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Goulasz

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Alle Beiträge von Goulasz

  1. Nachtrag: Wenn dein "Server B" in dem Zeitraum, in dem der Job laufen und deine Daten auf "Server A" für die View schreiben soll, grade nicht verfügbar ist, hilft dir das übrigens auch nicht weiter. Wenn du wirklich eine Steigerung der Verfügbarkeit willst, kommst du um einen Failover-Partner imho nicht rum. Gruß, Goulasz
  2. Hallo @murat1895! Natürlich kannst du auch einen SQL Server Agent Job anlegen. Du hast dann aber immer noch das Problem, dass dein System nicht mehr erreichbar ist, wenn dein "Server A" abraucht. Wenn das eine im Kundeneinsatz befindliche Anwendung ist, halte ich es für grob fahrlässig ohne Spiegelung zu arbeiten. Ist das nur Bastelei für dich? Dann bitte: SSIS-Pakete in nem eigenen Prozesskontext, Agent Jobs direkt auf dem SQL Server, nen Windows Service, der alle X $Zeitspanne einen Task ausführt. Die Möglichkeiten der Bastelei sind da vielfältig. Der Agent Job wäre mein Favorit in dem Kontext. Hier noch ein bisschen Vorarbeit für das Thema: how to schedule a job for sql query to run daily? - stackoverflow Viel Erfolg und Gruß, Goulasz
  3. Hallo @murat1895! Oder man macht es gleich richtig und packt sich, wenn das Kriterium der Verfügbarkeit so wichtig ist, nen Failover Partner dazu und setzt den Primärserver als Principal für eine Spiegelung auf. Da spart man sich auch gleich die Frickelei. Gruß, Goulasz
  4. Hallo @Gee29! Das ist eine ziemlich blöde Situation und ich kann deine Reaktionen hier nachvollziehen, wenn auch nicht gutheißen. Vorschlag: Du postest deinen Antrag hier anonymisiert, wir machen eine Runde Tabula Rasa und gucken, wie wir dir mit dem Thema helfen können. Konstruktiv, von beiden Seiten. Ich selbst bin kein FiSi, kann also zum Inhalt vermutlich wenig beitragen, wohl aber zur Form und zur sprachlichen Gestaltung. Was wurde denn in der Revision von deiner IHK bemängelt? Oder wurde der Antrag komplett abgelehnt? Es wäre hilfreich, wenn du Antrag und Informationen zur Ablehnung deiner IHK hier einstellen könntest. Dann haben wir eine Basis, auf der wir arbeiten können. Gruß, Goulasz
  5. Goulasz hat auf allesda's Thema geantwortet in Coffeehouse's Themen
    Ich möchte diese Frage mit einem Tweet des großen westlichen Philosophen "Hustensaft Jüngling" beantworten: Wie eine Mischung aus nachdenklich und Schlägerei. Danke, ich möchte diesen Teppich nicht kaufen.
  6. Hallo @King in the North! Ha, amüsant. Ich hab eine ähnliche Laufbahn hinter mir. Abi mit 19 Zivildienst im Jugendzentrum 4 Semester Lehramt Sek II Deutsch/Englisch - abgebrochen weil zu idealistisch(Club der Toten Dichter lässt grüßen) und gleichzeitig zu disziplinlos(Auslandssemester in Azeroth) ans Studium herangegangen 1 Semester Soziologie mit Nebenfach Psychologie - abgebrochen weil ebenfalls zu theoretisch Jobben beim Schwiegervater im Hochregallager Ausbildung zum FiAe Mein Abi hab ich mit 2,4 gemacht. LKs waren Deutsch/Englisch. In Mathe hatte ich solide 4 Punkte im Abi in der Mündlichen.(fuck tha police) Interessiert niemanden mehr. Was ich an Mathematik benötige, eigne ich mir dann an, wenn ich es brauche. Was erst in den letzten 6 Monaten stärker passiert ist(Data Science, Business Intelligence-Zeugs). Ich habe auf die abgebrochenen Studiengänge im Anschreiben weniger Bezug genommen(die sieht man auch im Lebenslauf) als auf den Grund, warum ich jetzt akut eine Ausbildung machen möchte. Nämlich weil sich Computer, Entwicklung, Technik im Allgemeinen als roter Faden durch mein Leben ziehen und immer eine Konstante waren. Bring das ganz klar hervor. Warum willst du jetzt eine Ausbildung machen? Was erhoffst du dir davon? Warum die Fachrichtung? Hauptpunkt für die Ausbildung war bei mir der "Mal richtig was arbeiten"-Praxisfaktor. Natürlich ist eine solide Theorie die beste Grundlage für eine gute Praxis, aber mir war "nur Theorie" zu öd und der Grund kam überall gut an. Gut, letztendlich bin ich in einem ziemlichen Gurkenbetrieb gelandet, wo ich für 400€ als billige Arbeitskraft eingesetzt wurde, aber ich hab mich auf den Hosenboden gesetzt, mir unter anderem hier im Forum Hilfe bzgl. der Rahmenbedingungen der Ausbildung(Projekt, etc.) geholt und meinen Abschluss gemacht. Wenn du den erstmal hast, ist der Rest wurst. Nach spätestens 2 Jahren BE geht es eh nur noch um Referenzen und Projekte. Meine pädagogische(Lehramt) und an Sozialsystemen(Soziologie, Psychologie) interessierte Ader kann ich mittlerweile in der Firma, in der ich arbeite als Ausbildungstutor und Praktikantenbetreuer einbringen. Darüber hinaus lese ich viel in Richtung Organisationstheorien(Systemtheorie nach Niklas Luhman, Gerhard Wohland z.B.) und bringe mich da regelmäßig in entsprechenden Gruppen ein. Wenn du Bock hast, können wir uns gerne mal per PN austauschen, falls es nicht hier in den Thread passt. Gruß, Goulasz P.S.: The north remembers!
