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Positiv kündigen


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Hallo Community,

man sagt ja: "Neues Jahr. Neues Glück".

Wie einige mitbekommen haben, habe ich mich auf die Suche nach einem neuen Arbeitgeber gemacht. Damit ich mehr entschleunige und von der Arbeitsbelastung kürzer trete.

Nach ein paar sehr guten Bewerbungsgesprächen habe ich einige Zusagen bekommen und mich jetzt für einen Arbeitgeber entschieden. Ein großer deutscher Konzern. Es ist zwar etwas weniger Geld, dafür viele Sonderleistungen, nette Arbeitszeiten und der Vorgesetze sowie die neuen Kollegen schienen auch alle sehr angenehm zu sein.

Nun muss man leider auch eine Kündigung an den jetzigen Arbeitgeber verfassen und oft bleibt es nicht aus, dass der Arbeitgeber dann gerne ein Gespräch darauf hin führen will. Ich will die Kündigung deshalb positiv gestalten, sofern so etwas möglich ist, da es mir dort sehr viel Spaß gemacht hat und das Unternehmen auch wirklich top ist. Das Unternehmen kann nichts dafür, wenn sich meine Lebensumstände ändern und das Geschäftskonzept nicht mehr zu mir passt. Ebenfalls will ich einen guten Abschluss, da die Menschen in dem Betrieb (der Chef inbegriffen) immer fair, loyal, respektvoll und ehrlich zu mir waren.

Wir sind ein kleines Team und ich wurde schon für viele spannende interne und externe Projekte für das kommende Jahr eingeplant, wo ich auch viel selbst mitbestimmen kann. Mir fällt es da schwer jetzt eine Kündigung einzureichen, wenn man sich so vertrauensvoll auf einen Mitarbeiter und Kollegen verlässt.

Jetzt weiß ich nicht, wie ich da vorgehen soll. Die neue Arbeitsstelle beginnt ab Februar im neuen Jahr. Und da ich eine Kündigungsfrist von zwei Wochen habe, wollte ich meine Kündigung erst im neuen Jahr einreichen und nicht vor Weihnachten. Ich will niemanden das Weihnachtsfest verderben. Auch ist es etwas anderes, wenn man bei seinem jetzigen Arbeitgeber unzufrieden ist und geht dann kündigt, als wenn man super zufrieden ist. Sowas ist für mich neu.

Wüsste da jemand um Rat?

 

Bearbeitet von bitweiser
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Vorab: Eine Kündigung eines Mitarbeiters ist ein normaler Geschäftsvorfall, bei dem man sich nicht "emotional verausgaben" muss.
Die andere Seite tut das auch nicht, wenn der AG einem AN kündigt.

Wenn die Zusammenarbeit gut war, würde ich vorab ein Gespräch mit meinem Chef suchen.
Im Gespräch würde ich dann erklären, dass ich mich beruflich verändern möchte und die Gründe hierfür erläutern.
Anschließend würde ich mich noch für die gute Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken.
Zum Schluss dann noch der Hinweis, dass die Kündigung ihm dann zugehen wird.

In die Kündigung selbst würde ich nur rein schreiben, dass du fristgerecht zum 31. Januar kündigst, dich für die gute Zusammenarbeit sowie das entgegengebrachte Vertrauen bedankst und ihm alles Gute wünschst. 
Thats it!

Zum Vergleich:
Wenn die Zusammenarbeit nicht gut war, dann würde auch der Satz reichen, dass du fristgerecht kündigst.
Das ganze dann HR adressiert.
 

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vor 6 Stunden schrieb Wissenshungriger:

Vorab: Eine Kündigung eines Mitarbeiters ist ein normaler Geschäftsvorfall, bei dem man sich nicht "emotional verausgaben" muss.
Die andere Seite tut das auch nicht, wenn der AG einem AN kündigt.

Bei kleinen Betrieben kann das anders sein, vor allem wenn der AG nicht kündigen will, sondern muss...

vor 7 Stunden schrieb bitweiser:

Damit ich mehr entschleunige und von der Arbeitsbelastung kürzer trete.

