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Unsicherheit hinsichtlich zwei Arbeitsverträgen - Empfehlungen?

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Hallo liebe Forengemeinde,

nachdem während meiner Ausbildung zum FISI hier sehr gut weiter geholfen wurde, möchte ich nochmals um eine kurze Einschätzung bitten. Ich stehe vor der Auswahl zweier neuer Arbeitsverträge von Firmen im produzierenden Gewerbe, da ich in Kürze meinen Wohnort aus privaten Gründen wechseln werde:

1.) 2700 Brutto ohne Weihnachts- / Urlaubsgeld oder irgendwelchen zusätzlichen Leistungen. Keine automatischen Erhöhungen. Überstunden-Konto kann grenzenlos befüllt und abgefeiert werden, 40 Stunden-Woche. (Im Praktikum sehr angenehmes Betriebsklima, aber unsichere Branche)

2.) 3100 Brutto mit zusätzlich Urlaubsgeld und VWL-Leistungen. Sehr kleine automatische Erhöhungen. Überstunden-Konto nicht existent, alle Überstunden ohne Vergütung oder Zeitausgleich, ebenfalls 40 Stunden-Woche. (Sichere Branche, kein Praktikum vorher stattgefunden)

Ort der beiden Firmen wäre Bayern, nicht München, aber auch nicht auf dem Land. Sprich Mittelgroße Stadt.

Welches der beiden Angebote würde euch eher zusagen?
Beides hat seine Vor- und Nachteile... Danke für das Teilen eurer Erfahrungen!

(Edit: Tätigkeitsfeld bei beiden wäre Administration, beides von den Aufgaben her ziemlich identisch und beides im Mittelstand)

- Byteschubser

bearbeitet von Byteschubser

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vor 21 Stunden schrieb Listener:

Bei 400€ brutto monatlich überlegst du überhaupt?

War das in dem Sinne gemeint, dass der Unterschied gewaltig ist oder in dem Sinne, dass der Unterschied viel zu gering ist?😀

Die Unterschiede bei den Rahmenbedingungen in den beiden Verträgen darf man ja auch nicht außer Acht lassen^^...

Grüße,
- Byteschubser

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Moin,

in diesem Fall würde ich wohl dem Geld folgen. 400€ + Urlaubsgeld + VWL, in diesen Gehaltsregionen fällt das schon ziemlich ins Gewicht.

Dagegen steht dann die unsichere Überstundenregelung, im Sinne von, man weiß nicht wie viel da anfallen wird - vielleicht sind es am Ende ja kaum welche.

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Einfach keine Überstunden machen. (Leichter gesagt als getan).

Grundsätzlich ist eine pauschale Abgeltung von Überstunden im AV durch das BAG gekippt worden und dann nichtig.

Bei normalen Arbeitnehmern wird die pauschale Abgeltung bis zur Grenze von ca. 20h pro Monat als noch zumutbar toleriert.

Aber nur wenn die Formulierung auch korrekt im AV steht.

Steht sie im AV falsch drin ist die Formulierung nichtig und alle Überstunden sind Vergütungspflichtig. 

Deshalb würde ich auch zu Angebot 2 tendieren, 400€ brutto pro Monat Unterschied sind zudem schon eine andere Welt bei dem Gehaltslevel.

bearbeitet von tTt

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Ich kann die Bedenken verstehen.

Das mit den Überstunden gilt nur dann, wenn sie von einem Weisungsbefugten angeordnet werden. Ich hatte bis vor kurzem dasselbe Problem, sehr viele Überstunden aber nicht eine davon angeordnet. Das muss fertig werden oder sonstige Phrasen sind noch keine Anordnung Und der Druck von den Kollegen, die alle Stunden machen, ist auch nicht zu verachten (Ach hast du wieder einen halben Tag Urlaub?).

 

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Ich würde auch Angebot 2 nehmen. Und wie PVoss und tTt gesagt haben, vielleicht fallen ja gar keine Überstunden an. Und wenn doch viele anfallen auch mal nein sagen, da nicht vergütet.

Die Regelung "Überstunden sind mit der Gehaltszahlung abgegolten" gelten vor dem Gesetz erst ab einem hohen Gehalt:

 

Zitat

Gefühlt jeder zweite Arbeitsvertrag enthält die Klausel: „Mit der vorstehenden Vergütung sind erforderliche Überstunden des Arbeitnehmers mit abgegolten“. Eigentlich ist sie rechtswidrig – es gibt aber zwei Ausnahmen.

Die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts gilt nicht für alle Arbeitnehmer. Ausgenommen sind Besserverdiener und Arbeitnehmer, die höherwertige Dienste verrichten.

Besserverdiener sind Arbeitnehmer, deren Gehalt die aktuell bei 76.200 Euro (West) bzw. 68.400 Euro (Ost) pro Jahr liegende jährliche Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung überschreitet.

Dienste höherer Art sind Tätigkeiten, die ein überdurchschnittliches Maß an Fachkenntnissen, Kunstfertigkeit oder wissenschaftlicher Bildung, eine hohe geistige Fantasie oder Flexibilität voraussetzen (z.B. Ärzte, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Architekten)

 

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