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Umschulung Fachinformatiker fertig – nur Absagen, nicht mal Gespräche.

Empfohlene Antworten

Hallo zusammen,

ich würde gerne mal eure Einschätzung hören, weil ich aktuell etwas ratlos bin.

Kurz zu meinem Hintergrund:

Ich habe vor vielen Jahren Wirtschaftsinformatik studiert, bin aber kurz vor dem Abschluss gescheitert. Danach war ich längere Zeit selbstständig tätig, allerdings im Vertrieb für Elektronik-Unternehmen.

Später wollte ich aufgrund familiärer Verhältnisse ins Angestelltenverhältnis wechseln. Um zu sehen, ob ich nach der Selbstständigkeit überhaupt gut in einer normalen Arbeitsstruktur klarkomme, habe ich zunächst ein Freiwilliges Jahr in einer IT-Abteilung bei einem kirchlichem Träger gemacht.

Danach war ich als Techniker in einem kleineren Unternehmen angestellt. Als dann Corona kam, ist diese Stelle weggefallen. In dieser Zeit habe ich über ein Jahr in einem Corona-Labor gearbeitet, einfach weil das damals ein Job war, den man schnell bekommen konnte und der kurzfristig Sicherheit geboten hat.

Danach habe ich mich entschieden, das Thema IT endlich richtig abzuschließen und einen offiziellen Abschluss zu machen. Eine klassische Ausbildung über drei Jahre war für mich zu dem Zeitpunkt aus familiären Gründen kaum realistisch, daher habe ich mich für eine Umschulung zum Fachinformatiker mit IHK-Abschluss entschieden.

Die Umschulung habe ich abgeschlossen (Gesamtnote 3). Mir ist bewusst, dass das keine überragende Note ist. Ich habe allerdings schon immer mit Prüfungsangst zu kämpfen gehabt und war noch nie besonders stark in theoretischen Prüfungssituationen. In der Praxis lerne ich deutlich schneller und arbeite eher lösungsorientiert.

IT begleitet mich eigentlich schon seit meiner Kindheit, ich bin grundsätzlich sehr technikaffin und arbeite mich schnell in neue Themen ein.

Mir ist auch bewusst, dass Umschulungen einen schlechten Ruf haben als klassische Ausbildungen. Während der Umschulung habe ich selbst gemerkt, dass das Niveau bei manchen Teilnehmern sehr unterschiedlich war um es etwas neutral auszudrücken. Gleichzeitig denke ich mir aber auch: Wenn jemand später nochmal zwei Jahre investiert, um einen Abschluss zu machen, zeigt das doch eigentlich auch Motivation.

Aktuell bewerbe ich mich bewusst auf Einstiegsstellen im IT-Support / First Level, um praktische Erfahrung in einem Unternehmen zu sammeln. Meine Bewerbungsunterlagen habe ich mehrfach prüfen lassen.

Ohne jetzt überheblich wirken zu wollen, dass was viele Unternehmen bei Ihrem First-Level Voraussetzungen fordern sehe ich eher als IT-Grundwissen an und nicht als komplexes "Sys-Admin Erfahrungswissen" . Ich sehe da für mich absolut keine Probleme.

Trotzdem bekomme ich ausschließlich direkte Absagen, ohne überhaupt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

Während ich Bewerbungen schreibe, versuche ich zumindest weiter zu lernen. Wenn ich Stellenanzeigen sehe, nehme ich mir die Anforderungen und versuche sie zuhause in Homelab-Projekten umzusetzen, damit ich die Technologien zumindest einmal praktisch gesehen habe. Mir ist klar, dass das keine echte Berufserfahrung ersetzt, aber es hilft zumindest beim Lernen.

Mein Praktikum während der Umschulung war leider auch nicht besonders hilfreich. Wirkliche Anleitung oder strukturierte Aufgaben gab es kaum. Im Grunde lief vieles nach dem Prinzip „beschäftige dich selbst“. Praktikanten wurden dort eher wie zusätzliche Ressourcen gesehen als wirklich ausgebildet zu werden.

