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Mit 2k netto fängt das Leben an...


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Hallo zusammen,

ich will jetzt keine Diskussion vom Zaun brechen wie viel Geld man zu Leben braucht und ob es genug ist, das Thema gab es ja erst vor kurzem.

Mit 2k netto fängt das Leben an, so zumindest sagte meine BWL Lehrerin auf der Berufsschule immer, jenes wäre so der Betrag bei dem man nicht immer so auf das Geld schauen muss und sich auch mal was leisten kann... die Aussagen galt für einen Single. Die Aussage ist bei mir hängen geblieben, heute, knapp drei Jahre nach meinem Ausbildungsende, bin ich mir nicht sicher ob meinen Lehrerin klar war das es nur die wenigsten schaffen werden soviel zu verdienen. Nach 2 Umzügen und 3 Firmen-wechsel komme ich jetzt auf rund 1700 netto,

das hatte aber seinen Preis und hat ihn immer noch, massig Überstunden für die es keinen Ausgleich gibt mickrige 26 Tage Urlaub usw.. Ich habe hier in der Firme einen 4 Jahresplan, von dem jetzt eines schon rum ist, welcher ein Zielgehalt von 3000,- Brutto vor sieht, auch das sind keine 2k netto und selbst wenn, sind die 2k netto dann nicht mehr soviel wert wie die Aussage die dann immerhin 7 Jahre alt wäre.

Auch so scheinen 2k netto nichts ungewöhnliches zu sein, gerade bei Vollzeit arbeitenden die nicht gerade einen der Überlaufenen Berufe ausüben wie Frisör o.ä..

Im Vergleich mit den anderen aus meiner Berufsschulklasse, bzw. sogar aus meinem Ausbildungsbetrieb stehe ich aber noch ganz gut da und habe ordentliche Steigerungen gemacht. Ich habe allerdings einen bekannten der zur gleichen Zeit wie ich eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker begonnen hat.

Er hatte durchweg ein höheres Gehalt, in der Ausbildung auch auch danach. Aktuell verdient er Brutto monatlich irgendwas mit 2750,-€ plus Urlaubs- und Weihnachtsgeld (ich glaub es war mal 13,8) mit 30 Tage Urlaub, 35 Stunden Woche und Ausbezahlung der Überstunden. Dazu kommt jetzt nach das er den Techniker bezahlt bekommt und dann wohl

rund 46.000,-€ im Jahr, wobei ich jetzt nicht weiß ob geteilt durch 12 oder 13,8.

Die Verantwortung hält sich da auch stark in Grenzen, Maschine einrichten nachmessen und vom Dipl.Ing., absegnen lassen und dann steht der Zeitarbeiter dran und bedient die Maschine. Selbst als Techniker läuft das wohl nicht anders, alles nur mit Absegnung vom Dipl.Ing. und wenn es dann nicht passt ist der auch noch schuld.

Ich als Entwickler hab keinen mehr über mir stehen, da ist noch der Key Account Manger der sagt aber nur es soll funktionieren und der Kunde, die komplette Verantwortung liegt also bei mir. Da prüft keiner mehr, schließlich wird erwartet das ich das kann und wenn ich es verbocke darf ich es mir das Gemeckere Anhören und mein Feierabend oder Wochenende ist futsch.

Ich mag meinen Beruf, aber entweder habe ich so richtig was falsch gemacht oder der Berufszweig ist so richtig kaputt. Da hat man jede Menge Verantwortung, das man keinen 9to5 Job hat soll einem auch klar sein, Überstunden ohne ausgleich sind mehr Regel als Ausnahme. Das man sich daheim und am Wochenende in Themen einliest ist das mindeste was man als Informatiker mitbringen muss. Weiterbildungen sind Mangelware, ich hab zumindest in keinem Betrieb bisher die Möglichkeit dazu bekommen und Bücher gibt es auch eher selten, bei beidem wird auf das Internet verwiesen. Zertifizierungen sind toll, wenn ich sie selber bezahle... hab ich auch gemacht nur gebracht hat es nicht, interessiert niemanden. Andere Weiterbildungen kann ich gerne machen, solange es den AG nichts kostet und meine Verfügbarkeit nicht einschränkt.

