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Für viel mehr würdet ihr die 1,5 Std (einfach). Weg in Kauf nehmen?

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vor 57 Minuten schrieb turboSansho:

Aktuell bekomme ich 50k und bei der neuen Stelle würde ich 90k bekommen inkl. Firmenwagen (ich wusste jetzt nicht, wie man das dazu rechnen kann).

Also dafür würde ich das machen, aber meine Ist-Situation ist eben eine andere. Ich pendle für deutlich weniger schon mehr als 2h täglich.

Wobei das mit dem Firmenwagen jetzt auch schwierig zu bewerten ist, kommt das Geld für den noch OnTop bzw. wie wird der versteuert? 1% + 0,03% dürfte sich bei der Entfernung auch nicht mehr lohnen.

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vor 5 Stunden schrieb Graustein:

Verdiene derzeit 85000, für theoretische 170.000 würde ich mir das aber sicher mal ein paar Jahre geben, allerdings wird wohl kaum einer 170.000 auf den Tisch legen.

Der Sprung von 30k auf 60k ist viel höher bzgl. Lebensqualität wie der von 85k auf 170k. Oder anders gefragt .. was würde sich für dich persönlichen ändern bei 170k, dass den negativen Impact auch nur einigermassen rechtfertigt?

(Siehe auch LINK).

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vor 9 Minuten schrieb bigvic:

Der Sprung von 30k auf 60k ist viel höher bzgl. Lebensqualität wie der von 85k auf 170k. Oder anders gefragt .. was würde sich für dich persönlichen ändern bei 170k, dass den negativen Impact auch nur einigermassen rechtfertigt?

Das mag stimmen, wenn man das Geld ausgibt, weil man an einen bestimmten Punkt nur noch Geld wegkriegt, wenn man sich vergoldete Wasserhähne kauft, um es mal zu übertreiben.

Der Bereich dadrüber ist denke ich vor allem interessant, aufgrund der Menge die es ist, die man nicht benötigt bzw. aufgrund dem hohen Sparpotential, um sich früher zu Ruhe zu setzen, wäre persönlich damit in 10-15 Jahren in Rente oder eben aufgrund der Möglichkeit damit dann wieder die Stunden ordentlich zu reduzieren. Quasi nur noch ein Tag arbeiten oder eben wie viel man brauch.

bearbeitet von Velicity

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Gerade eben schrieb Velicity:

Der Bereich dadrüber ist denke ich vor allem interessant, aufgrund der Menge die es ist, die man nicht benötigt bzw. aufgrund dem hohen Sparpotential, um sich früher zu Ruhe zu setzen oder eben aufgrund der Möglichkeit damit dann wieder die Stunden ordentlich zu reduzieren.

Diese Logik erinnert mich an Heinrich Bölls Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral.

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Stimmt schon aber das einfache Leben kostet eben auch schon ein paar Euro, die man erstmal brauch, daher auch der Gedanke damit die Stunden dann runter zu fahren, womit wir wieder beim Fischer wären oder eben über kurze Zeit Augen zu und durch. Freizeit ist eben das höchste Gut.

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vor 17 Minuten schrieb bigvic:

Der Sprung von 30k auf 60k ist viel höher bzgl. Lebensqualität wie der von 85k auf 170k. Oder anders gefragt .. was würde sich für dich persönlichen ändern bei 170k, dass den negativen Impact auch nur einigermassen rechtfertigt?

(Siehe auch LINK).

Also was den Link angeht und die genannten Zahlen zu den 60k, da hatte ich schonmal in einem anderen Thread was dazu geschrieben, deshalb will ich das nicht so stehen lassen 😅 :

Am 24.11.2018 um 15:31 schrieb Tiangou:

Der Artikel ist fast 10 Jahre alt und kommt aus den USA. Und in der Originalfassung ist auch von 75.000US Dollar die Rede. Seither hat sich nicht nur der Dollarkurs geändert, sondern auch die Preise.

