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Welche fachlichen Fragen an einen Bewerber stellen?


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Moin,

wir stocken bei uns im Betrieb wieder ein wenig auf. Normal wurden die Bewerbungsgespräche bei uns immer vom Geschäftsführer und dem Vertriebler geführt (kleiner Laden, keine eigenen Personaler oder sowas). Ich soll nun mit dabei sein und den Bewerbern technisch ein wenig auf den Zahn fühlen. Sowas wie Einstellungstests oder so gab es bei uns nie. Wirkliche Qualifikation wurde dann in der Probezeit abgeklärt, der Rest war eher nur das menschliche abklappern und grob was zuvor gemacht wurde, wobei das dann meist nicht einmal auf den jeweiligen Fachbereich gemünzt war, da unser Geschäftsführer/Entwicklungsleiter natürlich auch nicht fachlich in allen Bereichen fit ist.

Nun stell ich mir natürlich die Frage, was ich den guten Frage, ist ein Berufseinsteiger, der gerade seine Ausbildung fertig hat. Sprich einfach nur locker über die Projekte quatschen, die er bis dato so umgesetzt hat und da ein wenig nachhaken wie die Sachen gelöst wurden, ggf. bzgl. der Technologien, was selbst gemacht war, was über welche Frameworks und Bibliotheken gelöst wurde, ob er ggf. schon mit anderen Sprachen und co. in Berührung gekommen ist durch Hobbyprojekte und wie er sich so auf den laufenden hält oder ob es Sinn macht wirklich ein paar Fachfragen zu Spracheneigenheiten zu stellen oder gar ne kleine Codingaufgabe vorzubereiten.

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Ich würde direkten Bezug auf die Projekte nehmen, die er in seiner Bewerbung angegeben hat und versuchen da ein paar technische Fragen unterzubringen. Letztendlich kann man in Bewerbungsgesprächen nur begrenzt Fachwissen abklopfen, aber ich würde zumindest versuchen ein paar wichtige Themenfelder und "Buzzwords" anzuschneiden. Einfach nur um zu sehen wie Derjenige reagiert und ob er anfängt zu schwimmen oder souverän bleibt.

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@Gooose Eigentlich nicht. Jemanden der nicht in der Lage war zu programmieren hatten wir noch nie, soweit ich mich erinnern kann. Wenn waren die Probleme eher, dass Leute ggf. mehr Organisation gewohnt waren und mit schönen Dokumentationen ausschließlich mit großen Frameworks unterwegs waren, wo eben viel vorgegeben war. Oder sie kamen ziemlich ins Schwimmen beim Kundenkontakt, vor allem in Support-/Problemfällen. Aber das war auch nur ein Trennungsgrund, wenn es gar nicht ging.

Hätte am liebsten natürlich noch ein wirklich starken Kollegen an Bord. Aktuell können zwar viele Sachen mit mehr oder weniger vielen Vorgaben umsetzen. Wo es aber bei uns dünn wird sind so Sachen wie ein Altkunde, bei dem sich eigentlich keiner im System auskennt hat einen fiesen Bug und sein ganzes System steht. Sich da in einer unbekannten Umgebung lang zu hangeln und den Fehler zu finden, das traue ich hier aktuell nur zwei anderen Kollegen zu. Aber glaube auch nicht, dass sowas künstlich konstruieren in einer eh schon etwas angespannten Situation wie einen Bewerbungsgespräch für einen Berufseinsteiger wirklich geeignet wäre.

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vor 6 Minuten schrieb Velicity:

Eigentlich nicht

Wenn es bis dato kein Problem ist, würde ich von diesen Tests erst mal absehen.

vor 7 Minuten schrieb Velicity:

Wenn waren die Probleme eher, dass Leute ggf. mehr Organisation gewohnt waren und mit schönen Dokumentationen ausschließlich mit großen Frameworks unterwegs waren, wo eben viel vorgegeben war.

Organisation und Dokumentation ist eher Standard als Ausnahme. Für Unternehmen ist dies langfristig überlebenswichtig (wenn man angenehm leben möchte).

vor 10 Minuten schrieb Velicity:

Hätte am liebsten natürlich noch ein wirklich starken Kollegen an Bord.

