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Ziele für ältere Arbeitnehmer in der IT

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Hallo zusammen,

ich werde nächstes Jahr 50 und in dem Alter fragt man sich langsam, wie der letzte Karriereabschnitt vor der Rente aussehen soll. Ich bin seit  17 Jahren professionell in der IT unterwegs (umgeschult zum FiSi), beschäftige mich aber bereits seit 1990 mit Computern. Seit 12 Jahren habe ich denselben Job bei derselben Firma  als Netzwerk-Admin. Nicht falsch verstehen: Der Job macht mir immer noch Spaß und ich bin im Prinzip zufrieden.

Allerdings merke ich auch, dass es mir immer schwerer fällt neues zu lernen - insbesondere was die neuen Cloud-Technologien betrifft. Ich verspüre auch keine große Lust, im letzten beruflichen Abschnitt zum DevOps-Cloud-Engineer zu mutieren und mich mit Azure und/oder AWS rumzuschlagen  (ich kenne ältere Kollegen, die fahren nun voll auf den Azure-Zug ab - mit dem Ergebnis, dass deren komplette IT nun ab und zu für mehrere Tage offline ist). Was nicht heißt, dass ich mich komplett dagegen sperre neues zu lernen - letztes Jahr habe ich mir Ansible beibgebracht.

Egal, ich möchte nun nicht eine Diskussion "Cloud oder nicht Cloud" vom Zaun brechen.  Mir geht es darum, wohin sich ältere IT'ler entwickeln  sollten. Sich jedes Jahr mit dem neuesten Hype zu beschäftigen ist irgendwann ermüdend. Viele gehen dann ins mittlere Management - dazu fehlt mir aber die Ausbildung und eine kaufmännische Ader habe ich auch nicht. Was mir voschwebt ist eine Art "technische Leitung" mit steuernder und beaufsichtigender Tätigkeit. Das wird in der jetzigen Firma  relativ schwierig, da der  IT-Leiter (mein direkter Chef, mit dem ich wunderbar klarkomme) nicht viel älter ist als ich und ich daher keine Aussicht auf seinen Posten habe :)

Ich weiß nicht, ob es hier Kollegen oder Kolleginnen im selben Alter gibt, aber was stellt ihr euch so vor, wie es jenseits der 50 weitergehen sollte?

 

bearbeitet von harryruhr

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Mit den 17 Jahren BE in der IT hast du doch gerade mal Halbzeit bis zur Rente?! Ich fürchte, wenn man den aktuellen Arbeitsplatz auch weiter inne haben will muss man sich einfach kontinuierlich weiterbilden. Das ist wie beim Sport: Nach langer Pause fällt der Anfang schwer, trainiert man regelmäßig ist das einfacher. 

 

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vor 13 Minuten schrieb sylenz:

Mit den 17 Jahren BE in der IT hast du doch gerade mal Halbzeit bis zur Rente?! Ich fürchte, wenn man den aktuellen Arbeitsplatz auch weiter inne haben will muss man sich einfach kontinuierlich weiterbilden. Das ist wie beim Sport: Nach langer Pause fällt der Anfang schwer, trainiert man regelmäßig ist das einfacher. 

 

Naja, nicht wenn ich mit 63 gehe - 45-Jahre-Regelung und so. Es gab einfach schon viele Trends, in in die man sich reingestürzt hat, die 3 Jahre später aber keinen mehr interessieren, weil dann schon wieder die übernächste Sau durchs Dorf gejagt wird. Die grundlegenden Prinzipien bleiben aber gleich. Von daher auch die Idee mit der technischen Leitung, wo man Aufgrund von Erfahrung anhand von Prinzipien gestalten kann, ohne die konkret verwendete Technologie im Detail zu kennen.

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Den Einstieg in eine Leitungsposition erstmals mit 50 ausserhalb des eigenen Unternehmens halte ich für sehr schwer. Selbst innerhalb des eigenen Unternehmens würde ich da eher einen 30jährigen neu aufbauen. Und insbesondere ein technischer Leiter sollte mit dem heutigen Schnickschnack fit sein bzw. immer offen dafür permanent Neues zu lernen. Wenn du keine Lust mehr auf das Technologiehamsterrad hast, dann würde ich dir empfehlen irgendwas im ÖD zu suchen. Die sind technologisch oft eine Dekade hinterher und hast nahezu Jobsicherheit bis zur Rente.

