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Wie weiter nach bescheidener Ausbildung?


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Moin,

meine Ausbildung nähert sich dem Ende (ich bin FISI 2.LJ und werde verkürzen). Leider ist meine Ausbildung alles andere als gut gewesen, hauptsächlich habe ich Anleitungen geschrieben und für mich selber gelernt und hatte mit konkreten Technologien nur sehr sehr wenig zu tun. Das habe ich hier an anderer Stelle auch schon geschrieben, leider habe ich trotz Einschalten der IHK usw. nichts an der Qualität der Ausbildung ändern können und bin jetzt einfach nur froh, es schnell zu Ende bringen zu können. Fast alles, was ich weiß und was ich kann, habe ich nur in der Schule, in der Theorie gelernt und nicht praktisch anwenden können. Ich denke nicht, irgendwas draufzuhaben, wo man mich vom ersten Tag an effektiv einsetzen kann. Außer vielleicht wenn es darum geht, simples HTML zu machen oder Hardware einzubauen...

Ich finde Programmierung interessant, in der Schule hatte ich Java, privat habe ich ein  bisschen C, C++ und Python gelernt. Allerdings bin ich da definitiv noch Anfänger. Ich habe versucht, zum zweiten Ausbildungsjahr zum FIAE zu wechseln, leider hat es nicht geklappt.

Datenbanken liegen mir, SQL finde ich interessant. Hatte aber nur bei Übungen in der Schule das Vergnügen.

IT-Sicherheit ist auch ein Interessensfeld, vielleicht noch am ehesten was für FISIs.

Große Preisfrage: Wie komme ich jetzt an einen Job? Wenn ich mir die Stellenanzeigen in meiner Nähe anschaue, sind da entweder studierte Informatiker gesucht oder Ausgebildete mit mehrjähriger Berufserfahrung. Ich habe an eine Trainee-Stelle gedacht, gerade wenn ich Richtung Programmierung gehe, aber auch die richten sich an Akademiker. Aber was machen die, die in die Programmierung nur mal reingeschnuppert haben? Gibt es Arbeitgeber, die einen quasi von 0 auf 100 bringen, ohne dass ich dabei noch ein zwei Jahre am Hungertuch nagen muss?

Ich habe den Eindruck, man erwartet von ausgelernten FISIs, fertig zu sein und sofort eingesetzt werden zu können. Mir ist klar, dass kaum jemand die Stellenanzeigen wirklich zu 100% erfüllt, aber insgesamt habe ich den Eindruck, im Vergleich zu anderen Ausgelernten einfach zu wenig vorweisen zu können. Darüber hinaus denke ich nicht, dass das Arbeitszeugnis gut ausfallen wird, weil ich schon in der Probezeit Mängel in der Ausbildung mit der Bitte um Änderung angesprochen habe. Seitdem galt ich als Nestbeschmutzer und der Arbeitgeber hat einiges unternommen, um mich möglichst schnell rauszuekeln. (Leider ist das der Hauptgrund für die Verkürzung.)

Studium kommt für mich erstmal nicht in Frage, wenn dann in ein paar Jahren neben dem Beruf. Ich bin bei Abschluss 33, habe bis dahin immer weniger als 1000€ brutto gehabt und fände es so langsam mal nett, nicht jeden Cent mehr zweimal umdrehen zu müssen.

 

Was meint ihr? Bin ich einfach zu wenig selbstbewusst? Oder wird es da für mich wirklich eng? Welche Hilfsangebote könnte ich in Anspruch nehmen? Denkt ihr, Zertifikate könnten mich weiterbringen?

Bearbeitet von jk86
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Bewirb dich ganz normal. Meist ist das eigene Skill Empfinden schlechter als es wirklich ist.
Du sagst Hardware einbauen/reparieren kannst du? dann bietet sich doch ein Systemhaus an. Hier wird nicht erwartet das du direkt nach deiner Ausbildung Kundenprojekte alleine umsetzen kannst oder direkt weisst wie man den Server konfiguriert damit er optimiert seine Aufgaben erfüllt.
Du programmierst gerne? Wie schaut es mit der Powershell aus? Ansonsten trau dich einfach mal daran, viele Admintätigkeiten können hierüber getätigt werden.

