Errraddicator

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  1. Ich werfe die Frage in den Raum, ob eine wissenschaftliche Laufbahn etwas für Dich wäre? Also in Vollzeit zur Uni, dort Bachelor, dann Master und Dr. zu machen und schlussendlich Lehrkraft an der FH / Uni zu werden? Dort hast Du natürlich ebenfalls viel Alltag und Routine, aber immer und dauernd Platz spannende, abwechslungsreiche und wechselnde Projekte mit Deinen Studenten zu machen. Gerade in Projekt- und Abschlussarbeiten. Ich weiß z.B. vom Prof., der meine Frau betreut, dass der es genau so gemacht hat. Der war vorher jahrelang bei Siemens oder sowas, war auch recht erfolgreich, das hat ihn gelangweilt und nun isser anner Uni und macht dort den Prof. Bisher wohl auch mit Erfolg und Spaß an der Sache. Dafür müsstest Du allerdings Deinen Job zu großen Teilen aufgeben und finanziell einige Schritte zurück gehen. Ansonsten wirst Du damit nie fertig, wenn Du aktuell schon 30+ bist.
  2. Wenn Du pauschal 8 Stunden je Tag bekommst, egal wie viel Du leistest, hast Du dieses Arbeitszeit-Modell de facto heute schon. Nur mit dem Nachteil, dass Du den Aufschlag nicht bekommst. Oder habe ich etwas übersehen?
  3. So gebe ich Euch Recht. Theorie ohne Praxis ist ähnlich schlecht, wie Praxis ohne Theorie.
  4. Das habe ich vor Jahren genau so gesehen. Heute sehe ich das anders. Gerade in der IT merkt man deutlich, ob jemand den theoretischen Background hat oder nicht. Und zwar in der praktischen Arbeit selbst. Wie schnell er Sachverhalte nachvollziehen kann, wie schnell er Fehler findet, wie schnell er sich in neue Dinge einarbeiten kann. Wie schnell er Laufzeitverhalten und Co. optimieren kann, usw. usf. Von daher möchte ich hier widersprechen. Ich finde, man sollte jedem IT´ler von klein auf die theoretischen Konzepte erklären. Auch im Detail und mit Vor- bzw. Nachteilen und Alternativen. Anfangs mag das hart, schwierig und nervig sein. Nach einigen Jahren werden es die Kollegen einem danken. Davon bin ich überzeugt. Wo ich Dir aber Recht gebe (falls das so gemeint war) ist, dass die IT trotzdem ein gelebter Beruf sein sollte. Praxis sollte zuerst kommen, sowohl von der Reihenfolge wie auch der Quantität her. Es bringt erfahrungsgemäß wenig, wenn Du jemanden Stundenlang die IT-Theorie um die Ohren haust, der aber noch nie eine Zeile Quellcode gesehen hat. Das versteht der dann eh nicht.
  5. Da möchte ich gleichzeitig beipflichten und widersprechen. Natürlich ist es auf Dauer sinnvoller, wenn man beim Programmieren Hilfe und Anleitung bekommt. Wie bei allem, was man lernen soll. Egal, ob Sport, Musikinstrument oder ein berufliches Handwerk wie Programmieren. Die Basics hingegen kann man sich, jedoch gut alleine beibringen. Das haben ich und einige Bekannte auch gemacht und sooo grottenschlecht war das auch wieder nicht, was wir produziert haben. Man kann da also schon ein gewisses Basis-Wissen über Schleifen und Co. aufbauen, wenn man denn möchte. Und schädlich ist das mit Sicherheit nicht, wenn man in Konkurrenz zu anderen Mitbewerbern steht.