  7. TL;DR: Unit Tests nachher schreiben geht. Schön ist aber anders. Längere Antwort: Schreibt man die Tests im Nachhinein, neigt man der Einfachheit halber dazu, "zu simple" oder ineffektive Tests zu schreiben. Baut man seinen Code direkt nach TDD auf, sind die Tests zum einen robuster und plausibler, zum anderen existieren sie nicht zu einem Selbstzweck, sondern um die Shipbarkeit deines Produktes zu gewährleisten. Was sich in deinem Szenario anbietet, ist allgemein ein Refactoring mit dem Einführen der Tests zu verbinden. D.h. du guckst, ob du redundanten Code hast, den du auslagern kannst, setzt vielleicht sogar eine CI Pipeline(z.B. Jenkins) mit einem Duplicate Finder auf und implementierst in dem Rahmen deine Tests. Das geht, ist sinnig und in der Realität auch häufig der Fall. Leider sind es meiner Einschätzung nach immer noch die Mehrheit der Entwickler, die zum einen beim Entwickeln wenig auf robuste, modulare Architektur achten und auch Tests schreiben und zum anderen den Code regelmäßig im Pairing oder Dojo reviewen. Gruß, Goulasz
  8. Goulasz hat auf Nopp's Thema geantwortet in Plauderecke
    Gar nicht. Neid ist unnötig und Zeitverschwendung. Es gibt Leute, die haben Jobs, die ihnen Spaß machen und Leute, die dieses Glück nicht haben. Wer zur Kategorie 1 gehört, den wird es auch nicht stören, wenn jemand anders "mehr" hat. Solange ein gewisser persönlich definierter Mindeststandard haltbar ist zumindest. Zumal es nicht nur "Geld" als Lohn gibt. "Lohn" für Arbeit besteht für mich aus mehreren Aspekten, z.B. Selbstverwirklichung Einteilung der Arbeitszeit und des Pensums Sicherheit und Planbarkeit Keine Abhängigkeiten, sondern Freiheiten zu haben Dazu ein Zitat von Uwe Lübbermann, zentraler Organisator des Kollektives hinter Premium-Cola:
  9. Goulasz hat auf Nopp's Thema geantwortet in Plauderecke
    Da. http://intrinsify.me/faq/items/was-sind-intrinsifier.html Als was ist mir eigentlich Wurst, Hauptsache der Kunde hat am Ende des Tages ein geiles Produkt, das ihm Wert bringt. Ich mache bisher eigentlich alles gerne. Anforderungsmanagement, Projekt-/Sprintplanung, UI/UX-Engineering Entwickeln(Software, Daten, alles wurst, hauptsache kein PHP), Automatisieren(CI-Pipeline, Tests, UI), teilweise Hosting, Security-Maßnahmen). Am meisten Spaß machen mir momentan Automatisierungs- und UI/UX-Themen. Da würde ich auch gerne perspektivisch bleiben und mehr Wissen aufbauen. Gruß, Goulasz
  10. Mahlzeit! Ergänzend sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass ich Geocacher bin. Was Spiele "draußen in der Natur" angeht, bin ich also bereits bestens versorgt. Da kann ich auch die Kids eher mitnehmen, da ich dafür ein dediziertes GPS-Gerät habe und nicht den Eindruck erwecke "dauernd am Handy zu sein", was ich recht kritisch sehe. Gruß, Goulasz
  11. Mahlzeit! Ich hab's aus zweierlei Gründen wieder gelöscht. Ich fand es langweilig. Als jemand, der sich hauptberuflich mit der Auswertung und Verknüpfung von Daten beschäftigt finde ich es gelinde gesagt "bedenklich", was sich mit diesen Unmengen an Bewegungsprofilen anstellen lässt. Am besten noch per SSO-Facebook Login. Es sollte meiner Meinung nach viel mehr "Awareness" dafür geschaffen werden, was mit gar nicht mal so komplizierter Mathematik an Dingen bzgl. der Verknüpfung und Auswertung von Daten möglich ist. Und dass das immer eine Wahl "Bequemlichkeit vs. Datenhoheit/Privatsphäre" ist. Ein anderes, für Laien eher greifbares Beispiel sind die Vorschläge bei Amazon. "Ja, das ist doch bequem!" - Aber: Für welchen Preis? Wir IT-ler, Mathematiker und Naturwissenschaftler im Allgemeinen sind da imho besonders in der Pflicht, aufzuklären und zu unterstützen. Nicht einfach zu verteufeln, schließlich hat das Spiel vermutlich so viele Kids vor die Tür gebracht wie selten ein "Spiel" vorher. Aber ein reflektierter Umgang mit den Daten, die jeder so vor sich hin produziert, liegt mir persönlich schon irgendwie am Herzen. Gruß, Goulasz
