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Gibt es überhaupt eine Alternative zum Studium?

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Hallo zusammen,

ich überlege mir schon länger, wie ich mich weiterbilden könnte. Zu meiner Person: Ich bin 27 habe vor drei Jahren meine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung abgeschlossen. Danach habe ich die Firma gewechselt und bin seitdem dort geblieben.
Jetzt habe ich im Gespräch mit Kollegen mitbekommen, dass es wohl deutliche Unterschiede beim Gehalt zwischen Ausgebildeten und Akademikern gibt. Einer meiner Kollegen hat mittlerweile die Firma verlassen, da man ihm trotz extrem guter Leistung kein höheres Gehalt geben wollte, mit der Begründung, dass er ja "nur" eine Ausbildung hätte.

Vor meiner Ausbildung habe ich auch ein Informatikstudium begonnen, dieses aber nach 2 Semestern abgebrochen, da es mir zu theoretisch war und mir nicht zugesagt hat.

Jetzt ist meine Frage einfach: habe ich überhaupt eine andere Möglichkeit, um meinen Marktwert zu steigern, als ein berufsbegleitendes Studium... Ich habe im Moment nicht wirklich das Gefühl.

Vielen Dank schon mal für die Antworten.

LG, CSSNinja

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Wie topi gesagt hat, steigern kannst Du Deinen Marktwert natürlich anderweitig. Weiterbildung, Fachlich wie durch Seminare, oder Arbeitgerwechsel z. B. In ganz bestimmten Situationen kann auch ganz plumper Druck wirksam sein. "Ich möchte mehr Geld!". Das funktioniert nicht nur bei Tarif-, sondern auch bei Individualverträgen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Aber all das ändert nichts daran, dass im Regelfall(!) ein studierter deutlich mehr Geld verdienen wird, als ein Gelernter. Das ist bei der Mehrheit der Firmen so und im ÖD und Co. ist es sogar im Regelwerk verankert.

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Die Firma+Lage kann auch viel ausmachen.
Unsere Firmen IT sucht gerade wieder Verstärkung für unseren Standort im Raum München, Studium oder Ausbildung:
Ausbildung: Sie können eine IT-Ausbildung mit
Praxiserfahrung vorweisen oder ein abgeschlossenes Studium
mit Schwerpunkt IT

Bezahlung erfolgt nach IGM EG10. Kann sich ja jeder ausrechnen ;)

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Hallo,

habe mich extra eben angemeldet um darauf zu antworten:

Zitat

habe ich überhaupt eine andere Möglichkeit, um meinen Marktwert zu steigern, als ein berufsbegleitendes Studium... Ich habe im Moment nicht wirklich das Gefühl.

Tja, gute Frage. Ich kann dich aber "beruhigen", das Problem kann man auch anders haben: Ich habe Informatik studiert. Und stelle mir quasi die gleiche Frage: Habe ich überhaupt eine andere Möglichkeit, um meinen Marktwert zu steigern, als ein berufsbegleitendes Master-Studium? Ich habe nämlich "nur" den Bachelor-Abschluss und das Gefühl mich in einer Einbahnstraße zu befinden die nicht dahin führt, wo ich hin möchte. Ich glaube, langfristig kann ich mein Gehalt nicht mehr sonderlich viel steigern wenn ich nicht "irgend was mache". Also vielleicht ist dir ein kleiner Trost, das Problem ist nicht nur das eines FIA.

Leider hast du nichts dazu geschrieben, wie hoch dein Gehalt eigentlich ist und auch nichts zu den sonstigen Umständen (Firmengröße, Standort, genaue Tätigkeit, ...). Somit kann man nicht beurteilen, ob du nun viel oder wenig verdienst. Vielleicht haben deine Kollegen auch nur große Töne gespuckt und du verdienst relativ gesehen gar nicht so schlecht? Man weiß es nicht.

