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Ungerechte Behandlung — Home Office


DerCoole

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Hallo Forum,

vor drei Jahren habe ich meinen Wohnort gewechselt, bin aber meinem Arbeitgeber treu geblieben. Seitdem arbeite ich zu 100% von zu Hause aus. Mein Arbeitgeber hat dies damals mündlich akzeptiert, und es gab bisher keine Probleme.

Jüngst gab es einen Vorfall, der mich zum Nachdenken brachte. Ein Kollege, der wie ich zu 100% im Home Office arbeitet, erzählte mir, dass sein Vertrag bei seinem Wechsel angepasst wurde. Dadurch genießt er einige Vorteile:

- Die Fahrtkosten zum Büro werden erstattet, wenn Anwesenheit erforderlich ist.
- Die Fahrzeit zählt als Arbeitszeit.
- Auch Hotelkosten werden übernommen.

Ich war erstaunt, als ich das hörte, da mir solche Möglichkeiten nie angeboten wurden, und ich war mir nicht bewusst, dass es innerhalb des Unternehmens solche Regelungen gibt.

Bislang habe ich die Kosten für gelegentliche Pflichttermine vor Ort selbst getragen, und mein Arbeitgeber hat lediglich darauf hingewiesen, dass es meine Verantwortung sei, wenn ich umziehe.

Nun, da ich weiß, dass solche Regelungen existieren, fühle ich mich - um es vorsichtig auszudrücken - verarscht.

Was würdet ihr in meiner Situation tun?

Viele Grüße

 

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vor 13 Minuten schrieb Brapchu:

Dein Kollege hat halt einfach besser verhandelt.

Kannst ja versuchen das nachzuverhandeln aber verarscht wurde so wie ich das sehe hier niemand.

Ihm wurde das direkt vom Chef angeboten. Mir nicht. Wenn ich nicht wusste zu dem Zeitpunkt das es sowas gibt, konnte ich auch nicht verhandeln. Ich weiß es auch nur weil er es erzählt hat, sonst wüsste ich es nicht. 
Ich fühle mich verarscht weil ihm das angeboten wurde und mir nicht. 

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Gerade eben schrieb DerCoole:

Ihm wurde das direkt vom Chef angeboten.

Nennt sich Vertragsverhandlung. Cheffe wollte den Kollegen wohl so dringend im Team haben, dass er diese Goodies angeboten hat. Zudem scheint mir, dass der Kollege schon zum Einstellungsgespräch im JWD gewohnt hat.

Du dagegen warst zur Vertragsverhandlung in Arbeitsplatznähe, bist danach freiwillg weiter weg gezogen. Da ist es doch schon ein Goodie, dass du 100% homeoffice bekommen hast.

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Was kann der AG dafür, dass du umziehst? Mehr als 100% HO anbieten kann er nicht. Ich finde das bereits sehr kulant. Gerade in Zeiten, in denen reines HO kaum noch geboten wird.

Die oben genannten Regelungen Deines Kollege. sind zudem nur relevant, wenn du überhaupt ins Büro fährst. Was bei 100% HO nicht der Fall sein sollte.

wo liegt also das Problem?

Bearbeitet von Rabber
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vor 47 Minuten schrieb Rabber:

Was kann der AG dafür, dass du umziehst?

Das ist seit 3 Jahren bekannt und damit Historie, wenn du das vielleicht lesen kannst?
Je nach Unternehmensgröße:
- (kleines Unternehmen): einfach offen Karten auf den Tisch und reden, warum das für dich unfair ist.
- (großes Unternehmen): geht gar nicht, weil "besser verhandelt" ist gegen Gleichberechtigung. Einfordern und nicht klein beigeben.

Home Office ist mit Kompromissen verbunden. Aber Ungleichheit sollte es nicht sein IMHO.

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vor 56 Minuten schrieb fi23:

Das ist seit 3 Jahren bekannt und damit Historie, wenn du das vielleicht lesen kannst?
Je nach Unternehmensgröße:
- (kleines Unternehmen): einfach offen Karten auf den Tisch und reden, warum das für dich unfair ist.
- (großes Unternehmen): geht gar nicht, weil "besser verhandelt" ist gegen Gleichberechtigung. Einfordern und nicht klein beigeben.