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Sehe ich anders: Ein technischer Leiter zeichnet sich nicht dadurch aus, dass er den letzten heißen Scheiß bis ins Detail kennt, sondern aus Erfahrung weiß, welche technische Strategie sinnvoll ist. Aber gut möglich, dass dies in einigen Betrieben anders gesehen wird.

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Die Weichen für eine Leitungsposition sollten in dem Alter schon gestellt sein. Wenn das in Deinem aktuellen Betrieb nicht so geht dann bekommst Du das nur mit Wechsel hin ... aber für Leitung brauchst Du solides kfm Wissen, Datenschutz, Perso, Führungsqualitäten. ÖD wenn Du aus der Wirtschaft kommst?? Klappt nicht mehr, zu alt und zu anders. Ich hab auch schon alles mindestens zwei Mal kommen und gehen sehen, spiel die Weisheitskarte aus. Leider sagst Du selbst, dass Dir einiges fachlich fehlt ... das dürfte das Problem sein. Ich lerne auch nicht jeden neuen Scheiss und einige hippe Themen können mich kreuzweise inklusive der Berater. Aber ich hab mein Steckenpferd zb in der Fortbildung und dem Datenschutz gefunden, wofür man erfahren sein sollte. Aber Gesetze lesen muss man auch mögen, für beides. Fortbilden und aus dem Doing raus soweit es geht. Senior Consultant nennt sich das dann ... 

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Gast Konketea
vor 1 Stunde schrieb harryruhr:

Sehe ich anders: Ein technischer Leiter zeichnet sich nicht dadurch aus, dass er den letzten heißen Scheiß bis ins Detail kennt, sondern aus Erfahrung weiß, welche technische Strategie sinnvoll ist.

Wer nicht ergebnisoffen ist, kann keine sinnvollen Entscheidungen im Sinne des Unternehmens treffen. Wer heute noch Cloud und DevOps als Trend bezeichnet, da brauch ich nicht lange rätseln, zu welcher Fraktion derjenige gehört.

Zukünftig erfolgreiche IT Strategien entwickeln und umsetzen, gar als enabler und Treiber für neue Geschäftsmodelle fungieren, ist so jedenfalls nicht möglich.

Bin froh das unser neuer CTO in meinem Konzern sich den ganzen Fortschrittsverweigerern im mittleren Management entledigt hat. Seit dem gehts mit der IT auch wieder aufwärts.

bearbeitet von Konketea

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Nun ist es doch die Diskussion geworden, die ich nicht wollte. Einerseits von "ergebnisoffen" reden, andererseits Cloud und DevOps (was ja nur ein Prozess von vielen möglichen ist) als alleinig möglichen Fortschritt sehen - nun gut. Ich seh ja bereits, wo das bereits bei anderen Firmen hinführt, wo sich den ganzen Tag niemand anmelden kann, weil ein Azure-Dienst nicht geht. Das neue Geschäftsmodell nützt eben recht wenig, wenn  Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit nicht beachtet wurde. Ich wage mal zu sagen, dass da die neue DotCom Blase heranwächst.

 

 

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Hi,

die Frage stellen hier auch 20-Jährige vor, während und nach der Ausbildung. Eigentlich ist es immer das gleiche: Keiner weiss, was sich durchsetzt und was nicht. Siehe IPv6. 

Wenn du fundierte Netzwerkkenntnisse hast, dürftest du kaum Probleme haben mit dem Wissen bis zur Rente weiterzuarbeiten. Ich hätte statt Cloud eher Angst, dass mein IPv4 Wissen nicht mehr benötigt wird.Aber auch im Cloud Bereich sind Netzwerkkenntnisse notwendig, dein Wissen wird also weiterhin benötigt. 

Ich bin zwar erst 42, und bin auch primär im Datenbankumfeld unterwegs, aber auch hier denke ich dass das technische Wissen mir zumindest hilft mich in entsprechende Bereiche einzuarbeiten, sofern nötig. 

