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skylake

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Reputationsaktivität

  1. Like
    skylake hat eine Reaktion von hackbert301009 in Der "Wieviel verdient ihr" - Diskussionsthread   
    Das ist tatsächlich vernachlässigbar. Der Hauptunterschied ist die Pension. Für die Höhe müsstest du realistisch jeden Monat 1000 Euro in Aktien/ETFs stecken und selbst dann wäre noch ein Gap vorhanden. Also realistisch müsste man als angestellter über 150k Brutto verdienen damit er gleich ziehen könnte. Man unterschätzt einfach massiv was im Schuldienst verdient werden kann (das wusste ich zu Beginn meiner Karriere allerdings auch nicht. Meine Lehrer damals haben immer gejammert wie wenig Geld sie hätten und wie viel mehr sie in der Wirtschaft verdienen würden. Aber das ist oft einfach Quatsch).
    Klar, mit meiner Laufbahn und allem wären auch die 150k in der Wirtschaft machbar aber zu deutlich schlechteren Rahmenbedingungen als im Staatsdienst.
    in Deutschland? Ja. Wie gesagt kenne ich zwar auch welche ohne Studium, die sehr, sehr gut verdienen aber IT-ler in der Region 150k die mir spontan so in den Kopf kommen haben alle einen Master (von seltenen Sonderfällen mit horrenden Provisionen und co. mal abgesehen. Aber eine Provision für Erfolg würde ich auch nicht in ein Standardgehalt mit einfließen lassen, da es nicht. gesichert ist).
    Das ist ganz schwierig zu beantworten und hängt von deiner persönlichen Peergroup ab. Wenn deine Freunde alles Fachinformatiker sind, bist du wahrscheinlich mit 3,5k+ Netto schon sehr gut mit dabei. Wenn diene Peergroup aber bspw. nur aus Studiendirektoren besteht, bist du mit 5k Netto der Geringverdiener...
    Deswegen kann ich die Frage nicht wirklich seriös beantworten. In meinem Freundeskreis sitze ich weit oben was aber auch einfach daran liegt, dass meine Frau ebenfalls eine sehr hohe Besoldung inne hat. Zwei Beamte im hD ganz oben verdienen soviel wie knapp 3 Familien. Wenn man dann noch Miet/Schuldenfrei ist, dann spielt Geld im eigenen Leben eine sehr untergeordnete Rolle und man ist eher darauf aus, dass zu tun was einem Spaß macht. Würde mir der Job keinen Spaß machen, hätte ich ihn nicht angenommen. Das schöne an so Gehältern ist der Punkt, dass man (je nach Bundesland und privater Konstellation) auch die Stelle flexibel reduzieren kann. Selbst mit 50% wäre das Gehalt noch über 3k Netto und das gibt einem unheimlich viele Freiheiten, wenn es mal gesundheitlich nicht mehr so gut gehen sollte.

    Geld sollte wirklich nicht der primäre Faktor in der Entscheidung sein, eine Stelle anzunehmen. Das ist am Anfang vllt. noch der Fall wenn jeder 100er mehr in der Tasche einen großen Impact hat, aber in der Gehaltsregion in der man später (vllt.) mal unterwegs ist, interessieren einen 100 Euro oder auch 500 Euro einfach nicht mehr. Da geht es um Seelenfrieden, Passion und Sinn.
  2. Danke
    skylake hat eine Reaktion von Showtime86 in Der "Wieviel verdient ihr" - Diskussionsthread   
    Da ich manchmal Anfragen bekomme bezüglich Gehaltsentwicklung und der Weg vom Fachinformatiker zum Lehrer führe ich das hier mal etwas genauer aus, da ich jetzt (retrospektiv betrachtet), wirklich alle Karrierestufen durch habe.
    # Der Anfang #
    Als junger, kleiner Hüpfer die Fachinformatikerausbildung selbst absolviert und danach für unter 20k Brutto und nur 25 Tagen Urlaub angefangen zu arbeiten. Meine Frau (damals noch Freundin) war zu dieser Zeit im Studium und verdiente um die 400€. Wir hatten damals zusammen ein Haushaltsnettoeinkommen von knapp 2000€, 1 Auto. Gegen Monatsende wurde es teilweise so knapp, dass wir nicht wussten wie wir eine Reparatur zahlen sollten. Die Waschmachine damals wurde auf Raten gekauft, daran erinnere ich mich noch.

    # Der Grind #
    Angestachelt durch Freunde, die alle mehr verdienten als ich und genervt von der Tatsache, dass StarBucks und co. unbezahlbar waren dann meinen Job gekündigt und angefangen Job-Hopping zu betreiben und währenddessen an der RWTH Aachen zu studieren -> Wechsel zum KIT durch Umzug. Durch die immense Doppeltbelastung lag meine Wochenstundenzahl für einige Jahre zwischen 70 - 90 Std. Urlaubstage habe ich kaum genommen und habe einen härteren Grind hingelegt als so mancher EVE Online Spieler.... Die Freundin mit dem Studium fertig, war zurzeit Referendarin und das Haushaltsnetto lag bei ungefähr 4.500€. Für einen Arbeitgeber bin ich damals pro Tag 2,5 Stunden mit dem Auto gefahren (1,25 Stunden pro Strecke) und hatte dadurch weniger reales Netto aufgrund der Spritkosten/Wartungskosten als mit den schlechter bezahlten Jobs aber ich sah es als "Opportunity".

    # Auswanderung #
    Nach dem Studium nach England ausgewandert (bzw. im Master über ein Programm) für einen großen Konzern. Meine Partnerin wurde meine Frau was vor allem am Ehezuschlag lag (ja, wir waren eher rational kühl bei dem Gedanken). Das Haushaltsnetto hatte sich damals knapp verdoppelt auf (in € umgerechnet) 6.000€, was sehr wenig war. Das lag daran, dass meine Frau mit dem deutschen Lehramtsstudium in England nur eine extrem schlecht bezahlte Stelle bekam und der Löwenanteil des Haushaltsnetto durch mich beigesteuert wurde.

    # Switch in den Schuldienst #
    Aus familiären Gründen nach DE zurückgekehrt, ein extrem schlecht bezahltes Referendariat hingenommen (diesmal ich) und danach die Karriereleiter hochgekrabbelt. Die Frau ebenfalls. Heute liegt das Haushaltsnetto bei etwas über 10.000€.

    Würde ich es genauso wieder machen? Nein. Rückblickend wäre es (finanziell gesehen) deutlich sinnvoller gewesen, direkt Lehramt zu studieren und durchziehen. Die Zeit in der Wirtschaft ist zwar erfahrungstechnisch für einen selbst unbezahlbar und man hat schöne Erinnerungen aber was die Karriere angeht, wäre es anders schneller gegangen.

    Was habe ich für mich gelernt? Egal ob DE oder England... Wer Karriere machen möchte, kommt um ein Masterstudium seltenst herum. Ich habe in meiner Laufbahn zwar auch Personen kennengelernt die ohne Studium sehr gut verdient haben aber ein Studium war immer der Door-Opener (für mich) und man musste sich weniger im Betrieb/Schuldienst beweisen als jemand der mit geringeren (formalen) Qualifikationen eingestellt wurde.

    Ergänzung und extrem wichtig: Ich hatte die ein oder anderen Konflikte mit Kollegen/Vorgesetzten am Anfang meiner Karriere und wunderte mich damals, wie andere (fachlich deutlich schlechtere Personen), rechts an mir vorbeigezogen sind. Daher ein Rat: ein Mr. Charming (nicht schleimen, aber sympathisch und fröhlich sein) boostet die eigene Karriere 10x schneller als jeder fachliche Skill. Als ich das begriffen habe, Dinge nicht mehr so ernst gesehen habe und anfing freundlich und aufgeschlossen auf andere zuzugehen, ging es mit der Überholspur plötzlich nicht nur schneller, sondern raketenartig schneller.

    Auch muss man lernen, dass manchmal in einem Beförderungsverfahren andere gewinnen, die vllt älter sind, die besseren Connections haben, das "passendere" Geschlecht oder Mitglied im Personalrat sind. Hier muss man einfach sein Ego runterschlucken, gratulieren und weiterkämpfen. Verbittertes Verlieren schadet einem in seiner Karriere deutlich mehr als einfach "weiter-zu-grinden".
  3. Like
    skylake hat eine Reaktion von hackbert301009 in Der "Wieviel verdient ihr" - Diskussionsthread   
    Ja den Effekt kann man herrlich um Frankfurt herum beobachten. "Früher" war alles ab 30 Minuten Fahrzeit nach Frankfurt die Grenze ab der es deutlich günstiger wurde. Heute sind Menschen bereit für ein Haus deutlich weiter nach Frankfurt zu pendeln. Selbst Ortschaften die 50 Minuten entfernt liegen sind mittlerweile im Einflussbereich.
    Liegt einfach daran, dass sich in der Großstadt auch ein Gutverdiener kaum noch was leisten kann und bereit ist immer größere Pendelstrecken in Kauf zu nehmen.
    Ich merke das im Speckgürtel auch deutlich. Früher waren meine Nachbarn oft aus dem Mittelstand, die sich ein relativ großes Haus (200qm+, 800qm Grundstücke) gebaut haben. Heute sieht man diese Familien überhaupt nicht mehr. Wenn hier noch gebaut wird, dann entweder nur durch massives Erbe oder es sind Manager aus der Großstadt.