Ich habe bislang folgende Überlegungen angestellt:
- Master-Studium machen (Fernstudium)

- Versuchen, mich selber massiv zu verbessern - sprich besser werden als (nahezu) alle anderen - und so doch irgendwie mehr Gehalt herauszuschlagen... wäre aber sehr freizeitaufwendig und ich müsste die nötige Motivation dafür finden

- Selbstständigkeit

- Unternehmensgründung

- Beruflich nichts ändern, dafür ernsthaft und voll auf das Pferd Vermögensbildung (Aktien etc.) setzen, mit relativ hohem Risiko und maximaler Sparquote, und so versuchen in x Jahrzehnten eine ordentliche Rendite aufzubauen - das heißt aber viele jahre lang massiv Verzicht üben um mehr anlegen zu können

Offensichtlich ist mir also nichts wirklich kreatives eingefallen, sondern halt so die mehr oder weniger offensichtlichen Sachen. Du könntest überlegen ob für dich was dabei ist. Aber das überlegt man nicht mal eben spontan sondern darüber denkt man eher wochenlang nach und bereitet das dann womöglich auch erst mal monatelang vor.

 

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Einen master neben dem Job zu machen ist IMO leichter als einen Bachelor.

1. Er geht idR nur 3-4 Semester (bei VZ, TZ umrechnen)
2. Die "langweiligen" Grundlagen sind schon durch, man kann sich seine Module zusammenwählen bzw einen Master der einen interessiert.
3. Es wird nicht viel schwieriger. Wer einen Info Bachelor packt, schafft auch den Master. Wer zum Teil ohne Abi Informatik studiert kann sich erstmal durch Mathe "prügeln".

Wenns geht würde ich daher immer einen Master noch machen.

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vor 12 Stunden schrieb monolith:

Ich habe bislang folgende Überlegungen angestellt:

- Master-Studium machen (Fernstudium)

- Versuchen, mich selber massiv zu verbessern - sprich besser werden als (nahezu) alle anderen - und so doch irgendwie mehr Gehalt herauszuschlagen... wäre aber sehr freizeitaufwendig und ich müsste die nötige Motivation dafür finden

Das klingt ja interessant. Den Master berufsbegleitend zu machen ist mit Sicherheit nicht weniger zeitaufwendig. 

Beides hat wie immer Vor- und Nachteile. Bildest du dich privat weiter passen die Inhalte zu 100 Prozent zu dem Tätigkeitsfeld. 

Das ist im Masterstudium sicher nicht so, auch wenn man mehr gestaltungsspielraum als beim Bachelor hat. Dafür steht am Ende die Urkunde die einem in DE viele Türen öffnet. 

Imho sinnvoll: erst das studium, dann die Spezialisierung. 

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Am 15.1.2018 um 19:18 schrieb monolith:

Leider hast du nichts dazu geschrieben, wie hoch dein Gehalt eigentlich ist und auch nichts zu den sonstigen Umständen (Firmengröße, Standort, genaue Tätigkeit, ...). Somit kann man nicht beurteilen, ob du nun viel oder wenig verdienst. Vielleicht haben deine Kollegen auch nur große Töne gespuckt und du verdienst relativ gesehen gar nicht so schlecht? Man weiß es nicht.

Mein Gehalt liegt zurzeit bei 36300€ Jahresgehalt. Die Firma für die ich arbeite ist in Köln, hat ca 40 Mitarbeiter und ist im E-Commerce (IBM Websphere Commerce) tätig. Offiziell bin ich als Java Entwickler eingestellt, doch im Moment bin ich auch viel im Frontend-Bereich tätig (Javascript, CSS usw).

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vor 2 Stunden schrieb Sullidor:

Bei dem Gehalt ist aber auch mit reiner Berufserfahrung und Stellenwechsel noch kräftig Platz nach oben.

Ist das Gehalt deiner Meinung nach denn nach 3 Jahren Berufserfahrung und mit einer Ausbildung gerecht, also bin ich zu Unrecht unzufrieden?

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Ich persönlich denke du liegst derzeit als Entwickler mit Ausbildung und 3 Jahren Berufserfahrung mit 36300€ bei 12 Monatsgehältern im unteren Durchschnitt.  Es ist jetzt nichts, worüber man sich groß beschweren kann aber mit den Voraussetzungen solltest du eigentlich locker eine Firma finden, die dir ~ 45000 zahlt. Wenn du einige Fortbildungen und einige Berufsjahre mehr auf dem Buckel hast, sollten auch~ 60000€ drin sein. 

Alles was danach kommt setzt normalerweise schon ein Studium oder Glück voraus. 

