30. Mai 20169 j Hallo, ich hab nun meine Ausbildung bald beendet und habe ein Angebot erhalten, welches sich schon echt unreal anhört. Es ist eine gröĂere Firma, fast ums Eck. Sie haben mich bereits eingeladen. Kurze Story zu mir: Ich programmiere seit ich 12/13 bin und habe damals schon eigene Projekte gehabt mit mehreren tausenden aktiven Usern. Eigentlich hatte ich geplant, mit einem Einstiegsgehalt von etwa 32.000 - 35.000 als normaler Softwareentwickler anzufangen. Die Firma die mich nun Kontaktiert und eingeladen hat, bietet mit 45.000 als Einstiegsgehalt + 13 und 14. Gehalt sowie 30 Urlaubstagen, Gleitzeit (auch Home Office möglich) und das als Projektleiter/Leiter in derer IT. Dazu ist gesagt, das ich recht Jung bin. Alle Mitarbeiter der Abteilung (6 an der Zahl) sind alle mindestens 8 Jahre Ă€lter. Das Angebot selbst ist natĂŒrlich der Wahnsinn. Allerdings frage ich mich, ob das richtig wĂ€re, wenn ich als Junger Typ, gerade aus der Ausbildung der "Chef" von denen dort wĂ€re, welche schon Jahre dort sind. Ich selbst traue mir das vollkommen zu. Habe wie gesagt selbst schon einige eigene Projekte gehabt und dort auch meine eigenen "Mitarbeiter" gehabt. Habe vor kurzem auch erst ein groĂes Projekt an eine GröĂere Firma aus dem Ausland verkauft, weshalb die Firma auf mich aufmerksam wurde. Wie seht ihr das? WĂŒrdet ihr das machen? Einerseits freue ich mich natĂŒrlich sehr auf so einen Job, andererseits ist es natĂŒrlich auch schon komisch...
30. Mai 20169 j Ich persönlich wĂŒrde das nicht machen. Ich denke, die meisten Deiner Kollegen wĂŒrden Dich wohl nicht so richtig ernst nehmen und die Erfahrung zeigt, dass es noch mal was ganz anderes ist, ob man Zuhause / im Privaten was entwickelt (egal wie gut das jetzt war) oder das im Beruf machen sollen. Erst recht als Vorsteher von x Leuten. Klar, versuchen kannst Du es. Wenn es klappt, wĂ€re das natĂŒrlich der Burner, Top Gehalt, super Einstieg und das in jungen Jahren. Aber ich denke, es hat schon seinen Grund, warum die meisten Leute erst mit min. Mitte 20, eher Ende 20 zum Projektleiter gemacht werden. Denn am Ende ist das eigentliche Programmieren/Administrieren, also das Technische, der weitaus kleinste Teil bei solchen Dingen. Alles andere drum herum nimmt meiner Meinung nach den gröĂeren Part ein. Und den kannst Du eigentlich gar nicht kennen, wie ich finde. Mag aber auch sein, dass ich da zu vorsichtig bin und deswegen möchte ich Dir da keine Sache ausreden. Eine Chance ist das in jedem Fall. Aber eben auch ein groĂes Risiko, wo man sich schnell ĂŒbernehmen kann. Und sollte es nicht klappen und Du hast Dich einmal dran gewöhnt, so viel Geld zu bekommen und "was zu sagen zu haben" könnte ich mir vorstellen, isses schwierig nachher wieder in jeder Hinsicht nen Gang zurĂŒck  zu schalten.
