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Ausbildungsinhalte zu anspruchsvoll / nicht wie erwartet

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Hallo,
ich befinde mich zur Zeit im 1. Ausbildungsjahr zum Fachinformatiker für Systemintegration. Da ich motiviert bin und Spaß an IT habe, bin ich nicht davon ausgegangen auf größere Probleme zu stoßen, trotz mangelnder Vorkenntnisse. Leider sieht die Wirklichkeit nun ein bisschen anders aus ...
Ich habe "nur" einen mittelmäßigen Schulabschluss, und hatte immer Schwierigkeiten mit Mathematik. Die Fachinformatiker, die ich privat und online kennen gelernt habe,  dabei auch einige Ausbilder, haben mir trotzdem zu dieser Ausbildung geraten. Die allgemeine Meinung war recht eindeutig: Mathematik spielt in der FiSi Ausbildung eine ziemlich untergeordnete Rolle, und die Basics zu beherrschen (Prozentrechnung, Zahlensysteme, Dreisatz, Formeln umstellen) sollte locker ausreichen. Auch bei Vorstellungsgesprächen wurde mir dies so mitgeteilt.

Tatsächlich sieht das in meinem Betrieb etwas anders aus, und mir wurde sogar nahegelegt die Ausbildung abzubrechen. Jetzt bin ich ziemlich verwirrt. Es wurde mir mitgeteilt, dass Mathematik ein sehr großer Bestandteil der Ausbildung ist, und dass ich mit mangelnden Mathekenntnissen und dementsprechenden Noten die Ausbildung nicht schaffen werde, bzw. dass dies nicht toleriert wird und ich mit der Kündigung rechnen muss, falls sich meine Leistungen nicht bessern. Das entspricht allerdings überhaupt nicht dem, was ich vorher über die Ausbildung erfahren habe (und in IHK-Abschlussprüfungen gesehen habe). Wie kann das sein? Haben sich die Richtlinien für die FiSi Ausbildung in den letzten 2 Jahren derart geändert?

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Man brauch kaum Mathe, mal abgesehen von (um)rechnen von IP und Co.

Ansonsten wundert es mich, die Firma stellt dich ein, kennt deine Noten, aber macht jetzt druck, weil? Du in Mathe schlecht bist?
Wäre ja so als ob ich ein Frau heirate die 100kg wiegt und dann nach 1 Woche mit Scheidung drohe, weil sie kein Magermodel ist.

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Und vorallem solltest du die Androhung der Kündigung nicht ernst nehmen. Ein valider Kündigungsgrund für einen Azubi lässt sich nicht auf schlechten Fähigkeiten in Mathe aufbauen. Dafür musst du wirklich richtige "Scheiße bauen".

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vor 4 Minuten schrieb Listener:

Und vorallem solltest du die Androhung der Kündigung nicht ernst nehmen. Ein valider Kündigungsgrund für einen Azubi lässt sich nicht auf schlechten Fähigkeiten in Mathe aufbauen. Dafür musst du wirklich richtige "Scheiße bauen".

Naja aktuell dürfte er sich ja noch in Probezeit befinden. Da kann das Unternehmen sehr wohl grundlos kündigen. 

Zitat

Tatsächlich sieht das in meinem Betrieb etwas anders aus, und mir wurde sogar nahegelegt die Ausbildung abzubrechen.

Kam das von deinen Vorgesetzten oder von Mitarbeitern? Weshalb kamen diese auf diese Einschätzung?

bearbeitet von Exception

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Oh, da hast du Recht @Exception. Das habe ich nicht bedacht.

Generell ist jedoch fraglich, wer diese "Aussage" getroffen hat. Der TE kann schließlich nicht von jedem MA des Unternehmens gekündigt werden. 

Die Fragen vom Chief sind allerdings wohl die, die im Kontext des Threads interessant sind. 

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Hallo,

ich befinde mich noch in der Probezeit, also kann mir jederzeit gekündigt werden.
Im Betrieb selbst gibt es keine Probleme. Dort komme ich gut mit den Anforderungen zurecht und werde auch (soweit man das selbst einschätzen kann) als engagiert und interessiert/lernfähig wahrgenommen, zumindest gibt's das als Feedback.

Problematisch ist es in der betriebsinternen Schule und in der Berufsschule. Was dort an Mathematik vorausgesetzt wird, ist nicht wirklich schwer/viel, zumindest haben die meisten anderen aus meinem Jahrgang weniger Probleme  - aber es ist teils absolutes Neuland für mich, während der Lehrer Abitur-Niveau erwartet. Dazu kommt, dass ich eben auch in den Basics nie so wirklich fit war. Ich muss also vieles aufholen, was aber als Grundwissen vorausgesetzt wird. Dementsprechend schlecht sind die bisherigen schriftlichen Tests ausgefallen. Aufgrund dieser mangelhaften Noten haben meine Vorgesetzten meine Eignung für die Ausbildung in Frage gestellt.

bearbeitet von magicbutton

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Gast Konketea

Kannst du mal bei den Mathematik Problemen bitte etwas konkreter werden?

