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welche Fachrichtung wählen um in DevOps zu arbeiten


elgorgo

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Stellenanzeigen für DevOps verwirren manchmal mit den aufgezählten Fähisgkeiten, die man mitbringen soll.
Meist werden Themen genannt, die sowohl nach FIAE wir auch nach FISI klingen.
Die Tätigkeit in DevOps ist ja keine der neuen IHK-Fachrichtungen für Fachinformatiker.
Was empfehlt ihr jemanden, der noch seine Fachrichtung wählen kann ?

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Grundsätzlich würde ich sagen, dass bei DevOps die Aufgabenbereiche von FIAE und FISI vermischt werden. „Dev“ (Development, Softwareentwicklung - eher FIAE) und „Ops“ (Operations, Vorgänge, Administration - eher FISI).

Je nachdem, was das Unternehmen konkret macht, wird dabei aber wohl ein Anteil überwiegen, weshalb die einen eher einen FIAE, die anderen eher einen FISI suchen. Grundsätzlich sind aber beide Fachrichtungen dafür geeignet, da der Bereich Schwerpunkte von beiden verbindet.

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vor einer Stunde schrieb elgorgo:

Was empfehlt ihr jemanden, der noch seine Fachrichtung wählen kann ?

FIAE. Wer nicht ordentlich programmieren kann, wird es schwer haben in dem Bereich wo das ernsthaft betrieben wird. Die meisten Firmen verstehen unter DevOps , dass der Programmierer seine Applikation auch noch selbst betreibt und eben nicht, dass der heutige Admin die Applikation schreibt - um es mal plakativ und überspitzt auszudrücken. Daher FIAE.

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Ich sehe das ein wenig anders als zuvor beschrieben. Ich sehe DevOps nicht so eingesetzt wie es der Name eigentlich verlangt (Entwicklung + Betrieb aus einer Hand). Stattdessen sehe Ich DevOps Rollen größtenteils als die Stellen an, welche die CI/CD Pipelines und Infrastruktur automatisieren und sowohl den Kollegen vom Betrieb als auch den Kollegen von der Entwicklung einen Service erbringen, aber eben weder noch ablösen.

Ich würde hier mit dem FIAE größere Erfolgschancen sehen, aber es hängt vom Ausbildungsbetrieb ab. Ist durchaus auch eine FISI Tätigkeit, allerdings mit großer Chance dass man im Betrieb damit keinen Kontakt haben wird.

 

Schaut euch mal DevOps stellenausschreibungen an von technisch orientierten Unternehmen (weder Finanzinstitute noch ÖD)

Bearbeitet von alex123321
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Wenn ein Unternehmen konsequent DevOps macht, gibt es weder explizite Betriebs- noch Entwicklungskollegen sondern nur DevOps.

 

Ich kenne FISIs, welche super programmieren können. Und ich kenne FIAEs, welche außerhalb ihrer zwei in der Ausbildung antrainierten Sprachen unbrauchbar sind.

Wer DevOp machen will, kann sich mit einer der beiden Fachrichtungen Anwendungsentwicklung oder Systemintegration eine solide Basis schaffen.

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Danke an euch.
Bisher klingt es nach "egal" wie man einsteigt.
Ist die Ausbilung nur auf die Schwerpunkte einer Fachrichtung fokussiert, muss man sich den fehlenden Teil noch erarbeiten.
Hat man die Möglichkeit mal über die Grenzen der erstgewählten Fachrichtung zu sehen, ist der Einstieg in DevOps leichter.
Also wählt man seine Fachrichtung nach persönlicher Vorliebe und achtet auf ein bischen Zusatzwissen aus der anderen Richtung.
 

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Wie bei "Ädscheil" (=agile) oder "Data Science" benutzen die Personaler gerne Label für etwas, das sie nicht wirklich verstehen und packen so ihre spezifischen Anforderungen darunter, bzw. setzen die Schrotflinte an (einfach mal alles reinschreiben).
Man kann aber schon ein paar Hauptstoßrichtungen unterscheiden:

Firmen, die einen Admin+ suchen
Du wirst dich hier hauptsächlich um die Themen kümmern, die mit Bereitstellung und Anbindung von Diensten (Software-Infrastruktur) in und an die Cloud zu tun haben, sowie deren Wartung und Überwachung, d.h. auch Erfassung von Metriken und deren Bereitstellung, ggf. auch Aufbereitung oder Aufbau von Pipelines zur Weiterverarbeitung dieser.
Stichworte: "... as a service", AWS/GCP/Azure, Docker/Kubernetes, Prometheus, Puppet/Chef/Ansible, Infrastructure As Code (Terraform), Elastic Stack