Dann lässt der Artikel ja unklar ob brutto oder netto, in den USA bleibt doch einiges mehr vom Brutto übrig und es gibt auch Bundesstaaten ohne Mehrwertsteuer. Generell ist in Deutschland wie in den USA nicht ein Einkommen in jeder Region gleich viel Wert. In München, Stuttgart oder Frankfurt haben 60.000 Brutto einen ganz anderen Wert als in einer Stadt in Mecklenburg-Vorpommern oder im Emsland. In den USA sind die Spreizungen noch größer, selbst wenn ich nicht Silicon Valley als Vorbild nehme, ist man mit 75.000$ im tiefsten Wyoming viel besser dran als in Chicago.

Die Aussagekraft des Artikels ist, auf absolute Zahlen, also Schrott, aber trotzdem stimmt es wohl, mit weniger Einkommen freut man sich wohl mehr über eine Erhöhung.

Für mich, der in einer teureren Region lebt, wären eher so 90.000€ die Grenze, bis dahin merke ich schon deutlich das ich mehr Geld bekomme, danach dürfte auch die Freude darüber abnehmen. Wobei ich das bei einer direkten Verdoppelung auch nicht unbedingt behaupten möchte :D

 

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vor 44 Minuten schrieb bigvic:

Der Sprung von 30k auf 60k ist viel höher bzgl. Lebensqualität wie der von 85k auf 170k. Oder anders gefragt .. was würde sich für dich persönlichen ändern bei 170k, dass den negativen Impact auch nur einigermassen rechtfertigt?

1. Ja der Sprung an Lebensqualität ist bei 30 auf 60 höher, aber eben nicht der Stundenlohn.

2. Bei 30 nach 60 wird man das dauerhaft machen „müssen“, da sonst eben wieder großer Verlust von Lebensqualität 

3. wie gesagt würde ich das wenn für eine befristete Zeit machen um z.b. Eigentum schneller abzuzahlen. Das geht mit 8500 netto bei 170k brutto schneller als mit 4600 netto bei 85k. Das sind in zwei Jahren dann knapp 94000 Euro.

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Wenn du bei 3) sagst, dann das Eigentum schneller abbezahlt ist ... frage ich - ja und? Was hätte das für eine Auswirkung? Schränkst du dich konkret ein in deinem Leben aktuell für das "Eigentum" (z.B. nicht ins Kino gehen oder nur Dosengerichte)? Wenn ja, okay .. wobei ich dann mal kirtisch hinterfragen würde, ob ein Stück Beton das alles Wert ist (da sind aber die Präferenzen unterschiedlich - mir persönlich wäre es das nie und nimmer Wert 20 Jahre zu darben für ein "eigenes Heim"). Wenn nein, dann ist das alles nur "virtuell", aber ändert an deinem Leben nichts (ausser die 3 Stunden/Tag Lebenszeit weg).

Es gibt bestimmt viele gute Gründe das zu machen, aber man sollte sehr ehrlich und reflektiert sein was konkret die eigene Lebensqualität steigert und es ist wirklich sehr selten die monatliche Lohnabbrechnung, sondern nahezu immer konkrete indivuelle Auswirkungen daraus (wie z.B. sich eine Putzhilfe leisten können, 6 Wochen Reisen wohin man will, sehr gut Essen gehen, Hobby XYZ, Zeit für ABC, etc.). Und wenn sich die nicht deutlich verbessern ... hmm, dann sollte man überlegen, ob der Jobwechsel nur des Geldes wegen richtig ist.

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vor 43 Minuten schrieb bigvic:

Wenn nein, dann ist das alles nur "virtuell", aber ändert an deinem Leben nichts (ausser die 3 Stunden/Tag Lebenszeit weg).

Oder gibt ein wieder im Anschluss die Möglichkeit die Arbeitszeit drastisch zu reduzieren und deutlich mehr Freizeit zu haben, weil einer der teuersten Posten weg fällt. Und je nach Vertrag und Möglichkeiten für solche Sondertilgungen spart man eben auch, was auch wieder Lebenszeit ist, die man sonst hätte verdienen müssen, wofür man nicht einmal einen Gegenwert bekommt.

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Da ist wieder die Theorie ... ich arbeite jetzt ganz ganz viel um im Alter mal ganz ganz wenig zu arbeiten zu müssen (siehe oben) ... (wenn ich denn dann noch lebe, gesund bin, es sich für irgendetwas lohnt weniger zu arbeiten, usw. usf.) Ausserdem muss man erstmal einen Job finden der Spass macht und einem Teilzeit ermöglicht und wieder die Frage > will man die Arbeitszeit drastisch reduzieren (jeder muss das für sich entscheiden)? Ich halte von dem Konzept "jetzt leiden und es dann später hoffentlich/vielleicht besser haben" in den allermeisten Fällen nichts.

