24. Juli 20178 j Hallo zusammen, hĂ€ufig wird hier im Forum gefragt, welche Möglichkeiten es gibt, sich nach der Ausbildung weiterzubilden und einen höheren Abschluss zu erlangen (aktuell z.B. hier oder hier). Das Duale Studium ist dabei sicherlich eine interessante Option fĂŒr ehemalige Azubis, da man wĂ€hrend des Studiums beim Arbeitgeber beschĂ€ftigt bleiben kann und auĂerdem auch noch Geld verdient. In meiner aktuellen Podcast-Episode spreche ich mit drei Studierenden ĂŒber ihr duales Studium der angewandten Informatik bzw. Wirtschaftsinformatik. Und ich trage als Dozent im Studiengang Business Administration & IT auch meine eigenen Erfahrungen bei. Duales Studium mit Gerda Feldhaus, Elena Hollen und Markus Amshove Ich fasse hier mal kurz einige Vor- und Nachteile des dualen Studiums zusammen: Vorteile In kurzer Zeit zwei AbschlĂŒsse (Bachelor und z.B. Fachinformatiker) in der Tasche. Praxiserfahrung im Unternehmen wird verbunden mit wissenschaftlicher Arbeitsweise. Arbeit in kleinen Gruppen, angenehme ArbeitsatmosphĂ€re, direkter Kontakt zu Dozenten. AusbildungsvergĂŒtung wĂ€hrend der gesamten Studienzeit. HĂ€ufig praxiserfahrene Dozenten. Nachteile Ausbildung und paralleles Studium sind kein Zuckerschlecken und erfordern einen hohen Arbeitseinsatz. Die Ausbildung steht im Vergleich zum Studium eher im Hintergrund. Der erzwungene Theorie-/Praxistransfer ist optimierungswĂŒrdig. Inhalte des Studiums passen hĂ€ufig nicht zu den Anforderungen der Unternehmen. Hat jemand von euch Ă€hnliche oder ganz andere Erfahrungen mit dem dualen Studium gemacht? Vielleicht können wir weitere Punkte zusammentragen, um eine Entscheidungshilfe zu bieten. Viele GrĂŒĂe! Stefan
24. Juli 20178 j Hallo Stefan, nur als Anmerkung, das duale Studium ist nicht zwingend mit Ausbildung verknĂŒpft. Zwar haben vermutlich viele genau das im Kopf wenn sie Dual hören, allerdings ist es tatsĂ€chlich in der Minderheit. Die Mehrheit macht ein duales Studium ganz ohne Ausbildung. Â
24. Juli 20178 j Also wenn man die ersten beiden SĂ€tze liest, bezieht sich Stefan ja schon auf ein duales Studium nach der Ausbildung. Sobald er allerdings auf die Vor- und Nachteile, die sich aus seinem Podcast ergeben haben, eingeht, liest es sich schon so, als ob lediglich von die Option gleichzeitiges Studium in der Ausbildung die Rede sei. Das hat mich auch ein wenig verwirrt tbh. ^^ vor 15 Minuten schrieb Graustein: Die Mehrheit macht ein duales Studium ganz ohne Ausbildung. Wo genau liegt dabei eigentlich der Unterschied zwischen einem dualen und einem berufsbegleitenden Studium? Oder ist das einfach nur ein anderer Begriff fĂŒr das gleiche Modell? FĂŒr mich war immer das duale Studium direkt mit einer betrieblichen Ausbildung verbunden. Bearbeitet 24. Juli 20178 j von Rienne
24. Juli 20178 j Beim berufsbegleitenden Studium ist man imo primÀr Arbeitnehmer. Das Studium ist da ja auch eher auf eine etwas lÀngere Studiendauer ausgelegt.