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Graustein

Zitat

Wenns geht würde ich daher immer einen Master noch machen.

Naja aber er soll sich ja auch lohnen. Per se tut er das meiner Meinung nach nicht. Wenn, dann muss man beruflich auch was machen / anfangen bei dem ein Master-Abschluss entsprechend vergütet wird. Was für mich bedeuten würde, dass ich mich beruflich vermutlich etwas umorientieren müsste. Okay, ich weiß es nicht, ich spekuliere. Aber zumindest habe ich das schon öfter gehört. 

sylenz

Zitat

Das ist im Masterstudium sicher nicht so, auch wenn man mehr gestaltungsspielraum als beim Bachelor hat. Dafür steht am Ende die Urkunde die einem in DE viele Türen öffnet. 

Ja. Meiner Meinung nach unbegründeter Weise aber so scheint es zu sein. Ich glaube in vielen Jobs sind zwei Jahre gute Berufserfahrung auch nicht schlechter als zwei Jahre Masterstudium. 

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Am 12.1.2018 um 10:54 schrieb CSSNinja:

da man ihm trotz extrem guter Leistung kein höheres Gehalt geben wollte, mit der Begründung, dass er ja "nur" eine Ausbildung hätte.

Soviel zum Thema Fachkräftemangel. Den machen sich solche Firmen schon selber. 

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vor einer Stunde schrieb monolith:

Per se tut er das meiner Meinung nach nicht. Wenn, dann muss man beruflich auch was machen / anfangen bei dem ein Master-Abschluss entsprechend vergütet wird.

Das ist wohl logisch. Wer als Pförtner nebenbei den Master in Informatik schafft, aber Pförtner bleibt bekommt freilich nicht einfach so mehr Geld. Ein Stellenwechsel bzw andere Aufgaben sind min. nötig.

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vor 3 Stunden schrieb monolith:

Ja. Meiner Meinung nach unbegründeter Weise aber so scheint es zu sein. Ich glaube in vielen Jobs sind zwei Jahre gute Berufserfahrung auch nicht schlechter als zwei Jahre Masterstudium. 

Mit der Aussage machst du es dir viel zu leicht. Ich bin bei dir, dass zwei Jahre BE unter Umständen (sic!) in einem Teilbereich vergleichbare Resultate erzielen. Nichts geht über die Praxis! Beispielsweise als Codieräffchen. 

Aber der Masterand fängt ja auch irgendwann das Arbeiten an und hat dann durch die Breite des Wissens wesentlich mehr Entwicklungsmöglichkeiten und holt den Rückstand schnell auf. Bei 35 Jahren Berufstätigigkeit fallen 2 Jahre nicht sonderlich ins Gewicht. 

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vor einer Stunde schrieb sylenz:

Aber der Masterand fängt ja auch irgendwann das Arbeiten an und hat dann durch die Breite des Wissens wesentlich mehr Entwicklungsmöglichkeiten und holt den Rückstand schnell auf. Bei 35 Jahren Berufstätigigkeit fallen 2 Jahre nicht sonderlich ins Gewicht. 

Ich denke die Kritik ist nicht ganz unberechtigt. In vielen Unternehmen wird der Master kein signifikant höheres Einstiegsgehalt erzielen als der Bachelor und die Entwicklungsmöglichkeiten sind begrenzt, da es für viele Unternehmen eher auf die Person ankommt, wer ggf. mal Team- oder Bereichsleiter wird. Der Master hat da so gut wie keine echte Relevanz.

Das Einstiegsgehalt für Master Absolventen liegt bei uns ca. 2000€ Jahresgehalt über den des Bachelors. Wenn der Master anfängt, liegt der Bachelor durch seine regulären Gehaltserhöhungen schon wieder ca. 5000€ über dem Master. Erstmal muss der Master die Differenz der Gehaltserhöhungen aufholen, und dann noch die knapp 90.000€ der zwei Jahre Berufstätigkeit des Bachelors. Das schaffen die meisten Master Absolventen, wenn es überhaupt gelingt, oft erst nach 20-25 Berufsjahren.

