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Das mit der Technik durch Vorträge ist zwar grundsätzlich richtig, funktioniert aber nur bis zu einem gewissen Level.

Zum einen hat nicht jede Firma die Kapazitäten regelmäßig Leute auf Vorträge und Co. zu schicken. Damit geht es bereits los, denn inkl. Vor- und Nachbereitung kostet sowas richtig viel Zeit.

Zum anderen fehlt schlicht die Expertise. Wenn ich als Zuschauer einen Vortrag sehe, möchte ich, dass der Dozent Ahnung von der Materie hat, welche über "Habe ich mal gemacht" hinaus geht. Und da wird die Luft in vielen Betrieben dünn. Nicht überall sitzt jemand, der fit in aktuellen Tech-Themen ist. Warum und woher auch? Wenn dem so wäre, könnte es ja jeder und man bräuchte keine Vorträge. Zudem liegt es in der Natur der Sache, dass die breite Masse nicht zu den Experten gehören kann und umgekehrt. Experten heißen nicht umsonst so.

Wenn nun alle Firmen versuchen sich selbst zu Experten zu machen, welche sie nicht sind, würden sowohl Auslastung wie auch Qualität solcher Vorträge massiv leiden und damit schlussendlich keiner was gewinnen. Also: Schuster, bleib bei Deinen Leisten. Der deutsche Mittelstand mit der eigenen IT-Abteilung z.B. soll nicht so tun, als hätte er die IT erfunden. Dafür gibt es echte Experten. Der deutsche Mittelstand mit der eigenen IT-Abteilung z.B. hat ganz andere Vorteile und diese sollte man in den Vorfeld stellen.

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vor 19 Minuten schrieb Errraddicator:

Wenn nun alle Firmen versuchen sich selbst zu Experten zu machen, welche sie nicht sind, würden sowohl Auslastung wie auch Qualität solcher Vorträge massiv leiden und damit schlussendlich keiner was gewinnen.

Ich weiß nicht, ob das jetzt auf mich bezogen war, ich antworte einfach mal ;)

Mir ginge es gar nicht darum, dass bei dem AG "die" Experten für Technologie XY setzen. Grundsätzlich finde ich es nur positiv, wenn ich bei einer Firma merke, dass IT nicht nur ein notwendiges Übel ist, bei dem man ein Pferd so lange reitet, bis es tot ist. Wenn eine Firma mir glaubhaft machen kann, dass man neuen Technologien gegenüber aufgeschlossen ist, dann ist das ein Pluspunkt. (Nein, ich rede nicht davon, dass jede Firma sofort Big Data mit MongoDB und node.js machen muss ;) ).

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vor 13 Stunden schrieb Roy_Trenneman:

Ich habe ja noch keinen aktiv angeschrieben und werde das auch nicht mehr tun, nachdem mir Marco Drost was zu den Erfolgsaussichten geschrieben hat.

Du hast gleich am Anfang nach unserer Meinung bezüglich gefragt. Und ich habe hier scheinbar überlesen, was dir Marco Drost zu diesem Thema geschrieben hat und du daher davon Abstand genommen hast.

vor 13 Stunden schrieb Roy_Trenneman:

Es war eine Idee wie der ganze Thread sich darum dreht, was man machen kann um gute Mitarbeiter zu finden.

vor 12 Stunden schrieb Roy_Trenneman:

Um wieder On-Topic zu kommen, wenn jemand noch gute Ideen hat Mitarbeiter zu finden, bitte hier rein.

Genau das passiert hier doch. Sämtliche Diskussionen drehen sich darum, "Gute" Mitarbeiter zu finden. Da du uns bisher aber keine Stellenbeschreibung/Stellenanzeige geliefert hast, könne wir dir hier nur darlegen, warum wir als "gute Mitarbeiter" eine Stelle nicht annehmen, repektive uns darauf überhaupt nicht erst bewerben würden. Und dies sind exakt solche Formulierungen oder Verhaltensweisen, von denen wir hier, teilweise übereinstimmend, schreiben.

Bitte vergiss dabei nicht, die Personen, welche dir hier dazu schreiben, haben, neben ihren verschiedenen IT-Ausbildungen und diversen Abschlüssen, zusammengerechnet jahrzehntelange Berufserfahrung und extrem viele Bewerbungen geschieben. Teilweise sind wir hier selber Vorgesetzter, Ausbilder oder sogar Chef/Gesellschafter einer Firma. Und die Aktiven unter uns tauschen sich bereits einige Jahre innerhalb und auch außerhalb des Forums regelmäßig darüber aus.

vor 12 Stunden schrieb Roy_Trenneman:

Ich höre hier einen ziemlich negativen Grundton raus. Bis hin zu Lohndumping und "man muss sich als ITler nicht alles gefallen lassen". Ich muss mal selbstkritisch kucken, wie ich einen solchen "Ausbeuter"-Eindruck hinterlassen konnte, obwohl dieser ganz und gar nicht den Tatsachen entspricht. :o

Dieser Grundton rührt daher, dass du vieles, von dem dir hier abgeraten wird, auf dich persönlich beziehst und dann auch noch anfängst es zu verteidigen. Wenn ich z.B. schreibe, dass die meisten erfahrenen ITler eine Bewerbung sofort weiterklicken, wenn dort Beschreibunge wie fair, angemessen usw. steht und du dann anfängst dieses fair und angemessen zu verteidigen, obwohl du es überhaupt nicht benutzt, haben die Leute das Empfingen, du bist genau so jemand wie beschrieben und zusätzlich nimmst du ihre Ratschläge ernst.

vor 12 Stunden schrieb Roy_Trenneman:

Ich glaube wir haben ein unterschiedliches Verständnis davon, was ein Probetag ist.