  6. Etwas OT, aber ich bin der Meinung, dass eine gute Ausbildung, auch über die Bedürfnisse des Betriebs hinaus, die beste Werbung ist, die ein Unternehmen haben kann, was seine Fachkräfte von morgen angeht. Viele Unternehmen verschenken enorm viel Potenzial, wenn sie ihre Azubis nur als billige Arbeitskräfte missbrauchen. Sowohl technologisch (ein gut ausgebildeter Azubi wird nach 3 Jahren ganz andere Dinge leisten können, wie ein mäßig Ausgebildeter) wie auch personalpolitisch (ein gut ausgebildeter Azubi dürfte weit lieber im Unternehmen bleiben wollen, als ein schlecht ausgebildeter). Von daher bin ich der Überzeugung, dass Unternehmen sich gerade beim Thema Ausbildung mehr Mühe geben sollten, als es viele heutzutage tun.
  7. Als FISI würde ich mich einfach in klassische Netzwerk-Themen einarbeiten. Also Windows/Linux-Kisten aufsetzen, Zuhause mit virtuellen Maschinen experimentieren, Dateisysteme, Web-Server, usw. Umrechnungen Binär/Dezimal usw. sind schon ziemlich trocken, das würde ich mir für die Ausbildung als solches aufheben.
  8. Das variiert von Betrieb zu Betrieb und von Azubi zu Azubi. Ich persönlich würde mir zuerst eine Agenda an Themen überlegen, welche Du in den 3 Jahren bearbeitet sehen möchtest und diese schriftlich fixieren. Idealerweise auch mit den Azubis kommunizieren, damit sie wissen, was auf sie zukommt. Bei Bedarf kannst Du Dich an den Lehrplänen der IHK und von Universitäten bedienen, um keine Agenda in den blauen Dunst zu entwickeln. Danach musst Du schauen, wie die Kollegen sich entwickeln. Wie fit oder weniger fit sie sind, etc. pp. Auf Basis dessen solltest Du Deinen Lehrplan anpassen, Dinge streichen, Andere intensivieren, etc. pp. ... Ich lege z.B. Wert darauf, dass bei uns im Wesentlichen 3 Themenkomplexe zum Tragen kommen: Praxis, Theorie und Vorträge. (In der Reihenfolge). Den Großteil der Zeit sind unsere Azubis mit Praxisaufgaben beschäftigt. Echte Programme zu entwickeln, diese beim Sachbearbeiter in Betrieb zu nehmen, Support zu leisten, usw. Gleichzeitig haben sie fortwährend Vorträge vorzubereiten, welche sie ca. 1x monatlich betriebsintern halten. Damit möchte ich zum Einen auf die Abschlussprüfung vorbereiten und zum anderen theoretische Aspekte bearbeitet sehen, welche das Wissen abseits der Praxis vertiefen sollen. Dazu gehört nach jedem Vortrag ein 15-Minütiges Fachgespräch, wie es in der Abschlussprüfung stattfindet, mit mir oder Kollegen als fiktive Prüfer. Das ist in der Summe wenig zeitaufwändig, aber ich denke, damit sind sie gut für Prüfung und Beruf vorbereitet. Zumindest deutlich besser, als ich und einige Nachfolger von mir es bei uns waren. Wir haben deutlich weniger Vorbereitung erfahren und es trotzdem geschafft.
  9. Das sehe ich anders. Es geht nicht immer darum, dass man vom Developer zum Teamlead z.B. aufsteigst und deshalb mehr Geld bekommt. Auch innerhalb derselben Arbeitsplatz-Beschreibung gibt es Unterschiede. Das fängt mit formalen Dingen wie Junior, Mid-Level und Senior an. Selbst innerhalb der gleichen Gruppen gibt es Spielraum, was Quantität und Qualität der Arbeit angeht. Und somit auch Spielraum bezogen auf das Gehalt. Da kann das Studium ein Grund sein, mehr Geld zu fordern. Schließlich hat man mit Studium mehr theoretischen Background, welcher im Regelfall die ein oder andere Veränderung in der beruflichen Praxis nach sich zieht. Ganz ohne, dass man die Firma oder die Position gewechselt hat. Ob das nun 7k Wert ist. Das ist eine andere Frage. Aber beim Verhandeln gehört Pokern eben dazu. Ich persönlich kenne Fälle, wo nach dem nebenberuflichen Studium 10k mehr drin waren. Bei der gleichen Firma und dem gleichen Posten. Is selten, aber gibt´s. Und Versuch macht klug.
