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  1. Dann schick doch ein Paket weniger. Dein Host hat ja gar kein 113. zum Senden.
  2. Hmmm, woran scheiterts denn? Du weißt ja, dass Fast Recovery das Congestion Window halbiert, danach wird einfach mit Fast Retransmit das verlorene Paket sofort wieder gesendet + nachfolgend in jeder Runde (sofern die ACKs ankommen) das Congestion Window um 1 erhöht. Beim Netzzusammenbruch geht das Congestion Window dann wieder auf 1 runter, es wird in die Slow Start Phase gegangen und der Slow Start Threshold ist die Hälfte des Congestion Windows bei Netzzusammenbruch. Sobald der Slow Start Threshold erreicht ist wechseln wir wieder in Congestion Avoidance wie gehabt. Die Window Size des Empfängers ist bei dieser Aufgabe außer Acht zu lassen nehme ich an? Edit: Vielleicht hilft dir ein Diagram zu malen anstatt die Tabelle auszufüllen, ist vielleicht anschaulicher.
  3. Du möchtest deinen Geist frisch halten und irgendwie weiterkommen? Wohin soll die Reise denn gehen? Ohne weitere Informationen würde ich an deiner Stelle vielleicht mal Richtung Data Engineering schauen. Also mal ne ETL-Pipeline basteln, sich ein bisschen mit Spark auseinandersetzen, sowas halt. Wirkliche Data Science Jobs sind rar und dementsprechend umkämpft, da hast du ohne Studium absolut keine Chance - in deinem Alter gleich doppelt nicht.
  4. Naja, wie gut kennst du dich mit Linux aus?
  5. Die wirkliche Kunst ist zu erkennen, wann Software gut genug ist. Manchmal muss sie wirklich schön strukturiert, gut aufgebaut, wartbar und was weiß ich noch alles sein, manchmal tut's aber auch der Code, den man schnell zwischen zwei Meetings nebenbei zusammengehackt hat. Da muss man dann auch mal als SWE über seinen eigenen Schatten springen können und schlechten Code shippen, anstatt sich ewig in Details, die eh keinen interessieren, zu verkünsteln. Wie immer: Es kommt drauf an.
  6. Was Raketenwissenschaft und was Grundlagen sind hängt immer stark vom Auge des Betrachters ab.
  7. Meiner Meinung nach durch ein separates Deployment. Ich kann modularen Code bauen, alles wichtige hinter APIs verstecken (was man sowieso machen sollte), den Code so schreiben, dass er Lastpeaks in verschiedenen Regionen handlen kann und dennoch alles auf einer Maschine laufen lassen. Aber sobald ich ein separates Deployment auf andere Hosts habe, wird ein Modul zu einem Microservice. Ich habe auf einmal eine echte Unabhängigkeit mit allen Vor- und Nachteilen und - sollte ich es davor nicht gehabt haben - auch ein verteiltes System.
  8. Modularität und Microservices ist nicht das selbe. Modularität gab es schon früher - das ist einer der grundlegenden Prinzipien guter Softwarearchitektur, man kann ja auch eine monolithische Applikation sehr modular aufbauen. Der große Benefit von Microservices ist eigentlich nur das separate Deployment - den Rest kann man auch ohne Microservices bekommen. Wenn man nicht separat deployen will, dann benötigt man auch keine Microservices. Und Deployments sowie das assoziierte Tooling sahen halt vor 10 bis 15 Jahren ganz anders aus. Meiner Meinung nach sollte man schon auf gute Modularität und sinnvolle Kopplung achten - alles in Microservices zu splitten, nur weil das Hip ist, ist allerdings nicht der Weg. Ganz im Gegenteil, ich würde sogar eher in die andere Richtung lehnen: Wenn es keinen Grund gibt, wieso etwas ein Microservice werden sollte (e.g. es wird kein separates Deployment benötigt, Lastverteilung ist vorhersehbar und gleichmäßig), dann sollte man auch nicht zum Microservice greifen. Microservices und verteilte Systeme bringen auch eine Menge zusätzliche Komplexität mit sich (z.B. Garantien in verteilten Systemen, Debugging und Error Tracing über mehrere Services) und auch Monolithen haben ihre Daseinsberechtigung - auch heute noch. Wer meint Modularität, sinnvolle Kopplung und angemessene Abstraktion nur durch Microservices erreichen zu können, der sollte wirklich noch einmal zu den Basics zurückkehren.
