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Studium abbrechen und stattdessen eine Ausbildung machen?

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Hallo Zusammen!

 

Da ich bisher noch nicht so ganz wusste, wohin mit meiner Frage, dachte ich mir, ich frage mal hier nach.

Ich befinde mich derzeit im 4. Semester im Informatik Studium und spiele immer mehr mit dem Gedanken mein Studium abzubrechen und stattdessen eine Ausbildung als FIAE oder FISI anzustreben.

Das Studium an sich macht mir eigentlich Spaß, was mir aber gar keinen Spaß macht, ist dabei die Schnelligkeit des Studiums. Als (damaliger) Quereinsteiger in der Informatik hatte ich vor allem in den ersten zwei Semester richtig zu kämpfen und je mehr Semester es werden, desto mehr frisst mich das Studium (vor allem nervlich) auf. Und mit der Schnelligkeit des Inputs an Stoff verschwindet dabei auch die Qualität und das stört mich. Dieses "Man muss möglichst schnell fertig werden und ja seine Regelstudienzeit einhalten, sonst gibt es auf den Deckel!" Mentalität stört mich einfach (Bologna Reform sei Dank!). So werde ich sicher nicht für die Arbeitswelt vorbereitet. Dann kommt auch noch hinzu, dass ich kaum Praxiserfahrung bisher gesammelt habe. Das meiste Wissen und das meiste Können habe ich mir im Studium angeeignet. Gerne würde ich Praktika und Werkstudententätigkeiten absolvieren um endlich mal erste Erfahrungen mal in der WIRKLICHEN Praxiswelt sammeln, doch dann würde ich mindestens zwei Semester länger brauchen und natürlich auch hier sollte man - so wünschen es sich so manche Arbeitgeber - am besten die Erfahrung eines fertigen Bachelors mitbringen. Und der jüngste bin ich, da ich bereits schon mal eine Ausbildung absolviert habe und über den dritten Bildungsweg (Hauptschule(Quali) < Berufsschule(Quabi) < BOS Fachhochschulreife) zum Studium gekommen bin, leider auch nicht mehr (25+).

 

Jetzt wollte ich fragen, ob sich so manche User hier ebenfalls mal in so einer Situation befunden haben und wie sie damit umgegangen sind. Wie ihre Vergangenheit und jetzige Gegenwart aussieht. 

 

 

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Meiner Meinung nach solltest du d. Studium durchziehen.

Man erwartet normalerweise von einem frisch Studierten nicht, dass er schon am 1 Arbeitstag was kann. Du fängst mit einer Junior Stelle an wo man dir alles beibringt.

Du bis halt fast kurz vor dem Ziel. Ich würde es noch durchziehen bevor du später i-wann Familie etc. hast und nicht mehr studieren kannst. NIcht dass du nach 5 Jahren es bereust... dass du dein Studium nicht abgeschlossen hast.

 

 

bearbeitet von Zaroc

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Guten Morgen,

du bist doch schon so weit. Und wenn du aus welchen Gründen auch immer noch 2 Semester dranhängst, was solls.

Wenn du eine Ausbildung als FI machen würdest, würdest du auch 2 Jahre als Azubi rumlaufen und dann deine Prüfung machen, mit einem nicht so "Hochwertigen Abschluss". Und späteren Mehraufwand (Zertifikate erlangen, Abendschule, Fernstudium, etc.) sich in die richtige Position zu begeben.  Die Zeit spielt dabei doch keine Rolle.

Ich kann aber verstehen, wenn es dich Nervlich an den Abgrund drängt. Da solltest du mMn auf die Bremse drücken und sagen ich mache es in meinem Tempo und wenn es länger dauert ist es so. Der höhere Abschluss wird dir hinterher mehr helfen als schaden.

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vor einer Stunde schrieb Der_Pragmatiker:

Dieses "Man muss möglichst schnell fertig werden (...) sonst gibt es auf den Deckel!" Mentalität stört mich einfach (...). So werde ich sicher nicht für die Arbeitswelt vorbereitet.

Der war gut! Habe gut gelacht :D:D

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Gibt es eine Möglichkeit, ohne Abbruch des Studiums, eine Art Pause davon zu machen, um ein 3 bis 6 monatiges Praktikum abzuleisten? So hättest du die Gelegenheit, die beiden Jobs mal kennen zu lernen, deinen praktischen Wissensstand besser einzuschätzen und dir klarer darüber zu werden. 