    In meiner Nachbarstraße wurden 2 Bestandshäuser (1960-1980er) abgerissen und Flachbauten hingestellt, jeweils mit einem Porsche vor die Tür und das ist eine Entwicklung die äußerst bedenklich ist. In einem Bürgerdialog wurde das Thema dann aufgegriffen und hitzig thematisiert. Die Verdrängungseffekte sind brutal auf dem Markt und selbst Gutverdiener haben in solchen Regionen einfach keine Chance mehr.
    Es ist aber nicht nur die Immoblinienpreise die in solchen Regionen absurd hoch sind. Auch Handwerkerlöhne, Schwimmbad und co. kosten ein Vermögen im Vgl. zu anderen Regionen. Bei uns kostet das nächstgelegene größere Schwimmbad mit Therme für 2 Erwachsene und 2 Kinder über 50 Euro Eintritt + Parkgebühr (letztere sind ganz schnell bei 10 Euro für wenige Stunden). Kinoplatz, mittlere Reihe über 20 Euro pro Person. Döner über 8. Wer dann "nur" im Median verdient oder noch darunter, hat hier kein schönes, lebenswertes Leben mehr.
    Edit: Bei dem Schwimmbadbeispiel habe ich die Pommes und so vergessen. Dann ist man mindestens 70 Euro los ... Quelle: Eigene Erfahrung ....


  4. Like
    skylake hat eine Reaktion von hackbert301009 in Der "Wieviel verdient ihr" - Diskussionsthread   
    Ja der Unterschied ist enorm und wirkt dann vor allem nach, wenn man eine Einheitsbezahlung hat (z. B. im ÖD).
    Vergleiche mal in meiner Region Nordhessen mit Frankfurt. Der ist so gewaltig (aber die Bezahlung identisch), dass man nur noch mit dem Kopf schütteln kann. Ich habe zwei Kollegen im Freundeskreis, beide selbe A-Gruppe, selbe Erfahrungsstufe. Der eine wohnt im Speckgürtel von Frankfurt und kann sich dort gerade so eine kleine Eigentumswohnung leisten und sonst keine Sprünge machen. Der andere wohnt in Nordhessen in einem großen Haus und fährt 3x im Jahr in Urlaub.
    Daher ist es schwierig wenn man nur auf die nackten Zahlen schaut ohne die Rahmenbedingungen zu kennen.

    Ich sag immer, lieber 80k in Nordhessen als 100k in Frankfurt.
  5. Positiv
    skylake hat eine Reaktion von Manfred in Der "Wieviel verdient ihr" - Diskussionsthread   
    Da ich manchmal Anfragen bekomme bezüglich Gehaltsentwicklung und der Weg vom Fachinformatiker zum Lehrer führe ich das hier mal etwas genauer aus, da ich jetzt (retrospektiv betrachtet), wirklich alle Karrierestufen durch habe.
    # Der Anfang #
    Als junger, kleiner Hüpfer die Fachinformatikerausbildung selbst absolviert und danach für unter 20k Brutto und nur 25 Tagen Urlaub angefangen zu arbeiten. Meine Frau (damals noch Freundin) war zu dieser Zeit im Studium und verdiente um die 400€. Wir hatten damals zusammen ein Haushaltsnettoeinkommen von knapp 2000€, 1 Auto. Gegen Monatsende wurde es teilweise so knapp, dass wir nicht wussten wie wir eine Reparatur zahlen sollten. Die Waschmachine damals wurde auf Raten gekauft, daran erinnere ich mich noch.

    # Der Grind #
    Angestachelt durch Freunde, die alle mehr verdienten als ich und genervt von der Tatsache, dass StarBucks und co. unbezahlbar waren dann meinen Job gekündigt und angefangen Job-Hopping zu betreiben und währenddessen an der RWTH Aachen zu studieren -> Wechsel zum KIT durch Umzug. Durch die immense Doppeltbelastung lag meine Wochenstundenzahl für einige Jahre zwischen 70 - 90 Std. Urlaubstage habe ich kaum genommen und habe einen härteren Grind hingelegt als so mancher EVE Online Spieler.... Die Freundin mit dem Studium fertig, war zurzeit Referendarin und das Haushaltsnetto lag bei ungefähr 4.500€. Für einen Arbeitgeber bin ich damals pro Tag 2,5 Stunden mit dem Auto gefahren (1,25 Stunden pro Strecke) und hatte dadurch weniger reales Netto aufgrund der Spritkosten/Wartungskosten als mit den schlechter bezahlten Jobs aber ich sah es als "Opportunity".

    # Auswanderung #
    Nach dem Studium nach England ausgewandert (bzw. im Master über ein Programm) für einen großen Konzern. Meine Partnerin wurde meine Frau was vor allem am Ehezuschlag lag (ja, wir waren eher rational kühl bei dem Gedanken). Das Haushaltsnetto hatte sich damals knapp verdoppelt auf (in € umgerechnet) 6.000€, was sehr wenig war. Das lag daran, dass meine Frau mit dem deutschen Lehramtsstudium in England nur eine extrem schlecht bezahlte Stelle bekam und der Löwenanteil des Haushaltsnetto durch mich beigesteuert wurde.

    # Switch in den Schuldienst #
    Aus familiären Gründen nach DE zurückgekehrt, ein extrem schlecht bezahltes Referendariat hingenommen (diesmal ich) und danach die Karriereleiter hochgekrabbelt. Die Frau ebenfalls. Heute liegt das Haushaltsnetto bei etwas über 10.000€.

    Würde ich es genauso wieder machen? Nein. Rückblickend wäre es (finanziell gesehen) deutlich sinnvoller gewesen, direkt Lehramt zu studieren und durchziehen. Die Zeit in der Wirtschaft ist zwar erfahrungstechnisch für einen selbst unbezahlbar und man hat schöne Erinnerungen aber was die Karriere angeht, wäre es anders schneller gegangen.

    Was habe ich für mich gelernt? Egal ob DE oder England... Wer Karriere machen möchte, kommt um ein Masterstudium seltenst herum. Ich habe in meiner Laufbahn zwar auch Personen kennengelernt die ohne Studium sehr gut verdient haben aber ein Studium war immer der Door-Opener (für mich) und man musste sich weniger im Betrieb/Schuldienst beweisen als jemand der mit geringeren (formalen) Qualifikationen eingestellt wurde.

    Ergänzung und extrem wichtig: Ich hatte die ein oder anderen Konflikte mit Kollegen/Vorgesetzten am Anfang meiner Karriere und wunderte mich damals, wie andere (fachlich deutlich schlechtere Personen), rechts an mir vorbeigezogen sind. Daher ein Rat: ein Mr. Charming (nicht schleimen, aber sympathisch und fröhlich sein) boostet die eigene Karriere 10x schneller als jeder fachliche Skill. Als ich das begriffen habe, Dinge nicht mehr so ernst gesehen habe und anfing freundlich und aufgeschlossen auf andere zuzugehen, ging es mit der Überholspur plötzlich nicht nur schneller, sondern raketenartig schneller.

    Auch muss man lernen, dass manchmal in einem Beförderungsverfahren andere gewinnen, die vllt älter sind, die besseren Connections haben, das "passendere" Geschlecht oder Mitglied im Personalrat sind. Hier muss man einfach sein Ego runterschlucken, gratulieren und weiterkämpfen. Verbittertes Verlieren schadet einem in seiner Karriere deutlich mehr als einfach "weiter-zu-grinden".
  6. Danke
    skylake hat eine Reaktion von VenomVelvet in Der "Wieviel verdient ihr" - Diskussionsthread   
    Da ich manchmal Anfragen bekomme bezüglich Gehaltsentwicklung und der Weg vom Fachinformatiker zum Lehrer führe ich das hier mal etwas genauer aus, da ich jetzt (retrospektiv betrachtet), wirklich alle Karrierestufen durch habe.
    # Der Anfang #
    Als junger, kleiner Hüpfer die Fachinformatikerausbildung selbst absolviert und danach für unter 20k Brutto und nur 25 Tagen Urlaub angefangen zu arbeiten. Meine Frau (damals noch Freundin) war zu dieser Zeit im Studium und verdiente um die 400€. Wir hatten damals zusammen ein Haushaltsnettoeinkommen von knapp 2000€, 1 Auto. Gegen Monatsende wurde es teilweise so knapp, dass wir nicht wussten wie wir eine Reparatur zahlen sollten. Die Waschmachine damals wurde auf Raten gekauft, daran erinnere ich mich noch.

    # Der Grind #
    Angestachelt durch Freunde, die alle mehr verdienten als ich und genervt von der Tatsache, dass StarBucks und co. unbezahlbar waren dann meinen Job gekündigt und angefangen Job-Hopping zu betreiben und währenddessen an der RWTH Aachen zu studieren -> Wechsel zum KIT durch Umzug. Durch die immense Doppeltbelastung lag meine Wochenstundenzahl für einige Jahre zwischen 70 - 90 Std. Urlaubstage habe ich kaum genommen und habe einen härteren Grind hingelegt als so mancher EVE Online Spieler.... Die Freundin mit dem Studium fertig, war zurzeit Referendarin und das Haushaltsnetto lag bei ungefähr 4.500€. Für einen Arbeitgeber bin ich damals pro Tag 2,5 Stunden mit dem Auto gefahren (1,25 Stunden pro Strecke) und hatte dadurch weniger reales Netto aufgrund der Spritkosten/Wartungskosten als mit den schlechter bezahlten Jobs aber ich sah es als "Opportunity".