Was währe aus deiner Sicht stark?

vor 11 Minuten schrieb Velicity:

Wo es aber bei uns dünn wird sind so Sachen wie ein Altkunde, bei dem sich eigentlich keiner im System auskennt hat einen fiesen Bug und sein ganzes System steht.

Dies haut in die Kerbe "Organisation und Dokumentation". Wer ist für den Kunden zuständig? Macht das auch der Entwickler? Hat der direkten Kontakt? ...

vor 13 Minuten schrieb Velicity:

Sich da in einer unbekannten Umgebung lang zu hangeln und den Fehler zu finden, das traue ich hier aktuell nur zwei anderen Kollegen zu. Aber glaube auch nicht, dass sowas künstlich konstruieren in einer eh schon etwas angespannten Situation wie einen Bewerbungsgespräch für einen Berufseinsteiger wirklich geeignet wäre.

Ihr erwartet, dass ein Berufseinsteiger sich nach einer gewissen Einarbeitungszeit sich einem Altkunden widmet, in einem (vermutlich) nicht dokumentierten System? Wahrscheinlich ohne Testumgebung? 

Quasi: Kundenkontakt, Projektverantwortung für Bestandskunden, (Dark)Brownfield Kenntnisse aufbauen ...

Mal abgesehen, dass sich das für mich sehr schmerzhaft anhört, hätte ich als Bewerber wahrscheinlich ein paar Fragen.

Seid einfach ehrlich zu euren Bewerbern, und die Wahrscheinlichkeit, dass diese auch ehrlich zu euch sind, ist groß.

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Bei euren Arbeitsbedingungen? :blink:
Nimm die schwersten Leetcodeaufgaben die du finden kannst, damit die Leute gleich aufgeben, das wäre noch das humanste.
Oder sag ihnen zumindest, wie es wirklich bei euch läuft und erzähle nicht was von einer heilen Entwicklerwelt.
Ich sucht einen Senior zum Juniorgehalt oder noch darunter, der wird anschließend eh jegliche Motivation verlieren.
Ein name and shame wäre hier eher angebracht.
 

Sorry für das off-topic.

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vor 17 Minuten schrieb Gooose:

Organisation und Dokumentation ist eher Standard als Ausnahme. Für Unternehmen ist dies langfristig überlebenswichtig (wenn man angenehm leben möchte).

Bin ich bei dir und ein anderer Kollege und ich probieren hier auch viel zu ändern aber man arbeitet 30 Jahre eben nicht so schnell auf, neben dem produktiven Geschäft, zumal das alles mehr oder weniger kundenspezifische Lösungen sind. Meist läuft es dann eher hinaus auf es bei aktuellen Projekten immer ein wenig besser zu machen und für die Zukunft zu vereinfachen.

vor 17 Minuten schrieb Gooose:

Was währe aus deiner Sicht stark?

Wie im Beispiel angedeutet, jemand den ich auf jedes Problem ansetzen kann. Der sich auch in Sachen einarbeiten kann, von den er keine Ahnung hat. Der Sachen ausschließen kann und ein wenig logisch ran geht.

vor 17 Minuten schrieb Gooose:

Dies haut in die Kerbe "Organisation und Dokumentation". Wer ist für den Kunden zuständig? Macht das auch der Entwickler? Hat der direkten Kontakt? ...

Korrekt, bei uns steigen die Leute i.d.R. als Entwickler ein und machen dann relativ bald auch den Support, sprich der Kunde ruft im Zweifel mit seinen Problem direkt beim Entwickler an. Da rüber hinaus gehen Leute die ein Weilchen dabei sind meist mit in die Projektleitung und sind dann bei den Kunden dann eben auch Verantwortlich für das Pflichtenheft und die Gespräche, für die Koordinierung im Team, mit Schnittstellenpartnern und mit dem Kunden bei weiteren Features usw.

Bei kleineren Features, Änderungen und Anpassungen übernimmt das komplett der Entwickler. Da wird der Projektleiter quasi nur noch informiert hat aber nix mit dem Prozess zutun.

Haben aber wie gesagt auch paar Kunden von vor 20-30 Jahren, wo die Leute, die das umgesetzt haben in Rente sind und wenn da mal was klemmt, dann landet es eben bei irgendwem und geändert, korrigiert oder dokumentiert wird da auch nix mehr. Da will dann weder der Kunde, noch unser Laden für zahlen aber alles ein anderes Thema, wie gesagt bei aktuelleren Sachen wird es besser.