Das war ursprünglich auch gar nicht mein geplanter Praktikumsbetrieb. Mein erster Betrieb ist kurzfristig weggefallen, nachdem dort der Ausbilder gegangen ist. Da die Zeit gedrängt hat und ich die Umschulung sonst nicht hätte fortsetzen können, musste ich relativ kurzfristig eine andere Stelle annehmen. Entsprechend war der Lerneffekt dort leider begrenzt.

Deshalb würde mich interessieren:

- Worauf achten Unternehmen bei Bewerbern im First-Level-Support wirklich?

- Woran kann es liegen, dass man nicht einmal zu einem Gespräch eingeladen wird?

- Ist ein nicht ganz klassischer Lebenslauf in der IT tatsächlich so problematisch?

Ich bin ehrlich gesagt ziemlich motiviert zu arbeiten und wieder richtig einzusteigen. Umso frustrierender ist es, wenn man gar nicht erst die Chance bekommt, sich persönlich vorzustellen.

Mich würde eure Einschätzung wirklich interessieren.

Bearbeitet von avmpan

Hallo!

Ich hab das jetzt hier nicht so rausgelesen: Warum hat dich der Praktikumsbetrieb nicht übernommen? Oder wolltest du nicht, zumindest ein paar Jahre? Sieht im Lebenslauf wahrscheinlich jetzt so aus wie "nicht so der super Abschluss und das Unternehmen wollte ihn auch nicht, und die haben ihn ja arbeiten gesehen".

Der Markt ist inzwischen recht brutal geworden. Das ging vor wenigen Jahren los. Inzwischen sehe ich hier ringsum, dass sogar Umschüler Probleme haben, einen Praktikumsplatz zu bekommen, also mithin auch in so Unternehmen, wie deinem Praktikumsbetrieb ("kostenlose Arbeitskraft"). Es gibt reihenweise Absagen, oft gar keine Reaktion und hier und da mal eine Einladung zum Vorstellungsgespräch und dann uU noch Probearbeiten oder direkt eine Absage.

Da sieht dein Lebenslauf jetzt wahrscheinlich nicht soo verlockend aus, auch, weil du ja direkt Geld kostest und sicher auch nicht "nur für Mindestlohn" arbeiten willst.

Ich würde versuchen, gezielt Firmen rauszusuchen, die du dir vorstellen kannst. Die dann zu recherchieren und bereits im Anschreiben durchklingen zu lassen, dass du bewusst dort hin möchtest, weil... Deinen CV aufpolieren, gezielt Erfahrungen oder Skills (so vorhanden!) angeben, die auf das entsprechende Unternehmen passen.

Bewirbst du dich Initiativ irgendwo oder nur auf konkrete Ausschreibungen?

LG der Venom

  • Autor

Zum Thema Praktikum:
Der Betrieb war extrem klein, nur zwei Mitarbeiter, beide kurz vor der Rente. Praktikanten wurden hauptsächlich für Verwaltung und Kleinkram eingesetzt – echte IT-Aufgaben gab es kaum. Ich habe das Praktikum nur aus einer schwierigen Situation angenommen, aber selbst wenn ein Angebot gekommen wäre, hätte ich es nicht angenommen aufgrund der Kombination keine Perspektive für die Zukunft - langer Weg - kein Bedarf - nicht relevante Aufgaben:

zum Thema Lohn:

Ich habe ein Nebeneinkommen was ich aber nicht erwähne, damit das nicht falsch aufgefasst wird. Von daher thematisiere ich das Thema Gehalt gar nicht in den Bewerbungen, auch wäre ich mit weniger Gehalt zufrieden (natürlich nicht Mindestlohn) als der standard fürs erste aufgrund meiner Situation.

Zu Thema Bewerbungen:

ich bewerbe mich auf konkrete Ausschreibungen und dort wie gesagt auch auf die untersten Position die mich eigentlich unterfordern würden. Aber es soll ja erstmal nur er Einstieg sein.

