Sonntag um 14:542 Tage Hallo zusammen, ich bin Daniel, 19 Jahre und im 2. Lehrjahr zum FIAE. Ich will hier gar nicht lange um den heißen Brei reden. Ich überlege, ob ich die Ausbildung abbreche. Für mich ist der Abbruch schon zu 80 % sicher. Ich habe die Ausbildung ohne wesentliche Vorkenntnisse angefangen und habe mir eine spannende, systemnahe Arbeit darunter vorgestellt. Ich wollte Code schreiben, habe gedacht, wir analysieren bestehende Programme, bringen uns ein und schaffen innovative Lösungen. Stattdessen habe ich einen Großteil meiner Zeit mit scheiß ERP-Systemen und CRM/CMS verbracht. Es hat mich so angenervt.... Man kommt sich vor, wie ein Handlanger von irgendwelchen Verwaltungs-Schnepfen, der nur dazu da ist, deren Layer 8 Problem zu lösen. Meiner Meinung nach, hat die Ausbildung nicht die Bohne mit MINT zu tun. Die Uni-Praktikanten machen viel mehr mit Kryptografie, Sicherheit, entwickeln Algorithmen ... ich sitze mit meinen Leidensgenossen in einem Gemeinschaftsbüro und kümmere mich nur um kaufmännischen Scheiß. Marketing, Bilanzen, GuV etc. es hängt mir zu den Ohren raus. An zwei Tagen in der Woche arbeiten wir mit den kaufmännischen Azubis zusammen und rechnen scheiß Angebote rauf und runter. Es ist nur noch frustrierend. Das ganze Berufsbild ist völlig weltfremd und spiegelt eigentlich nur die öde bürokratische Welt in Deutschland wider. Ich komme bald ins 3. Lehrjahr und könnte jeden, der "ERP" sagt, erwürgen. Sers!
Sonntag um 15:272 Tage Ich denke das wird dich jetzt nicht vom Abbruch abhalten, aber sämtliche Auszubildende die ich kenne, (und auch einige Umschüler) die im Bereich ERP/CRM gelandet sind, haben am Ende oft mehr verdient als viele Personen mit einem Informatikstudium aus meinem Bekanntenkreis. Diejenigen die in der Ausbildung bereits mit ERP zu tun hatten, oft schon von Anfang an.ERP/CRM sind auch heutzutage immer noch, neben Cyber-Security und KI, mit die lukrativsten Bereiche in der IT. Und viele, auch hier im Forum, würden vermutlich töten um einen Fuß in diesen Bereich zu bekommen. Ich persönlich würde daher die Zähne zusammenbeißen und das letzte Jahr noch hinter mich bringen. Besonders da es auch normalerweise kein ganzes Jahr mehr ist und du die letzten Monate davon in den Prüfungsvorbereitungen steckst.
Sonntag um 15:412 Tage Bin jetzt kein FIAE aber ich würde dir trotzdem empfehlen, die Ausbildung durchzuziehen. Du hast halt Pech gehabt, dass dein AG sehr starkt auf ERP/CRM fokussiert. Du kannst nach der Ausbildung jederzeit dich woanders bewerben und andere Tätigkeiten durchführen.Das Problem IMO ist halt, ohne d. Wisch (Ausbildung oder Studium) wirst du auf d. Markt kaum chancen haben, da derzeit die Juniorenstellen hart umgekämpft werden.vor 44 Minuten, Font_Fanatiker hat gesagt:Ich wollte Code schreiben, habe gedacht, wir analysieren bestehende Programme, bringen uns ein und schaffen innovative Lösungen.Das kannst du bei einem anderen AG machen, nur ohne d. Wisch wird die HR dich ausfiltern...vor 46 Minuten, Font_Fanatiker hat gesagt:Die Uni-Praktikanten machen viel mehr mit Kryptografie, Sicherheit, entwickeln AlgorithmenNotfalls kannst du ja Informatik studieren. Falls du kein Abi hast kannst du ja trotzdem erstmal deine Ausbildung abschließen und glaube ich nach ein paar Jahren (je nach Bundesland) direkt Informatik studieren.