In jedem Betrieb bisher wurde bei der erwarteten Arbeitsleistung und Verantwortungsübernahme kein unterschied zwischen FiAe, Dipl. Inf. oder Master Infirgendwas gemacht, beim Gehalt aber kann der FiAe meist nichtmal das erreichen was der Master zum einstieg bekommt.

Bei den FiSi´s scheint das anders zu laufen, aber von FiAe´s höre ich genau das gleiche.

Und es scheint auch nicht wirklich viele Entwicklerstellen in Betrieben die Tarifvertrag bezahlen zu geben, zumindest habe ich nach langer suche auch noch keinen gefunden.

Ich weiß das es Berufe gibt in denen man schlechter bezahlt wird und die Arbeit schwerer ist, das macht es aber nicht besser. Ich finde das die Bezahlung und gebotenen Leistung für einen FiAe Softwareentwickler nicht der erwarteten Verantwortung und Arbeitsbereitschaft entsprechen, und um so mehr ich darüber nachdenke keimt der Gedanke vielleicht doch was falsch gemacht zu haben. Da wird in anderen Berufen viel weniger erwartet und mehr geboten.

So, unter einem fast nichts aussagenden Titel wider viel wirres Zeugs geflamed, aber es musste einfach mal raus. Vielleicht hat ja wer du dem ein oder anderen eine andere Meinung.

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Du:

- hast dich zu günstig verkauft

- hast beim falschen Betrieb unterschrieben

- hast (noch) zu wenig Berufserfahrung

- bist (noch) zu jung

Such dir was aus, Mehrfachnennungen sind möglich.

Einige der Punkte erledigen sich in den nächsten Jahren von alleine, aber an einem ganz wesentlichem, dem selbst verkaufen, kannst nur du etwas verändern.

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- hast dich zu günstig verkauft

- hast beim falschen Betrieb unterschrieben

- hast (noch) zu wenig Berufserfahrung

- bist (noch) zu jung

Such dir was aus, Mehrfachnennungen sind möglich.

Einige der Punkte erledigen sich in den nächsten Jahren von alleine, aber an einem ganz wesentlichem, dem selbst verkaufen, kannst nur du etwas verändern.

Ich bin 28 und habe knapp 3 Jahre Berufserfahrung nachdem ich meine Ausbildung nach zweieinhalb Jahren mit einem guten bis sehr gutem Ergebnis abgeschlossen habe.

Ich bin mittlerweile beim dritten Betrieb, bei meinem Ausbildungsbetrieb gab es ganze 20400,-€ Jahresbrutto und auch sonst eher Sklavenähnliche Zustände. Ich bin dann nach Stuttgart umgezogen und hatte eigentlich auch einen Vertrag in der Tasche, allerdings ist der Firma dann eingefallen doch kein Softwareentwicklung Inhouse zu machen, es gab also nur ein halbes Monatsgehalt, da ich praktisch Null Berufserfahrung hatte bin ich zum Arbeitsamt, da wurde ich dann nach Sindelfingen vermittelt, dort gab es dann Sharepoint Entwicklung und Third lvl Support bei 25200,-€ Jahresbrutto

und 22 Tagen Urlaub, konnte schlecht ablehnen sonst wär ich ganz auf dem trockenen gesessen und ich muss die Schulden durch den Umzug noch begleichen.

Dort war ich über eineinhalb Jahre, habe mich nebenher weiter qualifiziert und diverse MCTS Zertifizierungen gemacht und zwei MCPD (Windows Developer und Web Developer), dann hab ich wieder nach Stellen gesucht, auch über Headhunter. Danke 2 Monatiger Kündigungsfrist war ich etwas gehandicapt, aber es waren auch nicht wirklich Interessante Stellen dabei. Keine hatte eine zufriedenstellende Überstundenregelung, bei den meisten isses eben mit dem Gehalt abgegolten, Teilweise eine Kernarbeitszeit von 8 Stunden am Tag, oder auch Regelungen das Überstunden aber der 30sten Stunde im Monat bezahlt werden. Meine Forderung lang bei 38.000,-€ p.a. mit dem Ziel bei 36 zu landen. 32k war das Maximum was mir geboten wurde, bei der Firma bin ich jetzt, immerhin gibt es hier 28 Tage Urlaub, dafür auch 42 Stunden Woche, man darf aber auch mal früher gehen um Überstunden abzubauen, das war von allen das beste Angebot.