Trotzdem gibt es eben die Situation Kunde ruft an, mit einer relativ unspezifischen Fehlerbeschreibung und der Rest liegt dann an einem selbst. Da ist der Fehler mal klar, mal gibt es eine Fehlermeldung, mal hilfreiche Logfiles, mal kennt man das System nicht, muss aktuelle Vorgänge mal mit dem Normalfall abgleichen oder hängt dann wenig später in WireShark um zu verifizieren, dass Daten überhaupt korrekt über die Leitung gehen.

Aber glaube das ist alles auch zu weit ausgeholt und das werde ich wohl kaum in einen Bewerbungsgespräch wirklich abklopfen können. Das wird aber natürlich auch nicht nach ein paar Wochen der Fall sein.

Ich sag mal erstmal kriegt man seine kleinen Aufgaben und wird ans System ran geführt. Support, mehr Kundenkontakt und co. wird dann vermutlich erst nach einem Quartal dazu kommen. Projektleitung wohl frühestens nach 1-2 Jahren, nachdem man neue Projekte von der Bank aus miterlebt hat.

Bearbeitet von Velicity
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vor 5 Minuten schrieb Velicity:
vor 21 Minuten schrieb Gooose:

Was währe aus deiner Sicht stark?

Wie im Beispiel angedeutet, jemand den ich auf jedes Problem ansetzen kann. Der sich auch in Sachen einarbeiten kann, von den er keine Ahnung hat. Der Sachen ausschließen kann und ein wenig logisch ran geht.

Das beschreibt einen Entwickler.

vor 8 Minuten schrieb Velicity:

Korrekt, bei uns steigen die Leute i.d.R. als Entwickler ein und machen dann relativ bald auch den Support, sprich der Kunde ruft im Zweifel mit seinen Problem direkt beim Entwickler an.

  • Softwareentwicklung
  • 1st/2nd/3rd Level Support
vor 10 Minuten schrieb Velicity:

Da rüber hinaus gehen Leute die ein Weilchen dabei sind meist mit in die Projektleitung und sind dann bei den Kunden dann eben auch Verantwortlich für das Pflichtenheft und die Gespräche, für die Koordinierung im Team und mit dem Kunden bei weiteren Features usw.

  • PreSales
  • Verantwortung für Projekte
  • Ansprechpartner für Kunden
vor 15 Minuten schrieb Velicity:

Ich sag mal erstmal kriegt man seine kleinen Aufgaben und wird ans System ran geführt. Support, mehr Kundenkontakt und co. wird dann vermutlich erst nach einem Quartal dazu kommen. Projektleitung wohl frühestens nach 1-2 Jahren, nachdem man neue Projekte von der Bank aus miterlebt hat.

Du startest also als Entwickler und "endest" als entwickelnder, verkaufender Ansprechpartner/Projektleiter. Und das nach ein bis zwei Jahren nach Berufseinstieg. Das ist schon ziemlich steil. 

Genau diese Transparenz solltet ihr euren Bewerbern geben. 

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... ich möchte immer ein Bild des Bewerbers haben. Wie ist er drauf ? Passt er ins Team ?

Fachqualifikation kann ich im Zweifel vermitteln, Sozialkompetenz nicht.

Also ich "unterhalte" mich mit Bewerbern. Ob sie taugen oder nicht zeigt die Probezeit.

Wir haben aber auch ein eher unkonventionelles Klima ... da muss man schon ein bisschen anders sein ;)

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vor 12 Minuten schrieb Gooose:

Du startest also als Entwickler und "endest" als entwickelnder, verkaufender Ansprechpartner/Projektleiter. Und das nach ein bis zwei Jahren nach Berufseinstieg. Das ist schon ziemlich steil. 

Genau diese Transparenz solltet ihr euren Bewerbern geben.

Das ist nun auch nicht in Stein gemeißelt. Wir haben durchaus Leute die 10 Jahre dabei sind, die z.B. nicht in der Projektleitung sind, weil man die kommunikativ nicht auf die Kunden loslassen kann oder sie z.B. nicht nein sagen können. Dass die Reise Richtung Projektleitung gehen kann wird so auch immer kommuniziert. Genauso dass es Kundenkontakt gibt, dass man mal beim Kunden Vorort ist zur Inbetriebnahme und das es die Rufbereitschaft gibt usw. Ist jetzt nicht so als wären das alles Überraschungen.