Bearbeitet von mapr

HR liest diesen Lebenslauf wahrscheinlich so:

„Motivierter Quereinsteiger, aber wenig klare IT-Praxis und nicht der klassische Kandidat für eine Einstiegsstelle.“

HR sieht aber nur:
keine echte IT-Berufserfahrung
Umschulung
Note 3
unruhiger Lebenslauf

„Quereinsteiger mit höherem Alter.“

Das kann leider im Entry-Level-Segment ein Nachteil sein, weil Firmen erwarten:

  • niedrigere Gehaltsforderungen

  • langfristige Entwicklung

    Dazu kommt:

  • „Viele Richtungswechsel.“

    HR fragt sich:

    • Bleibt diese Person langfristig?

    • oder sucht sie noch ihren Weg?

Bearbeitet von hellerKopf

Vielleicht versuchen, höher zu zielen. Wenn aus deinem Lebenslauf hervorgeht, dass dich die Position massiv unterfordert wirkst du unter Umständen sehr verzweifelt.

  • Autor
vor 18 Minuten, hellerKopf hat gesagt:

HR liest diesen Lebenslauf wahrscheinlich so:

„Motivierter Quereinsteiger, aber wenig klare IT-Praxis und nicht der klassische Kandidat für eine Einstiegsstelle.“

HR sieht aber nur:
keine echte IT-Berufserfahrung
Umschulung
Note 3
unruhiger Lebenslauf

„Quereinsteiger mit höherem Alter.“

Das kann leider im Entry-Level-Segment ein Nachteil sein, weil Firmen erwarten:

  • niedrigere Gehaltsforderungen

  • langfristige Entwicklung

  • „Viele Richtungswechsel.“

    HR fragt sich:

    • Bleibt diese Person langfristig?

    • oder sucht sie noch ihren Weg?

Verstehe, aber was soll ich machen?

Gehalt? Bin mit weniger zufrieden.

Motivation? Vorhanden

Qualifikation für die Stelle? Auf jeden Fall.

Ich bin mitten im Leben, ich habe eine Richtungswechsel angestrebt nach all den Jahren Selbstständigkeit und das durchgezogen.

Ich habe sogar 1 Jahr für lau gearbeitet.

Wie soll ich das denn verpacken ? Die Key Facts kann ich nunmal nicht ändern.

Oder war das alles was ich in den letzten Jahren gemacht alles für die Katz? Tut mir leid, aber muss bisschen Frust ablassen

vor 2 Stunden, avmpan hat gesagt:

Ohne jetzt überheblich wirken zu wollen, dass was viele Unternehmen bei Ihrem First-Level Voraussetzungen fordern sehe ich eher als IT-Grundwissen an und nicht als komplexes "Sys-Admin Erfahrungswissen" . Ich sehe da für mich absolut keine Probleme

Nachdem ich das hier gelesen habe und deine bisherigen Antworten würde ich zuerst einmal darauf tippen, dass hier Selbstbild und Fremdbild relativ weit auseinander liegen.

Und auch wenn die Bewerbung formell absolut in Ordnung ist und eventuell sogar gut aussieht, können sowas Personen mit Erfahrung auch erkennen. Und spätestens im Vorstellungsgespräch würde es dann noch einmal deutlich.

Auch hier können deine Antworten formell und technisch korrekt sein. Aber man kann oft sofort erkennen ob das Wissen nur theoretisch vorliegt oder halt tatsächliche Erfahrung vorhanden ist.

Und genau das kann in der aktuellen Situation halt direkt zur Absage führen. Denn im Moment ist der Markt für Anfänger und Junioren halt eher überlaufen und die Firmen können bedenkenlos nur die Kandidaten auswählen, die bereits praktische Erfahrung, eigene Projekte oder ein deutlich erkennbares Verständnis für die tatsächliche Arbeit mitbringen. Dadurch reicht es oft schon aus, wenn ein anderer Bewerber ein wenig mehr Praxis oder ein überzeugenderes Projekt vorzeigen kann. Zusätzlich kommen häufig noch Bewerber direkt aus der Ausbildung dazu, die jünger sind, als langfristig formbarer gelten und deshalb für viele Unternehmen attraktiver wirken. In so einer Situation fallen Bewerber als Umschüler mit eher mittelmäßigem Abschluss und ohne Berufserfahrung sehr schnell aus der engeren Auswahl.