Auch nach 10 Jahren wirst du noch regelmäßig neue Dinge lernen, das ist das schöne / schwere in diesem Beruf, aber dafür haben die guten Chefs Verständnis.

Das Arbeitszeugnis würde ich einem Anwalt zur Prüfung vorlegen.

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Bewirb dich einfach, gerade Junior Stellen sind genau dafür gedacht, ja einige Firmen verstehen das nicht, andere schrecken erstmal mit übertriebener Erwartungshaltung im Skillprofil ab, aber die meisten geben dir dann doch ne Chance, denn sie wissen das man das meiste lernen kann solange man motiviert ist :) 

Ich bin hier gerade ein gutes Beispiel, ich habe die FIAE Ausbildung gemacht, war da im Customizing an der Firmeneigenen Software tätig, nach der Ausbildung war ich unsicher ob das das richtige für mich ist und bin in den Mainframe Bereich zum Datenbank Admin gewechselt, zu diesem Zeitpunkt waren meine einzigen Vorweisbaren Erfahrungen mit Datenbanken ein Schulprojekt ;) 

Der Arbeitgeber hat mir aber eine Chance gegeben und ich hab jetzt 3 Jahre in dem Bereich gearbeitet, jetzt nach 3 Jahren aber gemerkt das DBA nicht so meins ist und ich lieber wieder mehr in die Programmierung möchte, also Headhunter geschnappt und beworben, auch ganz ehrlich mit dem Hinweis, das ich fast 3 Jahre nicht Programmiert habe und jetzt habe ich zum 1.11. einen neuen Job, Gehalt ist auch nur ganz geringfügig weniger als ich jetzt habe (2k im Jahr), war mir halt auch bewusst das ich mit meiner fehlenden Erfahrung etwas einbußen machen muss beim Gehalt, aber damit kann ich leben :) 

Du siehst also das es durchaus geht und du solltest da echt keine Angst haben, sei ehrlich, zeig das du motiviert bist und es wirklich willst und du bekommst auch was und bei dir wird das ganze sicher noch etwas leichter als bei mir, weil du halt frisch aus der Ausbildung bist und viele Firmen dir da noch nen extra Welpenschutz zugestehen und wissen das sie sich halt nochmal einarbeiten und einlernen müssen. :D 

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vor 53 Minuten schrieb jk86:

Große Preisfrage: Wie komme ich jetzt an einen Job? Wenn ich mir die Stellenanzeigen in meiner Nähe anschaue, sind da entweder studierte Informatiker gesucht oder Ausgebildete mit mehrjähriger Berufserfahrung. Ich habe an eine Trainee-Stelle gedacht, gerade wenn ich Richtung Programmierung gehe, aber auch die richten sich an Akademiker. Aber was machen die, die in die Programmierung nur mal reingeschnuppert haben?

Um eine Stelle als Software-Entwickler zu finden, reicht es meiner Erfahrung nach aus, gut programmieren zu können. Solltest du dann auch noch einen Abschluss aus der IT wie den FiSi vorweisen können, wird dir das die Suche nochmal erleichtern.

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Da ich exakt vor dem selben Problem stehe, würde mich mal Interessieren wie man das dann in der Bewerbung und im Vorstellungsgespräch verpacken soll. Wenn das ganze Wissen fast nur über Schule/eigenes lernen kommt und man auch sonst wenig mit den jeweiligen Technologien zu tun hat, fällt es mir schwer zu glauben das man überhaupt irgendwo genommen wird. Zumal man davon ausgehen kann das die Qualität des Wissens sicher auch nochmal eine Stufe schlechter sein wird, als bei Azubis welche eine gute Ausbildung genießen konnten.