Gelegentlich kommt stattdessen irgendwann etwas leicht schnippisches wie:

vor 13 Stunden schrieb Roy_Trenneman:

Aber wir müssen ja nicht alle der gleichen Meinung sein. ;)[...] Wenn ihr euch nach 2x 1 Stunde Vorstellungsgespräch immer sicher gewesen seid dass es passt, ist das doch schön für euch. [...] belassen wir es dabei. [...]

 

Das mag weder gemein noch überheblich gemeint sein, aber zusammen mit

Am 10.5.2017 um 15:40 schrieb Roy_Trenneman:

Stellenportale (fachinformatiker.de, StepStone, Dice, Stellenanzeigen.de) & XING -> Das machen wir und die Resonanz ist bisher leider eher mau, mit welchen Portalen habt ihr gute Erfahrungen gemacht?

kommt es im Gesamteindruck rüber als hättet ihr Probleme damit Bewerber zu finden und anstatt die Fehler bei euch zu suchen, wollt ihr nun wissen, was ihr machem müsst um qualifizierte Bewerber, die auf sowas nicht mehr reinfallen, trotzdem noch zu einer Bewerbung zu bewegen. Und zwar ohne etwas an eurer Einstellung zu ändern.

Das soll nicht anklagend sein und ich glaube dir auch, dass du eigentlich nur das Beste wolltest. Aber du hinterlässt dabei eben bei mir, und ich schätze auch bei anderen, exakt diesen Eindruck.

Grundsätzlich würde ich diese Diskussion aber trotzdem als fruchtbar betrachten, denn es wurden hier eine Menge gute Punkte angesprochen, die du in einer zukünftigen Stellenanzeige verwerten kannst. 

Eventuell solltest du wirklich mal eine Stellenanzeige hier reinstellen und die Leute hier drüberschauen lassen. Dann sehen wir was du wirklich drin stehen hast und was uns abschrecken würde oder was wir gut finden udn was du eventuell ändern solltest. 

So würde sich eventuell auch der Gesamtheindruck von dir wieder wandeln und du kannst zusätzlich einige neue Erkenntnisse erhalten.

 

 

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vor 14 Stunden schrieb Roy_Trenneman:

Ich habe ja noch keinen aktiv angeschrieben und werde das auch nicht mehr tun, nachdem mir Marco Drost was zu den Erfolgsaussichten geschrieben hat.

Dann soll Marco mal schreiben, wie er Leute für seine Kunden rekrutiert. Ich würde auch meine Angelplätze nicht über den Klee loben - Marco ist ein Recruiter, der lebt davon Leute zu finden. Wenn die Firmen plötzlich selbst hingehen und Leute anschreiben, schränkt das seine noch verbliebenen Optionen durchaus ein.

Ich z. B. habe seit ~15 Jahren keine Bewerbung mehr geschrieben. Nach dem ersten Job habe ich alle Engagements durch Anschreiben über Xing, LinkedIn oder direkte Ansprache bei Vorträgen erhalten. Und so wie es ausschaut wird es auch so bleiben. Es sei denn es gibt ein Unternehmen, wo ich unbedingt arbeiten möchte, welches von sich aus aber noch keinen Kontakt zu mir aufgenommen hat.

Aus diesem Grund halte ich die Erfolgsaussichten für nicht schlecht. Sonst würden es die Headhunter ja nicht machen. Vorbedingung ist aber, dass Du Dir das Profil vom Kandidaten wirklich genau durchliest und nicht nach dem Gießkannenprinzip vorgehst (wie so manch ein Recruiter aus UK). Wenn das Skillset grob passt und dazu noch ein persönliches Anschreiben von Dir kommt, würde ich mich wundern, wenn daraus nicht zumindest ein erstes Gespräch resultiert.

Beantworte Dir einfach selbst die Frage: Wo findest Du eher motivierte, versierte und engagierte Leute? In Festanstellung oder in dem Pool der Bewerber, die Dir ihre Unterlagen schicken? Denn wenn sich jemand bewirbt ist er irgendwie in eine "Zwangslage" gekommen oder will den Markt und die Gehälter sondieren. Aber selbst letzteres passiert i. d. R. mittlerweile einfach durch Headhunter-Anfragen, da muss man nicht mal mehr vor die Tür und sich ins letzte Personalgespräch im VG kämpfen, um es dann abzusagen und ein Counteroffer vom Chef einzufahren.

Wenn gute Leute unzufrieden sind, wenden die sich zunächst an ihren Vorgesetzten. Und wenn sie wirklich gut sind, wird dieser alles daran tun die Leute auch zu halten. Die Chance, dass diese sich aus freien Stücken irgendwo bewerben ist somit recht gering und noch geringer, dass sie sich bei euch bewerben - sofern Ihr nicht Apple, google, MS, Facebook, etc. seid (über diese Liste lässt sich streiten).

Wenn Du gute Leute haben willst, würde ich persönlich nicht darauf warten wollen, dass mir die gebratenen Tauben von selbst in den Mund fliegen.

bearbeitet von Kwaiken

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vor 37 Minuten schrieb Sullidor:

Grundsätzlich würde ich diese Diskussion aber trotzdem als fruchtbar betrachten, denn es wurden hier eine Menge gute Punkte angesprochen, die du in einer zukünftigen Stellenanzeige verwerten kannst. 