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vor 19 Minuten schrieb harryruhr:

Einerseits von "ergebnisoffen" reden, andererseits Cloud und DevOps (was ja nur ein Prozess von vielen möglichen ist) als alleinig möglichen Fortschritt sehen - nun gut.

Da hast du dich verlesen.

Es geht eher darum, dass "Cloud und DevOps" inzwischen seit Jahren in der Branche etabliert sind. Irgendwann hören Dinge einfach auf trendy zu sein und werden genutzt weil sie gewisse Vorteile (und Nachteile) mit sich bringen.

Als jüngerer Kollege; freue ich mich wenn meine technischen Vorgesetzten fachlich auf der Höhe sind und bleiben. Deren konkretes Wissen über die Technologien muss nicht ausgeprägter als meines sein (obwohl ich dann beeindruckt wäre), aber es sollte doch zumindest eine gewisse Gesprächsbasis vorhanden sein.

bearbeitet von PVoss

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vor 2 Stunden schrieb harryruhr:

Sehe ich anders: Ein technischer Leiter zeichnet sich nicht dadurch aus, dass er den letzten heißen Scheiß bis ins Detail kennt, sondern aus Erfahrung weiß, welche technische Strategie sinnvoll ist. Aber gut möglich, dass dies in einigen Betrieben anders gesehen wird.

Also hast du ja schon eine klare Vorstellung und kannst dein Ziel nun konsequent verfolgen. Viel Erfolg.

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Gast Konketea
vor 2 Stunden schrieb harryruhr:

Nun ist es doch die Diskussion geworden, die ich nicht wollte. Einerseits von "ergebnisoffen" reden, andererseits Cloud und DevOps (was ja nur ein Prozess von vielen möglichen ist) als alleinig möglichen Fortschritt sehen - nun gut. 

Ich habe nicht geschrieben, dass es ein alleiniger Fortschritt wäre. 

Wie @PVoss ausführte, sind es bereits Standards die genutzt werden, aber nicht müssen. Sich dem grundsätzlich zu verschließen zeugt halt von keiner ergebnisoffenen Analysefähigkeit, sondern eben von voreingenommenheit. Das ist keine gute Eigenschaft als IT Leiter. 

vor 2 Stunden schrieb harryruhr:

Ich seh ja bereits, wo das bereits bei anderen Firmen hinführt, wo sich den ganzen Tag niemand anmelden kann, weil ein Azure-Dienst nicht geht

Also entweder die Leute beherrschen ihre Technologien nicht oder du verallgemeinerst einen Einzelfall. 

Ich bin bei uns für ein weltumspannenden SSO Service verantwortlich, wo über 30 Anwendungen dran hängen mit mehreren tausend Usern. Hab in den 2 Jahren keine einzige nennenswerte Störung oder Ausfall gehabt. Weder im SSO Service bei Azure, noch in den Applikationen, die teils wieder selbst als Managed Service bei Azure gehostet werden und direkt per Azure VLAN  mit unserem gekoppelt sind. 

Technische Störungen kann es natürlich immer geben. "Den ganzen Tag nicht anmelden" klingt aber halt eher nach einem fehelenden HA und Failover Konzept. 

Ich persönlich hab eher Probleme mit unserer Netzwerk und ITSec Gruppe, die ständig in den Rulsets rumpfuschen und immer wieder Probleme mit den Site2Site VPNs haben. Die reden auch immer davon, dass Azure scheisse ist. In Wirklichkeit kotzt die aber nur an, dass die ihre Sachen nicht im Griff haben ^^... 

 

 

 

bearbeitet von Konketea

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Auch wenn @bigvic in meinen Augen recht hat und sich Trends durchaus zu Branchenstandards entwickeln, muss sich ein technischer Leiter nur bedingt immer selbst mit dem neuesten Schrei auseinander setzen. Letztendlich muss er "nur" Entscheidungen treffen. Aber er selbst muss sich nicht zwingend damit beschäftigen, das kann ja jemand anderes aus dem Team machen und ihm zuarbeiten. Wichtig ist nur, dass es gemacht wird und dass es ergebnisoffen gemacht wird, wie @Konketea geschrieben hat:

vor 3 Stunden schrieb Konketea:

Wer nicht ergebnisoffen ist, kann keine sinnvollen Entscheidungen im Sinne des Unternehmens treffen.