 

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Wenn ihr den AG wechselt werdet ihr sowieso erstmal eingearbeitet.

Niemand ist nach einem Wechsel in den ersten Wochen produktiv. Dazu seid ihr Berufseinsteiger. Also alles im Rahmen.

Das größere Probem wäre es bei dem jetzigen AG zu bleiben und weiterhin stupide Tätigkeiten zu machen. Ohne den "Berufseinsteigerbonus" wird es dann in ein paar Jahren schwierig auf eine anspruchsvollere Stelle zu wechseln.

 

Ich hab mir die gleichen Gedanken gemacht und kann euch sagen: mit entsprechender Motivation und Ehrgeiz kann man sich auch recht schnell in neue Gebiete einarbeiten. Nur nicht den Kopf hängen lassen.

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Danke schonmal für eure Antworten.

Wie ist es mit selbsterstellten Referenzen, z. B. einer Webseite - yay or nay?

Ich denke da an eine kleine Seite mit Datenbank und Spielereien wie z.B. einen Taschenrechner. Lässt sich ja vielseitig umsetzen, z.B. Java + Spring, Python + Flask oder sowas, wenn's kein klassisches PHP sein soll. Ich weiß noch nicht ob ich überhaupt in die Webentwicklung will, aber es wäre mit meinen Skills in absehbarer Zeit realisierbar.

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vor 27 Minuten schrieb jk86:

Wie ist es mit selbsterstellten Referenzen, z. B. einer Webseite - yay or nay?

imo ein klares YAY. Wenn es denn halbwegs ordentlich programmiert ist.

Es gibt zur Zeit viele freie Stellen für Entwickler die mit ReactJS umgehen können. ReactJS + (Flux oder Redux) + MaterialUI sind eine super Kombination um ein awesome Frontend auf die Beine zu stellen, da lassen sich also recht einfach Pluspunkte sammeln.

Im Backend könnte man dann mit nodejs + Express irgendwas aufsetzen, oder man nimmt irgend eine andere Sprache fürs Backend... ich hab bisher nur nodejs und PHP ausprobiert.

 

Bearbeitet von PVoss
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vor einer Stunde schrieb Subsampling:

Wenn das ganze Wissen fast nur über Schule/eigenes lernen kommt und man auch sonst wenig mit den jeweiligen Technologien zu tun hat, fällt es mir schwer zu glauben das man überhaupt irgendwo genommen wird.

Wenn ein Junior Entwickler mit Erfahrung in A, B und C gesucht wird und du das alles, wenn auch privat, vorweisen kannst, warum sollte man dich nicht einstellen wollen? Ganz im Gegenteil, dass jemand sich auch in der Freizeit und nicht nur auf der Arbeit für das Programmieren interessiert zeugt ja davon, dass man Spaß an der Sache hat und sich auch selber in neue Themengebiete einarbeiten kann.

vor einer Stunde schrieb Subsampling:

Zumal man davon ausgehen kann das die Qualität des Wissens sicher auch nochmal eine Stufe schlechter sein wird, als bei Azubis welche eine gute Ausbildung genießen konnten.

Weil ein Azubi  auf der Arbeit mit acht Stunden  im Gegensatz zum Selbstlerner mehr Zeit reinsteckt? Was ist wenn der Azubi nur Routine fährt und der Autodidakt sich jeden Tag privat etwas Neues beibringt? Ich denke man kann das Ganze nicht so pauschalisieren...

vor 23 Minuten schrieb jk86:

Wie ist es mit selbsterstellten Referenzen, z. B. einer Webseite - yay or nay? 

Ich denke da an eine kleine Seite mit Datenbank und Spielereien wie z.B. einen Taschenrechner. Lässt sich ja vielseitig umsetzen, z.B. Java + Spring, Python + Flask oder sowas, wenn's kein klassisches PHP sein soll. Ich weiß noch nicht ob ich überhaupt in die Webentwicklung will, aber es wäre mit meinen Skills in absehbarer Zeit realisierbar. 