  12. Unfassbar. Schlicht und einfach unfassbar.
  13. Hallo @arlegermi! Danke erstmal für den Kommentar! Die Kommunikation läuft so, wie sich das Team entscheidet. Der Vorteil daran ist ja das implizit vorhandene Protokoll von Kommunikation. Wer möchte, bekommt Push Notifications, wer das nicht möchte, guckt nur einmal am Tag rein. In den meisten Teams gibt es im- oder explizite Standards, auf die sich bzgl der Kommunikation committed wird. Slack ersetzt keine Kommunikationsstrukturen, es ist ein weiterer, bequem zu nutzender Kanal. Dringende Dinge wirst du immer noch am besten face to face oder am Telefon erledigen. Daran ist auch nichts wirklich revolutionär. Der Mehrwert kommt davon, wie man das Tool nutzt. Nicht davon, dass man es nutzt. Solche Allheilmittel gibt es nicht. Wer mit seinen vorhandenen Tools gut fährt, bitte bloß nichts daran ändern, weil Slack grade irgendwie "hip" ist. Für die, die da noch gar nichts haben oder unzufrieden sind, ist es mMn nur echt interessant. Gruß, Goulasz
  14. Hallo Welt! Technische Blogbeiträge die Zweite. Heute möchte ich euch ein Tool vorstellen, dessen Einsatzfelder im Beruf unfassbar flexibel sind. Wie der Titel schon vermuten lässt, handelt es sich um Slack. Slack - be less busy Wir nutzen das zwar leider (noch) nicht in der Firma, aber privat haben wir schon den ein oder anderen Slack-Channel aufgesetzt, um uns mit dem Funktionsumfang vertraut zu machen. Und der ist schon in der kostenfreien Variante wirklich ansehnlich. Also, heute kurz und knackig: Was ist Slack und was kann das? Der ein oder andere kennt sicherlich noch den guten alten IRC. Auf den ersten Blick ist Slack auch erstmal nicht viel mehr als das. Ein Online-Messenger, der im Browser oder per App(iOS, Android, Windows Phone(noch Beta)) genutzt werden kann. Eigene Kanäle, zu denen man Mitglieder hinzufügen und löschen kann. Zu den Slacks, die die verschiedenen Kanäle enthalten, wird man vom Administrator des Slacks eingeladen. Slack bietet "Räume" für verschiedene Subthemen innerhalb eines "Slacks" an So weit, so bekannt. Von der App abgesehen erstmal nichts wirklich bahnbrechendes. Abgesehen davon, dass Slack einen ungeahnt guten Parser besitzt, der z.B. Tweets direkt im Kanal per Vorschau anzeigt und auch Links zu Bildern automatisch einbettet. Aber wie gesagt, das ist nur der erste Blick. Slack hat unter der Haube einige Funktionen parat, die aus diesem schlank daherkommenden Messenger ein mächtiges Collaboration-Tool für den Betrieb machen (können). Ok, und wo ist jetzt der Mehrwert für mich? Ganz einfach: Slack ist, was du draus machst. Slack bietet von Haus aus Benachrichtigungen für und von diversen andere Tools an. Selbst für die Tools, die noch keine native Unterstützung haben, gibt es in den meisten Fällen gitHub-Projekte oder Zaps, die diese Funktionalität anbieten. Beispiele gefällig? #1: Bernd erstellt in Bitbucket einen Feature-Branch für seine neue App. Commits und Pushes nach remote werden automatisch in entsprechenden Branches angezeigt und können dort durchsucht und kommentiert werden. Man muss sich als Entwickler nicht durch endlose Commits wühlen, sondern kann einfach direkt einsehen und suchen, was wann passiert ist. Und wenn man möchte, guckt man einfach in den Commit-Details nach. Kleiner Wermutstropfen: Slack gibt es bisher nicht on Premise. Wer also etwas Vergleichbares intern aufsetzen will, muss wohl auf HipChat oder ähnliches ausweichen. Automatische Channelupdates per Trello-Integration #2: Ein agiles Team hat sich ein SmartBoard angeschafft und nutzt ein Trello-Board zur Verwaltung ihrer Tasks. Leider sitzen nicht alle Teammitglieder in einem Raum. Durch die Trello-Integration mit Slack werden Aktivitäten der Tasks auf dem Board automatisch in einen Slack-Channel mit übertragen. Teammitglieder können sich so auch außerhalb der Daily Stand-Ups einen Überblick über die Tätigkeiten verschaffen. Guckt einfach mal rein. Für die meisten Dienste und Apps, die ich kenne, gibt es bereits eine Unterstützung in irgend einer Form in Slack. Was kostet das? Gar nichts. Also in der Basisversion. Und die reicht zum Evaluieren oder für kleine bis mittelgroße Teams definitiv aus. Für alles darüber gibt es in der Preisübersicht einen guten Überblick über die Kosten. Besonders schön: Die "Einarbeitung" in das Tool benötigt nicht mal sonderlich viel Zeit. Jeder, der schon mal irgendwie in einer WhatsApp-Gruppe war, wird sich mit den Grundfunktionalitäten von Slack in Browser und App schnell vertraut machen. Alte IRC-Nerds sogar noch besser. Fazit – TL;DR Slack ist ein leichtgewichtiges, aber mächtiges Tool, das es dem Benutzer ermöglicht, sich mit anderen Nutzern auszutauschen. Dokumente, Statusupdates, Informationen, alles voll durchsuchbar und indiziert. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, dass es "in der Cloud" läuft, sollte Slack definitiv mal ausprobieren. Der potentielle Mehrwert, grade für räumlich getrennte Teams ist nicht zu unterschätzen. Euer "devopsdad" Patrick
  15. Hallo @Michl92! Ein Proof of Concept als Projekt ist völlig in Ordnung. Mein Projekt ging auch nicht unmittelbar in Produktion. Ich habe eine nicht-monetäre Bewertungsmöglichkeit(konkret: Nutzwertanalyse) zur Rechtfertigung des Entwicklungsaufwandes benutzt. Ist in deinem Antrag zu erkennen, dass es sich um so einen "Proof" handelt oder hast du dort von einem für einen internen oder externen Kunden zu entwickelnden Produkt gesprochen? An sich ist die Dokumentation in allen Phasen das Mittel der Wahl, um diesen Sachverhalt darzustellen. Auch ein gescheitertes Projekt kann eine sehr gute Note ergeben, wenn klar ist, warum das Projekt nicht erfolgreich durchgeführt werden konnte und dies gut dokumentiert ist. Im Übrigen scheitern auch im "echten Leben" sehr, sehr viele Projekte. (Meist aufgrund schlechter Abstimmung der tatsächlichen Anforderungen) Eine Betrachtung der Wirtschaftlichkeit innerhalb der Doku ist eigentlich immer notwendig. "In echt" lässt dich auch niemand aus Jux und Dallerei irgendetwas entwickeln, wenn er sich davon nichts erhofft. Bei deiner zuständigen IHK sollte es dort Infomaterial geben. Hier ist der Link zu meiner Kammer: Berufsinformation und Dokumente Fachinformatiker IHK Kassel/Marburg Gruß, Goulasz