Sonntag um 18:371 Tag vor 3 Stunden, Font_Fanatiker hat gesagt:Die Uni-Praktikanten machen viel mehr mit Kryptografie, Sicherheit, entwickeln AlgorithmenDas sind auch nur ansatzweise Themen des FiAevor 3 Stunden, Font_Fanatiker hat gesagt:ich sitze mit meinen Leidensgenossen in einem Gemeinschaftsbüro und kümmere mich nur um kaufmännischen Scheiß. Marketing, Bilanzen, GuV etc.Der FiAE ist ja auch ein Kaufmann im Sinne der Berufsbeschreibung.Im zweiten Lehrjahr kannst Du kündigen. Aber ich würde auch empfehlen, Augen zu und durch
Gestern um 08:171 Tag Autor vor 16 Stunden, Sullidor hat gesagt:Ich denke das wird dich jetzt nicht vom Abbruch abhalten, aber sämtliche Auszubildende die ich kenne, (und auch einige Umschüler) die im Bereich ERP/CRM gelandet sind, haben am Ende oft mehr verdient als viele Personen mit einem Informatikstudium aus meinem Bekanntenkreis. Diejenigen die in der Ausbildung bereits mit ERP zu tun hatten, oft schon von Anfang an.ERP/CRM sind auch heutzutage immer noch, neben Cyber-Security und KI, mit die lukrativsten Bereiche in der IT. Und viele, auch hier im Forum, würden vermutlich töten um einen Fuß in diesen Bereich zu bekommen.Ich persönlich würde daher die Zähne zusammenbeißen und das letzte Jahr noch hinter mich bringen. Besonders da es auch normalerweise kein ganzes Jahr mehr ist und du die letzten Monate davon in den Prüfungsvorbereitungen steckst.Ich habe mich vor meiner Bewerbung ausführlich über verschiedene Berufsbilder informiert und war extra auf einer Azubi-Messe. Am Stand der Handelskammer wurde mir erzählt, ich könnte später auch in die Raumfahrt gehen und FIs wären gefragter als Studienabsolventen. Vielleicht denke ich ja falsch, aber ich habe noch niemanden auf der ISS gesehen, der dort ERP-Systeme gewartet hat. Oder die Kosten für seine Hin - und Rückreise kalkuliert. Würde ich mich heute mit meinem Wissen bei der ESA oder Airbus bewerben, würden die mich auslachen. Ich habe viel nice-to-know-Wissen, kann auch CLI-Tools programmieren, wie ein Wilder. Ich kann mit ERP und dem ganzen Drumherum arbeiten, aber komplexe Systeme für einen Lander oder für ein Triebwerk etc. könnte ich nicht mal eben entwerfen. Mir fehlen alleine Kenntnisse in C/C++/C#. Ich verdiene derzeit 1600 € im 2. Lehrjahr. Mit Boni.Dafür leben wir in der Matrix und führen ein fiktives Unternehmen als Azubis. Mich hat heute schon wieder die Scrum-Hölle aus dem Wochenende zurückgeholt und das Daily war die reinste Telenovela. Unser Azubi-Beauftragter spielt die Rolle eines Scrum-Diktators und dreht das Hamsterrad nur noch schneller. Krass.