Mach die Spielereien wie den Taschenrechner doch als kleine Projekte und präsentiere diese dann auf einer Webseite auf der du dann auch ein bisschen was über dich erzählst.

Ich brenne übrigens so für das Thema, da ich auch mal an eurer Stelle war und ich kann euch sagen: Es ist auf jeden Fall möglich, wenn auch mit viel Fleiß verbunden. ?

Bearbeitet von StillAboutIt
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vor 14 Minuten schrieb StillAboutIt:

Weil ein Azubi  auf der Arbeit mit acht Stunden  im Gegensatz zum Selbstlerner mehr Zeit reinsteckt? Was ist wenn der Azubi nur Routine fährt und der Autodidakt sich jeden Tag privat etwas Neues beibringt? Ich denke man kann das Ganze nicht so pauschalisieren...

Stimmt. Da muss man von Fall zu Fall unterscheiden. Jedoch ist es bspw. mir nicht möglich abends, nach nem stressigen "Support Tag" noch großartig was zu lernen. Bis ich dann mal was neues drin habe dauert es schon seine Zeit. Ich würde jetzt auch mal behaupten das es vielen Azubis so geht, die in Ihrer Firma eher als "billige Arbeitskraft" gesehen werden. Aber meckern bringt ja eh nichts, da muss man wohl wirklich mit viel Fleiß und Motivation an die Sache ran!

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vor 43 Minuten schrieb Subsampling:

Jedoch ist es bspw. mir nicht möglich abends, nach nem stressigen "Support Tag" noch großartig was zu lernen. Bis ich dann mal was neues drin habe dauert es schon seine Zeit. Ich würde jetzt auch mal behaupten das es vielen Azubis so geht, die in Ihrer Firma eher als "billige Arbeitskraft" gesehen werden.

Das kann ich gut nachvollziehen. Du könntest dir ein tägliches Pensum festlegen, so viel wie halt geht, sei es eine halbe Stunde bis Stunde und das dann kontinuierlich durchziehen. Am Wochenende hast du ja wahrscheinlich auch etwas mehr Zeit. Nach und nach sollte sich dann so einiges an Können und Wissen gesammelt haben.

Nur so eine Idee.

Bearbeitet von StillAboutIt
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Ich habe als FISI-Azubi im Betrieb auch nichts besonderes gelernt außer Kabel ziehen und Windows-Clients installieren. Den Großteil meiner Linux-Kenntnisse habe ich mir privat angeeignet.

Ich wusste damals auch nicht, was ich ins Anschreiben schreiben soll, wenn ich mir fast alles selbst angeeignet habe. Also habe ich meinen Lebenslauf online gestellt (absolventa, Stellenbörsen) und dazu geschrieben ab wann ich verfügbar bin, bzw. dass ich Linux-Systemadministrator werden will. Nach gut 1 Monat kamen lauter Anrufe von Headhuntern mit entsprechenden Angeboten.

Headhunter sind heutzutage auch an der Vermittlung von Ausbildungs-Absolventen interessiert und übernehmen die Überarbeitung Deines Lebenslaufs und das Anschreiben fällt weg. Somit wird der Bewerbungsprozess sehr vereinfacht.

Ich gab noch die Bedingung mit an, dass ich in der neuen Stadt vom neuen Gehalt auch leben können und alles selbst finanzieren können will. Damit fielen schon einige Angebote mit 20k-30k in Frankfurt als Beispiel schon weg.

Am Ende hatte ich 3 attraktive Angebote als Junior Linux-Systemadministrator auf dem Tisch und ich habe das beste Jobangebot genommen. Man hat mich als Berufsanfänger gesehen und ich wurde ordentlich in den Beruf eingearbeitet. Parallel zu mir hat auch ein Advanced Systemadministrator angefangen, der viele meiner Schulungen/Trainings mit absolvieren durfte. Einarbeitung gehört bei neuen Mitarbeitern im IT-Bereich immer dazu. Also macht Euch darum weniger Sorgen!