... und dann zum grossen Laden ???

vor 6 Stunden schrieb Wissenshungriger:

In die Kündigung selbst würde ich nur rein schreiben, dass du fristgerecht zum 31. Januar kündigst, dich für die gute Zusammenarbeit sowie das entgegengebrachte Vertrauen bedankst

Den Rest machst Du eh mündlich

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vor 6 Stunden schrieb Wissenshungriger:

Wenn die Zusammenarbeit gut war, würde ich vorab ein Gespräch mit meinem Chef suchen.
Im Gespräch würde ich dann erklären, dass ich mich beruflich verändern möchte und die Gründe hierfür erläutern.
Anschließend würde ich mich noch für die gute Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken.
Zum Schluss dann noch der Hinweis, dass die Kündigung ihm dann zugehen wird.

In die Kündigung selbst würde ich nur rein schreiben, dass du fristgerecht zum 31. Januar kündigst, dich für die gute Zusammenarbeit sowie das entgegengebrachte Vertrauen bedankst und ihm alles Gute wünschst. 
Thats it!

Sehe ich genauso. Kündigung ist selten schön, aber auch kein Drama und die normale Reaktion ist "Schade, dass du gehst. Ich wünsche dir dennoch alles Gute" Fertig.

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Ist für mich eher ein Formfrage. Wenn man ein gutes Verhältnis zu dem Arbeitgeber hatte, wäre doch ein persönliches Gespräch naheliegend. Also stellt sich die Frage, ob man das persönliche Gespräch sucht oder nicht. Und da dies auch von der eigenen Persönlichkeit und ggf. von dem Gegenüber abhängt, wäre das der Punkt, den man für sich selbst ausloten müsste, denn man hat ja eine Zeit mit den Kollegen gearbeitet und weiß ggf. auch, wie der Gesprächsteilnehmer reagiert.

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Am 19.12.2020 um 09:40 schrieb charmanta:

und dann zum grossen Laden ???

Also im Konzern kann man idR schon nach 8h den Hammer fallen lassen. Vielleicht nicht so leicht wie in öD wo freitags ab 12 eh keiner mehr arbeitet 😉

ist jetzt volle Kanne pauschal, aber im großen Laden arbeitet man idR eben schon weniger 

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vor 36 Minuten schrieb Graustein:

Also im Konzern kann man idR schon nach 8h den Hammer fallen lassen. Vielleicht nicht so leicht wie in öD wo freitags ab 12 eh keiner mehr arbeitet 😉

ist jetzt volle Kanne pauschal, aber im großen Laden arbeitet man idR eben schon weniger 

So kenne ich das auch. Beim Konzern gibt es meistens einen Tarifvertrag. Somit darf man oft sogar nicht länger als 8h am Tag arbeiten. Überstunden sind verboten. Parallel dazu sind die Gehälter meistens auch besser. Somit bekommt man oft mehr Geld für weniger Arbeit, was eigentlich ganz schön ist.

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Bei den Bewerbungsgesprächen hatte ich mir erklären lassen, sofern es von einem potentiellen Kollegen oder Team-Leiter der IT-Abteilung ging, was von mir gefordert wird und um was es bei der Arbeitsstelle genau geht. Damit ich besser abschätzen konnte, ob mir die Arbeitsstelle, die Arbeitsanforderung und die Arbeitsbelastung zusagt. Im Gesuch kann ja alles mögliche stehen.

Am Ende hat es ein großer Betrieb mit Tarifvertrag geschafft. Mit mir wurden meine Arbeitsjahre, die Erfahrung und andere Rahmenbedingungen besprochen und dann am Tarifvertrag erklärt, wo Sie mich ein einordnen. Dazu noch weitere Sonderleistungen erklärt (Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und sonstige Boni). Ich konnte dann begründen, warum ich mehr Wert bin. Ich empfand es zufrieden stellend.

Einziger Wermutstropfen ist eine Befristung und danach eine etwaige Festanstellung. Aber das haben mir alle anderen Betriebe auch nur so angeboten. Ich kann das verstehen und akzeptieren. Mein jetziger Vertrag ist auch befristet. Also in dem Sinne kein Gewinn oder Verlust.