Gestern um 08:221 Tag vor 2 Minuten, Font_Fanatiker hat gesagt:Ich kann mit ERP und dem ganzen Drumherum arbeiten, aber komplexe Systeme für einen Lander oder für ein Triebwerk etc. könnte ich nicht mal eben entwerfen. Mir fehlen alleine Kenntnisse in C/C++/C#.Naja, aber als kaufmännischer Azubi lernst Du zunächst das Handwerk ( präziser gesagt eben den Kaufmann ). Das ganze HighEnd Wissen kommt nach dem Erstabschluss.Wenn Du Dir mal Deine "Sachliche und zeitliche Gliederung" ansiehst dann steht da nochmal im Detail was Du lernst ( oder lernen solltest ? )Im Moment scheint niemand gefragt zu sein weil die Wirtschaft im Eimer ist. Nach meinen Beobachtungen haben das Studierte noch schwerer als FiSis, aber kaum jemand stellt aktuell einIch bleib dabei, nach zwei Jahren durchziehen und danach spezialisieren
Gestern um 08:261 Tag Autor Allgemein mal Danke an euch alle. Ich fühle mich, als stünde ich kurz vor einem Burnout. Ich wüsste momentan auch gar nicht, was ich alternativ machen könnte. Alle sagen mir, dass ich ohne Abschluss keinen Job in der IT bekomme, aber andererseits arbeiten bei uns überall Leute, die aus anderen Teilen der Welt kommen und gar keinen formalen Abschluss haben. Die haben sich einfach seit x Jahren mit dem Thema beschäftigt und in dem Bereich gearbeitet. Von denen hat keiner ein Diplom oder irgendwas. Die plotten dir Code raus und verkriechen sich 2 Stunden in irgendeinem Erdloch und haben das ganze System neu erfunden. Wie gesagt: Ich lebe voll in der Matrix. In der Berufsschule hört man von anderen, dass die in ihren Betrieben ganz anders ausgebildet werden. Wir können da teilweise gar nicht mitreden.
Gestern um 08:281 Tag Dann vergleich mal diese benannte Gliederung mit Deiner echten Ausbildung und such das Gespräch mit dem Ausbilder. vor 1 Minute, Font_Fanatiker hat gesagt:ohne Abschluss keinen Job in der IT bekommedas ist die neue Wirklichkeit ...
Gestern um 09:521 Tag vor 1 Stunde, Font_Fanatiker hat gesagt:Die haben sich einfach seit x Jahren mit dem Thema beschäftigt und in dem Bereich gearbeitet.Das sind halt die Ausnahmen o die haben auf das richtige Pferd gesetzt. Stand heute hattest du kaum Erfahrung und kein Wisch. Wenn du dich bei der NASA bewerben würdest würde die Absage sehr schnell kommen.Deine Skills baust du nach der Ausbildung/Studium auf vorher lernst du alle Sachen die drankommen könnten. Zb Hin und Rückflug wird nicht jeder von uns machen aber wenn du Projekte starten möchtest in der IT, erwartet der CEO o Kunde einen saubere Business case/ROI.vor 1 Stunde, Font_Fanatiker hat gesagt:Wie gesagt: Ich lebe voll in der Matrix. In der Berufsschule hört man von anderen, dass die in ihren Betrieben ganz anders ausgebildet werden. Wir können da teilweise gar nicht mitreden.Das passiert leider oft und war bei mir auch nicht anders. Ich habe einfach die Ausbildung abgeschlossen und danach meine Fähigkeiten selbst aufgebaut und auf stellen beworben die es fordern und fördern.Du sagtest du kannst kein C oder C++. Entweder wartest du bis jemand es dir beibringt o du machst es selbst.... Letzteres bringt mehr als zu hoffen dass dein AG dir vl hilft...
Gestern um 10:061 Tag Dein Betrieb wird für sich aus seinem Verhalten sicher einen Nutzen haben. Sonst würde er ist nicht so machen.