Eventuell solltest du wirklich mal eine Stellenanzeige hier reinstellen und die Leute hier drüberschauen lassen. Dann sehen wir was du wirklich drin stehen hast und was uns abschrecken würde oder was wir gut finden udn was du eventuell ändern solltest. 

So würde sich eventuell auch der Gesamtheindruck von dir wieder wandeln und du kannst zusätzlich einige neue Erkenntnisse erhalten.

Wenn das der Eindruck ist, möchte ich ganz sicher nicht meinen AG damit in Verbindung bringen. ;)

Die Anzeigen sind aber in Ordnung, ich habe mich mit beruflichen Kontakten ausgetauscht die ähnliche Leute suchen und einstellen.

Das mit dem Problem möchte ich auch noch mal relativieren, ich hätte mir nur eine bessere Resonanz auf die Anzeigen gewünscht. Ich denke Kwaiken hat den Kern mit dieser Beschreibung schon ganz gut getroffen.

vor 38 Minuten schrieb Kwaiken:

Beantworte Dir einfach selbst die Frage: Wo findest Du eher motivierte, versierte und engagierte Leute? In Festanstellung oder in dem Pool der Bewerber, die Dir ihre Unterlagen schicken? Denn wenn sich jemand bewirbt ist er irgendwie in eine "Zwangslage" gekommen oder will den Markt und die Gehälter sondieren. Aber selbst letzteres passiert i. d. R. mittlerweile einfach durch Headhunter-Anfragen, da muss man nicht mal mehr vor die Tür und sich ins letzte Personalgespräch im VG kämpfen, um es dann abzusagen und ein Counteroffer vom Chef einzufahren.

Wenn gute Leute unzufrieden sind, wenden die sich zunächst an ihren Vorgesetzten. Und wenn sie wirklich gut sind, wird dieser alles daran tun die Leute auch zu halten. Die Chance, dass diese sich aus freien Stücken irgendwo bewerben ist somit recht gering und noch geringer, dass sie sich bei euch bewerben - sofern Ihr nicht Apple, google, MS, Facebook, etc. seid (über diese Liste lässt sich streiten).

Wenn Du gute Leute haben willst, würde ich persönlich nicht darauf warten wollen, dass mir die gebratenen Tauben von selbst in den Mund fliegen.

 

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vor 1 Stunde schrieb Kwaiken:

Dann soll Marco mal schreiben, wie er Leute für seine Kunden rekrutiert. Ich würde auch meine Angelplätze nicht über den Klee loben - Marco ist ein Recruiter, der lebt davon Leute zu finden. Wenn die Firmen plötzlich selbst hingehen und Leute anschreiben, schränkt das seine noch verbliebenen Optionen durchaus ein.

Warum so skeptisch, @Kwaiken? ;)

Marco hat nichts zu verbergen und hat @Roy_Trenneman diese Frage bereitwillig beantwortet. Er hat ihm mitgeteilt, dass es - wie immer Leben - von vielen Faktoren abhänge, wie viele Antworten er auf XING-Anfragen erhalte. Er schrieb ihm, dass man an manchen Tagen den Ton treffe und an anderen nicht. Gelegentlich sei der Status "josuchend" bei XING veraltet und manchmal suchen Leute, die nichts eingetragen haben. Kurzum habe Marco schon alles bei XING erlebt. In Zahlen ausgedrückt schätze er, dass sich auf seine Anfragen ca. 10% der Angeschriebenen melden und ihm davon 25% die Unterlagen übersenden.

Marco "fischt" jedoch in einem anderen See. Als Datenverarbeitungskaufmann und Personalberater, der sich auf IBM i spezialisiert hat, kennt er sich in seiner Szene aus und knüpft die meisten Kontakte über sein Netzwerk und über Empfehlungen. Darüber hinaus ist dauerhaft er im Netz präsent und scheut sich nicht unkonventionelle Wege zu gehen.

Marco empfiehlt seinen Kunden die vorhandenen Wege bei der Suche nach geeignetem Personal nach Möglichkeit auszunutzen: Anzeigenschaltung, eigene Webseite, weiterer Personalberater, u.a. Machen wir uns nichts vor, momentan haben wir einen Arbeitnehmermarkt, was die Suche nach passendem Personal für Unternehmen erschwert.

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vor 47 Minuten schrieb MarcoDrost:

Warum so skeptisch, @Kwaiken? ;)

Vielleicht Berufskrankheit. War aber weder böse gemeint, noch soll meine Aussage irgendwie anders negativ behaftet sein ;-)

Aber da Marco so bereitwillig Auskunft gibt, kann Kwaiken darauf auch antworten. Ich weiß nicht was Du machst, aber als ich für das Team suchen durfte, hatte ich eine Rücklaufquote von > 80%. Schreibe aber Leute an, die explizit nicht "jobsuchend" als Status haben. Das Vorgehen habe ich von unseren Recruitern abgeschaut.

