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Teuerstes(?) Studium, Rant über Weiterbildung


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Hallo Forum,

wie fast alle wissen, überlege ich immer mal wieder zu studieren und gucke was der Markt so alles hergibt an Optionen ;)
Heute ist mir folgendes Angebot ins Auge gefallen und die Augen gleich mit raus :D
https://www.hs-albsig.de/studienangebot/berufsbegleitende-weiterbildung/technische-informatik-berufsbegleitend

 

Zitat

Kosten und Gebühren
Das Landeshochschulgesetz bestimmt, dass Weiterbildungsstudiengänge kostendeckend durch Gebühren finanziert werden müssen. Die Gebühren für den Online Studiengang Technische Informatik sind in der Gebührensatzung festgelegt und werden pro ECTS-Punkten, die absolviert werden, berechnet. Die ECTS-Punkte sind für jedes Modul festgelegt.

ECTS-Punkte sind ein Zahlenwert, der den Zeitaufwand und damit die Gewichtung eines einzelnen Moduls repräsentiert. Gesammelte ECTS-Punkte können innerhalb des ECTS-Raums beim Hochschulwechsel transferiert werden.
Der Bachelorabschluss Technische  Informatik Berufsbegleitend erfordert insgesamt 210 ECTS-Punkte. Die Gebühren pro ECTS-Punkt belaufen sich auf 100 Euro.

100 Euro Mal 210 ECTS sind, 21.000 Euro!
Eieieiei
Wobei, beim Schreiben sehe ich gerade, die FAU hat für ihr IT Sicherheits-studium die Preise auch angepasst mit mittlerweile 22410 Euro. Also doch nicht teuerstes Studium.
Wobei da gibt es noch etwas Gegenwert, hier an der FH scheint man ja mehr so: Lass mal die Jungs selber lernen und 1 mal im Semester machen wir ein paar Tage Präsenz.
 

Zitat

Am Ende jedes Semesters (Ende Januar und Mitte Juli) findet eine einwöchige Präsenzphase statt, in der Sie die Prüfungen ablegen.

Und die Selbstkosten sind jetzt 21.000 Euro?!

Warum wird man so geschröpft?
Ich mein, gut dass es immerhin irgendwas im Angebot gibt, aber, da winkt doch jeder ab.
Die FOM nimmt fürn Bachelor Informatik knapp 16.000 und da hat man ja jeden Fr/Sa Präzenz, heißt die haben da Kosten generell für Personal usw als private, an einer staatlichen FH sind die Profs doch "eh da". Paar mehr Studenten virtuell zu betreuen und einmal im Semester Klausuren schreiben lassen, kostet jetzt 21.000, pro Nase?
 

Aber wie gesagt, immerhin etwas. Ich bin hier unten im Raum München und wir haben NIX. Klar FOM gibt es. aber 3 staatliche Hochschulen und 0 Angebot im Bereich Informatik.
Halt Projektmanagement mit Fokus W-Info gibt es an der HM. Aber hey, wenn man W-Info als Vertiefung nimmt dann hat man Praktikum oder Vorlesung auch mal mittags um 12 Uhr für 2 Stunden.
Weil ist halt so, oder auch morgens um 9 oder nachmittags um 2, weil wir nicht extra für dich Popel-berufsbeleitend-studiereden was extra ansetzen hier im Info Bereich.
Dafür kostet es auch nur 8000 Euro...


Als positives Beispiel dagegen hab ich gerade diesen neuen Studiengang an der FH Brandenburg entdeckt:
https://informatik.th-brandenburg.de/studium/bachelorstudiengaenge/online-studiengang-it-sicherheit/
2.262 Euro plus Semstergebühren, das ist fair.
Muss man nur gucken wie das mit Präsenzen ist, aber es sollen wohl nicht so viele sein.

 

NRW hat ja auch das Verbundstudium für lau, aber da muss man alle Nase lang hin, von München null Bock jedes 2 Wochenende 1300km zu schrubben, das kostet dann eh mehr Fahrtgebühren und Zeit als gut tut.

Wenn die Regierung was gegen den ominösen Fachkräftemangel tun will, sollte sie mal eine Fern-FH ins Leben rufen, mit 100% Online Studium, Praxisnah, Kosten wie Fern-Uni Hagen ca 1500 Euro fürn Bachelor.
Das wäre doch malw asund nicht oh 21.000 Euro fürn FH Bachelor, weil wir müssen dir ja Hausaufgaben zuschicken....

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An der IUBH kostet es 14000€ für nen Bachelor, dafür 0 Präzens. Prüfung kannst du Online ablegen, oder an einem Prüfungszentrum.