Bzgl. der fachlichen Anforderungen habe ich in meinen Bewerbungsgespräch wenig gehört. Ggf. auch weil ich davor schon in viele Sachen reingeschnuppert habe und man davon ausging, dass ich mich in neue Sachen einarbeiten kann. Ich hätte damit aber zum Berufseinstieg ehrlich gesagt auch wenig anfangen können. Ich war weder vorher in den später geforderten Situationen, noch habe ich mit allen Technologien gearbeitet. Hätte damals auch nur sagen können, dass ich interessiert bin und mir Mühe geben werde.

Habe das aber schon vor relativ transparent zu kommunizieren, sprich was genutzt wird, wo er sich wohl rein arbeiten muss und was auf ihn zukommt bzgl. Aufgaben und co.

Aber letztlich ist der Konsens ja in etwa wie ich das gedacht habe. Mal ansprechen auf das was er gemacht hat, da ein wenig nachhaken. Ihm ein Bild vermitteln was auf ihn zukommt aber nun eher nicht zu technisch oder gar Code Aufgaben und sowas. Höre sowas zwar immer häufiger aber irgendwie wirkt das für mich wie ein Auswendiglernen von Aufgaben, die man im Betrieb ggf. nie brauchen wird.

Und denke mal ob er sich in neue Sachen rein arbeiten kann lässt sich ggf. erahnen, wenn er in Bezug auf Hobbyprojekte oder ähnliches auch mal in Programmiersprachen, Frameworks und co. über denen seiner Ausbildung hinaus reingeschnuppert hat und wenn seine genutzten Informationsquellen etwas breiter aufgestellt sind als das, was man ihn in der Ausbildung vor die Füße geworfen hat.

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Wenn ich ein Bewerber wäre, würde ich mich glücklicher schätzen wenn ihr als Unternehmen ehrlich und transparent mit dem Aufgaben und der Stelle umgeht, weil was habt ihr zu verlieren ? 
Ich persönlich würde das Gespräch ohne Codingaufgabe, Einstellungstest oder diese komischen Stressfragen machen. 
Wichtiger wäre die Kommunikation, Betriebsklima, vllt das Büro/Gebäude zeigen, über Projekte beim Bewerber und im Unternehmen, halt eine etwas lockere Atmosphäre …. 
 

Ich finde Coding kann man nicht innerhalb von 5 Minuten erledigen, ist ja ähnlich als würde ein Tischler einen Tisch in 5min machen = geht nicht. 
 

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vor 51 Minuten schrieb Velicity:

Und denke mal ob er sich in neue Sachen rein arbeiten kann lässt sich ggf. erahnen, wenn er in Bezug auf Hobbyprojekte oder ähnliches auch mal in Programmiersprachen, Frameworks und co. über denen seiner Ausbildung hinaus reingeschnuppert hat und wenn seine genutzten Informationsquellen etwas breiter aufgestellt sind als das, was man ihn in der Ausbildung vor die Füße geworfen hat.

Sind eure offenen Stellen auf Neueinsteiger orientiert, oder habt ihr auch "erfahrene" Bewerber? So könnte das Gespräch schon anders ablaufen. Gerade wenn man sich über seine letzten Stationen unterhält.

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vor 33 Minuten schrieb Gooose:

Sind eure offenen Stellen auf Neueinsteiger orientiert, oder habt ihr auch "erfahrene" Bewerber? So könnte das Gespräch schon anders ablaufen. Gerade wenn man sich über seine letzten Stationen unterhält.

Wir haben durchaus auch mal erfahrende Bewerber. Wie gesagt, dass jemand von der fachlichen Seite dabei ist, ist neu und der nächste Kollege ist ein Berufseinsteiger, hatten hier vor paar Tagen durchaus auch Leute mit deutlich mehr Berufserfahrung. Wobei man die meist fixer in dem Bereich Projektleitung sieht, sofern sie da schon Berührungen hatten. Aber ja jemand mit mehr Erfahrung hat natürlich auch aus dem beruflichen Bereich mehr zu erzählen, während er Einsteiger eben nur seine Ausbildung und ggf. private Sachen hat.