Wechselt lieber gleich nach der Ausbildung als Jahre später. Dann sind die Anforderungen an Euch von Arbeitgeberseite noch nicht so hoch. ;)

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vor 3 Stunden schrieb PVoss:

imo ein klares YAY. Wenn es denn halbwegs ordentlich programmiert ist.

Es gibt zur Zeit viele freie Stellen für Entwickler die mit ReactJS umgehen können. ReactJS + (Flux oder Redux) + MaterialUI sind eine super Kombination um ein awesome Frontend auf die Beine zu stellen, da lassen sich also recht einfach Pluspunkte sammeln.

Im Backend könnte man dann mit nodejs + Express irgendwas aufsetzen, oder man nimmt irgend eine andere Sprache fürs Backend... ich hab bisher nur nodejs und PHP ausprobiert.

 

Ich bezweifle, dass man die genannten Technologien (Node.js, JavaScript, ReactJs usw.) innerhalb kürzester Zeit so erlernen kann, dass man damit sinnvoll arbeiten kann.

Vor allem, wenn man generell keine Erfahrung mit der Programmierung hat. JavaScript ist schon ein sehr großes Thema für sich, das dazu noch sehr schnelllebig ist. Dazu kommt noch HTML, CSS usw. was immer dazu gehört, wenn man sich mit Frontend-Technologien beschäftigt. 

Wenn schon, dann sollte man sich auf eine Technologie konzentrieren und darin Punkte sammeln z.B. PHP für das Backend, Java oder Angular und wenn man darin sicher ist, kann man an den nächsten Schritt denken. 

Es macht auch keinen Sinn, sich vier verschiedene Technologien anzuschauen über Bücher etc. und dann im Vorstellungsgespräch zu behauten, man hat Erfahrungen damit. Im schlimmsten Fall sitzt man nach 3 Monaten wieder auf der Straße.  

 

 

Bearbeitet von topuser
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Das ist ja der Trick an dem Stack - es ist alles JavaScript.

Das CSS was man über Material-UI noch braucht ist es nicht wert erwähnt zu werden, die Elemente sehen von Natur aus sehr gut aus und das was man evtl. anpassen möchte sind Farben und Abstände. Das benötigte HTML wird per JSX geschrieben -> gehört zum ReactJS Tutorial.

Generell - HTML und CSS sind eh kein Hexenwerk, es gibt da die ein oder anderen Kniffe, aber gerade die schwierigeren Sachen werden einem halt durch Framworks abgenommen und selbst vor denen braucht man sich nicht verstecken.

Jedenfalls lernt man per React Konzepte und Syntax die man in Nodejs gebrauchen kann und anders rum.

 

Ich weiß jetzt nicht was "innerhalb kürzester Zeit" bedeutet, aber wenn es darum geht einen Weg in die Webentwicklung zu finden ist das auf jeden Fall eine weitere Möglichkeit. 

vor 5 Stunden schrieb jk86:

Lässt sich ja vielseitig umsetzen, z.B. Java + Spring, Python + Flask oder sowas, wenn's kein klassisches PHP sein soll.

Sind natürlich genauso gut möglich,

Bearbeitet von PVoss
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So wie ich das erlebt habe, hat man gerade in kleineren Firmen durchaus die Chance als "Quereinsteiger" an Jobs zu kommen. Wobei du mit einer FISI Ausbildung ja auch Inhalte aus der Programmierung kennengelernt hast und einen IT-Background hast.

Wenn du dich dafür interessierst und es dir liegt, dann bewerbe dich auf entsprechende Stellen und schau was passiert. Natürlich wird man dir das nicht dort beibringen, sondern erwarten dass du es kannst. Wenn entsprechendes logisches Denken vorhanden ist, kriegt man die Basics aber relativ schnell drauf.