  9. Informatikstudium an einer kleineren Uni im ersten Semester. Natürlich ist das nicht repräsentativ, ich kenne ja nicht von jedem das Betriebssystem. Ich habe auch nur den "Daily-Driver" an der Uni gezählt, d.h. wenn jemand zuhause nen Linux-Server hat oder Dual-Boot hat, aber meistens Windows benutzt, ist das nicht in den 5% enthalten. In meiner Freundesgruppe bin ich aber tatsächlich der einzige, der 100% auf Linux unterwegs ist. Könnte allerdings sein, dass der Linux-Anteil im Verlaufe des Studiums noch steigt.
  10. Ich wüsste nicht, was - abgesehen vom Preis - gegen ein Apple Gerät sprechen sollte. Normalerweise laufen alle im Studium benötigten Programmen auf allen verbreiteten Systeme oder es gibt Alternativen. Und wenn nicht - Virtualisierung ist ein Ding. Bei uns im Informatikstudium ist es ca 80% Windows, 15% Apple und 5% Linux und bis jetzt hatte keiner Probleme.
  11. "disruptiv sein werden" - man bemerke das Futur. Und alles in der Zukunft ist erstmal per Definition eine Glaskugelfrage. Wenn sich alle einig sind, dann kommt es doch oft anders.
  12. Sind das wirklich die Jobs, die man machen will?
  13. Bei Produktzertifikaten geht es nur darum, wie etwas funktioniert. Im Studium lernt man, warum etwas so funktioniert, wie es funktioniert - oft auf einer sehr theoretischen und abstrakten Ebene. "Praktische" Skills wirst du im Studium aber eher nicht erwerben.
  14. In großen Konzernen ebenfalls. Die höchsten EG-Stufen und AT sind "nur" mit Ausbildung meist nicht möglich.
  15. Schau, dass du dir eine Stelle suchst, die gut klingt, die angemessen bezahlt wird, wo du Bock drauf hast und wo du dir vorstellen könntest 5 Jahre zu bleiben.* Wenn das bedeutet, dass du nicht kündigst und bei deiner aktuellen Stelle bleibst, gut. Wenn du dafür noch ein Mal (nicht öfter!) kündigen musst, dann so be it. Allerdings sollte dir bewusst sein, dass du damit wahrscheinlich die Brücken zum Ausbildungsbetrieb nieder brennst. Du kündigst nach der Ausbildung, versuchst dich (erfolglos) 2x wo anders, kommst dann mit eingezogenem Schwanz zurückgerannt, nur um dann sofort wieder zu kündigen? Die werden sich bedanken. *Natürlich musst du dann nicht 5 Jahre da bleiben, aber ich hab die Erfahrung gemacht, dass man eh früher als "geplant" kündigt. So stehen die Chancen gut, dass du dann zumindest 2-3 Jahre da bleibst... etwas, was deinem Lebenslauf sehr gut tun würde. Aber bevor du irgendwas machst, werd dir klar, was du eigentlich von deiner Arbeit erwartest und wo für dich die Reise hingehen soll. Edit: Und such dir den Job - wenn es denn ein neuer sein muss - selber und lass dich weder von Recruitern noch Personalern verarschen.