Deutschlandweit bewerben, auch wenn das mit Familie unglücklich ist. Jeder Monat ohne Job verringert deine Chancen.

Nehmen was dir angeboten wird, voll durchstarten und dann hocharbeiten/wechseln. Der Markt ist wie gesagt hart und dein CV spricht eher gegen dich.

Bearbeitet von sylenz

  • Autor
vor 57 Minuten, Sullidor hat gesagt:

Nachdem ich das hier gelesen habe und deine bisherigen Antworten würde ich zuerst einmal darauf tippen, dass hier Selbstbild und Fremdbild relativ weit auseinander liegen.

Und auch wenn die Bewerbung formell absolut in Ordnung ist und eventuell sogar gut aussieht, können sowas Personen mit Erfahrung auch erkennen. Und spätestens im Vorstellungsgespräch würde es dann noch einmal deutlich.

Auch hier können deine Antworten formell und technisch korrekt sein. Aber man kann oft sofort erkennen ob das Wissen nur theoretisch vorliegt oder halt tatsächliche Erfahrung vorhanden ist.

Und genau das kann in der aktuellen Situation halt direkt zur Absage führen. Denn im Moment ist der Markt für Anfänger und Junioren halt eher überlaufen und die Firmen können bedenkenlos nur die Kandidaten auswählen, die bereits praktische Erfahrung, eigene Projekte oder ein deutlich erkennbares Verständnis für die tatsächliche Arbeit mitbringen. Dadurch reicht es oft schon aus, wenn ein anderer Bewerber ein wenig mehr Praxis oder ein überzeugenderes Projekt vorzeigen kann. Zusätzlich kommen häufig noch Bewerber direkt aus der Ausbildung dazu, die jünger sind, als langfristig formbarer gelten und deshalb für viele Unternehmen attraktiver wirken. In so einer Situation fallen Bewerber als Umschüler mit eher mittelmäßigem Abschluss und ohne Berufserfahrung sehr schnell aus der engeren Auswahl.

Danke erstmal für eure Einschätzungen. Genau deshalb habe ich hier ja gefragt, weil ich verstehen möchte, wie das von außen wahrgenommen wird.

Was mich dabei ehrlich gesagt etwas beschäftigt, ist folgende Frage: Woran erkennt man das konkret in einer Bewerbung oder in so einem Forenbeitrag? Also woran wird festgemacht, dass jemand eher theoretisches Wissen hat oder dass Selbstbild und Fremdwirkung auseinandergehen?

Ein Punkt, über den ich inzwischen selbst nachgedacht habe, ist die Art, wie ich Tätigkeiten beschreibe.

Zum Beispiel Dinge wie:

- Clients einrichten

- Drucker einbinden

- Software installieren

- Anwenderprobleme aufnehmen und lösen

habe ich nie explizit aufgeführt. Nicht weil ich das nicht gemacht hätte, sondern weil ich solche Dinge als Grundlagen im Supportbereich sehe, also Tätigkeiten, die jemand mit einer IT-Ausbildung selbstverständlich beherrschen sollte.

Vielleicht ist genau das aber auch ein Denkfehler meinerseits. Wenn im Lebenslauf dann nur relativ allgemeine Formulierungen stehen wie „Unterstützung im IT-Support“ oder „Hardware- und Softwarepflege“, wirkt das ja vielleicht nach außen so, als hätte ich keine praktische Erfahrung, obwohl ich z. B. im Freiwilligendienst und auch im Praktikum durchaus Anwenderkontakt und typische First-Level-Themen hatte.