  16. Ist es möglich, "xD" in der Box automatisch zu parsen? Und zwar hier her?
  17. Hallo Welt! Ein unfassbar anstrengendes, aber inspirierendes und motivierendes Wochenende liegt hinter mir. Nachdem mich ein sehr geschätzter Kollege bei einer firmeninternen Vorstellung des "Augenhöhe"-Films und des Projekts im Frühjahr 2014 sehr mit der ganzen "New Work, Systemtheorie, Sinnkopplung im Job"-Materie angefixt hatte, fasste ich den Entschluss, mich damit stärker zu befassen. Seit Montag bin ich jetzt Mitglied dieses Netzwerks, das sich "intrinsify.me" nennt, und ich möchte diesen Blogpost nutzen, um euch gleichermaßen das Netzwerk und das "Wevent" vom Wochenende vorzustellen. Der Post fällt daher etwas länger aus als gewohnt, aber ich kann mich hier nicht kürzer fassen, ohne den Kern der Sache ordentlich zu beschreiben. happy working people - Das Netzwerk Das intrinsify.me-Netzwerk, welches seit 2011 besteht, hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Austausch- und Vernetzungsplattform für Menschen anzubieten, die sich mit den Themen "Sinnkopplung im Job" und vielen anderen, die sich dem Buzzword "New Work" zuschreiben lassen, beschäftigen. Gegründet wurde es von Mark Poppenborg und Lars Vollmer ursprünglich als Beratungsunternehmen. Im Laufe der Zeit hat sich dieser Zweck jedoch hin zu der jetzt so existierenden Austauschplattform gewandelt, die natürlich auch noch Beratungs- und Schulungsleistungen anbietet. Dabei gilt stets die Annahme, dass ein erfolgreiches Unternehmen nicht aufgrund seiner Kultur erfolgreich ist und die Kollegen deswegen gut zusammenarbeiten, sondern die Kultur eine Begleiterscheinung des Erfolgs ist. Eine Firma, die durch Freiräume eine "gesunde", auf echtem Vertrauen basierte Kultur ermöglicht, wird in aller Regel nicht oder weniger mit "unter den Tisch gekehrten" Problemen zu tun haben. "Die haben so eine gute Kultur bei Google, deswegen sind die so erfolgreich." ist nach dieser Auffassung nämlich ein Trugschluss. Ich skizziere mal ein Beispiel: Fall 1: Das Unternehmen "BuzzwordSoft", eine aus einem 250.000 Mitarbeiter starken Konzern ausgegliederte Tochtergesellschaft, hat zuletzt eine hohe Rate an Fehlern und Reklamationen im Produktivsystem ihrer Datenbewirtschaftungssoftware festgestellt. Ein besonders kritischer Fehler führte dazu, dass ein Kunde sich beschwerte und mit Kündigung des Systems drohte. Während der Analyse fällt auf, dass aufgrund von akutem Kundendruck ein Entwickler "unter der Hand" Änderungen ins Produktivsystem eingespielt hat, ohne dies mit seinen Kollegen abzusprechen oder einen ausführlichen Test der Anwendung nach dem Testprotokoll 27.4, Version 12, Paragraph 3, Absatz 5 durchzuführen. Das Unternehmen mahnt seinen Mitarbeiter ab, schickt dann aber als Versöhnungsmaßnahme die ganze Abteilung im Anschluss verpflichtend in den Kletterwald, um Vertrauen untereinander zu schaffen. Der Mitarbeiter begibt sich aktiv auf Jobsuche. Fall 2: Das Team im Startup "DataNerds from outer space" hat die gleiche Situation wie die Firma BuzzwordSoft. Nur gehen sie damit anders um. Sie erkennen, dass zwar letztendlich der Mitarbeiter den "Bock geschossen hat", in einem klärenden Gespräch unter Kollegen kommt jedoch heraus, dass dieser privat momentan viel Stress hat und der direkte Kundendruck das Fass zum Überlaufen brachte. Er wollte das Problem einfach schnell beheben; leider war er damit nicht erfolgreich. Das Team stellt fest, dass der einzelne zwar "den Fehler" begangen hat, dieser jedoch mit einem Prozess aus Unit Tests, Integrationstests, einer automatisierten Build Pipeline und 4(oder mehr)-Augen-Reviews gar nicht erst passiert wäre, unabhängig von der privaten Situation des Kollegen. Statt den Kollegen zu vergraulen beschwichtigt man den Kunden und beginnt, das Produkt robuster zu designen und eine automatisierte Buildpipeline mit frei verfügbaren Open Source Tools zu erstellen. Der Mitarbeiter fühlt sich als Mensch wahrgenommen und geht trotz des Vorfalls gern zur Arbeit. Anfahrt nach Berlin. Autobahn A2. Hagel. Gewitter. Die Frisur hält. Natürlich sind die beiden Beispiele stark überzeichnet. Jedoch dienen sie meiner Meinung nach gut der Veranschaulichung, wie unterschiedlich man je nach Kontext, Systemumgebung und Sozialisierung mit Problemen umgehen kann. Solche und ähnliche Fragestellungen werden oft von den Mitgliedern des Netzwerks beleuchtet. Der Hintergrund hier ist, dass wir in unserer modernen, von Dynamik geprägten Arbeitswelt mit den Methoden klassischen Managements oft nicht mehr weiterkommen. Und damit man sich dazu nicht nur im Internet oder auf den sogenannten "intrisify.meetups"(eine Art Stammtisch, ähnlich wie User Group-Treffen) austauscht, gibt es mittlerweile im 2-Monats-Turnus die sogenannten "Wevents", auf denen man mit dem Rahmen "Open Space" diskutieren, Lösungen erarbeiten und sich mit seinen unterschiedlichen Hintergründen und Fragen begegnen kann. "Ich will nicht nach Berlin♪♫" - Das Wevent Ein paar Entscheidungen zur Planung und Finanzierung, eine Buchung per AirBnb, eine gepackte Reisetasche und 5 Stunden Autofahrt durch Gewitter und Hagel später waren mein Kollege und