  • Grund 1: den Status sehen auch die Vorgesetzten der Leute (oder deren HR Abteilung). Wer also zumindest ein bisschen mitdenkt, setzt seinen Status niemals auf "jobsuchend", selbst wenn er empfänglich für Angebote wäre.
  • Grund 2: siehe mein anderes Posting. Gute Leute sind zu 99% nie jobsuchend. Und genau an denen bin ich interessiert.
  • Grund 3: es gibt kein 100%-Unternehmen! Auch Leute, die seit 15 Jahren irgendwo arbeiten, sind abwerbbar. Man muss nur verstehen, was ihnen fehlt und ob die neue Firma es bieten kann.

Ich schaue mir dann die Person an, vergleiche LinkedIn mit XING-profil, gucke wo ich noch was über die Person finde. Vorträge, Projekte, Referenzen, Club-Mitgliedschaften, Wohnort, Familiensituation, Mitglied im Verein, irgendwas. Dann schaue ich mir das Unternehmen an wo die Person arbeitet, schaue bei Glassdoor und Kununu und finde was über die Position raus, wo der Mensch beschäftigt ist.

Wenn dann alles passt (jemanden, der jung und single ist und im Stadtzentrum wohnt werde ich nicht mit HO locken können, wohl aber mit einer Firmenkreditkarte mit 150 EUR Spesen pro Tag und Businessflügen. Im Gegensatz steht bei einem Familienvater mit zwei Kleinkindern und Wohneigentum HO ganz oben auf der Wunschliste) schreibe ich die Person an und gebe direkt im Scheiben Eckdaten des Jobs preis, gehe auf seine Skills ein und hebe die Benefits hervor, die ihn zum Wechsel bewegen würden.

Wie gesagt: Über Resonanz konnte ich mich nicht beklagen. Und die Kollegen auch nicht. Macht natürlich mehr Aufwand. Aber - und das unterstelle ich Dir nicht - es ist wie mit Bewerbungen: eine copy&paste-Bewerbung erkennt man sofort als Firma und sendet eine Textbaustein-Absage. Und wenn ein Unternehmen einen Mitarbeiter sucht, aber in ihren Approaches nur "Sehr geehrter Herr XY" im Kopf des Schreibens austauscht und ansonsten die Stellenbeschreibung als Spam mitschickt ... mangels Absage-Textbausteinen würde ich da gar nicht drauf antworten.

 

bearbeitet von Kwaiken

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vor 22 Minuten schrieb Kwaiken:

Wenn dann alles passt [...] Firmenkreditkarte mit 150 EUR Spesen pro Tag und Businessflügen. [...] HO [...]  gehe auf seine Skills ein und hebe die Benefits hervor, die ihn zum Wechsel bewegen würden.

Damit ich Dich richtig verstehe, fasse ich noch einmal nach: Du hast die passenden Bewerber mit einer Home-Office-Regelung oder einer Firmenkreditkarte gelockt?

bearbeitet von MarcoDrost

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vor 7 Minuten schrieb MarcoDrost:

Damit ich Dich richtig verstehe, fasse ich noch einmal nach: Du hast die passenden Bewerber mit einer Home-Office-Regelung oder einer Firmenkreditkarte gelockt?

Ein neuer MA wurde von z. B. einer Beratung abgeworben, die ihren Mitarbeitern bei fehlenden Kundeneinsätzen kein Homeoffice gestattete, sondern diese zur Fahrt ins Büro zwang. Standen keine Kundentermine an, so durfte der betreffende MA an dem Tag insg. 3 Stunden ins Büro gurken, wobei die 3 Stunden dann nicht einmal als Arbeitszeit angerechnet wurden.

Ausschlaggebend für seine Entscheidung zu wechseln war also eine HO-Regelung und Fahrzeit zum Kunden oder ins Büro (bei notwendigen Firmenveranstaltungen etc.) = Arbeitzeit.

bearbeitet von Kwaiken

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vor einer Stunde schrieb Kwaiken:

Ich weiß nicht was Du machst, aber als ich für das Team suchen durfte, hatte ich eine Rücklaufquote von > 80%. Schreibe aber Leute an, die explizit nicht "jobsuchend" als Status haben. Das Vorgehen habe ich von unseren Recruitern abgeschaut.

Hast du auf Schlagworte bei "Ich suche" geachtet, die eine Wechselbereitschaft signalisieren können aber nicht müssen (da es hier ja wie du schreibst Ärger mit dem AG geben könnte), wie "neue Herausforderungen"? Es waren einige in diesem Thread ja nicht begeistert, wenn sie angeschrieben werden ohne eine Wechselbereitschaft zu signalisieren.

vor einer Stunde schrieb Kwaiken:
  • Grund 2: siehe mein anderes Posting. Gute Leute sind zu 99% nie jobsuchend. Und genau an denen bin ich interessiert.
  • Grund 3: es gibt kein 100%-Unternehmen! Auch Leute, die seit 15 Jahren irgendwo arbeiten, sind abwerbbar. Man muss nur verstehen, was ihnen fehlt und ob die neue Firma es bieten kann.

Hier gebe ich dir Recht. Wir haben auf diesem Wege auch einige gute Kollegen gefunden (externen Berater abgeworben, Kollege hat noch Kontakt zu Ex-Kollegen, der einen guten Job hat aber weniger reisen will usw.).

vor einer Stunde schrieb Kwaiken:

Ich schaue mir dann die Person an, vergleiche LinkedIn mit XING-profil, gucke wo ich noch was über die Person finde. Vorträge, Projekte, Referenzen, Club-Mitgliedschaften, Wohnort, Familiensituation, Mitglied im Verein, irgendwas. Dann schaue ich mir das Unternehmen an wo die Person arbeitet, schaue bei Glassdoor und Kununu und finde was über die Position raus, wo der Mensch beschäftigt ist.