Ich habe über ein halbes Jahr gesucht, selber Bewerbungen geschrieben und es über Headhunter versucht, das war das beste Angebot, oder eben bei der anderen Firma bleiben.

Du hast leider nirgends geschrieben in welcher Region du arbeitest und Stellen gesucht hast und welche Technologien du beherrschst.

Vielleicht suchst du einfach nicht großräumig genug oder hast einfach die falschen Skills.

Ich bin .NET Entwickler, jetzt wieder hauptsächlich Web mit MVC, Sharepoint, diverse Javascript Frameworks. Ich kenne mich in einigen Architekturen aus MVC, MVVM, DDD etc. Ich kenne mich mit Design Patterns aus. Ich hab auch schon ein Projekt mit TDD mitgemacht, und aktuell arbeite ich in einem Scrum geführten Team. Realtiv fitt bin ich auch in Datenbanken, bevorzugt MSSQL in Programmierung und Administration uswusf.

Achja und ich wohne in Stuttgart ;-)

Für berufserfahrene FIs sind 40k p.a. (entspricht ca. 2k netto Stkl 1) keine grosse Hürde. Lt. heise-Statistik schaffen da 80% der FIs. Daher ist jammern eigentlich nicht angebracht.

Da zählen alle Ausbildungen rein und die Zahlen werden von dem Informationselektroniker und den "andere betriebliche Ausbildung" nach oben gesetzt.

Hier sind es nur noch 50% der FiA´s die es auf mehr als 40k bringen.

anderes Diagramm

und bei der Berufserfahrung sind es mit einer betrieblichen Ausbildung auch nur noch ein bisschen über 50% die es mit 5-10 Jahren Berufserfahrung auf über 40k schaffen.

Ich würde eher von 25% sprechen die es mit bis zu 10 Jahre schaffen und 50% mit über 10 Jahren.

Bei den FiSi´s sind die Zahlen eher noch schlechter, 80% haut also, leider, nicht hin.

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Also ich wuerde das auch nicht so pessimistisch sehen. Wo arbeitest du denn? Die Region ist mit entscheidend. Fuer Mecklenburg Vorpommern mag das womoeglich passen (und dann: schnellstens weg von dort), fuer Muenchen oder Frankfurt halte ich das fuer sehr unrealistisch.

Hast du etwas an dir, was evtl abschrecken koennte? Also ich meine beispielsweise den Lebenslauf? Also 2k netto sollten mit Ausnahme weniger Gegenden wirklich drinnen sein - arbeite vielleicht daran, dich selbst zu verkaufen :)

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heise jobs - 02.08.2010 15:40 - Studium und Ausbildung

Das Gehalt bis 5 Berufsjahren liegt zu 85% unter 40k. Bei den Leuten mit 5 - 10 Jahren Berufserfahrung liegt das Gehalt höher, da die Gehälter in einer Wachstumsphase vor der Weltwirtschaftskrise vereinbart wurden, der Markt noch nicht mit Fachinformatikern übersättigt ist und sich erst seit ein paar Jahren die Zeitarbeitswirtschaft im IT-Bereich immer mehr etabliert hat. IT-Dienstleistung kann man nun auch teilweise wunderbar in Niedriglohnländern auslagern, was die letzten Jahre immer stärker passierte. Die Konkurrenz aus Asien (bezogen auf alle Waren und Dienstleistungen) wird immer stärker. Die IT wird immer einfacher, mit zwei Klicks findet sogar ein Grundschüler Dank Google eine simple Anleitung für das Einrichten eines Exchange Servers. Das Arbeitsamt schult immer noch kräftig um und während das Handwerk händeringend nach guten Azubis sucht, können sich die Firmen vor den Azubibewerbungen von potenziellen Fachinformatikern nicht mehr retten.

Die großen Firmen bezahlen Dank Tarifvertrag noch ordentlich aber es wird immer schwieriger, dort einen Job zu finden.

Mein Tipp an dich: Mach ein akademisches Fernstudium. Das ist in der Regel die Eintrittskarte für einen besser bezahlten Job.

