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Projektleiter (IT) direkt nach der Ausbildung?


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Hallo,

ich hab nun meine Ausbildung bald beendet und habe ein Angebot erhalten, welches sich schon echt unreal anhört.
Es ist eine größere Firma, fast ums Eck. Sie haben mich bereits eingeladen. 

Kurze Story zu mir: Ich programmiere seit ich 12/13 bin und habe damals schon eigene Projekte gehabt mit mehreren tausenden aktiven Usern.
Eigentlich hatte ich geplant, mit einem Einstiegsgehalt von etwa 32.000 - 35.000 als normaler Softwareentwickler anzufangen.

Die Firma die mich nun Kontaktiert und eingeladen hat, bietet mit 45.000 als Einstiegsgehalt + 13 und 14. Gehalt sowie 30 Urlaubstagen, Gleitzeit (auch Home Office möglich) und das als Projektleiter/Leiter in derer IT. Dazu ist gesagt, das ich recht Jung bin. Alle Mitarbeiter der Abteilung (6 an der Zahl) sind alle mindestens 8 Jahre älter.

Das Angebot selbst ist natürlich der Wahnsinn. Allerdings frage ich mich, ob das richtig wäre, wenn ich als Junger Typ, gerade aus der Ausbildung der "Chef" von denen dort wäre, welche schon Jahre dort sind. Ich selbst traue mir das vollkommen zu. Habe wie gesagt selbst schon einige eigene Projekte gehabt und dort auch meine eigenen "Mitarbeiter" gehabt. Habe vor kurzem auch erst ein großes Projekt an eine Größere Firma aus dem Ausland verkauft, weshalb die Firma auf mich aufmerksam wurde.

Wie seht ihr das? Würdet ihr das machen? 
Einerseits freue ich mich natürlich sehr auf so einen Job, andererseits ist es natürlich auch schon komisch...

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Ich persönlich würde das nicht machen.
Ich denke, die meisten Deiner Kollegen würden Dich wohl nicht so richtig ernst nehmen und die Erfahrung zeigt, dass es noch mal was ganz anderes ist, ob man Zuhause / im Privaten was entwickelt (egal wie gut das jetzt war) oder das im Beruf machen sollen. Erst recht als Vorsteher von x Leuten.

Klar, versuchen kannst Du es.
Wenn es klappt, wäre das natürlich der Burner, Top Gehalt, super Einstieg und das in jungen Jahren.

Aber ich denke, es hat schon seinen Grund, warum die meisten Leute erst mit min. Mitte 20, eher Ende 20 zum Projektleiter gemacht werden.
Denn am Ende ist das eigentliche Programmieren/Administrieren, also das Technische, der weitaus kleinste Teil bei solchen Dingen.
Alles andere drum herum nimmt meiner Meinung nach den größeren Part ein.
Und den kannst Du eigentlich gar nicht kennen, wie ich finde.

Mag aber auch sein, dass ich da zu vorsichtig bin und deswegen möchte ich Dir da keine Sache ausreden.
Eine Chance ist das in jedem Fall. Aber eben auch ein großes Risiko, wo man sich schnell übernehmen kann.
Und sollte es nicht klappen und Du hast Dich einmal dran gewöhnt, so viel Geld zu bekommen und "was zu sagen zu haben" könnte ich mir vorstellen, isses schwierig nachher wieder in jeder Hinsicht nen Gang zurück  zu schalten.

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vor 2 Minuten schrieb Errraddicator:

Ich persönlich würde das nicht machen.
Ich denke, die meisten Deiner Kollegen würden Dich wohl nicht so richtig ernst nehmen und die Erfahrung zeigt, dass es noch mal was ganz anderes ist, ob man Zuhause / im Privaten was entwickelt (egal wie gut das jetzt war) oder das im Beruf machen sollen. Erst recht als Vorsteher von x Leuten.

Klar, versuchen kannst Du es.
Wenn es klappt, wäre das natürlich der Burner, Top Gehalt, super Einstieg und das in jungen Jahren.

Aber ich denke, es hat schon seinen Grund, warum die meisten Leute erst mit min. Mitte 20, eher Ende 20 zum Projektleiter gemacht werden.
Denn am Ende ist das eigentliche Programmieren/Administrieren, also das Technische, der weitaus kleinste Teil bei solchen Dingen.
Alles andere drum herum nimmt meiner Meinung nach den größeren Part ein.
Und den kannst Du eigentlich gar nicht kennen, wie ich finde.