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vor 50 Minuten schrieb bigvic:

Wenn du bei 3) sagst, dann das Eigentum schneller abbezahlt ist ... frage ich - ja und? Was hätte das für eine Auswirkung? Schränkst du dich konkret ein in deinem Leben aktuell für das "Eigentum" (z.B. nicht ins Kino gehen oder nur Dosengerichte)? Wenn ja, okay .. wobei ich dann mal kirtisch hinterfragen würde, ob ein Stück Beton das alles Wert ist (da sind aber die Präferenzen unterschiedlich - mir persönlich wäre es das nie und nimmer Wert 20 Jahre zu darben für ein "eigenes Heim"). Wenn nein, dann ist das alles nur "virtuell", aber ändert an deinem Leben nichts (ausser die 3 Stunden/Tag Lebenszeit weg).

Ich habs nicht geschrieben, aber ich sehe es genauso, wobei ich auch schon für die 85k deutlich mehr fahren würde, da müssen es nicht gleich 170k sein. Aber ja, wir schränken uns ein für das Haus, wir gehen beide Vollzeit arbeiten, pendeln beide und somit beide täglich rund 12h außer Haus. Unsere Autos sind 13 und 10, Urlaub gab es seit Jahren nicht, weil viel am Haus zu tun ist. Das Geld was am Jahresende übrig ist, geht weiter in die Sanierung oder in eine Sondertilgung. 

Aber ich war auch schon immer Pendler, kann mich nicht erinnern jemals weniger als eine halbe Stunde einfach gehabt zu haben. Will nicht ausschließen, dass ich bei 5 Minuten jetzt anders argumentieren würde.

vor 50 Minuten schrieb bigvic:

Es gibt bestimmt viele gute Gründe das zu machen, aber man sollte sehr ehrlich und reflektiert sein was konkret die eigene Lebensqualität steigert und es ist wirklich sehr selten die monatliche Lohnabbrechnung, sondern nahezu immer konkrete indivuelle Auswirkungen daraus (wie z.B. sich eine Putzhilfe leisten können, 6 Wochen Reisen wohin man will, sehr gut Essen gehen, Hobby XYZ, Zeit für ABC, etc.). Und wenn sich die nicht deutlich verbessern ... hmm, dann sollte man überlegen, ob der Jobwechsel nur des Geldes wegen richtig ist.

Natürlich ist es nicht die Lohnabrechnung oder der wachsende Kontostand. Aber eine Putzhilfe, ein neueres Auto, ein mehrwöchiger USA Urlaub oder einfach die Arbeitszeit auf 4 Tage die Woche senken, hat schon seinen Reiz. Und vermutlich weicht unsere Definition von gut Essen gehen auch etwas ab, für uns bedeutet das am Samstag zum Griechen zu gehen und dort 50-60€ liegen zu lassen. 

 

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vor 29 Minuten schrieb Tiangou:

 Und vermutlich weicht unsere Definition von gut Essen gehen auch etwas ab, für uns bedeutet das am Samstag zum Griechen zu gehen und dort 50-60€ liegen zu lassen.

In der Tat 🥘🍸 😉

So hat jeder sein Lebensmodell und wenn das einen glücklich macht (der eine fürs Eigenheim arbeiten, der andere für schnelle Autos), dann macht man alles richtig.

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vor 2 Stunden schrieb bigvic:

Wenn du bei 3) sagst, dann das Eigentum schneller abbezahlt ist ... frage ich - ja und? Was hätte das für eine Auswirkung?

Man ist deutlich freier und kann sich dann auch die Jobs eben nicht nur nach: "brauch das Geld" aussuchen.
Schulden schränken halt ein. Zwar nicht in dem Maße wie kein Kino oder nur 20 Cent Dosensuppen, aber kaum einer wird sein Eigentum in 2 Jahren abbezahlt haben. Irgendwas zwischen 10-20 wird für die meisten zutreffen und dann ist man doch relativ abhängig vom AG.
Und ja Eigentum oder nicht ist oft die Frage, mir ist es halt zu doof, bis zur Rente mehr an Kaltmiete zu zahlen.
Wir zahlen jetzt ca 12 Jahre, schränken uns etwas ein und sind danach einen Batzen Sorgen, auch im Alter, los.