An meiner TH hast du pro Semester 1500€ Brutto bezahlt und 75€ "Gebühren" (Berufsbegleitend) Du hast insgesamt 12.600€ bezahlt. Unterricht war immer Fr/Sa. Die Professoren mussten extra am Wochenende unterrichten und Klausur haben wir mit anderen Studierenden geschrieben die sogar von einer anderen FH kamen. An der TH gibts kaum "e-Learning" höchstens in Mathe 1 da hat unser Professor richtig mühe gegeben, Papier, Videos, Interaktives learning etc. Bei Mathe 2 war es aber sehr lau... da musst du am Unterricht teilnehmen, sonst wirst du vom Prof(anderer Mathe Prof aka Exmatrikulator) schlecht bewertet.

Da lobe ich die FU Hagen vom Preis her, nur ob man es besteht ist was anderes. (habe d. Gefühl dass sehr viele es dort nicht schaffen verglichen mit anderen Fernunis/Institute).

 

Bearbeitet von Zaroc
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vor einer Stunde schrieb SaJu:

Schau mal in die USA, was dort z.B. in Stanford ein Online-Master kostet. :D

Da kostet jedes einzelne Modul 1.352$ und Du studierst neben dem Beruf 3-5 Jahre. Wenn Du das teuerste Studium suchst, studiere Online in den USA...

Fee:    Fee may apply 😁

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Bei den Kosten an der FAU darfst du die Semesterwerksbeiträge nicht vergessen (aktuell 127€/Semester) und pro Kurs hat man ein Präsenzwochenende. Die finden teilweise in Offenburg, Darmstadt, Berlin, Bochum oder halt Erlangen statt. Die sind freiwillig, aber sehr zu empfehlen. Mit Übernachtung, Verpflegung, Anreise usw usw... da kommt was zusammen.

Ja, es ist sehr viel Geld (meine Gesamtkosten mag ich überhaupt nicht ausrechnen...) aber es lohnt sich. Mir fehlt jetzt noch meine Bachelorarbeit und dann bin ich durch :) 

 

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Also FAU finde ich zwar auch teuer, aber da scheint ja auch Gegenwert da zu sein.
Dagegen ist das von der FH im Eingangspost ja scheinbar nur: Wir schicken euch mal Hausaufgaben zu und ihr dürft die Prüfungen dann hier mitschreiben.
Dafür ist das gebotene zu teuer.

Achja, was mich auch aufregt:
Wenn man ein Meister, Techniker, Fachwirt usw machen will gibt es Bafög. Früher hieß es Meisterbafög, heute ja Aufstiegsbafög (oder so)
Wenn man sich mit Studium weiterbilden will: Nix. Ja weil Studium, ja der erste beruflich qualifizierende Abschluss ist. Also wie Ausbildung quasi...
Macht man übrigens nach dem Bachelor einen Fachwirt, gibt es dafür auch Bafög...

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vor 2 Stunden schrieb Graustein:

Achja, was mich auch aufregt:
Wenn man ein Meister, Techniker, Fachwirt usw machen will gibt es Bafög. Früher hieß es Meisterbafög, heute ja Aufstiegsbafög (oder so)
Wenn man sich mit Studium weiterbilden will: Nix. Ja weil Studium, ja der erste beruflich qualifizierende Abschluss ist. Also wie Ausbildung quasi...

Oh ja... das hat mich auch tierisch gestört... der OP wäre gefördert worden (kennt nur keiner und bringt einem nichts, wenn man in die IT-Security möchte), für ein Studium bekommt man nichts... auch wenn beides angeblich auf DQR Stufe 6 ist und somit "gleichgestellt"...

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Alle Monate wenn dann :D
Bin gerade auch etwas genervt.
Intern eine super Stelle als Tester gesehen. Für die SW+HW wo ich supporte und viel Erfahrung hab. Kollegen die da in der Abteilung sind und mich kennen, meinten: Ja rede mal mit dem Chef, du passt da 99% drauf.
Chef: Ja die SW kennst du ja und würdest da super passen, was das testen angeht und Testumgebung machen usw aber nix Studium bzw nix SW-Entwicklung Kenntnisse.
Hab gesagt: Ja, richtig, aber kann man ja alles lernen (Als Tester braucht man ja auch nicht so tiefe Erfahrung mit SW-Entwicklung wie als reiner Entwickler - vor allem gibt es ja noch den Test-Manager oben drüber) . Vor allem ja Programmierung lernt man auch nicht im Studium wegen 2 Modulen, sondern in dem man es macht.
Ja, aber ne, aber usw....
Man sieht mal wieder, der Wisch ist wichtig. Selbst intern.

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Ein Weiter- oder Fortbildung ist auch immer eine Investition - das heißt, dass man erst mal Geld, Energie, Kraft, Freizeit, ... reinsteckt, sich dann aber einen Mehrwert davon erhofft. Da ein Studium lange dauert, ist es auch erst mal teuer. Und selbst wenn man fertig ist, braucht man noch einige Jahre um zumindest das Finanzielle aufzuholen. Das muss einem erst mal klar sein. ABER: Ich sehe es auch so, dass Bildung ein hohes Gut ist. Die kann einem dann niemand mehr wegnehmen (im Gegensatz zu zum Beispiel einem Auto, das man kaputt fahren kann). Also, das bleibt dann auch ein Leben lang (mal Altheimer und andere Krankheiten ausgeschlossen). Wenn man sich also dafür entscheidet - egal ob neben dem Beruf oder in Vollzeit - muss man sich klar sein, dass es ein paar knausrige Jahre werden und ma muss schon richtig motiviert sein.