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Das Gehalt bis 5 Berufsjahren liegt zu 85% unter 40k. Bei den Leuten mit 5 - 10 Jahren Berufserfahrung liegt das Gehalt höher, da die Gehälter in einer Wachstumsphase vor der Weltwirtschaftskrise vereinbart wurden, der Markt noch nicht mit Fachinformatikern übersättigt ist und sich erst seit ein paar Jahren die Zeitarbeitswirtschaft im IT-Bereich immer mehr etabliert hat. IT-Dienstleistung kann man nun auch teilweise wunderbar in Niedriglohnländern auslagern, was die letzten Jahre immer stärker passierte. Die Konkurrenz aus Asien (bezogen auf alle Waren und Dienstleistungen) wird immer stärker. Die IT wird immer einfacher, mit zwei Klicks findet sogar ein Grundschüler Dank Google eine simple Anleitung für das Einrichten eines Exchange Servers. Das Arbeitsamt schult immer noch kräftig um und während das Handwerk händeringend nach guten Azubis sucht, können sich die Firmen vor den Azubibewerbungen von potenziellen Fachinformatikern nicht mehr retten.

Die großen Firmen bezahlen Dank Tarifvertrag noch ordentlich aber es wird immer schwieriger, dort einen Job zu finden.

Da stimmt vieles, aber warum du davon ausgehst, dass dies nur für Fachinformatiker gilt und nicht auch für studierte Informatiker ist mir schleierhaft. Je ausgelagertem Akademiker "spart" man in der Regel noch mehr, als bei einem Facharbeiter. Wenn ein Unternehmen sich für Offshoring/Outsourcing entscheidet, dann ist in nahezu allen Fällen jeder IT-Mitarbeiter betroffen. Da "überleben" prozentual nicht mehr oder weniger Facharbeiter/Studierte. Das interessiert nicht. Da sollte man sich nichts vorlügen. Ich persönlich hab genug solche Projekte gemacht bei denen manchmal zum Schluss nur noch die Hardware vor Ort war [und das oft nur aus gesetzlichen Gründen] und da hat es nur noch ein paar Hardwaretechniker und Verkabelungsspezis benötigt. (Disclaimer: Es geht hier nicht um Sinn oder Unsinn von Offshoring/Outsourcing, sondern nur um die reale Auswirkung).

Mein Tipp an dich: Mach ein akademisches Fernstudium. Das ist in der Regel die Eintrittskarte für einen besser bezahlten Job.

So ist es.

Bearbeitet von bigvic
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Mein Tipp an dich: Mach ein akademisches Fernstudium. Das ist in der Regel die Eintrittskarte für einen besser bezahlten Job.

Hatte ich versucht, haut leider zeitlich nicht hin. Ich bin im Schnitt 11-12 Stunden täglich ausser Haus, also inklusive Fahrt. Und dann hab ich daheim auch nochmal locker 1 Stunde Aufwendungen für dir Arbeit. Wenn ich dazu noch ein Fernstudium mit einer Aufwendung von 20 Stunden die Woche dazu packe dann haut das nicht hin, vor allem nicht über einen Zeitraum von 6 Jahren. Mit dem Bachelor alleine hat man auch nicht soviel mehr, also müsste man noch 4 Jahre für den Master hinten dran hängen. Dann wäre ich um die 40... Und eigentlich sollte es auch noch Kinder geben.

Das hat mit Angst nichts zu tun. Man kann auch mit einer Ausbildung ein hohes Gehalt und Führungspositionen erreichen. Aber mit einem abgeschlossenen Studium ist das nun mal sehr viel einfacher.

Bei einer Führungspostion erwarte ich aber schon ein bisschen mehr als 3300,- Brutto.

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Mit einem Ausbildungsabschluss ist es in manchen Unternehmen leider unmöglich eine Führungsposition zu erreichen. Bei der Frage von Kollegen was man denn studiert habe, endet man meistens bei einem verständnislosen "Aha, IHK.. was?" Man bekommt eher jemanden als Chef der im gleichen Alter ist, mit abgeschlossenem Studium.

Tarifbindung bedeutet nicht automatisch, dass man fürstlich verdient. Ich habe das Glück nach Tarif entlohnt zu werden, aber von der 2000€ Schallmauer bin ich weit entfernt. Durch das Tarifsystem von Tätigkeitsgruppen und ggf. Betriebszugehörigkeit hat man aber immer wieder kleine Zuwächse (Erfahrungsstufen). Oft gib es zusätzlich jährliche Erhöhungen zwischen 0,x% und 3,0% die von den Gewerkschaften ausgehandelt werden, 30 Tage Urlaub und Überstundenreglung ist auch ok.