Davon ab, nochmal, das ganze ist doch für viele theoretischer Natur. Keiner wird mir 170k geben. Davon ab mag ich meinen jetzigen Job.
Und bei 30k auf 60k geht es idR auch anders als 3h am Tag zu pendeln.
Wobei mich eher wundert, dass dies für dich besser sein soll. Nach Abzug der Kosten bleibt dann kaum ein Mehrwert.
Hat man vorher z.b. kein Auto kann man danach, je nach Facon natürlich, leicht mal 600-800 Euro pro Monat fürs pendeln ausgeben.
Alleine Sprit dürfte beim günstigen Diesel bei 300 Euro liegen. + Wertverlust + Versicherung + Steuern + Reifen, etc

Also vorher Netto (SK1) 1.664, danach 2888, also 1200 netto mehr. Das schrumpft dann wegen Pendelkosten auf 600 Euro.
Für 20x3h=60h. Macht also noch ein netto Stundenlohn von 10 Euro.

Hat man einen Firmenwagen drückt das dann noch mehr das Gehalt. Von den 2888 netto bleiben noch müde 1.827, also 180 netto mehr für 60h rumgegurke im Monat. Macht dann 3 Euro netto. 

Bei 85k vs 170k sieht das ganze dann so aus.
Zur besseren Vergleichbarkeit auch SK1:
85K: netto 3.864
170K: netto 7.571 - 600 Euro Pendelkosten,  macht pro Stunde netto 51 Euro mehr, also das 5-fache wie 30k auf 60k
170K mit FW: netto  6.624 , macht pro Stunde 46 euro mehr, also das 15 fache wie bei 30k auf 60k

 

Nochmal, alles theorie, aber warum jetzt gerade 60k auf 30k so viel besser sein soll, und es sich da mehr lohnen soll verstehe ich nich. Man kann auch von 30k leben oder sich lieber regional einen 45k Job suchen.
Gerade wenn doch laut deiner Aussage Zeit besser als Geld ist (sehe ich auch so*), muss es sich ja auch lohnen. Und das tut es hier bei 30k auf 60k kaum, da man von jedem Euro mehr auch mehr Abgaben hat in dem Bereich. 
 

* Ich würde z.b. auch nicht, was realistischer wäre für 15k brutto im Jahr mehr, 5h die Woche mehr arbeiten. Obwohl das brutto knapp 58 Euro wären. Wäre es mir in dem Fall noch nicht wert.

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vor 5 Stunden schrieb turboSansho:

Danke für viele Antworten. Trotz meiner festen Entscheidung, überlege ich mir das natürlich immer noch. 
Die Zahlen wollte ich zuerst nicht sagen, damit es eben eher "philosophisch"  bleibt, aber irgendwie haben hier viele auch Recht, dass es von den Zahlen ziemlich stark abhängt.
Aktuell bekomme ich 50k und bei der neuen Stelle würde ich 90k bekommen inkl. Firmenwagen (ich wusste jetzt nicht, wie man das dazu rechnen kann).

https://www.brutto-netto-rechner.info/
Einfach hier auf Firmenwagenrechner klicken.

Dürfte sich bei der Entfernung nicht lohnen, zwar kennen wir die KM nicht, aber sofern du nicht 1,5h von Berlin West nach Berlin Ost fährt sondern Mix aus 20% Stadt, 30% Landstraße und 50% Autobahn schafft man ja in leicht 120km. 
Dann kostet dich der Wagen (je nach Bruttolistenpreis halt) gut 1000-1200 Euro im Monat netto. 4.082 ohne FW vs 2.876-3.135 mit FW.
Bei 50k hast du derzeit knapp 2500 netto, macht also mit FW ca 500 netto mehr im Monat.

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vor 1 Stunde schrieb Graustein:

Nochmal, alles theorie, aber warum jetzt gerade 60k auf 30k so viel besser sein soll, und es sich da mehr lohnen soll verstehe ich nich.