Habe generell das Gefühl, dass sich die jüngeren Leute bzw. Einsteiger hier besser machen, die noch starkes Interesse an der IT haben und da auch gerne mal ihre Wochenenden mit verbringen. Glaube es ist eben natürlich, dass viele dann im Alter Familie Gründen, Kiddies haben, ggf. Enkel, sich am Wochenende um ihren Garten kümmern, statt diese Zeit einem Hobbyprojekt am Rechner widmen oder da irgendwelche Kenntnisse vertiefen.

Spielt uns in unserer Situation mit kundenspezifischen Projekten und der mangelnden Doku dann natürlich in die Hände. Ist nicht so, dass das "gefordert" wäre aber scheint eine natürliche Entwicklung zu sein, dass die Leute hungriger sind, sich beweisen wollen, ein wenig über die Arbeit definieren usw. Da kommt man nun sonst wohl eher schwerer rein. Mal davon ab, dass ich persönlich da auch eher den Mangel sehe. Wie gesagt aktuell sind es drei Leute auf denen das lastet, auch ein wenig mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen und sicher ist da auch mal wer eingebunden, Urlaub, Krank usw. Da noch wen im Büro zu haben, der es mir dann im Urlaub ermöglicht Urlaub zu machen wäre ganz cool. Aber glaube das muss sich ergeben und lässt sich nicht im Gespräch festmachen.

Generell kommt hier aber alles rein, von den kompletten Einsteigern, über Quereinsteigern, Leute mit Ausbildung, Studium, Promotion oder zig Jahren Berufserfahrung.

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vor 50 Minuten schrieb Velicity:

Habe generell das Gefühl, dass sich die jüngeren Leute bzw. Einsteiger hier besser machen, die noch starkes Interesse an der IT haben und da auch gerne mal ihre Wochenenden mit verbringen. Glaube es ist eben natürlich, dass viele dann im Alter Familie Gründen, Kiddies haben, ggf. Enkel, sich am Wochenende um ihren Garten kümmern, statt diese Zeit einem Hobbyprojekt am Rechner widmen oder da irgendwelche Kenntnisse vertiefen.

Arbeit ist Arbeit, Freizeit ist Freizeit. Im Arbeitsvertrag sollte alles geregelt sein.

vor 50 Minuten schrieb Velicity:

Spielt uns in unserer Situation mit kundenspezifischen Projekten und der mangelnden Doku dann natürlich in die Hände.

Das heißt aber auch, das man in der Regel immer den "gleichen Schlag Mensch" bekommt.

Wenn ich mir für die Arbeit etwas aneignen muss, ist das Arbeitszeit.

vor 50 Minuten schrieb Velicity:

Ist nicht so, dass das "gefordert" wäre aber scheint eine natürliche Entwicklung zu sein, dass die Leute hungriger sind, sich beweisen wollen, ein wenig über die Arbeit definieren usw.

Ich bin von Natur aus ein neugieriger Mensch, doch wenn der Arbeitgeber erwartet für ein bestimmtes Thema neugierig zu sein, ist dies Arbeitszeit. Wenn dem nicht so ist, hat man schnell seinen Stundensatz halbiert ;)

vor 50 Minuten schrieb Velicity:

Da kommt man nun sonst wohl eher schwerer rein.

Das ist das Problem des Arbeitgebers.

Die mangelnde Dokumentation und die "freiwillige Zusatzarbeit" verwässert den Aufwand eines Projektes. Irgendwann wird dies stillschweigend mit geschätzt, und man wird mit der Zeit immer unglücklicher. Man muss aufpassen, dass dies nicht zum Teufelskreis wird.

Bearbeitet von Gooose
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vor 12 Minuten schrieb Gooose:

Ich bin von Natur aus ein neugieriger Mensch, doch wenn der Arbeitgeber erwartet für ein bestimmtes Thema neugierig zu sein, ist dies Arbeitszeit. Wenn dem nicht so ist, hat man schnell seinen Stundensatz halbiert

Daher sagte ich ja auch, es wird nicht erwartet aber es kommt dem Unternehmen zu gute. Wir haben durchaus einige Leute hier, die in ihrer Freizeit nun einmal häufig was in dem Bereich machen. Sei es in Sachen Algorithmen ein wenig fitter werden sollen, mit bestimmten Tools ein wenig fitter werden, sich mit Codequalität und Wartbarkeit beschäftigen, irgendein Hobbyprojekte umsetzen mit Technologien die auch im Unternehmen genutzt werden oder mit neuen, die hier zur Thematik stehen oder auch wirklich mal ein wenig rumprobieren für etwas, was sie auf der Arbeit mal anderes lösen wollen würden, wofür im Betrieb dann die Zeit fehlt für "Forschung". Das sind Sachen, die kommen aber von den Leuten selbst, da sagt keiner setz dich mal das Wochenende hin und mach das.

vor 17 Minuten schrieb Gooose:

Das ist das Problem des Arbeitgebers.