Ich zum Beispiel untersuche bzw. vergleiche derzeit oft verschiedene konventionelle und neue Technologien und deren (möglicher) Einsatz im Unternehmen, schreibe ein 3-5 Seiten Paper darüber und liefer das ab. Entscheiden tun dann jedoch andere.

Da hier gerade auch schon wieder die Diskussion um die Cloud losgeht, meine bescheidene Meinung: Es gibt nicht nur "schwarz" und "weiß". Auch gibt es in nicht nur "ja" und "nein". Letztendlich gibt es bei jeder Lösung Vor- und Nachteile, die gegenüber abzuwiegen sind. Cloud zum Beispiel macht sicherlich nicht immer Sinn, aber es gibt durchaus Szenarien wo die Vorteile überwiegen. Wobei Vorteile nicht immer nur aus technischer Sicht zu betrachten sind, sondern auch vom Usecase und Business-case (was ITler, mich eingeschlossen, auch nicht immer sehen (möchten)).

 

 

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Ich habe nicht gesagt, dass man sich der Cloud grundsätzlich verschließen sollte. Wär ja auch Quatsch, aber man sollte man sich dem ganzen mit Erfahrung und Sachverstand annähern und es nicht deswegen tun, weil es grad alle so machen.

Den letzten weltweiten Azure-Ausfall gab es übrigens erst im Mai d.J. Man begibt sich eben in die Abhängigkeit eines amerikanischen Konzerns, hievt seine Daten und kritischen Geschäftsprozesse auf amerikanische Server. (Selbst wenn behauptet wird, sie stünden in der EU funken sie doch Daten in die USA). Persönlich halte ich dies aus Security-, Privacy- wie aus unternehmerischer Sicht für Wahnsinn. Wenn schon Cloud, dann doch nur private Cloud bei vertrauenswürdigen, regionalen Anbietern (oder in eigenen Rechenzentren).

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Also das ist eine ganz schwierige Frage, zu der es sicher auch keine einfache Antwort geben wird. Denn vieles im Zusammenhang der Fragestellung hängt mit der eigenen Person zusammen.

Auch ich (46) habe ca. 20 Jahre im Support gearbeitet, mich noch einmal dazu entschlossen eine Umschulung zum FiAE in Angriff zu nehmen, um eine berufliche Perspektivenwechslung ins Auge zu fassen und anschließend die Erfahrung gemacht, welche Anforderungen ich auch bereit sein muss, mich an mich selbst zu stellen.

Wer 20 Jahre und mehr in demselben Unternehmen war und keine anderen Erfahrungen gesammelt hat, muss sich zunächst fragen, inwiefern er selbst dadurch betriebsblind geworden ist. Denn andere Strukturen hat er/sie ja nie kennengelernt. Auch wenn es hart ist und das sicher nicht zwingend bei einem Bewerbungsgespräch thematisiert würde sind es doch Überlegungen, die Unternehmen bei einem Wechsel stellen würden. Die zweite Frage ist die Frage nach der Anpassungsfähigkeit. Ein 20- oder 30 jähriger, der in Konkurrenz auf eine gleiche Stelle sich bewerben würde, würde hier punkten. Bleibt die Erfahrung, das einzige Argument, das ein älterer Arbeitnehmer gegenüber einem jüngeren Arbeitnehmer hat. Um die Erfahrung zu beurteilen, muss man aber den gesamten Werdegang eines Kandidaten beurteilen. Also die konkreten Projekte, die ggf. erfolgreich umgesetzt worden sind.

"....Wer mit 40+ noch nicht in einer Leitungsposition war, wird es auch nicht mit 50+ sein....", es sei denn, er wird sein eigener Chef und ist bereit, etwas ganz Neues zu beginnen. Das ist so eine Weisheit, die man oft lesen/hören kann. Ob es stimmt, kann ich nicht beurteilen. Aber wenn man sich mit anderen im gleichen Alter unterhält, wird man sicher oft diese oder ähnliche Aussagen zu hören bekommen.