  16. Ein Studium ist halt etwas grundsätzlich anderes als eine Ausbildung. Auf was hast du mehr Lust? Traust du dir das Studium zu? Der Vorteil des dualen Studiums ist die Praxis, das Unternehmen ist da eher nachrangig, wichtiger ist, was du im Unternehmen machst. Auf den Namen Mercedes Benz würde ich persönlich nicht viel geben.
  17. Wir hatten 12 Wochen Berufsschule pro Jahr, im letzten Jahr nur 10. Macht 34 Wochen insgesamt. Allerdings keine 40, eher 30 Stunden Wochen. Würde man 2/3 der Zeit nur für Programmieren reservieren (was ein sehr, sehr großer Anteil ist), dann landet man bei 34 Wochen a 20h, oder 17 Wochen Vollzeit - ziemlich genau 4 Monate. In 4 Monaten kann man sicher irgendwie ein bisschen programmieren lernen, aber wirklich sattelfest in (einfacher) Theorie und Praxis ist man danach nicht. Zumal wir hier ja auch von Lernen in großen Gruppen reden, wo man sich ein Stück weit immer auch nach den schwächsten Performern richten muss. Des Weiteren ist zu bedenken, dass es für die Ausbildung keine Voraussetzungen gibt, d.h. in der Lehre ist bei Null zu beginnen. Es ist unmöglich der breiten Masse ohne Betrieb "richtig" programmieren beizubringen (also alle Basics, nicht nur das bisschen, was man für die IHK-Abschlussprüfung braucht). Zumindest nicht ohne alle anderen Fächer hart zu kürzen und gleichzeitig das Lerntempo so zu erhöhen, dass man >50% der Leute verlieren wird. Man benötigt die Zeit im Betrieb, aber genau deswegen ist es ja eine duale Ausbildung - auch wenn viele Betriebe das anders sehen. Wenn man von dem Standpunkt agiert, dass viele Betriebe eh nicht lehren und deswegen die Berufsschule alles übernehmen soll, dann ist meiner Meinung nach eher die Diskussion angebracht, ob es nicht eine rein schulische Ausbildung sein sollte.
  18. Ist das der richtige Port? Hast du auch mal 587 ausprobiert? Passwort stimmt auch? Muss man vielleicht einen API Key generieren?
  19. Ich finde die Kontraposition dazu aber auch interessant: Warum nicht eine Ausbildung für alle Fachinformatiker machen, die Spezialisierung kommt dann indirekt durch die Tätigkeiten im Betrieb?
  20. Wie hoch ist die Chance, dass man etwas im Netzwerkbereich programmiert? Ich finde eine andere Frage viel interessanter: Wie hoch ist die Chance, dass du irgendwas programmierst, was nicht an irgendeine Form von Netzwerk angebunden ist? Mir ist das - abgesehen von Übungsprojekten - noch nie untergekommen. Heutzutage ist doch alles in irgendeiner Form connected. Selbiges gilt auch für z.B. Linux und Virtualisierung - wenn auch in ein wenig abgeschwächter Form. Wie viel Software läuft heutzutage nicht auf dem Unterbau Linux? Welcher Entwicklungsprozess setzt nicht auf Virtualisierung in irgendeiner Form? Schlussendlich profilieren sich die guten Leute meist nicht (nur) durch gute Coding-Skills, sondern auch durch - zumindest oberflächliches - Wissen in anderen Gebieten. Die Person, der ich sagen kann, ich brauche X, Y und Z und die mir dann die ganze Applikation konzeptionieren, entwickeln, deployen, warten und debuggen kann, ist soviel mehr wert als jemand, der nur codet. Also ja, ich finde diese IT-Fächer wichtig, egal für welche Fachrichtung und obwohl die Umsetzung durch die Berufsschulen manchmal zu wünschen übrig lässt. Ich persönlich würde wahrscheinlich sogar noch deutlich mehr in die Ausbildung packen wollen, aber 3 Jahre ist halt leider nur begrenzt viel Zeit um von Null aus alles zu lernen. Da geht wahrscheinlich schonmal mindestens ein Jahr drauf, bis die Basics des Programmierens sitzen und da Routine reinkommt.