Firmen, die einen Hybrid-Developer für ihre Softwarentwicklungsprozesse suchen
Hier geht es meistens darum, Prozesse für die Qualitätssicherung in der Softwareentwicklung zu erstellen/am Laufen zu halten. Häufig auch sich daran zu beteiligen, z.B. wenn im Team bestimmte Kompetenzen fehlen, oder Rollen auszufüllen für die kein anderer abgestellt werden kann/soll (Code Reviews, Erstellung von Tools/Automation, Überwachung, Verwaltung/Onboarding von Entwicklern usw.)
Stichworte: Agile, CI/CD Pipelines, GitLab/Jenkins/Cloud Build, Git/SVN, APIs (REST)/JSON, SQL/NoSQL, Backend

Es ist wahrscheinlich, das du mehrere Hüte tragen musst, vor allem in kleineren Umgebungen oder das es sich in der Praxis um einen Mix aus den beiden Kategorien handelt, je nachdem wo der Schuh am meisten drückt oder worin du gut bist.

Du solltest dich mit Linux auskennen und ein paar (nicht nur eine) relevante Programmiersprache können (Shell: Bash/Powershell, eine Skriptsprache wie Python und eine für Backend-Dienste oder selbstprogrammierte Tools wie Golang, Kotlin).

Zur Frage:
Es hängt von deinem Ausbildungsbetrieb oder Bildungsträger ab, wie konkret du dich während deiner Ausbildung auf dieses Berufsbild vorbereiten kannst. Idealerweise suchst du dir einen Ausbildungsbetrieb, der dich in die Richtung ausbilden will. Dann ist es egal, welchen Zweig du nimmst. Das meiste wirst du selbst oder on the Job lernen, da es so gut wie nirgendwo in Deutschland Teil des Curriculums ist.

Am Ende würde ich als ehemaliger Admin und nun Anwendungsentwickler eher zu dem IHK Beruf FI/AE tendieren, wenn du keinen entsprechenden Betrieb finden solltest, oder einfach nur um eine längere Vorlaufzeit in Punkto Programmierpraxis zu bekommen, denn die ist sehr wertvoll. Relevantes Netzwerkwissen hat man sich sehr schnell angeeignet, es lässt sich gut ohne persönliche Anleitung oder Mentoring lernen. Es ist wichtig, das du in der Lage bist mit Entwicklern auf Augenhöhe reden zu können bzw. ihre An- und Herausforderungen verstehen zu können.

Warum AE?
Als IHK AE ist die Wahrscheinlichkeit höher, das du Kernskills beigebracht bekommst, die du in deiner späteren Tätigkeit sowieso brauchst - also Programmierung und erweiterte Abstraktions/Problemlösungsfähigkeit sowie Datenbanken.
Selbst wenn du selbst nur wenig Code schreibst, musst du ihn ggf. verstehen können.
Je früher man damit (geleitet) anfängt, desto besser, da es sich um Konzepte handelt die teilweise Jahre brauchen bis sie wirklich verstanden und beherrscht worden sind oder nur in der Betriebspraxis wirklich zu erfassen sind.

Softwareentwicklung (nicht nur Programmierung) auf eigene Faust zu lernen ist so eine Sache. Dein Aufgabengebiet wird gerade darauf ausgelegt sein mit produktionsreifem Code umgehen; das braucht seine Zeit bist du auf so einem Niveau bist und das richtige Umfeld.
Das geht eher nicht innerhalb von einem Jahr oder in der Onboarding-Phase, wenn man nur das Minimalprogramm abspult hat - also ein dickes Plus wenn du bereits etwas Routine im Scripting & Versionsverwaltung hast bevor du anfängst. Wenn du hier die Erwartungen übertriffst hast du sehr gute Karten auf eine bessere Stelle. Es wird deinen Lernstress massiv reduzieren.

Ein IHK FISI ist eher der klassische Admin, der auf bestehende Alltags-Aufgaben (=Windows, konventionelle Infrastruktur, 1/2nd Level Support) zugeschnitten ist. Die Lehrpläne kommen aus den 90ern, das merkt man. Hier ist relativ viel Stuff drin, den du eigentlich nicht benötigst oder der veraltet ist. Gleichzeitig ist es als FISI leichter, bei Themen wie SQL oder Programmierung zu wenig zu machen, und dann schlecht vorbereitet zu sein.

Nicht falsch verstehen. Beide Ausbildungsgänge haben ihre Berechtigung. Sollte nicht abwertend verstanden werden, aber meine Erfahrung in der Praxis mit Azubis oder fertigen Fachinformatikern ist das es einfacher ist für AEs sich die benötigten Netzwerkkenntnisse anzueignen, als andersrum für FISIs, gescheit programmieren zu lernen. Bei Datenbanken sind sie beide i.d.R. gleich schlecht ^^

 

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vor 15 Stunden schrieb axtmordor:

Die Lehrpläne kommen aus den 90ern, das merkt man.