Gestern um 13:431 Tag vor 18 Stunden, Font_Fanatiker hat gesagt:Meiner Meinung nach, hat die Ausbildung nicht die Bohne mit MINT zu tun. Die Uni-Praktikanten machen viel mehr mit Kryptografie, Sicherheit, entwickeln Algorithmen ... ich sitze mit meinen Leidensgenossen in einem Gemeinschaftsbüro und kümmere mich nur um kaufmännischen Scheiß. Marketing, Bilanzen, GuV etc. es hängt mir zu den Ohren raus.An der Uni lernt man kaum praktische Informatik, sondern die theoretische Informatik. Da hast du es viel mehr mit Berechenbarkeitstheorie, Beweisen oder der Theorie der formalen Sprachen zu tun und nicht, wie man z.B. OAuth einsetzt oder einen Algorithmus entwickelt, der einen Baum traversiert. Das, was du in der Ausbildung lernen solltest, wird in einem Uni-Studium nur in den ersten beiden Semestern kurz angerissen, um eine Basis zu haben, was der Begriff "Informatik" alles umfasst.Und ganz ehrlich: ich würde aktuell auch keine FIAE-Ausbildung mehr anstreben. Durch die KI wandelt sich der Beruf in Rekordzeit extrem. Es wird nicht mehr viel vom Beruf übrig bleiben, woran ich wirklich Spaß hatte. In absehbarer Zeit wird die KI den Code generieren (macht sie ja jetzt schon vielfach) und der Entwickler ist nur noch dafür da, die KI zu beobachten und den aktuell präferierten Techstack mitzuteilen. In Zukunft wird aber auch wohl der präferierte Techstack wegfallen, weil der für die KI vollkommen egal ist. Der Code wird sich eh nicht mehr angeschaut. Die KI kann auch gleich den Code direkt in Maschinensprache oder zumindest in ein Bytecode generieren. Der Umweg über eine höhere Programmiersprache ist im Prinzip unnötig. Auch schätze ich mal, wird es bei den aktuellen Technologien einen Stillstand geben. Vielleicht gibt es noch ein paar Bugfixes, aber wozu braucht man heute z.B. noch eine neue Angular-, Java- oder C#-Version? Neue Sprach- oder Framework-Features werden ja in erster Linie für Menschen entwickelt. Nicht für Maschinen. Für die Maschine ist es egal, ob der Code objektorientiert, funktional oder kilometerlanger Spaghetticode voll mit GoTos ist. Ich persönlich gehe auch davon aus, dass ich in zwei Jahren Arbeitslos bin und dann auch kaum einen Job finden werde, trotz 15 Jahren Berufserfahrung, weil eine Masse an Informatikern sich um die letzten Arbeitsplätze prügeln werden.Lange Zeit stand ich gegenüber der KI auch sehr skeptisch gegenüber, aber die KI hat das Rennen gewonnen. Ganz egal, wie teuer die Tokens noch werden. Gegen diese Geschwindigkeit kommt keiner an und mit der Geschwindigkeit wird dann das Geld verdient und dann können die Tokens auch 100.000 € pro Monat kosten, wenn die Software innerhalb von 4 Tagen fertig ist. Das sind Preise, die man auch schon heute für eine große Enterprise-Software hinblättern muss, die dann auch noch Monate oder Jahre Entwicklungszeit brauchen. Ich denke zwar, dass es auch in Zukunft weiterhin Softwarefirmen geben wird, weil dies sich immer noch outsourcen lässt, aber es wird nur noch ein kleines Team von Entwicklern geben, die zusammen mit der KI eine Art Blaupause erstellen und dann jede Software nach dieser Blaupause generieren lassen, ähnlich, wie es heute mit dem Techstack ist, nur dass die KI den Techstack vorschlagen wird. Es spielt doch keine Rolle mehr, ob es eine simple monolithische CRUD-Anwendung oder eine komplexe Microservice-Anwendung nach DDD, CQRS und Event Sourcing ist. Die Generierung dauert genauso lange. Alle anderen werden dann die Anwender, die dann mittels der Blaupause die Fachlichkeit beschreiben.Anstatt mich in eine Programmiersprache zu vertiefen, würde ich mir aktuell die Entwicklungen in der KI-Welt anschauen. Der neueste heiße Scheiß heißt ja nun "Harness engineering".