Große Gehaltssprünge sind aber nicht möglich, irgendwann hat man das „Ende“ der Erfahrungsstufen erreicht, bei mir ist auch das weniger als 2000€ netto. Ein Wechsel in eine besser vergütete Gruppe wird nahezu unmöglich gemacht. Auch hier braucht man eine formal höhere Qualifikation.

Von 2k netto kann man schon sehr gut leben. Meine Freunde die in dem Einkommensbereich liegen haben ganz andere Ansprüche an Reisen, Essen, Wohnung etc. als ich es mir leisten könnte.

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Dem kann ich mich nur anschließen. Das (sogar unfertige) Studium neben dem Beruf war auch für mich die Eintrittskarte für einen Job deutlich jenseits von 2k netto. Ich kann jedem nur raten - selbst wenn es länger dauert und man auch nur eine Klausur pro Semester schafft - sich akademisch weiterzubilden. Drunter wird man anscheinend mit 1200 EUR Brutto nach Hause geschickt oder durch irgendwas anderes ersetzt.

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Mit einem Ausbildungsabschluss ist es in manchen Unternehmen leider unmöglich eine Führungsposition zu erreichen.

Das ist so. Aber es gibt ja genug moderne Unternehmen auf dem Markt bei denen man sich bewerben kann.

Bei der Frage von Kollegen was man denn studiert habe, endet man meistens bei einem verständnislosen "Aha, IHK.. was?" .

Sehe es als Kompliment oder Bestätigung, dass du mit deinem Wissen/Können keinem Akademiker nachstehst. Ausserdem muss man sich immer bewusst sein, dass die heutigen berufserfahrenen (10 Jahre+) Akademiker in der IT zu 80% nicht Mathematik/Informatik studiert haben, sondern Quereinsteiger aus allen möglichen Bereich sind (ab und an sind es immerhin noch Physiker/Elektrotechniker/Nachrichtentechiker). Da ist die heutige FI-Ausbildung die deutliche bessere Grundlage, als das was diese Personen damals hatten. Daher sollte man immer entspannt bleiben, wenn man seine Sache gut macht.

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Hatte ich versucht, haut leider zeitlich nicht hin. Ich bin im Schnitt 11-12 Stunden täglich ausser Haus, also inklusive Fahrt. Und dann hab ich daheim auch nochmal locker 1 Stunde Aufwendungen für dir Arbeit. Wenn ich dazu noch ein Fernstudium mit einer Aufwendung von 20 Stunden die Woche dazu packe dann haut das nicht hin, vor allem nicht über einen Zeitraum von 6 Jahren. Mit dem Bachelor alleine hat man auch nicht soviel mehr, also müsste man noch 4 Jahre für den Master hinten dran hängen.

Ein Bachelor wird schon recht gut bezahlt und dauert, sofern du kein Studium an der FernUni Hagen anstrebst, nur drei bis vier Jahre bei einem Aufwand von ca. 20 Stunden pro Woche. Mit einem 1er Schnitt wirst du natürlich nicht abschließen können aber mit der Note "Gut" sicherlich.

Früher war ich viel unterwegs, weswegen ich mir Hörbücher mit dem Lernstoff erstellt und diese im Auto angehört habe. Das klappt natürlich gut bei BWL-Fächern aber eher schlecht bei Mathematik, ist also abhängig vom gewählten Studium.

Ferner ist ein Zeitaufwand von 11 bis 12 Stunden pro Tag für seinen Brötchengeber nicht überproportional viel. Man verlässt somit das Haus um 07:00 Uhr und kommt um 18:30 Uhr nach Hause. Zwei Stunden Lernzeit plus eine Stunde für die Firma sind locker drin. Am Wochenende kann man jeweils am Vormittag und das Pensum von 20 Stunden pro Woche ist erreicht. Das sind dann die normalen Wochen, welche man sich den Stoff aneignet, den man nicht kennt. IT-Fächer gingen bei mir viel leichter mit weniger Aufwand. Vor allem am Anfang des Studiums, wenn man noch bei Fächern wie Steuerlehre & Co auf 4 Gewinnt lernen konnte.

Ich weiß, es ist kein leichter Weg aber der Weg zahlt sich in der Regel mehrfach aus.