Der Master ist ein persönlicher Invest, finanziell rentiert es sich für die meisten aber nicht. Die würde genauso viel verdienen (oder mehr), wenn sie direkt mit dem Bachelor in den Beruf eingestiegen wären. ÖD und ein paar spezielle Forschungsbereiche mal ausgenommen.

bearbeitet von Arvi

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Das Argument "Verdienstausfall wieder aufholen" hört man ebenfalls gerne, wenn es um Ausbildung vs. Studium geht. Keine Schulden durch Bafög, dafür Mehreinnahmen durch die Ausbildung, usw.. Also ist die Ausbildung doch das beste? Und selbst die ist, streng genommen, Mist! Schließlich könnte man auch direkt als ungelernter Hilfsarbeiter zum Mindestlohn anfangen. Da guckt der Azubi blöde aus der Wäsche mit seinen 3,5 Euro Vergütung. Ha! Ungelernt ist das Beste. Direkt einsteigen, malochen und der Porsche steht kurz darauf vor der Tür.

Stimmt nur leider nicht, wenn man es auf ein Arbeitsleben betrachtet. Egal ob Gelernt vs. Ungelernt, Studiert vs. Gelernt oder Master vs. Bachelor. Die Tendenz ist immer eindeutig: Mehr Bildung = Bessere Jobs und besseres Gehalt.

Ja, es mag sein, dass sich ein Master nicht nach 5 Jahren zu 100% rentiert hat. Aber, wie Du selbst sagst, hat er das spätestens nach 20 Jahren. Und da ein durchschnittliches Arbeitsleben ca. 40 Jahre geht, also doppelt so lange, hat der durchschnittliche Master am Ende sehr wohl mehr verdient als der durchschnittliche Bachelor. Nur das zählt. Alles Andere ist Makulatur.

Zumal zusätzlich gilt:
Je besser Deine Qualifikation, desto besser Deine Chancen für eine Beförderungen und bei der Bewerbung oder Jobsuche. Es geht nicht immer nur um die mehr oder weniger Jahresbrutto. Je qualifizierter Dein Traumjob wird umso qualifizierter werden die Bewerber. Wenn sich, neben Dir, zahllose Master bewerben und Du nur einen Bachelor hast, wird es eng für Dich. Und gerade bei diesen Jobs wird gut bezahlt.

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vor 3 Stunden schrieb Errraddicator:

Das Argument "Verdienstausfall wieder aufholen" hört man ebenfalls gerne, wenn es um Ausbildung vs. Studium geht. Keine Schulden durch Bafög, dafür Mehreinnahmen durch die Ausbildung, usw.. Also ist die Ausbildung doch das beste?

Die durchschnittlichen Einstiegsgehälter sind mit einem Studium deutlich höher als mit der Ausbildung. Da reden wir teilweise von bis zu 10-15k Jahresgehalt/Unterschied und eben nicht von ~2k. Klar Ausnahmen gibt es immer, so ist es aber üblich. Von daher lässt sich hier errechnen, dass der Mehrverdienst ggü. der Ausbildung in wenigen Jahren aufgeholt ist, und nicht eben, wie beim Master ggü. Bachelor, im Zweifelsfall erst nach 20-25 Berufserfahrung, weil die Gehaltssprünge von Bachelor zu Master - im Angestelltenverhältnis - dann eben doch nicht so signifikant höher sind.

Für mich zählt im Zweifelsfall nur der objektive worst-case. Daran ändert auch deine genannte Faustformel: "Die Tendenz ist immer eindeutig: Mehr Bildung = Bessere Jobs und besseres Gehalt." nichts. Ich sag ja, der Master ist erstmal nur ein persönlicher Invest. Ob man dann wegen dem dann mal aufsteigt, lässt sich selbst wenn es passiert, nicht mehr eindeutig sagen - denn da spielen immer viele Faktoren eine Rolle. Kann ja auch sein das man ohne Master befördert wird - ist ja wohl nicht gerade unüblich. Bis es dann überhaupt mal soweit ist (und ob es überhaupt eintritt), ist der Master eben erstmal nur ein persönlicher Invest.

Nicht mehr und nicht weniger.

bearbeitet von Arvi

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vor 7 Stunden schrieb Errraddicator:

 

Stimmt nur leider nicht, wenn man es auf ein Arbeitsleben betrachtet. Egal ob Gelernt vs. Ungelernt, Studiert vs. Gelernt oder Master vs. Bachelor. Die Tendenz ist immer eindeutig: Mehr Bildung = Bessere Jobs und besseres Gehalt.

