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Für viel mehr würdet ihr die 1,5 Std (einfach). Weg in Kauf nehmen?

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vor 8 Minuten schrieb TooMuchCoffeeMan:

Da wird man in der Regel nach 5 Jahren Manager und arbeitet dann kaum noch fachlich. Gerade in Bereichen wie IT Security hat man sich bis dahin Wissen angeeignet, das auf Projekten eigentlich unersetzlich wäre. Man arbeitet aber leider nicht mehr operativ. Hier fehlt die von dir angesprochene Fachkarriere schlichtweg.

Davon kann ich auch ein Lied singen, wobei wir nix mit Security am Hut haben, sondern Software für Logistikzentren und co. schreiben.

Hier wird jeder der was auf dem Kasten hat und nicht verboten aussieht innerhalb weniger Jahre Projektleiter. Dafür gibt es dann ein paar Euro mehr, daher sagt natürlich keiner nein. Am Ende zieht es uns aber die Leute weg, die "in den Gräben" gebraucht werden. Machen das zum Teil auch ungerne aber Kohle halt..

Da fehlt es auch an anderen Aufstiegschancen fachlicher Natur ala Techlead in dem Bereich usw. was definitiv eher nützlich wäre und dafür dann eben 1-2 dedizierte Projektleiter, statt alle Projektleiter/Entwickler/Supporter.

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vor 19 Stunden schrieb SoL_Psycho:
vor 20 Stunden schrieb spix:
Für kein Geld der Welt würde ich 1,5 Std bzw bis zu 150 km Einfach in die Arbeit fahren. Das lohnt vielleicht für Manager, aber normale Angestellte sollten sich sowas nicht antun.

Gibts außer der dogmatischen Einstellung auch argumentbasierte Gründe?

Ich Persönlich: Weder Lust noch Zeit Weltreisen zu Unternehmen nur um zur oder von der Arbeit zu fahren. Work-Live Balance funktioniert nur, wenn es nicht nur auf dem Papier steht.

Solange dir niemand 150 k plus extras anbietet, sollte ein normaler ITler sowas nicht machen.

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vor 41 Minuten schrieb spix:

Ich Persönlich: Weder Lust noch Zeit Weltreisen zu Unternehmen nur um zur oder von der Arbeit zu fahren. Work-Live Balance funktioniert nur, wenn es nicht nur auf dem Papier steht.

Solange dir niemand 150 k plus extras anbietet, sollte ein normaler ITler sowas nicht machen.

Also sollte der normale ITler umziehen, ggf. Haus und/oder Familie aufgeben, oder arbeitslos sein/bleiben?

Ich bin kein Freund vom pendeln und ich würde gerne näher an dem Ballungszentrum leben, wo es die Jobs gibt.
Aber finanziell würde ich da beim Mieten Verluste machen und Eigentum könnte ich mir da erst Rest nicht leisten.

Bisher ging es ganz gut, antizyklisch zu fahren und somit der täglichen Rushhour aus dem weg zu gehen. Da es aber Dinge gibt, die mich an meinem AG stören, bin ich auf der Suche und gehe nicht davon aus, wieder das Glück zu haben, morgens um 6 anfangen zu können. Und dann werde ich für die nicht ganz 50km auch über eine Stunde brauchen.

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vor 14 Minuten schrieb Tiangou:

Ich bin kein Freund vom pendeln und ich würde gerne näher an dem Ballungszentrum leben, wo es die Jobs gibt.
Aber finanziell würde ich da beim Mieten Verluste machen und Eigentum könnte ich mir da erst Rest nicht leisten.

Sollte eigentlich nicht sein ... das Gehalt steigt (wie die Mieten) nicht ohne Grund in Ballungszentren (siehe München, FFM, HH, Stgt, etc.).

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Sollte eigentlich nicht sein ... das Gehalt steigt (wie die Mieten) nicht ohne Grund in Ballungszentren (siehe München, FFM, HH, Stgt, etc.).
Ja, es steigt. Aber nicht genug, um die erhöhten Lebenshaltungskosten zu decken. Zumindest nicht bei HH, München, etc.