Gleichzeitig ist es natürlich auch schwierig, in einer Bewerbung jede Kleinigkeit aufzuzählen, weil ein Lebenslauf ja auch nicht seitenlang werden soll. Deshalb versuche ich gerade herauszufinden, wie konkret man solche Tätigkeiten formulieren sollte, damit für Außenstehende erkennbar ist, dass man diese Dinge tatsächlich praktisch gemacht hat.

Vielleicht noch ein wichtiger Punkt zur Einordnung:

Die Art, wie ich hier im Forum schreibe, ist nicht die Art, wie ich meine Bewerbungen formuliere. Mir ist bewusst, dass Aussagen wie „das kann ich locker“ oder „das ist selbstverständlich“ nicht in eine Bewerbung gehören. Deshalb formuliere ich dort deutlich neutraler.

Während der Praktikumssuche hatte ich damals relativ viel Kontakt mit Unternehmen und auch mit der IHK und habe dabei durchaus mitbekommen, welche Vorbehalte es gegenüber Umschüler teilweise gibt. Ich will damit einfach verdeutlichen, es ist nicht nur leeres Gerede.

Vielleicht bringe ich das hier im Forum einfach nicht gut rüber. Mir geht es eigentlich nur darum zu erklären, dass ich mich mit den Themen schon länger beschäftige und mir durchaus zutraue, mich praktisch in Dinge einzuarbeiten.

Ein zweiter Punkt ist das Thema eigene Projekte. Da mir bewusst ist, dass mir klassische Berufserfahrung fehlt, versuche ich parallel zu den Bewerbungen Dinge zuhause praktisch umzusetzen (Homelab, Virtualisierung, verschiedene Systeme testen usw.).

Mich würde deshalb interessieren:

- Welche konkreten Projekte wären aus eurer Sicht sinnvoll für jemanden, der im First-Level / IT-Support einsteigen möchte?

- Eher Dinge wie eine kleine Active-Directory-Umgebung aufsetzen, Benutzerverwaltung testen, Windows-Clients in eine Domäne einbinden, Gruppenrichtlinien ausprobieren usw. (das kann ich zum Beispiel In- und Auswendig da schon gefühlt hundert mal gemacht; auch hier gilt für mich IT-Grundwissen)?

- Und wie präsentiert man solche Sachen sinnvoll in einer Bewerbung? Reicht ein kurzer Abschnitt „Projekte/Homelab“ im Lebenslauf oder erwarten Unternehmen da eher Dokumentationen, GitHub o. Ä.? Oder ist sowas komplett sinnlos?

Mir geht es nicht darum, mich besser darzustellen als ich bin, sondern eher zu verstehen, wie man praktische Fähigkeiten in einer Bewerbung sichtbar macht, ohne dass der Lebenslauf direkt aussortiert wird.

Bearbeitet von avmpan

Wenn es dir nicht zu aufwendig ist, könntest du ja dein hinreichend anonymisiertes CV mal einstellen? (Mods ist das überhaupt in Ordnung?)

Ich hab jetzt wirklich viele Bewerbungen gesehen in der letzten Zeit. Vom klassischen, tabellarischen Lebenslauf bis hin zu ausgefallen gestalteten CVs, die auch viel an zusätzlichen Infos beinhaltet haben. Die Menge der Einladungen zu Gesprächen steigt eher exponential vom erstgenannten her an.

In Canva zB findest du auch einige gute freie Vorlagen, die du dann aber an deine Erfordernisse anpassen solltest.

Wenn so eine größere HR-Abteilung auf eine Stelle 100 Bewerbungen hat, kippt sie auch gern mal die ersten 75 weg, die nicht so "ansprechend" sind.

Ich habe beispielsweise mein CV auch für die Firma angepasst: Ich wusste ja, was die machen und was die prinzipiell brauchen könnten und hab dann natürlich prominenter die Fähigkeiten und Positionen/Erfahrungen präsentiert, die für die Firma relevant sind. Mein Lebenslauf an sich liest sich auch nicht soo geradlinig und ich hatte dann im Gespräch aber gute Antworten für den HR-Menschen.