Gestern um 13:501 Tag Autor Einerseits ist es mir klar, dass es denkbar schlecht ist, am Ende ohne Abschluss dazustehen, andererseits habe ich oft Phasen, wo ich mich frage "Wozu mache ich das überhaupt noch?". Es ist ja nicht nur diese lästige Wirtschafts-IT, die wir machen. Es kommt noch eine negative Fehlerkultur hinzu, in welcher man irgendwann auch gar keine Lust mehr hat, sich mit dem Stoff zu befassen. Perspektiven haben wir ohnehin nicht, weil die meisten nicht übernommen werden. Unser Betrieb hat die Abteilungen so zusammengekürzt, dass die meisten Junior Stellen weg sind und durch KI ersetzt werden. Lediglich 1 Azubi aus jedem Fachbereich bleibt. Das entspricht dann 1/3 von uns. Nach uns wird der Betrieb nicht mehr ausbilden. Wir sind somit die letzten und scheinbar will man auch gar nicht mehr so wirklich in uns investieren. Wir machen zwar das "Ausbildungsprogramm" durch, was alle bei uns gemacht haben, aber für uns gibt es kaum Ansprechpartner. Außer unseren Azubi-Beauftragten gibt es niemanden, der für uns da ist. Die, die im Herbst fertig sind, sollen bald ihren Projektantrag abgeben und es ist einfach keiner da, der das betreut. Die mussten sich ein Projekt ausdenken, ohne dass jemand das gecheckt hat. Keiner kommt so richtig mit Informationen rüber. Die Kollegen aus den Projektteams haben von Azubi-Angelegenheiten gar keine Ahnung und sind alle völlig überlastet und kaum im Betrieb. An manchen Tagen sind wir als Azubis nur mit zwei Kolleginnen aus der Verwaltung da. Wir müssen zwar Wochenberichte anfertigen, aber im Grunde kümmert sich da keiner drum. Die liegen jetzt schon seit 3 Monaten auf dem IHK-Server und keiner hat sie unterschrieben. Mit der aktuellen Woche, wären das dann 13 Wochenberichte. Die Gruppe aus dem 3. Lehrjahr musste wohl kurz vor der Prüfungsanmeldung die Wochenberichte für ein halbes Jahr anfertigen, weil sich niemand dafür interessiert hat. Das sind so Sachen, die neben dem alltäglichen Betrieb ständig durch den Kopf gehen.
vor 10 Stunden10 h Ich würde an deiner Stelle auf keinen Fall abbrechen. Am Ende setzt man doch zwei beziehungsweise drei Jahre in den Sand. Für mich ist auch nicht der Beruf oder die Ausbildung an sich das Problem, sondern viel eher der Betrieb, bei dem du gelandet bist.Den Betrieb kannst du innerhalb der Ausbildung wechseln, auch wenn es zum jetzigen Zeitpunkt vielleicht etwas spät ist. Ich würde es trotzdem über die IHK versuchen. Spätestens nach der Ausbildung kannst du immer noch wechseln; es zwingt dich ja niemand zur Übernahme.Ich verstehe die Frustration, aber viele haben innerhalb ihrer Ausbildung nicht den Idealbetrieb. Als Azubi hat man oft noch gar nicht die Weitsicht oder Erfahrung, um einschätzen zu können, was einen „guten“ Betrieb subjektiv ausmacht und was einem persönlich wichtig ist. Deshalb geht es tatsächlich erstmal darum, die Zeit rumzubringen und den Abschluss in der Tasche zu haben.Wegen des Betriebs die Ausbildung oder alles hinwerfen zu wollen, sehe ich als gefährliches Mindset. Hier passt der Betrieb nicht zu deinen Wünschen, aber diesen temporären Zustand kannst du korrigieren, ohne direkt alles abbrechen zu müssen.