Daher sollte man sich bewusst sein, dass Verdienst immer relativ ist. Siehe exorbitante Einkommen in der Bay Area im Verhältnis zu den Kosten (Two Bedroom Apartment from as low as 1.000.000$).

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Stimmt, der Verdienst ist immer relativ. Aber wenn es sich die Leute nicht leisten könnten, dann gäbe es ja Leerstand in den Metropolen - meines Wissens haben wir aber genau das gegenteilige Problem > zu wenig Wohnraum. Und das sind nicht alles Millionäre in HH, München, etc., sondern die arbeiten auch. Insofern müssen ja die Gehälter für den Grossteil kongruent sein.

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vor 1 Stunde schrieb Kwaiken:

Du kannst ja mal folgendes ausprobieren, wenn Du das nächste Mal in einem VG bist, wo dein Gesprächspartner groß was von gleichwertiger Fach- und Führungskarriere erzählt: Frag ihn, wo er sich auf dem Karrierechart in der Linie befindet. Und anschließend fragst Du, wo sich in dem Fachpfad der Block befindet, der im gleichen Gehaltsband liegt und wie viele Leute ihn bekleiden. Dann hat es sich mit der Gleichwertigkeit nämlich schnell erledigt.

Eigentlich muss man sogar nur mal die entsprechenden Manager fragen, warum Sie sich für den Managerpfad und gegen eine Fachkarriere entschieden haben. Meistens kommen die Leute dann schon ins schwimmen und es wird deutlich, dass beide Pfade (vor allem gehaltstechnisch) nicht auf dem gleichen Level sind.

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vor 2 Minuten schrieb bigvic:

zu wenig Wohnraum

Das ist mMn der falsche Denkansatz. Die Leute wollen einfach in die Metropolen, weil sie sich weiß Gott was versprechen. Selbst wenn die Städte jedes Jahr neuen Wohnraum bereitstellen würden, wäre dieser in Windeseile besetzt, es würde sich nichts an den Mieten ändern. Hier ist ein Trend der eine so starke Nachfrage erzeugt, dass man unmöglich ein befriedendes Angebot schaffen kann.

Was wirklich nötig wäre ist, dass die umliegenden Gebiete um Metropolen wieder attraktiv werden.

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Sehe ich genauso wie du. Leben in einer Metropole ist Luxusgut, wie Porsche fahren. Da gibt es kein Grundrecht drauf. Entweder man verdient genug oder eben nicht.
Sind die Agglomerationen nicht attraktiv?

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vor 11 Minuten schrieb SoL_Psycho:

Ja, es steigt. Aber nicht genug, um die erhöhten Lebenshaltungskosten zu decken. Zumindest nicht bei HH, München, etc.

Als ich das Ganze mal testhalber durchgerechnet hab kam eigentlich immer mehr raus, zumal ja auch sehr viele Sachen das Gleiche kosten. Dazu zahlt man eben vor allem auch deutlich mehr in die Rente ein. Quasi im Süden arbeiten und im Norden/Osten zur Ruhe setzen.

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vor 16 Minuten schrieb bigvic:

Sollte eigentlich nicht sein ... das Gehalt steigt (wie die Mieten) nicht ohne Grund in Ballungszentren (siehe München, FFM, HH, Stgt, etc.).

Nein natürlich mach ich finanziell keinen Verlust wenn ich von meinem 180m² Haus mit 600m² Garten in einem 3 Zimmer Wohnung umziehe 🤣

Wenn ich so ein Haus dann nur 15km vor Stuttgart möchte, muss ich mindestens eine Million hinlegen und das ist nicht mal saniert.
Ich will auch gar nicht in die Stadt und schon gar keine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, zumindest nicht mehr. Wenn ich es mir leisten könnte, würde ich mir einen Aussiedlerhof kaufen, leider sind die sehr teuer und in Deutschland besteht noch das Problem mit dem Internetanschluss.