ich dann endlich in Berlin angekommen. Freitag Abend gab es ein Warm-Up zum Kennenlernen im Wirtshaus Max und Moritz. Hier konnte man sich schon mal gegenseitig zu Speis und Trank beschnuppern und bekam einen kleinen Eindruck vorab, wie die Stimmung am Wochenende werden sollte(Spoiler: Verdammt gut). Sessionsammlung vom Samstag - Entscheiden, du dich musst! Samstag "früh" um 9:00 war dann Einlass in der Forum Factory, einer ziemlich coolen Location, die als Tagungs-, Seminar- oder Gallerieraum dienen kann. Nach einer kurzen Vorstellung der Open Space-"Grundsätze" ging es dann auch schon an die Sessionplanung. Jeder konnte Themen einbringen, die dann parallel in verschiedenen Räumen diskutiert werden konnten. Der Charakter der Session war jedem selbst vorbehalten. So gab es z.B. eine Session "Wieviel(sic!) Persönlichkeit braucht Future Leadership?", in der eine Diskussion im Fishbowl-Format der Kern war. Andere Sessions waren ein "einfacher" Erfahrungsaustausch im Gespräch, die Möglichkeiten zur Moderation und zum Austausch waren jedem selbst überlassen. Neben dem eigentlichen Inhalt der Sessions hat mich am stärksten die Haltung der Teilnehmer im Gespräch beeindruckt. Es herrschte eine unfassbar große Offenheit, eine hohe Reflexionstiefe und ein sehr ehrlicher Umgang mit Kritik. Bei vielen Gesprächen war implizit eine Vertrauensebene vorhanden, auch mit persönlichen Themen "nach außen" zu gehen, weil einfach eine Wohlfühlstimmung und ein "Hier kann ich ich sein"-Gefühl im Raum standen. Vegane Leckereien, bereitgestellt vom "Supermarkt-Team" Samstag Abend gab es die Option, sich im Café brennBar zu Abendessen und weiterem informellen Austausch und Netzwerken zu versammeln, was auch von vielen wahrgenommen wurde. Ich selbst hatte viele Gespräche zum Thema "Beruf und Familie", die mich in meinem Selbstbild als Vater und Berufstätiger teils bestätigten, aber auch viele neue Impulse legten, über mein Handeln unter neuen Gesichtspunkten zu reflektieren. Sonntag gab es noch einmal die Möglichkeit, neue Sessions oder Folgeangebote vom Vortag anzubieten. Da man sich schon etwas besser kannte, ging es auch hier wieder ordentlich "in die Tiefe", und gefühlt waren die Gespräche noch eine Spur bedeutsamer und "impulsgebender"(gibt es das Wort?) als am Vortag. Zu dem Zeitpunkt machte sich in meinem Kopf aber schon das Gefühl breit, ob der Menge an Input nicht mehr so ganz auf der Höhe zu sein. Ich nutze eine Zwischenpause, um auf meinem Surface(das sich das Wochenende als treuer Begleiter erwiesen hat) die bisherigen Gedanken zu strukturieren und in Form zu bringen. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, ihre Lieblingsbücher auszulegen... Eine weitere, aber prägnante Besonderheit im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen dieser Art möchte ich noch erwähnen, da sie meiner Meinung nach viele Gedanken, die dieses Netzwerk antreiben, sehr gut wiederspiegelt. Nämlich die Bezahlung. ...und Heidewitzka, waren das viele gute Bücher. Im Eingangsbereich der Forum Factory liegen Excel-Listen aus, welche die Reinkosten des Wevents darstellen. An der Wand hängt dazu passend ein Flipchart, das anzeigt, wie viel die Veranstaltung insgesamt kostet und was bisher an Einnahmen erfolgt ist. Während der Veranstaltung wird dieser Stand ständig aktualisiert. Der Hintergrund ist hier, dass die Veranstaltung zum einen als selbsttragend angelegt ist(also keine Profitveranstaltung) und zum anderen, dass es keine festen Beiträge gibt. So waren am Wochenende 185€ als empfohlener Betrag angegeben. Wer mehr zahlen kann und möchte, darf das genauso tun, wie jemand, der das nicht kann oder mag. Und man mag es kaum glauben, das funktioniert. Fazit - TL;DR Was habe ich von dem Wochenende mitgenommen und was erhoffe ich mir von der Mitgliedschaft bei intrinsify.me(die übrigens kostenlos ist)? Ich habe viele unfassbar aufgeschlossene Menschen mit tollen Ideen und Gedanken getroffen. Ich habe ein Netzwerk kennengelernt, dass es zu schaffen scheint, dabei zu helfen, diesen Ideen Form zu verleihen und über den Status der "Spinnerei" hinauszuwachsen. Ich hatte ein geniales Wochenende in Berlin, obwohl ich von der Stadt außer dem Checkpoint Charlie beim Abholen unseres Autos nicht wirklich etwas gesehen habe. Und ich habe sehr viel über mich selbst gelernt. In meiner Position als Angestellter, als Vater und als Mensch überhaupt. Wenn ihr in eurer Nähe mal ein Wevent und dazu Interesse an dem Thema "Neue Arbeitswelt" habt, ich kann euch nur empfehlen, euch das ganze mal anzusehen. Gruß, euer "devopsdad" Patrick aka Goulasz
  18. Die 3 oben im Bild genannten habe ich btw alle privat angeschafft. Ich kritzel und klebe zu viel darin rum, als dass das mit Firmeneigentum funktionieren würde. Aktuell sehr "gehyped" ist dazu auch Lars Vollmers "Zurück an die Arbeit". Ich glaube sogar auf #1 in der Bestsellerliste für Wirtschaftsbücher. Nächstes Wochenende bin ich ja in Berlin zum Wevent von Intrinsify.me. Vermutlich laufe ich ihm da auch über den Weg. Gerhard Wohland, der Autor des im Post vorgestellten Buches ist da übrigens auch Mitglied. Gruß, Goulasz P.S.: Gutes Buch ist gut.