In deinem Eingangspost hast du geschrieben, dass Grundlagen wie "[...] Prozentrechnung, Zahlensysteme, Dreisatz, Formeln umstellen" machbar für dich sind und du daher auch davon ausgegangen bist, dass dies dir in der Ausbildung keine Probleme bereiten sollte.

Jetzt schreibst du, dass Teile für dich "absolutes Neuland " sind und dein Lehrer "Abitur-Niveau" erwartet. Mir (uns) fehlt hier wirklich die Fantasie, von welchem Mathematik Stoff du da konkret sprichst, wenn man die Themen aus deiner Aufzählung mal ausklammert. Mehr wird doch tatsächlich in der Ausbildung nicht durchgekaut (?)

 

bearbeitet von Konketea

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Frag doch mal denjenigen warum du abbrechen solltest und für was du das später brauchst.

Hört sich für mich nach nem arschloch an. Wenn du Defizite hast, sollte man dir Tipps geben wie du diese ausgleichst und dich nicht dazu bringen hier ein Thema diesbezüglich zu eröffnen.

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Ich bin aktuell auch in de Probezeit und in der Berufsschule haben wir das 1. Lehrjahr mit den FISIS zusammen.

Das einzige Fach, in dem wir aktuell sowas wie Mathe haben, ist IT und Vernetzte Systeme. In IT lernen wir die Grundlagen der verschiedenen Zahlensysteme und wie man diese ineinander umrechnet. Das ist aktuell viel rechnen, aber wie ich finde, nicht wirklich Mathe. Zumal wir für jede Rechnung ja auch relativ gut erklärt bekommen, wie man es genau umrechnen muss. Sprich man muss sich eigentlich immer nur ein paar Rechenschritte merken und dann einfach nach Schema vorgehen.

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Das kommt mir jetzt auch etwas merkwürdig vor und scheint mit den Anforderungen der betriebsinternen Schule zusammen zu hängen.

Bringe doch mal ein konkretes Beispiel, von dem Du meinst, dass es sich um eine Abitur-Anforderung handelt. (Differential- und Integralrechnung wurde ja schon genannt - dass ist aber definitiv keine Anforderung an dem Niveau für eine IHK Prüfung zu o.g. Ausbildungsberufen).

Wenn dieses Unternehmen mit seiner betriebsinternen Schule diese Anforderungen an Azubis für diese Berufe stellt würde ich mir allerdings auch die Frage stellen, ob es als Ausbildungsbetrieb geeignet ist. Aber das kann ein Forum so nur schwer aus der Ferne beurteilen, daher solltest Du konkrete Beispiele bringen.

Es gibt natürlich Unternehmen, die recht "ehrgeizige" Anforderungen an ihre Azubis stellen und vielleicht auch schon auf ein Duales Studium vorbereiten wollen. Wenn dem so wäre, wäre sicher ein ernsthaftes Gespräch mit allen Beteiligten angebracht. Im Zweifelsfall ggf. auch als Azubi die Entscheidung zu treffen, ein anderes Unternehmen zu wählen für den Ausbildungsberuf. Aber das ist eine schwerwiegende Entscheidung und sollte keinesfalls leichtfertig getroffen werden. Deswegen erst einmal die Bitte mit konkreten Beispielen.

bearbeitet von tkreutz2

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Ich habe noch etwas vergessen. Es scheint ja schon ein Gespräch gegeben zu haben. Unabhängig einer möglichen rechtlichen Situation, sollte man immer auf sein Bauchgefühl hören.

Also wenn wir das Szenario mal weiter entwickeln. Das Unternehmen bekommt einen auf den Deckel, weil es falsche oder zu hohe Ansprüche an die Azubis gestellt hat. Dann würde es ja nicht helfen, dort bleiben zu wollen. Denn nach einer "rechtlichen" Auseinandersetzung kann man sich vorstellen, wie zukünftige Aufgaben dort aussehen würden. Das wäre keine gute Basis mehr für eine gute Zusammenarbeit.

Aus taktischer Sicht würde ich in dieser Situation auf eine Kündigung des Ausbildungsvertrages durch das Unternehmen bestehen. Dann rechtlichen Beistand suchen, Beraten lassen und gleichfalls nach einem neuen Ausbildungsbetrieb Ausschau halten.

Ich würde in einem Betrieb, in dem ich mich persönlich nicht wohl fühle, keinen einzigen weiteren Tag verbringen. Leider muss man auch schon als junger Mensch lernen, Entscheidungen zu treffen, die manchmal sehr hart sind.

Vor dem "harten" Weg dieser Auseinandersetzung, besteht vielleicht noch mal die Möglichkeit eines Gesprächs. Dann sollte aber jemand mit dabei sein, der auch vermitteln kann und auf der Seite des Auszubildenden steht.