Ich glaube, an dieser Stelle muss man es schaffen, sich selbst und seine eigene Position möglichst realistisch einzuschätzen. Dann muss man sich hinsetzen und eine Stärken-/Schwäche Analyse betreiben. Auch der finanzielle Aspekt sollte darin einbezogen werden. Kann man sich vorstellen, mit der bestehenden Position bis zur Rente zu arbeiten oder ist eine Veränderung unabdingbar.

Wo es durchaus Bedarf an erfahrenen Kräften gibt ist in Beratung und Lehre. Ein Hochschullehrer sagte mir einmal. Gehen Sie in die Industrie, sammeln Sie Erfahrung und wenn Sie danach Veränderung anstreben wechseln Sie in die Lehre (z.B. als freiberuflicher Dozent für Thema XY). Das ist zumindest eine berufliche Veränderungsmöglichkeit, die auch im Alter noch möglich ist. Unser Lehrer für den kaufmännischen Bereich während meiner Umschulung war sogar lange im Ruhestand und hat noch einen prima Job als freiberuflicher Dozent mit entsprechender Industrieerfahrung gemacht.

Aber das sind sicher Fragestellungen, die so tief in die eigene Situation eingreifen würden, dass ein Forum hier nur bedingt helfen kann. Besser wäre es da sicher, sich einem Coach anzuvertrauen (HR Experte), der dann wirklich einmal sich hinsetzt und im Detail so eine Aufarbeitung macht.

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@treutz2 Danke für deinen Beitrag. Dein Hinweis auf Beratung und Lehre ist hilfreich. Ob es mit 50 nicht mehr möglich ist erstmals in eine Leitungsposition einzusteigen - ich weiß nicht. Bei uns gibt's jemanden (außerhalb der IT) , der erstmals mit 56 eine Leitungsposition bekam, und das obwohl er es noch nicht mal anstrebte. Aber es gab niemand anderen, der Aufgrund der Erfahrungen qualifizierter gewesen wäre.

Jedenfalls werde ich ständig von irgendwelchen Recruitern angeschrieben, die auf der Suche nach "Senior Admins" sind. Das hat mein Interesse auch etwas getriggert. Bis jetzt war aber noch nichts passendes dabei.

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Am 29.9.2019 um 00:14 schrieb harryruhr:

Persönlich halte ich dies aus Security-, Privacy- wie aus unternehmerischer Sicht für Wahnsinn. Wenn schon Cloud, dann doch nur private Cloud bei vertrauenswürdigen, regionalen Anbietern (oder in eigenen Rechenzentren).

Die ganzen kleinen regionalen Anbieter können aber nicht mit AWS mithalten. Ich glaube du hast gar nicht verstanden welche Möglichkeiten die Cloud bietet. 

Es lassen sich z.B. mit API Gateway, Lambda, Step functions, SNS/SQS ganze Prozesse abbilden ohne auch nur einen einzigen Server betreiben zu müssen. Weiter gibt es diverse managed Services. Von Kafka, über HBase bis zu Elasticsearch.

Dazu gibt es eine schier endlose Flut an OpenSource Projekten, die die Arbeit in der AWS Cloud erleichtern. AWS ist bereits der Cloud Industrie Standard und mit Boto3 hat man hier viel mehr Möglichkeiten als mit irgendeiner komischen API vom Dorf-Hoster

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Ich denke auch, dass sich das Zeitalter des Betreibens eines eigenen RZ stark verändert hat, seit es sehr leistungsstarke Cloud Möglichkeiten gibt. Das ist natürlich der Punkt, in dem die betriebswirtschaftliche Komponente ins Spiel kommt. Da Unternehmen auch geranked und gescored werden, muss ein Unternehmen sich genau überlegen, ob sich der Aufwand eines eigenen RZs noch rechnet. Denn auch dort sind stetig steigende Anforderungen in Infrastruktur, die erhebliche Kosten nachziehen.

Die Datenschutzthematik ist natürlich wichtig, keine Frage. Aber Entscheidungen werden ja oft aus mehren Perspektiven getroffen und hängen wiederum auch davon ab, welchen Aufwand der Kunde bereit ist zu bezahlen.