Dir ist bekannt, dass die Ausbildungsverordnung gerade überarbeitet wurde?

vor 15 Stunden schrieb axtmordor:

Beide Ausbildungsgänge haben ihre Berechtigung. Sollte nicht abwertend verstanden werden

Argumente für die Gleichwertigkeit von FIAE und FISI finde ich in diesem Beitrag nicht.

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Falls es um die Ausbildung geht, ist es meiner Meinung nach wichtiger, bei was für einem Betrieb und in welchem Bereich du dort deine Ausbildung machst, als welcher Abschluss am Ende auf dem Papier steht.

Dir bringt es z.B. nicht viel, wenn du gerne in Richtung DevOps gehen möchtest, aber du in deiner FISI-Ausbildung nur 1st-Level-Support machst und PCs für Kollegen aufbauen darfst. Genausowenig wird dir eine FIAE-Ausbildung etwas bringen, wenn die Ausbildung daraus besteht, dass du in einer Nischenprogrammiersprache prozedural vor dich hin programmierst, ohne wirklich in einem Team zu arbeiten, ohne dass dort irgendwelche Tests, geschweige denn Testautomatisierung, stattfindet oder Versionierungstools eingesetzt werden.

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Am 11.10.2022 um 01:25 schrieb elgorgo:

Was empfehlt ihr jemanden, der noch seine Fachrichtung wählen kann ?

Man muss zwar beherrschen, wie Software im Team entwickelt wird und Quellcode compiliert wird um das automatisiert auszuführen, mit der Programmierung des Programmes an sich hat man dann aber wenig zu tun. Die ganzen Pipelines müssen gescriptet werden, aber das unterescheidet sich von dem Aufbau von klassischen Programmiersprachen wo es dann eher um Datentypen, Kontrollstrukturen, Algorithmen etc. geht. Für das ganze deployment braucht man auf jeden Fall ganz gute Linux-Kenntnisse.

Das Problem ist aber, wie @Rienne auch schon geschrieben hat: wenn du eine Ausbildung als FiSi machst und dort Windows-Netzwerke administrierst bringt der dir für DevOps absolut nichts. Das würde bedeuten, dass du in einem Software-Entwicklungsteam (FIAE) besser aufgehoben sein wirst als in einer It-Abteilung (FISI). 

Generell ist es erst mal wichtig, überhaupt eine Ausbildung zu haben und wenn du dich auf DevOps spezialisieren kannst (entweder in der Ausbildung oder privat) findest du so oder so eine DevOps-Stelle.

Bearbeitet von pr0gg3r
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vor 9 Stunden schrieb allesweg:

Dir ist bekannt, dass die Ausbildungsverordnung gerade überarbeitet wurde?

Argumente für die Gleichwertigkeit von FIAE und FISI finde ich in diesem Beitrag nicht.

1. Ja, ist mir bekannt.
Was hier aktuell unten ankommt ist irgendwie nicht so berauschend.
Erstmal hat die Novellierung für die Azubis praktisch nur Nachteile. Die IHK-Organisation selbst hat sich mit der Abschaffung der Fachquali in den Prüfungen direkt aus der Verantwortung herausgemogelt zeitnah selbst Aufgaben zu liefern, die einen konkreten Anhaltspunkt liefern könnten worauf man sich vorbereiten sollte. Stattdessen soll jetzt jeder ITler gleich mal alles pauken? Gleichzeitig verliert die schriftliche Note noch mehr an Aussagekraft. Wozu dann überhaupt noch Noten, sehe den Sinn davon nicht mehr ein.
Aber sie haben jetzt nur noch einen Prüfungsbogen für alle. Einen Gewinner hab ich schonmal ausgemacht :)

2. Argumente für die Gleichwertigkeit - hm, welchen Sinn würde es machen zwei unterschiedliche Dinge gegeneinander aufzuwiegen? Ist doch egal was auf deinem Schein drauf steht, das bedeutet sowieso nicht lange irgend etwas. Ich "bin" kein FISI oder AE, ich habe mal den Schein bei der IHK gemacht, fertig.
 

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vor 12 Stunden schrieb pr0gg3r:

Für das ganze deployment braucht man auf jeden Fall ganz gute Linux-Kenntnisse

Man kann das ganze auch völlig ohne Linux-Kenntnisse bewerkstelligen.

 

@axtmordor zum IHK-Bashing bzgl. der Aufgabenstellung bitte in den Zwischenprüfungsthread abbiegen.

vor 10 Stunden schrieb axtmordor:

zwei unterschiedliche Dinge

vor 10 Stunden schrieb axtmordor:

egal was auf deinem Schein drauf steht

Ja was denn jetzt?

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