24. Juli 20178 j Autor vor 33 Minuten schrieb Graustein: nur als Anmerkung, das duale Studium ist nicht zwingend mit Ausbildung verknĂŒpft. Da habe ich mich tatsĂ€chlich etwas missverstĂ€ndlich ausgedrĂŒckt. NatĂŒrlich kann man ein duales Studium mit einer Ausbildung kombinieren, aber auch nach einer Ausbildung noch dual studieren. vor 33 Minuten schrieb Graustein: Die Mehrheit macht ein duales Studium ganz ohne Ausbildung. Unserer Erfahrung nach macht der gröĂte Teil der dualen Studierenden ein Studium parallel zur Ausbildung und nicht ohne. In meinen eigenen Kursen haben max. 1-2 Leute schon eine Ausbildung und bei meinen ehemaligen Azubis ist das genauso. ZusĂ€tzlich habe ich auch viele duale Studierende in der IHK-PrĂŒfung. Aber das kann natĂŒrlich je nach Studiengang auch unterschiedlich sein. Ich wĂŒrde aber behaupten, dass der eigentlich Sinn des dualen Studiums doch genau darin liegt: Ausbildung und Studium gleichzeitig. Insgesamt aber ein wichtiger Hinweis: Das duale Studium kann als Weiterbildung nach der Ausbildung genutzt werden, aber sicher auch als Alternative/ErgĂ€nzung zur Ausbildung. Von daher erweitern wir unsere Pro/Contra-Liste doch gerne um diesen Aspekt!
24. Juli 20178 j vor 43 Minuten schrieb stefan.macke: Da habe ich mich tatsĂ€chlich etwas missverstĂ€ndlich ausgedrĂŒckt. NatĂŒrlich kann man ein duales Studium mit einer Ausbildung kombinieren, aber auch nach einer Ausbildung noch dual studieren. Oder man macht einfach direkt nach der Schule ein Duales Studium. Ohne Ausbildung. Wie jemand weiter oben schon geschrieben hat: Es gibt mehrere Modelle die unter dem Begriff "Duales Studium" laufen.
24. Juli 20178 j vor 2 Stunden schrieb stefan.macke: Unserer Erfahrung nach macht der gröĂte Teil der dualen Studierenden ein Studium parallel zur Ausbildung und nicht ohne. Hatte mal eine Statistik dazu gesehen und der GroĂteil macht eben ohne Ausbildung. Was imho auch viel mehr SInn macht, denn Sorry, FI + Informatiker B.Sc. da ist der FI einfach "ĂŒberflĂŒssig", sofern genug Praxis nebenbei rankommt. In der Zeit die das Studium wegen der Ausbildung lĂ€nger dauert kann man auch gemĂŒtlich noch den master machen oder schon wertvolle Berufserfahrung anch dem Studium sammeln. Es gibt ĂŒbrigens (min) 3 Arten vom "dualen Studium". 1. Das eben mit Ausbildung 2. Das praxisintegrierte an einer normalen FH oder Uni 3. Duales studium an einer DH (z.B. BaWĂŒ) Dual kommt ja auch nicht von Ausbildung + Studium sondern wegen Theorie + Praxis
24. Juli 20178 j vor 35 Minuten schrieb Graustein: Was imho auch viel mehr SInn macht, denn Sorry, FI + Informatiker B.Sc. da ist der FI einfach "ĂŒberflĂŒssig", sofern genug Praxis nebenbei rankommt. Ich wĂŒrde die vorherige Ausbildung vor einem Studium nicht einfach als ĂŒberflĂŒssig abtun. Bei uns kommen die Studenten mit einer IT-Ausbildung sehr viel besser mit bzw. mĂŒssen beachtlich weniger Arbeit investieren, als diejenigen die zwar in der IT arbeiten aber keine IT-Ausbildung vorzuweisen haben. Gerade bei den technischen Vorlesungen. Bei den BWL-Vorlesungen liegen wiederum diejenigen vorne, die eine kaufmĂ€nnische Ausbildung besitzen, selbst wenn sie danach nur noch in der IT gearbeitet haben. Eine vorherige Ausbildung kann sich also definitiv sehr positiv auf die Noten des Studiums auswirken und ĂŒberdurchschnittliche Noten im Studium wirken sich normalerweise immer positiv auf das zukĂŒnftige Gehalt und die Stellenauswahl aus. Bearbeitet 24. Juli 20178 j von Sullidor
24. Juli 20178 j Hallo Stefan, kannst du bitte prĂ€ziser sagen, aus wessen Sicht (Betrieb oder Studierender) und im Vergleich womit (Berufsausbildung, Direktstudium, ...) die Vor- und Nachteile sein sollen?  Danke Â
24. Juli 20178 j vor 20 Minuten schrieb MartinSt: kannst du bitte prĂ€ziser sagen, aus wessen Sicht (Betrieb oder Studierender) und im Vergleich womit (Berufsausbildung, Direktstudium, ...) die Vor- und Nachteile sein sollen? Das sollte auf der Hand liegen, wenn man es liest. Das ist natĂŒrlich aus der Sicht des Studierenden.