Übrigens wäre Datenschutz auch noch eine Perspektive zur Weiterentwicklung. Aber ich glaube, jede Veränderung bedeutet dann auch noch einmal - zurück auf die Schulbank. Das ist dann auch eine Überlegung, zu der man sich erst einmal Gedanken machen muss.

Ich würde übrigens wirklich empfehlen, mal ein Gespräch über die möglichen Perspektiven mit einem HR Experten zu führen. Kein reiner Recruiter - sondern ein Coach, der vielleicht auch die ein oder andere persönliche Situation tiefer beleuchten kann und Alternativen raus arbeiten.

bearbeitet von tkreutz2

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vor 2 Stunden schrieb Flammkuchen:

Die ganzen kleinen regionalen Anbieter können aber nicht mit AWS mithalten. Ich glaube du hast gar nicht verstanden welche Möglichkeiten die Cloud bietet. 

 

Ich habe nicht von "klein" geredet, sondern von "vertrauenswürdig". Und ich verstehe schon ganz gut, was die Cloud an Möglichkeiten bietet. Ich denke aber, dass die meisten nicht verstehen, was dies in Hinsicht auf Sicherheit, Privacy und Abhängigkeit bedeutet. Man sieht nur den kurzfristigen Nutzen. Das ganze wird schlimmer als die schon Jahrzehnte bestehende Software-Abhängigkeit zu Microsoft, über die alle jammern. Wenn man sämtliche Prozesse in der AWS-Cloud abbildet kann es überhaupt keine Exit-Stratregie mehr geben.

 

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50 ist in der IT ein undankbares Alter. Man ist für viele Firmen zu teuer, zu festgefahren und zu alt, muss aber gleichzeitig noch 10-20 Jahre machen. Wer da nicht dicke Fachkenntnisse vorweisen kann, hat es schwer. Im Regelfall bleibt das Aussitzen am bekannten Arbeitsplatz, der ÖD, Berufsschule, Trainer oder Ähnliches. Garantiert ist auch das alles nicht, nur am wahrscheinlichsten. Zumal Du viele fachliche Themen direkt ausklammerst, welche für Deine Sparte aktuell und wichtig sind. Das ist für uns IT´ler immer schlecht (egal welches Alter oder welche Abteilung) und senkt eher Deinen Marktwert als dass es ihn steigert.

Du musst Dich nur in die Situation der Firmen versetzen. Diese hat zwei Bewerber: 1x Mitte 30 mit 10 Jahren sowie aktuellen Kenntnissen und 1x um die 50 mit 20 Jahren, nicht mehr Kenntnissen und dabei teurer. Da ist die Entscheidung offenkundig. Gegenüber einem 25-Jährigen kannst Du mit Erfahrung punkten, was aber führst Du gegen den 35-Jährigen ins Feld, der ebenfalls schon lange dabei ist, weniger kostet und ggf. noch hungriger ist? Der 35 bis 40-Jährige ist Dein Konkurrent, nicht der junge Hüpfer. Und da zählt die Erfahrung kaum noch. Nach x Jahren entscheidet die Qualität, nicht mehr die Quantität.

...

Zum Thema Leitungsfunktion stimme ich den meisten Vorrednern zu: Das wird noch viel schwerer als das oben genannte.

Eine Leitungsposition muss im Regelfall über Jahre aufgebaut werden (durch entsprechende Schulungen, Weiterbildungen, Wechsel, Tätigkeiten, Bekundungen bei den Chefs, etc.). Zudem benötigt es gerade dort viel Wissen, auch aktuelles. Natürlich gibt es genug Chefs, die nicht mehr auf der Höhe der Technik sind. Die machen das dann aber häufig schon 20 Jahre und waren zu der Zeit, als sie Chef/Leiter wurden, durchaus auf dem Stand. Nehmen wir Vitamin B aus, kenne ich kaum Beispiele, wo die Leiter nur durchschnittliche Ahnung haben.

Dafür ist es, denke ich, leider zu spät. So etwas peilst Du mit 30 bis spätestens 40 an, aber nicht mehr mit 50. Denn das benötigt Zeit.

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