Wenn dann alles passt (jemanden, der jung und single ist und im Stadtzentrum wohnt werde ich nicht mit HO locken können, wohl aber mit einer Firmenkreditkarte mit 150 EUR Spesen pro Tag und Businessflügen. Im Gegensatz steht bei einem Familienvater mit zwei Kleinkindern und Wohneigentum HO ganz oben auf der Wunschliste) schreibe ich die Person an und gebe direkt im Scheiben Eckdaten des Jobs preis, gehe auf seine Skills ein und hebe die Benefits hervor, die ihn zum Wechsel bewegen würden.

Wie gesagt: Über Resonanz konnte ich mich nicht beklagen. Und die Kollegen auch nicht. Macht natürlich mehr Aufwand. Aber - und das unterstelle ich Dir nicht - es ist wie mit Bewerbungen: eine copy&paste-Bewerbung erkennt man sofort als Firma und sendet eine Textbaustein-Absage. Und wenn ein Unternehmen einen Mitarbeiter sucht, aber in ihren Approaches nur "Sehr geehrter Herr XY" im Kopf des Schreibens austauscht und ansonsten die Stellenbeschreibung als Spam mitschickt ... mangels Absage-Textbausteinen würde ich da gar nicht drauf antworten.

Ich finde deinen Ansatz sehr interessant. Ich vermute auch du hattest an der Stelle hohe Freiheitsgrade, was du alles besprechen und organisieren kannst. Bei mir ist es ja so, dass wir ein "klassisches Bewerbungsverfahren" haben und ich überlegt hatte, parallel in der Freizeit aktiv auf die Suche zu gehen. Ich darf nichts zum Gehalt sagen und der reguläre Weg muss eingehalten werden. So gesehen war die Überlegung von mir eine "Spinnerei". :mellow:

Aber danke für diese Eindrücke!

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Am 16.5.2017 um 15:30 schrieb Errraddicator:

Kern der Sache ist also:
In keinem der beiden Fälle wirst Du das Gehalt bekommen, was Du willst, wenn es nicht zur Stelle passt. Und in keinem der beiden Fälle wird Dir die Firma freiwillig mehr bezahlen, wenn die Forderung zu niedrig war. ABER: In dem ersten Szenario bekommst Du erst gar keine Chance vorstellig zu werden. Im Zweiten schon. Alleine das kann zwischen Hop oder Top entscheiden. :)

Das ist  aber nur interessant, wenn man sich aus der Arbeitslosigkeit oder bei zumindest drohender Arbeitslosigkeit bewirbt. Was soll ich denn denn Arbeitgeber wechseln, wenn ich mich nicht verbessern kann?

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vor 1 Stunde schrieb Roy_Trenneman:

Hast du auf Schlagworte bei "Ich suche" geachtet, die eine Wechselbereitschaft signalisieren können aber nicht müssen (da es hier ja wie du schreibst Ärger mit dem AG geben könnte), wie "neue Herausforderungen"? Es waren einige in diesem Thread ja nicht begeistert, wenn sie angeschrieben werden ohne eine Wechselbereitschaft zu signalisieren.

Nein. Keine Schlagworte. "Neue Herausforderungen" ist auch zu offensichtlich. "Neue Kontakte" oder "Neue Einsichten" oder sowas wären besser. Aber danach würde ich gar nicht gehen, sondern nur nach dem Profil, zu welchem eure Ausschreibung zu ~75% passt. Nur diese Leute persönlich anschreiben (und nicht den Fehler begehen schon nach dem ersten Gespräch nach CV oder Projektliste zu fragen! Diese erst dann erbitten, wenn der Kandidat persönlich zum VG kommen möchte).

Die Leute hier sind nicht begeistert weil sie stupide Kettenbriefe als Stellenanzeigen bekommen, Angebote die gar nicht zu ihren Skills passen weil die Headhunter nicht richtig lesen (wollen) oder sie Offerten bekommen für Dinge, die sie vor 10 Jahren und 2 Arbeitsstellen mal gemacht haben. Ein freundliches Angebot hingegen, woraus ersichtlich ist, dass sich der Gegenüber ernsthaft über einen informiert hat ... dagegen hat niemand was. Schmeichelt nur das eigene Ego ;-)

vor 1 Stunde schrieb Roy_Trenneman:

Bei mir ist es ja so, dass wir ein "klassisches Bewerbungsverfahren" haben ...

Wer immer tut was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. Mit dem "klassischen" Bewerbungsverfahren bekommt Ihr auch die "klassischen" Leute. Aber Ihr scheint ja mehr als die "klassischen" Leute wollen.

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Aus aktuellem Anlass. Das habe ich z. B. vor einiger Zeit über eines der Portale bekommen (habe teilweise mal anonymisiert, damit die arme Firma nicht rot wird, wenn sie liest wie die engagierten Headhunter Leute für sie suchen):

Zitat

Die XXX GmbH ist auf die Vermittlung von hochqualifizierten Professionals ... Wir bieten unseren Kunden flexible Lösungen in der Besetzung Ihrer kurzfristigen Personalengpässe ...

Für unseren Kunden ... suchen wir einen Supporter (m/w) Onsite für den Standort ...