  21. Du hast das mit dem Studium immer wieder probiert und immer wieder abgebrochen... was wäre dieses Mal anders? Gibt es die Option auch ohne Studium in eine attraktive Stelle zu wechseln? Weiterbildung, private Projekte und dann intern bewerben als HWE z.B.?
  22. Ähhh, Virtualisierung isn Ding. Cisco Packet Tracer z.B., alternativ echte Testnetze. Da macht man nichts kaputt. Und klar bezahlt der AG das, wenn ich das noch nicht kann und er will, dass ich es lerne. Das gilt für jeden Skill. Wie glaubst du haben die, die es können gelernt? Trial and Error ist ein essentieller Teil eines jeden Lernprozesses.
  23. Bitte was? Hintergrundwissen macht einen doch nicht automatisch zum Senior, das erwarte ich von jedem - wenn auch in unterschiedlicher Tiefe. Viel einfacher als OSI-Layer gehts ja wohl im Netzwerkbereich nicht. Wenn es um Hintergrundwissen zu - keine Ahnung - TCP Congestion Control geht, dann ja: Seniorlevel. Aber sowas? Nein. Das sollte jeder (Fach-)Informatiker wissen, der mit Netzwerken zu tun hat - was wohl >99% sein werden. Ich stimme im Übrigen @alex123321zu: Man lernt kaum Theorie in der Ausbildung - wenn man nicht gerade einen super Betrieb/Ausbilder hat.
  24. Beim Troubleshooting. Wenn Geräte nur indirekt auf Layer 2 verbunden sind, aber direkt auf Layer 3. Es hilft die Topologie zu verstehen. Wenn DNS nicht geht, runter auf Layer 4 und checken ob TCP funktioniert. Wenn TCP auch nicht funktioniert, ein Layer tiefer und checken was mit ICMP geht. Wenn du mit ICMP z.B. deinen Router nicht erreichst, dann Layer 2 troubleshooten. Oder beim Beispiel Verschlüsselung: 802.1x verschlüsselt auf Layer 2 und ist damit was ganz anderes wie TLS, was auf Layer 5 tätig ist. Das sind nur die Sachen, mit denen ich in letzter Zeit zu tun hatte. Und ich bin noch nichtmal Netzwerkadmin.
  25. Keine Ahnung, aber bei mir wollte noch nie jemand die Arbeitszeugnisse sehen - geschweige denn das IHK Arbeitszeugnis. Aber n = 1 und so... Wie viel "Jahre" Berufserfahrung du hast ist vielleicht für die Personalabteilung wichtig, für die Fachabteilung ist aber auch wichtig, was genau du gemacht hast und was du kannst. Spätestens ab ~5 Jahren Berufserfahrung hast du eh so massive Skillunterschiede zwischen einzelnen Bewerbern, dass Berufserfahrung alleine nicht mehr viel aussagt. Letztlich musst du aber (meist) Personal- und Fachabteilung überzeugen. Das "Problem" ist nur, dass du frisch aus der Ausbildung kommst und keine Berufserfahrung vor dem Studium gesammelt hast. Ergo hast du dann zwar nach dem Studium ein bisschen Teilzeiterfahrung, aber wirst aller Wahrscheinlichkeit trotzdem als Junior einsteigen. Wenn du als DevOpsler arbeiten willst, hilft vor allem eins: Erfahrung! Nimm im Studium alles zum Thema verteilte Systeme und Netzwerktechnik mit, was du bekommen kannst und versuche vor allem das gelernte anzuwenden. Die Projekte musst du hinterher auch keinem zeigen, aber wenn du schon Sachen gebaut hast, dann kannst du auf ganz anderer Tiefe über die Themen reden - und das ist es, was wirklich zählt, wenn du erstmal zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst.

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