Home Office ist mit Kompromissen verbunden. Aber Ungleichheit sollte es nicht sein IMHO.

Was ein Quatsch.

1.) Ich arbeite von wo aus ich möchte. Das bestimme ich. Sonst niemand.
2.) Hast dich ganz schön "über Tisch ziehen lassen". Der Kollege war "smarter".
 

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vor einer Stunde schrieb eulersche_Zahl:

1.) Ich arbeite von wo aus ich möchte. Das bestimme ich. Sonst niemand.

Verwechsle da mal nicht Home Office und mobiles Arbeiten.
Bei Home Office hast du einen festen "Standort" zum Arbeiten - nämlich dein Zuhause.
Während du bei mobiles Arbeiten sehr flexibel bist, was deinen Arbeitsort anbelangt.

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vor 8 Stunden schrieb DerCoole:

Ist das so?

Der Umzug stand fest. Wenn ich es nicht bekommen hätte, hätte ich den Arbeitgeber wechseln müssen. 

Du hast doch das bekommen was du wolltest. Damit warst du zufrieden. Hast damals vielleicht gedacht, super AG dass er mir das ermöglicht.

Jetzt bekommt jemand mehr. 
Klar dass man dann vielleicht neidisch wird, aber wenn man zurück denkt hat man ja nicht weniger bekommen damals als man wollte.

Ich würde das einfach offen ansprechen, dass xyz die Fahrten bezahlt bekommt und man das auch im Zuge der eh jährlichen Gehaltserhöhung  gerne hätte.

Um wieviel Fahrten geht es da eigentlich? 1x pro Halbjahr? Pro Quartal? Pro Monat? Pro Woche?

 

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vor 8 Stunden schrieb be98:

Der andere bekommt mehr als man selbst, sozialer Vergleich, ich kann den Ärger nachvollziehen. 

Ja, so ist das. Da funktioniert das Gehirn bzw. die Emotionen sehr komisch. Das geht sogar soweit, dass absolute Zahlen/Benefits weniger wichtig sind als der relative Vergleich.

Es wurde ja schon mehrfach gesagt .. wenn es dich stört, spreche es an.

Bearbeitet von bigvic
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vor 10 Stunden schrieb DerCoole:

vor drei Jahren habe ich meinen Wohnort gewechselt, bin aber meinem Arbeitgeber treu geblieben. Seitdem arbeite ich zu 100% von zu Hause aus. Mein Arbeitgeber hat dies damals mündlich akzeptiert, und es gab bisher keine Probleme.

Also seit kurz vor, oder während der ersten Coronawelle bist du alleine aufgrund einer mündlichen Vereinbarung dauerhaft nicht im Büro anwesend.

Ob damals "nur" mobiles Arbeiten oder wirklich richtiges Homeoffice abgesprochen wurde ist nicht klar.

Zitat

Jüngst gab es einen Vorfall, der mich zum Nachdenken brachte. Ein Kollege, der wie ich zu 100% im Home Office arbeitet, erzählte mir, dass sein Vertrag bei seinem Wechsel angepasst wurde.

Also hat dein Kollege alles schriftlich als Bestandteil des Arbeitsvertrages, du hast.. nichts?

Mein AV hat den Zusatz, dass alle Änderungen schriftlich erfolgen müssen, mündliche Absprachen sind ungültig, schau mal zuerst nach was dein AV dazu sagt und was als Arbeitsort eingetragen ist.

Je nachdem würde würde an deiner Stelle lieber ganz still halten und höflich nachfragen, erst mal die aktuellen Konditionen schriftlich zu fixieren. Ansonsten kann dein AG dich theoretisch von heute auf morgen wieder ins Büro beordern, auf deine Kosten.

Zitat

 

Ich war erstaunt, als ich das hörte, da mir solche Möglichkeiten nie angeboten wurden, und ich war mir nicht bewusst, dass es innerhalb des Unternehmens solche Regelungen gibt.

 

Die gab es möglicherweise zu dem Zeitpunkt als du umgezogen bist auch nicht und wurden erst nach und nach geschaffen. Entweder wurde das dann allen MA die schon dauerhaft von zuhause aus arbeiten konnten nicht angeboten oder du bist hinten über gefallen.

So oder so, es ist nichts Neues dass bei "Bestandskunden" andere Vertragskonditionen vereinbart werden als bei "Neukunden".

