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Mündlich heißt mal wieder gar nichts!


Nopp

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Hi,

ich habe nun ein kleines Problemchen. Ich habe am 24.01 meine mündliche Prüfung, somit bin ich danach fertig.

Mein Chef und ich hatten vor gut 2 Monaten das erste Gehaltsgespräch und meine Vorstellung mit 35k Brutto im Jahr wurde nicht abgeneint, sondern mit den Worten, "ist machbar", besiegelt. Ich habe mich deswegen "leider" nicht weiter umgeschaut, weil ich mir diesen, dachte ich, unnötigen Druck der Bewerbungen nicht antun wollte, da ich ja eh eine feste gut bezahlte feste Stelle bekomme.

Jetzt habe ich einen vorläufigen Vertrag erhalten wo auf einmal 2150 Brutto im Monat drin stehen. Ich frage natürlich nach was mit den 35k ist und bekomme die Antwort, dass bei +160 fakturierten Stunden an den Kunden, das Gehalt auf 2700 Brutto steigt. Das ist ein ganzer Monat, wie soll ich den kompletten Monat ein Kunden abbuchen....?

Naja, wie dem auch sei stehe ich jetzt natürlich im Zugzwang, da ich nächste Woche Freitag fertig bin. Eigentlich würde ich sogar sagen, 35k ist mein letztes Wort und einfach abdüsen, da ich das nicht richtig von ihm finde. Aber dann müsste ich mich arbeitssuchend melden. Ich könnte das Angebot natürlich auch erstmal annehmen und mich weiter umschauen. Aber mit 1400 netto ist es etwas blöd, da ich bald meine neue Wohnung (Reihenhaus) beziehe und mir hierzu jeglicher ansporn fehlt, dass auch nur im geringsten zu gefährden. Und selbst wenn ich es mit dem Haus packen würde, hätte ich während der Arbeitszeit natürlich wenig Zeit mich um Bewerbungen, geschweige denn Gespräche oder Vorbereitungen für diese zu kümmern.

Was würdet Ihr an meiner Stelle tun? Arbeitssuchend melden und 1-2 Monate einen Job suchen?

Danke und viele grüße,

Nopp

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An deiner Stelle würde ich ich dort anfangen und mich sofort weiter bewerben. Das ist auf jeden Fall besser als arbeitssuchend zu sein. Da du ja vorher eine Ausbildung gemacht hast, wird dein Arbeitslosengeld 1 wahrscheinlich auf Hartz-IV-Niveau sein.

Wie möchtest du denn damit die Miete für dein Haus bezahlen?

So lange du dort arbeitest solltest du auch zusehen, dass du deine Arbeit halbwegs vernünftig machst. Nicht dass dein Chef noch auf die Idee kommt, dich nach ein oder zwei Monate zu kündigen.

Je nachdem wo du lebst, sind 1400 EUR netto übrigens ein ganz normales Einstiegsgehalt nach einer abgeschlossenen Ausbildung. 35K ohne Berufserfahrung zu bekommen wird wahrscheinlich recht schwer.

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Danke für die schnelle Antworten. Im Vertrag steht auch nichts von einer Probezeit und einer Kündigungsfrist von 2 Monaten.

Soll ich auf eine Probezeit bestehen? Ich weiß, dass ich 35 bekommen kann, da ich vor knapp einem Monat bereits dafür ein Angebot hatte, aber abgelehnt habe, weil ich halt bleiben wollte...

Die Wohnung wäre Warm bei knapp 680 Euro + Stromkosten. Ein Auto fahre ich auch noch dazu.

Also tendiert ihr alle zu bleiben und wegbewerben?

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Naja wie das in der freien Wirtschaft so ist, hast du deinem Chef 35k angeboten und er hat es ,,machbar" gemacht ;-)

Das ist genau das gleiche wie wenn du sagst 35k und die kommen nur mit Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld zusammen.

Nimm das erstmal an. Ich bin ebenfalls im Systemhaus als Dienstleister tätig und das seit zwei Jahren. Ich habe immernoch keine 35k.... und verdiene nicht schlecht.