24. Juli 20178 j Autor vor 28 Minuten schrieb MartinSt: kannst du bitte prĂ€ziser sagen, aus wessen Sicht (Betrieb oder Studierender) und im Vergleich womit (Berufsausbildung, Direktstudium, ...) die Vor- und Nachteile sein sollen? Mir geht es primĂ€r um den Vergleich zwischen dualem Studium und reiner Ausbildung bzw. einem Vollzeitstudium aus Sicht der Studierenden. FĂŒr viele angehende ITler ist das duale Studium eine Alternative (oder wie bei uns hĂ€ufig eine ErgĂ€nzung) zur Ausbildung und fĂŒr fertige ITler kann es eine Möglichkeit zur Weiterbildung sein. Wir haben z.B. viele Bewerber auf Ausbildungsstellen, die sich nicht klar sind, ob sie ein duales Studium schaffen wĂŒrden bzw. ob es passend fĂŒr sie ist, und daher eine reine Ausbildung vorziehen. Aber wenn sie dann fertig sind, stellt sich ihnen erneut die Frage, ob dual, berufsbegleitend oder in Vollzeit studiert werden soll. Daher sammle ich fĂŒr beide Zielgruppen Vor- und Nachteile eines dualen Studiums, um eine Entscheidungshilfe zu bieten.
24. Juli 20178 j @Sulidor beim dualen Studium mit Ausbildung ist aber beides gleichzeitig. Dass es fĂŒr manche besser ist vorher mal handwerklich an der IT was gemacht zu haben ist freilich richtig. gerade heute wo Leute Informatik studieren aber ihren PC nicht abschalten können (Ja Informatik ist nicht IT aber Ahnung schadet nicht). Wer sich hingegen schon IT mĂ€Ăig auskennt der sollte lieber heutzutage gleich studieren.