Die mangelnde Dokumentation und die "freiwillige Zusatzarbeit" verwässert den Aufwand eines Projektes. Irgendwann wird dies stillschweigend mit geschätzt, und man wird mit der Zeit immer unglücklicher. Man muss aufpassen, dass dies nicht zum Teufelskreis wird.

Jo wie gesagt, Probleme sind bekannt und einige probieren was dran zu machen. Hat leider nicht so die Priorität vom AG selbst aber auch wenn viel sehr falsch läuft gibt es Leute, die es zumindest in die richtige Richtung bewegen. Und klar, je mehr man hat, die da auch ein Interesse dran haben und mit anpacken, desto eher wird das auch was. Und natürlich wäre es noch schöner, wenn das alles vom AG selbst initiiert wäre und der mal sagt, das, das und das läuft falsch und da ändern wir mal was, anstatt das den Entwicklern selbst der Schuh drückt und sie probieren Arbeitsabläufe, Organisierung und co. zu ändern. Aber alles schon wieder ein anderes Thema.

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Wie leicht können Sie sich in undokumentierten, fremden Code einarbeiten?

Wie viele Jahre werden Sie ohne Gehaltserhöhung auskommen?

Wenn ich Sie sonntags früh um 3 Uhr anrufe: wie lange brauchen Sie von unterm Schreibtisch bis ans Telefon?

...

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vor 26 Minuten schrieb allesweg:

Wie leicht können Sie sich in undokumentierten, fremden Code einarbeiten?

Ist eben auch eine Fähigkeit. Klar wäre es schöner, wenn man sie nicht brauch. Trotzdem bringen einige die Fähigkeit mit, andere nicht. Würde sich die Arbeit von selbst tun, bräuchte man keine Leute und so hoch sind abgesehen davon die fachlichen Anforderungen nicht bei uns.

vor 26 Minuten schrieb allesweg:

Wie viele Jahre werden Sie ohne Gehaltserhöhung auskommen?

Die gibt es durchaus, wenn man zusätzliche Tätigkeiten und Verantwortung übernimmt. Habe in den ~8 Jahren sechs Erhöhungen bekommen und ggf. ist der Kollege ja fachlich fähiger als ich oder der Rest und geschickter was die Verhandlung angeht. Die meisten scheinen im IT-Bereich ja eh nicht so lange bei einem Arbeitgeber zu sein, um dort Erhöhungen mitzunehmen, sondern erreichen die eher durch einen Wechsel, wenn ich mich hier mal so umschaue.

vor 26 Minuten schrieb allesweg:

Wenn ich Sie sonntags früh um 3 Uhr anrufe: wie lange brauchen Sie von unterm Schreibtisch bis ans Telefon?

Für die Rufbereitschaft gibt es ebenfalls gutes Geld bei durchschnittlich relativ geringen Aufkommen. Schwankt natürlich je nachdem ob man gerade große Projekte in Betrieb genommen hat usw. Mal davon ab, dass man sich eben aussuchen kann, ob man dabei ist oder nicht. Und ja das wurde auch alles in meinen Bewerbungsgespräch kommuniziert.

Und ja bei uns läuft vieles nicht optimal. An vielen wird gearbeitet, an Einigem leider noch nicht. So what. Das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite? Wenn es jemanden nicht gefällt, dafür gibt es dann die Probezeit. Bis dato hat da noch nie jemand von sich aus abgewunken. Glaube viele haben einfach eine zu extreme Vorstellung von dem Laden, da ich eben eher die Sachen erwähne, die mich stören und ich mich ggf. an vielen stören kann und auf der Arbeit nicht das Hirn ausschalte und sage mir ist egal wie es läuft, sondern da gerne was verbessern möchte.

Bearbeitet von Velicity
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