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Am 28.4.2019 um 15:52 schrieb SoL_Psycho:
Am 28.4.2019 um 15:23 schrieb spix:
Für kein Geld der Welt würde ich 1,5 Std bzw bis zu 150 km Einfach in die Arbeit fahren. Das lohnt vielleicht für Manager, aber normale Angestellte sollten sich sowas nicht antun.

Gibts außer der dogmatischen Einstellung auch argumentbasierte Gründe?

Zeit? Es schreibt ja "ich", und ich würde das auch nicht machen. Wenn jemand anders da machen möchte bzw. muss, ist das ja auch ok.

Es soll ja auch Leute geben, die fahren gerne Auto oder mit der Bahn, zu denen ich aber nicht gehöre.

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Am 27.4.2019 um 21:26 schrieb Kwaiken:

[...] Es geht in kaum einer Branche besser, als in der IT. Wir erfinden die Möglichkeiten, um von einem beliebigen Punkt der Welt aus die Arbeit zu verrichten, nutzen sie aber nicht. Schizophren ist das.[...]

Am 28.4.2019 um 08:25 schrieb SoL_Psycho:

[...]Somit ist man nicht auf das Arbeitszimmer beschränkt, sondern nur auf Internetverfügbarkeit. Sprich: Im Sommer vom See mit Hotspot des Firmenhandys arbeiten ist kein Problem.[...]

 

Bei der Programmierung - OK. Braucht man jedoch physikalischen Zugriff auf Hardware, kann man es vergessen, oder ist stark eingeschränkt arbeitsfähig nur. Wenn es dann auch noch Sicherheitsrichtlinien im Unternehmen gibt, die für bestimmte Sachen beachtet werden müssen, dann wird es teils schon echt schwierig, so etwas per remote anzubieten. Da müsste dann einerseits kontrolliert werden, ob die Vorgaben (ergonomischer Arbeitsplatz, ausreichend schneller Internetanschluss, abschließbarer Raum und/oder Schrank) vorhanden sind und vor allem die Vorgaben auch eingehalten werden.

 

Am 28.4.2019 um 09:55 schrieb Velicity:

[...]Daneben ist es wohl meist die Angst, dass die Leute nicht arbeiten bzw. man die Arbeitszeit nicht kontrollieren kann. [...]

Die Arbeitszeit muss man ja auch nicht kontrollieren zwingend, sondern was man in der Zeit leistet. Der eine braucht für eine Aufgabe 8 Stunden, der nächste 1 Woche und der nächste bekommt sie gar nicht eigenständig auf die Reihe. wenn ich mir allerdings anschaue, wie verplant und unselbständig diverse Leute in der Branche sind, kann ich es durchaus nachvollziehen, dass Firmen HomeOffice recht wenig (im Vergleich zu in anderen Ländern) anbieten. Man kann ja schlecht sagen du darfst und du nicht... da gibt es wenn dann Regelungen über den Betriebsrat und die sind für alle dann gültig, bei denen es möglich ist.

Am 28.4.2019 um 09:55 schrieb Velicity:

Telefon stelle ich mir auch schwer vor, wobei ich nicht weiß in wie weit sowas heutzutage mit Anbietern wie Sipgate und co. möglich ist bzgl. mit Firmennummer raus telefonieren, an Kollegen weiterleiten, unabhängig ob sie gerade im Büro oder Homeoffice sind usw. [...]

Da man nicht zwingend ein klassisches Hardwaretelefon nutzen muss, sondern z.B. auch Skype / Lync oder Konsorten nutzen kann, gibt es damit eigentlich keinerlei Probleme, wenn die Infrastruktur vorhanden ist.

 

Am 28.4.2019 um 14:49 schrieb Kwaiken:

[...]Auch große Projekte mit mehr als 50 teilnehmenden Mitarbeitern sind problemlos remote machbar. Been there, done that. Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass sie sogar besser (!) remote machbar sind (solange keine Hardware im Spiel ist, die zusammengebaut werden muss). Man hat Zugriff auf die schlausten Köpfe weltweit und nicht nur die Köpfe im Umkreis von 10 Km und es kann deutlich konzentrierter gearbeitet werden, [...]