24. Juli 20178 j Ich bin mit der Ausbildung zum FISI dieses Jahr fertig geworden und studiere seit Beginn der Ausbildung Wirtschaftsinformatik und bin nun im 5. Semester. Dabei hatte ich immer eine ganz normale 40 Stunden/Woche nebst 2-3 Vorlesungen pro Woche (oft auch Samstags). Daneben halt alle 3 Monate 4 Wochen Blockunterricht in der normalen Berufsschule. Was mir gut gefallen hat: Als Wissbegieriger Mensch hat mich das Studium sehr oft dort abgeholt, wo es in der Berufsschule theoretisch aufgehört hat. Vor allem habe ich in der Uni viel ĂŒber die Entwicklung gelernt was ich sehr schnell auch im Beruf umsetzen konnte. Ich habe dann recht schnell an Automatisierungs- und Deployment Prozessen mitgearbeitet ("DevOps") wo sich die Kenntnisse aus der Entwicklung sehr gut mit dem Administrator Wissen aus dem Bereich Virtualisierung, Cloud und eben Deployment ergĂ€nzt haben. Da ich bei einem gröĂeren Softwarehersteller ausgebildet wurde, hat sich das in meinem Fall optimal ergĂ€nzt. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich mir das ganze Wissen aus der Entwicklerschiene niemals in der IntensitĂ€t alleine ohne Studium angeeignet hĂ€tte. Das wĂ€re dann wohl bei einfachen Skripting-TĂ€tigkeiten geblieben. Und ohne die Ausbildung im Bereich der Systemadministration hĂ€tte ich die ganzen TĂ€tigkeiten eines Administrators nicht erlernt. DarĂŒber freue ich mich jetzt im Nachhinein sehr da es mir beruflich bereits einige TĂŒren geöffnet hat. Was mir nicht gefallen hat: Die Klausurphasen waren sehr anstrengend und es kam mehrmals vor, dass sich beispielsweise Uni Klausuren und Berufsschulklausuren geschnitten haben. Da brauchte man ein gutes Zeitmanagement. Vor allem die Zeit von Dezember 2016 bis Mitte Juli 2017 war sehr grenzwertig und dort bin ich auch an meine Grenzen gekommen. Dort musste ich fĂŒr die Ausbildung neben Berufsschulklausuren, dem IHK Projektantrag, die DurchfĂŒhrung des Projektes, die Projektdokumentation und die Vorbereitung auf die schriftliche AbschlussprĂŒfung eben auch noch 4 Klausuren im Studium und 3 Seminararbeiten schreiben. Die Seminararbeiten waren jeweils mit 20 Seiten Netto umfangreicher als das IHK Projekt. Ich hatte jede Woche eine Deadline. Die Monate zogen sich wie ein Kaugummi. Ich bin froh, dass ich das hinter mir habe. SpaĂ hat das nicht gemacht. WĂŒrde ich ein duales Studium empfehlen: Ich glaube nicht dass man eine pauschale Antwort darauf geben. Es gibt so viele Wege ein duales Studium zu absolvieren und eben ja auch noch die Möglichkeit, nach der Ausbildung zu studieren oder eben, wenn man merkt das Studium liegt einem nicht, dann doch noch in die Ausbildung zu wechseln. Man kann hier wahrlich sagen das viele Wege nach Rom fĂŒhren und jeder muss da fĂŒr sich den Weg wĂ€hlen, der sich fĂŒr einen selbst richtig anfĂŒhlt.
25. Juli 20178 j Autor vor 14 Stunden schrieb Andk: Vor allem habe ich in der Uni viel ĂŒber die Entwicklung gelernt was ich sehr schnell auch im Beruf umsetzen konnte. Das finde ich super! Darf man erfahren, an welcher Hochschule du studiert hast? Die mir bekannten Wirtschaftsinformatik-StudiengĂ€nge legen nĂ€mlich leider keinen groĂen Wert auf Softwareentwicklung.
25. Juli 20178 j vor 21 Stunden schrieb Graustein: Es gibt ĂŒbrigens (min) 3 Arten vom "dualen Studium". 1. Das eben mit Ausbildung 2. Das praxisintegrierte an einer normalen FH oder Uni 3. Duales studium an einer DH (z.B. BaWĂŒ) Dual kommt ja auch nicht von Ausbildung + Studium sondern wegen Theorie + Praxis Ich verstehe den Sinn von Variante 1 nicht und wĂŒrde das auch niemandem empfehlen. Ein duales Studium an sich bringt den Vorteil der Ausbildung der PraxisnĂ€he mit und den Vorteil des Studiums der tiefergehenden Theorie. Was soll das "mit Ausbildung" dann bringen? Den IHK-Wisch, weil man dann halt noch die IHK-PrĂŒfung macht? Umsonst mitnehmen kann mans ja, oder wie Oder soll die Ausbildung eine Art "Notfallschirm" sein, dass wenn man das Studium nicht schafft, dann zumindest die Ausbildung hat am Ende? Ich sehe keinen Mehrwert und wĂŒrde mich lieber aufs Studium konzentrieren, bevor man so einen KĂ€se macht. Â