Zumal zusätzlich gilt:
Je besser Deine Qualifikation, desto besser Deine Chancen für eine Beförderungen und bei der Bewerbung oder Jobsuche. Es geht nicht immer nur um die mehr oder weniger Jahresbrutto. Je qualifizierter Dein Traumjob wird umso qualifizierter werden die Bewerber. Wenn sich, neben Dir, zahllose Master bewerben und Du nur einen Bachelor hast, wird es eng für Dich. Und gerade bei diesen Jobs wird gut bezahlt.

Spielen die Abschlüsse bei Entwicklerstellen tatsächlich eine so große Rolle nach ein paar Jahren Berufserfahrung?

Ich habe in den letzen Jahren fast nur andere Erfahrungen im Bereich Consulting / Pre-Sales gemacht. Bis auf die üblichen Verdächtigen (z.B. PwC oder KPMG) hat es bei Gesprächen bisher eigentlich nie eine Rolle gespielt, ob ich ein Studium (abgeschlossen) habe. Selbst den Großen (Honeywell, Oracle, Siemens) war das völlig egal. Dachte das wäre in anderen Bereichen zumindest ähnlich.

 

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Natürlich spielt es eine Rolle.

Offensichtlich ist es bei allem, was mit ÖD und Tarifverträgen zu tun hat. Dort ist man von der Bezahlung häufig an das Bildungsniveau gekoppelt. Das betrifft eine große Menge an Entwicklern, welche mit mehr Bildung offiziell mehr verdienen können. Bei Aufstiegschancen gilt dies noch mehr.

Und auch in der Privatwirtschaft ist dies ein Faktor. Alleine bei der Bewerbung. Firma X schreibt Stelle Y aus. Auf diese bewerben sich 10 Menschen. 5 davon mit Berufserfahrung, 3 davon mit passenden Skills und 1 davon mit Studium. Wer hat wohl die besten Karten? Die 5 ohne Berufserfahrung oder passende Skills sind es jedenfalls nicht.

In diesen Debatten vermisse ich den && Operator. Der berufliche Marktwert ist eben keine ODER- sondern eine UND-Verknüpfung. Je mehr, desto besser. Nur hat man nicht jeden dieser Faktoren gleichermaßen in der Hand. Berufserfahrung kann man nicht aus dem Hut zaubern. Expertise nur bedingt, wenn sie das Umfeld nicht hergibt. Bildung hingegen schon.

...

Zudem und ganz generell: Alles ist relativ und ändert sich. Gerade in der IT rasant. Da entspricht ein Jahrzehnt dem, was woanders ein halbes Arbeitsleben an Wandel bedarf.

Früher(tm) wurde in der IT noch, salopp gesagt, jeder Dahergelaufene von der Straße geholt und mit Geld überschüttet. Der Mangel war real. Das ist heute, kaum 20 Jahre später, schon lange nicht mehr so. Mit fachfremder Qualifikation und mäßigem Wissen gibt´s heute nur noch einen feuchten Händedruck.

Denken wir das Spiel weiter, kannst Du Dir ausmalen, wie es in weiteren 10 Jahren aussehen wird. Da geht ohne Studium kaum noch etwas, weil die Konkurrenz noch größer geworden ist. Dann beginnt das Spiel von vorne. Nur heißt es dieses Mal nicht mehr "Ausbildung vs. Studium", sondern "Bachelor vs. Master".

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Dass es eine Rolle spielt, wollte ich auch nicht bestreiten. Mich überrascht eher, dass den Abschlüssen nach X Jahren Berufserfahrung noch immer eine solche Gewichtung beigemessen wird, da ich eben eine komplett andere Erfahrung gemacht habe. Bei den letzten beiden Jobwechseln wollte nicht mal jemand die Zeugnisse sehen (es wurde nur überprüft, ob ich meinen Lebenslauf nicht völlig erfunden habe).

Prinzipiell gebe ich dir aber recht und würde meinen Kindern vermutlich auch eher zum Studium raten , wenn sich die Frage mal stellen sollte (natürlich muss man immer den einzelnen Fall betrachten).

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