  19. Hallo Welt! In einer Zeit, in der eine unüberschaubare Menge an Informationen im Internet verfügbar und jederzeit abrufbar ist, verlieren Bücher oft zunehmend an Stellenwert. Ich sehe das anders. Ich mag Bücher, momentan besonders Fachbücher zum Thema Organisationsentwicklung und "Umgang mit Dynamik". Komplexithoden, Organisation für Komplexität und das titelgebende "Denkwerkzeuge der Höchstleister", Quelle: "Denkwerkzeuge der Höchstleister: Warum dynamikrobuste Unternehmen Marktdruck erzeugen" von Wohland/Wiemeyer, Unibuch Verlag Meinen Liebling aus dieser Kategorie möchte ich euch heute vorstellen. Hierbei handelt es sich um die "Denkwerkzeuge der Höchstleister" von Gerhard Wohland und Matthias Wiemeyer mit dem bedeutungsschwangeren Untertitel "Warum dynamikrobuste Unternehmen Marktdruck erzeugen"; vorliegend in der dritten Auflage, 2012 erschienen im Unibuch Verlag. Vorweg: Das Buch ist kein Buch, das man einfach nur liest und dann weglegt. Es ist ein Arbeitsbuch, das man immer wieder aufschlägt, darin nachliest, stöbert und studiert, um sich immer und immer wieder teils ungläubig von den plakativ klingenden aber so einleuchtenden Thesen zu überzeugen. Ich habe es förmlich verschlungen, es bereitet mir heute teilweise noch schlaflose Nächte. Aber genug gewarnt, jetzt wird angefixt! Worum geht es bei den "Denkwerkzeugen der Höchstleister"? Inhalt Beschrieben werden im Buch Ansätze, die sogenannten "Denkwerkzeuge", die dienlich sein können, um Dynamik und Systeme besser verstehen zu können und mit Ihnen umzugehen. Das ganze idealerweise ohne daran zu verzweifeln oder wirtschaftlich daran zu Grunde zu gehen. Es bietet Impulse und Ansätze, die man in der eigenen Organisation unter Einbeziehung der eigenen Umgebung und der Fakten nutzen kann, um eine für sich funktionierende Lösung für verschiedene Probleme zu finden. Das ganze vor einem einfachen, nachvollziehbaren, geschichtlichen und wirtschaftlichen Hintergrund. Wieso sind die Märkte heute, wie sie sind; wieso können Unternehmen, die flexibel und agil aufgestellt sind, besser mit den engeren Märkten der Globalisierung umgehen als klassische, hierarchisch aufgebaute Konzerne, und wieso passen viele Management-Instrumente aus der klassischen BWL nicht mehr zu heutigen Anforderungen? Für all diese Fragen und mehr findet der Leser hier plausible Theorien, die als Erklärung dienen. "Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie" - Kurt Lewin Auf keinen Fall werden hier aber "Best Practices" angeboten, die man in seinem Unternehmen umsetzt, auf einmal geschieht ein Wunder und der Umsatz steigt wie von Zauberhand in einem Jahr um 150%. So etwas gibt es nicht, bzw. wenn es funktioniert passten glücklicherweise viele Parameter beim Anwenden des Denkwerkzeugs. Unternehmen sind bedingt durch die verschiedenen Typen von Menschen, die in ihnen arbeiten, hochkomplexe Systeme, die keinen "Wenn > Dann"-Mustern folgen. Man kann vielleicht vermuten, welche Wirkung eine Maßnahme hat, sicher sein kann man sich jedoch nie. Und das ist auch völlig in Ordnung so. Komplexität und Dynamik sind weder schlecht noch gut. Sie sind einfach da. Wie das Wetter. Schlecht ist nur, darauf als Organisation nicht vorbereitet zu sein und dann nicht reagieren zu können. Denn dann steht man im Zweifel ohne Schirm und Jacke "im Regen". Aufbau Ein Hauptteil des Buches ist der Glossar, auf dem die präzisen Begriffe, die in diesem(sytemtheoretischen) Kontext genutzt werden, erläutert und eingeordnet werden. Dem voran gehen ein Vorab-Bereich in dem der Aufbau im Detail erläutert wird und 13 kurze, 10 Seiten nicht übersteigende Kapitel, die klassische Management-Thesen im Kontext moderner, dynamischer Märkte beleuchten. In diesen Kapiteln gibt es zusätzlich zu den im Fließtext sehr anschaulich formulierten Thesen und Vergleichen die sogenannten "Denkzettel". Diese beschreiben ein Problem und geben einen Hinweis, in welche Richtung man sich bewegen kann, um eine mögliche Lösung im eigenen Unternehmenskontext zu finden. Denkzettel "Zentrum und Peripherie" samt Kapitelresümee "Taylorismus - Aufstieg und Fall einer genialen Idee", Quelle: "Denkwerkzeuge der Höchstleister: Warum dynamikrobuste Unternehmen Marktdruck erzeugen" von Wohland/Wiemeyer, Unibuch Verlag Das klingt erstmal recht kompliziert, wenn man jedoch begriffen hat, dass man das Buch weder am Stück noch in der geschriebenen Reihenfolge lesen muss, sondern es immer und immer wieder als Nachschlagewerk und Referenz nutzen kann, passt dieses gut sortierte Format ganz hervorragend. Die Denkzettel sind ein großartiger Einstieg, um sich mit der Systemtheorie und den Denkwerkzeugen auseinanderzusetzen, wenn man in diesem Umfeld noch völlig unbedarft ist. Wer in die Tiefe gehen will, liest einfach die umspannenden Kapitel. Zielgruppe und Fazit Das Buch ist für alle geeignet, die das Gefühl haben, Projekte in ihrer Organisation laufen "irgendwie schlecht", verfehlen oft das Ziel, Kunden und Mitarbeiter sind unzufrieden, die