Weil es da um für die Mehrheit um elementarere Dinge geht, ob man z.b

... sich ein Auto leisten kann oder nicht  vs. fahre ich nun Skoda oder BMW

.... eine 2 od 3 Zimmer Wohnung vs Miete ich 5 Zimmer oder kaufe ich eine Whg.

... kann ich mir eine Familie mit Kind leisten oder nicht vs. maxi cosi oder emmaljunga kinderwagen

... usw.

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Gast Liwjatan
vor 4 Stunden schrieb bigvic:

Wenn du bei 3) sagst, dann das Eigentum schneller abbezahlt ist ... frage ich - ja und? Was hätte das für eine Auswirkung? Schränkst du dich konkret ein in deinem Leben aktuell für das "Eigentum" (z.B. nicht ins Kino gehen oder nur Dosengerichte)? Wenn ja, okay .. wobei ich dann mal kirtisch hinterfragen würde, ob ein Stück Beton das alles Wert ist (da sind aber die Präferenzen unterschiedlich - mir persönlich wäre es das nie und nimmer Wert 20 Jahre zu darben für ein "eigenes Heim"). Wenn nein, dann ist das alles nur "virtuell", aber ändert an deinem Leben nichts (ausser die 3 Stunden/Tag Lebenszeit weg).

Mal angenommen man könnte sein Eigenheim in 12,5 Jahren statt in 25 Jahren durch das doppelte Gehalt tilgen, fallen mir spontan zwei Sachen ein.

1) Es nimmt einem ein gewisses Risiko für das Alter ab. Nicht jeder ist verbeamtet oder hat eine Stelle in einem großen Unternehmen/Konzern, wo die Mitarbeiter sicher in den Ruhestand gebraucht werden. Gerade wenn man zwei Gehälter für die Tilgung braucht (Mann + Frau) ist das so eine Sache. Außerdem kann 'keine Miete' den Netto-Rückgäng bei Renteneintritt in nicht geringem Maße kompensieren => man kann also seinen Lebensstandard eher halten.

2)  Wenn man das Haus abbezahlt hat, ist man finanziell deutlich flexibler und es sind andere Lebensenwürfe möglich. Beispielsweise einer von beiden gönnt es sich gar nicht mehr  zu arbeiten, oder beide reduzieren ihre Stunden. Man könnte auch wieder auch wieder einen deutlich schlechter bezahlen Job um die Ecke annehmen und hat trotzdem im Endeffekt mehr Nettoeinkommen zur Verfügung.

3) Man kann das Geld in die Ausbildung seiner Kinder investieren. Gehobene Privatschule/Internat mit anschließendem Auslandsstudium an einer Elite Uni, wenn ein Studium angestrebt wird.  Oder einfach auch nur eine Wohnung mieten direkt an der Uni und den Lebensunterhalt ermöglichen, so dass er/sie nicht auf "dumme"-Jobs angewiesen ist und sich auf die Ausbildung konzentrieren kann.

Mir fallen da einige Dinge ein.

Keine Miete ist schon eine Bank für sich. Muss ja kein Haus sondern könnte auch die Wohnung sein.

bearbeitet von Liwjatan

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vor 54 Minuten schrieb bigvic:

Weil es da um für die Mehrheit um elementarere Dinge geht, ob man z.b

... sich ein Auto leisten kann oder nicht  vs. fahre ich nun Skoda oder BMW

.... eine 2 od 3 Zimmer Wohnung vs Miete ich 5 Zimmer oder kaufe ich eine Whg.

... kann ich mir eine Familie mit Kind leisten oder nicht vs. maxi cosi oder emmaljunga kinderwagen

... usw.

Aha Skoda oder BMW fahren ist jetzt elementar? Oder verstehe ich das falsch?
Auf einmal ist 20 Jahre abzahlen für eine ETW auch wieder elementar und supi? Vorher war es das nicht...