vor 9 Stunden9 h Heyy @Font_Fanatiker,was du gerade erlebst ist weniger ein Problem des Berufsbilds als deines Ausbildungsbetriebs: Einige FIAE‑Azubis landen leider in ERP-/CRM‑Umgebungen und machen nur solcge Anpassungen, Support und kaufmännisch geprägte Aufgaben, obwohl sie sich eigentlich echte Softwareentwicklung vorstellen. Dein Frust ist für mich deshalb absolut nachvollziehbar, aber kurz vor dem 3. Lehrjahr wäre ein Abbruch ein ziemlich harter Schritt zumal dir der Abschluss später viele Türen öffnet. Bevor du das tust, solltest du lieber überlegen, den Betrieb zu wechseln oder die Ausbildung durchzuziehen und dir parallel die technischen Skills aufzubauen (durch eigene private Projekte). Ich denke du bist gerade nur im falschen Umfeld/Betrieb gelandet.Liebe Grüße Audrey 😉
vor 9 Stunden9 h Hi @Font_Fanatiker ,das, was du da erzählst, klingt ehrlich gesagt wirklich krass und auch deine Wortwahl liest sich so, als hättest du innerlich deine Entscheidung schon zu großen Teilen getroffen.Viele Antworten hier gehen in die Richtung: zieh es durch, weila) deine letzten Jahre dann nicht „im Sande verlaufen“ sindb) du dir danach immer noch andere Wege offenhalten kannstIch würde dir gern auch kurz meinen Senf dazugeben, vielleicht hilft dir das ein bisschen weiter. Ich bin kein Weiser oder so, aber ich hab mich in meinem Leben auch schon mit ähnlichen Situationen auseinandersetzen müssen.Grundsätzlich erstmal: Du musst dein Leben für dich leben. Punkt.Da gibt es ein Zitat, keine Ahnung mehr wo ich das aufgeschnappt habe, aber sinngemäß ging das so:„Leb dein Leben nicht für andere, weil wenn es für dich soweit ist, wird keiner den Arm heben und für dich in den Sarg steigen.“Das klingt hart und vielleicht auch übertrieben, aber der Kern ist ziemlich klar. Am Ende hast du dein Leben gelebt, nicht die anderen. Und was bringt es dir dann, Jahre in etwas zu stecken, das dich jeden Tag nur noch frustriert? Selbst wenn du danach theoretisch wechseln kannst, bleibt die Frage: zu welchem Preis?Zu Punkt a): Zeit ist endlich.Wenn ich das mal überspitzt sage: Willst du lieber 1–2 Jahre „verloren“ haben (wobei das eigentlich auch nicht stimmt, weil du fachlich und menschlich trotzdem was mitnimmst), oder willst du 40+ Jahre in einem Job festhängen, der dich komplett auslaugt? Ich glaube, du weißt selbst, was sich schlimmer anfühlt.Ich verstehe auch total, dass nicht jeder Betrieb nur „ERP-Kram“ macht und es draußen deutlich spannendere Sachen gibt. Und ja, die anderen hier haben nicht Unrecht: mit einem Abschluss in der Tasche sind deine Optionen einfach deutlich größer. Gerade im aktuellen Markt, wo Junior-Stellen sowieso nicht (mehr) hinterhergeworfen werden.Und genau da ist auch der Punkt: Ohne Abschluss wird es nicht unbedingt leichter. Es gibt immer Leute, die sich alles selbst beigebracht haben, aber das sind oft Ausnahmen oder Leute, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren. Darauf zu setzen ist leider ein ziemliches Risiko.Was mir bei dir aber vor allem rausliest: Es ist nicht nur der Inhalt der Ausbildung, sondern auch das Umfeld. Fehlende Struktur, wenig Ansprechpartner, kaum echte Betreuung, schlechte Kommunikation. Das zermürbt halt auf Dauer komplett, egal in welchem Beruf.Und ich glaube genau da müsste man eher ansetzen: nicht direkt alles hinschmeißen, sondern schauen, ob sich das Umfeld noch ändern lässt (Betriebswechsel, Gespräch mit IHK, etc.) oder ob du zumindest den Abschluss noch als Absicherung mitnimmst und dir parallel schon das aufbaust, was du eigentlich machen willst.Ich will dir da nichts schönreden: Wenn du wirklich komplett raus bist, ist das ernst zu nehmen. Aber ein Abbruch kurz vor dem Ende ist halt auch eine Entscheidung, die dich langfristig stärker einschränken kann als dir jetzt vielleicht bewusst ist.Am Ende musst du selbst entscheiden, ob du noch genug Energie hast, das Ding zu Ende zu bringen oder ob du sagst, dass es dich gerade mehr kaputt macht als es dir bringt. Beides ist nachvollziehbar, aber die Konsequenzen sind eben unterschiedlich.Triff die Entscheidung, die sich für dich richtig anfühlt. Die Welt da draußen ist groß, und am Ende des Tages bist nur du derjenige, der mit den Konsequenzen leben muss.