    # Auswanderung #
    Nach dem Studium nach England ausgewandert (bzw. im Master über ein Programm) für einen großen Konzern. Meine Partnerin wurde meine Frau was vor allem am Ehezuschlag lag (ja, wir waren eher rational kühl bei dem Gedanken). Das Haushaltsnetto hatte sich damals knapp verdoppelt auf (in € umgerechnet) 6.000€, was sehr wenig war. Das lag daran, dass meine Frau mit dem deutschen Lehramtsstudium in England nur eine extrem schlecht bezahlte Stelle bekam und der Löwenanteil des Haushaltsnetto durch mich beigesteuert wurde.

    # Switch in den Schuldienst #
    Aus familiären Gründen nach DE zurückgekehrt, ein extrem schlecht bezahltes Referendariat hingenommen (diesmal ich) und danach die Karriereleiter hochgekrabbelt. Die Frau ebenfalls. Heute liegt das Haushaltsnetto bei etwas über 10.000€.

    Würde ich es genauso wieder machen? Nein. Rückblickend wäre es (finanziell gesehen) deutlich sinnvoller gewesen, direkt Lehramt zu studieren und durchziehen. Die Zeit in der Wirtschaft ist zwar erfahrungstechnisch für einen selbst unbezahlbar und man hat schöne Erinnerungen aber was die Karriere angeht, wäre es anders schneller gegangen.

    Was habe ich für mich gelernt? Egal ob DE oder England... Wer Karriere machen möchte, kommt um ein Masterstudium seltenst herum. Ich habe in meiner Laufbahn zwar auch Personen kennengelernt die ohne Studium sehr gut verdient haben aber ein Studium war immer der Door-Opener (für mich) und man musste sich weniger im Betrieb/Schuldienst beweisen als jemand der mit geringeren (formalen) Qualifikationen eingestellt wurde.

    Ergänzung und extrem wichtig: Ich hatte die ein oder anderen Konflikte mit Kollegen/Vorgesetzten am Anfang meiner Karriere und wunderte mich damals, wie andere (fachlich deutlich schlechtere Personen), rechts an mir vorbeigezogen sind. Daher ein Rat: ein Mr. Charming (nicht schleimen, aber sympathisch und fröhlich sein) boostet die eigene Karriere 10x schneller als jeder fachliche Skill. Als ich das begriffen habe, Dinge nicht mehr so ernst gesehen habe und anfing freundlich und aufgeschlossen auf andere zuzugehen, ging es mit der Überholspur plötzlich nicht nur schneller, sondern raketenartig schneller.

    Auch muss man lernen, dass manchmal in einem Beförderungsverfahren andere gewinnen, die vllt älter sind, die besseren Connections haben, das "passendere" Geschlecht oder Mitglied im Personalrat sind. Hier muss man einfach sein Ego runterschlucken, gratulieren und weiterkämpfen. Verbittertes Verlieren schadet einem in seiner Karriere deutlich mehr als einfach "weiter-zu-grinden".
  7. Like
    skylake hat eine Reaktion von Jinju in Wie viel verdient ihr?   
    Jetzt ist doch das passiert, was vor 1,5 Jahren von mir noch ausgeschlossen wurde ....
    Minimalangaben:
    Wohnort/Dienstort: Hessen
    letzter Ausbildungsabschluss (als was und wann): Master
    Berufserfahrung: über 10j im Staatsdienst, davor viele Jahre in div. Wirtschaftsunternehmen
    Arbeitsort: Berufsschule
    Tarif: A16 (komm.)
    Branche der Firma: Bildung
    Arbeitsstunden pro Woche laut Vertrag: 24,5Std (aufgeteilt in 3/4 Leitung, 1/4 Unterricht)
    Arbeitsstunden pro Woche real: zwischen 30 - 50 (je nach Monat)
    Gesamtjahresbrutto: ca 115k. Wegen der nicht zu zahlenden Sozialversicherungen sind das bei Steuerklasse 4 ca 6500€ netto.
    Anzahl der Monatsgehälter: 12
    Anzahl der Urlaubstage: Schulferien 🤯, wobei im Wechsel immer jemand aus der Leitung vor Ort ist.
    Sonder- / Sozialleistungen: Pension, Unkündbarkeit, Landesbeihilfe (also lediglich 50% über die PKV zu versichern), Ehezuschlag/Kinderzuschlag und noch ein paar andere Benefits.
    Verantwortung: Leitung
    Tätigkeiten (Aufgaben/Aufgabenbereich): Zu 1/4 der Zeit noch mit Herzblut bei den Fachinformatikern unterwegs, ansonsten viel Organisation, Leitung, Repräsentation (eben der Mensch der an der Front steht, lächelt und winkt).

    Damit ist aber nun wirklich das absolute Ende der Karriere erreicht. Die einzige Steigerungsmöglichkeit wäre ein Switch in eine übergeordnete Behörde (B-Besoldung), was aber mit dem Verlust der Schulferien, der Freiheit und allem einhergehen würde. Daher kommt das für mich definitiv nicht in Frage :).

    Im Off-Topic Thread verweise ich auf meinen Eintrag hier und führe meinen Weg etwas genauer aus, für den/die ein oder andere, die sich dafür interessiert.


  8. Danke
    skylake hat eine Reaktion von Yoghourt in Der "Wieviel verdient ihr" - Diskussionsthread   
    Da ich manchmal Anfragen bekomme bezüglich Gehaltsentwicklung und der Weg vom Fachinformatiker zum Lehrer führe ich das hier mal etwas genauer aus, da ich jetzt (retrospektiv betrachtet), wirklich alle Karrierestufen durch habe.
    # Der Anfang #
    Als junger, kleiner Hüpfer die Fachinformatikerausbildung selbst absolviert und danach für unter 20k Brutto und nur 25 Tagen Urlaub angefangen zu arbeiten. Meine Frau (damals noch Freundin) war zu dieser Zeit im Studium und verdiente um die 400€. Wir hatten damals zusammen ein Haushaltsnettoeinkommen von knapp 2000€, 1 Auto. Gegen Monatsende wurde es teilweise so knapp, dass wir nicht wussten wie wir eine Reparatur zahlen sollten. Die Waschmachine damals wurde auf Raten gekauft, daran erinnere ich mich noch.

    # Der Grind #
    Angestachelt durch Freunde, die alle mehr verdienten als ich und genervt von der Tatsache, dass StarBucks und co. unbezahlbar waren dann meinen Job gekündigt und angefangen Job-Hopping zu betreiben und währenddessen an der RWTH Aachen zu studieren -> Wechsel zum KIT durch Umzug. Durch die immense Doppeltbelastung lag meine Wochenstundenzahl für einige Jahre zwischen 70 - 90 Std. Urlaubstage habe ich kaum genommen und habe einen härteren Grind hingelegt als so mancher EVE Online Spieler.... Die Freundin mit dem Studium fertig, war zurzeit Referendarin und das Haushaltsnetto lag bei ungefähr 4.500€. Für einen Arbeitgeber bin ich damals pro Tag 2,5 Stunden mit dem Auto gefahren (1,25 Stunden pro Strecke) und hatte dadurch weniger reales Netto aufgrund der Spritkosten/Wartungskosten als mit den schlechter bezahlten Jobs aber ich sah es als "Opportunity".

    # Auswanderung #
    Nach dem Studium nach England ausgewandert (bzw. im Master über ein Programm) für einen großen Konzern. Meine Partnerin wurde meine Frau was vor allem am Ehezuschlag lag (ja, wir waren eher rational kühl bei dem Gedanken). Das Haushaltsnetto hatte sich damals knapp verdoppelt auf (in € umgerechnet) 6.000€, was sehr wenig war. Das lag daran, dass meine Frau mit dem deutschen Lehramtsstudium in England nur eine extrem schlecht bezahlte Stelle bekam und der Löwenanteil des Haushaltsnetto durch mich beigesteuert wurde.

    # Switch in den Schuldienst #
    Aus familiären Gründen nach DE zurückgekehrt, ein extrem schlecht bezahltes Referendariat hingenommen (diesmal ich) und danach die Karriereleiter hochgekrabbelt. Die Frau ebenfalls. Heute liegt das Haushaltsnetto bei etwas über 10.000€.

    Würde ich es genauso wieder machen? Nein. Rückblickend wäre es (finanziell gesehen) deutlich sinnvoller gewesen, direkt Lehramt zu studieren und durchziehen. Die Zeit in der Wirtschaft ist zwar erfahrungstechnisch für einen selbst unbezahlbar und man hat schöne Erinnerungen aber was die Karriere angeht, wäre es anders schneller gegangen.

    Was habe ich für mich gelernt? Egal ob DE oder England... Wer Karriere machen möchte, kommt um ein Masterstudium seltenst herum. Ich habe in meiner Laufbahn zwar auch Personen kennengelernt die ohne Studium sehr gut verdient haben aber ein Studium war immer der Door-Opener (für mich) und man musste sich weniger im Betrieb/Schuldienst beweisen als jemand der mit geringeren (formalen) Qualifikationen eingestellt wurde.

    Ergänzung und extrem wichtig: Ich hatte die ein oder anderen Konflikte mit Kollegen/Vorgesetzten am Anfang meiner Karriere und wunderte mich damals, wie andere (fachlich deutlich schlechtere Personen), rechts an mir vorbeigezogen sind. Daher ein Rat: ein Mr. Charming (nicht schleimen, aber sympathisch und fröhlich sein) boostet die eigene Karriere 10x schneller als jeder fachliche Skill. Als ich das begriffen habe, Dinge nicht mehr so ernst gesehen habe und anfing freundlich und aufgeschlossen auf andere zuzugehen, ging es mit der Überholspur plötzlich nicht nur schneller, sondern raketenartig schneller.