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[...]Jetzt habe ich einen vorläufigen Vertrag erhalten wo auf einmal 2150 Brutto im Monat drin stehen. Ich frage natürlich nach was mit den 35k ist und bekomme die Antwort, dass bei +160 fakturierten Stunden an den Kunden, das Gehalt auf 2700 Brutto steigt. Das ist ein ganzer Monat, wie soll ich den kompletten Monat ein Kunden abbuchen....?[...]
Verstehe ich das richtig, dass nach 1 Monat für Kunden arbeiten, du eine Gehaltssteigerung auf 2700 brutto bekommst?

Du hättest dich damals schon absichern und das ganze schriftlich fixieren sollen. Ich bin auch schon mal drauf reingefallen, dass man sich nicht auf mündliche Absprachen verlässt - aber man lernt draus!

Also annehmen und schnellstmöglich wegbewerben. Auf Leute, die einen so übers Ohr hauen wollen, kann man getrost verzichten.

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Verstehe ich das richtig, dass nach 1 Monat für Kunden arbeiten, du eine Gehaltssteigerung auf 2700 brutto bekommst?

Ja das verstehst du richtig. sobald ich Kunden innerhalb eines Monats 160h in rechnung stellen kann wird mein Gehalt für diesen Monat 2700 brutto betragen.

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heißt das, er kalkuliert direkt mit überstunden?

Wenn Nopp nicht ausschließlich für Kunden arbeitet, scheint das durchaus der Fall zu sein.

Auch: 2 Monate Kündigungsfrist für nen Arbeitnehmer sind afaik auch eher unüblich. Wenn man selbst kündigt, will man ja in der Regel weg und hat schon etwas.

Alles Punkte, die die bisher getätigten Ratschläge (annehmen und bewerben) untermauern.

Gruß, Goulasz

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Danke für die schnelle Antworten. Im Vertrag steht auch nichts von einer Probezeit und einer Kündigungsfrist von 2 Monaten.

Soll ich auf eine Probezeit bestehen? Ich weiß, dass ich 35 bekommen kann, da ich vor knapp einem Monat bereits dafür ein Angebot hatte, aber abgelehnt habe, weil ich halt bleiben wollte...

Die Wohnung wäre Warm bei knapp 680 Euro + Stromkosten. Ein Auto fahre ich auch noch dazu.

Also tendiert ihr alle zu bleiben und wegbewerben?

Das wäre ja das schlechteste was du machen kannst - auf einer Probezeit bestehen....

ohne Probezeit bist du (nehme ich mal an) unbefristet angestellt, und Kündigungen können nicht einfach so erfolgen. Damit hast du zu zumindest ein bisschen Sicherheit. Und Kündigungsfrist von 8 Wochen ist jetzt auch nicht die Welt...

Ganz ehrlich, ich finde auch nicht dass dein Chef da großartig gelogen hat. Ich nehme an in der Theorie (mit Bonus, massiven Überstunden etc) könntest du dann schon in die Nähe von 35k kommen.

Hättest du gesagt du willst ein Fixgehalt von 35k bei 40h Woche, hätte er dir wahrscheinlich nicht so einfach zugesagt. War eben auch ein bisschen naiv.

Ich denke auch: Unterschrieben und wegbewerben ist wohl dann das beste.

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heißt das, er kalkuliert direkt mit überstunden?

So sehe ich das halt auch. Also ich nehme mal an, dass man vielleicht die Hälfte der Zeit einem Kunden abrechnen könnte.

Aber an 160 Stunden komme ich ohne Überstunden niemals ran, das müsste er selber wissen.

Die 2 monatige Kündigungsfrist finde ich auch komisch. Ich habe nachher nochmals einen Termin und spreche das auch einmal an und frage nach einer für 4 Wochen. Ich werde auch 32k anfragen. Für 28k habe ich eigentlich keine "Lust" unter Stress Projekte zu leiten und mich Abends auch noch um meine Bewerbung zu kümmern...

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Das mit den 160 Stunden finde ich auch ziemlich frech. Da ja auch noch allgemeine Verwaltungstätigkeiten, interne Meetings usw... dazukommen ist das in der normalen Arbeitszeit kaum zu schaffen.

2 Monate Kündigungsfrist finde ich nicht so unüblich und auch garnicht so schlecht. Ich kenne auch Unternehmen bei denen man nach der Probezeit drei Monate Kündigungsfrist hat. Nicht vergessen: das gibt dem AN auch etwas Sicherheit.