Große Gehaltssprünge sind aber nicht möglich, irgendwann hat man das „Ende“ der Erfahrungsstufen erreicht, bei mir ist auch das weniger als 2000€ netto. Ein Wechsel in eine besser vergütete Gruppe wird nahezu unmöglich gemacht. Auch hier braucht man eine formal höhere Qualifikation.

Diese formal höhere Qualifikation kann sich fast jeder Dank Fernstudium selbst und in Eigenverantwortung erarbeiten.

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Ich fass mir immer wieder an den Kopf was ihr für Lebensstandards habt...

Also ein Malergeselle verdient je nach dem zwischen 1400€ und 2300€ Brutto im Monat. Das sind dann 900-1400€ die demjenigen übrig bleiben, davon zahlt er Miete etc.

Ich frag mich echt wo ihr lebt und wie ihr lebt, dass ihr nicht mal mit (unter) 2000€ NETTO (!!!) leben könnt. Ich mein, es ist ja schön, dass man bei 2000€ netto noch was übrig hat, aber wenn man sparsam ist, kann man auch als Maler in den Urlaub fahren/fliegen...

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@Gurki:

Es schrieb ja hier afaik keiner, dass man mit < 2k netto nicht (über)leben kann. Nur je mehr man verdient, um so mehr kann man sich leisten und um so weniger muss man aufs Geld schauen und kann sich auch mal außer der Reihe irgendetwas größeres kaufen...

Und je nach Lebensstandard gibt es auch durchaus Leute, die 2k netto haben und dennoch dauernd blank ...

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Ich fass mir immer wieder an den Kopf was ihr für Lebensstandards habt...

Also ein Malergeselle verdient je nach dem zwischen 1400€ und 2300€ Brutto im Monat. Das sind dann 900-1400€ die demjenigen übrig bleiben, davon zahlt er Miete etc.

Ich frag mich echt wo ihr lebt und wie ihr lebt, dass ihr nicht mal mit (unter) 2000€ NETTO (!!!) leben könnt. Ich mein, es ist ja schön, dass man bei 2000€ netto noch was übrig hat, aber wenn man sparsam ist, kann man auch als Maler in den Urlaub fahren/fliegen...

Und weil ein Malergeselle mit 2300,- Brutto auskommen muss, soll ich mich mit dem gleichen Geld zufrieden geben oder froh sein weil ich ein bisschen mehr habe?

Es gibt schon einige Unterschiede zwischen den Berufsbildern, von den Anforderungen in der Ausbildung angefangen, über das lebenslange lernen bis hin zu der Verantwortung die ich übernehmen muss. Der Malergeselle geht auch nach 8 Stunden nach Hause, wenn nicht bekommt er seine Stunden bezahlt. Bei mir sind die inklusive, und das ich mich daheim und am Wochenende noch in Themen einlese wird auch erwartet.

Ich hatte nach der Ausbildung auch keine 2300,-€ Brutto im Monat und habe überlebt und mir geht es auch nicht um Urlaub oder Auto, ich bin jetzt dann bald 30, da denke ich eher an das Eigenheim und die Kinder.

Sehe es als Kompliment oder Bestätigung, dass du mit deinem Wissen/Können keinem Akademiker nachstehst.

Genau das meinte ich ja, bei mir ist das genau das gleiche, da wird auch immer gefragt was ich studiert habe, seitens des AG wird auch kein Unterschied gemacht zwischen den Anforderungen, dem erwarteten Können und der Arbeitsleistung.

Das Kompliment bringt mir wenig, ich hab zwei Jahre Erfahrung mitgebracht und komme nach 4 weiteren Jahren auf 3k Brutto im Monat, habe dann also 36k im Jahr. Und das während der Bachelor mit den 36k einsteigt und der Master nicht unter 40k. Und das war bis jetzt in jeder Firma so...

Ein Bachelor wird schon recht gut bezahlt und dauert, sofern du kein Studium an der FernUni Hagen anstrebst, nur drei bis vier Jahre bei einem Aufwand von ca. 20 Stunden pro Woche. Mit einem 1er Schnitt wirst du natürlich nicht abschließen können aber mit der Note "Gut" sicherlich.