  10. Grundsätzlich sehe ich das auch so. Aber nur unter zwei Voraussetzungen. Zum einen bin ich der Meinung, dass ein Firmenwagen erst dann wirklich Sinn macht, wenn man bereits ein gewisses Einkommensniveau besitzt. Sagen wir mal 40k, besser 50k. Einfach aus dem Grund, weil bei 30k und Firmenwagen das Netto im Monat so gering ist, dass es schwierig wird, davon noch ein Leben zu finanzieren. Zum denke ich ebenfalls, dass ein Firmenwagen per se günstiger ist. Aber nur, wenn man davon ausgeht, dass man privat etwas vergleichbares fährt. Und das ist gerade bei 30k und weniger wohl selten der Fall. Als Firmenwagen kriegst Du z.B. einen Golf für 25-30k und musst den entsprechend versteuern. Privat würdest Du Dir bei dem Einkommen, entweder gar kein Auto leisten, oder aber einen 10 Jahre alten VW Polo, an Stelle des neuen VW Golf. Aus diesen beiden Gründen bin ich der Meinung, dass man - wenn man die Wahl hat - den Firmenwagen erst ab einem gewissen Einkommen dem regulären Gehalt vorziehen sollte.
  11. Würde Dir ebenfalls zu wahlweise einer Ausbildung oder einem Studium raten. Als Quereinsteiger, direkt in den Beruf, ist es mit dem Basiswissen schwierig. Da müsste mehr vorhanden sein.
  12. Kann den Kollegen nur beipflichten. Versteife Dich nicht auf einen Arbeitgeber, suche Dir Stellen, welche Dich interessieren und bewerbe Dich. Zu verlieren hast Du nichts und soweit ich weiß, werden Azubis in dem Bereich gesucht. Von daher sollten Deine Chancen gut sein, was passendes zu finden. Ob Du Dein Vorwissen verwerten kannst, ist denke ich fraglich. Schaden kann Vorbildung nie, aber Pluspunkte wird es nur bedingt bringen.
  13. Kannst es versuchen. Eine Erhöhung von 7k nur wegen eines Bachelor-Studiums is zwar eine stolze Summe, aber zu verlieren hast Du ja nix. Mehr wie "Nö" sagen können sie nicht. Und wenn es dann nur 53-55k werden is das auch kein Beinbruch. Stehst dann immer noch gut damit da, wenn Du mich fragst.
  14. Hätte ebenfalls die Marke 35k genannt. Is für einen Fachinformatiker ein guter Einstieg, welcher vielen verwehrt bleibt, ohne gleich komplett dreist zu wirken. Ob und wo Du das bekommst, wirst Du sehen müssen. Ich gebe den Kollegen recht, die sagen, dass es nicht schlecht gewesen wäre, sich das Angebot des ehemaligen Ausbilders anzuhören. Dort hätte man nach 1 Jahr immer noch wechseln können, aber der Drops ist gelutscht, vermute ich. Zudem stimme ich den Kollegen zu, wenn sie sagen, dass Dein Alter schon ein Problem werden kann. In der IT sind Gelernte < 20 Jahre klar die Ausnahme und das bekommt man zu spüren. Das weiß ich aus erster und aus zweiter Hand zu Genüge. *G*
  15. Ich bin ähnlich niedrig eingestiegen und würde es keinem empfehlen, der eine Alternative hat. Wie angemerkt wurde, dauert es bei niedrigem Einstieg zig Jahre, bis Du da raus bist. Ich habe mit Sicherheit ~5 Jahre deutlich unter Wert gearbeitet, obwohl ich jährlich div. % oben drauf bekommen habe. Hinzu kommt der Firmenwagen, welchen ich bei so geringem Gehalt als Nachteil und nicht als Vorteil sehe. Du brauchst Dein Netto in solch einer Größenordnung mit Sicherheit besser in Geld-, weniger in Kfz-Form.