30. Mai 20169 j Autor vor 2 Minuten schrieb Errraddicator: Ich persönlich wĂŒrde das nicht machen. Ich denke, die meisten Deiner Kollegen wĂŒrden Dich wohl nicht so richtig ernst nehmen und die Erfahrung zeigt, dass es noch mal was ganz anderes ist, ob man Zuhause / im Privaten was entwickelt (egal wie gut das jetzt war) oder das im Beruf machen sollen. Erst recht als Vorsteher von x Leuten. Klar, versuchen kannst Du es. Wenn es klappt, wĂ€re das natĂŒrlich der Burner, Top Gehalt, super Einstieg und das in jungen Jahren. Aber ich denke, es hat schon seinen Grund, warum die meisten Leute erst mit min. Mitte 20, eher Ende 20 zum Projektleiter gemacht werden. Denn am Ende ist das eigentliche Programmieren/Administrieren, also das Technische, der weitaus kleinste Teil bei solchen Dingen. Alles andere drum herum nimmt meiner Meinung nach den gröĂeren Part ein. Und den kannst Du eigentlich gar nicht kennen, wie ich finde. Mag aber auch sein, dass ich da zu vorsichtig bin und deswegen möchte ich Dir da keine Sache ausreden. Eine Chance ist das in jedem Fall. Aber eben auch ein groĂes Risiko, wo man sich schnell ĂŒbernehmen kann. Und sollte es nicht klappen und Du hast Dich einmal dran gewöhnt, so viel Geld zu bekommen und "was zu sagen zu haben" könnte ich mir vorstellen, isses schwierig nachher wieder in jeder Hinsicht nen Gang zurĂŒck  zu schalten. Danke fĂŒr deine Meinung. Das GesprĂ€ch habe ich ja eh erstmal... An sich bin ich aber jetzt auch Kundenberater, entscheide in der aktuellen Firma welche Server gekauft und wie installiert werden usw... also so halb Leite ich die IT auch hier schon, seit etwa einem Jahr. Bin auch in jedem Meeting usw... also einiges weiĂ ich schon denke ich. Klar kommt immer was neues aber was genau, wĂŒrde ich vermutlich auch nur dort erfahren. Mal schauen was das GesprĂ€ch ergibt... aber danke wie du darĂŒber denken wĂŒrdest. Interessant zu hören
30. Mai 20169 j Softwareentwickler ist etwas ganz anderes als Projektleiter, deshalb solltest du dir erstmal Gedanken machen, mit welcher Art von Arbeit du tĂ€glich deine Brötchen verdienen willst. Aber wenn du der Meinung bist, dass dir beides SpaĂ macht, dann wĂŒrde ich das Angebot sofort annehmen. Es ist offensichtlich ein sehr gutes Angebot, du klingst sehr interessiert und traust es dir zu. Wenn du es jetzt ablehnst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du das spĂ€ter bereust. Wenn du es annimmst und es dann doch nicht passt, ist das schlimmste was passieren kann, dass du dich nach einer Weile irgendwo anders als Softwareentwickler bewirbst. Du klingst als könntest du dich reinhĂ€ngen. Das wĂŒrde ich auch tun und dann passt das schon! Hauptsache du hast SpaĂ dabei.
30. Mai 20169 j Ich denke, wenn Du bereits jetzt einige Dinge in der Hinsicht gemacht hast (auch wenn Server bestellen und Meetings teilnehmen, noch ma was ganz anderes ist, als Meetings leiten, etc.) dann solltest Du das schon machen. Ich bleibe zwar dabei, dass das nich einfach wird, Du mit viel Widerstand rechnen kannst und es evtl. auch zuviel wird. Aber unterm Strich hast Du wenig zu verlieren und viel zu gewinnen. Und das ist das, was denke ich, am Ende ĂŒberwiegt. Von daher wĂŒrde ich es - mit den neuen Infos - doch probieren. Ich dachte, Du hĂ€ttest bis dato nur programmiert und weniger mit dem drum herum zu tun gehabt. Bearbeitet 30. Mai 20169 j von Errraddicator
30. Mai 20169 j Autor Danke fĂŒr eure Meinungen! SelbstverstĂ€ndlich hĂ€nge ich mich Beruflich immer sehr oft in allem rein, weil ich GrundsĂ€tzlich auch laut Chefs "viel Ahnung" von vielem habe. Also in jede richtung, sowie viel Technisches VerstĂ€ndnis. Ich denke auch, das wenn beim GesprĂ€ch alles gut lĂ€uft ich das machen werde. Und ich denke, das die dort ja auch wissen das ich nicht unbedingt alles direkt zu 100 Prozent kann, sonst wĂŒrde man ja keinen so jungen nehmen wie mich. Bin echt mal aufs GesprĂ€ch gespannt mit den 5 Chefs dort... Und wie ihr schon sagt, wenn es nicht passt kann ich ja immer noch "doch" lieber Programmieren. GrundsĂ€tzlich hĂ€tte ich aber wesentlich mehr lust fĂŒr neue Techniken zu sorgen, Abteilungen zu leiten und der Ansprechpartner usw zu sein. Danke aber fĂŒr eure Hilfe! Bearbeitet 30. Mai 20169 j von Vyled
31. Mai 20169 j nicht immer muss auch die Projektleitung das Kosten- oder den Personalverantwortungsbereich mit umfassen. Interessant, was die Stelle alles als Projektleiter umfasst... FĂŒr mich klingt das einfach nach: "zur richtigen Zeit am richtigen Ort". Wenn du dir das zutraust, warum nicht? Ein paar Schulungen hier und da zum Thema Personal-/TeamfĂŒhrung und der Drops ist gelutscht. Meine Erfahrung ist: Man wĂ€chst an den Herausforderungen oder scheitert daran. Welchen Weg du einschlĂ€gst, liegt bei dir. Wobei ich auch finde, dass 45k fĂŒr Projektleitung durchaus wenig ist, aber du hast ja quasi 0 Erfahrungen.