Verhungern muss man während einer Fortbildung auch nicht, man kann nebenher arbeiten, man kann Stipendien beantragen (die Chancen stehen immer besser als man denkt weil das keiner macht, da jeder denkt er hat eh keine Chancen), es gibt Privatkredite, BAföG etc. Aber ja, wenn man ein volles Gehalt gewohnt ist, ist das erste Jahr hart.

vor 22 Minuten schrieb Smilymarco:

Es öffnet halt doch Türen

Definitiv. Um nur auf das Finanzielle einzugehen: vor dem Studium musste ich um jeden Euro kämpfen (wohne im Süden, gibt genug Nachfrage an Fachkräften), nach dem Studium ist man in einer deutlich besseren Verhandlungsposition und die Unternehmen kommen viel mehr entgegen. 

vor 3 Stunden schrieb Graustein:

Chef: Ja die SW kennst du ja und würdest da super passen, was das testen angeht und Testumgebung machen usw aber nix Studium bzw nix SW-Entwicklung Kenntnisse.
Hab gesagt: Ja, richtig, aber kann man ja alles lernen (Als Tester braucht man ja auch nicht so tiefe Erfahrung mit SW-Entwicklung wie als reiner Entwickler - vor allem gibt es ja noch den Test-Manager oben drüber) .

Ich denke schon, dass ein Studium hier hilfreich sein kann. Zum Beispiel lassen sich über Äquivalenzklassen ausrechnen, wie viele Tests man im Minimum benötigt, um alle Möglichkeiten abzudecken. Egal wo ich hinkomme, die Testabdeckung alleine reicht nicht aus um festzustellen, ob richtig getestet wird. Ich denke sogar, dass gute(!) Tester noch sehr viel tiefere SW-Know-how haben müssen. Eine Methode ist schnell geschrieben und auch Tests sind schnell geschrieben. Aber das heißt nicht, dass gut getestet wird.

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Ich war nicht ganz spezifisch, in dem Fall schreibt die Abteilung Software für andere Software/Hardware. Letzteres kenne ich eben aus dem FF.
Der Tester soll ja die Funktionen, Bugs usw testen, also die spezielle SW mit unser Standard Software/Hardware. Am Code macht er in dem Fall eher wenig.
Wenn etwas auffällt, wird das gemeinsam besprochen.
In dem Fall denke ich persönlich ist für das testen relativ wenig SWE Kenntnis gefragt.


Was auch sein kann ist, das hier mal wieder 2 Stellen in einer gefragt sind. Also jemand der testet und dann gleich am besten den Code noch fixt...

Übrigens, auf meinen Einwand hin, ja der Bachelor kann ja auch nicht programmieren, weil er nur 2-3 Module hat heißt es: Ja den würde man dann auch nicht einstellen, es bräuchte dann jemanden, der neben dem Studium schon paar SW Projekte gemacht hat.

Würde ich sogar zustimmen, aber das zeigt nochmal, dass man am besten so früh studiert wie irgend möglich.

Neben 40h, Familie komm ich uU vielleicht noch zum Studium auf 4-5 Jahre. Aber dann noch on Top mehrere SW Projekte machen :D
Äh ne.

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Am 8.7.2020 um 13:28 schrieb Graustein:


Wenn man sich mit Studium weiterbilden will: Nix. Ja weil Studium, ja der erste beruflich qualifizierende Abschluss ist. Also wie Ausbildung quasi...
Macht man übrigens nach dem Bachelor einen Fachwirt, gibt es dafür auch Bafög...

Wenn Du "rein" das Studium machst, hast Du sogar Anspruch auf elternunabhängiges Bafög, weil Du Berufserfahrung hast. Das ist das Maximum! an Bafög, was man als Student bekommen kann...

Nur, wenn Du berufsbegleitend studierst, bekommst Du kein Bafög, weil Du das Gehalt für Studenten übersteigst. Das hat aber nichts mit der vorherigen Ausbildung zu tun.

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Ja wenn ich 4500 netto gegen ~1000 Bafög tauschen wollen würde (Plus Frau darf auch kaum was verdienen usw), wobei ich mittlerweile auch zu alt bin ;) 
Aufstiegsbafög gibt es aber unabhängig vom Einkommen, für Techniker, Fachwirte, Meister, usw alles nebenberuflich.
Techniker dauert auch 3,5 Jahre, warum gibt es nicht 5000 Euro Zuschuss für alle?
Das wäre doch fair.

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