25. Juli 20178 j Wie schon geschrieben, das sehe ich Àhnlich. Vor allem da ja das Studium so ~ 1,5 Jahre lÀnger dauert.
25. Juli 20178 j vor 57 Minuten schrieb bigvic: Ich verstehe den Sinn von Variante 1 nicht und wĂŒrde das auch niemandem empfehlen. Ein duales Studium an sich bringt den Vorteil der Ausbildung der PraxisnĂ€he mit und den Vorteil des Studiums der tiefergehenden Theorie. Was soll das "mit Ausbildung" dann bringen? Den IHK-Wisch, weil man dann halt noch die IHK-PrĂŒfung macht? Umsonst mitnehmen kann mans ja, oder wie Oder soll die Ausbildung eine Art "Notfallschirm" sein, dass wenn man das Studium nicht schafft, dann zumindest die Ausbildung hat am Ende? Ich sehe keinen Mehrwert und wĂŒrde mich lieber aufs Studium konzentrieren, bevor man so einen KĂ€se macht. Beim klassischen dualen Studium, wie es z.B. auch meine alte Firma in Kooperation mit meiner derzeitigen Hochschule anbietet, gibt es aus meiner Sicht gleich einige Vorteile fĂŒr Student und Firma. Daher beruhen meine Aussagen natĂŒrlich auf meinen persönlichen Erfahrungen. Auf andere eventuelle Möglichkeiten oder Hochschulen und Firmen gehe ich ergo auch nicht ein. Hier bewirbt man sich bei einer Firmen, die an dem Programm teilnimmt und mit dem unterschriebenen Vertrag kann man sich dann in der Hochschule einschreiben. Man verbringt dann Phasenweise einige Monate im Betrieb und anschlieĂend einige Monate in der Hochschule. Da die gleichzeitige Ausbildung auf das Studium angerechnet wird, ist man in 3 Jahren mit dem Bachelor durch. Und wenn ich mich richtig erinnere, erlangten unsere dualen Studenten bereits nach 2 Jahren, also knapp ein Jahr frĂŒher als den Bachelor, den Berufsabschluss des FIAE. Gleichzeitig ist Geld hier ganz wichtige Komponente. Denn die Firma bezahlt nicht nur das Studium, sondern der Student bekommt auch ein Gehalt. Ich habe hier leider keine genauen Zahlen erfahren, aber es soll deutlich ĂŒber den AusbildungsvergĂŒtungen eines Azubis liegen. DafĂŒr verpflichtet sich der Student aber auch noch einige Jahre fĂŒr die Firma bei einem etwas geringeren Gehalt, als fĂŒr einen Bachelor ĂŒblich, tĂ€tig zu sein. Laut gewisser GerĂŒchte innerhalb der Firma belief es sich in meiner alten Firma auf 2 Jahre. Dass dieses duale Studium gerade in Branchen mit einer hohen Nachfrage an gutausgebildeten FachkrĂ€ften angeboten wird, spricht ĂŒber die Vorteile der Firmen wohl fĂŒr sich und muss von mir nicht weiter vertieft werden. Die dualen StudiengĂ€nge erfreuen sich hier auch wachsender Beliebtheit und es ist nur schwer eines zu ergattern Bearbeitet 25. Juli 20178 j von Sullidor