Das Problem, das ich dabei sehe, ist weniger die Sprache oder ob sie beieinander sitzen oder nicht, sondern die unterschiedlichen Mentalitäten bei internationalen Mitarbeitern unter einen Hut zu bringen.
Ich kenne das aus diversen multinationalen Projekten, dass z.B. Termine z.B. für Besprechungen einfach so mal nicht eingehalten werden (ohne Absagen oder sonstiges) (30 Minuten ohne Grund verspätet gilt oftmals noch als pünktlich anwesend), die Mittagspause locker 2-3 Std geht, teils erst um 10-11 Uhr (lokale Zeit) angefangen wird zu arbeiten und in den großen Ferien (wochenlang im Sommer) absolut niemand in der Firma von der IT anwesend ist, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Dann noch diejenigen, die immer die Kontrolle haben wollen, die nur in ihrer eigenen Sprache sprechen (wollen) und sonstige Allüren, die eine Zusammenarbeit teils extrem erschweren.
Was bringt es mir, wenn es vielleicht alles Experten / Koryphäen sind, jedoch eine Zusammenarbeit aus o.g. und diversen anderen Gründen nicht wirklich möglich ist, da sie sich nicht professionell verhalten.

 

vor 22 Stunden schrieb Kwaiken:

[...] Das Problem ist, dass man bei Fachkräften grundsätzlich folgenden Aufbau hat (Jahre in Klammern als Beispiel): Junior (0-2), Consultant (2-5), Senior (5-8), Principal (8+). Das war's und genügt theoretisch. D[...]

Sprichst du jetzt von der Entwicklerbranche, oder gibt es das z.B. im Netzwerkbereich auch? Bis Senior kenne ich es. Von Principal habe ich da noch nie was gehört, sondern dann eher Engineer und dann Architekt.

vor 21 Stunden schrieb SoL_Psycho:

Ja, es steigt. Aber nicht genug, um die erhöhten Lebenshaltungskosten zu decken. Zumindest nicht bei HH, München, etc.[...]

Wenn man sich fachlich weiterentwickelt, steigt es durchaus auch entsprechend, dass man durchaus eine Steigerung beim "Gewinn" merkt. Man muss halt nur auch mal die Firma wechseln und sich weiterentwickeln. Natürlich ist irgendwann aber auch mal das Ende der Fahnenstange erreicht und ob man nun im Stadtzentrum oder am Stadtrand wohnt hat da durchaus auch Einfluss drauf.

vor 21 Stunden schrieb bigvic:

Stimmt, der Verdienst ist immer relativ. Aber wenn es sich die Leute nicht leisten könnten, dann gäbe es ja Leerstand in den Metropolen - meines Wissens haben wir aber genau das gegenteilige Problem > zu wenig Wohnraum. Und das sind nicht alles Millionäre in HH, München, etc., sondern die arbeiten auch. Insofern müssen ja die Gehälter für den Grossteil kongruent sein.

Es gibt ja sogar einige leerstehende Wohnungen - auch in den entsprechenden Größen. Das Problem (zumindest hier in München) ist dabei dann oftmals entweder, dass der Preis exorbitant hoch ist, oder aber ein Wohnberechtigungsschein benötigt wird bei annehmbaren Mietpreisen. Mit Haustier (besonders Hund) und / oder Kindern wird es dann noch einmal schwieriger.

vor 21 Stunden schrieb Velicity:

Als ich das Ganze mal testhalber durchgerechnet hab kam eigentlich immer mehr raus, zumal ja auch sehr viele Sachen das Gleiche kosten. Dazu zahlt man eben vor allem auch deutlich mehr in die Rente ein. Quasi im Süden arbeiten und im Norden/Osten zur Ruhe setzen.