31. Mai 20169 j Gleitzeit/Home Office und Team/Projektleiter? Auf dem Papier vielleicht... Ich kenne jetzt keinen der eine solche Position inne hat und Homeoffice macht oder Gleitzeit, die meisten kommen zwischen 8/9 und arbeiten bis um 6/7.  Zum Eingangsthema, wenn es dir gefĂ€llt kann man das natĂŒrlich ausprobieren. Kann aber je nach Mitarbeitern schwer werden, eben wegen dem Alter/Erfahrung.
1. Juni 20169 j Ich wĂŒrde das VorstellungsgesprĂ€ch wahrnehmen und ganz offen und ehrlich fragen warum Sie genau dich wollen. Du hast zwar Erfahrung im privaten aber noch eine gröĂere im fĂŒhren von Personen. Wie denkt die Firma darĂŒber das du jĂŒnger bist als deine Angestellten, glauben Sie diese wĂŒrden das akzeptieren? Was genau sollen deine Aufgaben sein? - Fachlich - Methodisch WĂ€re die Firma bereit dir auch Weiterbildungen in diesem Bereich zu finanzieren. Sprich Projektleitung und PersonalfĂŒhrung? Aus meiner Sicht ist die Stelle ein Wagnis, aber keins was ich nicht eingehen wĂŒrde. Voraussetzung das ganze ist seriös! Ich denke du wirst sehen wie erst Sie es meinen wenn du das Thema Weiterbildung in bestimmten Bereichen ansprichst. Wenn Sie dich wirklich langfristig zu einer FĂŒhrungskraft aufbauen wollen, machen Sie das. Ich gebe mal einen allgemeinen Rat, der mir bis jetzt in meinem Leben immer sehr geholfen hat. Nutze die Chancen die sich im Leben ergeben! Man kann damit auf die Nase fallen, aber am Ende gewinnt man nur. Die Leute die es zu "nichts" bringen oder am Ende nicht da landen wo sie hin wollten, haben ihre Chancen nicht wahrgenommen. Eine Chance ist immer ein RISKO, das liegt in der Natur der Sache. Wenn dein Instinkt dir sagt die meinen das ernst und du bist davon ĂŒberzeugt das hinzubekommen. Mach es! Â
1. Juni 20169 j Nimm den Job! Das ist eine der Gelegenheiten, bei denen Du Dir sonst spĂ€ter immer denkst "HĂ€tte ich es damals mal probiert!". Was hast Du zu verlieren: Höchstens ein geknicktes Ego, wenn es nicht so lĂ€uft wie gedacht. Was kannst Du gewinnen: Erfahrung, eine super Einstiegsposition, ein gutes Gehalt (fĂŒr einen Einsteiger, nicht fĂŒr einen PL) Wie bereits geschrieben sind 45k nicht wirklich viel fĂŒr einen Projektleiter. Wie sieht denn genau das Jobprofil aus? Andererseits wirst Du kaum so schnell wieder so einen Einstieg bekommen. Leg erstmal los und schau wie es lĂ€uft. Wenn Du spĂ€ter auf eine besser bezahlte Stelle wechseln willst, wird es leichter sein wenn Du aus einer Projektleiterstelle kommst als aus einer "Newbie-Entwickler"-Stelle. Â
1. Juni 20169 j @Graustein darf ich mich dir vorstellen? Ja, gröĂtenteils existiert die Gleitzeit nur auf dem Papier, da ich zu zig Besprechungen und Regelterminen aanwesend sein muss. Sollte ich (oder andere Pflichtteilnehmer) nicht vor Ort sein (wegen HomeOffice oder Terminen auĂer Haus), wird dieser Termin zu einer Telefonkonferenz.  @Vyled was sollst du denn genau leiten? Ein Entwicklerteam? Ein Entwicklungsprojekt? Eine Entwicklungsabteilung? Oder die gesamte IT-Abteilung inklusive Infrastruktur, Hardware, produktivem Betrieb, ...