25. Juli 20178 j vor 55 Minuten schrieb bigvic: Ich verstehe den Sinn von Variante 1 nicht und wĂŒrde das auch niemandem empfehlen. Ein duales Studium an sich bringt den Vorteil der Ausbildung der PraxisnĂ€he mit und den Vorteil des Studiums der tiefergehenden Theorie. Was soll das "mit Ausbildung" dann bringen? Den IHK-Wisch, weil man dann halt noch die IHK-PrĂŒfung macht? Umsonst mitnehmen kann mans ja, oder wie  Ich sehe es auch, wie andere, dass mir die Ausbildung vor dem Studium (mit Berufserfahrung) sehr viel gebracht hat. Ich weiĂ, wie man mit Systemen umgeht und wie die funktionieren und ich habe Software Engineering in der RealitĂ€t kennen gelernt, was die Kommilitonen nur in der Theorie lernten. Ein weiterer Vorteil ist, dass man einen praxisorientierten Abschluss mit dem Fachinformatiker hat. Wenn man nach dem Bachelor zusĂ€tzlich den Master oder sogar PhD drauf setzen will, gilt man oft als "purer" Theoretiker. Hat man die IHK-PrĂŒfung gemacht, hat man den Nachweis, dass man beides kann und nicht nur "Theoretiker" ist. Ich habe auch schon öfters gesagt, dass ich ein leidenschaftlicher Systemintegrator bleiben werde. FĂŒr mich ist der Bachelor eher etwas wie eine Meister-PrĂŒfung (nach EQR/DQR).
25. Juli 20178 j Vor dem Studium ist ja eben nicht mit dem Studium. Vor dem Studium eine Ausbildung zu machen macht zum Beispiel Ă€lter (und meist reifer) zum studienbeginn. und wegen Theoretiker genau das ist man ja beim dualen Studium eben nicht. AuĂerdem ĂŒbernimmt einen die Firma idR eh, und nach 2-3 Jahren Arbeit ist es wohl total egal ob man mit dem Bachelor noch den FI gemacht hat.
25. Juli 20178 j Ich denke, der Knackpunkt, von Seiten der Studierenden, ist eindeutig die finanzielle Seite. Selbste der "Rettungsfallschirm", wenn man das Studium nicht schafft, hat letztendlich ebenfalls einen finanzieller Hintergrund, da man dann nicht als Studienabbrecher eine komplette Ausbildung durchlaufen muss. Und er hat auf jeden Fall die nĂ€chsten jahre einen festen Arbeitsplatz. Was die Firmen angeht, diese haben nach dem Abschluss des Studierenden, was sich alle Unternehmen wĂŒnschen. Einen Informatiker, frisch von der Hochschule, der bereits mehrere Jahre Erfahrung mit den eigenen Systemen aufweist und zu einem akzeptablem Gehalt vertraglich mehrere Jahre an das Unternemen gebunden ist. Â
25. Juli 20178 j @Sullidor Ich kenne das duale Studium z.B. von der DHBW und das macht absolut Sinn - da muss man nicht drĂŒber reden. Dort gibt es auch monatlich Geld von den Firmen. Es geht mir darum, dass man einen IHK-Abschluss parallel erlangt - das ist doch einfach nur albern. Den IHK-Abschluss in so einen Rahmen kann man ja auch nicht ernst nehmen.