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Ich habe nachher nochmals einen Termin und spreche das auch einmal an und frage nach einer für 4 Wochen. Ich werde auch 32k anfragen.

Nach vier Wochen Kündigunsfrist solltest du auf keinen Fall fragen. Überleg doch mal bitte, was das bei deinem Chef für einen Eindruck hinterlässt. Wenn du dich dann noch enttäuscht zeigst, dass du die 35K nicht bekommst, gibt er dir unter Umständen überhaupt keinen Vertrag, da er dann genau weiß, dass du so schnell wie möglich das Weite suchen wirst. Und dann stehst du ziemlich blöd da. Außerdem ist nicht jeder neue Job ab sofort frei. Zwei Monate sind schon vollkommen in Ordnung. Sollte es später zu einer Kündigung kommen, kann man sich ja vielleicht auch auf vier oder sechs Wochen einigen.

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Ganz ehrlich, ich finde auch nicht dass dein Chef da großartig gelogen hat. Ich nehme an in der Theorie (mit Bonus, massiven Überstunden etc) könntest du dann schon in die Nähe von 35k kommen.

Hättest du gesagt du willst ein Fixgehalt von 35k bei 40h Woche, hätte er dir wahrscheinlich nicht so einfach zugesagt. War eben auch ein bisschen naiv.

Klar war ich naiv. Ändert sich aber hiermit. Gelogen hat er nicht, aber wenn ich ein Bruttogehalt nenne spreche (ich jedenfalls dachte es wäre üblich?) von einem Gehalt ohne Provisionen etc.! Außerdem finde ich es unter aller Sau es erst eine Woche vor meiner Prüfung zur Sprache zu bringen.

@Grandmasta: Ja, da hast du Recht. Aber ich frage trotzdem nach den 32k. Mal schauen was er dazu sagt.

Danke schon mal für eure Hilfe! Ich weiß jetzt, dass ich auf mündliche zusagen nichts mehr geben kann.

Ich gebe dann nachher abschließend Bescheid, wie es gelaufen ist :)

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Wie ist es denn mit Weihnachtsgeld und Co.?

Tja. Sieht dem Gesamtbild ähnlich aus. 25 Tage Urlaub. Keine festen Zuschläge von Weihnachts- Urlaubsgeld. Kann sporadisch gezahlt werden. Haben wir auch die letzten 2 Jahre bekommen, aber ist kein MUSS! der Firma. Denke das wird gezahlt, je nach Umsatz der Firma...

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[...]Außerdem finde ich es unter aller Sau es erst eine Woche vor meiner Prüfung zur Sprache zu bringen.[...]
Da muss ich aber leider sagen, bist du selber Schuld. Eigentlich hättest du spätestens 3 Monate vor deiner Prüfung auf einen entsprechenden Vertrag bestehen müssen. Alleine schon wegen Arbeitssuchend-Meldung beim Arbeitsamt. Wenn man keinen Nachfolgevertrag hat, muss man sich ja 3 Monate vorher arbeitssuchend melden. Bei Ausbildung muss man es zwar eigentlich nicht zwingend afaik, aber da erzählt einem eh jeder Berater was anderes und bevor man eine Sperre bekommt, macht mans dann lieber 3 Monate vorher und hat dann keinen Ärger deswegen, falls es mit dem Nachfolgevertrag dann doch nichts wird.

Ist das mit den 160h/2700€ brutto denn nur in den Monaten, wo man dem Kunden die 160 Stunden in Rechnung stellen kann? Ich hatte das so verstanden, dass wenn du das einmal schaffst, dein Gehalt auch danach auf dem Betrag bleibt und es nicht ein "Grundgehalt" gibt, dass dann bei entsprechend erreichten Zielen um den Betrag aufgestockt wird. Erfolgsabhängige Sachen gibt es ja oft, aber solche mehr oder minder nicht (oder nur mit der doppelten Arbeitszeit) erreichbaren Ziele sind dann ja noch eine andere Sache.

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Ist das mit den 160h/2700€ brutto denn nur in den Monaten, wo man dem Kunden die 160 Stunden in Rechnung stellen kann?

So ist es. NUR in den Monaten, wo man 160 Stunden in Rechnung stellen kann.

Und ja, ich bin selber Schuld, weil ich naiv war und mich auf sein Wort verlassen habe.

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