vor 8 Stunden8 h Autor Ich muss euch leider mitteilen, dass ich heute tatsächlich gekündigt habe. Wir haben heute ein Meeting mit unserem Ausbilder gehabt, der uns gegenüber im höchsten Maße respektlos aufgetreten ist. Wir arbeiten gerade an einem KI-gestützten System, was die Handschrift unser Kunden auf Bestellformularen mit zuvor angelegten Schriftproben abgleichen soll, um diese zu verifizieren. Genauso soll es die Möglichkeit geben, Stundenzettel von Monteuren mit dem Programm zu analysieren. Jedenfalls wollten wir uns heute besprechen und unser Ausbilder stellte die ganze Gruppe als Bescheuerte hin, vergriff sich mehrfach im Ton und in seiner Wortwahl, wodurch wir den Raum verlassen wollten. Beim Hinausgehen schubste der Ausbilder einen von uns, wodurch es schließlich zu einer handfesten Auseinandersetzung kam. Danach brach das absolute Chaos aus. Ich habe meinem Ausbilder in Notwehr zwei Faustschläge verpasst, die Polizei war da, der ganze Betrieb stand still usw. Fakt ist: Da gehe ich nicht mehr hin. Dass es so schnell, so eskaliert, hätte ich mir nie träumen lassen. Sowas geht gar nicht. Ich zittere immer noch.
vor 8 Stunden8 h Verdammt das tut mir Leid zu hören. Beruhige dich irgendwie erstmal. Ich wünsche dir weiterhin alles, alles Gute.
vor 8 Stunden8 h Damit ist aber die weitere Zusammenarbeit mit dem Betrieb offenkundig unzumutbar geworden.Da sollte ein Wechsel der Ausbildungsstätte ja begründet sein.Bei der IHK gibt es auch 'Vermittler' die man in solchen Fällen einschalten kann.Schnell einen anderen Betrieb ausfindig machen und dort die Ausbildung zu Ende bringen.PS: Das dies nicht einfach von allein passiert, ist klar.
vor 8 Stunden8 h Autor vor 22 Minuten, iLollek hat gesagt:Verdammt das tut mir Leid zu hören. Beruhige dich irgendwie erstmal.Ich wünsche dir weiterhin alles, alles Gute.Momentan sitzen wir hier und warten. Danke.
vor 4 Stunden4 h vor 3 Stunden, Font_Fanatiker hat gesagt:Momentan sitzen wir hier und warten. Danke.Wünsche dir nur das beste, ich hoffe das klärt sich alles auf. Wir drücken dir alle die Daumen hinsichtlich des fortführen der Ausbildung in einem (hoffentlich) besseren Betrieb. Bearbeitet vor 4 Stunden4 h von CtrlAltAudrey
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