Was kostet denn das selbe? Also wenn man in München City einkaufen geht, bezahlt man für den selben Einkauf bei der selben Kette mal locker 10-20% mehr, als z.B. 30-50km weiter raus.
Klar gibt es ein paar Dinge, die gleich teuer sind, aber die sind eher in der Minderheit bzw. machen nicht viel aus in der Rechnung. 

Mit der Rente das ist so eine Sache. Erstens ist der Betrag irgendwo gedeckelt, für den man maximal Rente abführt und somit kommt man über einen bestimmten maximalen (gesetzlichen!) Rentenanspruch gar nicht hinaus. Zweitens ist da die Frage, wann einem die Rente denn dann in Zukunft überhaupt irgendwann zustehen wird und wie viel Prozent man dann davon (falls überhaupt) noch bekommt. Die Prozente sinken doch momentan ständig, da der Bund es nicht hin bekommt, sinnvoll etwas dagegen zu unternehmen und die Bürger nichts dagegen unternehmen.

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vor 2 Stunden schrieb Crash2001:

Was bringt es mir, wenn es vielleicht alles Experten / Koryphäen sind, jedoch eine Zusammenarbeit aus o.g. und diversen anderen Gründen nicht wirklich möglich ist, da sie sich nicht professionell verhalten.

Ich kann der Argumentation gerade nicht folgen, denn die Koryphäen können auch vor Ort unprofessionell sein. Wenn man nicht mit ihnen zusammenarbeiten kann, kann man das gleichermaßen Remote wie auch vor Ort nicht.

vor 2 Stunden schrieb Crash2001:

Sprichst du jetzt von der Entwicklerbranche, oder gibt es das z.B. im Netzwerkbereich auch? Bis Senior kenne ich es. Von Principal habe ich da noch nie was gehört, sondern dann eher Engineer und dann Architekt.

Spreche über Consulting. Hier ein Beispiel.

 

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Mal nen paar Zahlen zum Pendeln: deutsche-pendler-sind-eine-woche-im-jahr-nur-unterwegs

 

Ich bin zwei Jahre 78km (70 davon Autobahn) einfach gependelt. 45 Min wenn es gut lief, bis zu drei Stunden wenn es schlecht lief. Im Schnitt eine Stunde je Strecke. Vor sieben auf der Bahn sein war Pflicht, sonst stand man im Stau. Bis der Nachwuchs kam war es noch "machbar" aber ätzend und vor allem nicht planbar, mit Nachwuchs war schnell klar: neue Stelle muss her, max. 30Min. Fahrzeit.

 

1,5h einfach würde bedeuten, das ich meine Kinder unter der Woche gar nicht mehr sehe. NoGo, für kein Geld der Welt. 

Aktuell kommen zu den 35Min Fahrzeit noch etwa 10Min Fußweg vom Parkplatz dazu. Im Vergleich zu vorher mit 25Min bis zur Stempeluhr, verliere ich also pro Arbeitstag über eine halbe Stunde. Und die ist spürbar bzw. wird als QualityTime mit den Kindern am Abend vermisst.

Da ist die gewonnene Home-Office-Option eine Wohltat, denn sie bringt 1,5h gesparte Wegezeit und gleicht die verlorene Zeit an den anderen Tagen aus.

 

Gruß Bockreiter

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vor 22 Stunden schrieb Crash2001:

Was kostet denn das selbe? Also wenn man in München City einkaufen geht, bezahlt man für den selben Einkauf bei der selben Kette mal locker 10-20% mehr, als z.B. 30-50km weiter raus.
Klar gibt es ein paar Dinge, die gleich teuer sind, aber die sind eher in der Minderheit bzw. machen nicht viel aus in der Rechnung. 

Der Strom in München kostet nicht das Doppelte, das Wasser in München kostet nicht das Doppelte, wenn ich etwas auf Amazon bestelle, dann kostet mich das nicht das Doppelte. Sicher kosten viele kleinere Alltagssachen ein paar Euro mehr aber gerade die großen Investitionen, neben Eigentum sind doch immer gleich teuer, ob wir von Fahrzeugen, Elektrogeräten, Haushaltsgegenständen, Möbeln oder was weiß ich reden.