Mag aber auch sein, dass ich da zu vorsichtig bin und deswegen möchte ich Dir da keine Sache ausreden.
Eine Chance ist das in jedem Fall. Aber eben auch ein großes Risiko, wo man sich schnell übernehmen kann.
Und sollte es nicht klappen und Du hast Dich einmal dran gewöhnt, so viel Geld zu bekommen und "was zu sagen zu haben" könnte ich mir vorstellen, isses schwierig nachher wieder in jeder Hinsicht nen Gang zurück  zu schalten.

Danke für deine Meinung. Das Gespräch habe ich ja eh erstmal...

An sich bin ich aber jetzt auch Kundenberater, entscheide in der aktuellen Firma welche Server gekauft und wie installiert werden usw... also so halb Leite ich die IT auch hier schon, seit etwa einem Jahr. Bin auch in jedem Meeting usw... also einiges weiß ich schon denke ich. Klar kommt immer was neues aber was genau, würde ich vermutlich auch nur dort erfahren.

Mal schauen was das Gespräch ergibt... aber danke wie du darüber denken würdest. Interessant zu hören

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Softwareentwickler ist etwas ganz anderes als Projektleiter, deshalb solltest du dir erstmal Gedanken machen, mit welcher Art von Arbeit du täglich deine Brötchen verdienen willst.

Aber wenn du der Meinung bist, dass dir beides Spaß macht, dann würde ich das Angebot sofort annehmen. Es ist offensichtlich ein sehr gutes Angebot, du klingst sehr interessiert und traust es dir zu. Wenn du es jetzt ablehnst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du das später bereust. Wenn du es annimmst und es dann doch nicht passt, ist das schlimmste was passieren kann, dass du dich nach einer Weile irgendwo anders als Softwareentwickler bewirbst.

Du klingst als könntest du dich reinhängen. Das würde ich auch tun und dann passt das schon! Hauptsache du hast Spaß dabei.

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Ich denke, wenn Du bereits jetzt einige Dinge in der Hinsicht gemacht hast (auch wenn Server bestellen und Meetings teilnehmen, noch ma was ganz anderes ist, als Meetings leiten, etc.) dann solltest Du das schon machen.

Ich bleibe zwar dabei, dass das nich einfach wird, Du mit viel Widerstand rechnen kannst und es evtl. auch zuviel wird.
Aber unterm Strich hast Du wenig zu verlieren und viel zu gewinnen.
Und das ist das, was denke ich, am Ende überwiegt.

Von daher würde ich es - mit den neuen Infos - doch probieren.
Ich dachte, Du hättest bis dato nur programmiert und weniger mit dem drum herum zu tun gehabt. :)

Bearbeitet von Errraddicator
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Danke für eure Meinungen! Selbstverständlich hänge ich mich Beruflich immer sehr oft in allem rein, weil ich Grundsätzlich auch laut Chefs "viel Ahnung" von vielem habe. Also in jede richtung, sowie viel Technisches Verständnis.

Ich denke auch, das wenn beim Gespräch alles gut läuft ich das machen werde. Und ich denke, das die dort ja auch wissen das ich nicht unbedingt alles direkt zu 100 Prozent kann, sonst würde man ja keinen so jungen nehmen wie mich.

Bin echt mal aufs Gespräch gespannt mit den 5 Chefs dort...

Und wie ihr schon sagt, wenn es nicht passt kann ich ja immer noch "doch" lieber Programmieren. Grundsätzlich hätte ich aber wesentlich mehr lust für neue Techniken zu sorgen, Abteilungen zu leiten und der Ansprechpartner usw zu sein.

Danke aber für eure Hilfe! :)

Bearbeitet von Vyled
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nicht immer muss auch die Projektleitung das Kosten- oder den Personalverantwortungsbereich mit umfassen. Interessant, was die Stelle alles als Projektleiter umfasst...

Für mich klingt das einfach nach: "zur richtigen Zeit am richtigen Ort".

Wenn du dir das zutraust, warum nicht? Ein paar Schulungen hier und da zum Thema Personal-/Teamführung und der Drops ist gelutscht.

Meine Erfahrung ist: Man wächst an den Herausforderungen oder scheitert daran. Welchen Weg du einschlägst, liegt bei dir.