Wenn beide 30.000 verdienen ist man ungefähr im Schnitt, d.h. in den meisten Gegenden kann man ganz normal leben auch mit Familie.
Von da Familie hat man dann btw auch fast nix mehr, wenn man pro Tag 12h außer Haus ist...
Und das bis zur Rente! Und eben nicht nur auf beschränkte Zeit.
Und das ist der Knackpunkt, dies (so lange pendeln) würde ich nur machen, wenn ich wüsste es ist befristet. Wenn aber das Geld für "elementare" Sachen draufgeht und ich mir scheinbar sonst nix leisten kann, bin ich gezwungen das auf Dauer zu machen. Insofern sich nicht was neues auftut. Und das wäre nix für mich.

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Gast Liwjatan
vor 9 Minuten schrieb Graustein:

Aha Skoda oder BMW fahren ist jetzt elementar? Oder verstehe ich das falsch?

Als Informatiker ist man wahrscheinlich geneigt von rechts nach links zu parsen :D , aber ich glaube gemeint ist, dass du mit höherem Gehalt nur "Luxus Probleme" hast, und keine elementaren Probleme wie "kann ich mir überhaupt ein Auto leisten" oder "kann ich eine Familie gründen".

bearbeitet von Liwjatan

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vor 26 Minuten schrieb Liwjatan:

Mal angenommen man könnte sein Eigenheim in 12,5 Jahren statt in 25 Jahren durch das doppelte Gehalt tilgen, fallen mir spontan zwei Sachen ein.

Bei dem theoretischen Beispiel von mir könnte ich das Eigenheim in 6 Jahren tilgen, wenn ich durch 3h pendeln mein Gehalt verdoppeln könnte und dies 2 Jahre mache. Statt ca. 12 Jahren. Wäre IMO ein guter Deal. Den es aber nie geben wird.

Bei 3h pendeln und 60k statt 30k kann ich mir freilich auch mehr leisten. Sicherlich fällt das auch erstmal mehr auf. Am Ende bleibt aber deutlich weniger über. Bestes Beispiel ja Auto oder keins. Wer lokal arbeitet brauch eh keins, auch nicht mit Familie. Jetzt MUSS man sich ja schon eins leisten, weil man min 55.000km im Jahr fährt. Dann kauft man sich auch nicht die letzte Gurke und schon legt man pro Monat leicht 600-800 Euro aufn Tisch nur damit man Auto fahren "darf".
Jetzt kann man sich Familie "leisten", ist aber unter der Woche vielleicht max 1h wirklich da... Toll
Kauft sich Eigentum und zahlt 20-30 Jahre ab, was ja eigentlich schlecht ist laut bigvic, aber jetzt ja gut, denn man kann es sich ja leisten und bindet sich damit fast bis zur Rente an den AG.

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Gast Liwjatan

@Graustein

Volle Zustimming. Ich würde den Gehaltssprung in diesem fiktiven Beispiel von 30k auf 60k auch als "nicht relevant" einstufen dafür den Rest meines Lebens 3h zu pendeln.  Ne Sorry.

Zeitlich begrenzt mit den Gehaltssprung des Threaderstellers von 50k auf 90k sieht das allerdings wieder anders aus. 

bearbeitet von Liwjatan

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vor 2 Minuten schrieb Liwjatan:

Als Informatiker ist man wahrscheinlich geneigt von rechts nach links zu parsen :D , aber ich glaube gemeint ist, dass du mit höherem Gehalt nur "Luxus Probleme" hast, und keine elementaren Probleme wie "kann ich mir überhaupt ein Auto leisten" oder "kann ich eine Familie gründen".

Mit 60.000 ist man aber IMHO noch lange nicht im "Luxus-Probleme" Himmel angekommen...
Vor allem nicht mit Familie. Da geht es einem nicht viel besser als mit 30.000, es fühlt sich ggf. nur so an.
Dazu gehört noch ne Ecke mehr. Mal schnell einen 3er für 50.000 kauft da nämlich auch keiner.
ETW für 350.000 zahlt sich auch nicht von alleine. Und vor allem nicht beides zusammen + neuwertige Kinderklamotten usw.
Gut ggf. wohnt man am AdW und arbeitet in der teuren Gegend.

Ein paar Werte von mir:
Wir werden voraussichtlich im Dezember Kind 2 erwarten. Meine Frau geht danach 1 Tag arbeiten, ich 4. Wir haben dann ca 5400 zur Verfügung. Wir zahlen pro Monat 2500 fürs Eigentum ab. Damit landen wir bei 2900 Euro. 200 Rücklagen im Monat sind wir bei 2700 verfügbarem Einkommen.