Und 10-20% sind eben nur 10-20%. Der Gehaltssprung ist aber häufig deutlich größer. Auch wenn man die Differenz der Miete rausrechnet, denn da ist der Unterschied tatsächlich größer als 10-20% und München ist auch größer als die Innenstadt. Aber auch wenn ich z.B. mal in den Rewe Shop reinschaue für die Preise im Markt, sehe ich testhalber bei 10 gängigen Produkten nicht einen Cent unterschied zu unseren Preis hier oben im Norden.

Ggf. lässt man ein paar Euro mehr beim Friseur oder wenn man mal schick Essen geht. Beim normalen Leben scheint mir aber die Miete der einzige Posten, der groß raus sticht. Und auch die kostet nicht das Doppelte, während ein doppelt so hohes Gehalt da unten nicht unüblich wäre. Aber selbst wenn nur 50% drauf kämen, käme ich zumindest Netto nach allen Ausgaben besser weg und das unabhängig von der Rente.

vor 22 Stunden schrieb Crash2001:

Die Arbeitszeit muss man ja auch nicht kontrollieren zwingend, sondern was man in der Zeit leistet. Der eine braucht für eine Aufgabe 8 Stunden, der nächste 1 Woche und der nächste bekommt sie gar nicht eigenständig auf die Reihe. wenn ich mir allerdings anschaue

Korrekt aber heute macht man sich darüber keine Gedanken. Wenn die Leute nun Zuhause hocken, wie sieht es da aus. Der Vertrag sagt nun einmal Xy Stunden. Wenn ich nun aber drei mal schneller bin als der langsamste Kollege, wer garantiert dir, dass ich nicht nur ein Drittel der vereinbarten Zeit arbeite? Und wie misst du Geschwindigkeit? Und ggf. auch Qualität. Habe bei mir im Unternehmen z.B. einige Experten, die Erzeugen unterm Strich mit ihren Lösungen eher massiv an Arbeit, sind aber durchaus hier und da schnell fertig. Der Kunde testet dann quasi im Produktivsystem, ist angepisst und jemand anders darf sich anschließend da reinarbeiten und das korrigieren.

Unterm strich hat aber Kollege #1 die Arbeit als kostenpflichtige Erweiterung umgesetzt und das schnell. Während der Kollege #2 dann am Ende ggf. sogar mehr Zeit investieren durfte für einen Gewährleistungsfall und keine Kohle ran geschafft hat.

Ich glaube in vielen Betrieben können die höheren Instanzen sowas sicherlich nicht greifen.

bearbeitet von Velicity

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Beim normalen Leben scheint mir aber die Miete der einzige Posten, der groß raus sticht. Und auch die kostet nicht das Doppelte, während ein doppelt so hohes Gehalt da unten nicht unüblich wäre. Aber selbst wenn nur 50% drauf kämen, käme ich zumindest Netto nach allen Ausgaben besser weg und das unabhängig von der Rente.


Das halte ich für ein unbestätigtes Gerücht. Zumindest die Angebote, die ich aus München kenne, reichen bei weitem nicht, um dort die gleiche Lebensqualität zu erreichen wie hier. Unabhängig davon, dass sie unbestritten deutlich höher sind.

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Kommt immer auf den einzelnen an, mit Glück kann man deutlich mehr verdienen, allerdings gerade kaufen wird hier unten sehr schwer.
Unter 800.000 bekommt man in München gar nichts gescheites, wenn man etwas rausgeht so ab 600.000. Das muss man erstmal stemmen können (auch mit höherem Einkommen), da kann man woanders schon für 250.000 was kaufen (Das sind jetzt Preise für eine normale Familien Eigentumswohnung).

Einfach mal kurz pi mal Daumen mit meinen/unseren Werten:
Familien-Einkommen Raum München: derzeit noch ca 6000 Euro/Monat.
Familien-Einkommen im Pott (da komm ich her): Würde ich mal auf ca. 4000 beziffern.
Macht 2000 weniger. Aber:
Kauf 4 Zimmer Raum München (und wir wohnen relativ weit draußen): Um die 650.000 muss man schon in die Hand nehmen!
Kauf 4 Zimmer Pott: 350.000 findet man was ordentliches.