Wobei ich auch finde, dass 45k für Projektleitung durchaus wenig ist, aber du hast ja quasi 0 Erfahrungen.

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Gleitzeit/Home Office und Team/Projektleiter?

Auf dem Papier vielleicht...

Ich kenne jetzt keinen der eine solche Position inne hat und Homeoffice macht oder Gleitzeit, die meisten kommen zwischen 8/9 und arbeiten bis um 6/7.

 

Zum Eingangsthema, wenn es dir gefällt kann man das natürlich ausprobieren. Kann aber je nach Mitarbeitern schwer werden, eben wegen dem Alter/Erfahrung.

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Ich würde das Vorstellungsgespräch wahrnehmen und ganz offen und ehrlich fragen warum Sie genau dich wollen. Du hast zwar Erfahrung im privaten aber noch eine größere im führen von Personen. Wie denkt die Firma darüber das du jünger bist als deine Angestellten, glauben Sie diese würden das akzeptieren?

Was genau sollen deine Aufgaben sein?
- Fachlich
- Methodisch
Wäre die Firma bereit dir auch Weiterbildungen in diesem Bereich zu finanzieren. Sprich Projektleitung und Personalführung?

Aus meiner Sicht ist die Stelle ein Wagnis, aber keins was ich nicht eingehen würde. Voraussetzung das ganze ist seriös!
Ich denke du wirst sehen wie erst Sie es meinen wenn du das Thema Weiterbildung in bestimmten Bereichen ansprichst.
Wenn Sie dich wirklich langfristig zu einer Führungskraft aufbauen wollen, machen Sie das.

Ich gebe mal einen allgemeinen Rat, der mir bis jetzt in meinem Leben immer sehr geholfen hat.

Nutze die Chancen die sich im Leben ergeben! Man kann damit auf die Nase fallen, aber am Ende gewinnt man nur. Die Leute die es zu "nichts" bringen oder am Ende nicht da landen wo sie hin wollten, haben ihre Chancen nicht wahrgenommen. Eine Chance ist immer ein RISKO, das liegt in der Natur der Sache. Wenn dein Instinkt dir sagt die meinen das ernst und du bist davon überzeugt das hinzubekommen. Mach es!
 

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Nimm den Job! Das ist eine der Gelegenheiten, bei denen Du Dir sonst später immer denkst "Hätte ich es damals mal probiert!".

Was hast Du zu verlieren: Höchstens ein geknicktes Ego, wenn es nicht so läuft wie gedacht.

Was kannst Du gewinnen: Erfahrung, eine super Einstiegsposition, ein gutes Gehalt (für einen Einsteiger, nicht für einen PL) 

Wie bereits geschrieben sind 45k nicht wirklich viel für einen Projektleiter. Wie sieht denn genau das Jobprofil aus? 

Andererseits wirst Du kaum so schnell wieder so einen Einstieg bekommen. Leg erstmal los und schau wie es läuft. Wenn Du später auf eine besser bezahlte Stelle wechseln willst, wird es leichter sein wenn Du aus einer Projektleiterstelle kommst als aus einer "Newbie-Entwickler"-Stelle.

 

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@Graustein darf ich mich dir vorstellen? ;)

Ja, größtenteils existiert die Gleitzeit nur auf dem Papier, da ich zu zig Besprechungen und Regelterminen aanwesend sein muss. Sollte ich (oder andere Pflichtteilnehmer) nicht vor Ort sein (wegen HomeOffice oder Terminen außer Haus), wird dieser Termin zu einer Telefonkonferenz.

 

@Vyled was sollst du denn genau leiten? Ein Entwicklerteam? Ein Entwicklungsprojekt? Eine Entwicklungsabteilung? Oder die gesamte IT-Abteilung inklusive Infrastruktur, Hardware, produktivem Betrieb, ...

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Hallo Vyled,
zum Vorstellungsgespräch würde ich auf alle Fälle gehen und es mir anhören. Danach weißt du ob du die Leute nur fachlich führen sollst und Sie jemanden suchen der die Entwicklungen etc. koordiniert. Oder suchen Sie wirklich jemanden der die ganze Abteilung leitet? Wenn dies der Fall ist musst du dir Gedanken machen ob du es wirklich willst. Dann wirst du nämlich nicht mehr entwickeln sondern nur noch planen und strategische Eintscheidungen treffen. Als "richtiger" Abteilungsleiter musst du die Technik im Detail gar nicht mehr kennen. Da ist es teilweise sogar besser wenn du die Technik nicht mehr kennst da du dann anders planst. Dies ist eine langfristige Entscheidung die du treffen musst.