Standort: ...
Laufzeit: XX.XX.XXXX mit Option auf Verlängerung
Vertragsform: Arbeitnehmerüberlassung


Aufgaben:
• Löst selbständig vor Ort Standard- Hard- und Softwareprobleme
• Führt Reparaturen soweit möglich selbständig durch
• Führt Installationen nach Installationsanleitung durch

Qualifikation:
• Technisches Verständnis, MS / Windows, ggf. Remedy. Interne tools und Systeme des Kunden werden geschult

Eine befristetet vor Ort 1st Level Support-Stelle. 500 Km weg von meinem Firmenstandort, 600 Km vom Wohnort. Angeboten an jemanden mit 15+ Jahren Berufserfahrung in der Beratung für ein Nischen-Thema, das nichts mit Windows, Reparaturen oder OS-Installationen zu tun hat. Und auch in meinen alten Positionen steht kein Wort von, woraus man Interesse ableiten könnte. Auch nicht mit viel, viel Wohlwollen und zwei geschlossenen Augen.

Einleitend stand dann auch noch der Satz "Mit sehr großem Interesse habe ich Ihr Profil gelesen. Es scheint perfekt auf die von uns zu besetzende Stelle zu passen." Soso.

Würde mich nicht wundern, wenn die Dame auch nur 10% Rücklaufquote hat. Ich hoffe es ist klar geworden, was ich mit persönlich anschreiben meine ;-)

 

bearbeitet von Kwaiken

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vor 15 Minuten schrieb Kwaiken:

Würde mich nicht wundern, wenn die Dame auch nur 10% Rücklaufquote hat. Ich hoffe es ist klar geworden, was ich mit persönlich anschreiben meine ;-)

Ich kann Deine Missgunst gut verstehen. Ich habe eine Freundin die im Personal-Recruiting bei einer größeren Firma tätig ist.
Zufälligerweise hat die mich neulich bei Xing angeschrieben, und dass ohne es zu wissen. Der programmierte Bot in Ihrem Xing Account hat dies anhand eines einzigem Skill Treffers getan...
Hab Sie natürlich angerufen und gefragt warum mir die Linux-Stelle als Windows-Admin angeboten wird. Naja, sie findet das auch alles sehr schwammig, aber es ist in den meisten Betrieb leider so, dass zumeist nicht mehr persönlich angeschrieben, sondern über automatisierte Anschreiben gearbeitet wird. Seitdem wimmel ich die meisten Schreiben von HRlern ab, es sei denn sie weichen stark von den Standardfloskeln ab und beziehen sich wirklich auf meine "ausgeschriebenen Fähigkeiten".

bearbeitet von Nopp

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vor 5 Minuten schrieb Nopp:

... dass zumeist nicht mehr persönlich angeschrieben, sondern über automatisierte Anschreiben gearbeitet wird

Und dann beschweren sie sich, wenn sie Copy&Paste-Bewerbungen von Kandidaten bekommen ...

vor 6 Minuten schrieb Nopp:

Seitdem wimmel ich die meisten Schreiben von HRlern ab, es sei denn sie weichen stark von den Standardfloskeln ab und beziehen sich wirklich auf meine"ausgeschriebenen Fähigkeiten".

q. e. d. ;-)

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Das ist eine Unart, welche ich nie verstanden habe.
Ich, als Personalvermittler, beraube mich doch meiner kompletten Sinnhaftigkeit, wenn ich schlussendlich nur einen Bot anstarte, welcher alles anschreibt, was auch nur einen Skill-Treffer hat? Damit vergraule ich mir die Arbeitnehmer, kann nur geringe Quoten vorweisen und biete somit auch dem Arbeitgeber wenig Mehrwert.

Mag sein, dass ich da zu naiv ran gehe, aber ich denke, gerade als Personaler und Vermittler sollte man extrem genau schauen, wen man warum wann und wie anschreibt. So mag die Quantität der Anschreiben und Kontakte zwar sinken, aber die Qualität und Trefferquote wird mit Sicherheit steigen. Davon hat man langfristig mehr, behaupte ich.

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vor 16 Minuten schrieb Errraddicator:

So mag die Quantität der Anschreiben und Kontakte zwar sinken, aber die Qualität und Trefferquote wird mit Sicherheit steigen. Davon hat man langfristig mehr, behaupte ich.

Denen reicht es wohl, wenn sich 2 von den 100 angeschriebenen Personen melden...

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Es gibt eigentlich nur 2 Anschreiben von Headhuntern auf Xing, die ich jemals beantwortet habe. Und zwar beide während ich zufrieden in einer festen Anstellung war und zu der Zeit keine Wechselgedanken gehegt habe.

Ich habe bisher nie darüber nachgedacht warum gerade die beiden meine Aufmerksamkeit erregt haben und hab mir die Texte nochmal durchgelesen. Und ich muss sagen,es waren beide direkt an mich persönlich gerichtete Anschreiben, die auf meinen persönlichen Werdegang eingegangen sind und mir ziemlich maßgeschneiderte Angebote gemacht haben. Beide sind übrigens nur wegen der Entfernung gescheitert. Ansonsten hätte ich wohl sicher eines der attraktiven Angebote angenommen.

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Irgendwie ist der ganze Thread meiner Meinung nach falsch formuliert. Statt "gute Mitarbeiter finden" sollte es tatsächlich wie Sullidor sagte eher ein Thread sein der die Ansprechenden und Abschreckenden Teile eines Bewerbungsangebotes diskutiert, das leitet das ganze auf eine Ebene in der jeder seine Meinung kundtun kann und auf der eine anregende Diskussion sicher(er) ist.