Konkurrenz überholt uns ständig, Sarkasmus ist an des Tagesordnung, es gibt "zu viele Meetings"; aber keiner weiß so richtig wieso, etc. Das Buch ist definitiv nicht für Menschen geeignet, die sich eine schnelle Lösung per "Best Practice" erhoffen und der Meinung sind, man könnte per steuernder Direktive "von oben" Dinge wie Unternehmens- und Wertekultur der Mitarbeiter ändern oder steuern. Das dies nicht funktioniert, machen die Autoren immer wieder mit vielen Beispielen zum Thema "Kultur" und "Steuerung" im Unternehmen klar. Mir selbst hat das Buch viele Ansätze und Handlungsräume eröffnet, die mir helfen zu verstehen, wieso im Beruf so oft so viel "Theater" um Probleme gemacht wird, die eigentlich mit dem berühmt-berüchtigten "gesunden Menschenverstand" einfach zu beheben sein sollten. Ich nutze es regelmäßig und gehe schon fast missionarartig damit hausieren, weil ich es schlicht und einfach großartig und unendlich wertvoll finde. Ganz akut Interessierten aus der Umgebung kann ich mein Exemplar zum Reinschnuppern gerne auch Ausleihen. Für alle anderen gibt es in der Linksektion noch mehr Futter. Viel Spaß beim Stöbern! Euer "devopsdad" Patrick aka Goulasz Weiterführende Links zum Thema Hier gibt es die Denkzettel im PDF-Format: Denkzettel bei dynamikrobust.com Hier der Link zum Buch bei Amazon: Denkwerkzeuge der Höchstleister Intrinsify.me-Netzwerk zum Thema "Moderne Unternehmensführung" und "Sinnkopplung im Job": Intrinsify.me Wikipedia-Artikel zur Systemtheorie zum Warmwerden und Einlesen: Systemtheorie
  20. Das sollte als Sticky in jedem relevanten Forum anhängen. Ach was, die entsprechende Stelle im Podcast müsste zwangsweise abgespielt werden, sobald du das Unterforum anbrowst. Gutes Ding. Daumen hoch dafür! Gruß, Goulasz
  21. Hallo Welt! Besser spät als nie möchte ich euch von der DevOpsCon 2015 in München berichten. Dort habe ich zum ersten mal "ernsthaft" den Entschluss gefasst, unter die Blogger zu gehen und die ganzen Gedanken, die mir im Kopf rumschwirren, zu "Papier" zu bringen. Disclaimer: Aufgrund der Menge an Infos, Tools und Eindrücke der Konferenz kann und werde ich hier nur einen Einblick in die für mich interessantesten Themen geben und über das allgemeine Konferenzfeeling schreiben. Für mehr müsst ihr schon selbst dahin. Es lohnt sich aber, die Themen für Sommer/2016(Berlin) sind im Verhältnis zum Termin Winter/2015 noch recht ähnlich. Pool im 23ten Stock des Hotels - Nicht DAS, aber definitiv eins der Highlights der 3 Tage Vorwort Vom 23.11 - 25.11 2015 waren zwei Kollegen von mir(einer der zwei bloggt übrigens auch schon eine ganze Weile) im Sheraton Hotel München im Arabellapark und hatten den Plan, in den zwei Tagen Konferenz und einem Tag Praxis-Workshop so viel wie möglich mitzunehmen, ohne angesichts der Menge an Informationen zu verzweifeln. Von München selbst haben wir außer einem Besuch im "Burger House 2", was ja auch nicht wirklich "typisch München" ist, nicht wirklich viel mitbekommen. Das ist in Anbetracht der vollgepackten Tage aber auch normal, die BASTA! Spring, die ich 2014 besucht habe, hat einen ähnlichen Effekt verursacht. Außer nem Hefeweizen abends in der Lobby war da nicht mehr viel zu holen bei mir. Nach dem Abendessen ging es mit den Kollegen eine Runde im Pool schwimmen, den grandiosen Ausblick auf den Liegen um den Pool genießen, den nächsten Tag planen und damit war der Abend meistens auch schon rum. Tag 1(Workshop) Zum geschmeidigen Start in den Montag gab es den "Docker-Basis-Workshop" von und mit Peter Roßbach, seines Zeichens Systemarchitekt, Docker-Experte der ersten Stunde und "DevOps"-Enthusiast. Selbst bis dato auf *nix-Systemen völlig unbedarfte Entwickler(wie mich) waren mit Peters Anleitung und aufgrund der Einfachheit der Docker-Syntax in der Lage, in Kürze Container für Webserver, Datenbankserver mit entsprechenden Befehlen zu erzeugen und die Netzwerke gleich mit zu konfigurieren. Mächtiges Tool und mächtige Architektur diese Container-Technologie. Mit einer verhältnismäßig niedrigen Hemmschwelle zum Einstieg und Unmengen an Blogs, Snippets und Infomaterial zu Docker selbst im Netz scheinen die Docker-Container in *nix-Umfeldern eine echte Bereicherung zu sein, wenn es darum geht, skalierbar schnell Infrastruktur bereitzustellen. Obwohl ich mit Infrastruktur und mit Linux bisher wenig zu tun hatte, das hat definitiv mein Interesse geweckt. Der Raspi liegt im Warenkorb. Bücher zu Docker übrigens nicht, die sind oft schon beim Erscheinen veraltet. Nicht vorenthalten möchte ich euch noch folgendes Zitat von Peter zur Frage , wie man diese Technologie in einer abgeschotteten, kontrollierten Konzern-IT-Infrastruktur implementieren könnte: ¯\_(ツ)_/¯ Tag 2&3(Konferenz, Expo) Nach einem überschaubaren ersten Tag gab es an den Tagen 2 und 3 ausschließlich Vorträge, Keynotes und informell gestaltete Treffen zum Austausch(Open Space-ig). Gemeinsam war allen von mir besuchten Vorträgen, das sie unglaublich viel Lust aufs "Basteln" machten. Was