25. Juli 20178 j @bigvic Gerade in StudiengĂ€ngen mit so hohen Zahlen an StudienabbrĂŒchen und wo in diesen Bereichen ein solch hoher Bedarf an FachkrĂ€ften herrscht, finde ich das Konzept eigentlich ziemlich positiv. Die Studierenden mĂŒssen sich ja der kompletten IHK-PrĂŒfung stellen, wie alle anderen Azubis auch. Und wenn es dann kurz vor dem Ende doch nicht klappt, weil am ein einziges Fach einfach nicht schafft, dann muss waren die letzten Jahre nicht umsonst, sondern man kann mit seinem IHK-Berufsabschluss direkt ins Berufsleben starten. Die meisten Studienabbrecher aus "normalen" StudiengĂ€ngen mĂŒssen dann nach 3-8 Jahren Studium nochmal eine komplette Ausbildung durchlaufen. Bei mir hat sich damals jemand beworben, der hat ĂŒber 6 Jahre studiert. Erst Informatik und spĂ€ter Wirtschaftsinformatik. Er war bei beiden StudiengĂ€ngen im letzten Semester an Mathevorlesungen gescheitert. Und trotzdem musste er dann nochmal die Ausbildung durchlaufen. In solchen FĂ€llen finde ich solch einen parallelen IHK-Abschluss sogar fĂŒr sehr sinnvoll. Aber auch nur in solchen FĂ€llen. Denn wenn jemand erst seinen Bachelor erreicht hat, dann war der IHK-Abschluss wirklich umsonst. Ich persönlich wĂŒrde ein System bevorzugen, dass potenziellen Studienabbrechern eine Chance ermöglicht, ab einer bestimmten Erfolgsrate und wenn absehbar wird, dass es knapp werden kann, die Möglichkeit bietet innerhalb eines Semesters an einer IHK-PrĂŒfung teilzunehmen. Â
25. Juli 20178 j vor 13 Minuten schrieb Sullidor: 3-8 Jahren Studium 8? Wer so lange studiert hat eh den Schuss nicht gehört. Ich mein es wird doch recht schnell klar ob ein Studium etwas ist oder nicht, gut wer Mathe 1 5 Jahre schiebt... Geht an vielen Hochschulen eh nicht. Und die Abbrecher können doch verkĂŒrzen. In 2 Jahren einen FI Ausbildung machen ist doch ok. Finde den Aufwand fĂŒr ein bisschen weniger Risiko imo zu hoch, und wer schon vorher Angst hat das Studium nicht zu packen und deswegen dual mit Ausbildung macht, sollte vielleicht nochmal drĂŒber nachdenken.
25. Juli 20178 j vor 3 Stunden schrieb bigvic: @Sullidor Ich kenne das duale Studium z.B. von der DHBW und das macht absolut Sinn - da muss man nicht drĂŒber reden. Dort gibt es auch monatlich Geld von den Firmen. Es geht mir darum, dass man einen IHK-Abschluss parallel erlangt - das ist doch einfach nur albern. Den IHK-Abschluss in so einen Rahmen kann man ja auch nicht ernst nehmen. Also ich bin sehr erstaunt, dass es noch andere Arten des dualen Studiums gibt, ich kannte es lediglich so: - Eine Zeit lang Praxis, dann eine Zeit lang Theorie an einer Hochschule. Die Zeiten variieren von Hochschule zur Hochschule, bzw. Arbeitgeber zu Arbeitgeber. Eine Bekannte von mir studiert dual WI an der DHBW und hat keinen IHK Abschluss nebenbei, es ist insofern ein "reines" Studium, man arbeitet in der Praxiszeit und erhĂ€lt am Ende seinen Bachelor. Ich habe auch in Berlin ehrlich gesagt noch von keinem anderen Modell gehört, als diesem...
25. Juli 20178 j vor einer Stunde schrieb Mackenzie: Also ich bin sehr erstaunt, dass es noch andere Arten des dualen Studiums gibt, ich kannte es lediglich so: - Eine Zeit lang Praxis, dann eine Zeit lang Theorie an einer Hochschule. Das System mit IHK-Abschluss + Bachelor ist vor allem in BundeslĂ€ndern sehr weit verbreitet, wo es keine Dualen Hochschulen/ Berufsakademien gibt. In diesem Fall sitzen die Dualen Studenten mit den Vollzeit-Studenten in den normalen Hochschulen/ manchmal sogar Unis und ziehen so den normalen Stoff + WerkstudententĂ€tigkeit/ Ausbildung durch. An der Technischen Hochschule, wo ich bin, gibt es auch einige angehende Fachinformatiker, die jetzt im 2. Studienjahr ihre IHK-PrĂŒfung ablegen dĂŒrfen.
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