Anders sieht es natürlich aus, wenn du nur ein kleines Team führen sollst und trotzdem noch weiterhin entwickelst. Ich würde im Gespräch einfach fragen, was Sie genau erwarten und ob Sie es dir zutrauen. Spiel auf jeden Fall mit offenen Karten, dass du gar keine Erfahrungen hast, dich aber gerne weiterentwickeln willst.

Ich bin FIAE und arbeite jetzt eher als FISI. Dies habe ich beim Gespräch sowie der Zusage ganz deutlich gesagt und mein neuer AG hat mir gesagt dass ihm das klar wäre und er es mir zutraut.

vg, smite

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Am 1.6.2016 um 00:16 schrieb Graustein:

Gleitzeit/Home Office und Team/Projektleiter?

Auf dem Papier vielleicht...

Ich kenne jetzt keinen der eine solche Position inne hat und Homeoffice macht oder Gleitzeit, die meisten kommen zwischen 8/9 und arbeiten bis um 6/7.

Zum Eingangsthema, wenn es dir gefällt kann man das natürlich ausprobieren. Kann aber je nach Mitarbeitern schwer werden, eben wegen dem Alter/Erfahrung.

Zum Glück hält der Enterprise-Gedanke auch im Mittelstand Einzug. Es ist bei Konzernen schlichtweg unmöglich die weltweit verteilten Leute regelmäßig an einen Tisch zu bekommen, daher gibt es so sinnvolle Erfindungen wie WebEx (mein subjektives Mittel der Wahl, obwohl kein Cisco-Fan) oder Lync (*schauder*). Und auch dort laufen die Projekte nicht alle gegen die Wand und sind größtenteils auch deutlich effizienter und entspannter, als permanentes OnSite und Ringelpietz mit Anfassen im Meetingraum. 

Bin als Consultant selbst in vielen Projekten vorwiegend anleitend bei Kunden tätig und fahre sicher nicht für eine Stunde Meeting nach Buxtehude. Ebenso nicht für meinen AG, der sich von der Anwesenheitspflicht schon vor vielen Jahren verabschiedet hat (ca. einmal / zweimal im Monat für Reisekosten und Socializing genügt). Da tut es eine kurze WebEx, sofern alle die common sense-TelKo-Regeln (keine Huntergrundgeräusche, muten, wenn man nichts sagt, etc.) einhalten. 

Gibt auch Kunden, die auf OnSite bestehen, auch wenn es nur für eine Stunde ist. Ist unglaublich wichtig und unabdingbar sich gegenseitig beim Kaffee-trinken zuzuschauen. Wenn man dann anfängt den Tag mit pauschal 0,25 PT + Reisezeit abzurechnen, ist - Überraschung! - OnSite gar nicht mehr so alternativlos, wie zunächst gedacht. 

Ausnahme: hauptberufliche, disziplinarische Personalverantwortung von mehr als 15 MA (Flurfunk, Open Door Policy, Führungsstil, ...) oder Dinge, die am besten persönlich geäußert werden sollten. Aber das ist ein anderes Thema.

Bearbeitet von Kwaiken
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Der Schritt vom Berater / Entwickler zum PL will wohl überlegt sein, da sich das Aufgabengebiet recht grundlegend ändert; dessen musst du dir bewusst sein. Ich teile die Bedenken der Kollegen hinsichtlich Akzeptanz vollumfänglich; ich habe und hatte schon oft mit "Jungspunden" zu tun die zwar "Projektleiter" im Titel stehen hatten aber weder von der Technik noch vom operativen Geschäft 'nen blassen Schimmer hatten aber dann anderen was erzählen wollen...

Dein großer Vorteil ist allerdings, daß du durch deine Vorgeschichte es eben auch fachlich "drauf hast", das heißt du musst lediglich eine gewisse "Durststrecke" überwinden bis dein Umfeld kapiert hat daß du nicht nur redest sondern auch Ahnung hast. 

Wie oben schon so treffend gesagt wurde, du hast wenig zu verlieren und viel zu gewinnen.... im schlimmsten Fall beschränkst du dich wieder auf Beratung / Entwicklung.

Viel Erfolg!

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