Dazu ist natürlich vieles in Firmen, vor allem wenn sie größere Systeme implementieren, die Logik des eigenen Systems. Dort wird man dann erstmal eingearbeitet. Bevor ich überhaupt programmiert habe, habe ich mich bei uns Wochen lang mit Tabellen, Stati und den abgebildeten Prozessen beschäftigt. Danach gab es auch erstmal kleinere Aufgaben.

Alles was ich nun mache, habe ich mir quasi auch selbstständig im Netz beigebracht. Funktionierenden Code schreiben ist kein Hexenwerk. Schwerer wird es natürlich, wenn der Code sinnvoll abstrahiert wird und lesbar/erweiterbar geschrieben werden soll. Das können aber meiner Erfahrung nach die Wenigsten, sprich auch hier hast du höchstwahrscheinlich noch Zeit und an vielen Stellen machen es einen heutzutage IDEs und andere Tools sehr leicht.

Auch wirst du bei der Arbeit in der Einarbeitungsphase wahrscheinlich nicht 100% ausgelastet sein und kannst dich sicher in die am meisten benötigten Sachen Vorort ein wenig einarbeiten. Klar wenn dir Wissen fehlt, dann bedeutet dass eben auch sich nach Feierabend, vor der Arbeit oder am Wochenende mal hinzusetzen, bis du den Anschluss gefunden hast, das sollte aber bei entsprechender Eignung relativ fix gehen.

Natürlich musst du dich ein wenig verkaufen können, um da erstmal ranzukommen. Kannst ja letztlich sagen, dass du während der Ausbildung festgestellt hast, dass dir die Programmierung eher liegt, hier und da ein paar Hobbyprojekte umgesetzt hast oder auch in der Ausbildung mehr gelernt hast, als das wirklich der Fall war. Wenn du hier ein wenig flunkerst, dann solltest du aber auch das entsprechende Rückgrat haben und dann wirklich Gas geben, damit du den Erwartungen gerecht wirst.

Was die Stellen angeht und was gesucht wird, nicht unbedingt alles ganz ernst nehmen. Ich hab bei den letzten Stellenanzeigen unseren Personaler auf die Finger gehauen, dass er die noch einmal überarbeitet. Der ist bei uns einfach rumgelaufen und hat gefragt was für Technologien so benutzt werden. Am Ende war es quasi eine Stellenanzeige mit Anforderungen ala C#, C++, Java, PHP, JS, HTML, CSS, (PL)/SQL und noch etliche Frameworks und Bibliotheken. Dabei sind das am Ende bei uns 2-3 Bereiche, wo die Leute unterteilt sind und viele Sachen werden nur wenig genutzt. Von dem was ich aktuell mache, habe ich nix in der Ausbildung gelernt.

Sowas schreckt natürlich erstmal ab. Am Ende muss man programmieren können, Interesse und Bereitschaft zeigen, den Rest kriegt man drauf. Haben aber auch bei uns z.B. viele Leute, die wirklich nicht gerade stark sind, trotzdem läuft der Laden und die Leute sind schon 20-30 Jahre an Bord. Wichtiger als Übung und Routine in gewissen Bereichen finde ich, ist es Probleme in kleinere Teilprobleme unterteilen zu können und sich an diese rantasten zu können. Wer das kann, bei dem ist dann letztlich egal, was genau er macht, welche Sprache er nutzt usw.

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Danke für all eure Antworten, Leute ?

Ich möchte gerne auf den ein oder anderen Punkt genauer eingehen, muss aber gerade den Projektantrag fertig kriegen und habe wenig Zeit. Kurzfassung dessen, was seitdem passiert ist: Ich habe mich mit der Webentwicklung mal kurz auseinandergesetzt, bin dabei über diesen Artikel gestolpert und zu dem Schluss gekommen, dass der Backend- oder Fullstack-Bereich für mich doch ganz interessant ist:

  • Es gibt Inhalte, in denen ich als FISI punkten kann - z.B. hab ich kein Problem damit, mich durch die RFCs für HTTP zu wühlen, die technischen Grundlagen für Web-Sicherheit sind da, mit (meinen noch überschaubaren) Linux-Kenntnissen kann ich den LAMP-Stack beschreiten, und ich kenne das Server-Client-Modell in- und auswendig
  • Ich kann die Bereiche C++, Java, Python weiter vertiefen und die Basics kämen mir beim Lernen von JS sehr zugute
  • HTML4 hab ich schon mit 15 selbst gelernt, das war bevor es das Web 2.0 und fancy Entwicklungsumgebungen für jeden Sch*** gab - der Umstieg auf HTML5 dürfte ein Klacks sein, denn wer jede Tabelle damals hart in die Tastatur gehackt hat, vergisst die Tags sein Leben lang nicht ?
  • Datenbanken sind auch mit drin

Mehr dann so nächste Woche, wenn ich wieder mehr Zeit habe.

 

 

Bearbeitet von jk86
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Zitat

der Umstieg auf HTML5 dürfte ein Klacks sein

Der Einstieg in HTML5 ist ein Klacks, einfach weil es im Wesentlichen eine Erweiterung von HTML4 ist - was du in 4 gelernt hast bleibt also größtenteils weiterhin gültig, es kommen einfach noch einige Dinge hinzu. 

Aber: Meint man es mit HTML5 ernst und will mehr als nur den Einstieg, ist eine tiefer gehende Beschäftigung damit auf jeden Fall nötig. Hexenwerk ist das aber auch nicht, nur man muss es halt machen. Schlechten HTML(5)-Code schreiben ist einfach, wir wollen aber guten HTML(5)-Code. Zum Beispiel mit Rücksichtnahme auf Semantik.

Bearbeitet von monolith
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  • 1 Monat später...

Moin Leute,

ich wollte euch mal auf dem Laufenden halten.

Gerade arbeite ich an meinem Abschlussprojekt und habe eine Webseite für eine Freundin, die sich selbstständig macht, in Planung. So langsam strecke ich meine Fühler aus und sammle schonmal interessante Arbeitgeber in der Umgebung. Dabei ist es mir relativ egal in welcher Branche ich lande, solange das Arbeitsklima gut ist, das Team funktioniert und die Bezahlung branchenüblich ist. Bei dem Abschlussprojekt habe ich mich gestern durch Artikel zum Thema TLS gewühlt und herausgearbeitet, ob ich meinem Auftraggeber TLS 1.3 empfehlen würde oder ob 1.2 noch ausreicht. Dabei ist mir aufgefallen, wieviel Spaß mir das eigentlich macht, mich in den technischen Details zu verlieren, mir auch mal die RFCs reinzuziehen, bekannte Angriffsmethoden mit dem Protokoll auf dem Papier durchspielen etc.

Kurz, ich brenne auch für die IT-Sicherheit und kann mir vorstellen, darin zu arbeiten. Die ausgeschriebenen Stellen richten sich aber ausschließlich an Akademiker oder Leute mit einigen Jahren Berufserfahrung. Das kann ich gut nachvollziehen, es ist eben kein Klacks Schwachstellen in einem Algorithmus zu finden, mit meinem mickrigen Berufsschul-Mathe hätte ich da gar keine Chance. Zum Glück ist das Thema ein weites Feld, das lässt sich ja auch mit Backend-Entwicklung gut verbinden. Eine andere Idee war, über die Schiene Netzwerktechnik zu gehen, vielleicht in die Netzwerkprogrammierung einzusteigen. So vom Prinzip her sind Sockets ja relativ simpel. Was meint ihr dazu? Habt ihr Tipps, wie ich mich da reinfuchsen kann, welche Kurse/Zertifikate/Berufswege/Projekte machen da Sinn? Arbeitet jemand vielleicht in dem Bereich und mag mal berichten?

Kann das Abschlussprojekt vielleicht ein Türöffner sein? Es behandelt das Thema Browsersicherheit. Oder ist das für potenzielle Arbeitgeber eher uninteressant? Schauen die sich das überhaupt an, fragen die danach?

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