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  • 3 Wochen später...
Am 12/20/2020 um 2:09 PM schrieb bitweiser:

Einziger Wermutstropfen ist eine Befristung und danach eine etwaige Festanstellung. Aber das haben mir alle anderen Betriebe auch nur so angeboten. Ich kann das verstehen und akzeptieren. Mein jetziger Vertrag ist auch befristet. Also in dem Sinne kein Gewinn oder Verlust.

Die Befristungsfalle... 

Sieh zu, dass du wenigstens 1x unbefristet angestellt wirst, danach kommt keiner mehr auf die Idee dich weiterhin nur befristet anzustellen...

Sorg dafür, dass du deine offenen Projekte zum Kündigungszeitpunkt abschließt bzw. sauber an einem Meilenstein übergibst. Hat auch etwas mit deiner persönlichen Handschrift zu tun. 
Persönliches Gespräch mit direktem Vorgesetzten und danach schriftliche Kündigung und gut ist. Manchmal ist die Laune dann trotzdem im Keller (Hochverrat, Verräter), aber das sollte einen eher bestärken zu gehen.
Die Kündigung ist zeitlich so auszusprechen, dass dir der Arbeitgeber möglichst nicht zuvor kommen kann. Auch wenn es insgesamt vertrauensvoll erscheint, immer auf Nummer sicher gehen!

Ansonsten Glückwunsch zum neuen Job!

Wechsel mit Gehaltsverzicht ist schon eher ungewöhnlich, dazu auch noch befristet... 

Hoffentlich kannst du tatsächlich auch weniger arbeiten.

Bearbeitet von tTt
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vor einer Stunde schrieb tTt:

Sieh zu, dass du wenigstens 1x unbefristet angestellt wirst, danach kommt keiner mehr auf die Idee dich weiterhin nur befristet anzustellen...

🤣 der war gut.

Es gibt Firmen & Konzerne, welche generell nur befristet einstellen. Sei es die Variante "6 Monate befristet statt 6 Monate Probezeit und beim Bestehen wird entfristet" oder generell zu Beginn Jahresverträge ausgereizt bis die Festanstellung gesetzlich vorgeschrieben ist.

Aber bei Befristet gilt generell Vorsicht, nicht dass man in einer Dauerschleife landet. Bei einem bundesweiten Arbeitgeber mit Hauptsitz in Nürnberg habe ich es passiv erlebt, dass statt der Entfristung ein neuer befristeter Vertrag am anderen Standort im selben Landkreis angeboten wurde. Und bei diesem Arbeitgeber gehe ich schwer davon aus, dass die wissen, was rechtlich zulässig ist!

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vor 10 Stunden schrieb allesweg:

🤣 der war gut.

Das war mein voller Ernst. 

Dass Arbeitgeber teilweise die wildesten Konstrukte schaffen, um den Kündigungsschutz zu umgehen, ist leider an der Tagesordnung, aber jeder muss für sich abwägen, ob er/sie damit einverstanden ist oder nicht. 

Ich wäre nicht bereit das zu akzeptieren, kommt aber immer auf meine Gesamtsituation an.

Im Zweifel gilt für mich: Lieber ein Sch**ß-Job als kein Job. Und unbefristet vor Befristung.


Wer einmal die Befristungsfalle durchbrochen hat, wird nur noch in den seltensten Fällen eine befristete Stelle angeboten bekommen.

Das Wissen die Arbeitgeber und deswegen müssen sich dann viele Befristete von einer Befristung zur nächsten durchhangeln. Da gibt es leider eine Zwei-Klassengesellschaft.

Neben dem Nachteil der deutlich kürzeren Kündigungsfristen kann manchmal gar eine ordentliche Kündigung während der Befristung ausgeschlossen sein. Auch da ist ein unbefristeter Vertrag flexibler.

Ich suche Planungssicherheit und einen zuverlässigen Arbeitgeber, auf den ich mich, wie auch der AG, verlassen kann. 
Daher gilt für mich auch: Lieber 1x auf ein höheres Gehalt verzichten, dafür aber dann dauerhaft bzw. unbefristet angestellt.

Hätte man mir eine Befristung angeboten, hätte ich gefragt warum diese nötig sei und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit das Gespräch freundlich beendet.

Dazu kam es aber zum Glück nie, weil mein erster Job nach der Ausbildung zwar schlecht bezahlt, aber unbefristet war.


 

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