    Auch muss man lernen, dass manchmal in einem Beförderungsverfahren andere gewinnen, die vllt älter sind, die besseren Connections haben, das "passendere" Geschlecht oder Mitglied im Personalrat sind. Hier muss man einfach sein Ego runterschlucken, gratulieren und weiterkämpfen. Verbittertes Verlieren schadet einem in seiner Karriere deutlich mehr als einfach "weiter-zu-grinden".
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    skylake hat eine Reaktion von ickevondepinguin in Der "Wieviel verdient ihr" - Diskussionsthread   
    Da ich manchmal Anfragen bekomme bezüglich Gehaltsentwicklung und der Weg vom Fachinformatiker zum Lehrer führe ich das hier mal etwas genauer aus, da ich jetzt (retrospektiv betrachtet), wirklich alle Karrierestufen durch habe.
    # Der Anfang #
    Als junger, kleiner Hüpfer die Fachinformatikerausbildung selbst absolviert und danach für unter 20k Brutto und nur 25 Tagen Urlaub angefangen zu arbeiten. Meine Frau (damals noch Freundin) war zu dieser Zeit im Studium und verdiente um die 400€. Wir hatten damals zusammen ein Haushaltsnettoeinkommen von knapp 2000€, 1 Auto. Gegen Monatsende wurde es teilweise so knapp, dass wir nicht wussten wie wir eine Reparatur zahlen sollten. Die Waschmachine damals wurde auf Raten gekauft, daran erinnere ich mich noch.

    # Der Grind #
    Angestachelt durch Freunde, die alle mehr verdienten als ich und genervt von der Tatsache, dass StarBucks und co. unbezahlbar waren dann meinen Job gekündigt und angefangen Job-Hopping zu betreiben und währenddessen an der RWTH Aachen zu studieren -> Wechsel zum KIT durch Umzug. Durch die immense Doppeltbelastung lag meine Wochenstundenzahl für einige Jahre zwischen 70 - 90 Std. Urlaubstage habe ich kaum genommen und habe einen härteren Grind hingelegt als so mancher EVE Online Spieler.... Die Freundin mit dem Studium fertig, war zurzeit Referendarin und das Haushaltsnetto lag bei ungefähr 4.500€. Für einen Arbeitgeber bin ich damals pro Tag 2,5 Stunden mit dem Auto gefahren (1,25 Stunden pro Strecke) und hatte dadurch weniger reales Netto aufgrund der Spritkosten/Wartungskosten als mit den schlechter bezahlten Jobs aber ich sah es als "Opportunity".

    # Auswanderung #
    Nach dem Studium nach England ausgewandert (bzw. im Master über ein Programm) für einen großen Konzern. Meine Partnerin wurde meine Frau was vor allem am Ehezuschlag lag (ja, wir waren eher rational kühl bei dem Gedanken). Das Haushaltsnetto hatte sich damals knapp verdoppelt auf (in € umgerechnet) 6.000€, was sehr wenig war. Das lag daran, dass meine Frau mit dem deutschen Lehramtsstudium in England nur eine extrem schlecht bezahlte Stelle bekam und der Löwenanteil des Haushaltsnetto durch mich beigesteuert wurde.

    # Switch in den Schuldienst #
    Aus familiären Gründen nach DE zurückgekehrt, ein extrem schlecht bezahltes Referendariat hingenommen (diesmal ich) und danach die Karriereleiter hochgekrabbelt. Die Frau ebenfalls. Heute liegt das Haushaltsnetto bei etwas über 10.000€.

    Würde ich es genauso wieder machen? Nein. Rückblickend wäre es (finanziell gesehen) deutlich sinnvoller gewesen, direkt Lehramt zu studieren und durchziehen. Die Zeit in der Wirtschaft ist zwar erfahrungstechnisch für einen selbst unbezahlbar und man hat schöne Erinnerungen aber was die Karriere angeht, wäre es anders schneller gegangen.

    Was habe ich für mich gelernt? Egal ob DE oder England... Wer Karriere machen möchte, kommt um ein Masterstudium seltenst herum. Ich habe in meiner Laufbahn zwar auch Personen kennengelernt die ohne Studium sehr gut verdient haben aber ein Studium war immer der Door-Opener (für mich) und man musste sich weniger im Betrieb/Schuldienst beweisen als jemand der mit geringeren (formalen) Qualifikationen eingestellt wurde.

    Ergänzung und extrem wichtig: Ich hatte die ein oder anderen Konflikte mit Kollegen/Vorgesetzten am Anfang meiner Karriere und wunderte mich damals, wie andere (fachlich deutlich schlechtere Personen), rechts an mir vorbeigezogen sind. Daher ein Rat: ein Mr. Charming (nicht schleimen, aber sympathisch und fröhlich sein) boostet die eigene Karriere 10x schneller als jeder fachliche Skill. Als ich das begriffen habe, Dinge nicht mehr so ernst gesehen habe und anfing freundlich und aufgeschlossen auf andere zuzugehen, ging es mit der Überholspur plötzlich nicht nur schneller, sondern raketenartig schneller.

    Auch muss man lernen, dass manchmal in einem Beförderungsverfahren andere gewinnen, die vllt älter sind, die besseren Connections haben, das "passendere" Geschlecht oder Mitglied im Personalrat sind. Hier muss man einfach sein Ego runterschlucken, gratulieren und weiterkämpfen. Verbittertes Verlieren schadet einem in seiner Karriere deutlich mehr als einfach "weiter-zu-grinden".
  10. Danke
    skylake hat eine Reaktion von Dakta in Warum die deutsche IT-Branche irrelevant ist   
    Der TE scheint nicht an konstruktivem Austausch interessiert. Daher mache ich den Thread hier erstmal zu.
  11. Danke
    skylake hat eine Reaktion von steel in Warum die deutsche IT-Branche irrelevant ist   
    Der TE scheint nicht an konstruktivem Austausch interessiert. Daher mache ich den Thread hier erstmal zu.
  12. Like
    skylake hat eine Reaktion von VenomVelvet in Warum die deutsche IT-Branche irrelevant ist   
    Der TE scheint nicht an konstruktivem Austausch interessiert. Daher mache ich den Thread hier erstmal zu.
  13. Like
    skylake hat eine Reaktion von hackbert301009 in Der "Wieviel verdient ihr" - Diskussionsthread   
    Das weniger tatsächlich
    this!
    Paar Dinge habe ich einfach auch lernen müssen und die waren:
    1. Auf keinen Fall Gossip Talk in irgendeiner Gruppe sofern man Führungstätigkeiten anstrebt. Das wirkt sehr schnell negativ, unprofessionell und sobald man den Stempel "nicht für Führung geeignet" bekommt, wars das mit der Karriere (zumindest in dem aktuellen Betrieb)
    2. Präsenz zeigen, vor allem gegenüber diversen Entscheidern in der Firma. Wer unsichtbar ist wird nicht gesehen. Wer nicht gesehen wird, wird nicht gekannt und wen man nicht kennt, kann man nicht befördern.
    3. Ich habe teilweise Leitungsaufgaben übernommen ohne dafür bezahlt zu werden. Damit konnte ich aber unter Beweis stellen, dass ich die den Aufgaben gewachsen bin und als die Gelegenheit kam, dann den eigenen Hut in den Ring geworfen. Es wird für die Vorgesetzten dann irgendwann sogar richtig schwer einen nicht zu befördern wenn man die 3 Punkte berücksichtigt.
    4. Professionell auftreten bei Konflikten, egal wie absurd diese sind oder wie sehr man im Recht ist. Ein "mit Idioten umgehen können"-Skill ist für Führungsaufgaben einfach unerlässlich. Keiner möchte einen Chef haben, der Choleriker ist oder sich wegduckt. Daher sollte man vorher schon unter Beweis stellen, dass man Gesprächsführung beherrscht.
    5. Kein schlechter Verlierer sein. Wenn jemand anderes befördert wird den Fakt einfach akzeptieren und weiter "grinden". Gute Verlierer strahlen häufiger eine Präsenz aus, die auch wahrgenommen wird. Natürlich gibt es immer die Überflieger oder die mit massivem Vitamin-B, die einfach an einem vorbeiziehen auf der Karriereleiter. Wer dann aber verbittert mit Mitarbeitern in der Runde steht und über die Person läsert (da wären wir wieder bei Punkt 1), verbaut sich schnell alles.
    Mein Mindset war immer auf "grind-mode" ausgerichtet und das führte immer, egal wo früher oder später zum Erfolg.
    Sehe ich ähnlich wobei man differenzieren muss. Ja, Stellen mit 100k oder noch mehr sind deutlich seltener als so mancher hier im Forum das versucht glaubhaft zu machen aber ...
    ... es gibt sie. In meiner Region gibt es eine Firma, die einfach nur noch groteske Gehälter rausballert und dort sind die 100k tatsächlich relativ schnell machbar, auch mit "nur" einem Bachelor und paar Jahren BE und ein wenig Führungstätigkeit (also Teamleiter mit BE). Aber das ist definitiv nicht die Norm.
    Ich hatte in einem anderen Thread mal geschrieben was die Azubis in meiner Region so nach der Ausbildung bekommen und es ist wirklich wenig. Zwischen 2,5 - 3,5k (brutto, nicht netto) pendelt das fast immer und die Steigerungen sind auch nicht die Welt. 3,5k => 42k/Jahr. Nach einigen Jahren krebsen dann viele irgendwo in der Region 50 - 70k herum.
    Ich finde relativ realistisch ist hier im Forum die TvÖD - Eingruppierungsumfrage. Der größte Teil befindet sich dort auch zwischen E5 und E11 mit sehr wenigen Ausreißern nach oben aber auch hier ... die gibt es. Meine Stufe bspw. ist dort nicht mal mehr erfasst oder abbildbar, da es mehr ist als E15. Bekommt man das aber als Fachinformatiker? Eher nein.
    100k+ Stellen sind selten. 150k+ Stellen sind Einhornstellen. In meinem Bereich bspw. sind von 130 Lehrern nur 7 A15 und ein einziger A16. Diese Verteilung kann man relativ gut auf die Gehälter in der freien Marktwirtschaft übertragen.
  14. Like
    skylake hat eine Reaktion von Predective in Wie viel verdient ihr?   
    Jetzt ist doch das passiert, was vor 1,5 Jahren von mir noch ausgeschlossen wurde ....
    Minimalangaben:
    Wohnort/Dienstort: Hessen
    letzter Ausbildungsabschluss (als was und wann): Master
    Berufserfahrung: über 10j im Staatsdienst, davor viele Jahre in div. Wirtschaftsunternehmen
    Arbeitsort: Berufsschule
    Tarif: A16 (komm.)
    Branche der Firma: Bildung
    Arbeitsstunden pro Woche laut Vertrag: 24,5Std (aufgeteilt in 3/4 Leitung, 1/4 Unterricht)
    Arbeitsstunden pro Woche real: zwischen 30 - 50 (je nach Monat)
    Gesamtjahresbrutto: ca 115k. Wegen der nicht zu zahlenden Sozialversicherungen sind das bei Steuerklasse 4 ca 6500€ netto.
    Anzahl der Monatsgehälter: 12
    Anzahl der Urlaubstage: Schulferien 🤯, wobei im Wechsel immer jemand aus der Leitung vor Ort ist.
    Sonder- / Sozialleistungen: Pension, Unkündbarkeit, Landesbeihilfe (also lediglich 50% über die PKV zu versichern), Ehezuschlag/Kinderzuschlag und noch ein paar andere Benefits.
    Verantwortung: Leitung
    Tätigkeiten (Aufgaben/Aufgabenbereich): Zu 1/4 der Zeit noch mit Herzblut bei den Fachinformatikern unterwegs, ansonsten viel Organisation, Leitung, Repräsentation (eben der Mensch der an der Front steht, lächelt und winkt).