1. Juni 20169 j Hallo Vyled, zum VorstellungsgesprĂ€ch wĂŒrde ich auf alle FĂ€lle gehen und es mir anhören. Danach weiĂt du ob du die Leute nur fachlich fĂŒhren sollst und Sie jemanden suchen der die Entwicklungen etc. koordiniert. Oder suchen Sie wirklich jemanden der die ganze Abteilung leitet? Wenn dies der Fall ist musst du dir Gedanken machen ob du es wirklich willst. Dann wirst du nĂ€mlich nicht mehr entwickeln sondern nur noch planen und strategische Eintscheidungen treffen. Als "richtiger" Abteilungsleiter musst du die Technik im Detail gar nicht mehr kennen. Da ist es teilweise sogar besser wenn du die Technik nicht mehr kennst da du dann anders planst. Dies ist eine langfristige Entscheidung die du treffen musst. Anders sieht es natĂŒrlich aus, wenn du nur ein kleines Team fĂŒhren sollst und trotzdem noch weiterhin entwickelst. Ich wĂŒrde im GesprĂ€ch einfach fragen, was Sie genau erwarten und ob Sie es dir zutrauen. Spiel auf jeden Fall mit offenen Karten, dass du gar keine Erfahrungen hast, dich aber gerne weiterentwickeln willst. Ich bin FIAE und arbeite jetzt eher als FISI. Dies habe ich beim GesprĂ€ch sowie der Zusage ganz deutlich gesagt und mein neuer AG hat mir gesagt dass ihm das klar wĂ€re und er es mir zutraut. vg, smite
2. Juni 20169 j Am 1.6.2016 um 00:16 schrieb Graustein: Gleitzeit/Home Office und Team/Projektleiter? Auf dem Papier vielleicht... Ich kenne jetzt keinen der eine solche Position inne hat und Homeoffice macht oder Gleitzeit, die meisten kommen zwischen 8/9 und arbeiten bis um 6/7. Zum Eingangsthema, wenn es dir gefĂ€llt kann man das natĂŒrlich ausprobieren. Kann aber je nach Mitarbeitern schwer werden, eben wegen dem Alter/Erfahrung. Zum GlĂŒck hĂ€lt der Enterprise-Gedanke auch im Mittelstand Einzug. Es ist bei Konzernen schlichtweg unmöglich die weltweit verteilten Leute regelmĂ€Ăig an einen Tisch zu bekommen, daher gibt es so sinnvolle Erfindungen wie WebEx (mein subjektives Mittel der Wahl, obwohl kein Cisco-Fan) oder Lync (*schauder*). Und auch dort laufen die Projekte nicht alle gegen die Wand und sind gröĂtenteils auch deutlich effizienter und entspannter, als permanentes OnSite und Ringelpietz mit Anfassen im Meetingraum. Bin als Consultant selbst in vielen Projekten vorwiegend anleitend bei Kunden tĂ€tig und fahre sicher nicht fĂŒr eine Stunde Meeting nach Buxtehude. Ebenso nicht fĂŒr meinen AG, der sich von der Anwesenheitspflicht schon vor vielen Jahren verabschiedet hat (ca. einmal / zweimal im Monat fĂŒr Reisekosten und Socializing genĂŒgt). Da tut es eine kurze WebEx, sofern alle die common sense-TelKo-Regeln (keine HuntergrundgerĂ€usche, muten, wenn man nichts sagt, etc.) einhalten. Gibt auch Kunden, die auf OnSite bestehen, auch wenn es nur fĂŒr eine Stunde ist. Ist unglaublich wichtig und unabdingbar sich gegenseitig beim Kaffee-trinken zuzuschauen. Wenn man dann anfĂ€ngt den Tag mit pauschal 0,25 PT + Reisezeit abzurechnen, ist - Ăberraschung! - OnSite gar nicht mehr so alternativlos, wie zunĂ€chst gedacht. Ausnahme: hauptberufliche, disziplinarische Personalverantwortung von mehr als 15 MA (Flurfunk, Open Door Policy, FĂŒhrungsstil, ...) oder Dinge, die am besten persönlich geĂ€uĂert werden sollten. Aber das ist ein anderes Thema. Bearbeitet 2. Juni 20169 j von Kwaiken
2. Juni 20169 j Der Schritt vom Berater / Entwickler zum PL will wohl ĂŒberlegt sein, da sich das Aufgabengebiet recht grundlegend Ă€ndert; dessen musst du dir bewusst sein. Ich teile die Bedenken der Kollegen hinsichtlich Akzeptanz vollumfĂ€nglich; ich habe und hatte schon oft mit "Jungspunden" zu tun die zwar "Projektleiter" im Titel stehen hatten aber weder von der Technik noch vom operativen GeschĂ€ft 'nen blassen Schimmer hatten aber dann anderen was erzĂ€hlen wollen... Dein groĂer Vorteil ist allerdings, daĂ du durch deine Vorgeschichte es eben auch fachlich "drauf hast", das heiĂt du musst lediglich eine gewisse "Durststrecke" ĂŒberwinden bis dein Umfeld kapiert hat daĂ du nicht nur redest sondern auch Ahnung hast. Wie oben schon so treffend gesagt wurde, du hast wenig zu verlieren und viel zu gewinnen.... im schlimmsten Fall beschrĂ€nkst du dich wieder auf Beratung / Entwicklung. Viel Erfolg!
Erstelle ein Konto oder melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.