LG

(Edith sagt: Ergänzungen)

Bearbeitet von VenomVelvet

  • Autor
vor 2 Minuten, VenomVelvet hat gesagt:

Wenn es dir nicht zu aufwendig ist, könntest du ja dein hinreichend anonymisiertes CV mal einstellen? (Mods ist das überhaupt in Ordnung?)

Ich hab jetzt wirklich viele Bewerbungen gesehen in der letzten Zeit. Vom klassischen, tabellarischen Lebenslauf bis hin zu ausgefallen gestalteten CVs, die auch viel an zusätzlichen Infos beinhaltet haben. Die Menge der Einladungen zu Gesprächen steigt eher exponential vom erstgenannten her an.

In Canva zB findest du auch einige gute freie Vorlagen, die du dann aber an deine Erfordernisse anpassen solltest.

Wenn so eine größere HR-Abteilung auf eine Stelle 100 Bewerbungen hat, kippt sie auch gern mal die ersten 75 weg, die nicht so "ansprechend" sind.

Naja, das Problem ist, ich möchte ungern im Internet solche Sachen hochladen, auch wenn anonymisiert. Der Aufbau ist klassisch, auch das Design sehr schlicht.
ich bewerbe mich aber auch bewusst nicht in großen Unternehmen sondern eher bei kleinen, regionalen.

Alles gut, muss ja auch nicht. War nur eine Idee - ich verstehe dich da vollkommen.

Aber wenn du jetzt schon älter bist, Umschüler, kaum bis keine Praxiserfahrung und eine klassische Bewerbung schickst, die aussieht wie (ich überspitze absichtlich) eine altbackene Word95-97 Vorlage, dann wird man eher denken, dass du unflexibel und altbacken bist. Flexibel und lebenserfahren könnte ein Vorteil sein. Bewerbungen sind nicht mehr wie vor 20 Jahren, gerade in Jobs die Aktualität, Flexibilität und so benötigen. Ist auch nur ein Gedanke.

LG

  • Autor
vor 5 Minuten, VenomVelvet hat gesagt:

Alles gut, muss ja auch nicht. War nur eine Idee - ich verstehe dich da vollkommen.

Aber wenn du jetzt schon älter bist, Umschüler, kaum bis keine Praxiserfahrung und eine klassische Bewerbung schickst, die aussieht wie (ich überspitze absichtlich) eine altbackene Word95-97 Vorlage, dann wird man eher denken, dass du unflexibel und altbacken bist. Flexibel und lebenserfahren könnte ein Vorteil sein. Bewerbungen sind nicht mehr wie vor 20 Jahren, gerade in Jobs die Aktualität, Flexibilität und so benötigen. Ist auch nur ein Gedanke.

LG

Ich verstehe deinen Ansatz, aber nein, altbacken bin ich nicht, um gotteswillen so alt bin ich noch nicht D.

Liest sich für mich jetzt nicht überheblich. Wenn du im Homelab Richtung Active Directory gehst, empfehle ich, mal Powershell anzuschauen und diverse Dinge damit umzusetzen. Das wird sich gut in der Bewerbung machen. Falls du Inspiration brauchst, auf Reddit gibt es regelmäßig Posts "what I did with Powershell this month".

Im Moment laden Firmen nur dann zu Bewerbungen ein, wenn die CV sofort diese Geschicht erzählt:

„Diese Person hat bereits Support-Aufgaben erledigt und kann wahrscheinlich schnell produktiv werden.“

Alles im Lebenslauf sollte diese Story nachvollziehbar unterstützen.

Also:
Support-Erfahrung zeigen

  1. konkrete technische Tätigkeiten nennen

  2. typische Support-Technologien erwähnen

  3. Service-Mentalität zeigen


    Allerdings bringt dich das nur in ein Vorstellungsgespräch.
    Wenn du dann da zugeben musst, keine Erfahrung im direkten Anwender-Support, keine telefonische Fehleranalyse und noch keine 3 Monate mit Erfahrung im direkten Anwender-Support, noch nie Dokumentation von Supportfällen, kein Ticketsystem kennst, bist du wieder draussen.


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