    Damit ist aber nun wirklich das absolute Ende der Karriere erreicht. Die einzige Steigerungsmöglichkeit wäre ein Switch in eine übergeordnete Behörde (B-Besoldung), was aber mit dem Verlust der Schulferien, der Freiheit und allem einhergehen würde. Daher kommt das für mich definitiv nicht in Frage :).

    Im Off-Topic Thread verweise ich auf meinen Eintrag hier und führe meinen Weg etwas genauer aus, für den/die ein oder andere, die sich dafür interessiert.


  15. Like
    skylake hat eine Reaktion von Maze-92 in Der "Wieviel verdient ihr" - Diskussionsthread   
    Da ich manchmal Anfragen bekomme bezüglich Gehaltsentwicklung und der Weg vom Fachinformatiker zum Lehrer führe ich das hier mal etwas genauer aus, da ich jetzt (retrospektiv betrachtet), wirklich alle Karrierestufen durch habe.
    # Der Anfang #
    Als junger, kleiner Hüpfer die Fachinformatikerausbildung selbst absolviert und danach für unter 20k Brutto und nur 25 Tagen Urlaub angefangen zu arbeiten. Meine Frau (damals noch Freundin) war zu dieser Zeit im Studium und verdiente um die 400€. Wir hatten damals zusammen ein Haushaltsnettoeinkommen von knapp 2000€, 1 Auto. Gegen Monatsende wurde es teilweise so knapp, dass wir nicht wussten wie wir eine Reparatur zahlen sollten. Die Waschmachine damals wurde auf Raten gekauft, daran erinnere ich mich noch.

    # Der Grind #
    Angestachelt durch Freunde, die alle mehr verdienten als ich und genervt von der Tatsache, dass StarBucks und co. unbezahlbar waren dann meinen Job gekündigt und angefangen Job-Hopping zu betreiben und währenddessen an der RWTH Aachen zu studieren -> Wechsel zum KIT durch Umzug. Durch die immense Doppeltbelastung lag meine Wochenstundenzahl für einige Jahre zwischen 70 - 90 Std. Urlaubstage habe ich kaum genommen und habe einen härteren Grind hingelegt als so mancher EVE Online Spieler.... Die Freundin mit dem Studium fertig, war zurzeit Referendarin und das Haushaltsnetto lag bei ungefähr 4.500€. Für einen Arbeitgeber bin ich damals pro Tag 2,5 Stunden mit dem Auto gefahren (1,25 Stunden pro Strecke) und hatte dadurch weniger reales Netto aufgrund der Spritkosten/Wartungskosten als mit den schlechter bezahlten Jobs aber ich sah es als "Opportunity".

    # Auswanderung #
    Nach dem Studium nach England ausgewandert (bzw. im Master über ein Programm) für einen großen Konzern. Meine Partnerin wurde meine Frau was vor allem am Ehezuschlag lag (ja, wir waren eher rational kühl bei dem Gedanken). Das Haushaltsnetto hatte sich damals knapp verdoppelt auf (in € umgerechnet) 6.000€, was sehr wenig war. Das lag daran, dass meine Frau mit dem deutschen Lehramtsstudium in England nur eine extrem schlecht bezahlte Stelle bekam und der Löwenanteil des Haushaltsnetto durch mich beigesteuert wurde.

    # Switch in den Schuldienst #
    Aus familiären Gründen nach DE zurückgekehrt, ein extrem schlecht bezahltes Referendariat hingenommen (diesmal ich) und danach die Karriereleiter hochgekrabbelt. Die Frau ebenfalls. Heute liegt das Haushaltsnetto bei etwas über 10.000€.

    Würde ich es genauso wieder machen? Nein. Rückblickend wäre es (finanziell gesehen) deutlich sinnvoller gewesen, direkt Lehramt zu studieren und durchziehen. Die Zeit in der Wirtschaft ist zwar erfahrungstechnisch für einen selbst unbezahlbar und man hat schöne Erinnerungen aber was die Karriere angeht, wäre es anders schneller gegangen.

    Was habe ich für mich gelernt? Egal ob DE oder England... Wer Karriere machen möchte, kommt um ein Masterstudium seltenst herum. Ich habe in meiner Laufbahn zwar auch Personen kennengelernt die ohne Studium sehr gut verdient haben aber ein Studium war immer der Door-Opener (für mich) und man musste sich weniger im Betrieb/Schuldienst beweisen als jemand der mit geringeren (formalen) Qualifikationen eingestellt wurde.

    Ergänzung und extrem wichtig: Ich hatte die ein oder anderen Konflikte mit Kollegen/Vorgesetzten am Anfang meiner Karriere und wunderte mich damals, wie andere (fachlich deutlich schlechtere Personen), rechts an mir vorbeigezogen sind. Daher ein Rat: ein Mr. Charming (nicht schleimen, aber sympathisch und fröhlich sein) boostet die eigene Karriere 10x schneller als jeder fachliche Skill. Als ich das begriffen habe, Dinge nicht mehr so ernst gesehen habe und anfing freundlich und aufgeschlossen auf andere zuzugehen, ging es mit der Überholspur plötzlich nicht nur schneller, sondern raketenartig schneller.

    Auch muss man lernen, dass manchmal in einem Beförderungsverfahren andere gewinnen, die vllt älter sind, die besseren Connections haben, das "passendere" Geschlecht oder Mitglied im Personalrat sind. Hier muss man einfach sein Ego runterschlucken, gratulieren und weiterkämpfen. Verbittertes Verlieren schadet einem in seiner Karriere deutlich mehr als einfach "weiter-zu-grinden".
  16. Like
    skylake hat eine Reaktion von KomischerTyp in Umschulung zum Fisi noch ratsam?   
    Diese Diskussion gab es hier im Forum schon mehrere Male und auch andere iHK-Prüfer werden dir genau das bestätigen was ich oben geschrieben habe. Da muss sich niemand persönlich angegriffen fühlen. 
    Ich habe auch ausgeführt, warum es so ist und falls du oder eine andere Person hier die Ausnahme darstellt, ist das erfreulich. 
    Das Problem ist eine Mischung aus grottenschlechten Umschulungsträgern, gepaart mit Menschen die - aus welchen Gründen auch immer - umschulen MÜSSEN. Wenn diese dann noch in ein Praktikumsbetrieb geraten, der ausbeutet ist es ganz vorbei. Das kann man sich mit etwas Logik auch selbst erschließen. 