Heißt die 300.000 muss man jetzt erst mal in die Hand nehmen können.

 

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Nun Eigentum ist imo immer Luxus, sagte ich bereits teure Investitionen außerhalb von Eigentum. Meine 50 qm kosten mich hier in Bremen aber auch schon 500 Kalt, 700 Warm. Ein kurzer Blick nach Immobilienscout zeigt vergleichbare Sachen in München durchaus für 700-800 Euro kalt aber selbst wenn es 1.000 wären bleibt mehr übrig für Sachen die am Ende gleich viel kosten.

Eigentum und Wohnen sind eben die wenigen Extrembeispiele. Aber wenn ich annehme, dass die Miete das doppelte Kosten würde, sprich ich für 50 qm kalt 1.000 Euro abdrücken muss, dann müsste ich auch "nur" 45k p.a. kriegen um am Ende mehr rauszukriegen, was mir in München durchaus machbar scheint, wenn man sich hier mal so die Zahlen anschaut.

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Also wenn ich bei ImmScout gucke und nach Whg filter die 50-60qm haben finde ich ohne Preisliche Beschränkung 185.

Wenn ich max 1000 kalt ansetze sind es noch 46, heißt 3/4 kosten schon mehr als 1000 kalt. Würde eher 1300 ansetzen kalt, das sind dann mehr als die Hälfte.

Zu deinen 45000, die bekommt man sicherlich, aber das heißt dein Gehalt liegt bei pi mal Daumen 30.000-32.000?
Finde ich jetzt etwas mager, außer man ist gerade ausgelernt da geht sicher auch in Bremen mehr.
In Bremen scheint es auch Whg zu geben die noch billiger als 500 kalt sind.

Als Single oder DINK mag es sich dann noch lohnen, mit Familie wird es dann schon wieder deutlich enger:

Beispiel Bremen, für 1400 kalt bekommt man ne schöne 4 Zi mit min 120qm
In München dagegen geht es ab 3000 los, eher Richtung 3500 wenn man ne Chance haben will.
Das sind dann 2000 Unterschied, die man nur über 1-1,5 Gehälter wieder reinholen muss.

Wenn ich mit dem Durchschnittslohn 36000 Rechne und 1,5 Gehältern sind das 54000.
2000 netto mehr wären pi mal Daumen 4000 brutto mehr. 54.000 + 4000 * 12 = 102000.
Ich sag mal ist machbar aber nicht zwingend. Kommt auch auf die Jobs an.

 

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vor 1 Stunde schrieb Graustein:

Zu deinen 45000, die bekommt man sicherlich, aber das heißt dein Gehalt liegt bei pi mal Daumen 30.000-32.000?

Kommt in etwa hin. Grundgehalt liegt bei gut 33,1k.

vor 1 Stunde schrieb Graustein:

Finde ich jetzt etwas mager, außer man ist gerade ausgelernt da geht sicher auch in Bremen mehr.

Mehr geht immer, ist dann hier aber wohl auch eher die Ausnahme. Kenne in dem Bereich zumindest deutlich mehr, die ähnlich verdienen oder weniger, als mehr.

vor 1 Stunde schrieb Graustein:

In Bremen scheint es auch Whg zu geben die noch billiger als 500 kalt sind.

Jo, ist dann aber auch mit entsprechenden Pendeln verbunden. Billigen Wohnraum gibt es im Nordwesten, Arbeit im Südosten. Ist hier schon sehr konzentriert mit den Firmen auf Überseestadt und die City, der Norden ist tot.

vor 1 Stunde schrieb Graustein:

Als Single oder DINK mag es sich dann noch lohnen, mit Familie wird es dann schon wieder deutlich enger:

Korrekt, bin ledig und rechne daher logischerweise gemäß meiner Situation, kann für Familien durchaus anders ausschauen. Ggf. verrechne ich mich aber auch groß und die Leute stehen im Süden schlechter da, hatte aber zumindest wenn ich mal unten gearbeitet habe definitiv nicht das Gefühl. Natürlich hat man unten auch vermehr große Arbeitgeber, während wir hier ziemlich KMU dominiert sind.