Die Bachelor die ich kenne werden auch nur minimal besser bezahlt, zumindest in der Softwareentwicklung. In der Tat war ich bei der Fernuni haben und habe dort etwas mehr als ein Semester gemacht, hab es dann aber bleiben lassen, da der Zeitaufwand eher mehr wird und der Ausblick darauf dass das dann noch 5 1/2 Jahre so weiter geht mir einfach zuviel war. Ich bin unter der Woche ehrlich gesagt gar nicht dazu gekommen da noch was zu machen, rund 12 Stunden ausser Haus, morgens ne Stunde mit Duschen und Frühstücken. Abends dann erstmal was zu Essen machen und Essen, da gehen dann auch noch mal eineinhalb Stunden drauf. Und dann am Rechner nochmal eineinhalb bis zwei Stunden noch was für die Arbeit oder private Dinge erledigen. Und dann sind auch schon mindestens 16 Stunden rum, und den Rest brauch ich zum schlafen. Am Wochenende je nachdem was anfällt (Bad putzen, Küche putzen, saugen etc. etc.) aber auf jedenfall Wäsche waschen, Hemden bügeln, Einkaufen, Kehrwoche. Ich bekomme da keine 20 Stunden Studium mehr unter, irgendwo brauch ich mal Pause.

Ich bewundere jeden der das hinbekommt, aber ich hab da echt meine Probleme mit.

OT: Die FernUni Hagen hat auch einen anderen Anspruch als z.B eine FOM oder irgendeine Privat FH.

Ich kenne nur die Fernuni Hagen, und andere haben wahrscheinlich auch wieder andere Zulassungsvoraussetzungen. Ich hab nunmal kein Abitur, sonst wär ich wohl direkt studieren gegangen.

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In der Tat war ich bei der Fernuni haben und habe dort etwas mehr als ein Semester gemacht, hab es dann aber bleiben lassen, da der Zeitaufwand eher mehr wird und der Ausblick darauf dass das dann noch 5 1/2 Jahre so weiter geht mir einfach zuviel war.

Ich habe nun mehr als die Hälfte meines Studiums an der FU rum und kann nur sagen: der Aufwand wird weniger. Die Brecherkurse sind innerhalb von 2-3 Semestern zu schaffen. Danach fängt das Studium an wirklich Spaß zu machen (Management, Psychologie, Grundlagen Wirtschaft, Softwareentwicklung, Sicherheit im Internet, Virtuelle Maschinen, ...) und nimmt weit weniger Zeit in Anspruch als am Anfang. Weil man a) schon Vorwissen hat, B) man sich die Kurse nach Neigung aussuchen kann und c) sich nach ein paar Semestern eingerichtet und eingestellt hat. Man braucht einfach erstmal Zeit um sich zurecht zu finden. Nicht umsonst brechen über 50% der Studenten das Studium in den ersten 3 Semestern ab. Alle, die durchhalten schaffen jedoch zu 75% den Abschluss.

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Ich fass mir immer wieder an den Kopf was ihr für Lebensstandards habt...

Ich frag mich echt wo ihr lebt und wie ihr lebt, dass ihr nicht mal mit (unter) 2000€ NETTO (!!!) leben könnt. Ich mein, es ist ja schön, dass man bei 2000€ netto noch was übrig hat, aber wenn man sparsam ist, kann man auch als Maler in den Urlaub fahren/fliegen...

Die typische Argumentation der heutigen Wirtschaft. Wie weit willst du das denn noch herunter schrauben? In zwei Jahren sollen dann plötzlich 1800 Netto (bei 3% Inflation pro Jahr) reichen.

Nur mal als Beispiel:

In den 1970er Jahren war es einem einem ungelernten Arbeiter möglich, allein eine 5 Köpfige Familie zu ernähren. Das trotz Auto, Fernsehen, Telefon, WAZ-Abo und (eher sprärlichem) Urlaub.

Glaubst du, dass du das noch mit 2000€, abzüglich Vorsorgeaufwendung wg. nicht mehr erreichbarer Rente, hin bekommst?

Selbst aus der berechtigten Emanzipationswelle hat die Wirtschaft ihren Nutzen gezogen: Es arbeiten zwei also werden wir mittelfristig die Löhne und Gehälter auf dieses Niveau senken.

Warum diese Drückerei bei den IT Berufen besonders klappt, ist mir nicht ganz klar. Sowas hat bisher m.W. nur bei den Friseurtberufen funktioniert.

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