    Das heißt mitnichten, dass die Person per se doof ist oder faul, sondern ist den Rahmenbedingungen geschuldet. 
    Was glaubst du wie krass der Unterschied wirklich ist, wenn ein FI:AE mit klassischer Ausbildung 3 Jahre lang programmiert und eine Schule besucht und man dessen Programmierfähigkeiten mit einem vergleicht, der vorher vllt. überhaupt nichts mit IT am Hut hatte/haben wollte und nach einem paar Monaten Praktikum in der Prüfung sitzt. 
    Da liegen W E L T E N dazwischen. Zudem sind in meinen beiden Regionen nicht nur 2 Prüfungsausschüsse aktiv, sondern sicherlich 2 Dutzend und jeder einzelne Arbeitgebervertreter und Arbeitnehmervertreter sind der Meinung, dass der Großteil der Umschüler derart große Lücken (fachlich/praktisch) aufweisen, dass eine Einstellung oft mit Problemen verbunden ist.
  17. Positiv
    skylake hat eine Reaktion von KomischerTyp in Umschulung zum Fisi noch ratsam?   
    1. Jobmarkt für Juniorstellen ist schlechter als vor ein paar Jahren aber immer noch nicht problematisch. Jeder, der halbwegs was kann bekommt auch was ...
    2. 34 ist nicht das Problem, eher das Stigma "Umschüler". Das ist großflächig verbrannte Erde ... Kannste 9 von 10 einfach in der Pfeife rauchen und das sagt hier einer, der hunderte geprüft hat. Du musst halt dem AG irgendwie beweisen (wenn der dich überhaupt soweit kommen lässt), dass du nicht zu den 90% gehörst, die man absolut nicht gebrauchen kann. Das muss einem einfach klar sein. Auf einen Umschüler wartet der Markt nicht gerade und die Arbeitgeber, die sich die Pfoten an welchen schon verbrannt haben, sind ohnehin negativ eingestellt.
    P.S: Ich finde der Person beim Arbeitsamt und den Umschulungsträger gehört auf die Finger gehauen wenn ich mir ansehe wie diese teilweise vollkommen ungeeignete Personen sehenden Auges ins Messer rennen lassen. Wir tun diese Umschüler dann einfach nur leid.
    3. Siehe oben. Absolut katastrophal ... Ich bin in 2 Regionen Prüfer und einen noch schlechteren Ruf geht einfach nicht mehr. Der rangiert (ohne Übertreibung) bei Frankfurter Bahnhofsviertel was die Attraktivität für AGs angeht. Gibt aber immer die eine Ausnahme und ich hoffe du bist diese :). Mir ist keine Region, kein Bezirk bekannt bei denen der Ruf nicht ruiniert ist. Aber sind wir mal ehrlich, gerade in dem Beruf ist auch klar was passiert, wenn dann bspw. der 45 jährige Bäcker zwangsweise umschulen muss, in einem Mini-Praktikum sein IHK Abschlussprojekt runterrockt und keinerlei praktische Erfahrung hat. Die schlechte theoretische Ausbildung beim Umschulungsträger außen vor. Wenn das zusammen kommt hat man eben einen Cocktail, der alles andere als optimal ist. Ganz schlimm wird es, wenn einem der Umschulungsträger suggeriert das man super aufgestellt sei, man in die IHK Prüfung geht und dort dann seine 5/100 Punkte abholt und vollkommen aufgelöst sich nicht erklären kann, wie das passiert ist. (Hatte ich gerade letzte Woche wieder mehrfach). 
    4. AI aktuell eher als Ergänzung. Es wird noch Jahre dauern bis die Tools (und mehr sind sie aktuell nicht) derart ausgereift sind, dass man ein paar Stellen einschmelzen kann. Würde ich mich nicht sonderlich stressen.
    5. 3k netto in 5 Jahren kommt sehr stark auf die Region an. In manchen würde ich sagen, dass es easy machbar ist, in anderen eher schwierig bis unmöglich.
    6. Kommt auf die Stelle an. Ich hatte Stellen inne, bei denen ich 10 Stunden gesessen habe und auch Stelle bei denen ich froh war, wenn ich mal länger als 15 Minuten sitzen konnte. Sportausgleich ist generell immer anzuraten.
    7. Für den Schwerpunkt FI sowas wie CB Nuggets auf YouTube und co. 
     
  18. Danke
    skylake hat eine Reaktion von Showtime86 in Der "Wieviel verdient ihr" - Diskussionsthread   
    Das ist tatsächlich vernachlässigbar. Der Hauptunterschied ist die Pension. Für die Höhe müsstest du realistisch jeden Monat 1000 Euro in Aktien/ETFs stecken und selbst dann wäre noch ein Gap vorhanden. Also realistisch müsste man als angestellter über 150k Brutto verdienen damit er gleich ziehen könnte. Man unterschätzt einfach massiv was im Schuldienst verdient werden kann (das wusste ich zu Beginn meiner Karriere allerdings auch nicht. Meine Lehrer damals haben immer gejammert wie wenig Geld sie hätten und wie viel mehr sie in der Wirtschaft verdienen würden. Aber das ist oft einfach Quatsch).
    Klar, mit meiner Laufbahn und allem wären auch die 150k in der Wirtschaft machbar aber zu deutlich schlechteren Rahmenbedingungen als im Staatsdienst.
    in Deutschland? Ja. Wie gesagt kenne ich zwar auch welche ohne Studium, die sehr, sehr gut verdienen aber IT-ler in der Region 150k die mir spontan so in den Kopf kommen haben alle einen Master (von seltenen Sonderfällen mit horrenden Provisionen und co. mal abgesehen. Aber eine Provision für Erfolg würde ich auch nicht in ein Standardgehalt mit einfließen lassen, da es nicht. gesichert ist).
    Das ist ganz schwierig zu beantworten und hängt von deiner persönlichen Peergroup ab. Wenn deine Freunde alles Fachinformatiker sind, bist du wahrscheinlich mit 3,5k+ Netto schon sehr gut mit dabei. Wenn diene Peergroup aber bspw. nur aus Studiendirektoren besteht, bist du mit 5k Netto der Geringverdiener...
    Deswegen kann ich die Frage nicht wirklich seriös beantworten. In meinem Freundeskreis sitze ich weit oben was aber auch einfach daran liegt, dass meine Frau ebenfalls eine sehr hohe Besoldung inne hat. Zwei Beamte im hD ganz oben verdienen soviel wie knapp 3 Familien. Wenn man dann noch Miet/Schuldenfrei ist, dann spielt Geld im eigenen Leben eine sehr untergeordnete Rolle und man ist eher darauf aus, dass zu tun was einem Spaß macht. Würde mir der Job keinen Spaß machen, hätte ich ihn nicht angenommen. Das schöne an so Gehältern ist der Punkt, dass man (je nach Bundesland und privater Konstellation) auch die Stelle flexibel reduzieren kann. Selbst mit 50% wäre das Gehalt noch über 3k Netto und das gibt einem unheimlich viele Freiheiten, wenn es mal gesundheitlich nicht mehr so gut gehen sollte.

    Geld sollte wirklich nicht der primäre Faktor in der Entscheidung sein, eine Stelle anzunehmen. Das ist am Anfang vllt. noch der Fall wenn jeder 100er mehr in der Tasche einen großen Impact hat, aber in der Gehaltsregion in der man später (vllt.) mal unterwegs ist, interessieren einen 100 Euro oder auch 500 Euro einfach nicht mehr. Da geht es um Seelenfrieden, Passion und Sinn.
  19. Like
    skylake hat eine Reaktion von SR2021 in Der "Wieviel verdient ihr" - Diskussionsthread   
    Da ich manchmal Anfragen bekomme bezüglich Gehaltsentwicklung und der Weg vom Fachinformatiker zum Lehrer führe ich das hier mal etwas genauer aus, da ich jetzt (retrospektiv betrachtet), wirklich alle Karrierestufen durch habe.
    # Der Anfang #
    Als junger, kleiner Hüpfer die Fachinformatikerausbildung selbst absolviert und danach für unter 20k Brutto und nur 25 Tagen Urlaub angefangen zu arbeiten. Meine Frau (damals noch Freundin) war zu dieser Zeit im Studium und verdiente um die 400€. Wir hatten damals zusammen ein Haushaltsnettoeinkommen von knapp 2000€, 1 Auto. Gegen Monatsende wurde es teilweise so knapp, dass wir nicht wussten wie wir eine Reparatur zahlen sollten. Die Waschmachine damals wurde auf Raten gekauft, daran erinnere ich mich noch.

    # Der Grind #
    Angestachelt durch Freunde, die alle mehr verdienten als ich und genervt von der Tatsache, dass StarBucks und co. unbezahlbar waren dann meinen Job gekündigt und angefangen Job-Hopping zu betreiben und währenddessen an der RWTH Aachen zu studieren -> Wechsel zum KIT durch Umzug. Durch die immense Doppeltbelastung lag meine Wochenstundenzahl für einige Jahre zwischen 70 - 90 Std. Urlaubstage habe ich kaum genommen und habe einen härteren Grind hingelegt als so mancher EVE Online Spieler.... Die Freundin mit dem Studium fertig, war zurzeit Referendarin und das Haushaltsnetto lag bei ungefähr 4.500€. Für einen Arbeitgeber bin ich damals pro Tag 2,5 Stunden mit dem Auto gefahren (1,25 Stunden pro Strecke) und hatte dadurch weniger reales Netto aufgrund der Spritkosten/Wartungskosten als mit den schlechter bezahlten Jobs aber ich sah es als "Opportunity".

    # Auswanderung #
    Nach dem Studium nach England ausgewandert (bzw. im Master über ein Programm) für einen großen Konzern. Meine Partnerin wurde meine Frau was vor allem am Ehezuschlag lag (ja, wir waren eher rational kühl bei dem Gedanken). Das Haushaltsnetto hatte sich damals knapp verdoppelt auf (in € umgerechnet) 6.000€, was sehr wenig war. Das lag daran, dass meine Frau mit dem deutschen Lehramtsstudium in England nur eine extrem schlecht bezahlte Stelle bekam und der Löwenanteil des Haushaltsnetto durch mich beigesteuert wurde.

    # Switch in den Schuldienst #
    Aus familiären Gründen nach DE zurückgekehrt, ein extrem schlecht bezahltes Referendariat hingenommen (diesmal ich) und danach die Karriereleiter hochgekrabbelt. Die Frau ebenfalls. Heute liegt das Haushaltsnetto bei etwas über 10.000€.

