs bisher erlebt. :bimei

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Ach komm schon, tTt, bitte, das bringt doch alles nichts. Das ist ja grausam, was ich hier lesen muss. Du betest hier eine endlos lange Leier an Kritikpunkten herunter, das allermeiste davon sind völlig inhaltsleere Aussagen, die überhaupt keinen Sinn haben.

- Arbeitslosenstatistik wird geschönt?

- Qualität an Schulen ist zu niedrig?

- Löhne in anderen Ländern stärker gestiegen? (Da stellt sich die Frage, wie die Ausgangssituation war.)

- Keine Zucht und Ordnung mehr? Keine Schläge mehr auf den Po? Wird es in Deutschland besser, wenn wir das wieder einführen?

Das ist einfach allgemeines Bla-Bla. Kritisieren ist (natürlich) immer sehr einfach. Ich kann, wenn ich möchte, auch alles und jedes kritisieren. Dadurch wird es aber nicht besser.

Hier fehlt ja schon die Mindestanforderung, nämlich konkrete Verbesserungsvorschläge.

Ganz im Ernst, irgendwann kann man das allgemeine Meckern und Kritisieren einfach nicht mehr hören. Kritik ist immer schön und gut, wenn sie berechtigt ist, aber ein pauschaler Rundumschlag, bei dem alles und jedes kritisiert wird, was nur möglich ist, ist eher kontraproduktiv und darin kann ich auch keinerlei Sinn erkennen, sorry.

Gruß fach_i_81

(@sxs: sehr guter Beitrag, ich stimme dir voll zu.)

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tTt hat aber mit den meisten Aussagen vollkommen recht! Dass die Meisten wie du die Scheuklappen aufsetzen und nur noch an sich und ihren Vorteil denken ist ebenfalls ne Sache, die typisch für Deutschland ist.

Allein das mit der Arbeitslosenstatistik ist ein Punkt, der mich zur Weißglut bringt. Ich arbeite bei einer Kommune, ich weiß wie der Hase läuft. Schonmal drüber nachgedacht, wieso wir plötzlich anstatt 5,5Millionen nur noch knapp 3Millionen Arbeitslose haben? Da werden 1€-Kräfte und Langzeitpraktikanten nämlich nicht zugerechnet, obwohl sie weiterhin vom Staat ihr Geld bekommen wie jeder Arbeitslose, verrichten dafür aber meist Knochenarbeit, für die andere die dicken Gehälter kassieren. Sie fallen aus der Statistik und schon sind alle zufrieden. :rolleyes:

Zur Qualität der Schulen sag ich nur eins: Ich hatte in meiner Ausbildung Religion als Fach...zwar sinnlos, aber es gehört nunmal dazu. Komischerweise hatte ich pro Ausbildungsjahr nur etwa 2-4Stunden Unterricht in dem Fach. Jeden Schulblock sind gut 30% der Stunden ausgefallen, oft haben wir nur dagesessen und gezockt, weil der Lehrer mal eben 45Minuten was kopieren musste oder erst gar nicht kam, etc etc etc. Meine Schwester hat gerade ihre Prüfungen zum Realschulabschluss gemacht und geht nu weiter aufs Gymnasium, bei ihr ists nicht anders (wo man noch dazu sagen muss, dass die gleichen Lehrer, die damals schon alt und verbittert waren und die ich damals schon ertragen musste, immernoch ihre Lehrer sind und vielleicht 2 neue dazu kamen...in 10Jahren!). Meine Freundin macht in nem anderen Bundesland nächstes Jahr ihr Abi, sie hat pro Woche auch locker 6-10 Stunden, die mal eben ausfallen. Die Liste kann endlos weitergeführt werden...

Hinzu kommt, dass viele Kids (-natürlich nicht alle, aber es werden immer mehr-) heutzutage nur noch ständig vor ICQ oder Chat-Communities hocken und kaum noch ihre Fantasie und ihren Geist fordern. Chatten, Zocken und Youtube-Videos gucken sind die einzigen Dinge, die noch interessant zu sein scheinen. Ich war dieses Jahr ein Dutzend mal im Freibad, da war kaum was los trotz der krassen Temperaturen. Früher gab es Rollergangs en Masse, überall sind getunte Golfs rumgefahren, nachts am WE waren die Straßenbahnen brechend voll mit Partygängern. Heute sieht man höchstens noch aggressive Halbstarke, die damals in der Masse kaum aufgefallen sind. Is kaum noch was los mit der Jugend von heute. Ich arbeite viel mit den Jugendzentren meiner Stadt zusammen, ich weiß wovon ich rede.

Man kann es natürlich wieder schönreden mit Sprüchen wie "und was sind deine Verbesserungsvorschläge? Keine? Aha, also sind deine Aussagen sinnlos und müssen nicht weiter beachtet werden!", aber ändern tut auch das nichts und deine Aussagen sind demnach genau so sinnentleert.