Eine Familie mit 2 Kindern einer VZ und einer TZ(20h) wo jeder 30.000 bei VZ verdienen würde hätte ca. 3200 zur Verfügung. Abzüglich, da ja AdW Miete 500 kalt liegt man damit genau auf unserem Niveau.
Und damit werden wir gut auskommen. Von daher kann man IMO auch mit 30.000 Familie haben.
Klar macht man Abstriche, werden wir auch machen. Aber keine Elementaren.

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Gast Liwjatan
vor 17 Minuten schrieb Graustein:

Ein paar Werte von mir:
Wir werden voraussichtlich im Dezember Kind 2 erwarten. Meine Frau geht danach 1 Tag arbeiten, ich 4. Wir haben dann ca 5400 zur Verfügung. Wir zahlen pro Monat 2500 fürs Eigentum ab. Damit landen wir bei 2900 Euro. 200 Rücklagen im Monat sind wir bei 2700 verfügbarem Einkommen.

Eine Familie mit 2 Kindern einer VZ und einer TZ(20h) wo jeder 30.000 bei VZ verdienen würde hätte ca. 3200 zur Verfügung. Abzüglich, da ja AdW Miete 500 kalt liegt man damit genau auf unserem Niveau.
Und damit werden wir gut auskommen. Von daher kann man IMO auch mit 30.000 Familie haben.
Klar macht man Abstriche, werden wir auch machen. Aber keine Elementaren.

Die Aussage das Familie mit 45k (30k VZ + 30k Teilzeit) möglich ist, teile ich, aber deine Rechnung zeigt mir kein vergleichbares Niveau. Wirklich nicht.

Zum einen häuft ihr mit der Tilgung erhebliches Vermögen an, dass bei der anderen Familie nicht vorhanden ist - dazu die Tatsache dass Tilgung irgendwann auch abgeschlossen ist und das Geld obendrauf kommt, zum anderen kriegt man für 500€ Kaltmiete wohl realistisch keine Wohnung für 4 Personen. Hier in NRW kann man da noch mal 700€ Kaltmiete drauflegen. Es sei denn du ziehst irgendein heruntergekommenes Dortmunder Plattenbau-Gettho in Betracht. Das steht ja wohl aber in keinem Lebensqualitätsverhältnis zum Eigenheim oder einfach nur eine normale Wohnung in einer adäquaten Wohngegend - und ich rede hier nicht vom Essener Süden oder Düsseldorf.

bearbeitet von Liwjatan

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Naja

1. GIng es ja rein um die Kosten. Wir bauen natürlich Vermögen damit auf und irgendwann sit abbezahlt, leben aber eben solange auch auf dem Niveau.

2. Ging es ja um am AdW leben. Man kann freilich auch in München wohnen und in den bayrischen Wald pendeln, das macht aber eher keinen Sinn. Also lebt man da wo es billig ist. Für Dortmund könnte das z.b. Richtung Märkischen Kreis sein

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Ich nehme einfach mal Werte an, um das ganze plastischer zu machen:

 

Vorher: 50k

Nachher: 95k

 

Ich hätte in der Situation mit dem potenziellen Arbeitgeber folgendes versucht zu vereinbaren:

 

3 Tage die Woche vor Ort = 8 Std. Arbeit + 3 Std Arbeit = 11 Std am Tag = 36 Std insgesamt

2 Tage die Woche Home Office = 8 Std Arbeit am Tag = 16 Std

 

Macht somit 52 Std unterwegs gegenüber bisher 5 × (8 + 2 x 30 Min) = 45 Std

 

Somit kriege ich 90% mehr Gehalt für 15% mehr Zeitaufwand. Von dem Mehrgehalt hole ich mir eine Haushaltshilfe und Gärtner und hole mir somit nochmal Zeit zurück.

 

Je nach Jobinhalt könnte man auch vereinbaren, dass Telkos früh morgens und abends auf dem Weg von und nach zu Hause als Arbeitszeit zu werten sind.

Ich habe auch mehrere Jahre täglich Regeltelkos am Rande der Arbeitszeit aus dem Auto zu machen.

 

Alles möglich, wenn beide Seiten wollen default_smile.png

 

 

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