    Würde ich es genauso wieder machen? Nein. Rückblickend wäre es (finanziell gesehen) deutlich sinnvoller gewesen, direkt Lehramt zu studieren und durchziehen. Die Zeit in der Wirtschaft ist zwar erfahrungstechnisch für einen selbst unbezahlbar und man hat schöne Erinnerungen aber was die Karriere angeht, wäre es anders schneller gegangen.

    Was habe ich für mich gelernt? Egal ob DE oder England... Wer Karriere machen möchte, kommt um ein Masterstudium seltenst herum. Ich habe in meiner Laufbahn zwar auch Personen kennengelernt die ohne Studium sehr gut verdient haben aber ein Studium war immer der Door-Opener (für mich) und man musste sich weniger im Betrieb/Schuldienst beweisen als jemand der mit geringeren (formalen) Qualifikationen eingestellt wurde.

    Ergänzung und extrem wichtig: Ich hatte die ein oder anderen Konflikte mit Kollegen/Vorgesetzten am Anfang meiner Karriere und wunderte mich damals, wie andere (fachlich deutlich schlechtere Personen), rechts an mir vorbeigezogen sind. Daher ein Rat: ein Mr. Charming (nicht schleimen, aber sympathisch und fröhlich sein) boostet die eigene Karriere 10x schneller als jeder fachliche Skill. Als ich das begriffen habe, Dinge nicht mehr so ernst gesehen habe und anfing freundlich und aufgeschlossen auf andere zuzugehen, ging es mit der Überholspur plötzlich nicht nur schneller, sondern raketenartig schneller.

    Auch muss man lernen, dass manchmal in einem Beförderungsverfahren andere gewinnen, die vllt älter sind, die besseren Connections haben, das "passendere" Geschlecht oder Mitglied im Personalrat sind. Hier muss man einfach sein Ego runterschlucken, gratulieren und weiterkämpfen. Verbittertes Verlieren schadet einem in seiner Karriere deutlich mehr als einfach "weiter-zu-grinden".
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    skylake hat eine Reaktion von xsunshinelight in Der "Wieviel verdient ihr" - Diskussionsthread   
    Da ich manchmal Anfragen bekomme bezüglich Gehaltsentwicklung und der Weg vom Fachinformatiker zum Lehrer führe ich das hier mal etwas genauer aus, da ich jetzt (retrospektiv betrachtet), wirklich alle Karrierestufen durch habe.
    # Der Anfang #
    Als junger, kleiner Hüpfer die Fachinformatikerausbildung selbst absolviert und danach für unter 20k Brutto und nur 25 Tagen Urlaub angefangen zu arbeiten. Meine Frau (damals noch Freundin) war zu dieser Zeit im Studium und verdiente um die 400€. Wir hatten damals zusammen ein Haushaltsnettoeinkommen von knapp 2000€, 1 Auto. Gegen Monatsende wurde es teilweise so knapp, dass wir nicht wussten wie wir eine Reparatur zahlen sollten. Die Waschmachine damals wurde auf Raten gekauft, daran erinnere ich mich noch.

    # Der Grind #
    Angestachelt durch Freunde, die alle mehr verdienten als ich und genervt von der Tatsache, dass StarBucks und co. unbezahlbar waren dann meinen Job gekündigt und angefangen Job-Hopping zu betreiben und währenddessen an der RWTH Aachen zu studieren -> Wechsel zum KIT durch Umzug. Durch die immense Doppeltbelastung lag meine Wochenstundenzahl für einige Jahre zwischen 70 - 90 Std. Urlaubstage habe ich kaum genommen und habe einen härteren Grind hingelegt als so mancher EVE Online Spieler.... Die Freundin mit dem Studium fertig, war zurzeit Referendarin und das Haushaltsnetto lag bei ungefähr 4.500€. Für einen Arbeitgeber bin ich damals pro Tag 2,5 Stunden mit dem Auto gefahren (1,25 Stunden pro Strecke) und hatte dadurch weniger reales Netto aufgrund der Spritkosten/Wartungskosten als mit den schlechter bezahlten Jobs aber ich sah es als "Opportunity".

    # Auswanderung #
    Nach dem Studium nach England ausgewandert (bzw. im Master über ein Programm) für einen großen Konzern. Meine Partnerin wurde meine Frau was vor allem am Ehezuschlag lag (ja, wir waren eher rational kühl bei dem Gedanken). Das Haushaltsnetto hatte sich damals knapp verdoppelt auf (in € umgerechnet) 6.000€, was sehr wenig war. Das lag daran, dass meine Frau mit dem deutschen Lehramtsstudium in England nur eine extrem schlecht bezahlte Stelle bekam und der Löwenanteil des Haushaltsnetto durch mich beigesteuert wurde.

    # Switch in den Schuldienst #
    Aus familiären Gründen nach DE zurückgekehrt, ein extrem schlecht bezahltes Referendariat hingenommen (diesmal ich) und danach die Karriereleiter hochgekrabbelt. Die Frau ebenfalls. Heute liegt das Haushaltsnetto bei etwas über 10.000€.

    Würde ich es genauso wieder machen? Nein. Rückblickend wäre es (finanziell gesehen) deutlich sinnvoller gewesen, direkt Lehramt zu studieren und durchziehen. Die Zeit in der Wirtschaft ist zwar erfahrungstechnisch für einen selbst unbezahlbar und man hat schöne Erinnerungen aber was die Karriere angeht, wäre es anders schneller gegangen.

    Was habe ich für mich gelernt? Egal ob DE oder England... Wer Karriere machen möchte, kommt um ein Masterstudium seltenst herum. Ich habe in meiner Laufbahn zwar auch Personen kennengelernt die ohne Studium sehr gut verdient haben aber ein Studium war immer der Door-Opener (für mich) und man musste sich weniger im Betrieb/Schuldienst beweisen als jemand der mit geringeren (formalen) Qualifikationen eingestellt wurde.

    Ergänzung und extrem wichtig: Ich hatte die ein oder anderen Konflikte mit Kollegen/Vorgesetzten am Anfang meiner Karriere und wunderte mich damals, wie andere (fachlich deutlich schlechtere Personen), rechts an mir vorbeigezogen sind. Daher ein Rat: ein Mr. Charming (nicht schleimen, aber sympathisch und fröhlich sein) boostet die eigene Karriere 10x schneller als jeder fachliche Skill. Als ich das begriffen habe, Dinge nicht mehr so ernst gesehen habe und anfing freundlich und aufgeschlossen auf andere zuzugehen, ging es mit der Überholspur plötzlich nicht nur schneller, sondern raketenartig schneller.

    Auch muss man lernen, dass manchmal in einem Beförderungsverfahren andere gewinnen, die vllt älter sind, die besseren Connections haben, das "passendere" Geschlecht oder Mitglied im Personalrat sind. Hier muss man einfach sein Ego runterschlucken, gratulieren und weiterkämpfen. Verbittertes Verlieren schadet einem in seiner Karriere deutlich mehr als einfach "weiter-zu-grinden".
  21. Like
    skylake hat eine Reaktion von bigvic in Der "Wieviel verdient ihr" - Diskussionsthread   
    Da ich manchmal Anfragen bekomme bezüglich Gehaltsentwicklung und der Weg vom Fachinformatiker zum Lehrer führe ich das hier mal etwas genauer aus, da ich jetzt (retrospektiv betrachtet), wirklich alle Karrierestufen durch habe.
    # Der Anfang #
    Als junger, kleiner Hüpfer die Fachinformatikerausbildung selbst absolviert und danach für unter 20k Brutto und nur 25 Tagen Urlaub angefangen zu arbeiten. Meine Frau (damals noch Freundin) war zu dieser Zeit im Studium und verdiente um die 400€. Wir hatten damals zusammen ein Haushaltsnettoeinkommen von knapp 2000€, 1 Auto. Gegen Monatsende wurde es teilweise so knapp, dass wir nicht wussten wie wir eine Reparatur zahlen sollten. Die Waschmachine damals wurde auf Raten gekauft, daran erinnere ich mich noch.

    # Der Grind #
    Angestachelt durch Freunde, die alle mehr verdienten als ich und genervt von der Tatsache, dass StarBucks und co. unbezahlbar waren dann meinen Job gekündigt und angefangen Job-Hopping zu betreiben und währenddessen an der RWTH Aachen zu studieren -> Wechsel zum KIT durch Umzug. Durch die immense Doppeltbelastung lag meine Wochenstundenzahl für einige Jahre zwischen 70 - 90 Std. Urlaubstage habe ich kaum genommen und habe einen härteren Grind hingelegt als so mancher EVE Online Spieler.... Die Freundin mit dem Studium fertig, war zurzeit Referendarin und das Haushaltsnetto lag bei ungefähr 4.500€. Für einen Arbeitgeber bin ich damals pro Tag 2,5 Stunden mit dem Auto gefahren (1,25 Stunden pro Strecke) und hatte dadurch weniger reales Netto aufgrund der Spritkosten/Wartungskosten als mit den schlechter bezahlten Jobs aber ich sah es als "Opportunity".

    # Auswanderung #
    Nach dem Studium nach England ausgewandert (bzw. im Master über ein Programm) für einen großen Konzern. Meine Partnerin wurde meine Frau was vor allem am Ehezuschlag lag (ja, wir waren eher rational kühl bei dem Gedanken). Das Haushaltsnetto hatte sich damals knapp verdoppelt auf (in € umgerechnet) 6.000€, was sehr wenig war. Das lag daran, dass meine Frau mit dem deutschen Lehramtsstudium in England nur eine extrem schlecht bezahlte Stelle bekam und der Löwenanteil des Haushaltsnetto durch mich beigesteuert wurde.