sich in der Praxis aufgrund der Open Source-Natur vieler genutzten Tools als gar nicht so schwierig herausstellen sollte. Am interessantesten waren für mich die Talks zum Thema Unternehmenskultur und Veränderung in der Organisationsstruktur des "DevOps"-Unternehmens. Besonders hervorstechend waren da für mich zum einen Wix.com(WYSIWYG-Baukasten für Webseiten) und zum anderen dm(Ja, die Drogerie). Bei Wix war sehr interessant, wie der Referent Aviran Mordo klar und einfach zeigte, dass man nicht jedes Tool benutzen muss, solange man nicht den "Schmerz spürt", den der Einsatz des Tools zu lindern vermag. Wenn deine Idee grundsätzlich Mist ist, bringen dir die besten Tools nichts, deine Idee bleibt Mist. Das Bild spricht denke ich für sich. dm im Kontrastprogramm merkte recht schnell, dass man als "Drogerie" mit offenen Augen und Ohren durchaus Gewinn mit ordentlichen Onlineportalen und Webshops machen kann. Ein Onlineshop, der schnell auf die Bedürfnisse der verschiedenen Kunden reagieren kann und in kurzen Abständen qualitativ hochwertige Stände online stellen kann war hier das Credo. Daraus folgte fast natürlich und logisch eine Umstellung des Deployment-Prozesses in Richtung Continuous Delivery und ein damit einhergehendes Umdenken in der Unternehmensorganisation. Im Verlauf des Talks wurde klar, dass zum einen Vertrauen und Offenheit für ein solches Umdenken notwendig sind. Zum anderen auch, dass dafür nicht jeder bereit ist. Unterm Strich kam jedoch eine effizientere Organisation bei dem Prozess heraus. Fazit - TL;DR Das nicht immer alles eitel Sonnenschein ist, war bei allen Vorstellungen von Tools oder Prozessen, die durchlebt wurden, immer zu erkennen. DevOps an sich bedeutet in erster Linie, Verantwortung gemeinsam zu übernehmen für ein geteiltes Bild eines Produkts oder eines Prozesses. Was oft vergessen wird, ist aber, dass dieses Bild manchmal gar nicht existiert oder abteilungsübergreifend völlig anders wahrgenommen wird. Empathie, echtes Verständnis füreinander und für die Anforderungen des Gesprächspartners waren immer wiederkehrende Merkmale, die notwendig sind, damit so etwas wie Continuous Delivery funktionieren kann. Tools, Tools, Tools! Zum Abschluss noch ein paar Links und Einzeiler zu vorgestellten Tools, falls jemand bastelwütig wird: Docker - Software, mit der man andere Software(z.B. Betriebssysteme, Webserver, Datenbankserver,...) virtualisiert in "Containern" verpacken kann, die dann auf jedem System funktionieren Hadoop - Framework für verteilte Software. Man nehme 10 Raspis, schalte sie zusammen und e voilá: Man hat einen Hadoop-Cluster-Datenbankserver ELK-Stack - Bestehend aus Elasticsearch, Logstash und Kibana zum Durchsuchen, Ablegen und Visualisieren von Logs aller Art OWASP ZAP - Zum manuellen oder automatisierten Security-Scan(aktiv, passiv) von Webanwendungen, auch automatisiert in Jenkins verwendbar Jenkins - Tool für Continuous Integration und so ziemlich alles, was dazu gehört. Lächerlich viele und gute Plugins verfügbar Consul - Service Discovery-Tool, das neue Dienste, die verfügbar werden, automatisch erfasst und diese verwalten kann. Nützlich aber erst, wenn man schon mehrere Microservices im Einsatz hat, sonst tut es auch ein DNS-Eintrag Github - Viel mehr als nur das, aber hauptsächlich ein Repository-Server für GIT Euer "devopsdad" Patrick aka Goulasz
  22. Kurz: Nein. Länger: Can I install this on my own server? No. I can say with a lot of certainty that we don’t plan on doing this. We believe that the majority of people are becoming more comfortable hosting their services and the boost in dev productivity we get by only having one platform to test on is immense. Ganz lang: http://blog.trello.com/trello-common-questions/ Gruß, Goulasz
  23. Hi @Eratum! Also dass es andersherum geht, kann ich dir sofort bestätigen. Wenn du den Kalender aktivierst, kannst du alle in Trello angezeigten Termine auch über nen Kalender-Feed in den Google Calendar einspielen. Beschrieben im Hilfe-Bereich auf der Trello-Seite. Dir geht es aber vermutlich um einen Import der Daten, damit du "erstmal alles in Trello hast". Da gibt es bei Zapier ne ganze Menge Zaps, die auf verschiedene Events in deinem Google Calendar triggern. Hier kannst du die ansehen. Inklusive Mapping der Eigenschaften des Kalendereintrags auf Karteneigenschaften in Trello. Die Benachrichtigungen kannst du natürlich in den verknüpften Apps auch sowohl im Google Calendar als auch in Trello(Zapier darf ja mindestens Karten in deinen Boards anlegen) wieder entziehen, wenn du mit dem Import fertig bist. Ich hoffe das hilft für den Anfang. Falls nein, meld dich einfach. Gruß, Goulasz
  24. Goulasz hat steel's Blogeintrag kommentiert in User Artikel
    Ich freue mich schon auf jede Menge "Geschichten aus der Gruft". Als jemand, der erst Mitte 2012 seine Prüfung abgelegt hat, finde ich das besonders spannend. Und sicher auch erheiternd. Gruß, Goulasz

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