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Man muss nicht in der Regelstudienzeit fertig werden. Wenn du deine Verlängerung begründen kannst, ist meiner Erfahrung nach den Arbeitgebern das relativ egal.
Da du schon im 4. Semester bist, würde ich dir abraten noch eine Ausbildung Anzufangen. Wenn du für ein Praxisssemeter oder Werksstudentenjob dein Studium verlängerst, ist das z.B. eine Prima Begründung, warum man das Studium nicht in der Regelstudienzeit schafft.

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Du machst Dich unnötig verrückt. Die Uni und Statuen tun zwar gerne so, als müsste man unbedingt in Regelstudienzeit beenden und wehe, wenn nicht. In der Realität hingegen ist das Überziehen wohl die Regel, nicht die Ausnahme. Auch 8 an Stelle der 6 Semester sind keine Seltenheit. Solange Du einigermaßen brauchbare Noten und etwas Inhaltliches gelernt hast, stellt dies auch keinerlei Hindernis für den Einstieg in die Berufswelt dar.

Von daher: Beiß Dich durch! Jeder hat mal echte Down-Phasen im Studium, das gehört dazu. Du hast schon die Hälfte hinter Dir und es wäre wenig sinnvoll, jetzt alles wegzuschmeissen, um dann eine Ausbildung zu beginnen. Das würde Sinn machen, wenn Dir das Studium aus fachlichen oder persönlichen Gründen nicht liegt. Nicht jedoch, wenn Du es nicht in der Regelstudienzeit schaffst.

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Hallo,

auch ich würde dir zum Weitermachen raten, sofern du nicht noch irgendwelche Prüfungen vor dir her schiebst, bei denen du Angst hast sie nicht zu bestehen. 

ich habe damals auch mein Studium abgebrochen (Elektrotechnik) und danach eine Ausbildung zu FIAE gemacht. Und studiere jetzt berufsbegleitend erneut (Wirtschaftsinformatik). Die Gründe für diesen Weg sind bei mir zwar andere, aber sofern man die Möglichkeit und die Fähigkeiten hat zu studieren, sollte man es mMn auch tun. Ob du nun 6 oder 9 Semester zum Abschluss brauchst, ist späteren Arbeitgebern auch kaum noch wichtig, es sei denn du bewirbst dich auf absolute Top-Stellen, bei denen es 100+ Konkurrenten gibt.

Hast du denn schon einmal versucht eine Stelle als Werkstudent zu bekommen oder als Assistent an der Uni selber? Dass dort direkt das Wissen eines Bachelors verlangt wird, halte ich für ein Gerücht. Oder du traust dir einfach zu wenig zu. :)

bearbeitet von Rienne

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vor 2 Stunden schrieb Der_Pragmatiker:

Das Studium an sich macht mir eigentlich Spaß, was mir aber gar keinen Spaß macht, ist dabei die Schnelligkeit des Studiums. Als (damaliger) Quereinsteiger in der Informatik hatte ich vor allem in den ersten zwei Semester richtig zu kämpfen und je mehr Semester es werden, desto mehr frisst mich das Studium (vor allem nervlich) auf. Und mit der Schnelligkeit des Inputs an Stoff verschwindet dabei auch die Qualität und das stört mich.

Du kannst doch einfach das Tempo verringern. Regelstudienzeit ist kein Muss.

Wenn du z.B. 4 Semester länger brauchst, dann ist das okay, wenn du nebenbei z.B. in berufsrelevanten Bereichen gearbeitet hast oder gute IT-Projekte vorweisen kannst.

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Ich bedanke mich schon mal für all eure Kommentare und werde es mir mal die nächsten Wochen durch den Kopf gehen lassen. Da ich mich sowieso erst mal in der Klausurenphase gerade befinde und anschließend etwas Semesterferien habe, werde ich diese Zeit nutzen um mir mal Gedanken darüber zu machen.

 

Auf die einzelnen Kommentare - die ich ggf. unter anderem Zitieren und beantworten werde - werde ich nach den Klausuren eingehen.  Freut mich sehr, dass dieses Forum hier so lebendig ist! Ich denke mal, dass das nicht mein letzter Eintrag sein wird. :)

 

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Am 17.1.2019 um 09:01 schrieb Clodessa:

Gibt es eine Möglichkeit, ohne Abbruch des Studiums, eine Art Pause davon zu machen, um ein 3 bis 6 monatiges Praktikum abzuleisten? So hättest du die Gelegenheit, die beiden Jobs mal kennen zu lernen, deinen praktischen Wissensstand besser einzuschätzen und dir klarer darüber zu werden. 

Es gibt sogenannte Urlaubssemester. Man ist zwar eingeschriebener Student, zahlt nichts und die Studiendauer wird nicht weiter gezählt.

bearbeitet von SaJu

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