    # Switch in den Schuldienst #
    Aus familiären Gründen nach DE zurückgekehrt, ein extrem schlecht bezahltes Referendariat hingenommen (diesmal ich) und danach die Karriereleiter hochgekrabbelt. Die Frau ebenfalls. Heute liegt das Haushaltsnetto bei etwas über 10.000€.

    Würde ich es genauso wieder machen? Nein. Rückblickend wäre es (finanziell gesehen) deutlich sinnvoller gewesen, direkt Lehramt zu studieren und durchziehen. Die Zeit in der Wirtschaft ist zwar erfahrungstechnisch für einen selbst unbezahlbar und man hat schöne Erinnerungen aber was die Karriere angeht, wäre es anders schneller gegangen.

    Was habe ich für mich gelernt? Egal ob DE oder England... Wer Karriere machen möchte, kommt um ein Masterstudium seltenst herum. Ich habe in meiner Laufbahn zwar auch Personen kennengelernt die ohne Studium sehr gut verdient haben aber ein Studium war immer der Door-Opener (für mich) und man musste sich weniger im Betrieb/Schuldienst beweisen als jemand der mit geringeren (formalen) Qualifikationen eingestellt wurde.

    Ergänzung und extrem wichtig: Ich hatte die ein oder anderen Konflikte mit Kollegen/Vorgesetzten am Anfang meiner Karriere und wunderte mich damals, wie andere (fachlich deutlich schlechtere Personen), rechts an mir vorbeigezogen sind. Daher ein Rat: ein Mr. Charming (nicht schleimen, aber sympathisch und fröhlich sein) boostet die eigene Karriere 10x schneller als jeder fachliche Skill. Als ich das begriffen habe, Dinge nicht mehr so ernst gesehen habe und anfing freundlich und aufgeschlossen auf andere zuzugehen, ging es mit der Überholspur plötzlich nicht nur schneller, sondern raketenartig schneller.

    Auch muss man lernen, dass manchmal in einem Beförderungsverfahren andere gewinnen, die vllt älter sind, die besseren Connections haben, das "passendere" Geschlecht oder Mitglied im Personalrat sind. Hier muss man einfach sein Ego runterschlucken, gratulieren und weiterkämpfen. Verbittertes Verlieren schadet einem in seiner Karriere deutlich mehr als einfach "weiter-zu-grinden".
  22. Danke
    skylake hat eine Reaktion von Dakta in Wie viel verdient ihr?   
    Jetzt ist doch das passiert, was vor 1,5 Jahren von mir noch ausgeschlossen wurde ....
    Minimalangaben:
    Wohnort/Dienstort: Hessen
    letzter Ausbildungsabschluss (als was und wann): Master
    Berufserfahrung: über 10j im Staatsdienst, davor viele Jahre in div. Wirtschaftsunternehmen
    Arbeitsort: Berufsschule
    Tarif: A16 (komm.)
    Branche der Firma: Bildung
    Arbeitsstunden pro Woche laut Vertrag: 24,5Std (aufgeteilt in 3/4 Leitung, 1/4 Unterricht)
    Arbeitsstunden pro Woche real: zwischen 30 - 50 (je nach Monat)
    Gesamtjahresbrutto: ca 115k. Wegen der nicht zu zahlenden Sozialversicherungen sind das bei Steuerklasse 4 ca 6500€ netto.
    Anzahl der Monatsgehälter: 12
    Anzahl der Urlaubstage: Schulferien 🤯, wobei im Wechsel immer jemand aus der Leitung vor Ort ist.
    Sonder- / Sozialleistungen: Pension, Unkündbarkeit, Landesbeihilfe (also lediglich 50% über die PKV zu versichern), Ehezuschlag/Kinderzuschlag und noch ein paar andere Benefits.
    Verantwortung: Leitung
    Tätigkeiten (Aufgaben/Aufgabenbereich): Zu 1/4 der Zeit noch mit Herzblut bei den Fachinformatikern unterwegs, ansonsten viel Organisation, Leitung, Repräsentation (eben der Mensch der an der Front steht, lächelt und winkt).

    Damit ist aber nun wirklich das absolute Ende der Karriere erreicht. Die einzige Steigerungsmöglichkeit wäre ein Switch in eine übergeordnete Behörde (B-Besoldung), was aber mit dem Verlust der Schulferien, der Freiheit und allem einhergehen würde. Daher kommt das für mich definitiv nicht in Frage :).

    Im Off-Topic Thread verweise ich auf meinen Eintrag hier und führe meinen Weg etwas genauer aus, für den/die ein oder andere, die sich dafür interessiert.


  23. Like
    skylake hat eine Reaktion von KomischerTyp in Wie viel verdient ihr?   
    Jetzt ist doch das passiert, was vor 1,5 Jahren von mir noch ausgeschlossen wurde ....
    Minimalangaben:
    Wohnort/Dienstort: Hessen
    letzter Ausbildungsabschluss (als was und wann): Master
    Berufserfahrung: über 10j im Staatsdienst, davor viele Jahre in div. Wirtschaftsunternehmen
    Arbeitsort: Berufsschule
    Tarif: A16 (komm.)
    Branche der Firma: Bildung
    Arbeitsstunden pro Woche laut Vertrag: 24,5Std (aufgeteilt in 3/4 Leitung, 1/4 Unterricht)
    Arbeitsstunden pro Woche real: zwischen 30 - 50 (je nach Monat)
    Gesamtjahresbrutto: ca 115k. Wegen der nicht zu zahlenden Sozialversicherungen sind das bei Steuerklasse 4 ca 6500€ netto.
    Anzahl der Monatsgehälter: 12
    Anzahl der Urlaubstage: Schulferien 🤯, wobei im Wechsel immer jemand aus der Leitung vor Ort ist.
    Sonder- / Sozialleistungen: Pension, Unkündbarkeit, Landesbeihilfe (also lediglich 50% über die PKV zu versichern), Ehezuschlag/Kinderzuschlag und noch ein paar andere Benefits.
    Verantwortung: Leitung
    Tätigkeiten (Aufgaben/Aufgabenbereich): Zu 1/4 der Zeit noch mit Herzblut bei den Fachinformatikern unterwegs, ansonsten viel Organisation, Leitung, Repräsentation (eben der Mensch der an der Front steht, lächelt und winkt).

    Damit ist aber nun wirklich das absolute Ende der Karriere erreicht. Die einzige Steigerungsmöglichkeit wäre ein Switch in eine übergeordnete Behörde (B-Besoldung), was aber mit dem Verlust der Schulferien, der Freiheit und allem einhergehen würde. Daher kommt das für mich definitiv nicht in Frage :).

    Im Off-Topic Thread verweise ich auf meinen Eintrag hier und führe meinen Weg etwas genauer aus, für den/die ein oder andere, die sich dafür interessiert.


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    skylake hat eine Reaktion von Nele899 in Wie viel verdient ihr?   
    Jetzt ist doch das passiert, was vor 1,5 Jahren von mir noch ausgeschlossen wurde ....
    Minimalangaben:
    Wohnort/Dienstort: Hessen
    letzter Ausbildungsabschluss (als was und wann): Master
    Berufserfahrung: über 10j im Staatsdienst, davor viele Jahre in div. Wirtschaftsunternehmen
    Arbeitsort: Berufsschule
    Tarif: A16 (komm.)
    Branche der Firma: Bildung
    Arbeitsstunden pro Woche laut Vertrag: 24,5Std (aufgeteilt in 3/4 Leitung, 1/4 Unterricht)
    Arbeitsstunden pro Woche real: zwischen 30 - 50 (je nach Monat)
    Gesamtjahresbrutto: ca 115k. Wegen der nicht zu zahlenden Sozialversicherungen sind das bei Steuerklasse 4 ca 6500€ netto.
    Anzahl der Monatsgehälter: 12
    Anzahl der Urlaubstage: Schulferien 🤯, wobei im Wechsel immer jemand aus der Leitung vor Ort ist.
    Sonder- / Sozialleistungen: Pension, Unkündbarkeit, Landesbeihilfe (also lediglich 50% über die PKV zu versichern), Ehezuschlag/Kinderzuschlag und noch ein paar andere Benefits.
    Verantwortung: Leitung
    Tätigkeiten (Aufgaben/Aufgabenbereich): Zu 1/4 der Zeit noch mit Herzblut bei den Fachinformatikern unterwegs, ansonsten viel Organisation, Leitung, Repräsentation (eben der Mensch der an der Front steht, lächelt und winkt).

    Damit ist aber nun wirklich das absolute Ende der Karriere erreicht. Die einzige Steigerungsmöglichkeit wäre ein Switch in eine übergeordnete Behörde (B-Besoldung), was aber mit dem Verlust der Schulferien, der Freiheit und allem einhergehen würde. Daher kommt das für mich definitiv nicht in Frage :).

    Im Off-Topic Thread verweise ich auf meinen Eintrag hier und führe meinen Weg etwas genauer aus, für den/die ein oder andere, die sich dafür interessiert.


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    Vielleicht noch zu erwähnen: das Ergebnis wird von einem paritätisch besetztem Ausschuss festgestellt. Also sind drei Leute unabhängig zu diesen Noten gekommen, noch dazu mit Vorliegen von deutschlandweiten Lösungen.
    Dagegen vorzugehen ist vor Gericht in 99% sinnlos, außer es liegen Formfehler vor.

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