Ansonsten müsste man aus psychologischer Sicht erst einmal definieren was der TO denn als "guten" Mitarbeiter definiert (denn sind wir mal ehrlich da gehen die Meinungen weit auseinander), was darauf hinauslaufen würde zu wissen welche Anforderungen das Unternehmen stellt - und dann könnten wir auch gleich so fortfahren:

Am 17.5.2017 um 12:43 schrieb Sullidor:

Eventuell solltest du wirklich mal eine Stellenanzeige hier reinstellen und die Leute hier drüberschauen lassen. Dann sehen wir was du wirklich drin stehen hast und was uns abschrecken würde oder was wir gut finden udn was du eventuell ändern solltest. 

 

bearbeitet von Tician

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Am 10.5.2017 um 19:46 schrieb Roy_Trenneman:

Das waren zwei mir persönlich bekannte Fälle. Der CV, ein Telefongespräch mit dem Headhunter sowie ein Vorstellungsgespräch beim Auftraggeber hatten da gereicht. Ich könnte mir daher zumindest vorstellen, dass der formelle Ablauf bei manchen Firmen etwas gekürzt ist. Muss aber wie du schreibst nicht so sein.

Habt ihr noch Ideen, wie man Bewerber erreichen kann?

Meinen aktuellen Job habe ich über einen Headhunter bekommen. Ich habe mit ihm telefoniert und ihm anschließend meinen Lebenslauf zugeschickt. Der Headhunter hat den Lebenslauf dann aufbereitet, also das Logo der Agentur drauf, etc. Ich sollte ihm meinen Lebenslauf deswegen extra als Word Datei zusenden.

Er hat mir dann am Telefon seine Stellen genannt und davon erzählt. Bei den Stellen die mich interessiert haben, hat er dann meinen Lebenslauf hingeschickt. Die Firma konnte dann entscheiden, ob sie mich kennenlernen möchten oder nicht, das lief alles über den Headhunter. Für mich als Arbeitnehmer ist der Vorteil von einem Headhunter einfach, dass ich den ganzen Papierkram nicht machen muss und mir neue Stellen unkompliziert einfach mal anhören kann. Wenn ich Interesse habe, bekommen die Headhunter auch nur meinen Lebenslauf für das erste Interview. Erst in dem Interview sage ich dann, ob sie mich bei der Firma vorstellen sollen. Man darf nicht vergessen, die Headhunter kriegen ihr Geld, wenn ein Kanditat vermittelt wurde, dies kann durchas mal 1/3 Jahresgehalt sein (oder auch mehr), da reden wir schnell von >20.000€. Die wissen in der Regel, wie hoch das Budget bei einer Stelle ist und können den Bewerber auch sagen, was er als Einstiegsgehalt nennen kann. Die haben nämlich kein Interesse daran, den Bewerber möglichst billig irgendwo unterzubringen.

Ich bekomme bei Xing ca. 1 Nachricht die Woche. Früher habe ich noch bei allen freundlich abgesagt, aber mittlerweile mache ich das auch nicht mehr bei allen, dafür ist es einfach zuviel geworden. Wenn die Nachricht sehr freundlich war und ich merke, derjenige hat mein Profil gelesen sage ich ab. Wenn das aber einfach nur eine Massennachricht ist, schreibe ich manchmal gar nicht.

Wenn du auf Xing Leute anschreibst, würde ich gezielt auf das Profil, bestimmte Schwerpunkte, etc., eingehen. Dann weiß derjenige, dass wirklich Interesse besteht, ansonsten geht deine Nachricht eventuell unter.

Wenn ihr bei Xing sucht, sollte das alles auch über dich laufen. Ich fände es merkwürdig, wenn mich ein Mitarbeiter anschreibt, mir eine tolle Stelle vorschlägt und dann sagt "Hey, aber bewerben musst du dich bitte ganz offiziell über die Homepage". Dann würde ich mir denken, tolle Firma die wollen was von mir und ich muss mir hier Floskeln für ein Anschreiben ausdenken ohne dass ich auf der suche nach einem Job bin. Bzw. noch schlimmer, ich würde ggf. sogar denken "Die Firma muss ja toll sein, wenn selbst die fachlichen Kollegen bei Xing Leute anschreiben um Teamkollegen zu kriegen".

Durch die ganzen Headhunter werden viele Stellen auch gar nicht mehr online ausgeschrieben und sind dadurch bei Stepstone, etc. gar nicht vorhanden. Ich hatte vor kurzem ein Interview mit einem Headhunter, da die Stelle sehr spannend klang. Der Headhunter hat mir im Gespräch dann das Unternehmen verraten und die Stelle gab es nicht einmal auf der Homepage der Firma.

Einen guten Tipp, wie ihr Leute findet kann ich dir leider nicht geben. Auch wenn viele von den Anfragen bei Xing etc. genervt sind halte ich dies für eine der besten Chancen neue Leute zu finden. Man muss schon echte Gründe haben um von sich aus Bewerbungen zu schreiben und den Job zu wechseln. Klar, viele Leute gucken regelmäßig was es online so gibt, aber zwischen gucken und wirklich Unterlagen hinschicken ist es ein Unterschied und man merkt ja erst nach einem ersten Gespräch ob die neue Stelle wirklich soviel besser wäre (Arbeitszeiten, Urlaub, Gehalt, etc.).
Ich kann nur für mich sprechen, aber wenn sich bei Xing etwas sehr spannend anhört höre ich es mir durchaus an um mehr Details zu bekommen obwohl ich nicht wecsheln will. Aber ich würbe mich zum aktuellen Zeitpunkt nirgends offiziell bewerben nur um Infos zu bekommen.