Zitat

 

Bislang habe ich die Kosten für gelegentliche Pflichttermine vor Ort selbst getragen, und mein Arbeitgeber hat lediglich darauf hingewiesen, dass es meine Verantwortung sei, wenn ich umziehe.

 

Womit er auch recht hat, wie ein AN zu seiner vertraglich vereinbarten Arbeitsstätte kommt ist sein Problem, nicht das des AG.

Zitat

Nun, da ich weiß, dass solche Regelungen existieren, fühle ich mich - um es vorsichtig auszudrücken - verarscht.

Dann sprich es an, nur sprechenden Menschen kann überhaupt geholfen werden.

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vor 9 Stunden schrieb Rabber:

Was kann der AG dafür, dass du umziehst?

Ein Jobwechsel kam meinerseits in Betracht. Da ich aber gewisse Verantwortung habe und es so erstmal keinen Ersatz gibt, wollte man mich halten.

vor 9 Stunden schrieb Rabber:

Die oben genannten Regelungen Deines Kollege. sind zudem nur relevant, wenn du überhaupt ins Büro fährst. Was bei 100% HO nicht der Fall sein sollte.

Doch, auch aktuell muss ich gelegentlich ins Büro. Es gibt 1x im Monat eine Präsensveranstaltung die nicht Remote übertragen wird. Außerdem gibt es vor Ort dann einen Update-Termin eines Kundens.

vor 1 Stunde schrieb Graustein:

1x pro Halbjahr? Pro Quartal? Pro Monat? Pro Woche?

1x im Monat für 2 Tage. Fahrtkosten sind ca. 150€, Hotel ebenso. Das sind im Jahr an die 4000€.

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vor 10 Minuten schrieb Maniska:

Je nachdem würde würde an deiner Stelle lieber ganz still halten und höflich nachfragen, erst mal die aktuellen Konditionen schriftlich zu fixieren. Ansonsten kann dein AG dich theoretisch von heute auf morgen wieder ins Büro beordern, auf deine Kosten.

Danke für den Hinweis, der sehr wichtig ist. Und wenn ich es dann fixiert habe, wann bringe ich den Einwand bzgl. der Fahrtkosten ein?

vor 10 Minuten schrieb allesweg:

Gleicher Chef?

Von wo nach wo hat der bzgl. Bürotagen besser gestellte Kollege gewechselt?  Entsprechen seine sonstigen Konditionen mindestens deinen oder gleicht es sich insgesamt aus?

Was sagt dein Chef bzgl. Verbesserung deiner diesbezüglichen Konditionen?

Ja, ist der gleiche Chef. Wichtig zu erwähnen: Der andere Kollege ist noch 1 Jahr vor mir ins HO gewechselt. D.h., dort gab es das Konstrukt schon... Die Konditionen sind sonst vergleichbar. Mit dem Chef habe ich noch nicht gesprochen.

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Der Kollege hat entweder besser verhandelt oder ist wertvoller für das Unternehmen. 

Du kannst versuchen dieselben Konditionen zu bekommen, indem du das Gespräch mit dem Chef suchst. Ich würde das aber auf sehr höfliche Art und Weise angehen sonst kann dein HO auch schnell zusammengestrichen werden, zumal du nichts schrifltiches hast. 

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vor 5 Minuten schrieb DerCoole:

Danke für den Hinweis, der sehr wichtig ist. Und wenn ich es dann fixiert habe, wann bringe ich den Einwand bzgl. der Fahrtkosten ein?

Forderungen in Salamitaktik stellen? Schön scheibchenweise? NEIN!

Sprich  deine gesamten Wünsche als Komplettpaket an.

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vor 2 Stunden schrieb allesweg:

Forderungen in Salamitaktik stellen? Schön scheibchenweise? NEIN!

Sprich  deine gesamten Wünsche als Komplettpaket an.

Danke! So und nicht anders. Ansonsten würde ich meinen Mitarbeiter was husten, wenn er nach x Wochen mit dem nächsten Punkt ankommt. Das wäre doppelter Aufwand, weil ich zweifach mit den HR Menschen und weiteren Beteiligten sprechen muss.

Selbst Chefs haben etwas Besseres zu erledigen, als den administrativen Quatsch (der zu einem gewissen Teil ja leider nötig ist). 

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