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vor 23 Stunden schrieb Velicity:

Der Strom in München kostet nicht das Doppelte, das Wasser in München kostet nicht das Doppelte, wenn ich etwas auf Amazon bestelle, dann kostet mich das nicht das Doppelte. Sicher kosten viele kleinere Alltagssachen ein paar Euro mehr aber gerade die großen Investitionen, neben Eigentum sind doch immer gleich teuer, ob wir von Fahrzeugen, Elektrogeräten, Haushaltsgegenständen, Möbeln oder was weiß ich reden.

Die Frage ist nur, wie oft kaufe ich mir die Geräte die du als "große Investitionen" betitelst vs wie oft kaufe ich "kleinere Alltagssachen" wie Nahurungsmittel etc.?

Wenn ich pro Einkauf (Nahrungsmittel, Hygieneartikel, Kleidung...) 10-50% mehr bezahlen muss (höherer Preis + Parken/ÖPNV...) läppert sich das schon zusammen. Alleine bei Brot z.B. wir (DINK) brauchen im Schnitt 2-3 Brote die Woche, Kostenpunkt 3-4 Euro das Stück, bei einem Mehrpreis von 1€ sind das schon 125€ im Jahr. Auf den ersten Blick ist das nicht der Rede wert, aber das Selbe ist dann beim Metzger, bei Obst und Gemüse... Kino etc. kostet in der Großstadt auch mehr...

Wenn ich dann mein KFZ nicht gegen ÖPNV eintauschen kann sondern trotzdem halten muss oder beim AG noch Parkgebühren dazu kommen...

2k Netto vs 4k Netto relativiert sich dann doch recht schnell, klar bleibt am Ende des Tages mehr über, die Frage ist nur zu welchen Preis (Pendelzeit, Lebensqualität...)

 

 

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Wenn ich es auf mich nehmen müsste (weil Kündigung oder sonstige Umstände) um meinen Standard zuhalten (Haus halten und Familie versorgen), würde ich es machen.

Aber für ein paar Groschen mehr oder ner tollen Karriereoption wahrscheinlich nicht. Ist immer eine Einzelfallentscheidung.
Aber 3 Stunden reine Fahrzeit am Tag sind schon nicht ohne. Im Moment hab ich 0,75h - 1h pro Tag - und das ist mir eigentlich schon zu viel.

Ab wie heißt es so schön? - Man kann halt nicht alles haben. Irgendwo muss jeder persönliche Abstriche machen.. bei mir isses im Moment die Fahrzeit.

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@Velicity:
Sind schon noch diverse andere Sachen, die hier teurer sind neben der Miete, aber auch bestimmte Sachen, die günstiger sind. Klar kosten die Sachen, die man online bestellt, das selbe, egal ob man sie nun nach Bremen liefern lässt, oder nach München. Strom und Wasser sind regional oftmals unterschiedlich teuer, hängt teils stark vom Anbieter ab. Bei Wasser hat man aber nicht unbedingt eine Auswahlmöglichkeit - im Gegensatz zu bei Strom.

Einkauf von Lebensmitteln ist definitiv teurer (Lebenshaltungskosten sind hier auf einem der höchsten Stände in Deutschland), Autoversicherungen (München Haftpflichtklasse 10 (Land) oder 12 (Stadt), Bremen Haftpflichtklasse 6) sind teurer, Parkkosten sind höher, Medikamente sind teurer, Dienstleistungen sind hier generell teuer, Bäcker und Metzger sind teuer, Spritkosten sind auch nicht die günstigsten in der Region München, öffentlicher Nahverkehr ist recht teuer, ausgehen generell ist teuer, Klamotten kaufen ist teuer hier, ...

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