Meine persönliche Wahrnehmung ist die, dass sich der Markt ändert. Heutzutage suchen nicht mehr die Arbeitnehmer einen Arbeitsplatz sondern eher die Arbeitgeber geeignete Kanditaten. Ich hätte mittlerweile glaube ich auch gar keine Lust mehr, mich irgendwo aufwändig zu bewerben ohne dass ich aktiv suche, aber hier sind alle Leute auch verschieden.
Wenn ich dann aber wechseln würde, wäre ich auch einem Probearbeiten nicht abgeneigt. Man sagt schließlich im Gespräch was man kann und was nicht und wenn der AG dann bei Probearbeiten merkt dass ich etwas nicht kann, soll er es lieber da merken als in der Probezeit. Im Gegenzug würde ich auch das Unternehmen gut kennenlernen.
Probearbeiten würde ich aber auch nur machen, wenn der vertragliche Rest (Gehalt, etc.) schon geregelt ist. Quasi einfach nur dazu um zu beweisen, was ich kann :-).

vg,
smite

 

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vor 14 Stunden schrieb smite:

[...]Man darf nicht vergessen, die Headhunter kriegen ihr Geld, wenn ein Kanditat vermittelt wurde, dies kann durchas mal 1/3 Jahresgehalt sein (oder auch mehr), da reden wir schnell von >20.000€. Die wissen in der Regel, wie hoch das Budget bei einer Stelle ist und können den Bewerber auch sagen, was er als Einstiegsgehalt nennen kann. Die haben nämlich kein Interesse daran, den Bewerber möglichst billig irgendwo unterzubringen.[...]

DAS kommt ganz drauf an, wie es bei der Firma gehandhabt wird.
Hast du einen selbständigen Headhunter, mag das stimmen. Arbeitet er in einer Vermittlungsfirma, dann bekommt er zwar eine Prämie, aber im Normalfall lange nicht in der Höhe.
Je nach Firma wird es unterschiedlich gehandhabt. Man hat [Anzahl x] Personen innerhalb [Zeitraum y] zu vermitteln, sonst fliegt man, man hat [Anzahl n] Leute anzuschreiben innerhalb [Zeitraum y], man hat eine bestimmte Vermittlungsquote vorzuweisen, man bekommt ein Festgehalt, man bekommt Provision, man bekommt Provision, wenn der Arbeitnehmer nach 6 Monaten übernommen wird, man bekommt pro Monat Provision, in der der Arbeitnehmer über den Vermittler vermittelt ist, ... da gibt es die unterschiedlichsten Modelle.

vor 14 Stunden schrieb smite:

Ich bekomme bei Xing ca. 1 Nachricht die Woche. Früher habe ich noch bei allen freundlich abgesagt, aber mittlerweile mache ich das auch nicht mehr bei allen, dafür ist es einfach zuviel geworden. Wenn die Nachricht sehr freundlich war und ich merke, derjenige hat mein Profil gelesen sage ich ab. Wenn das aber einfach nur eine Massennachricht ist, schreibe ich manchmal gar nicht.[...]

Bei den Stellen, die gar nicht passen, ignoriere ich die Nachrichten auch oftmals. Das zeigt mir dann immer, dass derjenige nicht einmal 2 Minuten auf mein Profil ver(sch)wendet hat, also wieso sollte ich Zeit an ihn verschwenden?

vor 14 Stunden schrieb smite:

Meine persönliche Wahrnehmung ist die, dass sich der Markt ändert. Heutzutage suchen nicht mehr die Arbeitnehmer einen Arbeitsplatz sondern eher die Arbeitgeber geeignete Kanditaten. [...]

Bei kleinen Arbeitgebern mag das so stimmen - bei Konzernen meiner Erfahrung nach aber (noch) nicht wirklich.

vor 14 Stunden schrieb smite:

Wenn ich dann aber wechseln würde, wäre ich auch einem Probearbeiten nicht abgeneigt. Man sagt schließlich im Gespräch was man kann und was nicht und wenn der AG dann bei Probearbeiten merkt dass ich etwas nicht kann, soll er es lieber da merken als in der Probezeit. Im Gegenzug würde ich auch das Unternehmen gut kennenlernen.[...]

Bei einem Tag Probearbeiten können beide Seiten sich dennoch nicht unbedingt ein Bild voneinander machen. Klar kann man neben jemanden gesetzt werden und soll zeigen, was man kann. Das aber eigentlich nur auf theoretischer Ebene. Man benötigt IMMER eine gewisse Einarbeitungszeit, bevor man eigenständig Aufgaben lösen kann, denn jede Firma ist anders und jede Firma hat andere Besonderheiten, die man beachten muss (verwendete Programme, verwendete Protokolle, verwendete Hardware, Prozesse, wie wird was konfiguriert (Design-Guide)...). Von daher bringt einem 1 Tag meiner Meinung nach maximal etwas, um die Kollegen ein wenig einschätzen zu können - nur die könnten sich am ersten Tag auch komplett anders verhalten und sich danach dann plötzlich als totale A-Löcher herausstellen, auch wenn sie beim Probearbeitstag superfreundlich waren.

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