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@Flo1911

Nun mal ganz langsam, und vor allem: Vorsicht (!) mit solchen Aussagen:

Dass die Meisten wie du die Scheuklappen aufsetzen und nur noch an sich und ihren Vorteil denken ist ebenfalls ne Sache, die typisch für Deutschland ist.

Das auf mich bezogene ist natürlich eine schöne Behauptung, die durch nichts zu beweisen ist. Abgesehen davon kennst Du mich ja gar nicht.

Entweder tTt sieht das alles extrem negativ, oder er hat es zumindest eben so dargestellt (siehe seinen Beitrag weiter oben.) Meine zentrale Frage war, ob und wenn ja was wirklich besser wird, indem man nur herumkritisiert. Das ist ja so einfach, solange man selbst nichts zur Verbesserung beitragen muss.

Das hier:

Allein das mit der Arbeitslosenstatistik ist ein Punkt, der mich zur Weißglut bringt. Ich arbeite bei einer Kommune, ich weiß wie der Hase läuft. Schonmal drüber nachgedacht, wieso wir plötzlich anstatt 5,5Millionen nur noch knapp 3Millionen Arbeitslose haben? Da werden 1€-Kräfte und Langzeitpraktikanten nämlich nicht zugerechnet, obwohl sie weiterhin vom Staat ihr Geld bekommen wie jeder Arbeitslose, verrichten dafür aber meist Knochenarbeit, für die andere die dicken Gehälter kassieren. Sie fallen aus der Statistik und schon sind alle zufrieden. :rolleyes:

muss man mir mit Sicherheit nicht erklären, ich bin hier selbst in einer ARGE in der Arbeitsvermittlung (+ AGS) tätig und weiß, wie der Hase läuft.

Abgesehen davon hat nun wirklich niemand das Recht darauf, sich auf die faule Haut zu legen, während andere mit ihren Steuergeldern (!!!) deren Sozialleistungen finanzieren.

Zur Qualität der Schulen sag ich nur eins: Ich hatte in meiner Ausbildung Religion als Fach...zwar sinnlos, aber es gehört nunmal dazu. Komischerweise hatte ich pro Ausbildungsjahr nur etwa 2-4Stunden Unterricht in dem Fach.

Ist schon klar, dass man sich natürlich nicht am Religionsunterricht festhängen sollte. War bei uns recht locker und zum relaxen (an der damaligen Berufsschule gab's das nicht, ich beziehe das auf die BOS.)

Wenn das hier tatsächlich so war:

Jeden Schulblock sind gut 30% der Stunden ausgefallen, oft haben wir nur dagesessen und gezockt, weil der Lehrer mal eben 45Minuten was kopieren musste oder erst gar nicht kam, etc etc etc. Meine Schwester hat gerade

ist das natürlich ärgerlich und ohne Zweifel gar nicht gut, nur darf man das nicht zu sehr verallgemeinern, wie es in deinem Beispiel vorgekommen ist. Es gibt auch andere Schulen, und solche Zustände sind längst nicht überall der Fall. Wenn man natürlich die Rütlischule als Maßstab anlegen möchte - bitte.

Hinzu kommt, dass viele Kids (-natürlich nicht alle, aber es werden immer mehr-) heutzutage nur noch ständig vor ICQ oder Chat-Communities hocken und kaum noch ihre Fantasie und ihren Geist fordern. Chatten, Zocken und Youtube-Videos gucken sind die einzigen Dinge, die noch interessant zu sein scheinen.

Mag sein, da sind die Betreffenden aber selbst daran schuld. Es hat jeder selbst in der Hand, was er aus seinem Leben macht - und wie er es gestaltet.

Is kaum noch was los mit der Jugend von heute. Ich arbeite viel mit den Jugendzentren meiner Stadt zusammen, ich weiß wovon ich rede.

Ist ja gut so. Dann kann ich dir nur sagen, dass ich selbst lange Jahre (über 10 Jahre) in der offenen Jugendarbeit tätig war (ehrenamtlich, im kirchlichen Bereich, um es genauer darzustellen) und da in einem offenen Jugendtreffpunkt auch schon manches erlebt habe - aber nicht so in dem Sinne, wie Du es hier dargestellt hast.

Man kann es natürlich wieder schönreden mit Sprüchen wie "und was sind deine Verbesserungsvorschläge? Keine? Aha, also sind deine Aussagen sinnlos und müssen nicht weiter beachtet werden!", aber ändern tut auch das nichts und deine Aussagen sind demnach genau so sinnentleert.

Unsinn, hat doch nichts mit "schönreden" zu tun. Der zentrale Kritikpunkt bezog sich darauf, dass hier wie wild mit kritischen Aussagen in einer unglaublichen Pauschalität um sich geworfen wurde, ohne auch nur im Geringsten zu erwähnen, wie man es besser machen sollte.

Gruß fach_i_81

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