@All

Ich fürchte, es hilft dem Jungen auch nicht, wenn er irgendwelche Aufgaben hier nun postet und dass Forum dann sagen würde, ja die Anforderungen sind zu hoch. Leider steht ein Auszubildende in der schwächeren Position, selbst wenn er Recht hätte, würde ihm die Erkenntnis höchstens einen Bärendienst erweisen. Denn die Folgen muss man auch bedenken und Mobbing kann mitunter zu schweren Erkrankungen führen. Denn so wie die Schilderungen sind, wird sich ein solches Unternehmen auch nicht maßregeln lassen.

Mein Rat - suche Dir ein Unternehmen, was Dich auch so nimmt, wie Du bist ohne wenn und aber.

bearbeitet von tkreutz2

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vor 22 Minuten schrieb tkreutz2:

Aus taktischer Sicht würde ich in dieser Situation auf eine Kündigung des Ausbildungsvertrages durch das Unternehmen bestehen. Dann rechtlichen Beistand suchen, Beraten lassen und gleichfalls nach einem neuen Ausbildungsbetrieb Ausschau halten.

Na ganz ruhig mit den jungen Pferden, wir wollen hier mal nicht übers Ziel hinausschießen.

Erstmal generell: Die FiSi Ausbildung ist ohne weitere Probleme mit einem Realschulabschluss zu meistern. Ich selbst habe mein Abitur auch nach der 11. Klasse "pausiert" :). Die erforderlichen Mathekenntnisse beschränken sich hierbei wirklich auf Basics, wie schon mehrfach genannt wurde.

Nur weil die betrieblichen Anforderungen an die Mathekenntnisse augenscheinlich zu hoch sind, muss man doch nicht gleich alles hinschmeißen. Erstmal kann man mit dem Betrieb bzw. mit dem Ausbilder nochmal reden. Eventuell gab es hier nur ein Missverständnis bzw. der Themenbereich lag dem TE einfach nicht. Falls es sich um wirklich Defizite handelt, kann man diese ja auch nachholen. Das erfordert Eigeninitiative und die Bereitschaft sich damit in der Freizeit zu beschäftigen, aber sollte auch kein Weltuntergang sein.

Sollten die Defizite nicht mit Eigeninitiative auszugleichen sein, kann man immer noch über Nachhilfe nachdenken. Erst dann würde ich überhaupt erst mit dem Gedanken spielen zu kündigen.

In der Probezeit der Ausbildung ein Unternehmen zu verlassen macht sich nie gut in seiner CV.

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Generell bin ich auch der Meinung, dass die angegebenen Mathekenntnisse für die Ausbildung ausreichen sollten. Ich selbst war wirklich kein Mathegenie und habe die Ausbildung auch nach der mittleren Reife damals begonnen und auch ohne Probleme bezgl. Mathe abgeschlossen.

Mich würde ebenfalls ein Bespiel interessieren.

Ansonsten schließe ich mich den Vorrednern an. Mach dich nicht verrückt mit Lernen ist das zu schaffen. Ich finde es im übrigen nicht gut, dass dein Betrieb solche Aussagen trifft, anstatt dir Hilfe anzubieten und dich zu unterstützen.

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Am 2.10.2019 um 21:36 schrieb magicbutton:

- aber es ist teils absolutes Neuland für mich, während der Lehrer Abitur-Niveau erwartet. Dazu kommt, dass ich eben auch in den Basics nie so wirklich fit war.

Moment Moment... Es ist quasi fakt, dass du kein Abiturmathe brauchst für die Ausbildung. Du solltest lediglich das mathematische Verständnis mitbringen für das Subnetting und die Logik, die sich dahinter verbirgt aber wenn dein Lehrer darauf großen Wert legt, dass das du die Differenzial und Integralrechnung im Schlaf lösen kannst (Beispiel), solltest du ihm mal in einer ruhigen Minute den Rahmenplan unter die Nase legen.

2. Wenn dein Betrieb dir RÄT, die Ausbildung abzubrechen, ist das schon echt mager von deinem Betrieb aus. Hat dein Betrieb bzw. dein Ausbilder Plan über den Rahmenplan deine 3-jährigen Ausbildung ? Die scheinen die Meinung und diese Tests deiner Mathematik Lehrkraft echt zu schätzen, sorry für mich am Thema vorbei.

3. Was für eine Mathematikaufgabe solltest du mit deinem vorhanden Sekundarabschluss I bitte nicht lösen können in dem ersten Ausbildungslehrjahr?

Tipp: Lass dich nicht verrückt machen. Sofern Fragen sind zu irgendwelchen Aufgaben, die du nicht verstehen solltest, stell sie hier in dem entsprechenden Topic und wir werden versuchen dir zu helfen.

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Mich interessieren die Themen und konkrete Aufgabenstellungen, die hier erwartet werden. Ohne das einmal gesehen zu haben ist das für mich 'ne Gleichung mit zu vielen Unbekannten (hö hö) und es lässt sich nicht sagen, wo das Problem wirklich liegt: bei deinem Lehrer oder dir selbst. Ich vermute letzteres und glaube, dass die Angabe des Schwierigkeitsgrades ("Abitur-Niveau") auch schon dadurch verfälscht wird, dass Probleme mit den Basics bestehen...

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